Wochenend-Häppchen

16. Juni 2008

Vorneweg … Wochenenden sind immer zu kurz.

Der Freitag, der ja quasi erst HALB Wochenende ist, verging vormittags mit raschem, teilweise doch sehr oberflächlichem Räumen und Putzen, einem hektischen Einkauf von zwei Kilo Erdbeeren und dem Zubereiten einer feinen Bowle aus denselben. (ein Hauptbestandteil der Bowle ist der selbstgemachte Holunderblütensirup, den ich in Eiswürfelbeuteln eingefroren habe. Das Einfrieren klingt wahrscheinlich nach einer wirklich pfiffigen Idee und Sie da draußen wollen mir das nun alle nachmachen. Mein Tipp: lassen Sie´s. Der Sirup friert wegen des hohen Zuckeranteils nicht durch, bekommt allenfalls Sorbet-Konsistenz – und es ist eine gigantische Matscherei, klebriges Sirupgefrorenes aus der Plastiktüte zu quetschen)
Pünktlich um 14:00 Uhr stand Frau Meinigkeiten vor der Tür, sehr glücklich darüber, dass sie nicht von ihrem Navi im Stich gelassen worden war, sondern, ganz im Gegenteil, einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt hat. Uns trennen jetzt nur noch 30 Minuten Autofahrt. Damit Frau Meinigkeiten sich nicht zu sehr langweilt, durfte sie dem großen Kind beim Backen eines Zitronenkuchens zusehen. Die Vorführung schien zu gefallen.
Genau eine Stunde später klingelte Frau Landgeflüster mit ihrem Michelmann, der enttäuschenderweise nicht als Feuerwehrmann die Welt rettet (so die romantischen Phantasien der Frau … äh … Mutti). Frau Landgeflüster brachte viele Wunderblumen, eine Hortensie und Sekt mit, obendrein gute Laune und endlich ein Bild zum Geschriebenen. Sehr sympathisch, die Frau. Sehr sympathisch auch, dass sie trotz Erdbeerallergie meine Bowle nicht verschmähte und trotz eindeutig gepflegterem Garten freundliche Worte über die Wildnis sprach.
Die Mutter der allerbesten Tochterfreundin trudelte mit ihren Kindern ein, der beste Vater meiner Kinder hatte den Absprung in der Firma gefunden, die allerliebste Freundin kam mit großem Gepäck und Frau Krabbtaska mit Mann hatten ja quasi ein Heimspiel. Pünktlich zur Pizza klingelte die Freundin, die eigentlich nie Zeit hat und die Runde war komplett.
Es ist unmöglich, Gesprächsinhalte wiederzugeben, Situationskomik, mit Albernheit überspielte Verlegenheit und eine gute Portion Grundsympathie schufen aber einen großartigen Abend, der nach einer Wiederholung verlangt. Bilder gibt es bei mir auch nicht, ich hatte keine Zeit zum Knippsen, weil ich ja Bowle trinken musste. Und Sekt. Und dann wieder Bowle. Und zum Abschluss ein Gläschen Sekt. War fein mit euch!

Samstag morgen stand der Zimmerservice (die beiden Jungs mit der allerliebsten Freundin) pünktlich um neun vor unserem Bett, bewaffnet mit Kaffee und dem restlichen Kuchen. Ein schöner Tagesbeginn :-)
Erfreulicherweise hatten Sekt und Bowle keine Spuren in Kopf und Magen hinterlassen, so dass die allerliebste Freundin und ich einen wundervollen Tag in wundervollen Gärten in Rheinhessen hatten. Die Aktion „Offene Gärten in Rheinhessen“ begeistert uns seit drei Jahren. Unser Favorit dieses Jahr war ein wun-der-ba-rer Garten in Bechenheim, ein Kneipp-Gesundheitsgarten, der in mir den blanken Neid weckte. Doch mein schwerer Lehmboden, der obendrein viel zu wenig Sonne abbekommt, ist einfach nicht ideal für Thymian- und Oregano-Polster. Leider.
Abends kamen wir zurück, müde, satt gesehen und mit ein paar Pflanzen im Gepäck. Müde war ich und schlecht gelaunt, doch eine Pizza und „Die wunderbare Welt der Amélie“ zusammen mit Töchterlein und der allerliebsten Freundin retteten den Abend.

Sonntag erfuhen wir beim Vortreffen für das Zeltlager an dem das große Kind teilnimmt, dass es noch freie Plätze gibt und dass das jüngste Kind ein gern gesehener Gast dort wäre. Das jüngste Kind war Feuer und Flamme von der Idee, zwölf Tage ohne seine Eltern mit über dreissig Jungs in der Wildnis zu Zelten und so überwiesen wir am selben Abend noch die Teilnahmegebühr. (mit klitzekleinen Bauchschmerzen meinerseits, ob das Kind das wirklich schafft)
Sonntag abend war Frau … äh … Mutti dann entgültig zum Nervenbündel mutiert, denn der Zahnarzttermin Montag morgen war nicht mehr aus den Gedanken zu verdrängen. Etliche Folgen „Scrubs“ und eine Tüte Chips später konnte ich schlafen, sogar ohne Alpträume.

Heute morgen hatte ich diesen Blogeintrag begonnen, in der Gewissheit, dass der Zahnarzttermin um 10:45 Uhr ist. Kurz vor zehn klingelte das Telefon und die freundliche Zahnarzthelferin fragte nach, ob ich nicht früher kommen möchte. Und so blieb die Eingabemaske mit dem angefangenen Text offen und Frau … äh … Mutti begab sich todesmutig auf den Zahnarztstuhl – um eine halbe Stunde später, zwar mit dick betäubter Schnute, aber sehr glücklich, zufrieden und erleichtert wieder nach Hause zu gehen. Die beiden Termine für morgen und übermorgen, die ich vorsichtshalber bekommen hatte … sind überflüssig. Morgen nachmittag haben die Kindelein einen Termin und kurzes Polieren bei mir wird eingeschoben. Unfassbar. Der Zahnarzt sagt: „Wir sind fertig!“

Fertig!

(jubel!)

Noch´n Schlückchen

13. Juni 2008

Wein, noch´n Schlückchen Wasser und dann abschmecken.
Noch´n bißchen Holunderblütensirup und noch´n bißchen Zucker. Abschmeck´n.
Noch´n paar Erdbeern, noch´n büsch´n Wein, abschmeck´n. Legga. Noch´ma probijan. Immanochlegga.

Hicks.

Ungeliebtes am Morgen

13. Juni 2008

In der Mailbox:

– Potenzschwäche, Potenzprobleme
– F*cken wie ein Weltmeister
– viele bunte Pillen mit extra vielen Vokalen
– „Hallo liebe Frau Mutti! Dein Blog ist echt gut. Schau doch mal bei mir rein!“
– „Liebe Frau Mutti, ich habe dich verlinkt. Kannst du mich auch verlinken?“

Im Blog, beliebiger Eintrag:

„Ja geht mir auch so!“ + Link zu einer finsteren Nahrungsergänzungsmittelseite oder einer dubiosen „ich versichere einfach alles und jeden, angeblich“-Seite.

Löschen, lösche, löschen.

(schon lange nicht mehr gehabt: die geile Olga/Jenny/Mandy aus der Nachbarschaft und den Herrn Adubesibinichblöd, der notorisch pleite ist)

Mmmpf.

12. Juni 2008

Pia mal Daumen klappt eben nicht immer:

Auf den ersten Blick ganz hübsch. Geliebte Farbkombination, streng gehüteter Blümchenstoff und ein bißchen Schnickeldi.

Nun ja, der Käfer dürfte mittiger sitzen …

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Abschied

12. Juni 2008

von der tollen Schule des jüngsten Kindes, Abschied von einer Klasse mit acht Kindern, Abschied von zwei wunderbaren Lehrerinnen.
Aber auch Abschied von der Ganztagsschule.

Noch sechs Tage.

Ich bin ein bißchen traurig, aber gleichzeitig auch froh und dankbar, dass das jüngste Kind an dieser Schule all das bekommen hat, was er so dringend brauchte.