Novemberrezept Nummer 21

21. November 2009

Ich bin ja auch ein klitzekleines Bißchen unvernünftig. Und ungeduldig.

Deshalb hält es mich nicht mehr im Bett, wenn es mir besser geht.  Ausserdem habe ich doch so viele angefangene Projekte herumliegen, verzettele mich in Ideen, Zuschnitten und Halbfertigem. Obendrein muss das Nähzimmer aufgeräumt werden, da wollen heute abend sechs Mädchen drin übernachten. Dies aber nur am Rande (des Wahnsinns).

Es zog mich also gestern morgen mit aller Macht ins Nähzimmer.

(Vorgeschichte: ich bin sehr anfällig für freebooks und Stickfreebies und nehme mit, was an Anregungen, Schnittmustern und  Tipps zu finden ist. Weil irgendwann kann ich das alles bestimmt gebrauchen und wenn erst mal der Tag vierzig Stunden hat und ich nie wieder müde oder erschöpft bin, dann werde ich alle Pläne, Wünsche, Ideen verwirklichen.  Farbenmix feierte seinen fünften Geburtstag und das Schnittmuster für eine Eulenpatchworkdecke stand zum kostenlosen download zur Verfügung. “Her damit!”, dacht Frau … äh … Gierig und loadete down. Schnitt wenig später munter die ersten Stoffquadrate und Rechtecke zu, nähte Dreiecke und dann Streifen, fasste Streifen zusammen und … wurde krank.)
Augen, Schnabel, Füße wurden appliziert und das riesige Stück Stoff auf ein noch riesigeres Stück Fleece gelegt. Alles auf dem Boden, den ich extra noch gesaugt hatte. Auf den Knien konnte ich nicht herumrutschen, aber so halb schräg gehockt ging das Stecken der Stecknadeln ganz gut. Ja, ich habe Stecknadeln benutzt und mich auch ansonsten ziemlich genau an die Nähanleitung gehalten. (bis auf die Sache mit dem Bügeln, die habe ich übersprungen, Bügeln ist was für Anfänger. Haha.)

Ein riesiges und obendrein auch noch voluminöses Stoffstück galt es nun mit Hilfe der Nähmaschine zu zähmen.

Erfolgreich. Sehr alte Stoffe (Bettwäsche meiner Eltern), ein alter Vorhang (von der Frau aus Bad Münster), orangefarbene Bettwäsche (seit zwei Jahren ausgemustert), ein Kopfkissen vom Flohmarkt, irgendwelche Reste aus der Kiste und der Pünktchenstoff aus dem blaugelben Möbelhaus. Dazu zwei Nadeln und ungefähr drei Kilometer Garn.

Sie runzelt etwas die Stirn und ist um die Augen nicht ganz faltenfrei. Doch damit passt sie ja ganz gut zu mir, meine allererste Eulenpatchworkdecke.

Somit habe ich ein paar Fliegen auf einmal erschlagen:

1.) ein wirklich großes Nähprojekt über ein paar Tage hin konsequent fertig gearbeitet

2.) viel Stoff verarbeitet (Platz im Schrank = Platz für neue Schätz :-))

3.) Farbe in den grauen November gebracht

4.) gelernt, dass das Lesen von Anleitungen nichts Peinliches ist. (und das mit dem Bügeln … naja, vielleicht lerne ich das auch irgendwann mal noch.)

Danke an Sabine und Nic!

*****

Zum Thema Patchwork hätte ich hier noch eine kleine Werbetrommel zu rühren.

Es gibt nämlich Menschen, die treffen sich, planen ein gemeinsames Projekt, verwirklichen es und versteigern das Ergebnis für einen gute Zweck. Nachzulesen ist diese Geschichte sehr viel ausführlicher hier.

Um was es geht, zeige ich aber gerne, auch wenn dann mein Eulendeckchen daneben plötzlich gar nicht mehr so prächtig ausschaut …

Diese hier:

und jene da:

Toll, oder?

Novemberrezept heute ist also: Neues ausprobieren. Und nicht aufgeben. (ich arbeite noch immer daran, denn eigentlich will ich ja nix lernen, ich will es sofort können.)

Novemberrezept Nummer 20

20. November 2009

Sein Äußeres dem Befinden anpassen :-)

Ich behaupte ja immer, dass Menschen, denen es gut geht auch gut aussehen. Nun interpretieren Sie mal.

Oder spielen Sie auch ein bißchen. Hier.

Novemberrezept Nummer 19

19. November 2009

für mich heute:

im Bett bleiben

Tee trinken

schlafen

gesund werden

(nichts Schlimmes, nur so ein altmodischer grippaler Infekt, wie man ihn früher auch schon oft zu dieser Jahreszeit hatte)

*****

Wow! Soviel gute Besserung! Danke, es geht mir schon viel besser.

(jedenfalls wenn ich flach liege.)

Mit mir im Bett: die “Alien-Quadrilogy”, damit ich nicht – pardon- alleine so rumschleime. Ausserdem machen diese “Schreckmomente” immer so toll die Nase frei.

Bis morgen.

Novemberrezept Nummer 18

18. November 2009

Ein unscheinbarer Kürbis, frisch aus dem Ofen.

Darin: ein sahniger, mächtiger Pudding, wahrscheinlich mit 76.000 Kalorien gespickt.

frei nach diesem Rezept, entdeckt bei ihr.

Im rosa-verfärbten Bademantel, mit strubbeligen Haaren, vor der Glotze.

Macht glücklich.

Novemberrezept Nummer 17

17. November 2009

Einen ganzen Tag einfach mal machen, wozu man Lust hat.

Na gut. Einen halben Tag. Vielleicht auch nur drei Stunden. Aber eben so lange wie möglich.

Da der beste Vater meiner Kinder gestern im HomeOffice arbeitete und wegen einer Einladung zum Abendessen die Küche mittags kalt blieb, verabschiedete ich mich ins Nähzimmer, nahm die kranke Tochter mit auf´s geblümte Sofa da unten und legte den dicken Kater dazu. Lud die Stickmaschine mit Neuem und Bewährtem und einer Stickdatei, die “Pias Stern” heisst und legte los. Zwischendurch zerschnitt ich sieben alte T-Shirts von Töchterlein, bzw. von deren allerliebster Freundin, schnitt Rechtecke, nähte zusammen, packte quietschegrünen Fleece dazu und bevor ich auch nur ein aussagekräftigeres Bild hätte machen können, knäulte sich der neue Schal schon um einen wehen Tochterhals.

Denken Sie sich bitte einen knuffeligen Schal mit wildem Blümchenmuster in rosapinkorangegelbblaugrünlilaweiß. Mit quietschegrünem Fleece.

Übrigens mein erster Versuch mit einer Overlocknaht und ich sage: ausbaufähig, keine Entmutigung in Sicht.

Tipp für heute also: kreativ sein. Und darüber die Zeit, den Frust und den Regen vergessen. Macht wirklich gute Laune.

(bin heute mit Oma Eis im Nähzimmer, um Angefangenes zu beenden)

Novemberrezept Nummer 16

16. November 2009

Lassen Sie sich zum Geburtstagsbrunch einladen und beginnen Sie einen wunderbaren Tag einfach  mit einem Glas Sekt um elf Uhr morgens. (jaja, Späßchen. Sie sollen natürlich nicht vor lauter Novemberfrust dem Alkohol verfallen)

Ich mag im November das Haus nicht verlassen. Kann mich nur sehr schwer überwinden, Menschen zu treffen. Um so besser ist es für mich, wenn sich die Termine häufen. SEB-Sitzungen, Stammtische, Infoabende oder eben eine Einladung zum Geburtstagsbrunch. Lästig eigentlich. Aber wichtig für mich und gegen den Schweinehund, der ohne größere Probleme noch zwei Wochen auf dem Sofa schmoren könnte.

Rausgehen, Menschen treffen. Auch wenn´s Überwindung kostet.

Novemberrezept Nummer 15

15. November 2009

Wenn es draußen grau und nass und eklig ist und wenn man deswegen den ganzen Tag das Haus lieber nicht verlassen möchte, man aber irgendwie doch mal rausgehen sollte, weil so ein bißchen frische Luft ja auch gut tut, dann geht man eben am Abend raus.

Straßenlaternen können nämlich zaubern.

Sie lassen nasses Kopfsteinpflaster schimmern und glänzen.

Und das letzte Herbstlaub leuchten.

Nass und kalt ist es zwar immer noch, aber nach einem Abendspaziergang darf man sich dann reinen Gewissens mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wein unter die Decke kuscheln. Und die Füße werden dann auch schneller warm, wenn man sie nochmal ordentlich bewegt hat.

übrigens: Halbzeit!

Novemberrezept Nummer 14

14. November 2009

Dieser Lichtblick ist ein sehr individueller.

Wir feiern heute den 14. Geburtstag unseres ältesten Sohnes.

Vielleicht wird der 14. November ja auch ein besonderer Tag für Frau Blümel. (Hurra!)

Für Frau Miest jedenfalls ist er es.

Und auf Astrid Lindgren hebe ich heute abend in frohem Gedenken mein Glas.

*****  nachgereicht:

Novemberrezept Nummer 13

13. November 2009

In einem Buch sah ich kleine Sterne aus Tüll, die mit getrockneten Orangenscheiben, Zimtstangen und Anissternen gefüllt waren. Allerliebst!

Will ich haben. Muss ich nachmachen!

Im Nähzimmer entstand dann mangels Tüll ein Organzastern.

naja, etwas Stern-ähnliches. Dieses Organzazeug ist nämlich flitschigflutschig, lässt sich ungern so zuschneiden, wie man es gerne hätte und beim Nähen muss man sehr abenteuerliche Fadenspannungen wählen.

Der zweite Stern hat einen Zacken weniger und ist deutlich gelungener.

Und der Duft? Den kann ich Ihnen nicht rüberschicken, aber ich kann Ihnen versichern: mein Wohnzimmer duftet. Da ich noch viele Meter dieses Glänzestoffes in vielen Farben habe … wird Weihnachten bunt. Und duftend. (der Versuch mit Stickgarn per Hand zu arbeiten steht noch aus.)

Novemberrezept Nummer 12

12. November 2009

Aus alt mach neu. Oder aus neu mach hübscher. Oder folge den Lemmingen und male überall Pünktchen drauf.

Mir jedenfalls zaubert´s ein Lächeln der Vorfreude ins Gesicht, denn ich habe die uralten, schon angelaufenen, goldenen Christbaumkugeln meiner Oma, die zweierlei grünen Kügelchen aus dem blaugelben Möbelhaus und die roten Kugeln aus dem örtlichen Hier-gibt´s-einfach-alles-Laden gepimpt.

Mit weißem Lackstift habe ich Pünktchen darauf gemalt und jetzt warten sie im alten Gurkenglas oben auf dem Schrank, bis ich sie in zwei Wochen oder so zu Dekozwecken in der Wohnung verteile. Zusammen mit vielen weiteren gepunkteten Kugeln in vielen Farben. Weihnachten wird bunt.