Linktauschereien, etc.

15. November 2011

aus gegebenem Anlass und vielleicht können Sie das ja gebrauchen, weil Sie die Anfragen nach Linktausch möglicherweise genauso nerven wie mich und manchmal nicht reagieren nicht hilft:

 

Hallo Herr Xxxxxx,

meine Güte, Sie sind ja hartnäckig!

Da Aussitzen ja nix bringt, hier in aller Deutlichkeit: Ich habe kein Interesse an irgendwelchen Linktauschereien. Für Sie begründe ich das sogar noch: 1. bringt mir das mal rein gar nix, 2. bringt das nur Ihnen was. Dass ich das auch noch kostenlos tun kann, nämlich für Sie Werbung zu basteln, bringt mir dann aber doch eins, nämlich schallendes Gelächter.

Immer die Ihre und ja, schmeissen sie die renitente Bloggerin aus dem Verteiler,

Frau … äh … Mutti

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nerv, nerv, nerv.

Auch imer hübsch, weil wir gerade beim Thema sind, sind diese ellenlangen mails, in denen großartige neue Produkte angepriesen werden. Und im Anhang “Presseinformation und webfähiges Bildmaterial”. Was soll das? Was wollen die? Und warum?

Sehr geehrte Frau Xxxxxxx,

was genau soll ich denn mit dieser, Ihrer Mail anfangen? Was erwarten Sie von mir? Soll ich 1. mit dem angehängten Material Werbung machen? Oder soll ich 2. die Sachen kaufen, über die Sie berichten?

Ersteres: umsonst ist der Tod. Ich kann Ihnen gerne einen Kostenvorschlag unterbreiten, Werbefläche auf meiner Webseite ist tatsächlich unter Umständen käuflich. Ausserdem kann ich nur bewerben, was ich kenne. Produktproben werden also gerne genommen.

Zweiteres: ich möchte diese Art der Werbung nicht, streichen Sie mich bitte umgehend aus Ihrem Verteiler.

So oder so,

freundliche Grüße,

Frau … äh … Mutti

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nerv, nerv, nerv

Obwohl er das hartnäckig behauptet.

Familienfeiern zwischendurch bringen mein Zeitgefühl, das sowieso nur rudimentär vorhanden ist, komplett aus dem Gefuge. Gut, dass bis zur nächsten Familienfeier noch zweieinhalb Wochen zum Erholen verstreichen. (mein Geburtstag, liebe Leser und betrachten Sie dies auf gar keinen Fall als wie auch immer gearteter Wink, denn schließlich werde ich alt.)

 

Das mit den Geburtstagen der eigenen Kinder ist ein faszinierende Sache.

Zwischendurch konnte ich mir einbilden, irgendwo zwischen 25 und 35 stehengeblieben zu sein, meistens von der Tagesform abhängig. An den Geburtstagen der Kinder, insbesondere aber an dem des ältesten Kindes, wurde ich aber nachdrücklich in die Realität zurückbefördert. Denn es gab solche “Meilensteine”. “Wenn der Große fünf wird, werde ich dreissig.” war so einer.

Jetzt ist er 16 und ich nur noch manchmal gefühlte dreissig. Manchmal eher doppelt so alt. Ich hadere nicht oder denke über operative Raffungen und Straffungen nach. Aber ich bin äusserst erstaunt, wie die Zeit dahin galoppiert und ich habe das Gefühl, die Hälfte zu verpassen, weil ich den Zeitraffer-Knopf verloren habe.

Sei es wie es ist. Es geht mir gut. Ich bin glücklich.

 

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Und apropos glücklich!

Sie erinnern sich an meine Mehlmottenplage? In der Küche bin ich sie los! Und die im Nähzimmer auch!

“Im Nähzimmer?”, fragen Sie zurecht etwas verwirrt, denn ich vernähe weder staubige Mehlsäcke, noch klebe ich entzückende Gewürzbilder oder fädele zauberhafte Nudelketten. Im Nähzimmer lagern Stoffe, die metermäßig mehrfach zur Sonne reichen, diverse Garne und Schnickeldi-Zubehör. Alles ungenießbar.Trotzdem krochen ständig Maden an der Decke oder Motten flatterten durch die Gegend.

Das Tauschen von Nähzimmer und Zimmer des großen Sohnes und das damit einhergehende gründliche Putzen schien zu helfen, zumal ich eine potenzielle Brutstätte in Form eines genähten Schnickeldis, das ich wegen des tollen Geruchs mit Tee gefüllt hatte, entdeckt und entsorgt hatte. (es wimmelte nur ein bißchen darin) Etwa eine Woche hatte ich Ruhe und Frieden im neuen Nähkämmerchen, bis die ersten Maden wieder grinsend an der Decke klebten. (das sind die Momente, in denen man sehr traurig wird. Oder an seinem Verstand zweifelt.)

Als ich gestern abend Maden mit dem Taschentuch von der Decke quetschte, fiel mein Blick auf den roten Kickers-Schuhkarton auf dem Schrank. X-Mas habe ich drauf geschrieben und das bedeutet: ich schau da nicht sooo oft rein. Tat ich dann. Anissterne, getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen. Oder das, was davon übrig war. Ich gehe nicht ins Detail, bin mir aber nun sicher, dass ich den Endgegner geknackt habe. Natürliche Weihnachtsdeko wird völlig überbewertet, demnächst gibt´s hier nur noch Plastik. Vielleicht sogar blinkend.

 

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Der orangefarbene Samtmantel. Sie erinnern sich?

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, denn eigentlich bin ich sehr unglücklich und finde gar keinen Anfang.

Es begann vielleicht mit der ersten Stunde im Nähkurs, als ich merkte: da gehöre ich nicht hin. Mit der Kursleiterin gab´s kein “die Chemie passt”.

Dann kam mir die eigene Überheblichkeit in die Quere. Ich KANN ja nähen, was will ich eigentlich hier? Doof.

Es klappte irgendwie doch, ich schnitt zu, begann Teile zusammenzunähen, war nicht ganz zufrieden, weil es Beulen gab, wo Beulen nicht erwünscht sind und wurde eher … abgewürgt. “Das ist halt so.”

Ich nähte Schnickeldi über die Beule und war nicht richtig glücklich damit.

Das Vorderteil wurde an das Rückenteil gesteckt, ich kletterte zur Probe hinein: sackartig. “Müssen da noch Abnäher irgendwie rein?” fragte ich und bekam die Anweisung, die Abnäher aus dem Schnitt zu übernehmen, dann “passt das schon.” Tut es nicht. Die Abnäher sitzen völlig falsch und wer schon mit Samt gearbeitet hat, weiß, was passiert, wenn man Samt vernäht, bügelt und dann wieder auftrennt. Das bleibt. Das sieht man, das ist Murx.

Ich kürze hier mal ab.

Der Samtmantel liegt genauso in der Tüte, wie ich ihn nach dem letzten Nähkurs beinahe heulend hinein gefeuert habe. Nach dem Weihnachtsmarkt packe ich ihn aus, bügele ihn und wurschtele mich alleine durch den Schnitt.

Kein Erfolg, der Nähkurs. Aus vielerei Gründen lief das von Leiterinnen-Seite nicht gut und ich selbst bin möglicherweise eher schwierig mit meinem “ich wills nicht lernen nur können”-Denken. In den letzten Jahren habe ich mir alles Handarbeitliche selbst beigebracht, vielleicht kann ich deshalb nichts mehr annehmen. Oder ich bin am Ende der Fahnenstange anbelangt, was meine Fähigkeiten anbelangt.

Der orangefarbene Samtmantel … wird. Irgenwie.

 

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Am Kirschbaum hängen nur noch ein paar einsame gelbe Blätter und ich fürchte, die graue Novemberdepression erwischt mich doch noch. Wird Zeit das Weinachtsschnickeldi abzustauben. Zum Glück ist bald der erste Advent. (und ich hab schon rote Kerzen! Jeah, ich bin früh!)

16.

14. November 2011

Wenn Kinder geboren werden, macht man gerne diese Bilder von kleinen Fingerchen, die einen erwachsenen Zeigefinger umklammern. Haben wir auch gemacht.

Heute … sieht das anders aus:

Der Knabe ist einen Kopf größer als ich, dafür zehn Kilo leichter. Seine Füße sind hoffentlich mit Schuhgröße 46 ausgewachsen. Nun ja, große Füße hatte er schon immer, direkt nach der Geburt hätte Größe 21 gepasst.

 

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Die Investition in viele Teelichtgläser lohnt sich. Aber das Anzünden der Kerzen dauert seine Zeit. Insgesamt sechs Streichhölzer habe ich gebraucht.

 

Kerzen gehören dazu. Und ich habe die gleiche Freude darüber in den Augen des großen Sohnes gesehen zu haben, wie all die Jahre davor.

 

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Auch die Gabentische verändern sich im Laufe der Jahre. Werden “erwachsener”. Rasierzeug. Klamotten. Neue Kissen für´s neue Zimmer und das Versprechen, drei LAN-Partys auszurichten. Und doch noch was von Lego: das Weiße Haus.

 

(Zu Weihnachten wünscht er sich die Tower Bridge)

 

Wie jedes Jahr, wie an jedem Geburtstag der Kindelein, bin ich ein bißchen melancholisch. Am Geburtstag des Großen besonders, immerhin war er der Erste. Und ist ja auch immer noch der Erste, muss alles durchboxen, was seinen Geschwistern das Leben deutlich leichter macht. Er war das Kind, das zwei Jahre lang keine Schokolade kannte und er war das Kind, das mit Holzklötzen spielen sollte. Es ist was aus ihm geworden, trotzdem. Oder weil.

Zur Feier des Tages hat er in Sozialkunde eine Kursarbeit geschrieben, Lasagne gebrutzelt bekommen und nach zweijähriger Pause wieder Törtchen mit in die Schule genommen. Mittlerweile also wieder cool genug für so etwas.

16. Großartig. Bleib wie Du bist, mein Großer.

 

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Deutlich jünger, aber auch ein Erstgeborener: ein kleiner Junge in Berlin. Herzliche Glückwünsche dorthin!

Ebenfalls in Berlin (quasi :)) und nicht minder beglückwünscht: Frau Miest (Alles Gute!!)

Und viele gute Gedanken an die Frau, die uns noch immer Unterhaltung, Vergnügen und Nachdenken schenkt: Astrid Lindgren

 

Sehr erfreut über Verpackungsmaterial:

 

 

Wenn

13. November 2011

es nicht klappen sollte, mit der großen Karriere, dann kann der Große immerhin noch Alchimist werden.

Angeblich seien aber weder Silber noch Gold echt und ganz leicht als Fälschung zu entlarven, behauptet er. Schade, irgendwie.

(ausserdem scheint das wertvollste Metall momentan sowieso Eisen zu sein oder wie sollte es sonst zu erklären sein, dass im Nachbarort die Gullydeckel geklaut werden?!)

Elfter Elfter.

11. November 2011

Heute wollen sie alle heiraten, weil das Datum vergisst man dann vielleicht nicht so schnell. (ich vergesse nämlich dauernd unseren Hochzeitstag, sehr zum Amüsement des besten Vaters meiner Kinder, der entgegen jeden Klischees immer daran denkt)

Heute ist aber auch ein ganz besonderer Hochzeitstag für die böse Frisöse und Caligula. Der elfte Hochzeitstag nämlich. Das schreit nach Party, Fest und wilder Feierei und deshalb gehen wir heute abend zum Elfenfest. Was muss, das muss!
Herzliche Glückwünsche schon mal an dieser Stelle, wir freuen uns auf heute abend!

Fast Food, zwischendurch

10. November 2011

Ich mag Facebook. Diese kleinen, witzigen Dialoge, spannende Diskussionen und natürlich auch die Bauchpinseleien. Mal eben schnell drei Sätze in den Status hauen oder ein eher schlechtes Handybild, ein paar “likes” kriegen und sich zufrieden fühlen. Wie ein Cheeseburger. Schnell, lauwarm und sehr sättigend, für knapp zwei Stunden.

Nervig die Werbung am Rand. YvesRocher, dieser Kosmetikkram, den ich als Kind schon gruselig fand (aber wo es immer Hauptgewinne gab. Immer.). Und so ein überteuertes Einrichtungsportal,  für das ich mich geweigert habe Werbung zu machen. Oder künstliche Fingernägel. Oder wenn Leute mich einladen, ihre Seite gut zu finden. Solch ein Schwachsinn! “Komm her und sag, dass ich toll bin.”

 

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Donnerstage sind ein Traum. Die Kindelein sind beim Opa, der beste Vater meiner Kinder arbeitet und ich tue so, als sei ich kinderloser Single (mit Katzen. Wow. Ein Klischee!). Ich koche nicht, ich ignoriere den Haushalt und tue im Nähzimmer so, als würde ich wirklich viel arbeiten. Nebenbei verspeise ich eine Tüte Chips, trinke Milchkaffee aus einer Schale und schaue dabei zum Fenster raus. Ein bißchen gelangweilt und melancholisch, weil es so leise im Haus ist. Man kann es mir nicht recht machen. Nie.

 

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Die Kellerräume der Grünen Villa haben nun endlichendlichendlich Isolierglasfenster ohne Moos und blinde Stellen. Sehr erstaunt habe ich die Heizung runtergdreht, vorhin, als ich merkte, dass es wirklich viel zu warm geworden war. Toll! (und sauber sind sie auch!)

 

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Nochmal zur Erinnerung: der Niersteiner Weihnachtsmarkt findet am 3. und 4. Dezember im Niersteiner Gemeindepark statt. Schnee ist bestellt, eine klare Zusage gab es bisher aber noch nicht. Dafür wird der CVJM-Stand wieder hervorragende Waffeln backen und bei der SPD gibt´s erfahrungsgemäß den besten Glühwein. Kommen Sie gerne, sagen Sie “Hallo!” und trinken Sie einen Glühwein oder so mit mir, Mme Ouvrage und Oma Eis. Kaufpflicht besteht nicht ;)

 

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9. November 2011

?

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Sie haben natürlich alle recht! Etwa siebeneinhalb Sekunden, nachdem ich das Muffinspapierchen in den Müll gefeuert hatte, sprang die rote Ratte hinterher.

(und ja, das Nähzimmer ist pinklastig, Reste aus dem Tochterzimmer halt. Kann ja nix wegschmeissen. Der Kater stört sich nicht dran.)

Es weihnachtet sehr.

9. November 2011

SUSAlabim schwingt nämlich äusserst eifrig die Feder und hat nach “BAUMelig“, welches ich Ihnen glatt unterschlagen habe, das Ihnen aber sicher an anderer Stelle begegnete, nun gleich ZWEI weitere Serien auf den Markt gebracht.

Wie immer ausgesprochen liebvoll von Frau Kunterbunt digitalisiert gibt es ab morgen abend (10.11.11) im kunterbunten Shop ” boys and friends” und “baumeliges Krippenspiel”. Ich hab zwar “boys” daheim und die haben auch “friends”, doch die Datei spricht eher die etwas jüngeren Knaben an, meine pubertierenden Riesen lächeln müde, wenn ich ihnen ein Shirt besticken will. Oder eine Wickelunterlage, wie Frau Kännchen :) Ich persönlich finde das ja schade, aber was soll ich machen?

Muss ich mich eben an der baumeligen Krippe austoben.

Da wäre zunächst die heilige Familie, fast möchte ich sagen: die eilige Familie, denn die Figuren sind ratzfatz gestickt.

Viel länger dauert es, die Wendeöffnungen zu schließen. Das kann ich nämlich nicht ordentlich. Deshalb halte ich die Figuren so verkrampft in der Hand, statt sie liebevoll an einen Nadelzweig zu hängen oder so. Oma Eis ist unglücklicherweise für mich und glücklicherweise für sie in Urlaub und deshalb bleiben die Figuren noch zwei Wochen “Schritt ouvert”.

Die drei heiligen Könige ließen mich ganz tief in die “Glitzerstoffkiste” greifen und jetzt weiß ich wieder, warum ich wirklich keinen Fetzen Stoff wegwerfe. Einzig Melchior trägt langweiligen roten Samt, dafür aber ein kesses blond. Und ja, der asiatische König links hat ein “Ding” auf dem Kopf. Ich hielt das für eine gute Idee, bin aber mittlerweile stark verunsichert.

Josef kann auch ein Hirte sein und bei meiner anderen Krippe sind es sogar drei Hirten. Einen Josefhirten habe ich gespiegelt, damit sie wenigstens ein bißchen unterschiedlich aussehen, aber so recht klappte das nicht. Das mit dem unterschiedlichen Aussehen. Ich werde noch ein paar Hirtenstöckchen und Bündel annähen, genauso wie die Könige noch kleine Päckchen bekommen.

Zum vierten Advent sollte ich das schaffen und dann kann ich auch die fertige Krippe zeigen.

Die Klecksefrau hat der Krippe noch Frau Riegers Schafe hinzugefügt und das macht die Sache erst richtig rund! Ausserdem hat sie ihren Krippenfiguren deutlich peppiger gekleidet, finde ich klasse! (meine Kindelein lassen fragen, ob es irgendwo ein Baumelkamel gibt, denn die heiligen Könige ohne Kamel – das gehe ja gar nicht!)

Weihnachten kann kommen! (und der Weihnachtsmarkt dann auch)

Zeit, oh Zeit!

8. November 2011

Sie verfliegt, sie rast!

Die große Kiste, die bis zum Weihnachtsmarkt prall gefüllt sein sollte … nun. Ein leises Echo tönt zurück, wenn ich hineinrufe. Der Boden ist bedeckt. Immerhin.

Viele Taschen sind zugeschnitten, aber zum Nähen habe ich keine Zeit.

Großartige Schnickeldis wollen gestickt, gestülpt, gestopft und geschlossen werden, aber ich habe keine Zeit.

Ich könnte noch Hühner nähen, denke ich. Oder Lesezeichen machen, die gehen gut. Ach was, heute nähe ich eine Tasche. Und dann sehe ich in der mailbox diese tolle Datei, sticke ich doch lieber. Oder ich schaue dem Ringelfranz beim Schlafen zu. Oder nähe mir ein quietschegrünes Pannesamtelfenkostüm. Mit roter Zipfelmütze.

 

Im Grunde genommen brauche ich keine Zeit, sondern einen Stundenplan. Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich mir der Königin ihr Kind. Oder so ähnlich.

 

Noch drei Wochen bis zum Weihnachtsmarkt. Massig Zeit zu verplempern.

 

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Überraschend naht der Geburtstag des großen Sohnes. Ab und zu verfalle ich in wehmütige Melancholie, die aber nie so weit reicht, dass ich mir um Geschenke kümmern würde. Und deshalb passiert das hier wieder auf den letzten Drücker, kommt möglicherweise nicht pünktlich an und frisst mir obendrei auch schon wieder Zeit, falls ich das “das mache ich ihm mal so rasch nebenbei”-Projekt verwirkliche. So wie das Tauschen unserer Zimmer. So rasch nebenbei kostete uns ein Wochenende. Immerhin ist der Große mit seinem neuen Reich und vorab-Geburtstagsgeschenk nun äusserst glücklich. Und ich mit meinen kuscheligen 10 Quadratmetern auch.

(und verraten Sie mir doch bitte mal, warum ich ständig “Geschnek” tippe?)

 

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Mein Geburtstag klopft auch schon wieder an. Kann ein Jahr wirklich so verfliegen? Und wann kommt eigentlich der Sommer?

 

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Ringelfranz ist nun vollends in der Pubertät und zeigt uns allen mal, was solch ein süßes Puffelkätzchen doch alles anstellen kann. Meine unachtsam auf dem Küchentisch abgestellte Kaffeetasse hat zehn Minuten unbeaufsichtigt später einen blitzeblanken Rand innen, genau so weit, wie ein rosa Katerzunge reicht. Der Biomüll, der auf dem Tresen in einer Blechschüssel steht und einmal täglich zum Kompost getragen wird, sollte da nicht mehr stehen, denn er ist einfach zu verlockend. Auch wenn nur Teebeutel, Kaffeefilter und Apfelgripse drin sind. Der Kater frisst was er kriegen kann, staubsaugt regelmäßig die Krümel unterm Tisch weg und manchmal schafft er es, eine halbe Scheibe Brot zu klauen, die er innerhalb von Sekunden inhaliert. Nicht, dass er nichts zu fressen bekäme, bei uns. Drei mal täglich wird der Futternapf gefüllt und abends frisst er noch den Rest vom dicken Martin. Der dicke Martin ist nämlich auf Franz-Diät, weil der Klügere gibt nach. Und so geht er und frisst ein paar Mäuse, wenn die rote Ratte allzu aufdringlich um die fremde Futterschüssel schleicht.

In regelmäßigen Abständen fängt sich der Kleine vom Großen ein paar, doch es geht auch so:

(entschuldigen Sie das schlechte (Handy)Bild, auch noch durch die Scheibe geknippst)

Unser dritter Kater, der halbwilde Diego, interessiert sich übrigens nicht für Franz. Er kommt und geht wie bisher. Vielleicht ist er farbenblind und sieht deshalb die rote Ratte gar nicht.

 

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Und weil dieses Bloggen hier ja auch nur Zeitverschwendung ist, höre ich rasch damit auf. Für heute jedenfalls. Falls nicht noch was wirklich Spannendes passiert.

 

Nähzimmergesellschaft.

7. November 2011

(so kann ich nicht arbeiten, das lenkt mich ab)