angedachte Idee

21. Juni 2007

Frau … äh … Mutti weilt vom 10. bis zum 20 Juli im zauberhaften Berlin.
Und sie weiß, dass hier eine Menge BerlinerInnen mitlesen und kommentieren.
Und sie kennt sogar schon zwei davon persönlich. (und würde die auch gerne in dieser Zeit treffen)

Könnten wir nicht ein kleines Berliner-Bloggerinnen-Treffen veranstalten?

Ich liefere hiermit nur die Anregung, die Auswahl der Örtlichkeit überließe ich dann großzügig den Ortskundigeren.

Na? Wie wär´s?

Beim Einräumen der Spülmaschine in marmeladenverklebte Löffel, butterschmierige Messer und milchtropfige Tassen zu greifen – ich HASSE es.
Beim Ausräumen der Spülmaschine entdecken, dass sich eine Schüssel gedreht hat. Das Wasser aus dieser Schüssel landet IMMER auf dem Boden. Feststellen, dass der Brotteig noch am Teigschaber klebt, schön festgebacken. Und zwischen den Gabelzinken schlabbert noch eine Nudel.
Beim Saugen den Staubsauger schwungvoll hinter sich herziehen und dabei die Katzenfutterschüssel überrollen. Die stößt an die Wasserschüssel und das Ergebnis ist ein stinkender Brei auf dem Fußboden.
Nach dem Saugen bemerken, dass der Esstisch noch nicht abgewischt und somit voller Krümel ist. Und die fallen garantiert auf den frisch gesaugten Boden und sorgen für eine Fußreflexzonenmassage.
Die Waschmaschine vollräumen, mit Waschmittel und Entkalker befüllen und auf´s Knöpfchen drücken. Nach zwei Stunden feststellen, dass es das falsche Knöpchen war, statt “Start” auf “Schonen” gedrückt. Nicht Nerven schonend.
Frisch gewaschene Wäsche aus der Waschmaschine ziehen und dabei die Hälfte auf den Boden werfen.
Eine der zwei benötigten Klammern beim Aufhängen auf den Boden fallen lassen und somit mit ordentlichem Ausschütteln und Falten glattstreichen des Hemdes nochmals beginnen zu müssen.
Beim Abhängen der Wäsche eine Hose des jüngsten Kindes schwungvoll glatt schnicken und zwei Hände voll frisch gewaschenen Sandes auf der restlichen sauberen Wäsche verteilen.
Den Herd putzen, bis er blitzt und blinkt und dann den Reis überkochen lassen.

ach.
(ich bin eine Niete in Haushaltsdingen)

Stichworte

20. Juni 2007

- Sommer, keine Zeit/Lust zum Bloggen
- gejätet, gehackt, gepflanzt
- Hängematte-Mittagsschläfchen
- verdreckt, verschwitzt, glücklich

- Wenn man Ihnen den Tipp gibt, Sand um Pflanzen zu streuen, weil Schnecken Sand nicht mögen, dann vergessen Sie diesen Tipp. Auf besonderen Wunsch des jüngsten Kindes wurde heute die Sandgrube freigrupft. Mindestens 15 Weinbergschnecken und doppelt soviele Nacktschnecken (und Millionen von Spinnen, Asseln und Hundertfüßlern) mussten ebenfalls weichen, obwohl sie sich im feuchten Sand offensichtlich schneckenwohl fühlten.

- orangefarbene Trollblumen vor dunkellila Prunkwinden machen fröhlich

- Mein liebevoll gesäter schwarzer Mohn blüht. In zauberhaftem Weiß.

- Himbeeren und Walderdbeeren zum satt essen

- es wäre nicht schlimm, wenn der Kirschbaum einfach das ganze Jahr nur blühen würde. Zur Zeit trägt er nämlich ganz viele Kirschen und ich komme mit dem Aufsammeln nicht nach. (und die schmecken nicht mal, die Kirschen, weil der Baum vor zwanzig Jahren aus der Veredelung rausgewachsen ist)

- Hunger, Duschbedürfnis und danach ein irisches Bier, mit einem speziellen Prost an diese Dame, die eine ganze Familie SEHR glücklich gemacht hat. (nein, ich verrate Ihnen nicht den Preis für Ihre pompadura, betrachten Sie sie einfach als meine Antwort und Danke auf das Wunderpäckchen)

Feierabend.

organisiertes Verbrechen

19. Juni 2007

oder intelligente Schleimmonster?

Die Zuccini im Kompost ist bis auf einen kümmerlichen Stumpf aufgefressen worden, verräterische Schleimspuren führen zu den Himbeeren.

Bleibt die Frage, warum diese Pflanze bis zu einer stolzen Höhe von zwanzig Zentimetern heranwachsen durfte, bevor sie gemeuchelt wurde?
Vermutlich sind Schnecken intelligenter als bisher gedacht, denn sie schlussfolgerten logisch: je größer die Pflanze, desto mehr Futter.

Sollte es tatsächlich zu einer solchen Intelligenz-Mutation gekommen sein, befürchte ich, dass Schnecken demnächst unseren Kühlschrank stürmen, um Salat, Gurken und Paprika zu fressen. Ich bin in großer Sorge.

Weltuntergang

18. Juni 2007

da draußen.

Vom Bett aus die Blitze im gelbgrauen Himmel sehen und bei sehr lautem Donner einfach unter´s Deckbett kriechen.

Gewitter ist nur schön, wenn man sich gemeinsam ein wenig gruselt. Aber die Kindelein schlafen selig und der beste Vater meiner Kinder ist nicht daheim.

(Sturm jetzt, und davor habe ich echt Angst, kann soviel passieren)

Frau … äh … Muttis Tag war nicht langweilig. Er war ganz normal, gespickt mit einigen Arzt- und Tierarztbesuchen, einem Aufsatz über Orang-Utans (die Mittlere) und einem Referat über Fairen Handel (der Große). Das jüngste Kind schrieb seiner Lehrerin einen Brief über Knut den Eisbären und wie er sehr er sich darauf freut, Knut in den Sommerferien zu besuchen, ich schrieb der Lehrerin einen Brief über dies und das und ADS.
Dazwischen, sozusagen als Füllung, gab es ein paar Füllungen für Wasch- und Spülmaschine, eine vom empörten Kater vollgeschissene Transportbox und die Suche nach der Heimat der Mehlmotten in meiner Küche.
Auf der Terrasse steht eine Kiste mit Pflanzen, die eigentlich in die Gartenerde wollen, in der Halle steht eine Holzkiste, die abgeschliffen werden will und irgendjemand könnte mal die Straße oder die Terrasse kehren.
Und während ich hier versuche zu schreiben, maunzt mich das Tigertatzikatzi an, weil ich die Verräterin bin, die böse in-die-Transportkiste-Stopferin, das jüngste Kind liest mir aus dem Geolino vor, die Mittlere fragt, wo sie das benutzte Staubtuch hin soll (“auf dein Kopfkissen? Schalte dein Hirn ein, Kind.” “AH! In die Wäsche?”) und das große Kind fragt, was “zertifizierter, ökologischer Bananenanbau” ist und warum das erstrebenswert ist.

Wie immer halt. Immer wieder schön.

übrigens

17. Juni 2007

Frau … äh … Mutti näht noch.
Einige Bestellungen sind abzuarbeiten und die nächste Tasche geht über den großen Teich. Diesmal aber nicht per unzuverlässiger Post sondern im Handgepäck der Schwägerin, die die pompadura wiederum ihrer Schwägerin schenken wird.

Passenderweise zickt das Nähmaschinchen sehr unfein herum, frisst den Stoff oder zerbeisst den Oberfaden und reagiert nicht auf meine regulierenden Versuche. Eine Verschwörung, wahrscheinlich. Eine Verschwörung mit den Nähnadeln, denn eine davon hat sich gerade eben beim Annähen eines Knopfes durch meinen Daumen gebohrt. Sieht so gemein aus, wie es sich liest, tut aber gar nicht weh. Nur nähen geht jetzt nicht mehr, weil der Daumen tropft. (und morgen muss doch eine Tasche raus, weil die geht dringend nach Berlin!)

Sie sehen – nix Neues. Frau … äh … Mutti glänzt weiterhin mit Ungeschick und ohne Bilder der letzten Machwerke.

Gestern war ich übrigens mit der allerliebsten Freundin in der Rheinhessischen Schweiz unterwegs, der Tag der offenen Gärten lockte. Nach der Besichtigung von sieben, teils sehr unterschiedlicher, Gärten, ist die Motivation hoch, in zwei, drei Jahren den eigenen Garten zu öffnen. Falls der zur Zeit rote Daumen nicht den Umweg über braun nimmt, sondern sofort wieder einsatzbereit und grün wird, steht diesem Ziel nichts im Wege. Außer sehr viel Arbeit. (auch an der Nähmaschine, den auch für den Garten kann eine Menge Wunderbares genäht werden.)

paradox (snail-content)

15. Juni 2007

Auf meinem Kompost wächst eine Zucchini. Das ist ja nun nicht so aussergewöhnlich, werden Sie denken und sich vielleicht fragen, weshalb diese Tatsache Frau … äh … Mutti einen Blogeintrag wert ist.
Ich will es Ihnen erklären.
Seit vier Jahren versuche ich Zucchini in meinem Garten zu ziehen. Bedeutet: Im Frühjahr kaufe ich zwei Zucchinipflänzchen in der Gärtnerei meines Vertrauens, pflanze sie an einen ausgesuchten Platz und freue mich vier Stunden lang auf reiche Zucchiniernte. Fünf Stunden später haben die Schnecken die Zucchinipflanzen bis auf einen kümmerlichen Stumpf hinunter gefressen.

Und nun wächst im Kompost, in der Brutstätte aller Schnecken, eine Zucchini, die ich nicht einmal gepflanzt habe. In unmittelbarer Nähe wurde die angeblich schneckenresistente Scharfgarbe von den blöden Viechern gemeuchelt und diese Zucchini hat nicht mal eine Schleimspur.

Gibt es dafür eine logische, mir nachvollziehbare Erklärung?
Ist mir die Zucht einer schneckenresistenten Zucchini gelungen?
Glauben die Schnecken womöglich, dass wild aufgegangene Pflanzen schädlich für sie sind?

Funkstille

15. Juni 2007

Seit fast anderthalb Jahren nichts mehr vom männlichen Part meiner Eltern gehört.
Heute morgen mit der Frage aufgewacht, ob man mich den verständigen würde, sollte ich plötzlich Halbwaise sein?

Merkwürdiges Gefühl.

vorhin,

12. Juni 2007

beim Gute-Nacht-Sagen gedacht: “Boah! Was wird der Große gerade so hübsch!”

(und leise geseufzt, weil alles babyweiche wird kantig, Grübchen auf den Händen sind plötzlich knochige Knubbel und der Flaum auf Armen und Beinen wird unflaumiger)