und Frau … äh … Mutti sitzt in nem Bürgerhaus rum, versucht ihren Krempel zu verkaufen und schwitzt.

Die Hechtsheimer Weinprobiertage, bzw. der angegliederte Markt der Hobbykünstler waren jetzt nicht sooo der Renner in Sachen “reich werden”. Viele, viele Menschen die sich doch für das Schnickeldi interessierten, es begeistert in Händen hielten, nach dem Preis fragten und dann erbleichten. “Oh, wirklich sehr niedlich, das Vögelchen!” und das Vögelchen zurück in den Korb legten. Fünf Euro. So ist es eben oft.

Unser Stand war so hübsch, wie ein Stand im eher uncharmanten Foyer eines Bürgerhauses sein kann.

Aber auch im großen Raum, in dem die Vereinsmitglieder der Hobbykünstler ausstellten, war kein Charme zu entdecken.

Ausgestellt und (ich glaube nur schleppend) verkauft wurden Postkarten, Aquarelle, Seidengemaltes, Tiffanysachen und Schmuck. Letzterer sehr, sehr schön, an zwei Ständen. Am einen Stand staunte ich nur und bewunderte, am zweiten ließ ich fast ein Drittel der Einnahmen des Wochenendes und kaufte eine Kette.
Unsere Standnachbarin gestaltet Collagen, die mich – zugegebenermaßen – etwas verstörten.

Die anderen Standnachbarn schenkten Wein aus.

Sehr viel Wein gab es.

Am Eingang des Bürgerhauses konnte man sich für acht Euro ein Probierglas kaufen. Und mit diesem Glas zweihundert Sorten Wein durchprobieren. Je später der Abend, desto fröhlicher die Besucher. Und desto geringer die Chance, etwas zu verkaufen.

Oma Eis und ich feierten am Sonntag abend nach einer gemeinsam geleerten Flasche Dornfelder mit einer ausgewogenen Mahlzeit.

(und das Zählen des Gewinns ging doch sehr schnell)

 

Zusammengefasst: gelohnt hat sich das nicht. Mme Ouvrage gaben wir den Sonntag frei, Sonne genießen mit den Söhnen, statt in einer doofen Halle herum zu sitzen.

Spaß hatten wir trotzdem. Zu schwätzen haben wir sowieso immer, zu sehen gab es eine Menge und es  ergaben sich bisweilen schöne Gespräche über den Verkaufstisch. Wir haben ein bißchen Schnickeldi verschenkt und genau eine pompadura habe ich verkauft. Oma Eis hatte für den Markt fünfzehn Utensilos genäht, als Osterkörbchen. Trotz sinngebender Dekoration mit Osterglöckchen und Schokohasen war die meistgestellte Frage: “Oh hübsch, wofür ist das?” Und es fiel mir wie Schuppen von den Augen: ich bin zwar satt von diesem ganzen Gedöhnse, dass mir in jedem Nähblog entgegenspringt, kann weder Eulen noch Matruschkas noch sehen, bin genervt von weißen Punkten auf rotem Grund, kriege Pickel bei dem Wort “Fliepi” und die Farbkombination lime/türkis lässt mich augenblicklich auf´s Kreuzchen rechts oben klicken. Aber die Menschen da draußen, die sich nicht dauernd im Internet herumtreiben, die KENNEN diesen ganzen Kram gar nicht! Und die stehen auch gar nicht so darauf! “Das sieht aus wie diese russischen Püppchen, oder?”, fragte die eine Frau und schaute eher zweifelnd drein, bevor sie sich umdrehte und ging.

Selbst wenn dieser Markt finanziell  nun wirklich kein Erfolg war, so hat er mir doch eine ganz, ganz große Erkenntnis gebracht: um Sachen zu nähen, die ich verkaufen will, muss ich mich nicht nach dem richten, was gerade “in” ist, da in Bloggerkreisen. Und plötzlich ist der Druck weg, doch noch ein Stückchen Vögelchenstoff zu erhaschen, weil der MUSS doch offensichtlich sein oder den Bestand an gevichykarierten Stoffen zu verdoppeln, obwohl es gar keinen Spaß mehr macht, Vichykaros zu vernähen. Verkauft habe ich nämlich genau die Sachen, die ich ganz gegen den (Blog)Trend genäht  habe, in völlig unmodernen Farben.

Ich weiß noch nicht, wohin mich diese “Erleuchtung” führt. Vorerst macht sie mich aber einfach nur glücklich. (und natürlich frage ich mich, warum ich schon wieder mal versucht habe, hinterherzuhecheln, statt dem eigenen Bauch zu vertrauen.)

 

Einen Resteverkauf hier über´s Blog wird es diesmal nicht geben, denn im August schon ist das Niersteiner Winzerfest. Dort werden wir einen Stand haben und ich freue ich jetzt schon, dass ich ziemlich großes Sortiment dafür habe, ohne mich sehr stressen zu müssen. Fragen Sie aber gerne per mail an, wenn Sie mal ein Täschchen oder so wollen. Ich sag ja sowieso meistens “ja, klappt.”. (Manchmal aber auch nicht)

An einige interessierte Frauen habe ich Kärtchen verteilt und habe dazu erklärt, dass die URL auf der Karte zu meinem Blog führt. Was dann stets zu ratlosem Schweigen führte. Können Sie sich vorstellen, dass es da draußen wirklich Menschen gibt, die nicht wissen, was ein Blog ist? Ich gehe ja immer davon aus, dass alle Menschen dieses ganze Interntding mit seinen teils sehr merkwürdigen  Auswüchsen kennen. Am letzten Wochenende erfuhr ich mal wieder: dem ist nicht so. Faszinierend.

 

Heute habe ich übrigens die verpasseten Sonnenstunden des Wochenendes nachgeholt und den größten Teil des Tages draußen verbracht, schuftend, ausruhend, essend und vor allem genießend.

“Ich hab da was Neues”, schrieb Frau Rieger und ich sagte erstmal ab. Keine Zeit. Keine Lust. Kein Garnix.

Aber dann dachte ich mir, dass es doch eine wirklich hübsche Idee sei, mit der Osterdekoration anzufangen.

Frau Rieger hat nämlich wunderschöne Buchstaben digitalisiert, jeder Buchstabe mit filigranem Füllmuster.

(Garnfresserchen, ganz unbestritten, aber so lohnenswert!)

Ein feine Ostergirlande ist es geworden. Sie wird mich am Wochenende als Tischdeko nach Hechtsheim zu den Hechtsheimer Weinprobiertagen begleiten.

 

Als altes Sparbrötchen stickte ich beim zweiten Versuch lediglich die Umrandung der Buchstaben auf Stoff und schnitt sie dann aus, Fransen stören mich nicht, finde ich zu kariertem Stoff hübsch. Lediglich die Weiterverwendung der Buchstaben ist noch nicht ganz beschlossene Sache …

 

… vorerst habe ich sie in den Osterstrauss gehängt. Auch wenn der Schriftzug “Frohe Ostern” nicht unbedingt lesbar ist – mir gefällt´s :)

Die Buchstabensuppe gibt es ab heute in Frau Riegers Shop. Passend gibt´s dazu übrigens auch den Countdown!

Danke, dass ich Probesticken durfte!

 

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Die Tochter hat sich heute beim Zahnarzt amüsiert.

Beim letzten Besuch hatte sich nämlich herausgestellt, dass der letzte Milchzahn nur deshalb nicht herausfallen will, weil er innig mit dem bleibenden Zahn darunter kuschelt.

Dait der bleibende Zahn eine Chance zum Wachsen bekommen konnte, wurde heute der Milchzahn erst geteilt, dann gezogen.

Jetzt sitzt das Töchterlein mit betäubter Backe und Loch im Zahnfleisch auf dem Sofa und hofft, so wie die ganze Familie, dass sich der Zahn von alleine gerade zieht. Sonst muss nämlich mittels Draht und Kleber und wasweißichKonstruktion nachgeholfen werden.

 

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Anfang Mai bin ich in Berlin. Bisher ist das jedenfalls so geplant.

 

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Die Sache mit den sichtbaren Bildern muss ich dringend regeln!! Haben Sie Geduld mit mir!

 

 

Abiferien

12. März 2012

und deshalb zwei Drittel der Kindelein daheim. Früher hätte mich das – zugegebenermaßen – sehr in meiner morgenlichen Routine gestört, heute kann ich das gut aushalten :)

Was zum einen wohl daran liegt, dass die Kindelein freiwillig nicht vor zehn aus den Betten kriechen und zum anderen an freien Tagen tolle Sachen in der Küche machen wollen. Die Tochter jedenfalls. Der große Sohn muss für Kursarbeiten lernen. Sollte er. Tut er vielleicht. Manchmal.

Töchterlein hatte sich mit den Freundinnen zu einem Übernachtungsdings verabredet, so ein “wir schauen Filme, kichern wie verrückt dabei, frisieren uns, lackieren uns die Fingernägel und essen lauter Köstlichkeiten”-Ding, bei dem auch die olle Muddi gerne mitmischen würde, wenn sie – naja – nicht die olle Muddi wäre. Töchterlein buk fiese Schweinereien aus einem Kilo Frischkäse, einer Packung Löffelbiscuits und einer handvoll Himbeeren. Das tat sie neulich schon mal und die Törtchen sahen in den Papierförmchen eher nicht hübsch aus. Zum Glück bin ich aber ein alter Hamster und kann diese -Gläschen auf keinen Fall wegwerfen. Wir haben wirklich viele dieser Gläschen, denn Oma Eis bringt der ausgemergelten, unterernährten Familie gerne Leckereien mit.

Man sieht dem Küchlein gar nicht an, dass sich vierzigtausendmillionen Kalorien darin befinden und im Rezept steht auch nix von Kalorien.(dafür so lustige Maßeinheiten wie “drei Esslöffel Butter”. Das kann ja nun alles und nix sein.)

Die eine Freundin der Tochter fastet Süßes und damit sie auch ein Gläschen zum Schlemmen bekommt, rührte ich heute morgen rasch einen “Spundekäs” zusammen.Möglicherweise ist der Name “Spundekäs” nur regional bekannt, ich traue mich auch nicht an eine Übersetzung. Obwohl “Käs” oft für Quark steht, aber im Spundekäs ist kein Quark.

Ich habe 200 g Frischkäse mit einem Schuss Sahne (Sie sehen, ich kann auch merkwürdige Maßeinheiten) verrührt, bis er schön glatt und cremig war. Dann habe ich eine kleine, sehr fein geschnittene Zwiebel und eine gepresste Knoblauchzehe untergerührt. Gewürzt wird mit mildem Paprikapulver und ein bißchen Cayennepfeffer, bis der Spundekäs schön rosa ist und schmeckt. (und schmecken tut er am Besten nach drei, vier Stunden mit Salzstangen, Brezeln oder Crackern)

 

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In Nierstein ist ganz unbestritten Frühling. Mein Holunder hat Blütenansätze und die Wildbienen brummen wieder um den Bienenkasten herum. Franz findet es höchst aufregend, dass ich im Garten herumkrieche und raschelndes Zeug in große Säcke stopfe. Er springt dann in die Säcke, kippt sie um und freut sich, wenn das raschelnde Zeug wieder raus fällt und Frau … äh … Mutti schimpft.

 

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Schönste Situation des Tages:

Es klingelt. An der Tür steht ein etwa neunjähriges Mädchen, mir völlig unbekannt und spricht: “Meine Freundin Rosali sagt, dass ich hier Monsterchen kaufen kann. Ich will zwei. Für mich und meine Oma.”

Durfte sie kaufen, es gab noch ein paar Restbestände von Weihnachten. Und ich überlege, noch ein paar zu machen, denn das war jetzt das dritte Mal, dass Kinder klingelten und Monsterchen kaufen wollten.

(aber wenn sie dann da stehen und aus ihren klitzekleinen Kindergeldbeuteln ein paar Münzen klauben, dann will ich ihnen am Liebsten sagen: lass stecken, ich schenke es dir.)

 

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Für den Frühlingsmarkt, der übernächstes Wochenende in Hechtsheim stattfindet, habe ich das Pflichtprogramm absolviert. Zwei Tische lassen sich leicht mit allerhand Taschen und Täschelchen füllen. Alles weitere ist Kür und ich bin sehr erstaunt und auch ein bißchen stolz, dass ich es diesmal ganz ohne den letzten Drücker geschafft habe. Irgendein dickes Ende kommt da noch, das geht mir alles zu glatt hier :)

Es muss das Alter sein, denn derzeit falle ich von Zipperlein zu Zipperlein. Erst flimmern die Augen, dann piepen die Ohren, hinterher tropft die Nase und ganz zum Schluss platzt mal wieder ne kleine Zyste. Das ist alles höchst unererfreulich und wegen mir könnte das jetzt auch wieder aufhören. Gut – das Alter – dagegen mache ich nix, außer bisweilen Faltencreme in unter die Augen schmieren.

 

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Alles neu macht der Frühling. Und so brachte ein kurzer Hüpfer ins blaugelbe Möbelhaus den Entschluss,  mehrfach lackierte Küchenfronten nun doch gegen neue auszutauschen. Ich hätte wirklich gerne eine rosa Küche, die würde mich bestimmt glücklich machen. Unglücklicherweise für mich, glücklicherweise für den Rest der Familie, die Rosa jetzt nicht unbedingt für die weltschönste Farbe halten, gibt es rosa Fronten nur für die Oberschränke und von denen haben wir nur drei. Überhaupt ist alles im blaugelben Möbelhaus derzeit sehr rosa und geblümt und das kommt mir sehr entgegen, weil mir im Frühling immer genauso zumute ist.

(Frühling bedeutet: Renovierungen. Wohnzimmer-> Anstrich demnächst, denn der wunderbare Ofen sorgt für hübsche Russflecken an der Wand. Gartenmöbel lackieren, Wohnzimmerschränke lackieren, Flur entrümpeln, putzen, sortieren, lackieren, streichen)

Mit diesen Plänen im Hinterkopf, einem Garten, der sich auch auf die Verwirklichung mancher Pläne und Träume freut, ein, zwei, drei Märkten in der nähreren Planung und dem ganz normalen Wahnsinn daheim, ist es natürlich völlig logisch und konsequent, dass ich beschlossen habe, eine wirklich große Quiltdecke zu nähen. Und so bügelte ich heute etwa eine Million Stoffquadrate und saß im Geiste schon in die allerschönste Quiltdecke der Welt gehüllt auf der am Sommerabend doch abgekühlten Terrasse. Ich bin gespannt, in welchem Sommer dieses Bild realisiert wird.

 

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Sie wollten mal wieder was vom Franz lesen/sehen? Bitte sehr:

 

Wie immer mittendrin, statt nur dabei. Mittlerweile ein stolzer Kater von (ausgestreckt) mindestens einem Meter Länge. Und voller Ehrgeiz, den dicken Martin auch im Gewicht einzuholen, größer ist er schon. Sein bezauberndes, pinkfarbenes Näschen hat er immer noch und sogar die Pfoten sind noch rosa. Sowie er eine Decke sieht, kriecht er darunter, sowie er einen Karton sieht, klettert er hinein und sowie eine Küchenschranktür geöffnet oder geschlossen wird, liegt er laut schnurrend mitten in der Küche und spielt verhungerter Kater. Wir haben unsere Freude an dem Viech. (Auch wenn er meinen Sessel zerkratzt hat und derzeit das Fell in Flocken verliert, so dass Katzenhaarallergiker das Haus großräumig umfahren müssen)

Heute übrigens im Garten entdeckt:

Die erste Biene mit dicken gelben Plusterhosen. Hurra!

 

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Für heute abend sind updates und backups und sonstwasses  für das Blog geplant und falls hier alles zusammenbricht und Sie nie wieder etwas von mir lesen können, dann kann ich Ihnen mit gutem Gewissen diese Lektüre empfehlen:

(click! zeigt mehr)

Ich hab mein Exemplar, mit feiner Widmung, schon im Schrank stehen!

 

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Bis bald. Hoffentlich!

dann kann er was erzählen.

Oder auch nicht, denn wenn es bei der Reise nicht um die Entdeckung von großartigen Landschaften oder Städten ging, sondern um die Feier eines Geburtstages und das Wiedersehen mit schon viel zu lang nicht mehr gesehenen Menschen, dann kann man eigentlich nicht viel berichten. Viel zu viel Situationskomik und kleine Witzchen, die zwar bei den Dabeigewesenen für ein versonnenes “war so schön”-Lächeln sorgen, anderen aber eher ein ratloses Schulterzucken entlocken.

 

Die Ausbeute des Wochenendes war in diesen Taschen verpackt:

Die Gastgeberin wohnt nämlich beinahe in den Niederlanden und deshalb verbrachte ich das letzte Wochenende immer abwechselnd in zwei Ländern und schlief so wenig, wie schon lange nicht mehr.

Freitag morgen, 5.48 Uhr stieg ich in den Zug und kam mit Umsteigen und Verspätungen und Hoffen/Bangen/Zittern wegen Anschlusszügen fünf Stunden später an. Stieg rasch in ein Auto um, lud Gepäck ab und füllte Kaffee auf, stieg wieder ins Auto und fuhr über die Ex-Grenze zum Flughafen. Einen weiteren Gast abholen.

Und weil wir schon mal im Nachbarland waren und jeder nähbegeisterte Mensch weiß, dass es in Holland den besten Stoff gibt (friss das, Herr Gugel), machten wir einen Abstecher in einen wirklich großen Stoffladen. (Sogar einen Kaffee bekamen wir dort angeboten)

Vertraute Gesichter lachten uns entgegen und zu fünft hatten wir sehr schnell zwei Einkaufswagen randvoll beladen.

Dort an der Kasse machte ich mir zum ersten Mal Sorgen um zu wenig Platz im Koffer und zu viel Leere im Geldbeutel.

Zur Beruhigung gab´s echtes niederländisches Cholesterin in Form von sehr viel Frittiertem und abends Wein und Secco aus (meinen) heimischen Gefilden. Und um Mitternacht war die Enthemmung groß genug für ein gesungenes Geburtstagsständchen.

Erschreckend schnell und früh kam der nächste Morgen samt detailiert geplantem Tagesprogramm, denn jede Minute ist kostbar :)

Am Rhein entlang (mit Blick auf die Golden Gate Bridge) ging es ins Gummibärchenparadies. Ich kaufte für knapp 15 Euro den Jahresvorrat an Süßbappsch für die Familie. Dachte ich.

 

Denn Süßbappsch kriegt an doch nie genug, schon gar nicht, wenn mal einen Abstecher in einen niederländischen Supermarkt macht, in dem es fiese, süße Schweinereien gibt. Diese ganzen Schokostreusel und -flocken zum Beispiel. Oder Sirupwaffeln. Oder diese Kekse mit Marzipan. Oderoder.

Langsam schaute ich mich nach einem größeren Koffer um.

Am nachmittag flitzten wir wieder zurück, denn es galt die große Geburtstagsparty vorzubereiten. Das vorhandene Mobiliar war knapp, denn im Keller fanden sich nur anderhalb Beistelltische und die Anzahl der Stühle schrie geradezu nach der Reise nach Jerusalem. Aber wir alle wissen ja, dass Platz in der kleinsten Hütte ist. Und wenn wir schon bei den platten Spürchen sind: viele Köche verderben übrigens nicht den Brei. Wir arbeiteten höchst harmonisch neben- und miteinander in der Küche, brauten Lauch- und Porreesuppe, buken Focchachia (keine Schreibweisengarantie hier), schnippselten Gemüse zum Knabbern und dekorierten Wurstteller. Das Fockatschiabrot bestreuten wir übrigens mit dem Geburtstagsgeschenk der Gastgeberin:

Verschiedene Salzsorten, die Frau Schäfer und Frau Mutti nicht weniger entzückten als die beschenkte Klecksefrau. Wir möchten hiermit ganz offiziell Frau BuntistmeinGemüse darauf hinweisen, dass Ende November/Anfang Dezember zwei Geburtstage im Kalender zu vermerken wären. (Effektsalz ist toll :))

Die Geburtstagsfeier war ganz wundervoll. Tante Liesbet mit dem ehemaligen Verlobten, Little Mary-Jo mit Ludger, Uschis Frühstücksfrauen und Familie. Bunt gemischt und es wurde sehr spät. Oder früh.

Deshalb war es eher unschön, am nächsten morgen sehr früh aufstehen zu müssen. Mal rasch auf den Stoffmarkt fahren. Und zu Hema, einem niederländischen Hier-gibt´s-alles-was-ihr-auch-habt-aber-in-bunt-und-schön-ÄTSCH-Laden.

In weiser Voraussicht hatte ich eine große, leere Tasche eingepackt, denn als ich Schokostreuselzeugs und Gummisüßbappsch nebst einiger Meter Stoff in mein Köfferchen gestopft hatte, stand ich vor der Wahl, ob ich den Kulturbeutel oder die schmutzige Wäsche im Gastgeberhaus zurück lasse. So konnte ich sämtliche Habseligkeiten doch einigermaßen verstauen und hatte gleichzeitig eine mahnende Stimme im Hinterkopf die raunte: alles, was du heute einkaufst, musst du in Plastiktüten ZUSÄTZLICH zu den zwei Taschen und dem Köfferchen rumschleppen.

Aus diesem Grund fiel die Stoffmarktausbeute sehr gering aus, nur drei niedliche Meterchen und zehn D-Ringe. (die hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden und die gar nix Perverses oder so sind) Auch bei Hema und dem anderen Kruschtladen konnte ich mich beherrschen. Und jetzt trauere ich der tollen, riesigen weißen Blechschale für 15,- Euro hinterher. Naja.

Ein feines Frühstück gab´s in Venlo und einen Blick auf´s Rathaus. (“Da kann man toll heiraten!”, verriet mir Tante Liesbet) Und dann war´s auch schon vorbei. Taschen und Koffer wurden in ein anderes Auto umgeladen und der Abschied auf dem Parkplatz ging dann, weil öffentlich und so, schnell und tränenlos vonstatten. Ich hab nur zweimal geschluckt, ehrlich.

In Krefeld bekam ich noch einen Kaffee und wurde an den Bahnhof gebracht. Dort schluckte ich auch zweimal.

 

(jetzt könnte ich noch einen laaangen Teil über die Heimfahrt anfügen, über einen völlig überfüllten, verspäteten IC, in dem die Toiletten defekt waren, über ein eng an eng stehen von Köln bis Bonn und danach einem Sitznachbarn, der nach mit Schweiss getränktem Aschenbecher stank. Aber wer will das schon lesen)

 

Halb neun war ich daheim und um zehn schlief ich bereits.

 

Liebe Uschi (+Uschi-Mann und Kinder), allerherzlichsten Dank für dieses rundum wunderschöne Wochenende voller Urlaub!

Draußen im Garten

27. Februar 2012

zieht der Frühling ein.

Und so wie der Frühling kommt, packt mich die Frühjahrsputzwut. Im Haus fallen die dunkelroten Samtvorhänge und die Spinnweben an den Decken, die im Winter nicht störten, werden weggesaugt. Für die Küche gibt es ein neues Farbkonzept, das nur noch seiner Umsetzung harrt, die Wohnzimmerwände, die unter dem Ruß aus dem Ofen leiden, warten auf die kommende Farbauffrischung und sogar die Halle ist wieder aufgeräumt. Und sowie die Luft nur ein bißchen lau ist, muss ich raus in den Garten. Gäste haben sich für ein kleines Gartenfest angesagt und nichts erhöht die Motivation für Gartenarbeit mehr, als die Aussicht mit freundlichen Gästen im schönen Garten sitzen zu können.

Im oberen Teil des Gartens steht, nein, seit Samstag STAND eine große Thuja. Schon vor Jahren hatte ein Blitz einen großen Teil des Baumes herausgeschlagen und der Baum war seitdem aus dem Gleichgewicht. Er neigte sich immer mehr nach vorne und begann an der Bruchstelle zu faulen. Zeit, den Baum zu fällen.

 

Es ist nicht leicht, einen großen Baum zu fällen. Ich spreche nicht von der Verletzungsgefahr oder von einer komplizierten Baum-fäll-Technik. Es ist vielmehr die Tatsache, dass solch ein Baum eben so lange braucht, bis er ein wirklich großer Baum ist. (nicht so wie diese vermaledeiten Kermesbeeren, die nur einen Sommer brauchen, um armlange Pfahlwurzeln in den Boden zu treiben, zu einem Busch von gut und gerne vier Metern Umfang samt Millionen von lila Beeren heranzuwachsen. Und obendrein giftig von Wurzel bis Beere, aufsteigend)

Unsere Thuja, ausgerechnet eine Thuja, die doch überall zu Hecken verkrüppelt werden und ich die nicht sonderlich mag, beschattete die Feuerstelle. Ständig fielen kleine, dürre Ästchen auf den Boden, die die Kinder mit Begeisterung verbrannten, weil sie hell auflodernd und dramatisch knisternd verbrannten. Jede Menge Meisen und manchmal auch ein Kleiber lebten in der ollen Thuja und, Mist – ja, ich mochte diesen Baum. Die blöde Thuja.

Am Samstag kletterte der beste Vater meiner Kinder in seine adrette Schnittschutzhose, warf die Kettensäge an

und zehn Minuten später lag eine Menge Baum im oberen Gartenteil.

Übernächstes Jahr werden wir nochmal liebevoll an sie denken. Dann wird sie uns ein paar gemütliche, kuschelige Abende vor dem Ofen bescheren.

 

Wenn man einen Baum fällt, sollte man einen neuen pflanzen. Es wird ein Walnußbaum sein, denn die halten angeblich die Mücken fern. Wäre ja schön, da an der Feuerstelle.

Als ich noch jung war, damals, kurz nach dem Krieg, liebe Kinder, da brauchte ich keine Tasche. Geld hatte ich eh keins, die Kippen und das Feuerzeug klemmten in der hinteren Hosentasche, Haustürschlüssel und ein zerknülltes Taschentuch in der Vordertasche. (in der anderen vorderen Hosentasche war meistens ein glatter Stein. Oder eine Kastanie). Taschen waren nicht angesagt.

Als ich ein bißchen älter war, trug ich ein minikleines Handtäschchen mit mir herum, in dem genau das war, was vorher in die Hosentaschen passte.

Noch ein bißchen älter geworden brauchte ich plötzlich eine ziemlich große Tasche, denn ausser meinem Gerümpel musste ich Windeln, Waschlappen, Ersatzklamotten, Tücher, noch mehr Tücher, feuchte Tüchter und andere Tücher, Schnuller, Ersatzschnuller, Lieblingsschnuller und noch eine Probepackung Feuchttücher mit mir herumschleppen. Eine Wickeltasche war modisches Accessoire und wie toll sich diese unzähligen Fächer mit unzähligen Dingelchen befüllen ließen!

Gefühlt Jahrhunderte später war eine Wickeltasche nicht mehr wichtig, wohl aber eine Tasche für all das überlebensnotwendige Zeug, ohne das ich keinen Schritt mehr aus dem Haus machen will. (minus Kippen und Feuerzeug, die brauche ich nicht mehr) Und weil “normale” Taschen nicht mehr soviele Fächer haben und mein Gerümpel immer wild in meinen meist selbstgenähten Taschen herumflog, begann ich Innentaschen zu nähen. Und dann nähte ich Täschchen für die Innentaschen. Das Matroschkentaschensystem sozusagen, mit dem ich irgendwie sehr im Trend bin.

 

Seit gestern sind das dann vier Täschelchen für die Innentaschen.

gefüllt mit dem Nähzeug für unterwegs, Taschentüchern (unzerknüllt) und Handcreme

Musik gegen schlechte Laune, Damenhygieneartikel


 

Im Grunde genommen sind sie viel zu hübsch, die Täschelchen, um sie so zu verstecken.

Frau SUSAlabim hat nämlich Elfen gezeichnet, die so süß sind, dass die Zähne schmerzen. Und der spontane Wunsch nach einer ganzen Horde von kleinen Töchtern, deren Kleider beelft werden müssen, in mir wächst.

 

Als die Stickdatei ins Haus flatterte, dachte ich: “jooo. Süß. Bin ich aber zu alt für.” Doch auf knittrigem Leinen und nicht zu bunt … passt das ja doch zu mir. Auch auf der großen Tasche.

 

Diese und noch ein paar Elfen aus der  Stickdatei “Elfentanz” gibt´s ab heute abend, 23.02.2012, in Frau Kunterbunts Lädchen.

 

Und jetzt geht´s zu den echten süßen Sachen, denn ein Geburtstagskuchen muss gebacken werden.

 

Der letzte Schnee ist weggetaut, neuer ist nicht angekündigt und deshalb stelle ich mich hiermit auf den Frühling ein. Dieser möge bitte jetzt sofort dann auch kommen, mit Sonne, Wärme und Vogelgezwitscher. Im Garten blühen die ersten Krokusse, aber wir sind hier ja immer ein bißchen früher. Nur kein Neid.

Im Frühling marschiere ich traditionell (und von der Familie gefürchtet) durch die Grüne Villa, schaue prüfend in Deckenwinkel und fordere Sauberkeit, neue Farben, neue Vorhänge, einmal kurz Umräumen bitte und “raus mit dem Wintermuff!” Meistens beginne ich in der Küche.

Die Glastüren des alten Küchenschrankes in der Küche der Grünen Villa bekommt einmal im Jahr neue Vorhänge. Nicht weil ich das Geschirr dahinter verstecken müsste, sondern weil das halt so hübsch aussieht. Und weil der Schrank stets so zugerumpelt ist und an den Schranktüren immer eine Menge Postkarten und Bilder klemmen (anfang des Jahres wird immer geleert und trotzdem sammelt sich da eine Menge), dachte ich, dass ein neutrales, graues Leinen etwas Ruhe ins Bild bringt.

Unglücklicherweise ist das nicht so, wahrscheinlich müsste ich das Gerümpel auf dem Schrank mal wegräumen, aber ich kann mich doch so schwer trennen.
Einfarbig grau sind sie übrigens nicht, die Vorhänge, aber das dachten Sie sich wahrscheinlich schon. Mal näher rangehen?


Sind diese Hasen nicht hasallerliebst? Frau Rieger hat pünktlich zur Ostervorbereitungszeit mal wieder gezeigt, dass sie einfach die allerschönten Hasen zeichnen kann. (neben den allerschönsten Schweinen, natürlich!) Morgen, am 16.02.12, wird es die Stickdatei “Liebling Langohr” in ihrem Shop geben.

Nach dem vielen Grau in der Küche, lebte ich mich bunt im Nähzimmer aus. Es entstanden drei Taschen (nach dem AllesDrin-Schnitt, den ich ein bißchen verkleinert habe), alle drei aus dem heißgeliebten Samt, den es in diesen Farben nicht mehr im blaugelben Möbelhaus gibt:

 

(click! auf das Bild zeigt´s detailierter)

Der Hase auf der Schnecke ist mein absoluter Favorit!
(und falls Sie fragen wollen: die Taschen gibt es auf dem Frühlingsmarkt in Hechtsheim, vorher kann ich die nicht verkaufen, sonst kriege ich meinen Tisch nicht voll)

Danke, Frau Rieger, dass ich probesticken durfte, für die Motivation und Inspiration!

zusammengefasst.

29. Januar 2012

Mitgebracht aus der großen Stadt (auf speziellen Wunsch der Lieblingsschwester):

Schön bunt, aber eher ungenießbar. (zum Glück gab´s noch Philadelphiatorte und Splitterkuchen, Lieblingskuchen für den heimgekehrten Sohn)

 

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Eine volle Handyspeicherkarte voller Bilder und jede Menge Erinnerungen an den ersten Teil des Praktikums. Schade, dass es nur eine Woche dauerte, so der Sohn. (und der Herr Reich-Ranicki hat ihn nachhaltig beeindruckt. Werde ihm mal die Biographie zum Lesen geben)

Morgen und den Rest der Woche ist er im Wahlkreis mit ihm unterwegs.

 

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Der Franz? Bitte sehr. Wächst und gedeiht. Ist größer als der dicke Martin, aber schlanker. Und übernächste Woche wird er seiner Männlichkeit beraubt, damit uns keine Alimenteforderungen ins Haus flattern.

 

Ungestüm ist er, frech und völlig furchtlos. Unbelehrbar, verspielt, verschmust und absolut hinreissend.

Das Bild entstand heute abend, als Beweis dafür, dass das Katertier wirklich ausreichend und gut ernährt wird. Hier: Rinderhackfleisch. Mit rundem Bauch wohlig schnurrend lag das Katerchen nach dem Fressen unter der Fleecedecke auf dem Sofa. Und zwei Stunden später jagte ich ihn vom Tisch, wo er die Reste der Lasagne annagte. Nein, Würmer hat er nicht. Er frisst und wächst und frisst und wächst. Und er frisst alles was er kriegen kann, gerne Salat und Äpfel, am Liebsten Käse und Käsekuchen und so bald man sich zudeckt, mit Decke oder Deckbett, zupft und zurrt er so lange an Decke oder Deckbett herum, bis man eine Ecke anhebt und ihn darunterschlüpfen lässt. Nach dreiminütigem Schnurren und Räkeln geht dann das wilde Tier mit ihm durch, was mit Krallen in menschlichem Fleisch endet. Erinnert ein bißchen an die Zeit, als das Sonntagmorgenkuscheln mit den Kindern zum Kampfschmusen mutierte.

Er passt hier ganz wunderbar rein, nicht nur weil ihn seine Fellfarbe so wunderbar auf dem Parkett tarnt.
Der dicke Martin hat beim Tierarzt Blut gelassen, er ist kerngesund. Ausserdem wiegt er stattliche 5,75 Kilo (Franz etwa die Hälfte), was ihn durchaus korpulent wirken lässt, denn er ist ein kleiner Kater. Aber alles im Rahmen, bildhübsch sei er, meint die Tierärztin und das finden wir auch. Und deshalb verziehen wir auch die Panikkacke in der Katzentransportbox auf dem Heimweg. Von beiden Katern, in zwei Boxen. Nase zu und durch.

Mehr CatContent gibt´s nicht, es ist einfach viel zu friedlich hier :)

 

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Am Samstag wollte ich effizient arbeiten und drei Taschen gleichzeitig, Schritt für Schritt nähen. Etwa zehn Nähschnitte pro Tasche hatte ich geplant. Als ich bei der ersten fast fertigen Tasche zu Schritt zehn ansetzte, stellte ich fest dass ich bei allen drei Taschen Schritt zwei übersprungen hatte.

Heute saß ich drei Stunden im Nähzimmer, um bei drei Taschen etliche Ecken wieder aufzutrennen und mit viel Gefuddel und Verrenkung die fehlenden Nähte einzusetzen.

Das muss ich noch üben, das effiziente Arbeiten. Immerhin habe ich Geduld und Beherrschung trainiert.

Neues, Altes und Gesticktes

19. Januar 2012

Nachdem sie zwei Jahre lang mit ruckelnder Maschine vom Discounter schimpfend genäht hat, kurz ihr Glück mit einer aus gute Grund von mir abgelegten Maschine versucht hat … Oma Eis hat jede Menge Plätzchen für den Weihnachtsmarkt gebacken, viele Taschen genäht und unzählige Wendeöffnungen geschlossen. Vom Verkaufserlös hat sie sich heute eine Nähmaschine gekauft. Reduziert, weil Auslaufmodell, eine Pfaff Expression 2028, falls Sie neugierig sind.

Ich freue mich sehr für sie, schnurrende Maschinen sind etwas Feines. Gut näh!

 

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Und weil wir heute gerade im Pfaffladen waren, fragte ich nach einer Karte für meine Stickmaschine. Meine Stickmaschine ist nämlich ein nahezu vorsintflutliches Modell aus einer Zeit, als zwar jede Menge Geräte mit USB- Anschlüssen gab, diese Technologie aber noch nicht bei den Nähaschineningeneuren angekommen war. Deshalb gibt es zu meiner Stickmaschine ein schickes Kästchen, das man an den Computer, der mit der Sticksoftware gefüttert ist, anhängt. Die Speicherkarte wird dann in das Kästchen gesteckt, die gewünschten Stickmotive werden darauf gespeichert und die Karte anschließend aus dem Kästchen entfernt. Und in die Stickaschine gesteckt. Viel Bewegung, viel Reibung und besonders in den letzten Monaten viel hin und her mit dem Ergebnis, dass sich das Kontaktfeld mit dem Chip schnell abwetzt. Das hat zur Folge, dass die Karte nicht mehr gelesen oder beschriftet werden kann. Ist seit ich die Stickmaschine habe schon dreimal passiert, aber Ersatzkarten gab´s ja und ich habe zähneknirschend investiert.

Heute habe ich erfahren, dass es die Karten wohl nicht mehr allzu lange geben wird. Logisch. Auch die Pfaff-Stickmaschinen sind im USB-Zeitalter angekommen. Das heisst jetzt für mich, dass ich mir einen kleinen Vorrat an Karten zulegen muss, was beim Kaufpreis von fast 70,- Euro (ich muss mal recherchieren, ob´s die im www nicht irgendwo günstiger gibt) kein Vergnügen ist. (und ich muss mal in die alten Rechnungen schauen, denn ich glaube, soviel habe ich bisher für die Karten nicht bezahlt) Das Ganze ist doppelt und dreifach ärgerlich, denn meine Stickmaschine funktioniert hervorragend. Ich habe also keinen Bedarf, eine neue Maschine zu kaufen, egal von welcher Marke. (sollte das dann doch nötig sein, wird es wohl keine von Pfaff mehr werden, schweren Herzens, denn Pfaff stellt nur kombinierte Näh/Stickmaschinen her und das brauche ich nun wirklich nicht mehr. Ausserdem kostet das derzeit billigste Schnuckelchen deutlich vierstellig und auch dafür habe ich keinen Bedarf.

Ich bin heute, ganz im Gegenteil zu Oma Eis, äusserst gefrustet aus dem Laden marschiert.

 

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Ein Leben ohne Stickmaschine ist möglich, aber es macht nicht soviel Spaß. Weil …

… ich dann keinen Grund hätte, mich vor dem Spiegel zu verrenken. Zeigen wollte ich Ihnen, wie ich aus meinem eher faden ökobiosupersauberundfairem Shirt ein hübsches Einzelstück geacht habe.

Oder wie aus dem alten Breitcord in eher undefiniertem Grauton, (den mir der Vater der Freundin, die nie Zeit hat überlassen hat) ein paar Stoffrestchen und Samtband …

… ein unentbehrliches Reissverschlusstäschchen wird, in dem man/frau all die Dinge mit sich herumschleppen kann, die absolut unentbehrlich sind. Da findet sich immer was. Reissverschlusstäschchen sind wie Tupperschüsseln. Notfalls kauft man sich halt was, das man in das Täschchen stopfen kann.

 

Frau Rieger hat die Riege der angezogenen Tierchen erweitert. Ausser den hier gezeigten Viechern in Kleidern gibt es auch noch ein allerliebstes Tapir. Und ein Äffchen. Und eine Maus.

Alle Stickdateien aus der Serie “Dressed up” ab heute in ihrem Shop. (Danke, dass ich probesticken durfte!)