Schmusemonster

9. Februar 2015

“Schmusemonster” ist ein ziemlich doofer Titel für ein Buch

aber als ich es in Händen hielt und durchblätterte, musste ich es unbedingt haben.

Monster gibt es darin keine, dafür aber “Christoph, das Krokodil”

oder “Werner, der Welpe”.

Nicht nur dass ich eine Schwäche für leicht zu nähende Stofftiere habe, mit Alliterationen kriegt man mich auch immer. Und so warten “Erich, der Esel”, “Kerstin, das Küken”, “Dörte, das Dächschen” und viele mehr – insgesamt 50 (!) Tierchen – darauf, genäht zu werden. Perfekte Stoffresteverwertung, übrigens.

Gekauft habe ich das Buch heute bei Aldi Süd.

Für diese Werbung bekomme ich übrigens gar nichts, für andere, die ich hier im Blog ab und zu mache, schon. Und das empörte schon die eine oder andere Leserin. Deswegen freue ich mich sehr, dass es bei Gourmet Guerilla eine Aufstellung “Was ein Blog im Monat so kostet. Und warum die Leser das wissen sollten.” gibt. Bei mir ist es weniger, aufwändige Bildbearbeitung betreibe ich nun ja nicht. Trotzdem. Lesenswert!

#igersmeetup_mainz

7. Februar 2015

Nina hatte vor einigen Wochen Instagrammer aus Mainz und der Region zu einem Treffen eingeladen. Ich war zunächst sehr enthusiastisch und sagte zu, doch je näher der Termin rückte, desto unsicherer wurde ich. Fremde Menschen in einer mir fremder Kneipe, da bin ich eher ein Schisser. Und als es um die endgültige Anmeldung ging, ließ ich es sein.
“Fahren wir jetzt zu diesem Treffen?”, fragte Mme Ouvrage und dann hatte ich doch wieder Lust und Mut, denn zusammen mit Mme Ouvrage und Herrn Skizzenblog hatte ich gleich zwei Menschen an meiner Seite, die ich mag und gut kenne.
Wir fuhren nach Mainz, über eine Stunde später, als Veranstaltungsbeginn. (Dieser war mit 18:00 Uhr für Berufstätige auch ein bißchen arg früh gesetzt.)
Im “Wildes Leben” war für die Instagrammenschen reserviert, an der Tür prangte das Schild “geschlossene Gesellschaft”. Wir wagten uns dennoch hinein und wurden nicht gleich wieder rausgeschmissen, im Gegenteil. Man begrüßte uns freundlich. Ich kannte niemanden, aber das ist nun auch nicht sehr verwunderlich, mein Personengedächtnis ist eher unterentwickelt. Bei genaueren Umsehen stellte ich fest, dass ich sehr viel älter als die meisten der Anwesenden war. Studenten und/oder junge Eltern. Gefährlich sah keiner aus, nett und interessiert waren sie alle, ich schwätzte ein kleines Bißchen quer und fand mich schließlich doch wieder neben Mme Ouvrage in einer Ecke. Ich kann diesen unbeschwerten Smalltalk mit Fremden einfach nicht und beobachte da immer mit höchster Bewunderung Herrn Skizzenblog, der sich einfach mit jedem eloquent unterhalten kann.
Um zehn Uhr endete die Veranstaltung und das war ok.
Daheim schaute ich mir die Profile der “Dortgewesenen” und wusste schon nicht mehr, mit wem ich mich unterhalten hatte. Sollte dieses Treffen wiederholt werden … mal schauen, ob ich hingehe.
Im Grunde genommen sehe ich wohl nicht so recht den Sinn darin – aber immerhin kann ich jetzt mitreden.

Dank dieses Treffens bin ich nun aber doch endlich auch auf youtube gelandet und habe mit großer Faszination Filmchen von Beautybloggerinnen angesehen. Zwanzig Minuten lang und gespickt mit sehr vielen “cool”, “toll” und “ähm” hat eine junge Frau erzählt, was sie im Drogeriemarkt eingekauft hat. Jedes Produkt wurde in die Kamera gehalten: “Und dann habe ich mir noch so eine Zahnbürste gekauft und ähm ja sie ist voll toll, die nutze ich eigentlich immer, das ähm, ja, das ist ein echt cooles Produkt und auch irgendwie gar nicht so teuer.” Die Zugriffe unter diesen Videos erreichen astronomische Höhen und ich frage mich: Wer schaut so etwas? Und warum?
Vielleicht werde ich einfach meinen nächsten Einkauf in einem youtube-Filmchen zeigen: “Ja, ähm, also das hier sind 10 Eier. Die sind in so einer Art Pappverpackung, weil sie auch so ein bißchen, ähm, zerbrechlich sind. Also die Eierschalen, nicht die Verpackung und die Schalen sind ja eigentlich auch eine Verpackung für die Eier. Also das, was drin ist. Ich nutze die eigentlich ganz gerne so zum Kochen oder halt auch zum Backen und ich finde, das ist ein ganz tolles Produkt und das gibt es ja auch in Bio. Ähm, ja. Dann hab ich noch Äpfel gekauft, die zeige ich euch hier mal, die sind so rund irgendwie … Blablablaaaa.”

Das wird sicherlich der Oberknaller.

WMDEDGT? 01/15

5. Januar 2015

Frau Brüllen fragt auch in diesem Jahr wieder: was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Heute nicht viel, denn es sind noch Ferien. Jedenfalls für die Tochter und den Jüngsten. Der beste Vater meiner Kinder und der Große verließen das Haus früh.

Ich ließ die Ferienkinder schlafen, räumte auf und stieg rasch unter die Dusche. Um zehn Uhr kam Oma Eis mit Brötchen und dem Rezept von GermknödelnSchmerkipferl. Die backen wir demnächst dann zusammen.

Die Tochter und der Jüngste gesellten sich zu uns und wir frühstückten gemütlich, danach zogen wir uns zu viert ins Nähzimmer zurück. Oma Eis und ich planten künftige Arbeiten und Märkte, der Jüngste und die Tochter lasen.

Und weil Sie nachfragten:

Das Kästchen auf meinem Regal, aus dem die Bänder so ordentlich heraushängen, ist auch ein CD-Regal aus dem blaugelben Möbelhaus (ich weiß allerdings nicht, ob es as noch gibt). Die “CD-Fächer” führen die Bänderrollen, in die Mitte der Bänderrollen habe ich Rundholz zur zusätzlichen Stabilisierung gesteckt.

Als es im Nähzimmer nichts mehr zu planen gab, spazierten wir in strahlendem Sonnenschein zu Erni&Illi, um die nicht verkauften Weihnachtssterne abzuholen und einen Kaffee zu trinken. Wir trafen Herrn Skizzenblog und Mme Ouvrage und hatten Zeit für ein wunderbares Schwätzchen.

Mittags verabschiedete sich Oma Eis, wir aßen und verteilten uns danach in verschiedene Zimmer. Ich telefonierte mit der Werkstatt in der meine Nähdiva mal wieder weilt. Einen Tag vor Heilig Abend und exakt mit Fertigstellung des allerletzten Weihnachtsgeschenkes zeigte sie mir nämlich ein neues Warnsymbol im Display und die Bedienungsanleitung half nicht weiter. Wir brachten sie also nach Mainz in den Pfaffladen, wo ich erst sehr darauf beharren musste, dass mir NICHT das Symbol für eine bald leere Unterfadenspule angezeigt wurde. Als ich den Fehler demonstrierte, hatte ich diese kurze Sekunde, in der ich fest davon überzeugt war, dass die Maschine wieder einwandfrei funktionieren und mir Unfähigkeit unterstellt würde. Nichts war in Ordnung und der Techniker erklärte, diese Meldung habe er noch nie gesehen. Tja. Die verlängerte Garantie der Maschine ist gerade abgelaufen und ein bißchen sauer bin ich schon, dass dieser Maschinentyp so anfällig ist. Zwei Wochen nach Neuanschaffung damals musste sie schon ausgetauscht werden, jetzt ist die Steuerung kaputt. Der Spaß kostet mich 120,-€. Hurra. Und weil Sie es vielleicht wissen wollen: die Nähdiva ist eine Smarter C1100 Pro von Pfaff und wenn sie läuft, dann möchte ich sie gegen keine andere Maschine tauschen. Aber sie ist eben eine Diva, besteht stets auf passenden Unterfaden, schluckt eine Menge Öl und mag es nicht, wenn die Nadel ein bißchen stumpf ist. Am Donnerstag kommt sie wieder heim und ich bin wirklich gespannt, welche Überraschungen sie noch für mich bereit hält.

Ich befreite das Haus von der Weihnachtsdekoration. Wie immer mit einem Gemisch aus Wehmut und Erleichterung und dem Vorsatz, das nächste Mal nicht so viel Geraffel zu verteilen. (in elf Monaten denke ich da nicht mehr dran) Viele, viele Weihnachtskarten (Danke dafür!) steckten an den Scheiben des alten Küchenschrankes, jetzt sieht er sehr kahl und traurig aus. Bis zum nächsten Advent werden sich dort wieder Urlaubsgrußkarten sammeln. Im Laufe der nächsten Tage werden Weihnachtsstern und Amaryllis verblühen, dann ist Weihnachten endgültig vorbei.

Nach der Räumerei zog ich die Betten ab, wischte und saugte Staub im Schlafzimmer und verräumte einige Körbe Wäsche.

Der beste Vater meiner Kinder kam heim, wir tauschten Neuigkeiten aus und für heute erkläre ich den Tag beendet, meine Erkältung und ich wollen das so.

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Nicht erwähnt, aber stattgefunden: jede Menge Interaktion mit den Kindelein, dem Kater und diversen Menschen, die heute anriefen. Ansonsten natürlich Luxusleben.

 

 

Neues aus der Straße!

1. Oktober 2014

Vielleicht wurde unser Haus und die Häuser der Nachbarn auf einem alten Indianerfriedhof gebaut. Oder ein böser Geist spukt und sorgt dafür, dass immer irgendwer mit irgendjemanden Streit haben muss? Aktuell sieht es so aus, dass der eine Nachbarn den anderen Nachbarn mit eher unschönen Titeln belegt, weil dieser das Ordnungsamt verständigt hat. Seine Ausfahrt sei stets zugeparkt oder doch so beeinträchtigt, dass es schwierig ist, mit dem Auto hineinzufahren. “Wer nicht Autofahren kann, soll es lassen …”, mault der eine, “Halt die Klappe!”, schimpft der andere und letztlich nennen sie sich gegenseitig Arschloch und die Harmonie, die aus dem Schulterschluss gegen die wirklich schrägen Nachbarn gewachsen war, verpufft.

Die Beamten des Ordnungsamtes rückten mit Zollstöcken und Kamera bewaffnet an und gaben dem einen Nachbarn Recht: die Ausfahrt muss natürlich frei bleiben. Obendrein stellten sie fest, dass unsere Straße tatsächlich sehr schmal ist. Mit dem pikanten Ergebniss, dass nun niemand mehr dort parken darf. Wir also auch nicht.

Das ist – schade. Doppelt schade, weil es nicht so sehr schlimm wäre, ein paar Schritte zu gehen, gäbe es denn Parkmöglichkeiten _irgendwo_. Dreifach schade, weil die parkenden Autos wie eine Verkehrsberuhigung wirkten und sehr gut verhinderten, dass die Straße bergab zur Rennstrecke wurde.

Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird und tatsächlich besteht der größte Teil von Nierstein aus eher engen Straßen, in denen Anlieger irgendwie, irgendwo parken müssen. Wir warten also erstmal ab. Die beiden Nachbarn aber … die haben sich jetzt so richtig schön in der Wolle und ich fasse es einfach nicht, dass der eine nicht erst mal freundlich hätte klingeln und nachfragen können und dass der andere direkt in die unterste Beschimpfungsschublade greifen muss. Offensichtlich darf es immer nur ein gewisses Maß an Harmonie und friedlichem Miteinander geben, sonst wird es irgendwie langweilig.

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Neu und für Gartenliebhaber bestimmt nicht langweilig ist das Blog der Gärtnerinnen!

Zusammen mit Vanessa Giese, der reizenden Betreiberin des Kännchencafés, schreibe ich dort über die Lust und Last des Gärtnerns, über die Ernte und was man damit anstellen kann, über Gartenträume und die harte Realität.

Schauen Sie mal rein und folgen Sie uns gerne auf allen Kanälen!

Und beachten Sie bitte besonders die wunderbaren Gemüsezeichnungen! Die (und das ganze Design) stammen aus der Feder von Herrn Skizzenblog. Danke <3

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Für das Wochenende nähme ich dann gerne eine schön-Wetter-Bestellung für den Großraum Lac de Geradmèr und Munster, wir wollen dort mit Freunden wandern. Eine weitere schön-Wetter-Bestellung gebe ich für das Wochenende vom 17.-19.10. auf, denn dann findet das Federkuchenfest (Federweißer und Zwiebelkuchen) samt seiner drumherum platzierten Aktivitäten in der Grünen Villa statt. Das macht bei Sonnenschein einfach viel mehr Spaß! Und wenn ich schon dabei bin: auch die Zeit nach dem Federkuchenfest darf wenigstens trocken sein, denn dann rücken Maler und Dachdecker an!

Vom Internet ins Elsass

29. Juni 2014

Vor einigen Jahren lud ich meine Blogleser zu einer Gartenparty auf den Ländereien der Grünen Villa ein. Zahlreiche Gäste erschienen, viele von ihnen kannte ich nur von den Kommenaren, die sie mir unter meine Blogartikel schrieben. Viele der Kontakte von damals bestehen nicht mehr, denn Menschen entwickeln sich auseinander. Manche “traf” ich an anderen Stellen im Internet wieder und einige sind echte Freunde geworden. Dieses böse, anonyme Internet hat mir drei Freundinnen geschenkt, mit denen ich mal wieder eine wunderbare Zeit erbracht habe, diesmal im Elsass.

In Gérardmer hatten wir ein reizendes kleines Ferienhäuschen gemietet, trotz einiger Verständigungsprobleme bekamen wir die Schlüssel dafür überreicht. (keine von uns spricht gut Französisch, die Vermieter dafür weder Englisch noch Deutsch.)

Géradmer ist nicht wahnsinnig hübsch und charmant, liegt aber an einem großen See, zu dem wir am ersten Nachmittag spazierten.

Es sah aus wie Urlaub und es fühlte sich so an. Rundum perfekt, samt Sekt später auf der Terrasse des Ferienhäuschens.

Allzu spät durften wir nicht ins Bett, denn um acht Uhr am nächsten Morgen wollte ich mit der Klecksefrau zusammen auf dem Wanderweg zur Col de la Schucht stehen.

Offensichtlich hatte ich ihr lange genug von der Schönheit dieses Weges vorgeschwärmt. Dass ich nicht übertrieben habe … davon konnte sich sich dann selbst überzeugen.

Hier kurz vor dem Hohneck mit Blick auf den Lac Verte im Tal unten.

Wir sahen Kletterer am Kletterfelsen, jede Menge leider noch unreife Blaubeeren und ein Herde Gemsen. Das Wetter war uns hold, ein feiner Wind pustete uns den Aufstiegsschweiß aus dem Gesicht und da wir am Freitag wanderten, trafen wir nur sehr wenige andere Wanderer.

Etwa auf der Hälfte des Weges liegt die Ferme Auberge “Frankenthal” und ich empfehle, dort unbedingt Rast zu machen. Einmal um sich für den anstehenden Anstieg fit zu machen und dann natürlich auch, weil die Gastleute ungemein freundlich sind, der Kaffee schmeckt und die Umgebung der Ferme Auberge wildromantisch ist.

Ich habe Ihnen schon oft von der Col de la Schlucht vorgeschwärmt, weswegen ich das diesmal nicht tue. Vielleicht übernimmt das dann ja die Klecksefrau in ihrem Blog,

sie hat einige Bilder geknippst. :)

Sechs Stunden waren wir unterwegs, mit einigen Fotografier- und Bergauf-Verschnaufpausen. Am nächsten tTg erzählten uns unsere Muskeln in den Beinen, dass sie gerne ein wenig Ruhe hätten, Frau Knie keifte ziemlich herum. Egal. Wandern ist toll, noch toller ist es, wenn man den gleichen Rhythmus wie der Mitwanderer hat.

Am Samstag bummelten wir durch Colmar, stöberten in entzückenden Geschäften und verzehrten den weltbesten Flammkuchen. Hier meiner mit ziemlich viel, ziemlich stinkigem und trotzdem sehr leckerem Munsterkase:

Aux Armes de Colmar heißt das kleine Restaurant und Sie finden es in einer Nebenstraße. Hingehen lohnt sich und wenn Sie Ihren Salat nicht aufessen, wird der Wirt sie ein bißchen rügen. Leider waren wir zu satt für den Nachtisch, denn der sah sehr, sehr köstlich aus.

Am Abend saßen wir lange schwätzend und lachend zusammen, heute morgen reisten wir wieder ab.

So ein Wochenende verfliegt ziemlich schnell, aber  zum Glück habe ich ja jede Menge Erinnerungen an dieses feine Wochenende.

(das obligatorische Vierer-Selfie im Ferienhaus mit der Klecksefrau, Little MaryJo und Tante Liesbet. <3)