Am Besten lässt sich das Novembergrau vertreiben, wenn man schon mal an den kommenden Sommer denkt.


Wir öffnen Haus und Garten, bitten aber um vorherige Anmeldung, auch um zu klären, wer, wie, wann, was. Das erkläre ich aber demnächst genauer. Fürs Erste genügt es wohl, wenn Sie sich den Termin merken/freihalten.

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Morgen ist der November vorbei und die Tage bis Weihnachten werden vorbeirasen!

Wir haben in der Grünen Villa übrigens immer noch einen Adventskalender, doch unserer ist andersrum …


… statt jeden Tag etwas herauszuholen, legen wir etwas hinein. Geld nämlich. Dieses Geld wird dann gespendet.

(Nachmachen gerne erlaubt!)

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Falls Sie noch ein Weihnachtsgeschenk für jemanden, der eigentlich schon alles hat, suchen: verschenken Sie doch mal eine Ziege. Oder eine sichere Geburt. Oder Trinkwasser für 50 Menschen. Hier gibts das alles!

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Danke, dass Sie mich durch den November begleitet haben! Mal sehen, was der Dezember so bringt … :)

Ich nahm mir gestern abend vor, heute morgen mit dem Hund zu joggen. Und nachdem ich mich endlich unter dem kuscheligen Deckbett hervorgequält hatte, tat ich das auch. Gehen, rennen, traben – immer schön abwechselnd. Anderthalb Stunden waren wir unterwegs, ich war deutlich erschöpfter als der Hund, der fröhlich neben mir her hüpfte, während ich den Hügel hoch keuchte.

Daheim erledigte ich einen Teil der Weihnachtsgeschenke und telefonierte mit Oma Eis, die völlig begeistert aus dem Weltladen anrief: die Schaufenster werden leergekauft, wir können jede Menge Waren nachbestellen. (und ich darf wieder dekorieren). Nach ihrem Dienst schaute sie kurz rein und brachte mir Kaffee mit. Schon praktisch, so ein Einkaufslieferdienst.

Der Tag verging mit Haushaltskram und kurz vor der abendlichen Hunderunde schaffte ich es, die Küche komplett mit Weihnachtsschnickeldi vollzuräumen. Immerhin habe ich jetzt eine Art Adventskranz, die zeige ich Ihnen morgen.

Die Hunderunde fand im Dunkeln statt. Sehr aufregend, denn es raschelte und knisterte in den Wingerten. Ab und zu flog ein Käuzchen über uns hinweg und erschreckte mich zu Tode. (und prompt fiel mir jeder Horrorfilm, jede Gruselserie die ich je gesehen hatte wieder ein) Ich bog also lieber wieder Richtung Ortsmitte ab und holte den besten Vater meiner Kinder vom Bahnhof ab.

Daheim gab es das Wunschessen des Jüngsten (Farfalle al Gorgonzola) und für die Hüften eine Schüssel noch warmen Schokoladenpudding. Überhaupt Schokoladenpudding! Das allerbeste gegen Novembergrau, ehrlich!

Und? Wie geht es der Tochter?

9. September 2016

Das ist wohl die häufigste Frage, die mir so oder in Variationen in letzter Zeit mehrfachtäglich gestellt wird. Von Großeltern, von Freunden, von Nachbarn, von den Menschen aus dem Internet. Der Opa fragte, ob wir eine geheime Informationsquelle hätten, denn „dess Määdsche schreibt gar nix“ und vielleicht wüssten wir ja mehr.

Wir wissen nichts. Die letzte whatsapp samt Bild der Tochter, die strahlend ein kleines Krokodil bekuschelt, ist auch schon wieder eine Woche alt.

Und so ist das nun wohl. Keine Nachrichten sind gute Nachrichten und vielleicht ist ihr Leben so pickepacke voll mit tollen, neuen Dingen, dass sie einfach keine Zeit zum Schreiben hat. Vielleicht hat die Stille auch technische Ursachen, vielleicht reicht die Anbindung ans Netz für nichts. Dass es nicht zum Skypen reicht, wissen wir schon.

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Ich bin mächtig hin- und hergerissen. Bevor die Tochter abreiste, bat ich sie, dass wir den Kontakt reduzieren, wenn sie da in der Ferne ist. Den damals, als sie auf dem Jakobsweg wanderte, schickten wir uns häufig Nachrichten und deshalb hatte ich das Gefühl, dass weder ich sie richtig gehen ließ, noch sie richtig abgesprungen war. Wir einigten uns auf einmal skypen/Woche und eben Nachrichten per whatsapp irgendwann zwischendurch. Total abgeklärt und niemand könnte mir vorwerfen, ich würde die Gluckenflügel zu sehr ausbreiten. Und überhaupt: früher musste man warten, bis eine Postkarte kam und ein „gut angekommen“-Anruf musste reichen, das haben die Mütter auch überlebt.

Tja. Ich werde das überleben, aber ich habe ganz schön Heimweh nach meinem Mädchen und diese leise Sorge, das irgendetwas vielleicht doch nicht stimmt, schwingt eben so mit, gehört nun dazu. Das muss wohl so sein.

Und hier so?

22. Februar 2016

Alles gut.

Die Urlaubsplanung ist abgeschlossen, heute kam dann auch noch die letzte fehlende Übernachtungszusage, die mich vor einer sicherlich schlaflosen Nacht in einem Schlafsaal (letzte Option) bewahrt. Da wir sogar nach der Wanderung noch drei Tage Zeit für Dublin haben, freue ich mich sehr über voll geheime Insidertipps! 

Berlin im Mai ist auch gebucht. Der beste Vater meiner Kinder hat eine gigantische Frühbuchersuperermäßigung bei der Bahn geschossen, wir reisen für 14,25 € von Mainz nach Berlin, da gönnen wir uns sogar eine Sitzplatzreservierung :) Eine Unterkunft in Berlin zu finden war dann ein klitzekleines Bißchen komplizierter, da sehr viele Menschen gerne ein langes Wochenende in Berlin sind. Trotzdem. Auch ein Hotel ist gebucht und wir können die lange Wartezeit bis zum Irland-Juni mit einer Woche Berlin im Mai überbrücken.

Und sonst so?

Die Tochter hat morgen ihren letzten, echten Schultag, sogar noch mit Hausaufgaben und Nachmittagsunterricht. Danach holt sie „nur“ noch am Donnerstag ihr Zeugnis mit den Noten der Abiturarbeiten ab und tanzt Anfang März zur mündlichen Prüfung in Religion an. Dann ist Schluss und alle unsere Kinder haben diese Schulsache abgeschlossen. (Berufsschule ist ja etwas anderes) Yeah und Luftsprung!

Dem Jüngsten geht es prima, dazu schreibe ich demnächst etwas länger. Und der Große leidet unter seinen strengen Eltern, die ihn sehr unnachgiebig zum Nestrand schieben, indem sie es ihm daheim etwas unkomfortabler machen. Er hat derzeit Semesterferien von seinem Studium, das lediglich zur Überbrückung bis September dient, bis er seine Ausbildung beginnt. Heißt im Klartext: sein Leben ist derzeit nicht allzu anstrengend. Er hört sich halt zum Spaß ein paar Vorlesungen an. Das sei ihm von Herzen gegönnt und Bildung ist immer super, doch die viele restliche Zeit die er hat, darf er mit uns und unserem renovierungsbedürftigen Flur teilen. Er hat schon sehr viele Schichten Tapete abgekratzt, jede Menge Putz abgeklopft und wird sich demnächst noch mit der tapezierten Decke amüsieren.Danach müssen Türrahmen abgeschliffen und Löcher zugespachtelt werden, Grundierung aufgetragen und neuer Putz aufgebracht werden. Er schimpft und flucht, arbeitet aber fleißig. (Und lernt eine dabei eine Menge Sachen,die ihm später sicherlich nützen)

Kater und Hund sind gesund und munter, der Garten erwacht und wird ignoriert und mein Tag dürfte länger sein, denn es gibt immer mehr Menschen, die Sprachunterricht brauchen. Mit meinem jüngsten Sprachschüler macht es derzeit am allermeisten Spaß! Vor einem halben Jahr kam er ohne ein Wort Deutsch zu sprechen, heute haben wir zum ersten Mal zusammen über einen Witz lachen können. Seine Fortschritte sind enorm und seine Motivation groß. Der Wunsch sich mit mir auszutauschen ist ein großer Teil seines Antriebs. Das macht mich sehr stolz und verflixt, der Kerl ist mir echt ans Herz gewachsen. 16 Jahre jung und die Augen eines alten Mannes.

Fünfmal habe ich angesetzt, um etwas zu Clausnitz oder Bautzen zu schreiben, doch das Pendant zu „Ich kann nichts sagen, es schnürt mir die Kehle zu“ ließ die Worte in mir nicht bis zu den Tasten kommen. Was eigentlich ganz prima ist, denn viele dieser Worte würde ich sowieso niemals laut aussprechen. Alles andere ist mittlerweile gesagt, ändern wird sich wohl nichts.

Doch nicht alles gut.

Hunderunden im Sturm

8. Februar 2016

und ein Spendenbutton. Letzteren finden Sie in der Seitenleiste und wenn Sie ganz genau nachsehen, entdecken Sie schon, wie das künftige Blog der Tochter heißen wird. Gebastelt daran wird morgen.

Morgen werde ich mich auch durch allerschlimmste Stürme zur Post kämpfen, um sehr viele Päckchen und dicke Umschläge abzuschicken. Heute ging das nicht, die Post feierte nämlich Rosenmontag. Wenn auch ohne Umzug.

Für heute heißt es nur noch: Feierabend und das Ohr pflegen, das mit gemeinen Schmerzen auf den hineingepfiffenen Sturm reagiert.