Zahlen heute:
24. September 2009
43 cm Knieumfang, rot, pochend.
1 h im Wartezimmer
eine mindestens 7 cm lange Spritzennadel
30 ml hässliche Flüssigkeit raus
5 ml Bakterientod+Schmerzmittel rein
8 kleine Halbmonde in den Handinnenflächen
2 Erleichterungstränchen
0,5 l Erdbeershake
Und mal schauen, ob ich morgen bei der Krankengymnastik nicht schon 120° Beugung schaffe.
(nächsten Freitag Kontrolle, vielleicht nochmal das Ganze. Solch ein Spaß.)
Gelernt heute: die Klammern, mit denen eine Verband “verschlossen” wird, heissen Schwiegermütter.
Bilderrätsel
24. September 2009
Frau … äh … Mutti hat nicht alleine Kaffee getrunken.

Welche beiden Blogger leisteten Gesellschaft (und brachten wundervolle Dinge mit)?
Hoch die Tasse XIII
24. September 2009
Das Wandertässchen lehrt, was Kaffeeklatsch auf japanisch heißt, leistet japanischen Schnittmusterheften und einer Amsel Gesellschaft und hat eine Füllung, die dann doch nicht ganz ins japanische Gesamtkonzept passt.
heute: doof.
23. September 2009
- Dem Großen fällt ein, dass er ein Passbild für seine Kletterjahreskarte braucht.Er weiß das seit drei Wochen, ich erfahre es zwanzig Minuten bevor sein Zug fährt. (Bild machen, bearbeiten, beschneiden, ausdrucken und immer freundlich lächeln.)
- Die Krankengymnastikfrau lächelt nicht mehr so viel, sondern sieht eher besorgt aus. Das dicke Knie sollte nicht mehr so dick sein. Ausserdem sollte es nicht knirschen und knacken und die Sehne da hinten in der Kniekehle, die sollte nicht springen. Freitag gehe ich zum Orthopäden und frage ihn, ob er mir eine lange Nadel ins Knie sticht. Wenn der Leidensdruck groß genug ist, schwindet die Angst vor dem Punktieren.
(ausserdem sagt sie, dass die Kniescheibe dringend mobilisiert werden müsse. Geht aber nicht, weil ich das gesamte Knie verkrampfe, so wie sie nur in die Nähe meiner Kniescheibe kommt. Mein Knie braucht psychologische Hilfe.)
- Ich schlafe seit Nächetn grauenhaft schlecht und träume sehr abenteuerlich. Heute nach zum Beispiel war ich Meredith auf dem Weg zum OP. Eine futuristische Toilette, deren Benutzung 1,55 Euro kostete, was ich als Traummeredith nicht bezahlen wollte, spielte ebenfalls eine Rolle. Diese Träume wirken fürchterlich real und ich wache daraus ganz konfus und verunsichert auf. Und kann lange nicht mehr einschlafen. Das macht sich langsam auch bei meinem Teint bemerkbar.
na gut. Nicht alles ist doof.
- das jüngste Kind hat seine Fahrradprüfung bestanden. Das ist wirklich eine ganz tolle Sache und meine Erleichterung deswegen ist sehr, sehr groß!
- in der Küche steht ein Korb voller Pfirsiche. Heute morgen bin ich mit Oma Eis rasch in den Wingert hoch gefahren, hinten, über dem Hummertal. Fünf Minuten standen wir zwischen zusammenbrechenden Bäumen und mussten den Hamstertrieb bekämpfen, denn immer gab es nach dem letzten, allerschönsten Pfirsich einen noch schöneren allerletzten zu pflücken. Da Pfirsiche aber maximal drei Tage überleben, ohne unter Fruchtfliegen begraben zu sein, war rasch ein Ende der Ernte angesagt.
(die Pfirsiche fallen einfach so auf den Boden. Niemand pflückt die! Das ist unbegreiflich.)
*Schimpfwort*
22. September 2009
Diese elenden Community-Seiten (j*ppy, kw*ck, etc.) in denen sich irgendwelche hirnamputierten Idioten ach so lustige Bildchen in die Gästebücher schmieren gehören doch alle verboten.
Ob ich den Rest des Tages damit verbringe, Abmahnungen zu schreiben wegen geklauter Bilder?
hrgl.
vorwärts, vorwärts!
22. September 2009
Seit gestern darf ich hochoffiziell erste Gehversuche im Haus ohne die Unterarmgehhilfen wagen. Die Betonung liegt auf “im Haus”, sprich in einer Umgebung, wo es ausreichend Stühle, Tische, Kommoden, Schränke, Türrahmen, Waschbecken und Treppengeländer gibt, auf die ich mich stützen oder an denen ich ggfs. auch verzweifelt entlang hangeln kann.
Das ist ein enormer Fortschritt, denn immerhin kann ich jetzt endlich wieder volle Tassen von A nach B transportieren. Bisher ging das nur mit leeren Tassen, deren Henkel ich mir über die die Krücke umklammernden Finger stülpte.
Treppen steigen kann ich allerdings nur mit Krücke und Geländer. Die Muskulatur im rechten Bein ist sozusagen eine Ex-Muskulatur und die Schwellung im Knie verhindert eine anständige Beugung. Das sind also gleich zwei Hinderungsgründe, mal eben runter ins Nähzimmer zu flitzen.
Das mit der Ex-Muskulatur ist wirklich richtig schlimm. Ich kann das gestreckte Bein im Liegen nicht hochheben, ohne dass es zu zittern und zu wackeln anfängt. Die Wade besteht aus Schienbeinknochen und Hautsack und der Oberschenkel wabbelt um die Dellen herum. Eigentlich gäbe ich mich nun gerne dem Frustfraß hin, aber das wäre wahrscheinlich nicht hilfreich. Stattdessen versuche ich eher meine Ernährung meinem derzeit eher geringem Kalorienverbrauch anzupassen. Der Chocolat Fudge Cake am Wochenende war da sehr hilfreich.
In der Krankengymnastik mache ich Übungen, die so albern sind oder wären, hätte ich gesunde Beine. So aber steht mir der Anstrengungsschweiß auf der Stirn und ich bin hinterher fix und fertig. Ich muss so einen großen Ball mit der Ferse bewegen. Vor und zurück, hin und her. Die Krankengymnastik drückt (ohne merkliche Anstrengung) dagegen. Ich muss mit ausgestreckten Beinen auf der Pritsche liegen, die Kniekehlen beider Beine nach unten drücken und gleichzeitig die Fersen abheben. Funktioniert nur mit Muskeln und mit einem Knie, das wieder in die volle Streckung kann. Ich arbeite an beidem. Und das linke Knie spricht einige sehr interessante Dinge während dieser Übung, doch ich höre nicht zu. Nicht so lange das rechte Knie nicht wieder voll funktionsfähig ist, ich mindestens zwei Jahre lang ohne Krücken gelaufen bin und vergessen habe, wie doof eine Knie-OP ist.
Heute versuchte ich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Muskelaufbau, gesunde Ernährung und endlich mal raus aus der Bude.
Ich krückte zum örtlichen Obst- und Gemüsehändler, erstand Kürbis, Bohnen und Zwetschgen, krückte zurück und sitze nun mit hochgelegtem Ballönchen auf dem Sofa. Auf den Rückseiten der Unterarme habe ich mir Kühlpäckchen in die Ärmel geklemmt, denn die Armstützen der Krücken sorgen für allerfeinste Druckstellen in dunkellila. Für die Zubereitung von kalorienarmer, gesunder Nahrung bin ich jetzt leider zu erschöpft.
Die Kraft reichte gerade noch aus, um einen Kaffee und ein für-die-Schule-Geburtstagsmuffin auf die Sofalehne zu wuchten. Aber das, was da in der Wade maunzt, das wird mal ein großer Muskelkater. Hat sich also gelohnt.
(es geht voran, glaube ich.)
Ich geb´s ja gerne zu,
21. September 2009
Nun, Kindelein,
21. September 2009
sprach Frau … äh … Mutti beim Reste-Mittagessen, “Was hast du denn auf?”
“Im Themenheft die Nummer eins auf Seite sechzehn.”, antwortete das Kindelein.
“Oh. Ah. Und was ist das?”, begehrte Frau … äh … Mutti zu wissen.
“Mathe-Hausaufgaben”, entgegnete das Kindelein.
“Richtig. Das sagtest du bereits. Aber was macht ihr in Mathe? In der Schule zum Beispiel?”
“Da im Themenheft so Aufgaben. Rechnen halt.”
“JA. TOLL. Aber WAS? PlusminusmalgeteiltWurzelausbinomischeFormelGleichungAlgebraundGeometrie?”
“Weiß ich eigentlich nicht so genau.”
“Hm. Und welche Aufgaben musst du hier daheim rechnen?”
“Die im Themenheft. Die Nummer eins auf Seite sechzehn.”
***
Immerhin. Das Kind weiß, wo die Hausaufgaben stehen.
Wenn
21. September 2009
früher eines der Kindelein an Husten, Schnupfen, Heiserkeit erkrankte, dann schickten wir es in die Schule mit den Worten: “Schau mal, ob du es durchhälst. Wenn es dir zu schlecht geht, kommst du wieder heim, das ist in Ordnung.”
(Und das war auch nicht schlimm, denn jeder schniefte und schnaubte, es war diese Zeit, wo es morgens zu kalt und mittags zu warm war, die Kleiderfrage niemals befriedigend zu lösen war und der Wind schon ganz gemein kalt in die Ohren pfeifen konnte.)
Heute bleibt das Kind lieber direkt zuhause, denn man würde es sowieso heimschicken, in den Zeiten der Schweineflügelpest, wo jedes Husten, jedes Schniefen mit tödlichen Viren beladen ist. Hmpf.
Der normale Schnupfen ist nämlich ausgestorben.
Zwölf zum Zwölften*
19. September 2009
Der Küchentisch ist nicht immer so fein gedeckt, denn Tischdecken überleben fleckenfrei höchstens das erste Einschenken aus unserer Kleckerkaffeekanne. Trotzdem. Es gibt Gelegenheiten, da muss das sein.

Das blaue Geschirr wird aus dem Schrank geholt und über die gesamte Länge des Tisches stehen zwölf Teelichter. Und eine rote Kerze in der Mitte. Heute wird gefeiert.

