schweinische Schnecken

25. September 2008

“Mama”, sagt das Töchterlein, “hol mal die Bilder von deiner Kamera, ich hab da was fotografiert.”

Seufz. Pornographie.

(und demnächst ein neues Gelege.)

“Haarschmerzen”

Kennen Sie das? Muss ich das erklären?

(wenn ein Zopf gelöst wird, zum Beispiel. Oder wenn man doof gelegen hat. Oder den ganzen Morgen ein Kopftuch trug, damit die Zotteln bei der gewissenhaften Hausarbeit nicht an der Nase kitzeln. Autsch.)

Erziehung, gescheitert

24. September 2008

Das große, doch nicht mehr so sehr kranke Kind schlurft durch das Haus und weiß nicht, was es machen soll.

“Du kannst ja das Bad putzen.”, schlägt Frau … äh … Mutti, nicht ganz ernst gemeint, weil das Puffelchen ist doch krank, vor.
“IIIIIIIEEEEEEEEEH! NIE würde ich das Bad putzen!”, quiekt das große Kind.
“Äh? Warum nicht?”, begehrt Frau … äh … Mutti zu wissen.
“Das ist eklig.”, meint das Kind.

Frau … äh … Mutti gibt einen kurzen Abriss der wirklich ekligen Dinge im Leben, begonnen bei Durchfall im Bett gestern abend und endend bei völlig verkackten Babyhintern auf dem Wickeltisch.
“Du kannst jeden Scheiß von den Händen abwaschen”, klugscheisst sie ins grün verfärbte Ohr des großen Kindes.
“Ja, aber du bist ja auch eine Mutter. Mütter machen so was. ICH nicht.”, helle Empörung seitens des Sprösslings.

“Aber du willst doch irgendwann mal ausziehen und in einer eigenen Wohnung leben. Wer putzt dann das Bad?”, fragt Frau … äh … Mutti, sich sehr sicher, das Spiel gewonnen zu haben.
“Najaaa”, sagt das große Kind, “ich will ja auch irgendwann heiraten …”

Nach dieser Aussage musste es einen fünfminütigen Vortrag über sich ergehen lassen, der letztlich nur beinhaltete: mit dieser Einstellung wirst du niemanden zum Heiraten finden, mein Herzchen.

kurz danach:

Das große Kind saugt das Bad. Vielleicht sind Hopfen und Malz doch noch nicht verloren.

Virenbakterienmist

24. September 2008

Wenn die Nacht mit dem Abziehen eines verdurchfallten Bettes beginnt und der Tag darauf mit einem fiebrigen, verrotzten Kind (nicht das mit dem Durchfall), kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Eventuell sollte ich die Sache mit den Schupfnudeln nochmals wagen.

(grau draußen, kalt drinnen, Chaos in der Küche, weil die Handwerker erst am Freitag weitermachen, Wäscheberge, Staubwolken und zwanzig Millionen Obstmücken. Herbst von seiner grässlichen Seite.)

Gestatten:

23. September 2008

Frau … äh … Mutti, Ihre unabhängige, gnadenlose, feinschmeckende, aufopferungsvolle Trinkschokoladen-Testerin.

Dank der völlig unerwarteten, überraschenden und wundervollen Spende der Frau Miest steht Frau …. äh … Mutti diese Packung zu Testzwecken zur Verfügung:

Viele bunte Farben, kaum Geruch. Frau … äh … Mutti entscheidet sich für:

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entschieden.

23. September 2008

Mit besonderen Grüßen an Frau Traumberg (Cord, dunkelviolett), Frau Meinigkeiten (grüüün), die Mutter der allerliebsten Tochterfreundin (helles lila, ehemals Kopfkissenbezug) und die Frau, mit ich das pompadura-Tauschgeschäft hatte (Blümchen). Orangener Cord und orangefarbenes Minikaro (Bettwäsche) sind uralte Bestände aus dem blaugelben Möbelhaus.

(noch drei Kissen, neue Vorhänge für den Schrank und irgendwas für´s Fenster)

Die größte Freude

23. September 2008

der in der Grundschule als Klassenelternsprechervertreterin engagierten Frau … äh … Mutti ist:

In der Schule antanzen, um aus Moosgummi eine Blume zu basteln.

Die Klassenlehrerin heiratet nämlich und die Blume soll 28 Blätter bekommen, auf denen jedes Kind seinen speziellen Wunsch für die Lehrerin schreiben soll.

(Ich hasse Moosgummi, ich hasse “für Lehrer basteln”, ich hasse solche Ideen)
(mein Kind wird unsagbar stolz darauf sein, dass seine Mama mitgebastelt hat)
hmpf.

Farbrausch.

23. September 2008

Lila, grün und orange.

Heute beschäftigt.

*****

ein bißchen später: ich weiß nicht.
Vielleicht ist lila/grün/orange doch keine so gute Idee.

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experimentelles Kochen:

22. September 2008

Die angeschlagenen Äpfel werden zu Apfelmus verarbeitet. Die hinreissenden Bestien lieben Apfelmus.

“Was wollt ihr zum Apfelmus essen?”, fragt Frau … äh … Mutti.
“Schupfnudeln!”, jubeln die Kindelein und haben diese fertigen Dinger im Sinn, die man nur noch in die gebutterte Pfanne schmeissen und knusprig braten muss. Die habe ich aber nicht im Haus. Dafür aber viele Kartoffeln aus eigener Zucht.

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Tschüss Biokiste.

22. September 2008

Druckstellen an Obst und Gemüse, verschimmelter Broccoli nach zwei Tagen Kühlschranklagerung, unreifer Mais … die Unzufriedenheit mit der Biokiste stieg und heute habe ich das Abo gekündigt.

Irgendwie doof.

Jeden Donnerstag kam eine große Kiste, die manchmal wirklich merkwürdige Sachen beinhaltete, aus denen dann etwas Schmackhaftes gezaubert werden musste. “Muss” weil eben ziemlich teuer. Topinamburknollen hätte ich niemals gekauft, genauso wenig wie Rote Bete, denn Rote Bete wächst doch eingelegt in Gläsern, oder? Pastinaken hatte ich im Gemüseladen schon gesehen und mich nicht getraut, welche zum Kosten mitzunehmen. Sie sahen so … gesund … aus. Als sie in der Gemüsekiste lagen, musste ich sie verarbeiten und war entzückt.
Nun muss ich wieder die Initiative ergreifen. Muss Gemüse kaufen und es tatsächlich auch verarbeiten. Muss den Schweinehund überwinden, der mir zuflüstert, dass der Geschmack von Gemüse überschätzt wird und dass diese Gemüseputzerei viel zu viel Arbeit macht und dass die Vitaminzufuhr der Familie allein durch die Apfelverzehrerei optimal gedeckt ist.

Angedacht war, dass die Gemüsekiste mich sensibel für saisonales Obst/Gemüse machen sollte. Tat sie aber nicht, da Tomaten und Paprika auch aus Spanien kamen, Ananas und Mango sicherlich auch nicht im milden Rheintal wachsen. Auch wenn Obst und Gemüse in fernen Ländern genauso BIO angebaut werden, wie ich mir das wünsche, so ist doch der Transport bis zu meiner Haustür ein Gegenargument. (wenn man mal bedenkt, dass ich Ananas sowieso nicht vertrage, Mangos meistens irgendwie komisch schmecken und Tomaten aus Spanien, auch wenn sie BIO sind, genauso wässrig sind, wie die aus Aldinesien.
Wahrscheinlich reicht es, um zu lernen, wann welches Obst/Gemüse bei uns reift, wenn ich regelmäßig den hiesigen Obst- und Gemüseladen aufsuche und dort die Preisschilder lese.

Ach Mensch. Im Grunde genommen finde ich es schrecklich schade, weil mir die Idee so gut gefiel. Und weil es trotzdem irgendwie eine Arbeitserleichterung war. Die Frage: Was koche ich heute? stellte sich gar nicht mehr so häufig, da immer irgendwelches Gemüse da war, das verarbeitet werden sollte. Jetzt gehe ich wieder den umgekehrten Weg und frage mich: Was muss ich einkaufen, damit ich kochen kann?

Mist.