Das perfekte Dinner

6. März 2010

bekommen der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib heute abend kredenzt.

“Wir kochen!”, sprachen die Kindelein gestern, wälzten Kochbücher und ließen beim Einkaufen einen halben Monatslohn im Supermarkt.

Das Menü liest sich gar köstlich:

Himbeer/Orangen-Mimosa als Aperitif

Crostini mit verschiedenen Köstlichkeiten

Garnelen-Ziegenkäse-Tarte

Vanilleeis mit Schokoladensauce

Ich bin bereits sehr hungrig. Und aus der Küche verbannt.

Also sitze ich im Wohnzimmer und lausche dem Geschehen, grinse ein bißchen, weil drei Kinder über 500g Zwiebeln schluchzen und eine angeregte Diskussion entstanden ist, ob das Olivenöl samt Salz und Zucker zum Karamellisieren der Zwiebeln zusammen MIT den Zwiebeln in die Pfanne soll oder zuerst erhitzt werden müsse. Und ich darf nix sagen.

Nur geräuschvoll mt dem Magen knurren.

*****

Ich habe ein Stückchen Ziegenkäse in den Mund gesteckt bekommen. Dabei wollte ich gar nicht schimpfen, als der Große die Himbeeren samt Kochlöffel pürierte.

Die Stimmung in der Küche ist beinahe gut.

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Bilder?

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Küche und so

5. März 2010

Immer noch nicht fertig.

Schon wieder eingeräumt, aber irgendwie noch nicht … schön. Die Kleinigkeiten fehlen noch.

Die Topflappen zum Beispiel. Die passen da nicht rein. Das Blau ist falsch. Ja, so was stört mich.
Die Erdbeertopflappen, die ganz wunderbar reinpassten, musste ich heute leider verabschieden, nachdem ich sie zu nahe an die Gasflamme gelegt hatte und ein hübsches kleines Feuer so nebenbei beim Kochen entfachte. (passiert mir ständig mit Topflappen und Geschirrhandtüchern, Gasflammen sind böse.)

Ein Blick in die andere Richtung.
Hier hat sich noch nix verändert, alles noch weiß/grün mit roten Tupfen.

Genug abgelenkt. Neue Vorhänge für den Schrank nähen.

(und falls Sie sich fragen, weswegen ich in der Küche nähe, obwohl ich ein Nähzimmer habe: das Nähzimmer ist eben auch Arbeitszimmer und wird manchmal durch lange calls blockiert.)

heute:

4. März 2010

Lackrolle schwingen.

Gerne wäre ich schon beim Punkt:

“Erleichert lächelnd räumte sie die letzten Teller zurück ins Regal und ärgerte sich ein wenig, dass der Lack einige Punkte auf´s Parkett gekleckst hatte.”

Ich arbeite unter erschwerten Bedingungen in einer eher antiken langen Unterhose, die ich hemmungslos verkleckern darf. Meine wunderbare rote Arbeitslatzhose, die ich sonst immer trage, wenn´um viele Farben geht, ist in der Waschmaschine. Ich hoffe, dass die Wahl meiner Arbeitskleidung keinen Einfluß auf das Ergebnis hat.
Und jetzt sollte ich wohl einfach mal beginnen. Erst Griffe und Knäufe abschrauben. Dann die Kanten lackieren.

Auf jetzt. (bin eigentlich müde)

*****

Korrektur: die rote Latzhose lag noch vor der Waschmaschine. Arbeitskleidung somit optimal!

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Kaffeepäuschen.
Deshalb hier: das letzte schlechte Portrait vor der grünen Küche:

denn bald … ist alles anders :)

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Nach dem Renovieren

1. März 2010

ist vor dem Renovieren.

Decken und Wände in Wohnzimmer und Küche strahlen frühlingsfrisch, die Decken weiß, die Wände zartrosa, wie Erdbeerjoghurt. Gestern abend, zweiunzwanzig Uhr beendeten wir für´s Erste das Schuften. Am Donnerstag mache ich weiter, deshalb gibt´s FERTIG!-Bilder erst frühestens am Freitag :)

Das Wochenende war so:

(chaotische Renovierungsbilder und nackte Füße)

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Käsebrotpause

27. Februar 2010

Als mein Blick so durch die Küche schweifte, fiel mir auf, dass die Decke seit acht Jahren nicht mehr gestrichen wurde. Die im Wohnzimmer auch nicht. Das sah man, als die Spinnweben weggesaugt waren.

“Streichen wir doch rasch die Decke”, sprach Frau … äh … Mutti zum besten Vater meiner Kinder, meinend: “Streich DU mal rasch die Decke!”, denn Decke streichen ist fies.

“Na gut”, resignierte er.

Ich habe also heute morgen sämtliche Bücherregale ausgeräumt und Bilder abgehängt, Sofakissen verstaut und hundert Kisten Schnickeldi vor Farbspritzern gerettet. Und mich im kahlen Wohnzimmer gedreht. An den Wänden sind die Schatten der Bilder, in der Ecke zwischen Wand und Decke sind tiefe Schatten.

“Lass uns, wenn wir eh schon ausgeräumt haben, die Wände auch gleich streichen.”, sprach Frau … äh … Mutti zum besten Vater meiner Kinder.

“Na gut”, resignierte er.

Jetzt rasch Farbe kaufen gehen. Gut, dass die Sonne scheint, da macht das Wuseln doppelt soviel Spaß.

(Insider: sehnsüchtige Grüße nach Betageuze.)

Frau … äh … Mutti ist im Putzwahn.

Es begann harmlos mit der Suche nach Gewürznelken für das Rotkraut und endete mit dem Kreuzschlitzschraubenzieher, einem neuen Regal in der Küche und dem dringenden Bedürfnis, viele Stunden im Nähzimmer zu verbringen, um das, was auf das Regal soll, funktionell zu gestalten.

Dazwischen liegt das Entsorgen eines widerlich klebrigen Schrankeinlegepapiers. (Sie wissen, so ein Wachspapier, das man zum Schutz des Regalbrettes einlegt. Haben unsere Großmütter gemacht. Ich hab sowas im Schrank mit den Ölflaschen und weiß nun, warum. Urx.) Und das Leeren von diversen Dosen mit teils undefinierbarem (Gewürz)Inhalt. Ich glaube, es war Paprikapulver. Es war jedenfalls rot.

Gefunden habe ich die Dose mit dem Brezelsalz und zwei aufgerissene Tüten Brezelsalz. Herrjeh, ich bin eine echte Schlampe. Und dabei hatte ich mir doch vorgenommen, keine Lebensmittelleichen mehr zu verstecken.

Ausserdem fand ich eine unangebrochene Packung Gewürznelken. Nicht dass wir ständig Gewürznelken knabbern würden. Ich habe lebenslang ausgesorgt, mit diesem Päckchen und dem, das ordentlich eingedost bereits im Schrank war.

Muskatnüsse habe ich auch. Ziemlich viele. Theoretish könnte ich einen Muskatnusskuchen backen. Praktisch ahne ich, dass der nicht schmeckt.

Ausserdem habe ich vier verschiedene Sorten/Farben Pfefferkörner , aber nur zwei Pfeffermühlen. Und von diesen zwei Pfeffermühlen mahlt mir die eine eigentlich zu grob und die andere funktioniert nicht so richtig.

Zwischen den Gewürzmassen fand ich diese Probepäckchen, die manchmal irgendwo dranhängen oder in Zeitschriften kleben (wobei: das sind dann eher Cremepröbchen, die ich aber auch nicht benutze. Hm.). “Versuchen Sie unseren tollen Apfelessig”-Alupäckchen. Oder “neue verbesserte Salatkrönung”. Oder “Salatsoßenfix für Anfänger”. Benutze ich nie. Werfe ich aber auch nie weg, weil ich sie vielleicht irgendwann mal brauche. Notfallmäßig. Falls ich dringend Apfelessig brauche. Oder spontan Gäste anreisen und ich nur Salat und nix für ein anständiges Dressing im Haus habe. Könnte ja passieren. Ich hab alles weggeworfen.

In der Ecke dümpelte der letzte Versuch, eigenes Knoblauchöl zu produzieren. Trübes Öl mit pelzigem Rosmarinzweig und braunen Knoblauchzehen. Wo entsorgt man das? Sondermüll?

Der Öl- und Essigschrank ist mittlerweile wieder hübsch übersichtlich  und ich bin sehr erstaunt, sieben verschiedene Öle gefunden zu haben, die ich tatsächlich alle benutze. War mich garnicht klar, dass es so viele sind. Ausserdem drei Sorten Essig. (und das Apfelessigpröbchen kippe ich ins Rotkraut, da passt das gut rein).

Die vielen verschiedenen Gewürze warten auf lichtdichte Verpackung, dann dürfen sie auf das neue Regal.

(und nächste Woche oder so muss ich alles wieder ab- und ausräumen, um streichen/lackieren zu können. Nie langweilig hier.)

und deshalb müssen die Schokonikoläuse endlich weg, bevor die Schokohasen im Schrank gammeln liegen.

Das jüngste Kind zertrümmerte voller Wonne mit dem Schnitzelklopfer einen Schokonikolaus,

während ich Stärke abmaß.

Ein Liter Milch in den Kochtopf (ein bißchen davon zum Anrühren der Stärke nehmen) und für das volle Schokoaroma noch eine halbe Tafel Schokolade dazu.


Die Schokolade schmilzt, die Milch kocht, die Flamme wird abgedreht und die angerührte Stärke ordentlich untergerührt.

Zweimal Schokopudding-Nachtisch für fünf Menschen. (und wäre der Hagelslag nicht aufgegessen, hätte man noch welchen drüberstreuen können. Für den Schoko-overkill)

Kinderleicht gemacht und ganz ohne Tütchen :)