Heute kaufen wir Kunst
26. Juli 2008
Die Hundertwasser-Ausstellung im Landesmuseum Mainz geht zu Ende.
Das jüngste Kind gehörte zu den Gewinnern des Schülerprojektes Hundertwasser und durfte deshalb einen Bauzaun mit seinem Entwurf gestalten.
Diese Bauzäune werden morgen versteigert.
Wenn wir Glück haben, können wir nachher das Bild des jüngsten Kindes zum Mindestgebot kaufen, bevor es in die Versteigerung kommt. So ein großer Hundertwasser im Garten hätte schon was. :-)
(Halten Sie uns die Daumen)
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dreieinhalb Stunden später: Mistmistmist. Die zuständige Zuständige weilte nicht im Hause. Morgen dann. Hoffentlich.
(HOFFENTLICH! Das Bild ist wunderschön. Und riesig. Ach. Mein Mutterherz.)
Bestechung :-)
25. Juli 2008
Johannisbeermuffins.
Mein Dank geht, wie immer wenn ich backe, an die wunderbare Frau Barcomi.
Laut Rezept (und wohl auch irgendwie ur-amerikanisch) sollten es Blaubeermuffins sein, doch ich versichere Ihnen: mit Johannisbeeren schmecken sie ebenfalls großartig.
Liebe Frau Barcomi,
mittlerweile backe ich Cookies, Scones und Muffins mit einer gewissen Lässigkeit. Die Brownies waren leider sehr glitschig, was aber garantiert an der falschen Form lag. Auch die Kuchen/Torten sind nicht wahnsinnig schwer zu zaubern, aber wahnsinnig schwer wieder von den Hüften zu bekommen.
Danke dafür, dass Ihr Backbuch mich so zum Backen und Experimentieren verführt.
Und das neue Buch, das im September erscheint, hat schon eine Lücke im Regal.
Freitag morgen,
25. Juli 2008
halb neun:
Natürlich habe ich diese Farbe nur deshalb gewählt, weil sie so toll zu den Sitzkissen auf der Bank passt.
Später kommt der Schreinerfreund, damit die Küche endlich auf ordentlichen Füßen steht. Unsere Küchenschränke stehen auf sehr hohen Füßen, die sogar noch mit Klötzchen unterlegt sind. Ich hasse es nämlich krumm und schief in einer Küche in Normhöhe für Menschen, die fünfzehn Zentimeter kleiner sind als ich, zu arbeiten. Allerdings waren die Fußverblendungen dann zu kurz und das Anpassen derselben landete auf der “Was wir machen, wenn wir Zeit haben”-Liste … es würde also nie geschenen, immerhin steht die Küche seit neun Jahren. Den Schreinerfreund anzurufen war eine Art Geistesblitz, obwohl nichts näher läge :-) Ich hätte gerne eine Verkleidung aus Buche, damit´s zur Arbeitsplatte passt (und nicht zu doof auf dem Eichenparkett aussieht), zur Not dürfen es auch weiße Bretter sein, ich habe ausreichend Lack übrig.
Ausserdem habe ich noch eine Dose Lack in quietschendem grasgrün, die lag plötzlich in meinem Wagen im Baumarkt. Damit werde ich wohl das mittlerweile antike IVAR-Regal in der Ecke der Küche aufhübschen. Eigentlich sollte diese Ecke, die Vorratsecke, irgendwann mit einem großartigen Hochschrank samt Apothekerauszug gefüllt werden, doch irgendwie ist irgendwann nie, sei es auch nur, dass der Geldbeutel da andere Prioritäten setzt. Also: quietschgrüner IVAR mit Erdbeervorhängen, demnächst.
Sie fragten mal in den Kommentaren, wie ich das hinbekomme, mal eben ein Zimmer zu streichen. Ich sage dazu nur: geben Sie mir Pinsel/Rolle und Farbe und ich bin glücklich. Ich mache das wirklich gerne, nutze den ganzen Umräum/Ausräum-Kladderadatsch zum gründlichen Putzen uns Aussortieren und bin immer sehr aufgeregt, ob das Endergebnis meinen Vorstellungen entspricht. Bisher bin ich nicht enttäuscht worden. Ausserdem könnte ich eine Enttäuschung ja direkt wieder überstreichen :-)
Im Kinderbad läuft gerade das Experiment: Wie oft kann ich eine Rauhfasertapete überstreichen, bis sie als kompakte Platte einfach von der Wannd fällt?
Wahrscheinlich ist meine Vorliebe zum Streichen darin begründet, dass ich grauselige Tapete, beige mit braunen Blümchen, in meinem Jugendzimmer hatte. Ohne Mitspracherecht. (ein freundliches Lächeln geht in Richtung Oma Eis, ich bin nicht nachtragend, üch doch nücht)
Nicht vergessen zu erwähnen sollte ich natürlich, dass der beste Vater meiner Kinder mich unterstützt:
Frau … äh … Mutti: “Duhuuu?!”
bester Vater meiner Kinder, sehr wachsam ob des Tonfalls: “Jahaaa?!”
FäM: “Irgendwie ist unsere Küche schäbig …”
bVmK: “Jahaaa??”
FäM: “Die Fronten sind so … abgewetzt und haben Macken.”
bVmK: “Ja. Und?”
FäM: “Ich könnte die ja lackieren.”
bVmK: “Mach nur.”
FäM: “Echt? Welche Farbe?!”
bVmK: “Mir egal. Es wird mir schon gefallen.”
FäM: “Zieh dich an, wir fahren zum Baumarkt.”
Bin sehr gespannt was er sagt, wenn er heute mit dem jüngsten Kind wieder heimkommt. Eventuell sollte ich etwas Köstliches backen. In meiner neuen, wunderschönen Küche :-)
Donnerstag morgen,
24. Juli 2008
neun Uhr:
Jetzt: erste Lackspritzer auf den nackten Füßen. Und ein “BOAH! Das ist sooo schön!”-Euphorie-Dingens, das zum dringenden Weitermachen motiviert.
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erstes update: der Tresen hat den Voranstrich
Acryllack ist toll. Er stinkt nicht und macht nicht high. Trotzdem lackiere ich mit Engelsgeduld die Kanten mit dem 4er Pinsel aus dem Malkasten.
(die Damen in den Kommentaren: das ist die “alte” Küche, die gerade gepimpt wird)
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zweites update: es geht voran. Langsamer als ein ungeduldiger Mensch wie ich es bin aushalten kann.
Die Küchenschränke wurden nicht abgeschliffen, dafür aber akribisch abgeschrubbt. Da dies in den letzten neun Jahren oft getan wurde, ist die Beschichtung der Schränke stumpf geworden und der Lack haftet prima.
Lackieren geht mit der Rolle am gleichmäßigsten, doch leider haben die Schranktüren komische Rillen, die von der Rolle glatt ignoriert werden. Deshalb muss der Voranstrich mit dem Pinsel gemacht werden.
Wenn ich nicht vor zwölf Jahren eine nachgemachte-Eiche-rustikal-Katastrophe in einen leuchtend blauen Traum verwandelt hätte und weiß, dass sich diese Schufterei lohnt, hätte ich schon längst den Pinsel aus dem Fenster gefeuert.
So. Futterpause beendet, weiter geht´s. Töchterlein zieht es übrigens vor, mit einem Stapel lange vermisster und gestern glücklich in der Halle wiedergefundener Clever&Smart-Comics im Wohnzimmer zu sitzen und ab und zu mal einen kritischen Blick in die Küche zu werfen.
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drittes update: Töchterlein sagt: “geile Farbe”, mein Neffe, der sie zum Schwimmen gehen gerade abholt, sagt: “tolle Farbe” und machte kotz/würg-Geräusche dazu.
Ich bin beim finalen Anstrich, dank Hitze und gutem Durchzug trocknet der Lack rasend schnell ab. Alles gut. Bleibt die Klärung der Frage, warum sich diese beknackten Fliegen ständig auf die frischlackierten Flächen setzen und entweder festkleben oder winzige Fliegenfußabdrücke verursachen. Ich hasse Fliegen. (Fliegenklatsche geht jetzt irgendwie auch nicht, es sei denn, ich entschließe mich für frischlackiert mit Fliegenmatsch.
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viertes update: fertig.
Pinsel, Rolle, Abstreifgitter sind gereinigt, doch die Finger werden nicht sauber.
In zwei Stunden werde ich die Griffe wieder anschrauben, bis dahin kann ich ein paar Lacktropfen vom Parkett kratzen. (wie immer ohne Unterlage gearbeitet, wie immer leicht verdrieslich darüber).
Ach so. Ja. Ich find´s auch richtig klasse!
Tagesablauf?
24. Juli 2008
Frau Traumberg schildert anschaulich den ihren und fragt nach dem meinen: dem Tagesablauf in der Grünen Villa
Derzeit gibt es keinen festen Ablauf, denn es sind Ferien. Die Kinder schlafen lange, frühstücken spät, das Mittagessen findet noch später statt oder gar nicht, weil kein Kind mehr daheim ist oder als Picknick irgendwo. Abendessen gibt es genauso spät oder gar nicht … Schlafenszeit ist aufgehoben, jeder fällt irgendwann um. Naja, spätestens um halb elf liegen sie in ihren Kojen. Falls ich das kontrollieren kann, denn manchmal sind sie bei Oma und Opa, bei Freunden oder im Zeltlager.
hätten Sie noch´n Minütchen?
Frauentage in der Grünen Villa
23. Juli 2008
Das große Kind ist mit den Kumpels im Zeltlager, das kleine Kind mit dem besten Vater meiner Kinder in einer Jugenherberge. Das bedeutet: drei Frauentage für Töchterlein und mich.
Frauentage sind etwas ganz Besonderes, weswegen sie auch mit besonderem Inhalt gefüllt werden müssen. Heute zum Beispiel waren wir gemütlich einkaufen, damit wir für den Mädchenfilm am Abend (wir schwanken noch zwischen Amèlie und Aschenbrödel) etwas zum Knabbern haben. Chips und einen kleinen Becher Eis – perfekt.
Danach haben wir fast zwei Stunden im Garten gearbeitet und unser Abendessen in Form von fünf sehr dicken Kartoffeln ausgebuddelt. Bohnen brechen wir später ab.
Weil es richtig heiß wurde, säuberten wir das Plantschbecken und befüllten es neu, denn später, nach der Siesta, die jetzt stattfindet, wollen wir darin einen Fruchtcocktail zu uns nehmen und unseren Urlaub auf Terrassien genießen.
Morgen lackieren wir die Küchenschränke. Dazwischen und eigentlich dauernd sagen wir uns, dass wir uns lieb haben, es uns so richtig SAUgut geht und dass es auch mal richtig großartig ohne diese vielen Jungs und Männer ist.
(möchte trotzdem keine Einzelkindmutter sein, das ist ja RICHTIG anstrengend!)
entweder/oder
22. Juli 2008
Entweder für mindestens dreistellig neue Küchenfronten, weil die alten deutliche Bobbycar-Spuren haben …
… oder für knapp 40,- Euro Acryllack samt Rolle und Pinsel.
Raten Sie mal. Aber Sie kennen mich ja.
(die Farbe allerdings … ist nicht rot)
Geocaching
22. Juli 2008
ist eine moderne Form der Schnitzeljagd. Statt irgendwelchen “unauffälligen”, aus Ästen gelegten, Pfeilen im Wald zu folgen oder kniffelige Rätseln in Reimform zu lösen (ok, das gibt´s wohl auch), gibt man interessante Zahlenkombinationen in sein schickes GPS ein, woraufhin dieses aufgeregt piept, wenn man in die Nähe des Schatzes gewandert ist.
Sie hatten gefragt, welches GPS man benötigt. Keine Ahnung, ich bin kein Technikfreak. Der beste Vater meiner Kinder hat eines gekauft, er und die hinreissenden Bestien können wunderbar damit umgehen, ich hatte es schon mal in der Hand. Es ist ein “Garmin etrex VISTA HCx”. Ich hoffe, das half Ihnen weiter :-)
Informieren über das Geocaching kann man sich hier:
Geocaching macht Spaß. Man sollte jedoch vermeiden, seinen Kindern vom großartigen Schatz, den es zu finden und zu heben gilt, zu erzählen. Manchmal besteht der “Schatz” nur aus einem kleinen (Film)Döschen (die ältere Generation, die Prä-Digital-Generation, kennt diese Dosen noch) in denen sich Zettel befinden, auf die man Datum, Uhrzeit und seinen Namen schreibt – das Logbuch. Manchmal finden sich auf diesen Dosen Koordinaten für einen weiteren Cache, manchmal auch ein Codewort, das man dann in einem Oppenheimer Geschäft sagen muss, damit man lecker belohnt wird. Manchmal sind die Schatzdosen größer, dann befinden sich neben dem Logbuch ein paar Dinge, die eigentlich niemand braucht mit in der Dose. Irgendwelcher Krimskrams, der entweder zum Gruselwichteln oder eben zum Schatzdosen befüllen taugt. Sollten Sie da draußen mit dem Geocachen beginnen, können Sie sich ja, genau wie wir, vornehmen, interessantere und schönere Dinge in diese Dosen zu füllen, denn diese Dosen sind letztlich eben doch das, was jüngere Kinder motiviert. Größere Kinder (und wir junggebliebenen Erwachsenen) haben Freude an der Suche, am Herausknobeln von neuen Koordinaten und am Aufenthalt an Orten, die man vorher niemals beachtet oder entdeckt hätte.
Wenn Sie das Geocachen beginnen, werden Sie in kürzester Zeit feststellen, dass es so was wie den “normalen Sonntagsspaziergang” einfach nicht mehr gibt. An einer alten Mauer vorbeigehen ohne an den Steinen zu wackeln, auf eine Bank setzen, ohne unter die Sitzfläche zu fühlen, einen Trampelpfad entdecken, ohne direkt an dessen Ende einen Schatz zu vermuten – das geht nicht mehr. Sie werden irgendwann in Mauerspalten greifen, wohl wissend, dass vielleicht nur Spinnweben oder was ganz Ekliges darin liegt – vielleicht aber auch ein Döschen. Sie werden so tun, als würden Sie sich nur Ihre Schuhe binden, dabei suchen Sie gerade unter diesem Geländer nach einem Filmdöschen, das vielleicht ja mit einem Magnet befestigt ist. Sie werden ohne zu zögern in Brennnesseln und Brombeeren herumkriechen, weil ihr GPS Sie angepiept hat. Sie werden verzweifeln, weil Sie dieses doofe Ding nicht finden, trotz Spoilerbild und verschlüsseltem Hinweis.
Und wenn Sie dann diese Plastikdose in der Hand haben, ihren Namen, das Datum und die Uhrzeit eingetragen haben, dann ist das ein echtes kleines Erfolgserlebnis. Sie verstecken das Döschen wieder ordentlich und grinsen in sich hinein, weil Sie endlich so eine Art Abenteuer erlebt haben, so wie früher die “Fünf Freunde”, die ja auch immer irgendwo herumgekrochen sind und aufregende Sachen fanden. Und weil die drei Spaziergänger, die da quatschend an Ihnen vorrübergehen, so gar keine Ahnung haben, was da hinten, unter diesem Stein, liegt.
Sie können jederzeit damit aufhören. Denn manchmal ist die Batterie im GPS leer. Oder der Muskelkater doch zu groß. Oder es regnet in Strömen. Aber dann schauen Sie einfach auf den oben verlinkten Seiten nach, in welche Richtung Ihr nächster Ausflug gehen soll. Es gibt mit Sicherheit noch schrägere Hobbies. Glaube ich.
Erkenntnis (nicht bitter)
20. Juli 2008
Gerade eben die vielen Bilder der Geburtstagsparty der Freundin, die nie Zeit hat gesichtet und sortiert. Den eigenen doch sehr auffälligen Schopf ziemlich oft darauf entdeckt und an einem Bild hängengeblieben:
Die Falten sind nicht mehr zu verleugnen, die Goldzähne blitzen, die Augenbrauen sind schief gezupft und garantiert hätte Heidi leider kein Photo für mich. Aber hey! Ich wünschte, ich hätte mich vor zwanzig Jahren so schön und sicher in meiner Haut gefühlt, wie ich es heute tue.
Früher hätte ich Photos von mir nur mit dem linken, blinden Auge betrachtet. Oder mich unter dem Tisch versteckt, um nicht auf´s Bild zu kommen. Bedeutet das jetzt, dass ich irgendwie im Reinen mit mir bin? Gar kein übles Gefühl.
(Antworten zu den GeoCaching-Fragen morgen)
Ich kann jederzeit damit aufhören!
18. Juli 2008
sagt Frau … äh … Mutti und durchforstet die Geo Caching-Seite nach interessanten Zielen in der Nähe.
heute: zur Hölle aufgestiegen, am Steinbruch vorbei zur Landskrone, am Friedhof zu viele Menschen gesehen, von Meister Eder zu einem Kaffeestückchen eingeladen worden, Kröten gezählt und am Rhein zurück.
Und eine wundervolles Versteck für einen neuen Cache gefunden. Aber erstmal ´ne passende Dose aussuchen :-)
(Jaja, ist ein bißchen eintönig hier. So ist das mit neuen Süchten, Sie müssen da Verständnis zeigen.)

