Julie et moi. (et Martin, le chat)
9. März 2010
Dreamteam, würde ich sagen.
(ich hab sie endlich! Julie und ich, wir mögen uns doch!)

Im Mai letzten Jahres, als ich sehr, sehr gefrustet war, entdeckte ich das eBook “Julie” in der Mailbox. Als Motivation. Liebe Frau Machwerk, jetzt endlich habe ich mich drangesetzt:

Klar. Sie ist nicht perfekt. Aber wunderschön.
Danke für das tolle eBook!
(übrigens: bei mir heißt sie “Schüliiieh”. Und bei Ihnen?)
Quetschkommode
24. Februar 2010
Stickeschaffeschuften und nicht fertig werden.
21. Februar 2010
Manchmal sind die Wochenende eben doch zu kurz.
Oder verlaufen etwas anders, als ursprünglich geplant. Wenn nämlich der Freund des großen Sohnes zu Besuch kommt und über Nacht bleibt und deshalb der Rechner im Nähzimmer dringend gebraucht wird, damit man eine kleine LAN-Party feiern kann - dann muss Muttern weichen.
Wenn erste ernst zu nehmende Versuche mit schwarzem Jersey nach vielem Geschimpfe dann doch noch zum Erfolg und AHA!-Effekt führen und die Motivation weiterzumachen riesig ist - dann sind solche kleinen Dämlichkeiten echt überflüssig und hinderlich:

(die Schere irgendwie schief (”iwwerzwersch”, sagt der Niersteiner) gehalten und mit Schmackes in den Handballen geschnitten. Autsch.)
Am Samstag wagte sich ab und an die Sonne heraus und diese Tatsache hätte beinahe auch verhindert, dass ich mich im Nähzimmer austobte, denn dieses helle Ding am Himmel zeigte erbarmungslos jedes Krümelchen auf dem Boden, jedes Staubkörnchen auf der Fensterbank und jeden Mückenschiss vom letzten Herbst am Fenster.

Doch bereits am Dienstag hatte ich viel Buntes gestickt und das sollte doch endlich verarbeitet werden, putzen kann ich jeden Tag. Eine lila Samttasche schwebte mir beim Sticken vor, aber, und vielleicht kennen Sie das ja, manchmal ist es stimmungsabhängig, mit welchem Stoff man arbeiten möchte.
Mir war plötzlich nicht mehr nach lüla Samt mit bunt …
(click!)
sondern eher nach Frühling. Am Morgen waren wir kurz im Baumarkt und ich konnte unmöglch an den Hyazinthen vorbei gehen, denen geht es im Baumarkt nicht gut, in diesem ganzen Holzstaub. Aber hier, in meiner Küche, auf der alten (derzeit eingeklappten) Nähmaschine fühlen sie sich bestimmt wohl. In den aufgehübschten alten Konservendosen, die ich nie wegwerfen kann, weil ich immer denke: hey, die brauchste bestimmt für irgendwas.
(click!)
Während ich Konservendosen aufhübschte, arbeitete die Stickmaschine, doch fertigstellen konnte ich dann erst heute. Heute mittag nämlich, als der beste Vater meiner Kinder zusammen mit dem Jüngsten das Haus verließ, um den Frankfurter Skyliners zuzujubeln (halbschulische Veranstaltung) und die beiden anderen Kinder sich pflichtbewusst und beinahe freiwillig ihren Vokabeln in diversen Fremdsprachen widmeten, sah ich meine Chance gekommen, im Nähzimmer zu verschwinden.
Erneut wurde die Stickmaschine aktiviert und nebenbei, zwischen vielen Farbwechseln, entstand eine Ratzfatztasche, diesmal sogar ganz ohne Knoten im Hirn und auftrennen müssen.
(click!)
Diese Tasche geht nächste Woche auf die Reise. Statt Süßigkeiten oder so.
Und weil das mit den Hasen gerade so eine Freude war und die Stickmaschine sich langweilte, spannte ich noch schnell ein langweiliges T-Shirt ein:

Verzeihen Sie bitte, die Avalonfolie ist noch nicht ausgewaschen. Das erledigt morgen die Waschmaschine.
Sie haben es sich sicher schon gedacht: die wunderbaren Hasen stammen aus der Feder von Anja Rieger. Ab Donnerstag, den 25.02.10 sind diese und einige wunderbare Dateien mehr in Frau Riegers Shop erhältlich.
Gepimpte Shirts sind eine wunderbare Sache und deshalb hatte ich einige Stickereien farblich extra auf mein neues, pinkfarbenes aber doch langweiliges Shirt abgestimmt.
“Mama”, sprach das Töchterlein, “Schau mal, das passt mir auch.”
In der Tat. Und es steht ihr deutlich besser als mir.

(ich kann es leider nicht am lebenden Modell zeigen, denn das Shirt ist noch nicht fertig. Die Stickereien liegen noch da, wo sie irgendwer, irgendwann, möglichst schnell festnähen soll.)
Die vier Miniblümchen am Shirtkragen sind von Huups!. Die packe ich dazwischen, wenn auf einer Filzplatte zu große Lücken sind. Kleine bunte Blümchen braucht man immer :)
Die bunten Stickereien von oben, die für die Samttasche (oder doch was anderes) und das Blaubeerkäppchen für das pinkfarbene Shirt gehören zu der Stickserie “Yakuro and Friends”, die von Sibby alias byCocolin entworfen wurde. Schön bunt und fröhlich und ab Donnerstag, den 25.02.10 bei Frau Kunterbunt im Shop erhältlich.
Ebenfalls am 25.02.10, bei Frau Kunterbunt im Shop: die “Sakura-Girls” von Doro.
Heute fertig gestickt, aber noch nicht verarbeitet:

Sehr hübsch, die Damen! Und wie immer eine Rechtfertigung für das Aufheben noch so kleiner Lieblingsstofffetzchen, denn es könnte ja sein, dass es bei Punkt.Punkt.Komma.Strich wieder eine Stickdatei gibt, für die man diese Fetzchen ganz dringend braucht. Danke Doro! :)
(click!)
Das eklige Wetter da draußen ließ ich heute noch voll in den Farbtopf greifen und heraus kamen … jaja, kein déjà-vu, gepimpte Konservendosen. Weil die braucht man ja immer. Ich aber eigentlich nicht, weil ich hab ja im Nähzimmer diese tollen pinkfarbenen Badezimmer-Gummiteile aus dem blaugelben Möbelhaus und in der Küche passen die Farben nicht. Im Bad auch nicht. Beim großen Sohn wären sie perfekt, jedenfalls die Farben, gestickte japanische Mädchen mag er aber nicht. Lange Rede, kurzer Sinn: ich verschenke die beiden Konservendosenhüllen. Falls Sie es also bis hierhin im Text geschafft haben und Sie glauben, dass diese Hüllen in Ihr Farbkonzept passen, dann sagen Sie mir das in Form eines netten Kommentars. :)
Ich gebe bis Donnerstag Bedenkzeit, falls Sie noch rasch eine Wand oder ein paar Möbel farblich anpassen wollen.
(ach so: die Hüllen passen am Besten auf Dosen von geschälten Tomaten)
(morgen mache ich ein besseres Bild bei Tageslicht)
Unten im Nähzimmer,
20. Februar 2010
zwischen bunten Garnen und in meinen Ohren:

Lässt mich im Kreis grinsen und fröhlich mitsingen (schief, aber es hört ja keiner zu). Und ausserdem muss ich an den letzten Mai denken: “Another funny song, please!”
Mein Lieblingslied ist übrigens “Antje und der Fisch am Ufer”.
(weil das so ein toller Tag war)

zwölf von zwölf
12. Februar 2010
Ein Blick aus dem Fenster zeigt nix Neues. Grauer Himmel und jede Menge Schneeflocken.
Jaja, es ist Winter. Ich hab´s verstanden.

Auf sehr spitzen Pfoten dreht der dicke Martin eine Runde auf der Terrasse, bevor er sich äusserst griesgrämig wieder nach drinnen flüchtet.

Ein Blick in die aktuelle Gemüsekiste heitert auch nicht so sehr auf. Zweimal Rotkraut, das nur von zwei Dritteln der Familie wirklich gerne gegessen wird und jede Menge Chicoree, dessen schmackhafte Zubereitung mir weiterhin ein Rätsel bleibt. Ich kenne ihn nur als “Schiffchen”, befüllt mit mayonnaiselastigen Krabbensalaten. Der beste Vater meiner Kinder schlägt vor, morgen Chicoreeschiffchen mit Kreppeln zu befüllen, weil die auch sehr fettig sind, kann damit aber weder bei der Mutter der allerbesten Tochterfreundin noch bei mir punkten.

Auf der Suche nach Nelken das Grauen gefunden. Seien Sie dankbar, dass das Bild so wenig davon zeigt.

Buntes im Topf, das heute abend für lange Gesichter sorgen wird. (”Immer müssen wir Rotkraut essen.”)

Mittagspause mit Tee und Ofenfeuer. Und wenig Motivation, diesen Platz jemals wieder zu verlassen.

Die Jungs bringen das Zimmer der Tochter wieder in Ordnung, nachdem sie eine Woche ungestört darin gespielt haben. Sie wischen Staub und saugen. Und ich freue mich darauf der Tochter erzählen zu können, dass Romeo, das Calcaratamännchen nur deshalb so schlapp und grau war, weil er sich häuten wollte. Er ist nun ausgewachsen und wir können auf Nachwuchs warten.
(von der Haut ist nicht mehr viel übrig, häuten macht hungrig)

Die Jungs warten auf das Mädchen der Familie.

Ich auch. Und zeige deshalb stolz einen aufgeräumten Schrank und einen Teil des erweiterten Gewürzregals. (das aber noch nicht mit den mir vorschwebenden optimalen Behältnissen bestückt ist)

Zufällig das allerletzte Weihnachtsüberbleibsel entdeckt und beschlossen, dass es hängen bleiben darf.

Ein banger Blick nach draußen, denn schließlich is das Mädchen irgendwo unterwegs. Es schneit. Hier taut es, doch ich fürchte, Stau gibt es trotzdem.

“Komm zu uns!”, rufen die neuen Stickgarnrollen im Nähzimmer, “Wir lenken Dich ab!”
“Ich würd ja gerne …”, denke ich, doch der beste Vater meiner Kinder blockiert den Raum, ein call, da darf man nicht stören.

In ca. einer Stunde ist die planmäßige Rückkehr der Kinder aus der Skifreizeit. Ich bin mächtig hibbelig!
Und mit Tippen des letzten Satzes klingelt das Telefon und ich setze die Telefonkette in Gang: um sechs sind die Kinder da. Erleichterung!
*****
Danke wie immer an: Frau Kännchen
Verfilzt nochmal,
8. Februar 2010
jetzt fällt mir wieder ein, weswegen es eine doofe Idee war, meine Filzwolle zu verschenken*.
Schauen Sie mal. Ein Traum.
*nix blöde Idee, ich hab eh keine Zeit. Und nur mäßiges Talent.
catcontent. Und Stickereien.
25. Januar 2010
Sie erinnern sich: Frau … äh … Mutti hatte gestern ihren freien Tag.
Früher hätte ich freie Tage für die Schönheitspflege genutzt. Oder so. Heute ist es dafür zu spät sorge ich für die Schönheit des Hauses und nähe kleine Geschenkchen.
Ein Lätzchen zum Beispiel.

(die hellen Flecken sind ein unkenntlich gemachter Name)
Lätzchen nähen ist ja so was von einfach. Wenn man es kann. Ich übe noch, bin aber fast zufrieden mit dem Ergebnis. Als Schablone diente mir übrigens ein sehr altes, schon lange in einer Erinnerungskiste versenktes Lätzchen des jüngsten Kindes. Ein verzogenes, zerknittertes Lätzchen als Schablone zu nehmen ist nicht sehr günstig, aber siehe oben: ich bin fast zufrieden.
(man kann übrigens eine ganze Stunde lang an so einem Lätzchen herumnähen. Ehrlich. Kann man. Will man aber nicht. Hmpf.)
Vor vielen Jahren, als ich noch große Filzambitionen hatte, filzte ich Topfunterleger. Solche Scheiben eben, die man unter den heißen Topf legt, um die empfindliche Tischplatte zu schützen. (wie man aber die empfindliche Tischplatte vor Kindern schützen soll, steht in einem anderen Buch, das ich noch nicht gelesen habe). Diese Topfunterleger waren mittlerweile mehr als unansehlich, zumal sie von Anfang eher - sagen wir mal - individuell aussahen.
Deshalb:
click!
Der heißgeliebte grüne Riesentopf aus dem blaugelben Möbelhaus, den ich so gerne randvoll mit Köstlichkeiten befülle und stundenlang schmurgeln lasse und der, obwohl er so hübsch ist, nie auf dem Tisch stehen darf, weil er keinen Untersetzer hat - jetzt geht das. (und wieder eines dieser wirklich schlimmen Probleme gelöst)
click!
Samt hübscher Katzenstickerei und Blümchen in den Ecken.
Zwei runde Topfunterleger entriss ich ebenfalls der Nähmaschine, dann waren Schrägband, Lust und Motivation aufgebraucht. Die Unterleger sind nämlich mit dicker Vlieseline gestopft und egal, ob ich zuerst “quiltete” oder erst aussenrum fixierte: am Ende wellte sich das ganze Gebilde sehr lustig. (aber da kommen ja schwere Töpfe drauf)
click!
Beim Zuschneiden passierte dann das, von dem ich immer hoffe, dass es nicht passiert, weil ich nämlich so ein heilloses Durcheinander auf meinem Nähtisch habe. Ich schnitt in den Stickbutton hinein, weil es sich irgendwie unter den Stoff gemogelt hatte, den ich gerade zuschnitt.
Mit Hilfe von so einem (um)Bügelband, das immer den Vorhängen aus dem blaugelben Möbelhaus beiliegt und einigen höchst professionellen Einsätzen an der Nähmaschine gelang es mir, den Button zu retten. Die Rettungsaktion dauerte in etwa so lange, wie ein erneutes Sticken des Buttons gedauert hätte. Aber ich liebe Herausforderungen und geizig bin ich obendrein. Und man muss schon sehr genau hinschauen, um den Fehler zu sehen. Ausserdem steht dann da ja auch ein Topf drauf.
Katzen und Blumen sollen Frühlingsgefühle wecken, spricht Frau Rieger. Bei mir sind die Farben eher gediegen. Gelb soll die neue Farbe in der Küche sein, doch so recht entschlossen bin ich noch nicht. Welche Farben auch immer SIE mögen, ab Donnerstag, den 28.01.10 können Sie sich Frau Riegers neue Stickdateien ins Haus holen. Wie immer hier.








