Es gibt so Tage,

24. Januar 2015

an denen sitzt man mit der allerbesten Freundin auf dem Sofa und schaut ein paar Filme. Da passiert nichts sonst, außer dass es draußen ein paar nasse Flocken schneit, die direkt wieder wegschmelzen. Die Kindelein sind unterwegs, der beste Vater meiner Kinder wurschtelt vor sich hin und ja, es gäbe natürlich immer was zu tun.
Aber mit der allerbesten Freundin auf dem Sofa, das ist heute genug.

na klar: weil sie überflüssig sind.

Ich kann das nur immer wieder mantramäßig wiederholen: lasst doch die anderen machen, was sie wollen. Lest, was sie in ihren Blogs schreiben, interessiert Euch dafür, amüsiert Euch und wenn Ihr etwas anders seht, haltet die Klappe. Beantwortet Fragen, wenn sie gestellt werden und bemüht Euch dabei um Höflichkeit und Lesbarkeit. Habt im Hinterkopf, dass diese Erziehungssache nicht erst seit zehn Jahren läuft und dass das, was heute der Weisheit letzter Schluss ist, morgen absolut verwerflich sein könnte. Und übermorgen wiederkommt, dann aber mit schicker Bezeichnung, gerne englisch.

Es könnte so einfach sein, dieses Internetding, wenn wir die Werte, die wir unseren Kindern vermitteln wollen, auch virtuell leben würden.

Finale.

13. Oktober 2014

Blogs lesen ist ein bißchen wie das Schauen der Lieblingsserie.

Am Anfang ist man sich nicht so sicher, ob das jetzt wirklich eine gute Sache ist. Ist ja was Neues. Man kennt die Hauptdarsteller nicht, es gibt noch keine eindeutige Richtung, die Handlung ist verworren und holperig und überhaupt: eine weitere Serie? Wirklich? Muss das sein?

Aber man ist ja neugierig, bleibt dabei und liest weiter. Man will ja auch wissen, wie es weitergeht und allzu schlecht geschrieben ist es auch nicht.

Und wie die Serie ruckelt sich auch das Blog zurecht. Der Stil wird flüssig, die Inhalte witzig, manchmal klug, nachdenklich stimmend oder Stimmung aufhellend. Eine gute Mischung.

Spätestens bei der fünften, sechsten Staffel merkt man dann aber, dass es doch etwas bemüht ist. Den Serienautoren gehen die Ideen aus, das Blog wird seltener mit Inhalten befüllt und wenn, dann sind die einfach nicht mehr so locker-flockig. Gerüchte verdichten sich, dass die Serie dem Ende entgegen geht, eine weitere Staffel womöglich nicht gedreht wird, Hauptdarsteller steigen aus, das Thema verschiebt sich. Im Blog gibt es “tut mir leid, dass ich so lange nicht geschrieben habe”-Artikel. Und was man vorher verziehen hat, das nervt jetzt nur noch: die Werbeeinblendungen.

Wenn die letzte Staffel angelaufen ist, schaut man eigentlich nur noch, weil man eben immer schaut. Man will ja doch wissen, ob man was verpasst. Nach der letzten Folge der letzten Staffel wird einem dann noch mal warm ums Herz. Es war ja doch sehr schön. Und man hat alle so lieb und wäre es nicht großartig, wenn es noch ein bißchen weiterginge?

Aber es gibt ja immer wieder neue Serien.

Und ich?

Ich bin im Garten.

Neues aus der Straße!

1. Oktober 2014

Vielleicht wurde unser Haus und die Häuser der Nachbarn auf einem alten Indianerfriedhof gebaut. Oder ein böser Geist spukt und sorgt dafür, dass immer irgendwer mit irgendjemanden Streit haben muss? Aktuell sieht es so aus, dass der eine Nachbarn den anderen Nachbarn mit eher unschönen Titeln belegt, weil dieser das Ordnungsamt verständigt hat. Seine Ausfahrt sei stets zugeparkt oder doch so beeinträchtigt, dass es schwierig ist, mit dem Auto hineinzufahren. “Wer nicht Autofahren kann, soll es lassen …”, mault der eine, “Halt die Klappe!”, schimpft der andere und letztlich nennen sie sich gegenseitig Arschloch und die Harmonie, die aus dem Schulterschluss gegen die wirklich schrägen Nachbarn gewachsen war, verpufft.

Die Beamten des Ordnungsamtes rückten mit Zollstöcken und Kamera bewaffnet an und gaben dem einen Nachbarn Recht: die Ausfahrt muss natürlich frei bleiben. Obendrein stellten sie fest, dass unsere Straße tatsächlich sehr schmal ist. Mit dem pikanten Ergebniss, dass nun niemand mehr dort parken darf. Wir also auch nicht.

Das ist – schade. Doppelt schade, weil es nicht so sehr schlimm wäre, ein paar Schritte zu gehen, gäbe es denn Parkmöglichkeiten _irgendwo_. Dreifach schade, weil die parkenden Autos wie eine Verkehrsberuhigung wirkten und sehr gut verhinderten, dass die Straße bergab zur Rennstrecke wurde.

Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird und tatsächlich besteht der größte Teil von Nierstein aus eher engen Straßen, in denen Anlieger irgendwie, irgendwo parken müssen. Wir warten also erstmal ab. Die beiden Nachbarn aber … die haben sich jetzt so richtig schön in der Wolle und ich fasse es einfach nicht, dass der eine nicht erst mal freundlich hätte klingeln und nachfragen können und dass der andere direkt in die unterste Beschimpfungsschublade greifen muss. Offensichtlich darf es immer nur ein gewisses Maß an Harmonie und friedlichem Miteinander geben, sonst wird es irgendwie langweilig.

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Neu und für Gartenliebhaber bestimmt nicht langweilig ist das Blog der Gärtnerinnen!

Zusammen mit Vanessa Giese, der reizenden Betreiberin des Kännchencafés, schreibe ich dort über die Lust und Last des Gärtnerns, über die Ernte und was man damit anstellen kann, über Gartenträume und die harte Realität.

Schauen Sie mal rein und folgen Sie uns gerne auf allen Kanälen!

Und beachten Sie bitte besonders die wunderbaren Gemüsezeichnungen! Die (und das ganze Design) stammen aus der Feder von Herrn Skizzenblog. Danke <3

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Für das Wochenende nähme ich dann gerne eine schön-Wetter-Bestellung für den Großraum Lac de Geradmèr und Munster, wir wollen dort mit Freunden wandern. Eine weitere schön-Wetter-Bestellung gebe ich für das Wochenende vom 17.-19.10. auf, denn dann findet das Federkuchenfest (Federweißer und Zwiebelkuchen) samt seiner drumherum platzierten Aktivitäten in der Grünen Villa statt. Das macht bei Sonnenschein einfach viel mehr Spaß! Und wenn ich schon dabei bin: auch die Zeit nach dem Federkuchenfest darf wenigstens trocken sein, denn dann rücken Maler und Dachdecker an!

Gestichwortet:

25. September 2014

- ich habe noch zwei Monate Zeit, um einen Stand auf dem Niersteiner Weihnachtsmarkt zu befüllen. Unglücklicherweise habe ich bis jetzt genau einen kleinen Toffee Nosed Bär, bei dem obendrein noch die Wendeöffnung zu schließen wäre. Lust mehr zu arbeiten habe ich nicht, Zeit aber eigentlich schon. (immer mal wieder). Tatsächlich spukt mir da eine wunderbare Heimatliebe-Idee im Kopf herum, doch deren Umsetzung ist nicht möglich, weil es mir an Talent mangelt und derjenige, der das Talent hat, keine Zeit hat. Es bremst mich aus, weil ich nur noch an Heimatliebe-Gedöhns denken kann, statt an Krippen und Co.
– die Tochter hat ihren 17. (SIEBZEHN!!) Geburtstag gefeiert und an diesem Tag drei Tests in der Schule geschrieben. Und ihre praktische Führerscheinprüfung bestanden. Somit haben drei Menschen in der Familie ihren Führerschein und es wird immer unwichtiger für mich, selbst einen zu besitzen.
– Franz hatte eine dicke Backe, weil er von einer anderen Katze gebissen worden war. Ein fetter, eitriger Abszess hatte sich binnen weniger Stunden gebildet und der arme Kater hing hoch fiebernd in den Seilen. Die Tierärztin verabreichte diverse Spritzen und in mehreren Sitzungen wurde die Wunde ausgedrückt und gespült. Der Kater ließ diese Prozedur mit bewunderswerter Geduld über sich ergehen, eine Narkose war nicht nötig. Mittlerweile ist die Backe geheilt und die Revierkämpfe können weitergehen.
– der Garten ist noch immer meine große Liebe. Ich genieße es, in der Erde wühlen zu können und bin rückwirkend immer noch fassungslos, dass mir dieses Vergnügen fast fünf Jahre lang von den schrägen Nachbarn verleidet war. “Es ist so leise!”, sprach die ältere Nachbarin neulich und genau so hatten wir uns das gewünscht.
– Ende Oktober ist es endlich, endlich soweit! Die Grüne Villa bekommt ein neues Dach! Danach werden wir nicht mehr das einzige Haus in Nierstein haben, dessen Dach im Winter immer schneefrei ist, denn das neue Dach wird so toll isoliert sein, dass sogar die KFW damit einverstanden ist. Und weil sowieso schon ein Gerüst steht und wir noch zwei, drei Euro zusammenkratzen konnten, bekommt die Grüne Villa auch ein neues Kleid. Als ich den Farbfächer in der Hand hielt, war ich zunächst überfordert, denn es gibt sehr viele, sehr schöne Farben. Letztlich bleibt die Villa aber eine Grüne Villa, allerdings ändert sich der Grünton von komisch-grün in salbeigrün. Dazu ein dunkelgrauer Sockel und ein anthrazitfarbenes Dach – ich glaube, das wird sehr, sehr hübsch. Mit neuem Dach und neuem Anstrich sind die letzten dicken Renovierungskröten gekillt, endlich, nach fünfzehn Jahren. Danach kommt nur noch Luxus: der Zugang zum zweiten Gewölbekeller von der Gartenseite zum Beispiel.
– und zum Abschluss dann noch mal echten CatContent: der allerliebste Ringelfranz auf der Jagd nach solch einem Leckerli-Stückchen (in das ein halbe Antibiotikumtablette verpackt ist)

franzi

Puffelkater.