Wenn die Pflichtschufterei für den Weihnachtsmarkt erledigt und das Nähzimmer wieder hübsch ordentlich ist, wenn das Internet tolle Inspirationen und im Materialschrank alles vorrätig ist, was man so braucht, dann …


wird das Weihnachtsmarktsortiment doch noch erweitert. 

Die Gläser sind befüllt mit einem Stück Stoff im Nadelkissendesign, dreimal je ein Meter Webband, Knöpfe, Garn und verschiedenem Schnickeldi zum Aufnähen. Was sie kosten werden, muss ich mir noch überlegen.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Nähanfängersortimentnadelkissengläser zu gestalten und zu befüllen! Vielen Dank an Ringelmiez für Anregung und Tutorial!

So sehr ich echte Kerzen in Martinslaternen liebe, so sehr gruselt es mir in Weihnachtsbäumen und Adventskränzen davor. Unser Weihnachtsbaum wird also immer von einer elektrischen Lichterkette illuminiert und ich finde das eigentlich auch ganz hübsch. Für den Adventskranz gibt es zwar echte Kerzen, doch nicht mehr in Kombination mit Nadelgestrüpp, nachdem uns ein Adventskranz in Flammen aufging. Zum Glück saßen wir gerade am Tisch und konnten rasch löschen. Es ist unglaublich, wie schnell und hoch Flammen lodern können!


Dieses Jahr habe ich die Kerzen in eine alte Gugelhupfform gestellt und jede Menge kleine Kugeln dazu gepackt. Auf Instagram wurde angemerkt, dass die Kerzen sich gegenseitig schmelzen werden. Das warte ich mal ab :)

Als der Jüngste noch sehr viel jünger war und deutlich längere Haare hatte, beugte er sich über den brennenden Adventskranz und verlor sehr schnell einige Strähnen seines wunderschönen Haares. Er (und wir) kam mit dem Schrecken davon, doch den Geruch der brennenden Haare habe ich noch immer in der Nase. Ich bin also in der besinnlichen Kerzen-Zeit nicht ganz entspannt und romantisch gestimmt.

Im Nähzimmer habe ich heute noch ein paar Gläser „umnäht“. 


Man kann Kerzen in die Gläser stellen oder kleine Lichterkette  reinstopfen, hübsch sieht beides aus.


Von den Pinguin-Lichtsäcken wird es noch einige mehr für den Weihnachtsmarkt gegen, ich habe schon elf weitere Pinguine gestickt, doch dann rief der Abendhunger und hinterher das Sofa. Morgen also! (Die Pinguin-Stickdatei ist von Anja Rieger!)

Morgen werde ich fertig mit der Weinachtsmarktnäherei, danach nähe ich mir Röcke aus den wunderschönen Stoffen die in dem Päckchen sind, das unglücklicherweise noch in der Postfiliale liegt.

Wir schenken uns im Freundeskreis ja nix zu Weihnachten. Ehrlich. Wir haben ja alles.

Aber so Kleinigkeiten …

Dieses Jahr gibt es:

– ein Tütchen gebrannte Mandeln (und Haselnüsse) nach diesem Rezept (allerdings ohne Vanillezucker und Zimt)

– ein Gläschen Schoko-Dattel-Aufstrich, das Rezept habe ich hier schon mal aufgeschrieben

– ein Fläschchen selbstgerührten Baileys. 

Das Baileys-Rezept gibt es in zig Variationen im Netz, meines ist dieses: 200ml Sahne, 60 ml Whisky (es muss nicht der allerteuerste, aber bitte auch nicht der allerbilligste sein), 60g Puderzucker, 1 TL löslicher Kaffee, 1 TL lösliches Kakaopulver sehr, sehr gründlich vermixen. Ich nehme dafür einen Salatsoßenschüttelbecher.

Außerdem gibt es kleines, selbstgenähtes Schnickeldi, manchmal an eine Flasche Wein oder eine Tafel Schokolade gebunden.

Diese Geschenke vorzubereiten macht mir Stress. Ich fange immer zu spät an, mindestens eine Zutat fehlt und dann vergeige ich etwa sieben Ettiketten, weil ich immer Bayleys schreibe oder Geschnek oder Wheinachten. Ich werde mich nicht entscheiden können, welches Bändchen am Hübschesten zum Glasinhalt aussieht und wegen des gewissenhaften Abschmeckens der verschieden Baileyschargen werde ich mittags um zwei schon gehörig einen im Tee haben. Eine gebrannte Mandel wird mir sehr schlimm die Zunge verbrennen und wenn das letzte Glas endlich mit dem Aufstrich befüllt ist, muss ich nur noch mich und die gesamte Küche von dem klebrigen Zeugs befreien. Und nach dem ganzen Süßbabbsch ein Leberwurstbrot essen. Mit Senf.

Wir überreichen uns unsere „wir schenken uns nix“-Kleinigkeiten traditionell beim Niersteiner Weihnachtsblasen am 23. Dezember. Und wenn wir langjährigen Freunde dann so zusammenstehen, nach dem Singen von Weihnachtsliedern und mit einem Glühwein in der Hand, dann freue ich mich einfach sehr, dass wir uns nix schenken. Nur eine klitzekleine Kleinigkeit für die Herzmenschen.

*****

Sie fragten nach dem Splitterkuchenrezept, bitte sehr:

Splitterkuchen für eine Springform mit 28cm Durchmesser

350g Margarine

350g Zucker

6 Eier

400g Mehl

1 Pckg Backpulver

Zu einem Rührteig verarbeiten.

100g gehackte Blockschokolade

100g geriebene Haselnüsse unterrühren

Bei 180°c Ober/Unterhitze 60 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen

1/2 Pckg Puderzucker

2 EL Kakao

2 EL Wasser

1/2 Ecke Palmin schmelzen

verrühren und auf den Kuchen streichen. Den noch klebrigen Guss mit Smarties, Walnusshälften oder Sonstigem verzieren, optional.

Keine Lösung für den Alltag, aber heute wurde das Novembergrau von jede Menge Köstlichkeiten vom Geburtstagsbrunch-Buffet bei lieben Freunden verscheucht. (und ziemlich viel Pro Secco) Neben feinem Essen (und Getränk) gab es viel Gelächter und schöne Gespräche, ich kam heute abend sehr erfüllt wieder heim und gedenke mindestens drei Tage von diesem Sonntag zu zehren.

Für den Brunch hatte ich gestern die vier Aufstriche gerührt, Sie fragten nach Rezepten. Bitte sehr:

Schoko-Dattel-Aufstrich:

180g Datteln ohne Stein

200g Cashewkerne (in einer Pfanne ohne Öl kurz angeröstet)

und 125 ml Wasser mit dem Pürierstab zerkleinern.

60g Butter schmelzen und zusammen mit

1 TL Kakao, 1/2 TL Zimt und 1 EL Zuckerrübensirup zur Dattel-Cashew-Mischung rühren.

***

Datteldip

(eigentlich ein Thermomixrezept, aber siehe da: klappt wunderbar ohne)

250g Datteln ohne Stein

300g Frischkäse

2 El Naturjoghurt

1 Knoblauzehe

-> pürieren.

Mit Kreuzkümmel, Cayennepfeffer, Garam Masala abschmecken

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Lachscreme

100g Räucherlachs

200g Frischkäse

1 TL saure Sahne oder Naturjoghurt 

-> pürieren.

Mit Zitronensaft, Meerettich und Dill (frisch oder TK) abschmecken.

***

Tomaten-Kräuter-Aufstrich

eine handvoll getrocknete Tomaten

eine Knoblauzehe

200g Frischkäse

-> pürieren.

mindestens 5 Blätter Basilikum

3 Zweige (Zitronen)Thymian

-> sehr fein hacken und in den Aufstrich rühren.

Mit Zitronensaft und Cayennepfeffer abschmecken

***

Alle Aufstriche halten sich ein paar Tage im Kühlschrank. Sie schmecken prima zu ziemlich jeder Brotsorte, die Lachscreme mögen wir auch gerne zu Pellkartoffeln.

Guten Appetit.

***

Für die Rinderbrühe schreibe ich das Rezept nicht auf, das variiert je nach Fleischmenge oder Sorte (von Tafelspitz über Suppenstück bis Beinscheibe) und was an Gemüse vorhanden ist. Viel Kochzeit braucht sie, nur gutes (teures) Fleisch und am nächsten Tag schmeckt sie noch besser.

27., 28., 29. November

29. November 2015

Das besinnnliche Wochenende des ersten Advents haben wir mit dem Ausräumen unserer Küche einläutet. Es ist nämlich schon ziemlich lange her, seit Decke und Wände gestrichen wurden und das war nun wirklich dringend, dringend nötig.

Freitag räumte ich die Küchenschränke aus und rückte die Möbel in der Mitte des Raumes zusammen. Geschirr und Krusch und Kram wurden im Wohnzimmer zwischengelagert, Lebensmittel im Wintergärtchen. Am Abend hängten wir die Lampen ab, am nächsten Tag sollte es losgehen.

Samstag morgen durfte ich in meine geliebte Renovierungslatzhose klettern! Geliebt, weil auf ihr jede Farbe zu finden ist, die jemals in der Grünen Villa gestrichen oder lackiert wurde. (und auch geliebt, weil ich sie mir als Umstandshose während der Schwangerschaft mit der Tochter kaufte)

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Beim Renovieren versuchen der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib durchaus einen hohen Harmonielevel zu halten, doch unglücklicherweise haben wir sehr unterschiedliche Herangehensweisen an diese Streicherei. Ich arbeite gerne nach Augenmaß und schiebe mir ein Stück Zeitung unter die Stelle, die gerade gestrichen wird. Der beste Vater meiner Kinder hingegen verklebt, verhängt und verhüllt alles. Das dauert wirklich sehr, sehr  lange und ich hätte in dieser Zeit vermutlich schon dreimal gestrichen, beim Entfernen der Farbspritzer und -kleckse zögen wir dann aber zeitlich wieder gleichauf, denke ich. Die Vorbereitungen kosteten uns einige Stunden, das Streichen von Decke und Wänden war dann aber in zwei Stunden erledigt, zumal wir nicht auf saubere Wand/Decke-Übergänge achten mussten. Auf Wunsch des besten Vaters meiner Kinder sind beide schlicht weiß. (nach schweinchenrosa, blau, rot, hellblau und zartrosa eigentlich sehr schön!)

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Während Decke und Wände trockneten, bearbeiteten wir die Arbeitsplatte und die Rückwand hinter Herd und Spüle mit Stahlwolle und Scheuermittel. Unsere Arbeitsplatte ist aus stabverleimter Buche. Das sieht sehr schön aus und ich würde es auch nie wieder anders haben wollen, doch ab und zu muss man da ein bißchen Arbeit reinstecken. Vor allem die Wand hinter dem Herd hatte mächtig „Patina“, das Schrubben lohnte sich. Nach dem Schrubben wurden die Platten mit Leinöl behandelt und jetzt sehen sie aus wie neu. Nein, stimmt nicht. Sie sehen sauber und gepflegt aus, haben aber viele Spuren, Kratzer und Flecken. Es ist eben eine Arbeitsfläche.

Während der beste Vater meiner Kinder Leinöl ins Holz rieb, begann ich mit dem Lackieren der Schränke.

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Zwischendurch gab es ein schnelles Abendessen und gegen elf Uhr machten wir Feierabend. Verdient.

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Am Sonntag lackierte ich die restlichen Schränke. Und weil ich schon mal dabei war, auch noch den Küchenhocker und die Küchentür. Der beste Vater meiner Kinder hängte Regale und Lampen auf und entsorgte sämtliche Pappkartons, Folien und Abklebebänder. Den Rest des Tages räumte ich Geschirr und Krusch und Kram wieder in die Küche und packte direkt noch ein wenig Weihnachtsdeko dazu. Das ganz normale Leben sorgte dann für die restliche Dekoration und das „jetzt sieht es aus wie immer und nicht mehr wie im Katalog“.

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Die Farbe der Küchenschränke ist übrigens ein zartes Hellblau, keine Ahnung, wo dieser violette Hauch herkommt.

Und falls Sie denken, dass es doch erst vorgestern war, als die Küche von türkis zu gelb wechselte – das war bereits am 29. März 2013!