allein in der Ferne, Teil 3
26. März 2008
Die Tatsache, dass Sie hier einen neuen, spannenden Bericht aus der Hauptstadt lesen können, sollte Ihnen zeigen, dass ich weder fiesen Axtmördern begegnet bin, noch weinend vor verschlossener Wohnungstür sitze. Letzteres, bzw. die Angst davor, beschäftigte mich so sehr, dass ich ganz vergaß, mich auf dem dunklen Heimweg vor den fiesen Berliner Verbrechern zu fürchten, die mir auflauern könnten. Die Angst vor beidem war unbegründet. Keine Verbrecher und eine Wohnungstür, die sich anstandslos öffnen ließ.
Fein war es bei Frau Barcomi.
Aus Angst, den richtigen Hinterhof nicht mehr zu finden, fuhr ich bereits um die Mittagszeit los. “Bis zur Friedrichtraße”, dachte ich, “den Rest laufe ich, damit ich ein bißchen Bewegung bekomme.”
Ich bekam eine Menge Bewegung, denn mein Orientierungssinn ist nicht so wahnsinnig gut. (ist er eigentlich doch, jedenfalls dann, wenn ich in die richtige Richtung geschubbst werde und nur noch geradeaus laufen muss)
Als ich aus dem U-Bahnhof kam, wusste ich sofort, welches Geschäft in unmittelbarer Nähe sein musste, denn es roch so typisch. Und tatsächlich, direkt hinter mir ein Lush-Shop. Ich ging nicht hinein. (seit ich Frau Brüllens Seifen habe, brauche ich kein Lush mehr)
Theoretisch sollten die Hacke´schen Höfe ganz in der Nähe sein, dachte ich. Aber ich fand sie nicht unter den Linden. Auch nicht auf der Museumsinsel, am Reichstag und am Brandenburger Tor. Komisch, das. Dafür schickte ich einige warme Gedanken an Frau Traumberg, als ich die “Hannah-Arendt-Straße” querte.
Der Wind pustete mich weiter und weiter und irgendwann stand ich vor dem China-Restaurant “Peking-Ente”, das ich direkt nach meiner Ankunft in Berlin schon einmal gefunden hatte, damals allerdings bewusst, da das Büro des Schwagers darüber ist. Vertrautes Gebiet also. Vorsichtshalber fuhr ich dann aber doch wieder mit der U-Bahn, stieg in die S-Bahn und an den Hacke´schen Höfen wieder aus. Den Hinterhof fand ich auf Anhieb, doch es war ja erst ein Uhr. Ausserdem knurrte der Magen nach heißer, fettiger Füllung. Dem hätte ich direkt nachgeben können, hätte ich mir nicht in den Kopf gesetzt, dass ich Lesestoff zum Essen brauche. Kein einziger der wunderschönen Innenhöfe beherbergt einen Buchladen, so blieb nur ein Zeitschriftenkiosk. Heiße, fettige Füllung fand ich in einem kleinen Restaurant, dessen Namen ich direkt vergessen habe. Es ist in der Gipsstraße, die Inneneinrichtung besteht aus lauter verschiedenen alten Tischen und Stühlen die alle nicht zueinander gehören und die Tortellini mit Tomaten und Höhlenkäse überbacken schmecken grandios. Heiß und fettig füllt den Magen sehr, doch eigentlich sollte da ja ausreichend Platz für köstlichen Kuchen sein, weswegen ich noch eine Runde marschierte, bevor ich mich gegen 15 Uhr sehr aufgeregt in Frau Barcomis Café setzte. Frau Barcomi war leider nicht da, ich hätte ihr gerne ein paar freundliche, dankende Worte gesagt.
Ich ergatterte einen Tisch mit zwei Bänken und verteidigte diesen tapfer, bis mich um halb vier ein ausgesprochen attraktiver Mann ansprach. Der durfte seinen Kaffee an meinem Tisch trinken. Passenderweise war er kurz vor vier fertig, vielleicht hatte ich ihn auch mit meinem nervösen Gezappel verscheucht.
Um vier öffnte sich die Tür und eine kleine Frau in blond stand neben meinem Tisch. Ich grinste sie vorsichtshalber mal an und sie grinste zurück. Iris setzte sich zu mir und fast gar nicht holperig fanden wir direkt Gesprächsstoff. Ein paar Minuten später stand eine Frau neben mir und fragte “Frau Mutti?”. Ich war … äh … erstaunt. Doch ich gab mich zu erkennen, war bereit ein Autogramm zu geben, rückte aber stattdessen ein Stückchen beiseite. Anja hatte ihr Kommen angekündigt, aber das hatte ich nicht mehr gelesen. Um so größer war dann die Freude, vor allem, als ich ein wunderschönes Bilderbuch geschenkt bekam, von Anja illustriert und betextet … und hey! Sie können neidisch sein, ehrlich.
Wer leider nicht kam, war die Frau mit dem asymmetrischen Haarschnitt. Schade.
Es ist mir leider nicht möglich, ausführlich auf unser Gespräch einzugehen, denn drei Frauen, die irgendwie einen Draht zueinander haben, die haben sich auch viel zu erzählen. Grob zusammengefasst ging es um und über verschiedene Blogs, das Bloggen an sich, Stickmaschinen, Nähmaschinen, Digitalkameras, Zeichentalent oder nicht, diverse Software, spinnende Kopierer, Strickwolle, Spüllappen (selbstgestrickt), Skandale in der Bloggerszene und wer das letzte Stückchen Kuchen vom Probierteller essen muss, denn die vier Probierstückchen reichten dicke für uns drei.
Zwei- oder dreimal gab es eine kleine Gesprächspause. Sie kennen diese Pausen. Wenn man sich mit jemanden, den man nicht kennt, unterhält und wenn das eine Thema “fertig” ist. Das war aber nicht schlimm und ich glaube, ich habe fast nicht gestottert und höchsten dreimal albern gekichert. Schön war´s.
Danke Euch beiden da draußen für diesen feinen Nachmittag. Wir können das gerne wiederholen.
allein in der Ferne, Teil 2
26. März 2008
Berliner Nächte sind vor allem eins: laut.
Etwa alle zehn Minuten brausten Rettungswagen, Feuerwehr oder Polizei mit Sirenengeheul über die große Kreuzung da schräg links von meinem Schlafzimmerfenster.
Und das Leben im Altbau ist auch nur mäßig romantisch, wenn morgens um sechs die Frau obendrüber in Stöckel- oder Steppschuhen über´s Parkett trampelt und etwa vierzig Zentimeter neben meinem Kopfkissen eine Klospülung betätigt wird.
Hat alles sein Gutes. Ich bin früh auf und verpasse keine meiner kostbaren Berlin-Minuten.
Der Gasherd des Schwagers hat übrigens so seine Tücken. Noch ist es mir nicht gelungen, die Wohnung in Brand zu stecken, doch ich arbeite daran.
Frau Jette, sie werden nun vielleicht ein wenig versonnen lächeln: es sind etliche winzige Fliegen in der Wohnung. Keine Obstmücken, sondern andere, kleine, wendige. Berliner Mücken. Ich habe keine Ahnung, wo die herkommen. Sie waren schon damals da, als Frau Jette hier so großzügig mit Kaffee und keinen Keksen bewirtet wurde. Kommen die aus den Blumentöpfen?
Originellerweise schneit es wieder. Aber das tut es ja immer, wenn ich in Berlin bin. Muss an mir liegen. (gut, damals im Juli war es nur kalter Regen)
Auf in den Tag, die Köstlichkeiten der Frau Barcomi heute nachmittag müssen verdient werden. (äh. Kalorientechnisch natürlich.)
Was haben Sie da draußen im kalten Berlin heute nachmittag, so gegen 16:00 Uhr vor? Denn ich sitze in diesem niedlichen Hinterhof und lasse mir Kaffee und eben auch den Kuchen der genannten Dame schmecken. Zusammen mit zwei Damen, von denen ich die eine nur mit asymetrischem Haarschnitt und die andere überhaupt nicht kenne. Setzen Sie sich dazu?
allein in der Ferne
25. März 2008
Mit allerheftigstem Reisefieber war die Nacht entsprechend kurz, noch vor dem Weckerklingeln zog es mich aus den Federn. Der Kaffee wollte nicht schmecken, der Erdbeerkater kam nicht zum Verabschieden und draußen lag Schnee.
Die S-Bahn ab Mainz hatte Verspätung, so dass ich die vorherige erwischte. Prima, denn der Frankfurter Flughafen ist so groß und mein Orientierungsvermögen so klein.
Tatsächlich musste ich durch den ganzen Flughafen eiern mit meinem Rollköfferchen und durfte sogar mit diesem schicken Bähnchen zum anderen Terminal. Ich kam mir schrecklich weltmännisch und souverän vor, wie ich da auf Anhieb den Schalter zum Einchecken fand, Ausdruck und Pass vorzeigte, mein tolles Ticket bekam und mich auf den Weg zum Gate machte. Ohne den Ausdruck für den Rückflug, den hatte ich vor lauter Souveränität am Schalter liegen gelassen. Die Frau, die laut meinen Namen rufend, durch die Halle rannte, meinte tatsächlich mich. Sie überreichte mir mit strengem Blick meinen Rückflug-Ausdruck und ich schämte mich ein bißchen.
Immerhin fand ich auch allein zu meinem Gate, passierte ohne besondere Vorkommnisse und mit rutschender Hose wg. Gürtel in der Röntgenschale die Sicherheitsdingsbumstür und nahm im Warteraum Platz. Drei Mal ging ich vorsichtshalber nochmal auf´s Klo und dann noch einmal, als die kleine Verspätung angekündigt wurde.
Mit einem Bus wurde ich zum Flugzeug gekarrt und dann ging es ziemlich schnell. Anschnallen, dem Flugbegleiter zusehen, wie er lustige Verrenkungen mit der Gasmaske macht und dann die Zähne zusammenbeissen als es hoch ging.
50 Minuten dauert der Flug nur, gerade Zeit für ein Wasser und die freundlich überreichte Laugenstange. Und für einige philosophierende Gedanken über Passagiere, die Tomatensaft trinken. Wer trinkt eigentlich daheim Tomatensaft?
Aus diesen die Welt verändernden Gedanken riss mich ein Holpern und Rumpeln und ein vager Gedanke an Schlaglöcher in der Straße. Der vage Gedanke wurde jedoch blitzschnell von der Erkenntnis abgelöst, dass da meilenweit keine Straße ist und mir wurde ein bißchen flau in der Magengegend.
Doch die Luft trug, trotz einiger Löcher und aus strahlendem Sonnenschein über den Wolken landeten wir in wildem Schneegestöber in Berlin.
Spontan wollte ich beim Verlassen des Flugzeuges den Boden küssen, doch zuerst musste ich meinen Koffer wiedererkennen. Ich habe einen schwarzen Trolley. So wie die anderen 150 Mitreisenden auch. Es spielten sich einige lustige Szenen am Kofferkarussel ab, doch letztlich zog jeder mit dem eigenen Koffer seiner Wege.
Mein Weg führte mich zuerst zum BVG-Schalter, damit ich eine Wochenkarte erstehen konnte. Danach zum Bus, der mich in die Stadt bringen sollte. Leider noch nicht in die Wohnung des Schwagers, sondern zuerst zu dessen Arbeitsstelle. Dort wartete der Haustürschlüssel auf mich. Mit Trolley und vielen Schimpfereien deswegen trabte ich von der U-Bahn-Station zur Geschäftsstelle, zurück zur U-Bahn, umsteigen, aussteigen und ein kurzer Fußweg. Angekommen.
Auf Anhieb konnte ich die Haustür aufschließen, die Wohnungstür hingegen forderte mir einiges an Konzentration ab, da drei Schlösser in einer bestimmten Reihenfolge geöffnet werden müssen. Tut man das nicht, klappt nix mehr und man muss ein bißchen vor der Tür weinen. Dies geschah aber erst eine Stunde nach Ankunft, nachdem ich den ersten Einkauf (Grundnahrungsmittel wie Kaffee und Schokolade) hinter mich gebracht hatte. Blöde Tür.
Der Kaffee ist gekocht und sogar schon getrunken, die Sonne scheint wieder und ich finde nicht das komische Buch, das ich im Auftrag der Schwägerin an die Uni Manchester schicken soll. Da ich aber auch die Post noch nicht gefunden habe, ist das alles gar nicht so schlimm. Noch ein kurzes Päuschen, dann geht´s raus. (in der Hoffnung, dass ich später die Tür wieder aufkriege)
Reisefieber
24. März 2008
Zur Einstimmung für Morgen “Stirb langsam II” geschaut, Flugzeuge kreisen mit leerem Tank im Schneesturm über dem Flughafen. Oder werden von bösen Terroristen in den Boden gejagt.
Danach “Stirb langsam III”, gemeine Sprengstoffe in der U-Bahn.
Jetzt kann mich nichts mehr erschüttern. Morgen dann live aus Berlin.
Sie sind wieder da
22. März 2008
(ein wundervolles “Stellt euch da hin und lächelt”-Bild)
Ich bin dann mal weg. Familie genießen.
Die Gartenparty,
20. März 2008
meine sehr geehrten Gäste, hat mittlerweile eine sehr umfangreiche Gästeliste.
Auch wenn Gerüchte besagen, dass Nierstein quasi ausgebucht ist: es gibt noch Zimmer.
Vielleicht haben Sie ja Lust, in den Kommentaren zu schreiben, wo Sie sich eingemietet haben, denn wahrscheinlich sind Sie nicht die einzigen Grüne-Villa-Touristen in Ihrer Unterkunft.
Mit meinen beiden Freitag-morgen-Kaffee-trink-und-Sorgen-raus-Freundinnen zusammen habe ich geplant, dass wir einige Sachen aus diesem besonderen Backbuch vorbereiten wollen, ansonsten gibt es keine Pläne. Für ganz schlechtes Wetter gibt es derzeit noch nicht mal einen Notfallplan.
Bitte denken Sie daran, dass Sie Ihr Grillgut selbst mitbringen müssen, eine solch umfangreiche, sicherlich hungrige, Gästeschar zu bewirten übersteigt unsere finanziellen Möglichkeiten. Heute abend werde ich beginnen, die Liste für das Buffet zusammenzustellen. Das hat sich letztes Jahr ganz wunderbar bewährt und wir hatten ein sehr abwechslungsreiches Buffet, auf dem sich für wirklich jeden etwas fand.
Ich bin sehr aufgeregt. Allein die Tatsache, dass einige von Ihnen von sehr weit weg anreisen und dies nur aufgrund der Tatsache, dass Sie mein Blog lesen und mich dadurch zu kennen glauben. Ich hielt es schon für eine verrückte Idee, zu einer Gartenparty zu laden. Aber wieviel verrückter ist es eigentlich, dieser Einladung zu folgen und sich ein Zimmerchen in einem wildfremden, weitestgehend unspektakulärem Ort zu mieten, um einen Tag hinter die Kulissen einer Bloggerin zu lunsen?
Großartig ist das, ich bin wirklich entzückt.
Gleichzeitig sterbe ich vor Angst, denn obwohl ich den Heimvorteil habe und insgesamt mehr der geladenen Gäste kenne, als die Gäste sich untereinander, treffe ich doch auf so viele unterschiedliche Menschen. Die sollen sich alle bei mir wohlfühlen, sich miteinander verstehen und einen schönen Tag haben. Das ist sehr aufregend!
Ich weiß nicht, mit welchen Erwartungen Sie anreisen, aber ich kann Ihnen zumindest versprechen, dass es nicht ganz furchtbar werden wird. Dafür mag auch sprechen, dass sich quasi alle Gäste (bis auf die Frau, die rosa Mädchenbier mag. Aber vielleicht meldet die sich wieder so spontan wie letztes Jahr?) der letzten Party wieder angemeldet haben.
Organisatorisch ist dieses Jahr dann deutlich mehr zu bewältigen, denn es fehlen einige Sitzgelegenheiten. Auserdem muss irgendjemand für Feuerholz sorgen und eigentlich ist die Feuerstelle gar nicht so groß. Aber: es lebe die Improvisation.
Doch. Ich freue mich auf Sie.
experimentelles Kochen
20. März 2008
Wenn ich ganz allein für mich koche, dann gibt´s nur TK-Pizza probiere ich gerne ein bißchen rum. Weil dann nämlich nur ich unzufrieden sein muss.
Die Gemüsekiste spuckte heute sechs Zucchini aus. Zucchini sind großartig. Zwei oder drei, für mich allein. Aber in solch großer Menge? Nun denn.
Vier Zucchini wurden mit fünf Kartoffeln geraspelt, eine Zwiebel dazugeschnippselt, drei Eier obendrüber, ein paar kernige Haferflocken und Magerquark dazu, wegen der Figur.
Das Rezept hatte ich vor vielen, vielen Jahren abgeschrieben, weil es angeblich eine unschlagbare Methode sei, Gemüse in Kinder zu mogeln.
Als die ersten Kartoffel-Zucchini-Puffer in der Pfanne brutzelten, erinnerte ich mich wieder daran, warum es dieses Rezept nicht in die Top Ten geschafft hatte: die Puffer zerfallen und statt 3-4 Minuten auf einer Seite, brauchen sie gut 10 Minuten pro Seite, bis die Kartoffeln nicht mehr roh schmecken.
Letztlich habe ich mein Zucchini-Kartoffel-Gepamps wie einen Kaiserschmarren gebraten, in eine hübsche Schüssel umgefüllt und mit Plastiklöffelchen mit der Gabel gegessen. Lecker, unbestritten. Aber nicht so sehr für´s Auge.
Also: Puffer-BäckerInnen vor! Was hat sie diesmal wieder falsch gemacht, die Mutti? Und welches ultimative, immer funktionierende Puffer-Rezept haben Sie für mich? (ich mag reine Kartoffelpuffer ja gar nicht, aber der beste Vater meiner Kinder liebt sie und falls ich ihn mal kulinarisch verwöhnen will … Sie wissen schon.)
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Es ist mir ein dringendes Bedürfnis zu ergänzen, dass ich nicht mal die Hälfte des Teigs gebacken habe und dennoch pappsatt war. Nicht dass Sie denken: die isst VIER Zucchini und FÜNF Kartoffeln und DREI Eier und jammert, dass sie dick wird?!
Wenn …
20. März 2008
der Mensch mit der Gemüsekiste etwa gegen acht Uhr an der Haustür klingeln wird, dann ist es völlig logisch, dass Frau … äh … Mutti, vor lauter Angst, dass sie das Klingeln verpennt, ab drei Uhr stündlich aufwacht und schließlich, im wohlverdienten Urlaub (!), um halb sieben aufsteht.
Um jetzt dumm rumzuhocken und literweise Kaffee zu trinken, in der Hoffnung, nur ein bißchen wach zu werden (zu bleiben).
Hat da jemand gesagt, dass ich neurotisch bin? Ha? Wer war´s?
Mittwoch abend,
19. März 2008
das Sofa ist aufgeräumt, die Fernbedienung liegt bereit und ein Kissen auf dem Telefon.
In einer halben Stunde geht es los. Schauen wir zusammen?
(bis es anfängt, kann ich mich noch ein bißchen in Reisefieber reinsteigern. Am Dienstag fliege ich nach Berlin, ganz allein, niemand hält bei Start und Landung meine Hand und ich muss direkt nach der Landung quer durch die große, fremde Stadt, um mir meinen Schlüssel abzuholen, da der Schwager dann bereits in Singapur weilt. Bitte keine Streikereien nächste Woche. Und Schnee bräuchte ich auch nicht. Geht eigentlich jemand mit mir nächste Woche zur Frau Barcomi?)
Sommer III
19. März 2008
Einige hübsche Sonnenstrahlen lockten mich ins Nähzimmer, denn da lag ja immer noch dieses angefangene Teil herum.
Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie man quiltet, habe nicht mal ein Buch zur Hand und war zu faul, um im Internet zu suchen. (ausserdem will ich nix lernen, ich will es können)
Irgendwie war es mir gelungen, zwischen die liebevoll zusammengefrickelte Stoffseite und die schlichte Unterseite Vlies zu wurschteln, ohne dass alles krum und schief wird.

