Aus der Hand lesen

24. Juni 2009

könnte mir derzeit jeder ohne Wahrsager zu sein: “Ooooh! (mysteriöses Hauchen) Sie haben in letzter Zeit Ihren Körper auf Händen getragen …”

Ich hab´s da so Schrullen und Schwielen auf den Handflächen und weil ich die Krücken jetzt immer öfter stehen lasse, dürfen diese Schwullen und Schrielen weg. Aber wie? Ich neige dazu, mit den Fingernägeln daran rumzupellen, aber das führt zu weniger schönen Verletzungen, weil nicht nur diese verhornte Haut abgezupft wird, sondern so kleine Risse entstehen.
Was soll ich tun? Einen Bimsstein als Handschmeichler mit mir rumtragen? Handstand auf Schotter machen? Mit der Feile oder Schleifpapier ran? Die Hände in Spülmittel baden? Gummihandschuhe zum Wegschwitzen tragen?

Als allererste Maßnahme habe ich mir die Fingernägel ganz kurz geschnitten. Haben Sie noch Ideen?

übrigens …

20. Juni 2009

bin ich nicht mehr hellblond sondern hellbraun/dunkelblond mit apartem Grünstich.

Und derzeit noch ohne Bild, also quengeln Sie bitte nicht. Ich  wollte nur mal drüber jammern reden.

mittelalterlich

10. Mai 2009

gewandet, von Kopf bis Fuß.

Frau … äh … Mutti auf dem Weg ins Mittelalter.

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Der liebliche Duft

31. März 2009

von Nagellackentferner (mit Mandelöl) wabert über die Terrasse und verscheucht Kater und Hummeln.

Schwarzer Nagellack mit Glitzer und Frau … äh … Mutti passen nicht zusammen. “Wenn du dich dann schön fühlst …” hatte das große Kind auf meine Frage, ob schwarzer Glitzerlack zur Konfirmation passt, geantwortet. War ihm also egal.

Um doch etwas gutbürgerlich zu sein, revoluzzerte ich ganz kurz nur auf den Zehennägeln mit schwarzem Lack. Und neben den Zehennägeln und auf der Nagelhaut und unter den Zehennägeln, dort, wo auch der beste Nagellackentferner nicht hinkommt. Diese Pinsel im Lackfläschchen sind einfach zu breit, meine Beine zu lang, um gescheit an die Nägel ranzukommen, der Lack trocknet zu schnell, meine Arme sind zu kurz, mein Bauch zu dick und ausserdem hatte ich keine Joghurtgummibärchen als Zehentrenner im Haus.

Die Zehennägel sind nun also zehennagelfarben mit schwarzem Rand und sehen somit schlimmer als vor der Pediküre aus. Wahrscheinlich muss der schwarze Lackrand rauswachsen, bevor das obligatorische Zehennagelhellrosa mit leichtem Schimmer aufgetragen werden kann.

Ich ahne, es gibt schlimmere Probleme, doch die hab´ ich im Moment gerade nicht. Was auch nicht schlimm ist.

(in Höschen und Trägerhemd bei 26°C auf der Terrasse liegend und lesend (bzw. lackierend), während die Kindelein fröhlich spielen und der Haushalt auch morgen noch chaotisch auf mich warten wird)

Mutti soll fitter werden!

11. März 2009

Um sich ihr jugendlich-dynamisches Aussehen zu erhalten, hatte sich Frau … äh … Mutti zum Geburtstag dieses weiße Brett für die Spielekonsole gewünscht. Und auch bekommen.

Voller Elan und Motivation hampelte sie eine Woche täglich darauf herum und hatte danach eine Menge Ausreden, um es nicht mehr zu tun.

Da aber nun die Temperaturen steigen und die wärmenden Hüllen reduziert werden können, die wunderbaren Hüllen, mit deren Hilfe sich manche Rolle geschickt kaschieren lässt, offenbart sich gar Grausames: die Mutti schwabbelt.

Schwabbeln ist nix für mich, deshalb hampele ich wieder auf dem Brett herum. Der beste Vater meiner Kinder geht Joggen, doch da kann ich nicht mithalten. Nach fünfzig Metern müsste er mich tragen, was keine Schwabbel-Bekämpfung für mich wäre, sondern nur für ihn. Nix da.

Am Montag stieg ich auf´s Brett und überhörte das gehauchte “Huch!” der Quietschstimme aus dem Fernseher. Ich bin nach wie vor wunderbar ausbalanciert und habe Idealgewicht. Testweise habe ich behauptet, ich wolle zehn Kilo abnehmen, was natürlich völliger Humbug ist, denn es sind ja immer nur die drei Kilos, die hoch und runter schwanken und das muss auch so sein. Die Quietschstimmer gratulierte zu meiner Entscheidung, die mich unweigerlich ins Untergewicht triebe und motivierte zum Durchhalten.

Der männliche Trainer hatte mich nicht fesseln können, weswegen ich diesmal die weibliche Variante versuche. (ist so ´ne Dürre, die nicht mal schnaufen muss)

Die leichten Übungen am Montag führten zu massivem Muskelkater vor allem im Bauch (ich sag Ihnen, der “Sonnengruß”, der hat´s in sich!), weswegen ich nicht traurig war, dass ich gestern NICHT hampeln konnte. Dienstag ist nämlich Nähtag mit Oma Eis.

Heute wagte ich mich wieder auf´s Brett und wurde direkt daran erinnert, dass nur regelmäßiges Training zum Erfolg führen kann. Hmpf.

Mein “Trainingsprogramm” umfasst eine kleine Aufwärmphase, bei der ich munter durch´s Zimmer jogge und mir die Zehen an Stuhlbeinen anhaue. Danach folgt das komplette bisher freigeschaltete Yoga-Programm, weil das finde ich wirklich großartig. (und ich hab´s bei manchen Übungen auch schon zum Yoga-Meister gebracht)

Nach dem Yoga bin ich warm genug (= ich schwitze wie Sau), um mich den Kraftübungen zu widmen. Die Sachen, bei denen man stehen muss, klappen gut. Aber Übungen wie Liegestütz oder Klappmesser … sind noch nicht vorführreif.

Zum Schluss noch eine kleine Runde über die Insel joggen und danach einfach erschöpft über der Teetasse zusammenbrechen. Und grübeln, warum es leichter ist, auf der Stelle oder ein paar Schritte auf und ab und um den Tisch herum zu joggen, als mal eben hinter ins Ried und zurück, was ungefähr die gleiche Strecke wäre. Merkwürdig, das.

Mein Knie zickt erwartungsgemäß ganz fürchterlich, doch da es das auch tut, wenn ich drei Stunden Kaffee schlürfend und -klatschend am Küchentisch sitze, kann ich das ignorieren. Meine Trainerin vermeldet brav, dass das rechte Bein viel schwächer ist, als das linke und ich nicke dazu immer wissend, denn das Bein läuft seit zwanzig Jahren immer mal wieder mit nur  zwanzig Prozent Belastung. Scheinbar tut das meine Bauchmuskulatur auch, denn dort konzentriert sich die Mutterkatze aller Muskelkater, selbst Lachen ist grausam und DAS ist das Schlimmste dabei.

Seit Montag habe ich übrigens 0,3 Kg zugenommen, doch das kann ein kleiner Verdauungsstau sein oder, sehr viel wahrscheinlicher (bestimmt, garantiert, hoffentlich, selbstverständlich) die neuaufgebaute Muskelmasse. Weiß ja jeder, dass Muskeln schwerer als Fett sind.

Morgen wieder. Falls ich die Treppe runter komme. Oder aus dem Bett raus.

(Bilder der gestählten Frau … äh … Mutti gibt es erst, wenn ich ein Bildbearbeitungsprogramm gefunden habe, mit dessen Hilfe ich mogeln kann es soweit ist. Logisch.)

so und so

11. Februar 2009

Sie wollten Bilder.

Hier Frau … äh … Mutti mit dem dicken Katertier Martin Silberblick, beim Übertragen eines Schnittmusters. Erschwerte Bedingungen. Kater und Frau haben überlebt, das Nähergebnis allerdings ist verbesserungswürdig.

Und dann noch heute mittag, frisch geschoren und beim Versuch, das Ergebnis festzuhalten und gleichzeitig das große Kind dazu zu bewegen, den Tisch zu decken.

Ich wünsche Ihnen da draußen dann mal ein schönes Wochenende. Manch eine wird mir ja am Freitag abend über den Weg laufen. (ich bin diejenige, die sich in der hintersten Ecke hinter der Karte versteckt hat) Für den Stoffmarkt wünsche ich mir und Ihnen ein bißchen Sonnenschein und wahre Schnäppchen. Vielleicht werde ich trotzdem bloggen, dann aber von ihrem Rechner aus.

Heute morgen

11. Februar 2009

von einem alten Mann mit Kippe im Mundwinkel zwanzig Minuten auf dem Kopf herumgefummelt bekommen. Zwei weitere alte Männer haben dabei zugesehen. Auf dem Boden türmten sich eine Menge grauer, gekräuselter Haare. Vor mir, direkt unter dem fleckigen Spiegel, lag ein Nasenhaarschneider.

Neun Euro bezahlt.

Und jetzt bin ich chic für Düsseldorf.

und obendrein bringe ich meine innere und äußere Schönheit in Einklang. Nach dreieinhalb Stunden an der Stickmaschine, in denen mehrere Sachen gründlich schief gingen, ist es mit der inneren Schönheit nicht so weit her. Hoffentlich passt sich die äußere Schönheit nicht zu sehr an, sonst krieg ich Warzen mit dicken schwarzen Haaren drauf. Ich riskiere dennoch eine Dusche.

Bisher habe ich mich immer  mit Wildrosen verwöhnt, mit Sanddorn vitalisiert oder mit Citrus erfrischt. Heute also Ausgeglichenheit. Ohm.

(Hallo liebe Weledamenschen, ich mach hier Werbung und habe obendrein am Samstag 75,- Euro für Cremes, Lotions, Öle und Duschgels ausgegeben. Schmeisst mal ein paar Pröbchen rüber!)

Och NÖÖÖ!

9. Dezember 2008

sagt das große Kind, “Vorher sah es VIEL besser aus. Du bist hässlich. Ich ziehe aus.”

(Gewohnheitstier, alles was neu ist, ist vorsichtshalber erstmal schlecht. Von mir hat er das nicht. Ich bin beinahe nicht gekränkt.

Und traue mich trotzdem die Mütze abzusetzen:

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Ich schwanke

21. November 2008

zwischen

wirklich vernünftigen ordentlichen, zeitlosen und aus eigener Erfahrung wissend: super gemütlichen Schnürstiefeln

und

eigentlich wahnsinnig albernen, auf ihre Weise aber einfach großartigen und auch ein bißchen sexy (vor allem zu meinen ganzen kurzen Röcken) aussehenden, 14Eye Boots in sehr rot.

Das ernähte Geld reicht nur für ein Paar. Braucht jemand noch ein Täschchen?

:-)