Immer wieder schön!

11. Oktober 2008

Vor neun Jahren verfasste ich mein erstes Posting in einem Forum. Zum allersten Mal schrieb ich etwas Öffentliches im www. Das war wahnsinnig spannend und ich musste ständig neuladen. Nur um zu sehen, ob da eine Antwort kommt.

Vor sechs Jahren schrieb ich den ersten Artikel in meinem Blog. Das war mindestens genauso aufregend und ich musste dauernd neuladen. Nur um zu sehen, ob da ein Kommentar kommt. (im Opera gab es eine Option “neuladen”, die hatte ich auf “zwei Minuten” gestellt.)

Heute morgen haben wir den ersten Cache gelegt. Auf opencaching.de ist er bereits gelistet, wird von zwei Usern beobachtet und von den 17 Aufrufen gehen mindestens 14 auf mein Konto. Neuladen, falls die “found!”-Weiterleitung per mail aus irgendwelchen Gründen nicht funktioniert haben sollte. IST das spannend!
(der beste Vater meiner Kinder wird erst dann wieder ruhig schlafen können, wenn er das erste “TFTC” gelesen hat, kündigte er vorhin an)

Ablenkung lautet die Devise :-)
Wir haben es bereits mit viel Geld ausgeben versuchen wollen, doch der Fahrradhändler ist in Urlaub. Muss der Große (und somit die Mittlere und der Jüngste, die Rad-Erben) noch bis Dienstag warten. Ob bis dahin jemand den Cache gefunden hat?

Weia.

*****

knapp zwei Stunden später: ER IST GEFUNDEN!

(Der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib stoßen mit Federweißer an, schnüren die Wanderschuhe und machen sich auf den Weg, den nächsten Cache zu vermessen. Und zu lesen, was im Logbuch steht.)

we proudly present:

10. Oktober 2008

die Premiere, der Erste, der Einstand:

(OC6AA3 , GC1H28W)

und ein bißchen Schnickeldi für die Schatzkisten.

(ist das aufregend!)

Der Brubbel:

1. September 2008

Herzlichen Glückwunsch an PitDieErste, es handelt sich tatsächlich um den Austritt des Wallenden Born in -Achtung, logisch – Wallenborn in der Eifel.

Alle halbe Stunde spuckt der Born Wasser in die Höhe, jedes zweite Mal ist die Fontäne besonders hoch:

Sehr spannend, sehr schön. Nach der Fontäne “brubbelt” das Wasser noch eine ganze zeitlang vor sich hin und tritt dabei auch mächtig über die “Ufer” des Brunnens.
Wenn Sie in der Nähe sind: fahren Sie mal vorbei, zahlen Sie pro Erwachsenem einen Euro und fiebern Sie gespannt mit. Die Umgebung ist übrigens auch sehr schön und lädt zum Wandern ein. Für die GeoCacher ist ebenfalls gesorgt :-)

Natürlich informiert Wikipedia auch wunderbar: Wallender Born

Die örtliche Spezialität wurde früher gebacken, dazu wurde die austretende Kohlensäure als Triebmittel verwendet.

cache me if you can

25. August 2008

Sonntag morgen, friedliches Legospiel im Zimmer des jüngsten Kindes.
“Ich MUSS heute was machen!”, jammert Frau … äh … Mutti und steht eine halbe Stunde später Brote schmierend in der Küche.

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Geocaching

22. Juli 2008

ist eine moderne Form der Schnitzeljagd. Statt irgendwelchen “unauffälligen”, aus Ästen gelegten, Pfeilen im Wald zu folgen oder kniffelige Rätseln in Reimform zu lösen (ok, das gibt´s wohl auch), gibt man interessante Zahlenkombinationen in sein schickes GPS ein, woraufhin dieses aufgeregt piept, wenn man in die Nähe des Schatzes gewandert ist.

Sie hatten gefragt, welches GPS man benötigt. Keine Ahnung, ich bin kein Technikfreak. Der beste Vater meiner Kinder hat eines gekauft, er und die hinreissenden Bestien können wunderbar damit umgehen, ich hatte es schon mal in der Hand. Es ist ein “Garmin etrex VISTA HCx”. Ich hoffe, das half Ihnen weiter :-)

Informieren über das Geocaching kann man sich hier:

geocaching.com

geocaching.de

opencaching.de

Geocaching macht Spaß. Man sollte jedoch vermeiden, seinen Kindern vom großartigen Schatz, den es zu finden und zu heben gilt, zu erzählen. Manchmal besteht der “Schatz” nur aus einem kleinen (Film)Döschen (die ältere Generation, die Prä-Digital-Generation, kennt diese Dosen noch) in denen sich Zettel befinden, auf die man Datum, Uhrzeit und seinen Namen schreibt – das Logbuch. Manchmal finden sich auf diesen Dosen Koordinaten für einen weiteren Cache, manchmal auch ein Codewort, das man dann in einem Oppenheimer Geschäft sagen muss, damit man lecker belohnt wird. Manchmal sind die Schatzdosen größer, dann befinden sich neben dem Logbuch ein paar Dinge, die eigentlich niemand braucht mit in der Dose. Irgendwelcher Krimskrams, der entweder zum Gruselwichteln oder eben zum Schatzdosen befüllen taugt. Sollten Sie da draußen mit dem Geocachen beginnen, können Sie sich ja, genau wie wir, vornehmen, interessantere und schönere Dinge in diese Dosen zu füllen, denn diese Dosen sind letztlich eben doch das, was jüngere Kinder motiviert. Größere Kinder (und wir junggebliebenen Erwachsenen) haben Freude an der Suche, am Herausknobeln von neuen Koordinaten und am Aufenthalt an Orten, die man vorher niemals beachtet oder entdeckt hätte.
Wenn Sie das Geocachen beginnen, werden Sie in kürzester Zeit feststellen, dass es so was wie den “normalen Sonntagsspaziergang” einfach nicht mehr gibt. An einer alten Mauer vorbeigehen ohne an den Steinen zu wackeln, auf eine Bank setzen, ohne unter die Sitzfläche zu fühlen, einen Trampelpfad entdecken, ohne direkt an dessen Ende einen Schatz zu vermuten – das geht nicht mehr. Sie werden irgendwann in Mauerspalten greifen, wohl wissend, dass vielleicht nur Spinnweben oder was ganz Ekliges darin liegt – vielleicht aber auch ein Döschen. Sie werden so tun, als würden Sie sich nur Ihre Schuhe binden, dabei suchen Sie gerade unter diesem Geländer nach einem Filmdöschen, das vielleicht ja mit einem Magnet befestigt ist. Sie werden ohne zu zögern in Brennnesseln und Brombeeren herumkriechen, weil ihr GPS Sie angepiept hat. Sie werden verzweifeln, weil Sie dieses doofe Ding nicht finden, trotz Spoilerbild und verschlüsseltem Hinweis.
Und wenn Sie dann diese Plastikdose in der Hand haben, ihren Namen, das Datum und die Uhrzeit eingetragen haben, dann ist das ein echtes kleines Erfolgserlebnis. Sie verstecken das Döschen wieder ordentlich und grinsen in sich hinein, weil Sie endlich so eine Art Abenteuer erlebt haben, so wie früher die “Fünf Freunde”, die ja auch immer irgendwo herumgekrochen sind und aufregende Sachen fanden. Und weil die drei Spaziergänger, die da quatschend an Ihnen vorrübergehen, so gar keine Ahnung haben, was da hinten, unter diesem Stein, liegt.

Sie können jederzeit damit aufhören. Denn manchmal ist die Batterie im GPS leer. Oder der Muskelkater doch zu groß. Oder es regnet in Strömen. Aber dann schauen Sie einfach auf den oben verlinkten Seiten nach, in welche Richtung Ihr nächster Ausflug gehen soll. Es gibt mit Sicherheit noch schrägere Hobbies. Glaube ich.

sagt Frau … äh … Mutti und durchforstet die Geo Caching-Seite nach interessanten Zielen in der Nähe.

heute: zur Hölle aufgestiegen, am Steinbruch vorbei zur Landskrone, am Friedhof zu viele Menschen gesehen, von Meister Eder zu einem Kaffeestückchen eingeladen worden, Kröten gezählt und am Rhein zurück.

Und eine wundervolles Versteck für einen neuen Cache gefunden. Aber erstmal ´ne passende Dose aussuchen :-)

(Jaja, ist ein bißchen eintönig hier. So ist das mit neuen Süchten, Sie müssen da Verständnis zeigen.)

Regenwetter? Na und?

17. Juli 2008

Der Pfälzer Wald (in der Nähe von Altleiningen gestartet) bot Schutz vor einzelnen Regenschauern und ausserdem ist es im Wald immer fröhlich.

Dank Geo Caching entdeckten wir im Wald einen Kamelkopf und einen Backofen, schleppten uns Kehre um Kehre hoch zum Bismarckturm und tranken dort in der Nähe, am Gayerbrunnen, einen köstlichen, selbstgebrauten Espresso:

Diese Höllenmaschine liegt gut versteckt und macht den Finder in doppelter Hinsicht glücklich.

Mit sehr müden Kindern nach sechs Stunden Wanderns wieder am Auto angelangt, dort ein kleines Stärkungspicknick genossen und jetzt, endlich wieder daheim, resümierend: dank Geo Caching entdecken wir Flecken, denen wir sonst keine Aufmerksamkeit schenken würden. Einen der großartigsten Caches fanden wir quasi direkt vor unserer Haustür, wären aber niemals dorthin geklettert. Und den Kindern macht es genauso Spaß wie uns. (so als i-Tüpfelchen quasi)

Heute schon gecached?

9. Juli 2008

Statt einer Hüttentour in den Alpen, die ursprünglich für diesen Sommer geplant war (und die nicht stattfinden konnte, weil die Cousins aus Rom zu Besuch sind und die sehen wir ja so selten), leistete sich Familie R. aus N. eines dieser modernen Spielzeuge (GPS), mit deren Hilfe man in der Gegend versteckte Filmdöschen finden kann. (oder größere Dosen mit Kram drin, den man sonst wegwerfen würde) Der ganze Spaß nennt sich Geocaching und ist ein wunderbarer Vorwand, die Kindelein wieder einmal in den Wald zu locken.

Und so wurden die Wanderschuhe geschnürt und im Binger Wald ging es los.

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