Es ist jetzt schon ein paar Wochen her, seit ich im Nähzimmer einen kleinen Weihnachtsvorgeschmack hatte.

Die Pakete türmten sich!

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Den Namen haben Sie vermutlich an vielen Stellen im Internet bereits gelesen, hier im Blog auch schon: eve. Die Menschen bei eve haben sich vorgenommen, das Thema Schlaf komplett abzudecken und deshalb nach der bereits bekannten Matratze (über die schrieb ich hier und hier) eine neue, dickere, in Deutschland produzierte Matratze hergestellt. Außerdem gibt es Kissen, ein Deckbett und die passende Bettwäsche für Kissen, Decke und Matratze. Das ganze Sortiment trudelte nach und nach bei mir ein und ich freute mich sehr aufs Test-Schlafen.

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Die neue Matratze fand ihren Platz zunächst im Nähzimmerbett, in das ich gerne mal ausweiche, wenn ich allein sein möchte. Oder zum Mittagsschlaf, weil auf dieses Bett darf der Hund und das ist so wunderbar kuschelig, wenn sich ein Hund schlafend in die Kniekehlen schmiegt … aber ich schweife ab. Die neue Matratze wird in das Bett der Tochter umziehen, so wie diese wieder aus Afrika heimkommt.

Nachdem Lola die Kissen sehr gewissenhaft auf merkwürdige Gerüche und außer dem bekannten „hat in Plastik-Verpackung gelegen“-Geruch keinen fand,

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ließ ich die Kissen einen Tag zum Lüften liegen und bezog sie dann. Der beste Vater meiner Kinder und ich testeten die Kissen, mittlerweile ist auch der Große als Tester eingesprungen.

Der beste Vater meiner Kinder mag sein Kissen sehr, findet es schlicht gemütlich. Ich mochte meines zum Liegen gar nicht. Es ist mir zu flach und das Material verhindert, dass ich es mir in Form knautschen kann. Ich bleibe also meinem (dicken) Federkissen treu. ABER: ich liebe das eve-Kissen sehr, wenn ich im Bett sitze und mich an die Wand lehne. Dann bietet es genau das richtige Maß an Stabilität und ich kann bequehm meinen Morgenkaffee im Bett trinken. Ein Kissen aber nur zum Anlehnen zu benutzen ist echte Vergeudung, deshalb testet der große Sohn nun ebenfalls. Und er – ganz mein Sohn – befindet das Kissen als zu flach. Aber mit seinem anderen Kissen darüber sei es perfekt, meint er und das wiederum kann ich mir gar nicht vorstellen, weil dann schläft man fast sitzend. Nun gut. Wir werden das Kissen auch noch an den Jüngsten weiterreichen, ich bin gespannt, ob er Mama- oder Papakind ist :)

Das Deckbett ist der Knaller!

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Es besteht aus zwei unterschiedlich dünnen Decken, die miteinander mit Knöpfen zu einer ganz dicken Decke verbunden werden können. Also quasi drei-in-eins, für alle Jahreszeiten. Ein ganz dünnes Deckbett für den Sommer, ein mittleres für die Übergangszeiten und ein wirklich dickes für kalte Winter oder Frostmotten wie mich.

Das Deckbett ist zu 90% mit Daunen und zu 10% mit Federn befüllt, es wird in Dänemark produziert. Ich weiß, dass viele meiner LeserInnen Daunenbefüllungen kritisch gegenüberstehen, doch für mich gibt es eigentlich keine Alternative. Ich werde mit Polyesterfüllungen – Achtung, fieses Wortspiel – einfach nicht warm. Ich brauche Gewicht auf den Schultern zum Schlafen und finde, dass sich Daunen so viel besser anschmiegen als jedes andere Material. Mein Kompromiss mit der umstrittenen Daunenbefüllung ist, das Deckbett sehr zu pflegen. Lüften, ausschütteln und regelmäßig waschen. Dann hält es sehr, sehr lange und wird wertgeschätzt.

Der gar nicht mehr so kleine Hund darf nicht mit meinem Deckbett kuscheln, schon gar nicht ohne Bezug.

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Doch das Bild war allzu niedlich und mangels entzückender Kleinkinder, die sich zu Werbezwecken unter dem Deckbett verstecken, durfte sich Lola ein paar Minuten lang total verwöhnt fühlen.

Die Bettwäsche für Kissen, Decke und Matratze ist aus 100% Baumwolle und schlicht weiß.

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Unsere Betten wollte ich nur einmal, nämlich für die Hochzeitsnacht, weiß beziehen, weil ich dachte, das gäbe dieser ganzen Aktion einen feierlichen Anklang. Ich bügelte also im Schweiße meines Angesichts die frischgewaschene, alte Damastbettwäsche aus der Aussteuer meiner Oma, um dann beim Beziehen der Deckbetten zu bemerken, dass die Aussteuerbettwäsche für deutlich kürzere Deckbetten genäht worden war. Ich fand aber im Schrank noch ungefärbte „normale“ Bezüge und somit war das Hochzeitsnachtbett blütenweiß. (und ja, ich war schon schwanger, es hätte sich nicht gelohnt, das Laken rauszuhängen)

Nähkästchen zu.

Die Bettwäsche von eve ist sehr fein, sehr glatt …

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… und ich war mir sofort sicher, dass ich das nicht mögen würde. „Glatt“ verbinde ich mit „kühl“ und wer will schon ein kühles Bett? Ich wurde allerdings rasch eines Besseren belehrt, denn „glatt“ bedeutet einfach nur „glatt“ und das ist ein ziemlich luxuriöses Gefühl auf der Haut! Meine Haut kannte bisher nur Bettwäsche aus dem blaugelben Möbelhaus und die kann qualitativ natürlich nicht mithalten.

Zusammenfassung:

Wir schlafen seit Monaten auf unserer großen eve und mögen sie sehr. Ich schlief öfter auf der kleinen eve im Nähzimmer, nachts oder mittags, die allerbeste Freundin ein paarmal als Gast, wir sind beide sehr zufrieden. Die Kissen sind gut, aber nicht knautschbar. Das Deckbett gebe ich nie wieder her, auch wenn der beste Vater meiner Kinder schon mehrmals vorschlug, dass er doch auch mal testen könnte. Keine Chance! Die Bettwäsche ist fein und eine tolle Ergänzung für das Rundum-Schlafpaket von eve, insbesondere natürlich für die Kissen, die ein ungewöhnliches Format haben.

Sollte eve demnächst noch Nachthemden, Schlafmützen und Nachttöpfe ins Sortiment aufnehmen, werde ich diese natürlich genauso interessiert und gründlich testen, wie Matratze, Kissen, Deckbett und Bettwäsche. Und Sie – selbstverständlich mit Werbe-Warnung! – darüber informieren.

Zum Schluss …

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Der große Sohn bekam dann auch noch ein Geburtstagsgeschenk.

Wir schenken uns im Freundeskreis ja nix zu Weihnachten. Ehrlich. Wir haben ja alles.

Aber so Kleinigkeiten …

Dieses Jahr gibt es:

– ein Tütchen gebrannte Mandeln (und Haselnüsse) nach diesem Rezept (allerdings ohne Vanillezucker und Zimt)

– ein Gläschen Schoko-Dattel-Aufstrich, das Rezept habe ich hier schon mal aufgeschrieben

– ein Fläschchen selbstgerührten Baileys. 

Das Baileys-Rezept gibt es in zig Variationen im Netz, meines ist dieses: 200ml Sahne, 60 ml Whisky (es muss nicht der allerteuerste, aber bitte auch nicht der allerbilligste sein), 60g Puderzucker, 1 TL löslicher Kaffee, 1 TL lösliches Kakaopulver sehr, sehr gründlich vermixen. Ich nehme dafür einen Salatsoßenschüttelbecher.

Außerdem gibt es kleines, selbstgenähtes Schnickeldi, manchmal an eine Flasche Wein oder eine Tafel Schokolade gebunden.

Diese Geschenke vorzubereiten macht mir Stress. Ich fange immer zu spät an, mindestens eine Zutat fehlt und dann vergeige ich etwa sieben Ettiketten, weil ich immer Bayleys schreibe oder Geschnek oder Wheinachten. Ich werde mich nicht entscheiden können, welches Bändchen am Hübschesten zum Glasinhalt aussieht und wegen des gewissenhaften Abschmeckens der verschieden Baileyschargen werde ich mittags um zwei schon gehörig einen im Tee haben. Eine gebrannte Mandel wird mir sehr schlimm die Zunge verbrennen und wenn das letzte Glas endlich mit dem Aufstrich befüllt ist, muss ich nur noch mich und die gesamte Küche von dem klebrigen Zeugs befreien. Und nach dem ganzen Süßbabbsch ein Leberwurstbrot essen. Mit Senf.

Wir überreichen uns unsere „wir schenken uns nix“-Kleinigkeiten traditionell beim Niersteiner Weihnachtsblasen am 23. Dezember. Und wenn wir langjährigen Freunde dann so zusammenstehen, nach dem Singen von Weihnachtsliedern und mit einem Glühwein in der Hand, dann freue ich mich einfach sehr, dass wir uns nix schenken. Nur eine klitzekleine Kleinigkeit für die Herzmenschen.

*****

Sie fragten nach dem Splitterkuchenrezept, bitte sehr:

Splitterkuchen für eine Springform mit 28cm Durchmesser

350g Margarine

350g Zucker

6 Eier

400g Mehl

1 Pckg Backpulver

Zu einem Rührteig verarbeiten.

100g gehackte Blockschokolade

100g geriebene Haselnüsse unterrühren

Bei 180°c Ober/Unterhitze 60 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen

1/2 Pckg Puderzucker

2 EL Kakao

2 EL Wasser

1/2 Ecke Palmin schmelzen

verrühren und auf den Kuchen streichen. Den noch klebrigen Guss mit Smarties, Walnusshälften oder Sonstigem verzieren, optional.

Keine Lösung für den Alltag, aber heute wurde das Novembergrau von jede Menge Köstlichkeiten vom Geburtstagsbrunch-Buffet bei lieben Freunden verscheucht. (und ziemlich viel Pro Secco) Neben feinem Essen (und Getränk) gab es viel Gelächter und schöne Gespräche, ich kam heute abend sehr erfüllt wieder heim und gedenke mindestens drei Tage von diesem Sonntag zu zehren.

Für den Brunch hatte ich gestern die vier Aufstriche gerührt, Sie fragten nach Rezepten. Bitte sehr:

Schoko-Dattel-Aufstrich:

180g Datteln ohne Stein

200g Cashewkerne (in einer Pfanne ohne Öl kurz angeröstet)

und 125 ml Wasser mit dem Pürierstab zerkleinern.

60g Butter schmelzen und zusammen mit

1 TL Kakao, 1/2 TL Zimt und 1 EL Zuckerrübensirup zur Dattel-Cashew-Mischung rühren.

***

Datteldip

(eigentlich ein Thermomixrezept, aber siehe da: klappt wunderbar ohne)

250g Datteln ohne Stein

300g Frischkäse

2 El Naturjoghurt

1 Knoblauzehe

-> pürieren.

Mit Kreuzkümmel, Cayennepfeffer, Garam Masala abschmecken

***

Lachscreme

100g Räucherlachs

200g Frischkäse

1 TL saure Sahne oder Naturjoghurt 

-> pürieren.

Mit Zitronensaft, Meerettich und Dill (frisch oder TK) abschmecken.

***

Tomaten-Kräuter-Aufstrich

eine handvoll getrocknete Tomaten

eine Knoblauzehe

200g Frischkäse

-> pürieren.

mindestens 5 Blätter Basilikum

3 Zweige (Zitronen)Thymian

-> sehr fein hacken und in den Aufstrich rühren.

Mit Zitronensaft und Cayennepfeffer abschmecken

***

Alle Aufstriche halten sich ein paar Tage im Kühlschrank. Sie schmecken prima zu ziemlich jeder Brotsorte, die Lachscreme mögen wir auch gerne zu Pellkartoffeln.

Guten Appetit.

***

Für die Rinderbrühe schreibe ich das Rezept nicht auf, das variiert je nach Fleischmenge oder Sorte (von Tafelspitz über Suppenstück bis Beinscheibe) und was an Gemüse vorhanden ist. Viel Kochzeit braucht sie, nur gutes (teures) Fleisch und am nächsten Tag schmeckt sie noch besser.

Donnerstage sind niemals grau, denn donnerstags treffe ich mich zur Hunderunde immer mit zwei Frauen und deren Hunden. Wir laufen gemeinsam eine sehr große Runde, unsere Hunde rennen zusammen durch die Wingerte und unsere Gesprächsthemen drehen sich – natürlich – größtenteils um die Hundewutzen. Das macht sehr viel Spaß und ist seit über einem Jahr ein fester Punkt im Wochenkalender. Außerdem gab auch heute das Wetter keinen Anlaß zur Klage und wenn das jetzt nicht endlich grau und eklig wird da draußen, muss ich auch nix bloggen. (Scherz, haha.)

Was ganz prima gegen graues, kaltes, nasses Wetter hilft ist Sommeressen oder eben solches, das an den Sommer erinnert. Papas arugadas (=runzelige Kartoffeln mit Salzkruste) mit Mojo Picon (scharfe, rote Paprikasoße) zum Beispiel. Sehr, sehr lecker und obendrein eine prima Möglichkeit, die ganzen Minikartöffelchen aus dem Garten zu verarbeiten.


Die klitzekleinen Kartoffeln sind auch fein als Beilage zu Ofengemüse, doch heute wurde sie zu dem:


Papas arugadas

ca. 800g kleine Kartoffeln in Salzwasser, einem halben Teelöffel Kümmel und einem Lorbeerblatt zehn Minuten kochen.

Danach die Kartoffeln bei 160 Grad Umluft in den Backofen.

Zwei Esslöffel Salz in einer Tasse Wasser auflösen, die Kartoffeln damit ca. alle zehn Minuten einpinseln/beträufeln.

Nach etwa 40 Minuten sind die Kartoffeln runzelig und mit einer schönen Salzkruste überzogen.

Sehr köstlich!


Das Mojo Picon dazu ist ebenfalls ganz rasch gerührt! Vorsichtig mit der Dosierung von scharfem Paprika und Chili, mein Mojo war sehr, sehr scharf. (aber das ist prima bei beginnendem Schnupfen, weil die Schärfe den Kopf freipustet)

50 Gramm trockenes Weißbrot klein würfeln und mit fünf Esslöffeln Weißweinessig, ca. sieben Esslöffeln Wasser und 100ml Olivenöl pürieren.

Zwei Knoblauszehen sehr fein schneiden und dazugeben.

Drei kleine getrocknete Chilischoten zerbröseln und dazugeben.

Ein Esslöffel edelsüßer Paprika, ein Esslöffel schärfer Paprika und einen Teelöffel Kreuzkümmel gründlich unterrühren.

Fertig, scharf! (man kann prima variieren und zum Beispiel altbackenes Brot nehmen, Tomaten, die dringend wegmüssen, dazugeben oder eben das Mojo weniger scharf machen)

Guten Appetit!

Damals, als ich süße 17 Jahre jung war, das Korsett (Bostonkorsett mit Milwaukee-Aufsatz wegen Skoliose) nach dreieinhalb endlosen Jahren endlich an den Nagel gehängt hatte, meldete sich das Knie. Die lange Leidensgeschichte kennen Sie ja, ich habe hier schon ausführlichst darüber berichtet. 

Damals dachte ich „was kannst du nur mal werden, so als orthopädisches Kuriositätenkabinett?“ Denn für den langen Artikel in einer Fachzeitschrift, der über mein Knie verfasst wurde, bekam ich natürlich keinen Pfennig. ;)

Krankenschwester wäre ich gerne geworden, doch wegen des Rückens riet man mir davon ab. Ich würde große Probleme bekommen, weil als Krankenschwester müsse ich ständig Menschen von A nach B tragen. Oder so ähnlich. Das leuchtete mir ein und deshalb beschloss ich Erzieherin zu werden.

Die Ausbildung schloss ich sehr gut mit Fachabitur und Studierwunsch ab, doch vorher musste ich arbeiten, der studierende Gatte musste unterstützt werden. Ich bewarb mich für die Stelle einer Erzieherin in einer städtischen Einrichtung, scheiterte aber letztlich am Tuberkulosetest. Der Pricktest schlägt bei mir nämlich immer positiv an, weil ich als Kind gegen TB geimpft wurde. Irgendwann hat man mir das mal erklärt, dass das mit aktiven und passiven Inhalten zu tun hat, aber eigentlich isses Wurscht. Ich habe keine TB und bekomme keine, muss aber jedesmal zur Sicherheit geröntgt werden, wenn ein Test erforderlich ist. So auch in diesem Fall. Das Röntgenbild zeigte eine einwandfreie Lunge, aber eben auch meine Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung) und die disqzalifizierte mich dann für die freie Stelle. Aufgrund dieser Beeinträchtigung sei mit häufigen Ausfällen zu rechnen, begründete man die Absage.

Damals war ich äußerst gefrustet, eine vierjährige Ausbildung für nichts? Welchen Beruf würde ich den uneingeschränkt ausüben können? Eigentlich konnte ich mir nur „Testschläferin für orthopädische Matratzen“ vorstellen. 

 

Nach vielen Jahren bin ich nun tatsächlich fast am Ziel angelangt, denn mittlerweile ist die zweite Matratze zum Testen in der Grünen Villa angekommen und ich bin somit diesem Berufswunsch einen entscheidenden Schritt näher. Neben der Matratze gibt es zwei Kopfkissen und die passende Bettwäsche, die ordentlich und ausgiebig beschlafen werden wollen. (und diese Formulierung klingt schon merkwürdig, aber mir fällt keine bessere ein)


Matratze, Kissen und Bettwäsche sind von eve, genauso wie die Matratze, auf der wir seit längerem  sehr zufrieden schlafen. Die neue Matratze ist fünf Zentimeter dicker, etwas stabiler am Rand, hat einen waschbaren Bezug und wird in Deutschland produziert. Außerdem stinkt sie nicht, das war mein einziger Kritikpunkt an der alten Matratze.


Als gewissenhafte Testschläferin werde ich also demnächst berichten können, ob ich noch besser, tiefer und kuscheliger schlafe.

Abschließend noch: meine Skoliose hat mir niemals zu schaffen gemacht. Weder während der Schwangerschaften, noch beim Schleppen der Kinder. Nicht beim Renovieren der Grünen Villa und auch nicht, wenn ich stundenlang ungünstig vor einem Monitor saß. Pfft.