Luxus:

10. Mai 2010

die Frisörin, die in die Grüne Villa zum Haareschneiden kommt.

Und damit es sich richtig lohnt, kam Oma Eis dazu und ließ ebenfalls schneiden. Jetzt schwebt mir so eine Art Frisörabend vor, so wie diese Plastikdosenabende: “Und heute im Angebot ein halblanger Bob in kupferrot, tragbar bei der Arbeit, während der Freizeit oder auch mal ganz verführerisch aufgesteckt. Aus der letzten Kollektion im Ausverkauf ein fescher Kurzhaarschnitt, wahlweise mit oder ohne Koteletten. Dazu eine wunderbare Haarspülung und dieses Schampo.” Ein paar Frauen sitzen zusammen, trinken Sekt oder Kaffee oder beides, schwatzen und lachen und reihum werden die Haare geschnitten. Könnte lustig sein.

Mein Kopf jedenfalls sieht jetzt wieder ordentlich aus und ich habe gelernt, dass Haare ausdünnen des Teufels ist. “Renn weg, wenn die Frisörin mit diesem Messerchen oder dieser Schere kommt”, empfahl man mir. Denn das Ausdünnen der Haare  bewirkt zwar, dass die neue Frisur ganz hübsch ist, aber nach drei, vier Wochen komische Zipfel vom Kopf abstehen. Verzichtet man auf´s Ausdünnen und schneidet einfach nur ordentlich, kann es auch mal ein halbes Jahr ohne Frisör gehen.

“Das ist der Unterschied zwischen positiver und negativer Kundenbindung”, wurde mir erklärt. Und das klingt ungemein einleuchtend.

Nicht vermisst habe ich Gespräche über diverse Königshäuser. Oder einige erstaunte Ausrufe wegen meiner dicken Haare. Danke Karen.

haarige Wucherungen

15. April 2010

Sehr erstaunt entdeckte ich neulich, dass ich ein paar dunkle Haare an den Beinen habe.

Hatte ich noch nie. Ich bin ja blond, an den Beinen. Und kurzflaumig. Jedenfalls hatte ich noch nie diese Last, mir die Beine rasieren zu müssen.

(und hier jetzt bitte keine Diskussion darüber, ob es frauenfeindlich oder -verachtend ist und die Werbung uns da komische Schönheitsideale vorsetzt und dass früher nie jemand sich die Beine rasiert hat)

Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe mir die Beine rasiert. Das ist ja lästig! Und obwohl ich mir eingebildet habe, sehr sorgfältig gearbeitet zu haben: verschieden lange Härchen stehen senkrecht von meinem Bein ab. Das allerdings sieht sehr witzig aus. Punk-Beine. Meine Haut findet gar nix lustig, sie schuppt sich und ich kann gar nicht genug cremen.

Ich werde es lassen. Habe ich halt dunkle Haare an den Beinen. Die bleichen im Sommer bestimmt aus.

Vor ein paar Jahren habe ich mal mit Heißwachs experimentiert. Sie kennen das vielleicht, das Bikinizonenproblem. Eine Freundin hatte ein Töpfchen Heißwachs übrig und ich war gar nicht erst auf die Idee gekommen, weswegen sie welches übrig haben könnte, wenn das doch so toll ist. Klugerweise startete ich den Heißwachstest nicht in der empfindlichen Bikinizone, sondern am Schienbein. Großzügig schmierte ich das in der Mikrowelle erhitzte Wachs auf zwei verschiedene Stellen (HEISS!), klebte das “mit einem Ruck abziehen”-Papier darüber und zog mit einem Ruck ab. Mein Schmerzensschrei ließ einige Spiegel im Haus springen. Den zweiten Streifen wusch ich mit sehr viel Wasser und noch mehr Seife und dann nochmal Wasser und ein wenig Nagellackentferner, ein bißchen Schmiergelpapier und 30%er Salzsäure ab. Haarfrei waren beide Streifen, aber die Bikinizone wurde weiterhin mit der Schere eingekürzt.

Ein Epiliergerät liegt hier auch. Warum ich mir einbildete,  das Epilieren weniger schmerzhaft als heißes Wachs sein sollte, diesem Geheimnis gehe ich erst gar nicht auf den Grund.

Apropos schmerzhaft: Augenbrauen zupfen. Damit stehe ich schon seit einigen Jahren auf dem Kriegsfuß.

Belangloses zum Wochenende:

15. Januar 2010

Frau … äh … Mutti trägt wieder zwei Zöpfe.

(Zöpfchen.)

(aber immerhin)

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Auf der anderen Seite ist noch einer. Und morgen gehe ich zum Frisör.

Weichzeichner

23. Oktober 2009

Sanft verschwommen ist heute mein Blickfeld. Seit gestern abend. Weil:

Wenn ich mein Gesicht eincreme, dann nehme ich einen Batzen Creme auf die Hand, verteile ihn auf den Handflächen beider Hände und reibe mir dann mit beiden Händen über´s Gesicht. Normalerweise schließe ich dabei die Augen. Gestern abend tat ich dies aus unerklärlichen Gründen nicht, weswegen eine gute Portion Antifalten-Creme auf den Augäpfeln landete. Es brannte nicht, es kratzte nicht, doch seitdem versuche ich meine Welt durch eine Schliere zu betrachten.

Das ist lästig, vor allem beim Lesen oder Schreiben. Nähen geht gar nicht.

Troztdem erkennen kann ich das Chaos in Küche und Flur, das der beste Vater meiner Kinder und der Große verursachen. Die klettern nämlich auf dem Dachboden herum und legen neue Stromleitungen.

Ebenfalls erkennen kann ich die neue Frisur der Tochter, die heute morgen  zwanzig (!) Zentimeter Haare abschneiden ließ.

Nicht erkennen kann ich irgendwelche Falten um die Augen herum und das ist ja dann irgendwie der Verdienst der tollen Creme. So um drei Ecken herum.

Cassis

17. August 2009

heisst die Farbe des Tages.

Sie befindet sich einwirkend zum größten Teil in Frau … äh … Muttis Haupthaar, aber leider auch verteilt auf Ohren, Nacken und Schultern. Ausserdem auf den hellen Fliesen und der Holzabschlussleiste (= Lamperie) zwischen Fliesen und Wand.

Hoffentlich ist die Farbe wenigstens schön, damit sich die kleckerige Sache vorher lohnt.

(für die persönliche Chemie-Statistik: Movida, Tönung, Farbton “Cassis”, viel zu flüssig und nicht gut in der Handhabung)

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Ihre Anmerkungen zum Thema Blogroll haben mir zu Denken gegeben. Danke für die Anstöße.

Es gibt nun wieder so eine Art Blogroll, die aber noch nicht so ist, wie ich mir das vorstelle. Lesen Sie bitte gerne auch die Gedanken der Fau Ami zum Thema.

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Gestern war Besuchstag bei den Jungs im Zeltlager und ich konnte mich davon überzeugen, dass es meinen Söhnen gut geht. Der Jüngste schwächelt gegen abend wohl stets etwas und verlangt elterliche Zuwendung, doch das große Kind vermisst nichts. Ausser seinem Bett, denn er schläft am Hang.

Der Platz ist wunderbar gelegen, am Waldrand. Die Lagerglocke wurde bereits einmal entführt, irritierenderweise von den mitgereisten Trappern, die ja eigentlich zur eigenen Mannschaft gehören und deshalb wegen Hochverrats angeklagt wurden. Nun ja, ich muss das nicht verstehen, mir reicht es, dass ich dort viel Freude gespürt und gesehen habe. Und Testosteron gerochen habe :-)

Noch viermal schlafen, dann hab ich sie wieder, meine Jungs.

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Die letzte Ferienwoche hat begonnen. Töchterlein fährt jeden Morgen zu den Proben der Kinderoper und ich habe somit eine leise Einstimmung auf die kommende Woche, wenn die Vormittage wieder ganz und gar mir gehören. Seltsamerweise sehne ich diese Vormittage nicht so herbei, wie letztes Jahr. Wegen mir dürften die Ferien noch zwei Wochen länger sein. Aber mich fragt ja keiner.

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Kaffee leer, Haare ausspülen.

Heute im coolen Unisex-Frisörladen:

Die Frisörin in der engen Latexhose mit dem schwarzen Trägerhemdchen über dem Leopardenprint-BH, die mit den teilweise langen, schwarzen und blauen Haaren, die in vielen (sichtbaren) Körperteilen Metall trägt, die etwa halb so alt wie ich ist und unglaublich bezaubernd und hübsch in ihrer “Montur” ist, die schnippselt an Frau … äh … Muttis Haaren herum.

Völlig uncool erwähnt sie die Dichte des Haares und lässt dabei die Schere wie einen Colt im Cowboyfilm von früher um den Zeigefinger wirbeln. Meine Haare werden quasi abgesäbelt, doch das, was da auf meinem Kopf entsteht, gefällt mir.

Die Haare werden geföhnt und und gekämmt und irgendwie rutscht es mir heraus: “Weia, jetzt sehe ich ja aus wie Paul McCartney!” (genau so!)

“Haha!”, sagt die Frisörin, “Paul … wer?”

seufz.

Aus der Hand lesen

24. Juni 2009

könnte mir derzeit jeder ohne Wahrsager zu sein: “Ooooh! (mysteriöses Hauchen) Sie haben in letzter Zeit Ihren Körper auf Händen getragen …”

Ich hab´s da so Schrullen und Schwielen auf den Handflächen und weil ich die Krücken jetzt immer öfter stehen lasse, dürfen diese Schwullen und Schrielen weg. Aber wie? Ich neige dazu, mit den Fingernägeln daran rumzupellen, aber das führt zu weniger schönen Verletzungen, weil nicht nur diese verhornte Haut abgezupft wird, sondern so kleine Risse entstehen.
Was soll ich tun? Einen Bimsstein als Handschmeichler mit mir rumtragen? Handstand auf Schotter machen? Mit der Feile oder Schleifpapier ran? Die Hände in Spülmittel baden? Gummihandschuhe zum Wegschwitzen tragen?

Als allererste Maßnahme habe ich mir die Fingernägel ganz kurz geschnitten. Haben Sie noch Ideen?