CreepCakes

20. Februar 2011

Erst so:

später dann so:

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Eins, zwei, drei, vier,

31. Januar 2011

das Glück gehört mir.

So sagt man doch, wenn der Schornsteinfeger da ist.
Heute hat er kein Glück gebracht. Heizung, Schornsteine und Kamine seien zwar nicht zu beanstanden, doch eine sehr schlechte Nachricht habe er trotzdem: das Dach ist kaputt.

Es handelt sich um ein Eternitdach, ein recht flaches obendrein. Wir wollten es von Anfang an austauschen, denn Eternit ist böse. Doch allein die Entsorgung der alten Dachplatten ist so kostenaufwändig, dass wir stets Renovierungsprioritäten setzen mussten. Eine neue Terrasse zum Beispiel, damals vor zehn Jahren, weil die Räume unter der Terrasse bewohnbar gemacht werden sollten. Sechzig Quadratmeter Terrasse … teuer. Der Durchbruch zu den Räumen nach unten, samt Treppeneinbau und Verglasung des Vorraums … teuer. Unser wunderbarer alter Bus wurde uns zu Schrott gefahren und musste ersetzt werden … teuer. Diverse Elektrogeräte, eine neue Heizung … teuer, teuer, teuer.
Wir sparten immer wieder an und es reichte genau für ein anstehendes Renovierungsprojekt. Das nächste Projekt wäre das Dach gewesen. Ist es ja nun auch. Aber das Geld dafür liegt auf der Straße, die aufgezwungene Eigenbeteiligung bei der Straßensanierung, hurra.

Über Geld spricht man nicht, heisst es ja. Aber verdammt, ich
mache mir Sorgen, wenn auch nicht nur ums Geld oder über herumfliegende Asbestfasern. Ich habe so gar keine Lust auf Gespräche mit Handwerkern (“Ist Ihr Mann da? Ich kann das nur mit Ihrem Mann klären!”), Kostenvoranschläge, Entscheidungen, Lärm, Dreck, fremde Menschen im Haus und Rechnungen, die dann doch viel höher sind, weil ja immer alles anders kommt, als geplant.

Heute: ein mieser Tag. Aber der Schornsteinfeger kann ja auch nix dafür.

Hausfrauen-Workout

17. Januar 2011

Mit vollen Wäschekörben treppauf und treppab, trockene Wäsche abhängen, zusammenlegen, in Schränke räumen, nasse Wäsche aufhängen, Maschine neu beladen und auf dem Weg in die Halle rasch den Biomüll und das Altpapier mitnehmen.
Rasch mit keckem Hüftschwung Wohnzimmer umd Küche saugen, denn Renovierungsdreck wandert nachts heimlich in alle Räume. Dieser wunderbare Ofen im Wohnzimmer ist eine wahre Dreckschleuder. Mit jedem Öffnen der Ofentür zum Nachlegen von weiteren Wingertsknorzen wirbeln dicke Ascheflocken durch die Luft. Unter, neben und vor Holzkiste und -korb liegen Späne, Ästchen, Rindenstücke und fiese zentimeterlange Splitter. Staubwischen, kehren und dann wartete das Bad auf mich: nasse Tapetenfetzchen vermischt mit Unterputz und Staub, festgeklebt auf Fliesen, in der Wanne, unter dem Waschbecken, hinterm Klo – überall. Alte Farbspritzer, bisher immer großzügig übersehen, heute müssen sie weichen. Ein Päckchen Fugenfarbe muss warten, bis sämtliche Fugen staub- und fettfrei sind und deshalb scheuerte umd schrubbte und kratzte und wischte ich etwa zweieinhalb Stunden im Bad herum, bis das erste Kind hungrig aus der Schule kam. Die andere Hälfte des Trümmerbades muss bis nach den Hausaufgaben warten.
Und wenn mir jetzt noch jemand verraten könnte, warum der Abfluss des Waschbeckens trotz Reinigung mit jeder legalen Chemikalie stinkt, als sei jemand darin gestorben?!

Ich putze nicht gerne. Dieser ganze Haushaltskram hängt mirsonstwo. Aber heute, mit lauter Musik und diversen Schwämmen, Lappen, Lumpen und Bürsten im Bad, das hat richtig Spaß gemacht.
Morgen darf ich streichen!

(und danach direkt wieder Farbspritzer wegwischen, wahrscheinlich sehr viel weniger enthusiastisch, als ich das heute tat)

*****

Pause beendet und die Hausaufgaben sind auch beinahe geschafft.

Alles neu

4. Januar 2011

und manches neu entdeckt. Oder gebraucht übernommen.

Im Nähzimmer der Grünen Villa steht ein neues Maschinchen, dessen Einarbeitung mich wahrscheinlich einiges an Blut, Schweiß und Tränen kosten wird. (liebe Klecksefrau, jetzt gibt´s keine Ausrede mehr)

Noch nicht im Nähzimmer, aber irgendwann heute nacht, wenn wir fertig mit Umräumen sind, ein weiters Regal, bzw. ein Aufbau auf das bereits vorhandene. (mit Dank an Caligula und die böse Frisöse)

Und demnächst im und aus dem Nähzimmer:  Ausgehecktes mit Mme Ouvrage.

Diese Woche haben die Kindelein noch Ferien, doch ab nächster Woche gibt´s hier wieder regelmäßig Lesestoff.

Und heute …

11. November 2010

Regal hoch, andere Regale leeren, rumschieben, Regal in die Lücke, um/einräumen. Mit dem Staubtuch rumwedeln und den Staubsauger schwingen.

Dazu laute Musik und den einen oder anderen Hüftschwung.

Ja, ja, die Adventszeit naht und ich brauche schöne Räume für mein schönes Weihnachts-Schnickeldi.

(aus technischen Gründen und versuchsweise sind die Kommentare nicht in der Moderationsschlaufe)

*****

Nun. Ich hätte es mir ja denken können, dass alles nicht so einfach ist, wie ich dachte.

Und so stehe ich jetzt zwischen Bergen von Büchern und DVDs, schiebe Regale hin und her und wünsche mir die Wohnzimmeranbauwand in Eiche rustikal, weil die wäre so schwer, dass ich sie nicht eben mal rumheben könnte.

Einzig poszitiver Nebeneffekt: strahlende Sauberkeit auch hinter den Bücherregalen. Oh, und wussten Sie, dass diese blöden Drecksspielmäuse für Katzen, wenn sie hinter Regalen versteckt wurden, von MOTTEN gefressen werden? Zwei Spielmäuse voller Mottenklumpsch habe ich gefunden. Blöder Kater, kann der nicht besser auf sein Spielzeug aufpassen?

Pause beendet, weitermachen.

schaffe, schaffe, Teil II

1. November 2010

“Fertig!”, rief man nach einer Stunde geschäftigen Treibens aus dem Zimmer der Tochter.

nicht ganz, leider.

Der ganze Spaß dauerte dann doch bis in den Abend, da Aussparungen für Heizkörperrohre geschnitten und Türrahmen und Türen gekürzt werden mussten. Doch das Ergebnis ist ganz wunderbar und gefällt leider auch der Tochter.

Leider, weil dieses Zimmerchen ja immer noch eines meiner liebsten ist und ich sehr gerne mein Nähzimmer wieder dort unterbringen würde. Doch die Tochter will es einfach nicht mehr hergeben, deshalb warte ich eben, bis sie auszieht. (am 18. Geburtstag stell ich ihr die Koffer vor die Tür. Oder so.)

Heute steigt der beste Vater meiner Kinder auf´s Dach, bzw. auf den Dachboden und zieht noch einige Leitungen nach oben, denn die Stromversorgung in der Grünen Villa ist recht abenteuerlich. Der gesamte Strom hängt an einer Sicherung. Gut, dass der Mann früher mal gelernt hat, wie man so etwas verbessern kann.
Später werden Tapeten geklebt und irgendwann ganz spät heute abend/nacht kann ich vielleicht die erste Farbe an die Wand bringen.

*****

Baustellenessen gestern übrigens “Debbsiekrumbeern und Feldsalat”, “Debbsie” ist ein tiefes Blech, das mit Speck ausgerieben wird. Hinein kommen viele Krumbeern (=Kartoffeln) in Scheiben. Auf die Scheiben einige dicke Stücke/Scheiben Dörrfleisch und das Ganze bei 200°C Ober/Unterhitze so lange in den Ofen, bis das Dörrfleisch knusprig angebräunt ist. Dann das Dörrfleisch wenden und Zwiebelringe in gewünschter Menge darüberlegen. Die Soße für den Feldsalat mit Joghurt und Knoblauch rühren. Eines meiner Lieblingsessen seit ich zurückdenken kann und ein Erbe meiner Großeltern.

*****

Augen nach links oben zu den Novemberrezepten :)

(ein Archiv baue ich noch)

schaffe, schaffe.

31. Oktober 2010

vorgestern: das Zimmer wurde leergeräumt, Regale von den Wänden geschraubt und ich verabschiede mich von der roten Wand. Die hatte ich mir nämlich gestrichen, damals, als das Zimmer der Tochter noch Nähzimmer war.

Der Große beginnt mit dem Abspachteln der ersten Schichten und trifft auf psychedelische Blümchen.

gestern morgen: die letzte Tapetenschicht ist hartnäckig und beim Spachteln fliegt der Unterputz direkt mit von der Wand. Ich fluche mal wieder über diese Ruine. (wenn ich sie nicht so lieben würde …)

die allerliebste Freundin beschließt spontan mitzuhelfen, die Tochter spachtelt Fische an die Wand und kichert.

Spiegelmutti :)

saubere Wände, neue Leitungen sind gelegt und die vielen, vielen Löcher zugespachtelt.

heute: Boden.

(wird alles brav dokumentiert)

Feierabend …

30. Oktober 2010

für heute.

Mir fallen etwa zweitausend Dinge ein, die ich lieber mache, als Tapetenschichten von Rigipswänden zu kratzen, doch dem Erfinder des Tapetenlösers möchte ich hier an dieser Stelle meinen tiefsten Dank aussprechen. Und ebenfalls ein herzliches Danke an die allerliebste Freundin, die mit mir abkratzte. (höhö, toller Wortwitz)

Baustellenessen: Mohrenkopfbrötchen, Käsebrötchen und Tiefkühlpizza. Sehr ausgewogen.

Jetzt: Bett. Lesen und schlafen. (eine Stunde länger, hurra!)

Schichtweise.

29. Oktober 2010

Die Tapete mit unseren vier Farbschichten fiel mit einem befriedigendem “flapp!”
Die weiteren vier Tapetenschichten darunter mussen abgekratzt werden, Fetzen für Fetzen und der Unterputz bröckelt munter vor sich hin.

Der Zeitplan ist gefährdet.

*****

Morgen geht’s weiter – spachteln, Tiefengrund aufpinseln. Irgendwann tapezieren. Und den Boden legen. Meine Vorstellung galoppiert, die Realität aber spricht: da ist noch Haushalt nebenher, irgendwas essen müssen wir auch, obwohl keiner Lust zum Kochen oder Einkaufen hat und irgendwie soll ein Stückchen Erholung drin sein.

Ich seh das Zimmerchen schon vor mir, hell, leuchtend. Und ich freu mich darauf, wenn sich die Tochter abends in ihr Bett wirft und “mein Zimmer ist SO toll!” jubelt.

Vier Umzugskisten

29. Oktober 2010

voller Bücher aus Töchterleins  Zimmer stehen im Flur. Und das ist erst der Anfang, denn das ganze Schnickeldi und Gerümpel, das in einem Mädchenzimmer so rumsteht,-hängt,-liegt will verpackt und verstaut werden. Der Inhalt des Kleiderschrankes ist zum Glück überschaubar, doch das, was sich so unentbehrlich auf dem Schreibtisch stapelt, wird ebenfalls etwa zwei Kisten füllen.

Wenn das Zimmer leer geräumt ist, kommen Regale und der Sessel in das Zimmer des Jüngsten, Kleiderschrank und Bett ins “Wintergärtchen” und die Tapeten, die sich hoffentlich leicht abspachteln lassen, in große Müllsäcke. Der Teppich fliegt raus, ein helles Parkett (das heute irgendwann vom Schreier angeliefert wird, hoffentlich) wird verlegt und neue Tapeten werden an die Wände geklebt. Und wahrscheinlich quittengelb gestrichen. Aber das kann sich auch noch ändern, vielleicht werden die Wände auch grün. Oder lila?

Töchterlein löst ihr Geburtstagsgeschenk ein, ein Gutschein für eine Zimerkomplettrenovierung. Das stand dringend an, denn auf der Wand befinden sich mindestens fünf Farbschichten und der Teppich, der einmal grässliche Fliesen verstecken sollte, ist mittlerweile selbst grässlich. In der Farbwahl ist sie völlig frei, einzig bei der Auswahl des Bodenbelags verlangte ich Mitspracherecht, denn schließlich wird der Boden noch im Haus sein, wenn es die Tochter nicht mehr ist. Wir haben in den meisten Zimmern OSB-Platten als Bodenbelag und die liebe und schätze ich sehr. Doch sind diese Platten derzeit völlig unmodern und deshalb erst nach längeren Bestellfristen lieferbar. Oder in einem Sägewerk in Bayern direkt abzuholen. Oder in Orange zufällig noch in der Schreinerei lagernd, aber wer will schon orange auf Dauer? Töchterlein verlangte, dass der Boden zu einer gelben Wand passen müsse und da fühlte ich mich ihr sehr nahe, denn ich streiche auch gerne Wände, damit sie zur neuen Bettwäsche passen. Aber die Vernunft siegte und wir wählten einen hellen Birkenton. Bzw. wir teilten dem Schreinerfreund unsere Wünsche und Vorstellungen mit, die dieser an einen befreundeten Schreiner weitergab, der zufällig noch was Passendes Im Lager hatte und ja, ich bin gespannt, ob MEIN heller Birkenton auch der des Schreiners ist. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass Männer häufig ein etwas anderes Farbverständnis haben. Jedenfalls die Männer, die ich kenne. (pink, orange, violett sind alle lässig unter rot zusammengefasst, nur so als Beispiel. Zarte Nuancen von beispielsweise olivgrün, kakigrün, moosgrün führen zu massiver Überforderung und dürfen nur in Ausnahmefällen eingefordert werden.)

Noch schläft die Tochter (sie hat heute frei, ein Ausgleichstag für eine schulische Wochenendveranstaltung), doch spätestens in einer halben Stunde wird sie geweckt und dann wird geschuftet.

(hoffentlich kommt die Mutter der allerbesten Tochterfreundin auf einen ablenkenden Kaffee vorbei)