Gepackt …

30. April 2016

und morgen früh geht es los nach Berlin. 

Mein ungebrochener Optimismus hat mich nur Röcke einpacken lassen. Es ist Frühling, es ist warm, basta. Ich freue mich riesig auf interessante Vorträge auf der re:publica, auf die vielen Menschen, die ich nur einmal im Jahr treffe und auf die Urlaubstage mit dem besten Vater meiner Kinder.

Nach der Woche in Berlin , schreibe ich einen abschließenden Bericht über unsere Testmatratze Eve, denn nach einigen Tagen Schlaf auf einer Hotelbettmatratze habe ich einen hübschen Vergleich. Vermutlich wird sie mir sehr, sehr fehlen, denn meistens schlafe ich hervorragend! In den letzten Nächten schlief ich nicht ganz so gut, denn dieser gemeine Schnupfen weckte mich mehrmals entweder mit verstopfter oder laufender Nase. (Als ich dann neulich nach dem rettenden Nasenspray auf dem Nachttisch tastete, stieß ich es hinunter, statt danach zu greifen. Es fiel auf die friedlich vor meinem Bett schlafende Lola, die hochschreckte und mir, als ich aus dem aber gebeugt auf dem Boden nach dem Nasenspray suchte, quer übers Gesicht schleckte, was wiederum zu sehr spitzen Quietschern und „Nein, Lola!“-Rufen bei mir führte. Und dann war ich eben wach. Sehr wach. Der beste Vater meiner Kinder hingegen hatte sich nicht gerührt. Er schläft also so prima auf der Matratze, dass ich neben ihm von einem Hund gefressen werden könnte, ohne dass er aufwacht.)

Vermutlich werde ich mich von Berlin aus hier nicht melden, denn ich finde das Bloggen übers Handy sehr frickelig. Hut ab vor Anne, die ihre täglichen Wanderroutenbeschreibungen tapfer ins Phönchen tippt! Bis bald!

Hunderunde

30. Oktober 2015

oder warum ein Herbstspaziergang in Rheinhessen dringend auf dem Plan stehen sollte.

Heute morgen war es grau und trüb draußen. Nichts hätte mich freiwillig aus dem Haus gebracht, wäre da nicht der gar nicht mehr so kleine Hund, der seinen großen Bewegungsdrang ausleben wollte. Und so kletterte ich um halb acht in die Wanderschuhe und marschierte los. Die Straße runter, ins Gässchen, an den Schrebergärten vorbei, nach rechts, über die Straße und dann der Blick hoch in die Weinberge.

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Vor mir die „Große Steig“. Der gepflastere Weg ist die „Alte Steig“, links abgehend und asphaltiert ist die „Neue Steig“. Ich wählte die „Neue Steig“, der Aufstieg ist ein bißchen gemächlicher, was meiner Schnupfennase sehr entgegenkommt. Aber hoch wollte ich heute morgen unbedingt!

Nach dem klick! folgen viele Bilder, die Wingerte in verschiedenen Farbschattierungen zeigen, dazwischen ein entzückender Hund. Und jede Menge Aussicht. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

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kurzer Kurzurlaub

23. Februar 2015

Diese schnuckelige Häuschen im Feriendorf Wildflecken in der Rhön gehörte zwei Tage und zwei Nächte uns:

Eine klitzekleine Küche, ein winziges Bad, die Einrichtung nicht schön, aber zweckmäßig. Im Dachgiebel Schlafplätze für vier Personen, Matratzen auf dem Boden.

Der #Wanderspiegel (meine Instagramfollower kennen ihn gut) war auch dabei.

In der ersten Nacht fror ich, weil der Wind durch die Ritzen im Holz pfiff, in der zweiten Nacht war es mir zu warm, weil wir die Heizung angelassen hatten. Egal, wir hatten einen wunderschönen Kurzurlaub, sogar mein Schneehunger ist gestillt.
Am ersten Abend stapften wir den Kreuzberg hoch, denn dort oben im Kloster sollte es ein gutes Bier und zünftiges Essen geben. Beides stimmte und in völliger Finsternis stapften wir zwei Stunden später glücklich den Berg wieder hinunter. Ein feiner Start in den Urlaub.

In der Nacht begann es ein bißchen zu schneien, der Tag blieb trüb und verhangen. Wir fuhren mit dem Auto den Kreuzberg hoch und suchten uns dort einen (Rund)Wanderweg. Wir sind eigentlich sehr gut zu Fuß, doch im Schnee ist Wandern doch eine ganz neue Herausforderung und wir konnten nicht einschätzen, wie weit wir kommen würden.
Die letzten Meter zum Kreuzbergipfel erklommen wir über eine zugeschneite Treppe, deren Stufen voller Eis waren. Wir hangelten uns am Geländer hoch – und standen oben in den Wolken. Keine Sicht mehr, dafür ein eisiger Wind, gespickt mit winzigen Eiskristallen. Herrlich! Ich bekam mein „Ich liebe Eis und Schnee!“-Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Wir suchten unseren Weg und standen schließlich vor dem Schild, das vor Eisbruch von Mast und Kabeln warnte. Der Sinn dieser Warnung ging uns nach ein paar weiteren Schritten auf: im Dunst tauchte der eigentlich nicht übersehbare Funkmast auf.

Wir folgten dem Wanderweg, doch als nach rechts ein schmaler, spärlich gespurter Weg in den Wald abging, verließen wir den komfortabel geräumten Weg sofort.

Ich liebe das Knirschen des Schnees unter den Schuhen, ich liebe es, wenn ich nicht genau weiß, wie tief mich mein nächster Schritt einsinken lässt. Ich liebe es sogar, wenn mir Schnee in den Wanderschuh rutscht.
Wir liefen eine große Schleife, am Schluss stetig nach oben, was im Schnee doppelt fies ist. Wieder oben auf dem Kreuzberg pustete uns der Wind kräftig durch, es hatte wieder zu schneien begonnen. Es war grandios!
Die Klosterstube zog uns magisch an und wir widerstanden nicht, verdient verspeisten wir eine wirklich köstliche Schweinshaxe. Den restlichen Tag verbrachten wir lesend in unserem kuscheligen Hüttchen. Gegen Abend zog es uns nochmal kurz ins Freie zu einer kurzen Schnee-Kneipptour. (und um versonnen im Schnee zu stehen)

Bis elf Uhr sollten wir das Häuschen besenrein verlassen, es blieb noch genug Zeit für ein gemütliches Frühstück (Brötchen kann man sich übrigens bestellen) und das obligatorische #Wanderspiegelbild. Ich kletterte in meine Wanderschuhe und stapfte mit dem Spiegel hinter das Häuschen. Der beste Vater übernahm den Spiegel und ich stellte mich in Positur. Versuchte es jedenfalls, denn die Strafe für „zu faul zum Schuhebinden“ brachte mich prompt zu Fall, als sich der Schnürsenkel des rechten Schuhe in einer Öse des linken Schuhes verfing. Tja.

Die Strumpfhose trocknete vor der Heizung rasch, wir konnten zur letzten Wanderung im Schnee aufbrechen.
Diesmal fuhren wir bis zum Schwarzen Moor, dort gibt es „Winterwanderwege“. Der von uns ausgesuchte Winterwanderweg erwieß sich als eine zweieinhalb Meter breite Straße, der Schnee von unzähligen Spaziergängern zu Eis getrampelt. Nicht schön zu laufen und deswegen verließen wir ihn bei nächster Gelegenheit. Wieder ein schmaler Pfad durch tiefen Schnee, höchstens drei Menschen waren ihn vor uns gegangen, es war äußerst anstrengend sich einen Weg zu stampfen.

An manchen Stellen war der Firn auf der Schneedecke so dicht, dass man „über dem Schnee“ laufen konnte, doch nach fünf, sechs Schritten brach man dann wieder bis zum Knie ein. Erwähnte ich es schon? Ich liebe Schnee, wir hatten riesigen Spaß bei dieser Wanderung! Sogar dann noch, als ich etwas tiefer einbrach, in den Bach, der über oder neben dem Weg floss. Mein Schuh wurde nass und es zwickte ein bißchen im Rücken beim Einbrechen, aber da der Weg in den Wald führte und sogar ein bißchen abenteuerlich wurde …

über umgestürzte Bäume hinweg, vergaß ich Fuß und Rücken. (der Rücken meldet sich heute sehr ungehalten, eine Stelle ziept arg und strahlt mir ins Bein und Bauch. Irgendwas ist eben immer.)

Irgendwann muss ich eine geführte Winterwanderung machen, bei der mir erklärt wird, warum manche Bäume umstürzen, andere nicht. Und welche Spuren ich da im Schnee sehe, bisher kann ich nämlich nur raten. Nur eine Stelle, an der Wildschweine nach Futter gesucht hatten, konnte ich klar zuordnen. Ansonsten entdeckten wir Bären-, Wolf- und Saurierspuren, sind uns da aber nicht hndertprozentig sicher.
Und weil es uns zufällig wieder zu einer bewirtschafteten Hütte verschlug, blieben wir halt zum Mittagessen. Und verspeisten den weltbesten Reh- und Wildschweingulasch mit Spätzle und Rosenkohl. Sollten Sie jemals dort vorbeikommen, gehen Sie rein!
Nach dem Essen kam tatsächlich für wenige Minuten die Sonne heraus, so dass wir beschlossen, noch eine kleine Runde zu laufen, bevor wir die Heimfahrt antreten. Wir besichtigten den ehemaligen DDR-Grenzposten und ich erinnerte mich, wie diese Gegend damals aussah, als es die Grenze noch gab. Der breite Streifen „gar nichts“ und die Männer auf den Türmen. Mehr weiß ich nicht mehr, nur dass wir uns gegenseitig versicherten, Gewehre aufblitzen gesehen zu haben. (völliger Quatsch, wahrscheinlich, aber Jugendliche steigern sich eben auch gerne mal in etwas rein.)
Der Rückweg zum Auto führte uns dann über den anfangs verschmähten Winterwanderweg. Kamen wir also doch nicht drumherm.

Am Auto stellte ich fest, dass meine blöden Wanderschuhe meinem Fuß entgültig den Rest gegeben hatten (nicht dem nassen Fuß, übrigens). Die Blase vom Vortag war nur noch ein blutiger Matsch, trotz Verband und Tape. Ich gebe den Schuhen noch eine einzige Chance, danach muss ich mich wohl oder übel von ihnen trennen und mich nach Ersatz umsehen. Schade, ich habe sie erst fünfmal getragen und bisher hatte ich mit Meindl-Schuhen keine Problem.

Die Heimfahrt ging zügig und der erste Kaffee daheim vor dem Ofen auf dem Sofa gehörte unbedingt noch zum Kurzurlaub dazu.

Wir sind beide sehr erholt und erfüllt, das hätten drei Wochen in einem Wellnesshotel nicht so gut hinbekommen. Kurz hoffte ich heute morgen, dass ich den Schnee mitgebracht habe, doch wie das bei uns leider meistens so ist: der heftige Schneefall ging in Regen über und die drei Flocken, die liegen blieben, wurden direkt weggespült. Doch ich hatte jetzt Schnee, der Frühling kann kommen. Auch weil ich sehr viel Saatgut und -kartoffeln bestellt habe. Doch davon an anderer Stelle demnächst mehr.

Kurzurlaub!

6. Oktober 2014

(perfekte Urlaubsgrußkarte, entworfen von Herr Skizzenblog!)
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Reise, Reise!

13. August 2014

Frau Brüllen und Frau Gminggmangg sind, bzw. waren auf großer Reise mit ihren Familien und berichteten, bzw. tun das aktuell immer noch, detailiert und Lust machend davon. Große, lange Reisen sind also mit Kindern, auch mit kleineren Kindern machbar und scheinen richtig viel Spaß zu machen, ich bin ein bißchen neidisch.

Allerdings nur ein bißchen, denn ich bin ja gar kein Reisemensch. Ich stelle es mir immer ganz großartig vor, irgendwo unterwegs zu sein, irgendwo „fremd“ zu sein, Neues zu entdecken und am Liebsten noch die Füße dabei in irgendein Meer zu stecken. Theoretisch. Denn sowie es an die konkrete Planung einer Reise geht, werden die Füße, die Sehnsucht nach dem Meer haben, ganz schön kalt. So lange soll ich von daheim weg? Wer füttert den Kater, wer gießt im Garten und was ist, wenn ein Unwetter kommt und wie kann man es eigentlich aushalten, so lange nicht in seiner vertrauten Umgebung zu leben? Ich habe da ein kleines Problem, das sehe ich selbst. Länger als eine Woche kann ich nicht unbeschwert verreisen, das reicht einfach nicht für exotischere Gegenden als das Allgäu.

Aber ich will hier gar nicht über meine exzentrischen Anwandlungen, die mit den Jahren immer doller werden, schreiben, ich will erzählen, wie wir früher mit den Kindern verreisten.

Anfangs verreisten wir mit den Kindern nämlich überhaupt nicht. Das lag zum einen daran, dass ich immer irgendwie sehr schwanger war oder wir gerade für sehr viel Geld ein Haus gekauft hatten und uns selbst den günstigsten Urlaub schlicht nicht leisten konnten. Auch zeitlich nicht, da wir sehr viel Zeit in die Renovierung stecken mussten. Unser Urlaub fand am Baggersee statt und noch heute vertrete ich die gewagte Theorie, dass es Kleinkindern nicht so sehr wichtig ist, ob sie mit karibischem Sand oder dem vom Baggersee buddeln. Hauptsache es ist Wasser dabei.

Wir verreisten mal über´s Wochenende, zelteten auf dem Gelände des Open Ohrs oder besuchten Freunde. Mit einem Gepäckvolumen, das auch einen mehrwöchigen Urlaub in wechselhaften Gefilden bedient hätte.

Als der Jüngste knapp zwei Jahre alt war (die Mittlere drei und der Große fünf) fuhr ich zusammen mit einer befreundeten Familie an die Nordsee in eine Ferienwohnung. Ich empfand diesen Urlaub nicht als sehr erholsam. Wir stapften im Watt herum, kullerten Dünen herunter, fuhren auf irgendeine Insel. Buddelten im Sand und ließen uns den Wind um die Ohren sausen. Es war schön, ja. Aber. Nicht wichtig? Keine Ahnung.

Wieder daheim stellte ich fest, dass unser Haus noch immer nicht fertig renoviert, der Garten dafür komplett zugewuchert war. Der beste Vater meiner Kinder war noch immer fest in der Firma eingebunden und ich kreiselte derart im ganzen Ruinen/Wildnis/Kleinkinder-Wirbel, dass ich einem Burn-Out entgegenrutschte. Und so fuhr ich wieder mit den Kindern weg. Diesmal an den Klopeiner See. Mit einem Nachtzug, sehr viel Stress und Chaos bei der Anreise und dann mit so etwas wie Ruhe und Erholung im Hotel. Einem Kinderhotel, das eine Kinderbertreuung anbot, die ich fast ohne schlechtes Gewissen halbtags in Anspruch nahm. Die beiden größeren Kinder wurden bespaßt, ich bespaßte nur noch ein Kind und hatte zudem die großartige Gesellschaft von zwei Familien, die ich bereits aus dem Internet kannte. Nach einer Woche fuhr ich mit der Gewissheit heim, dass es ein Heim geben würde, ich war ein bißchen erholt.

Das Jahr darauf fuhr die ganze Familie an die Nordsee. In ein Ferienhaus, denn wenn schon Urlaub, dann bitte in eine Unterkunft, in der wir nicht abhängig sind von geregelten Essenszeiten. Der Urlaub war toll. Wir fuhren Rad und Inliner, puhlten Krabben und ließen Drachen steigen. Verbrachten sehr viel Zeit miteinander, auch alleine als Paar, denn die Kinder spielten gerne auch ohne uns im Ferienhausgarten.

„Das machen wir wieder!“, versprachen wir uns, aber irgendwie kam es nicht mehr dazu. An der Nordsee waren wir seitdem nicht mehr.

Es begann die Campingplatz-Zeit. Natürlich wieder den Finanzen geschuldet, aber auch dem Wissen, dass es in Deutschland wunderbare Flecken gibt, die genau das bieten, was wir lieben: ein bißchen Wasser und gerne viel Wald. Und für ein bißchen Abenteuer das Schlafen im Zelt. Einige Jahre hintereinander landeten wir so immer wieder für knapp eine Woche auf dem gleichen Zeltplatz. Das mag für Sie eine echte Horrorvorstellung sein, die Kinder fieberten dem Urlaub entgegen! Edelsteine suchen! In den Teich springen! Noch mehr Edelsteine suchen! Und wir Eltern fanden Ruhe und Erholung, unsere Kinder glücklich im Bach Edelsteine suchen wissend. Wir unternahmen Ausflüge zu Burgen in der Umgebung, wanderten geocachend durch den Wald oder besuchten den Edelsteinschleifer. Und waren alle fünf nach einer Woche Campingleben froh und dankbar für den Luxus von Betten, Stühlen und einer Toilette in nächster Nähe.

Kurzurlaube wurden unser Ding. Wir wanderten durch deutsche Mittelgebirge und schliefen in Jugendherbergen oder stapften durch die Vogesen und schliefen im Zelt. Wenn das Wetter schlecht wurde, fuhren wir heim. Sogar einen Bauernhofurlaub haben wir gemeistert. NAch einer Woche auf dem Bauernhof fand ich michUnkraut jätend im Bauernhofgarten wieder. Lang wenig bis nichts tun kann ich nicht.

Einmal waren wir sogar zusammen in Spanien. In Andalusien. Damals, als eine Blogkollegin dort ein hübsches Hotel hatte. Zweieinhalb Wochen waren wir dort. Unserem Bedürfnis nach Ruhe und unter uns sein konnten wir nachkommen, weil wir den Schlüssel zu einem privaten Garten mit Pool bekamen. Dort hatten wir dann Familienurlaub. :) Ansonsten besichtigten wir Städte und Höhlen und Arenen und was man halt so im Urlaub macht. Speisten vorzüglich und einen Tag hüpften wir sogar ins Mittelmeer. Auf dem Heimflug bei der Landung verletzte sich die Tochter das Ohr und wir waren sehr lange in Sorge, ob der daraus resultierende Tinnitus dauerhaft bleiben würde. (er verschwand nach fast einem Jahr)

Wir wanderten in Bayern und dann wieder in den Vogesen und mittlerweile schickten wir die Kindelein ohne uns auf Reisen. Dieses Jahr sind wir nicht zu fünft verreist. Einmal waren wir über Silvester in Österreich, zusammen mit vier befreundeten Paaren und sehr vielen Kindern, die alle vormittags Skifahren lernten. Die Männer versuchten sich ebenfalls auf den Pisten, wir Frauen (allesamt orthopädisch vorbelastet) machten sehr lange Spaziergänge durch den wunderbarsten Schnee. Nachmittgas und abends saßen alle zusammen, spielten, kickerten, hatten Spaß. Kein Familienurlaub, aber ein Urlaub. Mit Schnee!

Ich bin immer wieder ein bißchen wehmütig und fast traurig, wenn ich diese wunderbaren Reiseberichte lese. Denke, dass ich meinen Kindern doch so viel mehr von der Welt hätte zeigen können. Reicht es, dass sie sich in den deutschen Mittelgebirgen ganz gut auskennen? Es fühlte sich immer richtig an, wir erholten uns alle und verbrachten eine wunderbare Zeit miteinander und das sollte es ja sein, worauf es letztlich ankommt. Die leise Stimme bohrt natürlich immer wieder. Und ich weiß, dass ich es nicht anders machen würde, gar nicht anders machen könnte. Ich verreise nun mal nicht so gerne.

Neulich fragte ich die Kindelein, ob sie etwas vermisst hätten. Das war natürlich eine idiotische Frage, denn wie kann man etwas vermissen, was man nicht kennt? Aber es entwickelte sich ein schönes Gespräch, in dessen Verlauf ich erfuhr, dass unsere Mini-Urlaube in sehr guter Erinnerung sind. Doch nicht alles falsch gemacht.