heute: 10 von 12,

12. September 2016

denn Kopfschmerz und Müdigkeit wollen, dass der Tag jetzt endet. (normalerweise sind es 12 Bilder am 12. eines jeden Monats, gesammelt von Caro Kännchen)

Zwölf Bilder, die meinen Tag beschreiben, hätte ich vermutlich voll bekommen, wenn ich nicht zu spät das Datum beachtet hätte.


Und so zeigt ist das erste Bild direkt ein 3in1-Bild: Morgenkaffee, das Wanderspiegelbild und obendrein das morgenliche Chaos in der Küche, weil die Spülmaschine gestern abend voll war und niemand zum Handspülen Lust hatte. 

Ich wurde rechtzeitig fertig bis Oma Eis zu unserer Montagsverabredung erschien. Wir brachen zur Hunderunde auf.


Das Licht und der Reifegrad der Trauben (lecker!) sprechen für Herbst, die Temperatur hingegen brüllt Hochsommer. Morgen früh muss ich eine Stunde früher los, um im Kühlen unterwegs zu sein.

Auf der Terrasse ließ es sich noch gut aushalten, wir frühstückten gemütlich –


und widmeten uns hinterher dem nahenden Weihnachtsgeschäft im Weltladen. Schokonikoläuse, Spekulatius, Pfeffernüsse und Lebkuchen liegen schon im Lager und warten auf den ersten Advent (wir verweigern den Verkauf von Lebkuchen ab August). 


Jetzt muss weihnachtliches Handwerk bestellt werden, Krippen, Filzwichtel, Glaskugeln und anderes Schnickeldi. Wir planten grob die Schaufenstergestaltung für die Adventszeit und dann war die 30 Grad-Marke am Thermometer geknackt und das Weihnachtsthema wurde noch surrealer. 

Oma Eis verabschiedete sich und ich ging ins Nähzimmer, weil – schon wieder Weihnachten – der Weihnachtsmarkt vor der Tür steht.


Noch weiß ich nicht genau, was ich mit den Federn mache, aber ich habe eine vage Idee. (die Stickdatei heißt „Fly Feather“, sie ist bei Kunterbuntdesign erhältlich.)

Während die alte Stickmaschine ächzte und keuchte (und mir zeigen wollte, dass sie doch eigentlich noch gut in Schuss ist und ich die neue Maschine, die morgen geliefert wird (!!) doch gar nicht brauche ..), gab es für mich Kaffee und noch ein Stück des Fallobststreusels von gestern.


Ich schnitt jede Menge Stoff für jede Menge Wartturmtäschchen zu, suchte passende Reissverschlüsse und Webbänder dazu und hatte dann keine Lust mehr zum Nähen. Erfahrungsgemäß sollte ich mich dann nicht zum Nähen zwingen, weil ich dann reinen Ausschuss produziere. Stattdessen räumte ich ein bißchen hin und her, stickte weitere Federn und freute mich, als nach und nach die Männer der Familie eintrudelten.

Weil ich in den nächsten Tagen etwas über Pausenbrote blogge (inklusive einem Werbelink und hoffentlich angemessener Kritik), nutzte ich die Brotdosensituation in der Küche für Bildmaterial, das den Artikel auflockern und/oder veranschaulichen soll.

Und weil es um gesunde Pausenbrote gehen soll und ich zufällig einen Apfel essen wollte UND weil mir so nostalgisch zumute war, gab es einen Zauberapfel!


Keine Bilder gibt es vom Duschen, lediglich das Abendessen lässt sich noch zeigen.


Ofengemüse mit Kartoffeln und Schafskäse! Könnte es meinetwegen täglich geben. (und muss es noch oft geben, weil wir vieleviele Kartoffeln geerntet haben)

Nach dem Essen noch mal rasch die App gestartet und siehe da:


Ungeziefer auf der Terrasse.

Und weil die Kopfschmerzen nun heftiger werden, stellen Sie sich bitte die beiden fehlenden Bilder vor. Ich dachte an ein Zahnputzselfie mit witzigen Zahnpastaspritzern am Spiegel und ein stimmungsvolles Bild, samt intellektueller Lektüre an hübscher Bettwäsche.

Schlafenszeit, gute Nacht!

12 von 12 im August

12. August 2016

12 Bilder am 12. eines jeden Monats, hier gesammelt.

Der gar nicht mehr so kleine Hund ist ein zuverlässiger Wecker, spätestens um sechs Uhr will Lola aufstehen, frühstücken und auf dem Sofa bis acht weiterschlafen. Ich hätte heute ausschlafen dürfen, weil der beste Vater meiner Kinder die Hunderunde mit seiner Laufrunde verband, aber ich war halt wach.


Ich genoss den ersten Kaffee gemütlich im Bett und plante grob das Tagesprogramm.


Kurz war ich in Versuchung wieder unter das kuschelige Deckbett zu kriechen. Draußen war Herbst. Grau, leichter Regen und deutlich unter meiner Wohlfühltemperatur. Ich kramte also die Herbstklamotten aus dem Schrank und stellte erfreut fest: passen noch :)


Hund und Gatte waren weg, Tochter und Jüngster schliefen noch, ich könnte ungestört die Küche verwüsten. Die Tochter hatte für den Abend ihr Freundinnenverabschiedungsfest geplant und wenn schon das Wetter nicht recht mitspielen wollte, sollte es wenigstens viele Köstlichkeiten geben.


Die herzhaften Polentamuffins waren im Ofen und ich widmete mich meinem derzeitigen Lieblingsfrühstück: Porrigde mit ein bißchen Mascobado. Dazu Tee und Obst. Macht mich warm, satt und glücklich.

Die Kindelein krochen aus ihren Betten, frühstückten ebenfalls und erledigten mit mir den Wochenendeinkauf.


Das Wetter war mittlerweile so fies, dass ich um das Abschiedsfest im Rosa Gartenhüttchen bangte. Trotzdem kauften wir einige Sorten sehr merkwürdige Biermischungen, außerdem Chips und Süßigkeiten, damit der Jüngste im Zeltlager nicht verhungert.


Daheim kosteten wir einen Polentamuffin. Der Jüngste war nicht allzu begeistert, verbarg dies aber höflich. Wir anderen waren sehr angetan und somit kommt das Rezept (aus dem roten Backbuch von Frau Barcomi) in die „kann man wieder machen“-Sammlung.


Gestärkt starteten die Tochter und ich den nächsten Versuch die Küche komplett einzusauen. Mit flüssiger Schokolade klappt das wirklich hervorragend, denn so schnell wie sie überall hintropft, kann man sie sich gar nicht von den Fingern lecken.

Nach dem Reinigen von Arbeitsflächen, Ober- und Unterschränken, dem Boden und dem empörten Hund beschloss ich, dass es allerhöchste Zeit für eine Pause im Nähzimmer sei. Nur fünf Minuten dort die Beine hochlegen, sagte ich mir und erwachte eine Stunde später. Passiert halt.


Mittlerweile war es heller geworden und beinahe warm. Ich trank einen Kaffee, aß ein Stück des fluffig-leichten Brownies und besprach dann mit der Tochter den weiteren Ablauf.


Im Rosa Gartenhüttchen musste aufgeräumt und ein bißchen dekoriert werden, der Weg dorthin begehbar gemacht werden. Während der Jüngste kehrte und ich für zauberhafte Blumendeko sorgte, sammelte die Tochter zwei Eimer Fallobst auf.


Kurz bevor die Gäste eintrafen, richteten wir die leckeren Schweinereien, die wir gezaubert hatten. Nicht im Bild der Dipp für die Tacos, der war noch im Ofen. Außerdem ebenfalls nicht im Bild die vielen Köstlichkeiten, die die Gäste mitbrachten. Wir werden in nächster Zeit nicht hungern müssen.


Jetzt sitzen diese reizenden jungen Frauen in meinem Rosa Gartenhüttchen, kichern und verabschieden die eine. Morgen treffen sie sich wieder, diesmal zum Brunch bei Marie, die ebenfalls verabschiedet wird.


Der Jüngste verschwand in seinem Zimmer und wir genießen es, dass die Sonne zum Tagesende doch noch herauskam. Und dass wir uns ziemlich gern haben.

12 von 12, verspätet

13. Juli 2016

12 Bilder am 12. eines jeden Monats, hier gesammelt. 

Der Niersteiner Weltladen wurde saniert/renoviert und neu möbliert. Das Einräumen und Dekorieren des Ladens lag und liegt in meinen Händen, seit Montag bin ich damit beschäftigt. (deswegen auch die Verspätung)

Der Tag begann wie die meisten Tage mit einer Tasse Kaffee im Bett.

Die Mückenplage ist in diesem Jahr wieder sehr groß. Ich versuche das gemeine Mückensirren vor dem Einschlafen und das noch gemeinere Jucken der vielen Stiche zu ignorieren – es fällt mir schwer. Außerdem macht es mich irrational wütend, dass man abends nicht draußen sitzen kann. Oder tagsüber im Weltladen arbeiten möchte, denn auch dort wimmelt es von Stechmücken. Deshalb musste ich nach dem #wanderspiegel – Bild 


und einer kurzen Runde durch den Garten zu diesem Mittel greifen:


Ich mag es nicht, doch es ist das Mittel, das mir am Besten hilft. Oma Eis schwört auf eine Mischung aus Olivenöl und Nelken, die aber nicht nur Stechmücken sondern auch mich abhält, sie verursacht mir Brechreiz.

Ich schwang mich aufs Rad und war kurze Zeit später vor Weltladen.


Weder von außen noch von innen war der Laden besonders einladend,


sehr viel Arbeit wartete auf Oma Eis und mich. Grund genug, erstmal im Chaos zu frühstücken.


Ein paar Stunden später, nach einer Menge Hin- und Herräumerei, Staubwischerei und Etikettenschreiberei sah es fast perfekt aus!

Die Lebensmittel fein säuberlich aufgereiht auf der einen Seite,


Handwerk, Geschirr und Schnickeldi hübsch dekoriert auf der anderen Seite. Heute kamen noch drei weitere sehr große Pakete voller Handwerk, weswegen ich die Regale größtenteils nochmal umräumen musste. Tja.

Am späten Nachmittag beendeten wir das Einräumen vorerst und aus einem „daheim lege ich ganz kurz die Beine hoch“ wurde ein „huch, eine Stunde tief und fest geschlafen.“ (ich schlafe nachts sehr, sehr schlecht im Moment, vermutlich gab es da Nachholbedarf.)

Jetzt aber zackzack. Der gar nicht mehr so kleine Hund verlangte nach der abendlichen Hunderunde,


der Garten braucht Wasser. 


Das Gemüse sieht relativ zufrieden aus, die Blumen bräuchten mehr Wasser. Doch da ich jeden Liter mühsam aus der Erde pumpen muss, setze ich da Prioritäten und baue auf Regenschauer für die Blumen.

Nach dem Gießen in #ernelsgarten, waren noch die Ländereien zu versorgen. 


Der Salat im Hochbeet schießt, schmeckt aber prima. Leider nicht zur geplanten Pizza, da sich der Lieblingsitaliener im Urlaub befindet und die Alternative Dienstags Ruhetag hat. So gab es eben nur gebackene Nudeln auf dem Sofa (und Salat dazu).


Außerdem begann es zu regnen und das war dann ja für die Blumen prima.

Und obendrein noch 12von12, ich darf also ungehemmt Bilder zeigen!

Um sechs Uhr weckte mich prasselnder Regen gegen die Hotelzimmerscheibe. Super. Ich drehte mich um und schlief noch eine Stunde, es regnete immer noch. Wir packten unsere Rucksäcke, die Regenjacken und die neuen Ponchos ganz nach oben, schnell greifbar. Checkten aus, lagerten unseren Koffer ein und gingen frühstücken.

Nach dem Frühstück stellten wir sehr erfreut fest, dass es zwar grau aber trocken war! Mit dem Bus führen wir knapp 45 Minuten zum Marlay Park, dem Startpunkt des Wicklow Way.


In leichtem Nieselregen stiegen wir zuerst an der Straße entlang, später auf einem Schotterweg hoch und immer höher. Bis wir eine wunderbare Aussicht über Dublin hatten!


Es ging noch ein bißchen höher und wieder ein Stückchen runter, es war grün, grün, grün und auf einmal kam die Sonne heraus! Wir liefen und liefen, über Steine und Holzplanken


und als wir plötzlich sehr viel bergab stiegen, merkten wir, dass wir falsch gelaufen waren.


Also wieder zurück und tatsächlich, an der Stelle, an der wir falsch abgebogen waren, gab es einen Wegweiser. Eine Gruppe Wanderer hatte dort gerastet und den Wegweiser verdeckt. Vier Kilometer Umweg!

Aber hey! Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten und wir hielten nun sehr genau nach Wegweisern Ausschau!


Außerdem hätten wir diesen Anblick verpasst, wenn wir keinen Umweg gegangen wären:


Riesige Rhododendren, die einfach so vor sich hinwuchern! Wenn ich da an die mickrigen Exemplare in Niersteiner Vorgärten denke…

Was hier ebenfalls als Hecke wächst, ist etwas, das verdächtig nach Fuchsie aussieht. Ist das so? (bin zu müde zum Recherchieren)


Sie merken es, die Sonne schien noch immer. Manchmal verschwand sie kurz, gerade so lang, dass ein kurzer Schauer niedergehen konnte. Niemals lang oder stark genug, dass sich Regenjacke oder -poncho gelohnt hätten.

Noch ein bißchen Gegend gefällig? Gegend können sie sehr gut, diese Iren!


Und immer wenn man sich an gemütliches Schlendern durch ein liebliches Tal gewöhnt hatte, folgte unweigerlich der harte Aufstieg auf den nächsten Hügel. Unglücklicherweise meist auf hässlichen, gelenkunfreundlichen Schotterwegen. Kurz darf man auf der Kuppe verweilen, bevor es wieder steil bergab geht, hier über große Felsen.


Diese Felsen sind übrigens schuld daran, dass mein Knie – und zwar NICHT das sechsfach geflickte – empört muckt und meckert und sich nicht so recht beugen lassen will. Das wird morgen ziemlich spannend.

Wieder im Tal ging es an einem kleinen Fluß entlang, der eine sehr interessante Färbung hatte. Es gelang mir nicht, diese im Bild festzuhalten, leider. Der Fluß sah aus, als wäre dem Wasser jede Menge Guinness beigemengt. Die Färbung kommt vermutlich durch das Torfmoor am Rande.

Und wieder: diese Gegend!


Das ist beinahe schon schmerzhaft kitschig, mit diesen Schafen!

Der Wegweiser versprach nur noch 400 Meter bis zu unserem B&B, doch er verschwieg, dass diese steil nach oben führten. Und dass irische 400 Meter mindestens 5mal so lang sind. Gerade als ich ein bißchen vor Erschöpfung verzweifeln wollte, hielt neben uns ein Auto, dessen Fahrer uns einen „lift“ anbot. Sehr, sehr gerne ließen wir uns direkt bis vor die Eingangstür unseres Bed&Breakfast fahren.

Unsere Hauswirtin gab uns genau eine halbe Stunde zum Duschen, bevor uns der Hausherr ins Dorf zum Abendessen fuhr.


Nach Fish&Chips und einem leichten, alkoholischen Getränk, ließen wir uns von einem Taxi zurückfahren. Ich gehe heute keinen unnötigen Schritt mehr!


Die morgige Tour ist sehr viel kürzer, nur etwa 17 Kilometer.

Schlafenszeit, gute Nacht!

WMDEDGT im Juni

5. Juni 2016

Frau Brüllen möchte wissen, was ich eigentlich den ganzen Tag mache.

Tja. Derzeit verlaufen meine Tage eigentlich alle gleich: aufstehen, Hunderunde, Garten, Mahlzeiten zubereiten, Garten, Hunderunde, Garten, duschen, auf dem Sofa einschlafen, ins Bett gehen. Heute mit kleinen Variationen, immerhin ist Sonntag.

Der Tag beginnt erst um halb neun! So lange habe ich geschlafen, weil der beste Vater meiner Kinder mit dem gar nicht mehr so kleinen Hund aufstand und ihn zum Joggen mitnahm. Zeit für einen gemütlichen Morgenkaffee und einen hübsch gedeckten Frühstückstisch auf der Terrasse.

juni1

Ich weckte die Söhne und realisierte, dass ich ein Gedeck zu viel auf den Tisch gestellt hatte. Die Tochter weilt derzeit mit ihrer Patentante, meiner allerbesten Freundin, in Lissabon – sie würde wohl nicht an unserem Frühstückstisch sitzen. Tsss. Die Söhne krochen aus ihren Zimmern und wir frühstückten sehr gemütlich und lange zusammen. Danach … wurde es heiß. Und schwül. Das Thermometer knackte die 30°C-Marke und ich wünschte mir Kiemen, weil die Luft feucht und schwer war. Trotzdem: der Garten rief. Die Gemüseabteilung des Gartens sieht derzeit recht gepflegt aus, im Staudenbeet allerdings haben Regen und Sturm Borretsch und Goldmohn niedergedrückt, da muss ich roden. Vorher aber hatte ich eine Idee.

juni2

Der Große half mir, indem er die „ich will diese Dosen irgendwie am Tomatenhäuschen befestigen“ – Idee umsetzte. Drei Löcher in den Dosenboden, damit das Wasser ablaufen kann, ein Loch in die Seite und ein Haken zum Aufhängen:

juni3

Die vielen Ableger meiner Dachwurzen haben somit eine neue Heimat gefunden und das Tomatenhäuschen  wird hübscher. Da kommen sicherlich noch einige Pöttchen und Döschen dazu. Der beste Vater meiner Kinder zieht mich seit Jahren damit auf, dass ich jedes nur mögliche Gefäß mit Dachwurzen bepflanzen würde – er darf recht behalten.

Ich jätete vor mich hin, füllte zwei Grünschnittsäcke mit verblühtem Mohn und diversen Gänsedisteln, doch gegen 14:00 Uhr wurde es so heiß, dass ich es im Garten nicht mehr aushielt. Die perfekte Zeit für eine kleine Siesta. Die Söhne waren irgendwie beschäftigt (bei großen Kindern muss man sich da nicht mehr kümmern), der gar nicht mehr so kleine Hund schlief, der beste Vater meiner Kinder buk Burgerbrötchen – niemand brauchte mich. Ich schlief etwa eine halbe Stunde, bis mich Donner weckte. Unwetterwarnung der Stufe drei für Nierstein. Zeit die Polster von den Terrassenmöbeln zu räumen und das Sonnensegel abzuhängen, außerdem Zeit, mit dem besten Vater meiner Kinder einen Kaffee im Rosa Gartenhüttchen zu trinken und den dunklen Wolken zuzusehen. Als diese immer dichter wurden und es immer bedrohlicher grollte, schnitt ich rasch Salat und Schnittlauch für das Abendessen und knippste noch ein Bild:

juni5

Falls das angekündigte Gewitter tatsächlich Starkregen und Hagel mit sich bringen sollte, wollte ich wenigstens ein Erinnerungsbild an meine üppig blühende Clematis mit dem Rittersporn davor.

Das Gewitter zog an uns vorbei, brachte auch keine nennenswerte Abkühlung. Das ist übrigens ganz oft so: rings um uns herum geht die Welt unter, in Nierstein lacht die Sonne. Ich bin froh und dankbar dafür.

Ich beauftragte die Söhne mit Vorbereitungen für das Abendessen und sprang schnell unter die Dusche. Leider werden meine Gartenhände wohl nie wieder richtig sauber, die Patina von Schöllkraut und Klatschmohn ist hartnäckig. Egal, das gehört im Sommer eben dazu. Genauso wie der Kriebelmückenbiss an meiner Wade, der sich zum ersten Mal in meinem Leben nicht entzündet hat! Hurra!

Es blieb gerade noch Zeit den Tisch für das Abendessen zu decken …

juni4

als es auch schon klingelte. Herr Skizzenblog und Mme Ouvrage samt Söhne trudelten ein, denn wir hatten zum Burgeressen geladen. Die Zubereitung von frische Burgerbrötchen, verschiedenen Soßen und Relish lohnt sich nur, wenn man es direkt in großen Mengen tut und Burger schmecken mit lieben Gästen einfach am Besten. Mme Ouvrage verdanke ich das äußerst schmeichelhafte, aber sehr ehrliche „schmeckt lecker“ -Bild, das ich Ihnen an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten möchte!

juni6

Sehr satt und sehr glücklich spazierten Mme Ouvrage und ich mit einem Weizenbier in meinen Gemüsegarten. Ich goss rasch die Tomaten; danach saßen wir im Garten und schwätzten. Unsere Männer saßen derweil im Rosa Gartenhüttchen, die Kinder … waren irgendwie beschäftigt. Ach Sommer, so sollst du sein.

Wir gesellten uns zu den Männern ins Gartenhüttchen, erzählten und lachten und plötzlich wurde der Himmel schwarz, das nächste Gewitter zog auf. Und da morgen leider Montag ist, saßen wir das aufziehende Gewitter nicht aus, sondern verabschiedeten unsere Gäste, die gerade noch trockenen Fußes nach Hause kamen.

Uns blieb das Aufräumen der Küche und ein äußerst angesäuselter, sonnensatter „hach. Toller Tag!“- Seufzer. Und mehr war nicht.