Heute

25. April 2006

ist der Tag des Lärms!

sagt der Große und grinst hinterlistig.

*patsch*, Teil II

24. April 2006

Fallbeispiel 1:
Der kleine Kasimir geht jeden Tag mit seiner Mama in den Supermarkt zum Einkaufen.
Der kleine Kasimir ist drei Jahre alt und befindet sich mal wieder in einer Trotzphase.
Der kleine Kasimir hat einen ausgeprägten Willen und klare Vorstellungen davon, was er gerne haben möchte.
Der kleine Kasimir äussert seinen Wunsch nach Keksen in Tierform. Dieser Wunsch wird ihm von seiner Mama nicht gewährt. Sie versucht ihm zu erklären, dass die Tierformkekse genauso lecker wie die eckigen Kekse sind, dafür aber doppelt so teuer.
Der kleine Kasimir ist dieser Erklärung nicht zugänglich und verdoppelt seine Stimmlautstärke bei der erneuten Forderung nach Tierkeksen. Seine Mama sagt richtig streng: “Nein, gibt es nicht, BASTA!”
Der kleine Kasimir kreischt, brüllt, tobt, weil sein Leben ist ohne Tierkekse nichts mehr wert.
Was tun?

( ) Mama soll sich neben ihn auf den Boden schmeissen und genauso laut brüllen, das sagen die im Fernsehen ja auch.
( ) Mama soll nochmals klar und deutlich “Nein!” und “Hör auf!” sagen und Kasimir an die Hand nehmen und ihn zur Kasse schleifen
( ) Mama soll tief erröten und sich untertänigst bei den Umstehenden entschuldigen, die sie mit missbilligenden Blicken mustern (und leise tuscheln), weil sie sich SO ETWAS von der Jungend von heute bieten lässt!
( ) Mama soll sich davonschleichen und so tun, als hätte sie Klein-Kasimir noch nie gesehen.
( ) Mama soll Klein-Kasimir am Arm hochziehen und ihm dabei “Hör sofort auf, sonst setzt es was!” ins Ohr zischen
( ) Mama soll Klein-Kasimir einen Klapps auf den Hintern verpassen, weil diese Show zieht er JEDEN TAG ab, das kann ja wohl nicht sein, dass er sich SO aufführt
( ) Mama soll ihm eins quer über die Finger geben, damit er endlich weiß, warum er überhaupt heult

Fallbeispiel 2:
Oma Mitzi ist mit ihrer Tochter zum Einkaufen im Supermarkt. Die Tochter hilft ihr einmal die Woche beim Einkauf, immer dann, wenn die größeren Sachen fehlen. Wasser, Milch und Waschpulver. Oma Mitze schmeisst ihren Haushalt noch allein, aber es ist anständig von der Tochter, dass sie ihr beim Tragen der schweren Sachen hilft.
Oma Mitzi ist das, was man liebevoll ein Gewohnheitstier nennt. Seit zwanzig Jahren kauft sie ein und dasselbe Waschmittel. Nun haben irgendwelche Tester herausgefunden, dass das Waschmittel schädlich ist und deshalb wird es nicht mehr verkauft. Oma Mitzi grummelt und knatscht vor dem Haushaltsreinigungsmittelregal herum, beschwert sicht lauthals darüber, dass es IHR doch auch nichts geschadet hat und meckert, weil sie jetzt auf neumodischen Kram mit Superreinigungsperlen umsteigen soll, wo doch das alte Waschmittel AUCH immer alles so sauber gekriegt hat. Ihre Tochter bittet sie darum, etwas leiser zu sein, denn die Leute drehen sich um und tuscheln. Oma Mitzi ist das egal, sie ist schließlich im Recht, IHR wurde Unrecht getan, indem man IHR Waschmittel einfach nicht mehr produziert, ohne sie zu fragen. “Unverschämtheit, nur noch neumodischer Kram hier!”, schimpft sie mittlerweile recht laut.

( ) die Tochter soll Oma Mitzi am Arm in einen anderen Gang führen und dabei beschwichtigend auf sie einreden
( ) die Tochter soll tief erröten und sich bei den Umstehenden, die tuscheln, wispern und missbilligende Blicke auf sie werfen, entschuldigen
( ) die Tochter soll Oma Mitzi einen Klapps auf den Po geben und ihr sagen, dass sie sich gefälligst nicht so aufführen soll
( ) die Tochter soll Oma Mitzi anschreien, scheinbar kapiert die Alte einfach nicht, dass es den Kram nicht mehr gibt
( ) die Tochter soll Oma Mitzi einfach stehe lassen und so tun, als hätte sie sie nie gekannt

Fallbeispiel 3:
Samstag im Baumarkt. Das Ehepaar Baufix benötigt für den anstehenden Dachausbau einige Latten und Nägel. (…)
( ) Herr Baufix schmiert Frau Baufix mal eben eine, damit sie aufhört rumzunöhlen
( )…
( )…

Fallbeispiel 4:
Neulich an der Bushaltestelle. Die Schüler der Klasse 10c diskutieren über die anstehende Fußball-WM. Björn tippt auf den Aussenseiter, allerdings nur so lange, bis ihn der erste Tritt trifft, dann ist er auch für die Deutschen.

Fallbeispiel 5:
Blut darf nicht fließen, aber blaue Flecke bluten ja nach innen.

Fallbeispiel 6:
Wenn Du keine Worte mehr hast, hast Du immer noch schlagende Argumente.

Fallbeispiel 7:
Dein Kind liebt Dich auch dann, wenn Du es prügelst und das tust Du ja nicht, Du klappst ja nur. Ein Klapps tut nicht weh, den spürt ein Kind nicht. Welche Wirkung hat er überhaupt?

Ende.

Traurig.

*patsch*

24. April 2006

Die Kinder von heute sind unerzogen, rücksichtslos und frech, machen Krach, haben keine Grenzen und sind eigentlich ganz und gar ein Graus.

Natürlich geben Eltern das nicht zu, sondern loben ihren Nachwuchs über den grünen Klee in den Himmel, statt diesen mal ordentlich zurecht zu stoßen, ein Klapps hat noch keinem geschadet.

Ja, liebe Leser, so ist das. Habe ich heute selbst gelesen.

Mit gramgebeugten Kopf, weil sie bisher alles, alles, alles, falsch gemacht hat, fegt Frau … äh … Mutti die Scherben ihrer mangelhaften Erziehungsarbeit zusammen und übt an einem Kissen, wie man richtig klappst. Das Kissen weint wenigstens nicht.

führt zu komischen Auswüchsen auf den mütterlichen Zehen. Und zu hysterischen Kicheranfällen seitens der 8jährigen Täterin.

“Aber ich habe dich in Ruhe dösen lassen”, flötet das mittlere Kind.

Vorfreude

24. April 2006

Jostabeere

Birne

Aprikosenpfirsich

Apfel

Johannisbeere

Kirsche

Holunder

Radel mal

23. April 2006

Und während ich so jammernd auf dem Sofa sitze und mein wehes Knie mustere, erinnere ich mich seufzend vier Stunden zurück, als ich hinter dem jüngsten Kind herkeuchte.
Das Kind startet erneut einen Versuch, diese unheilvolle Maschine bestehend aus Pedalen, die zu bewegen, zwei Räder, die gerade zu halten und einem Lenker, der der Fahrbahn entsprechend zu bewegen ist, zu beherrschen.

“Zuerst den Fuß auf das Pedal, das oben ist!”, erklärt Frau … äh … Mutti zum tausendsten Mal, “danach direkt den anderen Fuß auf das andere Pedal und losstrampeln!”
“ICH WEISS!”, schnaubt das jüngste Kind und fällt elegant in den Straßengraben, mit beiden Füßen auf den Pedalen des stehenden Rades.

“Immer nach vorne schauen!”, ermuntert Frau … äh … Mutti zum tausendsten Mal, “dann klappt das prima mit dem Gleichgewicht!”
“ICH WEISS!”, pöbelt das jüngste Kind und dreht sich nach der meckernden Ziege im Schrebergarten um.

“Immer gleichmäßig treten, dann fährst du”, schnauft Frau … äh … Mutti, “PRIMA! Weiter so!”
“ICH WEISS!”, kräht das jüngste Kind und lässt sich von seiner Mutter am Gepäckträger Richtung Heimat schieben.

“Wie war´s? Hat´s geklappt?”, fragt der beste Vater meiner Kinder.
“Gut!”, sagt das jüngste Kind
“Er muss halt noch üben”, sagt Frau … äh … Mutti und möchte nur ein bißchen heulen.
(Aber bestimmt nur, weil das Knie so schmerzt)

Wenn

23. April 2006

ich so alt werde, wie sich mein rechtes Knie derzeit anfühlt (pucker, knarz, knack, autsch), werde ich alt. SEHR alt, uralt, steinalt.

(Bitte keine guten Tipps, die frusten nämlich. Das Knie ist irreparabel kaputt und züchtet sich eine Arthrose. Ich wollte halt mal jammern. In meinem Alter darf man das.)

Wenn

23. April 2006

man auf archivieren, statt auf speichern klickt, dann verschwindet ein wahnsinnig wichtiger und stilistisch wahrhaft ergreifender Text einfach sonstwohin und ein gewisses “Dann blogge ich eben NIE WIEDER” macht sich breit.

Manno!

Merke:

22. April 2006

- Kuchen ist NICHT die ideale Grundlage für eine Weinprobe.
(Zwei Stücke Rhabarberkuchen, ein Stück Zitronenkuchen)

- es ist NICHT nötig, den bereits bekannten Dornfelder zu kosten, nur weil er lecker ist
(Weinprobe ist harte Arbeit!)

- passende Adjektive für den Geschmack des Weines finden ist mit fortschreitender Probe leichter
(kratzig im Abgang, rund, süffig, reich an Gerbsäure, spannend, vollmundig, legga, nocheinbitte)

- eine Weinprobe mal eben kurz zwischen vier und halb sechs einzuschieben ist nur eine bedingt gute Idee
(acht Weine und sieben davon nocheinbitte, nur einer sehr kratzig im Abgang)

Um den beschwingten Zustand nach der Weinprobe zu halten, empfiehlt es sich, zwei der neuerworbenen Flaschen Wein mit zu Freunden zu nehmen und dort spontan zu grillen. Also nicht den Wein, natürlich.

Das jüngste Kind hat heute wiederum einen entscheidenden Schritt in Richtung seines Traumberufs Winzer getan: zusammen mit seinem besten Freund und dessen Vater fuhr er im Unimog in den Wingert, um dort irgendwelche Karten mit Traubenwicklerpheromonen an die Rebstöcke zu hängen. Gelbe und weiße und manche konnte man irgendwie aufziehen. Aber davon verstehen Mütter nix, dass ist WinzerMännersache.
Töchterlein und der Große interessieren sich übrigens nicht für eine weinlastige berufliche Zukunft. Nicht mal Weinkönigin möchte sie werden, die Tochter, und das, obwohl wir in der ehemaligen Residenz der deutschen Weinkönigin 1978/79 wohnen.

- Karotten, Radieschen, Schnittlauch, Kapuzinerkresse (an die Baumscheibe) säen
- Zwiebeln stecken
- Hibiscus bei der Nachbarin aus – und bei uns wieder eingraben
- die künftige Hibiscusstelle von Brennnesseln, Brombeeren und Schöllkraut befreien
- fünf “Stickel” für die Himbeerhecke in den Boden hauen (lassen)
- Draht spannen
- späte Himbeeren andrahten, den anderen Mut zusprechen, damit sie sich richtig hochtrauen
- die unsäglichen Pflanzsteine von ihrer Bepflanzung befreien
- zusehen, wie eine weitere Reihe unsäglicher Pflanzsteine den Hang stützen soll
- die neue Reihe mit den alten Pflanzen, die die Aktion sicherlich toll finden, bepflanzen
- rauskriegen (oder besser: erinnern) was ich hinten rechts gepflanzt habe, weil da kommt was
- die Hälfte des Mohns ausrupfen, bevor wir Anbau von opiathaltigen Pflanzen vorgeworfen bekommen. *seufz*
- entscheiden, wieviele Tomatenpflanzen uns satt machen
- Bohnen und Erbsen in die Erde stecken
- Gurken?
- Kürbis?
- Zucchini? (wobei … die hat die Nachbarin und irgendwann haben wir sie dann auch)
- Unkraut, pardon, unerwünschtes Wildkraut zupfen
- an blühenden Obstbäumen schnuppern
- argwöhnisch die Ameisen beobachten, weil die schleppen schon wieder Läuse durch die Gegend
- die ersten Nacktschnecken (aka Marie Antoinettes) unter die Guillotine legen
- für die Ohrenkneifer einen Unterschlupf aufstellen und irgendwas für die Erdhummeln finden
- viele Bilder knippsen
- viele Bilder ins Blog stellen. Falls ich dafür Zeit habe. Oder Lust. Oder Kraft.