Vier Klassen werden gemeinsam mit pro Klasse drei Lehrkräften acht Tage in die Skifreizeit fahren.

Die Skifreizeit ist so etwas wie eine Tradition am Gymnasium, findet also seit vielen Jahren statt, immer am gleichen Ort, im gleichen Haus, auf dem gleichen Berg. Wer sein Kind auf dieses Gymnasium schickt, weiß das, denn schon in der ersten Schulwoche wird der Sextaner heim kommen und von der Skifreizeit schwärmen, an der er als Siebtklässer teilnehmen darf.
Und dennoch gibt es immer wieder Eltern, die unzufrieden sind. „MUSS das denn sein?“, fragen sie. Nö, muss nicht, ist aber eine feine Sache, so eine Klassenfahrt.
„Ausgerechnet Ski fahren, das ist so teuer!“, sagen sie. Klar, Ski fahren ist teuer. Die Freizeit wird 300 Euro kosten, viele schütteln das nicht so nebenbei aus dem Ärmel. Da aber das Wissen um diese Freizeit wirklich schon lange vorhanden ist und obendrein Weihnachten davor liegt, gibt es bestimmt die Möglichkeit, vorher Geld anzusparen. (und das Gymnasium bezuschusst die eine oder andere Familie, in dem sie Skischuhe und Ski zur Verfüging stellt).
„Mein Kind ist so unsportlich, warum sollte das Ski fahren lernen?“, fragen sie. „Na ja, „, antwortet der eine Lehrer, „Ski fahren ist nicht nur Sport sondern auch Natur erleben.“ Denn die Skifreizeit steht nicht unter einem sportlichen Aspekt, sondern findet im Rahmen der Erlebnispädagogik statt, also Ski fahren, Schnee wandern, Lagerfeuer im Schnee nach der Nachtwanderung, Rodeln und sich einfach draußen bewegen.
„Das Essen ist so furchtbar schlecht!“, berichten Eltern, die ältere Kinder mit Skifreizeit-Erfahrung haben. Mal ehrlich, wer den ganzen Tag an der frischen (Schnee)Luft ist, der hat Hunger. Verhungern wird keiner. Ist das irgendeine Mutter-Ur-Angst, dass der Sprössling nicht ausreichend versorgt wird, die mir völlig abgeht?
„Vor zwei Jahren waren dreissig Kinder krank“, berichtet eine erfahrene Mutter, „und es wurde KEIN Arzt gerufen!“
„Wir waren mit vier Kindern beim Arzt“, erklärt der Lehrer, „und haben jedesmal erfahren, dass es ein Virus ist. Hätten wir uns diese Diagnose dreissigmal anhören sollen?“
„Der Arzt muss kommen!“, verlangt die Mutter, „Er kann ja dann eine Flasche Hustensaft für alle da lassen!“ Hm. Die Freizeit findet in Österreich statt. Ich bin mir nicht sicher, ob die österreichischen Ärzte bei Husten und Schnupfen Hausbesuche machen, die deutschen jedenfalls kommen nur dann, wenn wirklich garnichts mehr geht. Und eine Flasche Hustensaft für alle … schweigen wir.
„Bekommen wir ihre Handynummern, damit wir sie erreichen können?“, fragt eine Mutter die beiden informierenden Lehrer, die sich sichtlich in Verlegenheit winden: „äääh … nein? Eher nicht. Sie können uns abends im Haus erreichen.“ „Aber ich muss sie doch erreichen können!“, beharrt die Mutter und bekommt die Handynummer trotzdem nicht.

Es wird empfohlen, dass die Kinder weder Handy, noch gameboy, noch sonstiges elektronisches Gedöhns mitnehmen sollen, und ein Stöhnen geht durch die Menge der anwesenden Eltern. Wie sollen sie das nur ihren Kindern erklären? Eine Woche ohne gameboy? OHNE Handy, wie sollen sie, die armen Eltern, denn dann erfahren, ob den Kindern das Essen schmeckt?

Ich sitze auf meinem Stuhl und fühle mich wie auf einem anderen Planeten. Bin ich etwa zu lässig? Ich denke, dass keine Nachrichten vom Kind GUTE Nachrichten sind. Ich vertraue darauf, dass diese Lehrkräfte gut auf mein Kind aufpassen, damit es nicht jenseits der Pisten Lawinen auslöst oder in Abgründe stürzt. Es ist mir ziemlich egal, ob das Kind Bohnen, Linsen und Erbsen, die es nicht mag, essen muss, denn eine Woche ohne Lieblingsessen wird es nicht in den Hungertod stürzen. Ich vertraue meinem Kind, dass es sich warm anziehen wird und glaube, dass ein Tag frieren lehrreich genug sein wird, um das grässliche, uncoole Unterhemd am nächsten Tag dann doch zu tragen.
Es ist ziemlich viel Geld. Ja.
Aber es ist auch eine Gelegenheit. Für uns als fünfköpfige Familie ist ein Skiurlaub quasi indiskutabel. (Einmal haben wir das erlebt, in einem Jahr, in dem mal keine Renovierung anstand.)
Es ist eine Gelegenheit, mit vielen Kindern gemeinsam etwas zu erleben und vor allem dieses kalte, weiße Zeug zu genießen, das in unserer Kante selten bis garnicht vom Himmel rieselt.
Es ist auch eine Gelegenheit für das Kind, diese Abnabelungssache zu üben. Und Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für den ganzen Kram, den man nun mal zum Ski fahren braucht, denn nasse Handschuhe wärmen nicht. Ein toller Lerneffekt.
Und es ist – last but not least – eine Gelegenheit, ein fettes Erfolgserlebnis einzuheimsen. „Alle Kinder lernen in dieser Zeit Ski fahren“, sagt der Lehrer, der es wissen muss. Er betreut die Skifreizeit seit vielen Jahren.

Es ist übrigens sehr interessant, Skifreizeit erfahrene Kinder zu befragen, denn die sind allesamt begeistert und schwärmen. Die dazugehörigen Eltern sind es, die über das schlechte Essen jammern. Da stimmt doch was nicht?

21 Kommentare zu “Elternabend – Nachwirkungen”

  1. EausP sagt:

    Das ist aber nicht nur bei Ihnen so.
    Mein Kind war in der 4. Klasse hier in der Nähe auf einem Abenteuercamp.
    Trotz Handyverbot hatten einige Kinder Handys dabei, und ein Kind wollte unbedingt nach der ersten Nacht abgeholt werden (und wurde auch), weil er das alles doof fand (Bogenschiessen, Klettern, Tauchen …)

  2. sandrachen sagt:

    Ich stimme dir in allen Punkten zu (von A bis Z sozusagen). Solche Dinge sind mit der Grund, warum ich Elternabende hasse. Natürlich gehe ich trotzdem hin, aber Spass macht es schon lange keinen mehr..

  3. Scrapleo sagt:

    Habe ähnliche Erfahrugnen gemacht, wenn mein Kind auch noch zu klein ist für Freizeiten. Aber dass die Mehrheit der Eltern einen „an der Waffel“ hat, sehe ich schon in der 2. Klasse. Echt krass. :D

  4. walküre sagt:

    Sehr geehrte Frau … äh … Mutti,

    ich danke Ihnen in aller Form für diese offenen Worte. Welches Brimborium manche Eltern schon bei zweitägigen Grundschulausflügen veranstalten, spottet jeder Beschreibung !

    PS: In Österreich sind ärztliche Hausbesuche überhaupt kein Problem, auch nicht im alpinen Bereich, zumal jene Lokalitäten, in denen Schulschikurse untergebracht werden, ohnehin nicht extrem entlegen situiert sind.

  5. Iris sagt:

    Gut, dass es noch andere Eltern gibt, die die Dinge ähnlich entspannt sehen. Auch wir waren auf Klassenfahrten nur mit der Telefonnummer der Jugendherberge oder Kleingeld um aus der Zelle mal zuhause anzurufen, wenn was war. Besonders schlimm finde ich, wenn sich nach stundenlangen Diskussionen eeendlich darauf geeinigt wird, dass die Kinder keine Handy mitnehmen sollen und man im Nachhinein erfährt, dass genau die Kinder die Handys heimlich mit hatten, deren Eltern am lautesten dagegen waren. Oder die Eltern, die bei einer vereinbarten Taschengeldhöhe den Kindern die ec-Karten mitgeben….
    Und ja, da stimmt ganz gewiss was nicht!

  6. MeinMann-Bloggerin sagt:

    Ich habe beim letzten Elternabend (8. Klasse) auch seltsame Dinge erlebt. So sollte für jedes Kind eine Plastikbox für die Kunst- und Textilsachen angeschaft werden. Am günstigsten waren die Boxen in transparent beim Obi. So um die 4 Euro. Eine Mutter war dagegen, nur weil die Tochter transparente Boxen häßlich fand und lieber eine farbige haben wollte. Unglaublich!
    Eine andere Mutter beschwerte sich, weil die neue Klassenlehrerin, nicht wie der bisherige Klassenlehrer der 7. Klasse, jedem Geburtstagskind ein Yes-Torty o.ä. mitbringt. Ich fühlte mich echt wie im falschen Film.

  7. hierundjetzt sagt:

    Ich denke sie haben eine gesunde gelassenheit.
    Die Schul-Skilager (so nennt man sie bei uns) gehören mit zu den schönsten Erinnerungen aus meiner Schulzeit. Das sich manche Eltern genauso wie sie es tippen aufführen, ist mir keineswegs fremd, leider!

  8. stadtfrau sagt:

    da würde ich aber auch narrisch werden! ist eltern-herumzickerei heute wirklich so üblich?

    meine eigene schulzeit ist noch nicht so lange her, ich erinnere mich an schullandwoche in der volksschule, schikurse, sportwochen und sprachwochen – ohne handy, ohne gameboy, ohne die-eltern-anrufen. und meine eltern haben mich nicht einmal nach zweiwöchigen ungarn-aufenthalten (den ersten mit 10 jahren und da gabs einen telefonanruf von daheim) gefragt ob mir das essen geschmeckt hat – was es nicht tat, aber verhungert bin ich noch nie.

    ich glaube auch gar nicht, dass es eine geld-frage ist (für gameboys und handys ist das geld ja auch da), man muss halt wieder sooo viel tun für die kinder: vorbereiten, organisieren, einkaufen, packen und evtl. sogar auch noch die stubenhocker-kinder motivieren.
    und dann wird man von den lehrern nicht einmal stündlich informiert, was der erbe so macht! tststs….

  9. Jeanie sagt:

    DANKE für diesen Eintrag!! Mittlerweile bin ich sowas von genervt von den ach so netten Mamas *Augenverdreh* Was für eine tolle Chance, fas für ein sagenhaftes Abenteuer für die Kinder, wo sonst können sie so tolle Dinge lernen und eine so schöne, unbeschwerte Zeit erleben? Ich frage mich schon, wieso Eltern so ein Brimborium drum machen müssen? Und das Essen… also SATT wird jeder und den KINDERN schmeckt es meist… Und wenn nicht, ja nun, dann wird es eben bei der nächsten Mahlzeit mehr essen, und???

    Ich erinnere mich heute noch gerne an unsere Ski- oder Wander-Freizeiten auf Alpe Eck mit der Schule. Hach… Es war einfach nur herrlich!! (Und mal ehrlich: Vor 30 Jahren waren die Eltern auch noch nicht soo bekloppt!)

    Den mitfahrenden Lehrern darf man duchaus zutrauen, daß sie wissen, wann ein Arzt notwendig ist und wann nicht. Da rufen bestimmt die Mütter am lautesten, die daheim fast nie mit dem Kind zum Doc gehen….

    Und eine Woche lang TV, PC, GameBoy und Handy gegen eine tolle Gemeinschaft und viele Abenteuer mit den Kameraden zu tauschen fällt doch den Kindern nicht so wirklich schwer… Und wenn doch – Pech gehabt, eine Woche überleben die das schon…

    ABER: 300 Euro mal eben aus dem Ärmel schütteln?? Ich denke schon mit Schrecken daran, daß im Frühjahr alle meine 3 Kinder ins Schullandheim fahren, ganz klein, keine Skifreizeit und auch nicht soo wirklich teuer jeder für sich – aber ich hab noch keine Ahnung, wie ich das bezahlen soll. Und 300 Euro sind absolut utopisch „mal schnell“ irgendwie zusammengespart.. und das dann x 3???? Ganz zu schweigen von Tschengeld, nicht vorhjandener Skiausrüstung etc….

    Und trotzdem freu ich mich für meine Kinder!

  10. Kathi sagt:

  11. Christine sagt:

    Einmal kräftig zugestimmt. Bei uns ist ja wegen der Alpennähe das Skilager die selbstverständliche Klassenfahrt. Das Geschrei an der Schule der Kids war also groß, als vor einigen Jahren genau das gestrichen wurde und dafür – nach Sportlager in der Fünften – eine Erlebnis/Abenteuerwoche in der Achten eingeführt wurde. Betreut von SozPäds und extra im „schwierigen“ Pubialter. Die Eltern haben sich so ätzend aufgeführt, dass die Kids schon vor der ersten Fahrt vom „Psychocamp“ geredet haben. Wer schon dort war, findet es inzwischen toll, für die Gemeinschaft war es immer super – und es kostet ein Drittel weniger als das Skilager. Klettern, Abseilen, Orientierungsläufe im Dunkeln, eigene Abendgestaltung – Gruppenerlebnisse pur. Und hey – unsere Familie fährt aus Kostengründen nicht Ski. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen – ins Skilager fahren und dann als Einzige im Anfänger-Kurs stehen ist echt super uncool! Deshalb bin ich froh, dass wir das Skilager umschifft haben – aber Klassenfahrten ohne Gameboy und ständige Handyüberwachung der Eltern sind megacool!!

  12. Bine sagt:

    Schön, dass es auch noch Leute gibt, die genauso denken wie ich.
    Aber es gibt auch andere Seiten (die des/der Lehrer/s):
    Beispiel: Kursfahrt meiner Tochter (die letzte vor'm Abi), Abfahrt Samstag, 13.10., Rückfahrt 19.10., Ziel: Schwangau (bei Füssen, aAdW für uns aus Bielefeld). Meine Tochter wollte an der Beisetzung meiner verstorbenen Mutter am Montag teilnehmen und dann nachkommen. Die Lehrerin bereits am 11.11. informiert (kein Scherz!). Bahnfahrt von Bielefeld schier unmöglich, 7 x Umsteigen nach einem solchen Tag (bei Nacht) und Wartezeiten auf die Anschlusszüge von fast 1 Std sahen keine andere Möglichkeit, als sie mit dem Auto hinbringen zu lassen. Ihr Freund (26 J. alt) sollte sie mit meinem Diesel hinfahren, dort übernachten und am nächsten Tag zurückkommen. Lehrerin lehnte VEHEMENT ab, Autofahrt sei nicht versichert (was passiert einer grad 18jährigen wohl nachts in Pusemuckel allein auf nem Bahnhof *bibber*). Stundenlange Telefongespräche (wohlbemerkt: meine Mutter war grad verstorben und die Beerdigung stand an!)mit Lehrerin, dann mal bei der Direktorin auf'n Tisch gehauen und gut war's…… ach neee, doch nicht: die beiden wären nachts gegen 23 Uhr in Schwangau angekommen, ihr Freund dürfe lt. Auskunft der Lehrerin NICHT in dem Bildungszentrum übernachten (war aber mit der Verwaltung dort schon abgesprochen); O-Ton Lehrerin: In Schwangau gibts auch günstige Pensionen (ach was, nachts ab 23.30 Uhr???).
    Kurzum: ich hab die Lehrerin Sonntags nachmittags am Telefon zusammenges**issen und gut war.
    Hätte ich mich ihrer Meinung gebeugt, hätte meine Tochter nicht kommen dürfen, die 300 Euronen für die Kursfahrt wären nicht zurückerstattet worden, da die Schule keine Reiserücktrittversicherung abgeschlossen hat (das müssen angeblich die Eltern machen).
    Neneneneneneneeeeeeeeee *Kopfschüttel*
    Gut dass das im Frühjahr (hoffentlich) vorbei ist…. *seufz*

    Sorry für den langen Beitrag, musste aber auch mal raus.

    Bleiben Sie so, wie Sie sind, Frau … äh … Mutti!!!

    Liebe Grüße aus Bielefeld
    Bine

  13. Birgit sagt:

    Ach ja – das erinnert mich an eine Mutter, die mir sagte, ihr Kind dürfe nicht mit, weil es sehr heikel beim Essen sei. Ich nahm das Kind trotzdem mit – es hatte eine riesige Plastiktüte voller Naschereien im Koffer, eingepackt natürlich von der Mutter, damit das Kind nicht verhungert.
    Beim Essen setzte ich mich neben das Kind und überredete es, von allem wenigstens eine Gabel voll zu probieren – es klappte, das Kind verhungerte nicht, im Gegenteil, es hatte Spaß daran, mit der ganzen Klasse zu essen.
    Daheim sagte mir die Mutter dann: Das ist ja eine hervorragende Idee, das mache ich jetzt auch so. Und ein paar Wochen später: Sie muss jetzt daheim auch immer eine Gabel voll probieren – und dann kriegt sie Süßigkeiten als Belohnung.
    …ich hätte schreien können… :(

  14. Elena sagt:

    Ich unterschreibe gerne jeden Satz, den Sie angeführt haben! Die Schulskiwoche ist ein Erlebnis für die SchülerInnen, egal ob diese sportlich veranlagt sind oder nicht; gemeinschaftsfördernd ist so eine Schulveranstaltung immer!
    Daß kein „elektronisches Gedöhns“ mitgenommen werden darf, finde ich großartig!
    Und, ach ja, wegen eines Schnupfens kommt auch in Österreich kein Arzt zu den Patienten… ;)

    Ich wünsche dem Kind einen angenehmen Aufenthalt in Österreich (wo eigentlich?)

    LG E.

  15. anabel sagt:

    So, wie Sie es sehen, sehe ich das auch, genauso.
    Nicht wir sind die bescheuerten Eltern der neuen Generation sondern die anderen.
    Nur nicht von deren Gefasel beeindrucken lassen… bloß nicht…
    Meine Skikurse damals: herrlich.. göttlich… ich möchte sie nicht missen.
    Und das Essen? War bestimmt gut… :)

    LG

    anabel

  16. dasmiest sagt:

    Oh ja, ich erinnere mich gerne an unsere Ski-Klassenfahrt in der siebten. Lange war Skifahren der einzige Sport, den ich absolut unsportlicher Mensch gern gemacht habe. Die ganze Sache war toll (und von dem Alkohol, der da geflossen ist, erzähle ich dir jetzt lieber nix).

    Und ich glaube, so Eltern hat es immer und überall. Ist bei uns auch schon nicht anders.

  17. CeKaDo sagt:

    Das einzig Doofe an Freizeiten sind Eltern. Vorher und während.

    Das trauen sich die Teilnehmer bloß nie so richtig auszusprechen.

    Ich höre das dann nur während der Freizeiten / Lehrgänge :D

  18. Rena sagt:

    Als unsereins jünger war und mit der Klasse unterwegs (Schullandheim), gab es noch keine Handies. Und? Wir und unsere Eltern leben immernoch (zumindest nicht am fehlenden Handy gestorben). Ich finde auch, dass es einen gewissen Lerneffekt für die Kids hat. Wir haben das noch vor uns. Tochterkind ist in der 6. Klasse, Sohnemann in der 3.

  19. eva sagt:

    ob manche Eltern ihre Kinder abhängig halten wollen, weil sie sich sonst langweilen? Überflüssig fühlen?
    Furcht vor der Erkenntnis haben, daß die Schätzchen BESTENS zurechtkommen ohne das ganze Hofezeremoniell für kindliche Hoheit und so einiges von dem Streß der letzten Jahre nicht nötig gewesen wäre?

  20. die strick-eva(sind ja einige evas hier) sagt:

    Ich gestehe öffentlich:
    Ich bin froh, wenn die gesamte Brut sich mal länger verzieht :D
    Ist doch herrlich: Kinder haben Spass und man selbst hat endlich mal Zeit für SICH!!
    Ich kann solche Eltern nicht verstehen und WILL sie auch niemals verstehen.
    Abnabelungsprozesse sind (über)lebensnotwendig.
    LG Eva

  21. Zeitlos sagt:

    Obwoh ich auf einer ganz anderen Schule war, kommt mir das sehr, sehr bekannt vor.
    Auf meiner Skifreizeit…
    …war das Essen so schlecht, dass ich die ganze Woche fast nur gefrühstückt habe.
    …bin ich mit Magen-Darm-Grippe angereist. Wegen Kreislaufproblemen konnte ich nur am ersten Tag auf dem Idiotenhügel rumrutschen. Die nächsten Tage saß ich auf der Skihütte in der ungeheizten Gaderobe, die nach alten Lunchpaketen stank. Mein einziger Leidensgenosse war ein Asthma-kranker Junge, der auch nicht Skifahren konnte aber, genau wie ich, nicht im Hotel bleiben durfte. Aber wir waren ja auch nicht die Lieblinge des Sportlehrers.
    – Am vierten Tag habe ich mich nochmal auf die Skier gtraut und mir prompt den Fuß verdreht. Schön bunt und blau, kräftig angeschwollen…Arzt? Keine Spur davon. Wieder ab in die Gaderobe.
    Fazit: Sechs Tage krank in einem eiskalten Raum gesessen, während die Lieblinge des Sportlehrers gerne im warmen Hotel bleiben durften, wenn sie ne Blase am Fuß hatten oder „sich nicht gut fühlten“. Die wurden übrigens auch alle zum Arzt gekarrt, wenns irgendwo zwickte.
    Mit Skifahren bin ich seitdem durch.