Apfel.
22. Februar 2010
Da liegt er nun.
Und ich will ihn nicht.
(ist so typisch: wenn ich´s nicht darf,will ich´s unbedingt. Und wenn ich´s habe, ist es uninteressant. Mpf.)
schwer. (und lang)
21. Februar 2010
Ich glaube, morgen ist der Tag des Fastenbrechens.
Die Kindelein saßen am Tisch und knusperten getoastetes Roggenbrot. Der Duft!
Auf dem Tresen steht ein Zitronenkuchen. Der Duft!
Es erfordert eine Menge Kraft, den vielen Düften zu widerstehen. Fasten darf man am Besten nur irgendwo in der freien Natur, möglichst nicht dann, wenn Walderdbeeren, Waldhimbeeren oder Heidelbeeren reif sind, denn die duften ja auch :)
Der Hunger - ist immer da. Mal mehr, mal weniger. Immer gut auszuhalten, aber störend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er tatsächlich irgendwann verschwindet.
Angeblich haben fastende Menschen mehr Zeit, weil die langwierige Nahrungsaufnahme wegfällt. Das stimmt in meinem Fall nicht. Ich koche jeden Tag und setze mich zu den Mahlzeiten mit der Familie an den Tisch. Denn Essen hat hier eben auch eine starke soziale Komponente. Mittagessen unter der Woche bedeutet neben der Nahrungsaufnahme auch Austausch über den Schulalltag und das tägliche Einerlei. Am Wochenende wird oft, weil mehr Zeit und Muse da ist, aufwändig und üppig gekocht, Mahlzeiten ziehen sich länger hin und werden förmlich “zelebriert”. Das Kochen am Wochenende ist oft experimentell, gemeinsam wird gerührt und geschnippelt. Und abgeschmeckt :) Es fehlt mir.
Da ich bereits jetzt, während des Schreibens, beginne zu resümieren, ist es wohl schon beschlossen für mich, dass ich es beende. Das Experiment “Fasten” endet dann natürlich nicht einfach so, denn ich kann morgen früh nicht einfach aufstehen und mir einen halben Liter Milchkaffe mit zwei Stücken Zitronenkuchen in den entwöhnten Magen stopfen.
Traditionell wird das Fasten mit einem Apfel gebrochen. Und es liegt da einer in der Obstschale, der mich verführerisch anblinzelt und mit dem ich morgen dann wohl ein intensives Rendezvous haben werde.
Eine leise Stimme versucht mir immer wieder einzureden, dass das aber eine schwache Leistung war, nur fünf Tage. Warum nicht eine Woche oder zehn Tage? Das ist völliger Blödsinn, entgegne ich im inneren Dialog. Niemand hat die Länge vorgeschrieben.
Es lebt sich gut, so ganz ohne Käsebrot und Nudeln. Tomaten,- Karotten- und Gemüsesäfte können wahre Geschmacksbomben sein und unsagbar glücklich machen. Aber Sie ahnen nicht, wie ich mich darauf freue, meine Zähne wieder zu benutzen. Zu kauen! Der Zunge und dem Gaumen etwas zu tun zu geben!
Ich nehme aus diesen fünf Tagen mit, dass es “ohne” auch geht. Ich bin kein spiritueller Mensch, der von irgendwelchen Dingen erleuchtet werden will oder aus religiösen Gründen fastet. Ich bin sehr spontan “oh ja, das probiere ich mal aus!” in die Sache hineingestolpert, habe einen Abend lang so viele Informationen wie möglich im www zusammengesucht und ein paar Tage später dann einfach angefangen. Aus schierer Neugierde. Und diese Neugier macht´s mir womöglich auch zum Verhängnis, bzw. verhindert, dass ich noch ein paar Tage dranhänge. Ich höre ständig in meinen Körper hinein, will mitkriegen, was da passiert. Versuche jedes Gurgeln und Grummeln zu interpretieren und schaffe es nicht den “es gibt halt einfach nix und gut jetzt”-Status zu erreichen. Das ist sehr interessant, denn an gartenarbeitsintensiven Sommertagen denke ich kein bißchen ans Essen und muss regelrecht daran erinnert werden. Jetzt, wo ich bewusst entsage, thematisiere ich das für mich so stark, dass es regelrecht quälend ist.
Wahrscheinlich kann ich morgen sehr viel über den Genuss schreiben. Über Geschmack und das wohlige Gefühl des Satt-Seins. (Hurra!)
Heute kann ich darüber schreiben, dass ich Essen/Mahlzeiten/Nahrungsaufnahme als unsagbar wichtigen Bestandteil unseres Familienlebens neu-entdeckt habe. Die Klecksefrau kommentierte mir, dass jede Mahlzeit einen Tagesabschnitt gliedert und eine Abwechslung zum Alltag darstellt. Das kann ich jetzt nachvollziehen, das war mir vorher so nicht bewusst; kochen, Tisch decken, essen war manchmal sogar lästig, weil ich lieber noch etwas anderes fertig machen wollte.
Ich bin wahrscheinlich auch nach meiner Fastenzeit kein Fan von Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Mein Essensrhythmus wäre eher in Brunch, Nachmittagskaffee und Mitternachtssnack einzuteilen :) Aber darum geht es auch nicht. Es ist für mich ein Gewinn, dass ich wiederentdeckt habe, wie wichtig mir dieses “Futtern mit der Meute” ist. Und, ja verdammt, die Nascherei beim Kochen, auf die freue mich.
Da ich keinerlei Ziele formuliert hatte oder Erwartungen oder Vorstellung hatte, die hätten enttäuscht werden können, ist es jetzt beinahe schwierig zu entdecken, ob und was da mit mir passiert ist. (deswegen ist dieser Blogartikel womöglich auch etwas konfus geschrieben. Verzeihung.) Ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, für die Fasten eine lebenswichtige Bereicherung ist oder aus anderen Gründen einen ernstzunehmende Angelegenheit ist. Ich find´s gut, dass ich´s mal ausprobiert habe, aber es wird nicht meine Lieblingsbeschäftigung werden :)
Abgenommen habe ich übrigens drei Kilo. Ungefähr, denn Sie wissen ja: die Waaage in meinem Bad hat ein hinterhältiges Eigenleben. Ich bin mir auch sicher, dass diese drei Kilo schneller wieder auf meinen Hüften sind, als ich Schokolade sagen kann, aber es geht ja beim Fasten auch nicht um die Gewichtsreduzierung. Nett finde ich die Vorstellung, dass mein Magen jetzt wieder ein kleiner Ballon ist und kein ausgeleierter Sack mehr. Ein fester Vorsatz ist, dieses kleinere Fassungsvermögen zu respektieren und das “SATT!”-Gefühl zu erkennen und zu beachten. Was wiederum meinen Hüften auffallen könnte.
Und - wenn ich nun schon am Schwafeln bin - ich freue mich sehr darauf, nicht mehr wie ein stinkender Otter durch die Gegend zu rennen. Denn dies, und darüber muss auch mal gesprochen werden, ist ein ausgespochen blöder Nebeneffekt beim Fasten. Der Mundgeruch der ersten beiden Tagen bringt den angriffslustigsten Köter dazu, sich winselnd in einer Ecke zu verkriechen und ich fürchte, dass meine Zimmerpflanze nur deshalb die Blätter abgeworfen hat, weil ich sie aus Versehen angehaucht habe. Der Schweiß riecht intensiver und obendrein fließt er auch bereitwilliger. Meine Haut begann an Tag drei zu blühen, Pickel an Pickel spross. Heute sieht sie besser aus, aber noch nicht gut. Die Talgproduktion auf meinem Kopf reicht für zwei und meine Finger- und Fußnägel wachsen rasant. Es scheint so, als wolle alles, was geht, von meinem hungernden Körper flüchten :)
Wahrscheinlich gibt es dafür eine logische, physikalische oder medizinische Erklärung. Vielleicht ist´s reine Hysterie, bedingt durch beinahe hypochondrisches Beobachten. Vielleicht sind´s die mysteriösen Schlacken und Giftstoffe. Vielleicht ist´s so eine Art Frühjahrsputz. Vielleicht hat´s ganz andere Gründe. Jedenfalls bin ich mir sicher, dass Jesus nicht in die Wüste gegangen ist, um zu fasten. Er wurde geschickt, weil sein Deo am dritten Tag versagte. Und sein Mundwasser.
Wenn Sie hier täglich reingelesen haben, um sich womöglich inspirieren zu lassen, dann sei Ihnen gesagt: versuchen Sie es einfach. Das internet ist voll von Informationen rund ums Fasten, suchen Sie sich aus, was zu Ihnen passt. Mir hat es geholfen, nicht dogmatisch an die Sache heranzugehen, mir keine Zwänge aufzuerlegen und das Fluchttürchen weit offen zu halten. Dies ist bestimmt nicht jedermanns Ansatz und Vorgehensweise, aber es zwingt Sie ja auch keiner :)
Wer sich darüber freut und höhnisch grinsend “Ha, nur fünf Tage, hab ich´s doch gewusst, dass die das nienienie durchhält” frohlockt, dem sei´s gegönnt.
Wer noch Fragen hat, darf sie gerne stellen, hier als Kommentar oder auch per mail. Aber über die Konsistenz, Menge und Geruch von Stuhlgang nach der Einnahme von Glaubersalz verrate ich nix, ich will Ihnen ja nicht den ganzen Spaß nehmen :)
Danke, das Sie mich so aufmunternd begleitet haben. Freuen Sie sich mit mir auf den Apfel. Morgen.
Führe mich nicht in Versuchung
20. Februar 2010
Die erste Herausforderung des Tages meisterte ich am frühen Morgen beim Bäcker, Brötchen und Croissants für die Familie kaufen. Der Duft nach frischem Brot gehört mit zu den allerfeinsten Dingen, die man (m)einer Nase antun kann! Durch das Fasten ist meine Nase höchstsensibel geworden. Ich habe schon immer gut riechen können, doch im Moment ist es beinahe zuviel.
Die zweite Herausforderung war das Frühstück mit der Familie und das Zaubern eines köstlichen Café au lait für den besten Vater meiner Kinder. Und das Schnuppern an der selbstgekochten Erdbeermarmelade. Wow, das grenzte an Selbstkasteiung.
Mein Magen war zufrieden mit Eisentablette, Orangensaft und Tee.
Kurze Zeit später im Baumarkt, beim Abmischen des Lackes in der Farbe 50.16.07, grummelte es im Bauch. Bei der Auswahl nach der optimalen Nähplatzbeleuchtung knurrte es im Bauch.
Auf der Suche nach Sepiaschalen für die Achatschnecken kam ich an mehren Schütten voller Schweineohren, Rote-Bete-Brösel, Erbsenflocken und “Alles, was der Hund so liebt” vorbei und ich gestehe, mein Magen brummte noch lauter.
Interessanterweise hatte ich keinen Hunger, nur großen Durst. Und hatte natürlich nichts dabei. Im Winter denkt da ja kein Mensch dran.
Kulinarische Herausforderungen gab es im Elektromarkt keine, erst kurze Zeit später, als wir kurz noch in den Supermarkt sprangen. “Gehe niemals hungrig einkaufen!”, lautet ein weiser Ratschlag. Ich bin tapfer standhaft geblieben, obwohl da diese köstlichen Probierhäppchen auslagen. Habe mir die ganze Zeit eingeredet, dass ich mich sehr, sehr auf meinen feinen Karottensaft daheim freue. Hat nicht allzu gut geklappt :)
Die Grundstimmung heute ist entspannt und fröhlich. Vor allem jetzt, nachdem ich meinen köstlichen Karottensaft genossen habe.
Ich bin weiterhin sehr gespannt, ob dieses unterschwellige Hungergefühl irgedwann verschwindet oder ich mich einfach damit arrangieren muss. Es ist nicht belastend, dieses Gefühl. Wer schon einmal das Rauchen aufgegeben hat, weiß, dass man stundenlang nicht an eine Zigarette denkt und urplötzlich dann doch den Jieper bekommt. So ähnlich geht es mir heute.
So. Und jetzt die nächste Herausforderung: kochen. Immer wieder eine Freude, nicht abschmecken zu können, nicht den Löffel mal eben ablecken zu dürfen und nicht das letzte Karottenstück einfach in den Mund zu stecken, statt es nochmals zu halbieren.
Schon interessant sich bewusst zu machen, was mal eben so nebenbei im Mund landet.
Oooohm! Oder so.
19. Februar 2010
Ich würde gerne schreiben, dass mich das Fasten zu einem besseren Menschen macht. Zu einem entspannten, gelassenen, geduldigen und von irgendwas irgendwie erleuchteten Menschen.
Nun. Dem ist nicht so.
Ich bin viel zu schnell von null auf hundert, extrem ungeduldig und meine Reizschwelle ist nicht mehr vorhanden. Lautstärke kann ich nur sehr schwer ertragen, Rumgewusel ebenfalls nicht. Das bedeutet, dass ich mich im Alltag schwer zusammenreissen muss, um die Kinder nicht an den nächsten Wanderzirkus zu verkaufen. Obwohl sie nicht anstrengender sind als sonst. Es liegt schlicht an mir.
Wahrscheinlich ist das der Grund, weswegen viele Menschen sich zum Fasten in eine ruhige Umgebung zurückziehen. Eigentlich ist man so sehr mit seinem Körper beschäftigt, dass kein Raum für andere Menschen bleibt. Wenn mich zum Beispiel ein Hüngerchen anfällt, dann kann ich keine Kinder um mich herum gebrauchen die mir erklären, was sie unbedingt aus dem neuen fit-z-Katalog brauchen, um den Sommer überleben zu können. Dann will ich langsam und bewusst eine Tasse Tee trinken und in mich hineinhören, ob Hunger in mir grummelt oder schlicht Esslust. Und ich muss in Ruhe Verträge mit mir aushandeln, die alle nur aussagen, dass ich sofort dieses Experiment abbreche, wenn ich mich mies fühle.
Mir ist also nicht nach Ablenkung zumute, sondern nach Erspüren, Grübeln und Aushalten.
Leise hoffe ich, dass ich in den nächsten Tagen ruhiger werde, weil ich kann mich selbst nicht leiden, wenn ich eine Xanthippe bin.
Tag 3 des Fastens
19. Februar 2010
und ich vermelde erfreut: die Kopfschmerzen haben sich verabschiedet.
Stattdessen habe ich ungeahnte Energien in mir entdeckt und die passende Kraft dazu gefunden.
Beim freitäglichen Kaffeeklatsch (für mich nur Tee) mit der Mutter der allerbesten Tochterfreundin gesellte sich ein laut knurrender Magen zu uns an den Tisch. Der ließ sich aber mit einem Glas Tomatensaft vertreiben.
“Wie lange willst du fasten?”, fragt die Mutter der allerbesten Tochterfreundin und das kann ich gar nicht so genau beantworten. Mindestens sechs Tage, heute wäre dann also Halbzeit. Wenn ich mich wohlfühle auch länger, längstens zwei Wochen.
Es geht mir ausgesprochen gut. Einzig der Gedanke an das anstehende Kochen für die Kindelein heute mittag entzückt mich nicht allzu sehr. Das hat aber nicht unbedingt mit dem Fasten zu tun, sondern viel mehr mit der Tatsache, dass ich heute eher unkreativ am Topf bin und den Nudeljoker diese Woche schon zweimal ausgereizt habe. Und Pfannkuchen gab´s auch schon.
Was meine “Ernährung” anbelangt: ich trinke am Tag ca. vier Liter Tee (morgens eine Kanne Rooibostee, danach eine Kräutermischung). Das klingt sehr viel, aber ich trinke auch in normalen Zeiten sehr viel. Wenn der Magen knurrt, trinke ich Tomatensaft. Oder Karottensaft. Oder Gemüsesaft. Nicht mehr als einen Dreiviertelliter. Und zum Aufstehen ein Glas Orangensaft, wie jeden Morgen. Insgesamt habe ich eine Kalorienzufuhr von etwa 200 Kalorien. Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Körper alles bekommt was er braucht. (auch wenn er behauptet, er bräuchte auch Kaffee)
Angeblich braucht man beim Fasten weniger Schlaf. Das kann ich noch nicht behaupten. Ich gehe spätestens um zehn ins Bett, lese maximal noch eine halbe Stunde und schlafe dann gut acht, neun Stunden tief, fest und erholsam. (Es sei denn es prügeln sich zwei durchgeknallte Katertiere direkt vor meiner Schlafzimmertür, morgens um halb vier. Dann werde ich doch wach, knurrend.)
Heute morgen nach dem Aufstehen stieg ich wieder auf meine doofe Waage, die mir erneut erzählte, ich habe zugenommen. Nach dem Nullen behauptete sie, ich habe kein einziges Gramm abgenommen. Und später, als ich mich beim Badputzen mit Jeans und Hausschuhen trotzig draufstellte, jubelte sie über den Verlust von zwei Kilos. Zahlen gibt es also keine verlässlichen, doch die weite, gemütliche Jeans kann ich herunterziehen, ohne sie öffnen zu müssen.
Faszinierend. Und erschreckend.
18. Februar 2010
100ml schwarzr Kaffee, lauwarm und die Kopfschmerzen sind weg.
An Stelle der Kopfschmerzen: Energie.
(und die Sonne ist auch da!)
Zwölf Stunden Schlaf später:
18. Februar 2010
ein frohgemuter Sprung auf die Waage: + fünf Kilo.
Das wunderbare weiße Modell aus dem blaugelben Möbelhaus neigt dazu, sich über nacht heimlich zu verstellen, so dass manche unerklärliche Gewichtsabnahme eigentlich doch ganz leicht erklärbar ist. Deshalb hielt sich mein Schrecken in Grenzen und ich nullte die Waage, bevor ich erneut draufstieg. Ein Kilo weniger. `ne Menge Wasser weg.
Eine weitere Bestandsaufnahme ergab: keinen Hunger, aber für einen Kaffee begänge ich einen Mord. Einzig die Kopfschmerzen halten mich vom Gesetzesbruch ab und ein Tässchen Tee im Bett geht ja auch. Feste Nahrung gab´s auch in Form meiner täglchen Eisenration und einer Schmerztablette. Und ein Glas O-Saft, nicht fasten-konform, aber wichtig für die Eisenaufnahme.
Das Wetter da draußen ist vor allem eins: nass. Das motiviert kein bißchen zu Aktivitäten an der frischen Luft und eigentlich hatte ich ja auch gar keine Zeit dafür. Der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib meldeten nämlich heute morgen das jüngste Kind an der weiterführenden Schule an. Das dauerte ewig und als es zur Pause klingelte, öffnete der Hausmeister sein Budchen. Diesem entströmte ein gar köstlicher Duft nach Käsebrötchen und irgendwo im Lehrerzimmer brodelte eine Kaffeemaschine. “Fasten wird überbewertet”, schoss mir durch den Kopf. Aber ich bin ja meistens konsequent, “stur”, würde der beste Vater meiner Kinder wahrscheinlich ergänzen, und deshalb mache ich weiter. Weil ab dem dritten Tag wird´s ja auch ganz toll. Bestimmt.
Jetzt, endlich wieder daheim, werde ich mindestens einen Liter Tee trinken und mein Fitnessprogramm in Form von Hausarbeit absolvieren. Die Kindelein sind an die Großeltern verkauft und werden nicht vor heute abend zurück erwartet. Eine Menge Zeit für mich und ich glaube, die brauche ich heute auch.
