WMDEDGT 01/17

5. Januar 2017

Frau Brüllen fragt wie an jedem fünften eines Monats: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Um zwanzig vor sieben trank ich den ersten Kaffee des Tages und meine Lust, das kuschelige Haus zu verlassen, ging gegen Null. Lola sah das nicht anders, sie rollte sich auf dem Sofa zusammen und stellte sich tot.

Viertel vor acht bastelte ich den Hund in Halsband und Geschirr und zerrte ihn vom Sofa. Sehr erfreut stellte ich fest, dass es zwar kalt war, doch es war schon hell, wolkenlos mit Versprechen auf Sonnenschein und einem klitzekleinen Bißchen Schnee von letzter Nacht.

Wir gingen, wie so oft, zuerst die große Steig hoch und dann hinten raus, Richtung Lörzweiler. Ich ließ Lola von der Leine und sie flitzte los, durch die Wingerte und über weiß gefrorene Felder. Als wir auf eine Herde Rehe trafen, änderten wir die Richtung, damit Lola erst gar nicht in Versuchung kam, die Tiere zu jagen. Das bedeutete zwar einen Umweg, doch die Sonne kam über die Weinberge geklettert und alles begann zu glitzern.

Knapp zwei Stunden stapfte ich durch Gegend und genoß diesen Wintermorgen. Obendrein brütete ich zwei zehn-Kilometer-Eier (Pinsir – hatte ich schon – und ein niedliches Magby, die Vorstufe zu Magmar) aus und mein Vulpix sammelte vier Eier, so dass ich es weiterentwickeln konnte. 

Daheim kochte ich mir einen Haferschleim und einen zweiten Kaffee, bevor ich mich einem Neujahrsvorsatz widmete: gesünder ernähren. Ich kann das theoretisch sehr gut und auch oft praktisch, aber nicht oft genug. Da gibt es nämlich dieses kleine Problem: von jetzt auf gleich fällt mich unglaublicher Hunger an (weil ich vorher nicht darauf achtete) und dieser unglaubliche Hunger will sofort gestillt werden. Keine Zeit zu kochen, keine Zeit ein Brot zu richten. Chipstüte auf. Oder Kekse. Oder Brezelchen. Schlimm, ich weiß. Aber seit heute bin ich für ein paar Tage vor diesen Attacken gefeit, denn:


Total hipstermäßig habe ich mir einige Gläser mit Salatzeugs gerichtet. Schon bei den Vorbereitungen fühlte ich mich wahnsinnig gesund und achtsam, beinahe hätte ich noch ein paar Yogaübungen gemacht oder wenigstens ein Mandala ausgemalt. 

Stattdessen habe ich die Küche geputzt, weil es mir gelungen ist, sie beim Schnippeln der Tomaten komplett einzusauen. Und wenn ich schon dabei war, putzte ich auch noch direkt den Kühlschrank und entfernte unter anderem einem Joghurt mit Pelz. Jedes Mal nehme ich mir vor, dass das nicht mehr vorkommt, dass ich besser auf unserer Lebensmittel achte – doch dann wandert ein angebrochener Becher wieder irgendwie nach hinten und wird vergessen. Doof.

Als nach der doofen Putzerei in der Küche wieder Ruhe einkehrte, sprang Franz auf die Küchenbank, um dort sein drittes Vormittagsschläfchen zu halten. Da er sehr niedlich aussah, beschloss ich, noch ein bißchen mit der neuen Knippse zu üben, doch:


Meine „Schau mal süß“- Lockrufe wurden eindeutig beantwortet. Geh weg, lass mich.


Hier lässt sich übrigens erahnen, warum wir den Kater im Winter „Breitarsch“ nennen. Das ist nicht nur Winterpelz, der an den Hüften aufträgt, das sind auch etliche Mäuse und Ratten. Im Sommer hat er gut zwei Kilo weniger und ich werde wieder von besorgten Tierliebhabern angesprochen, ob der arme Kater genug frisst. Tut er. Immer :)

Der Hund war wieder ausgeruht und wollte in den Garten. Ich ließ ihn raus und versorgte einen Korb Wäsche in der Zwischenzeit. Als ich die Wäsche verräumte, nutzte der blöde Köter die Gelegenheit, um auf dem niegelnagelneuen Küchenteppich das zu fressen, was er im Herbst im Kartoffelacker vergraben hatte. Bis ich dies bemerkte, trug der Teppich fiese Spuren und der arme Hund wurde sehr geschimpft. Vermoderte Sachen dürfen nicht im Haus gefressen werden, das weiß sie. Doch wer futtert schon gern allein im Kalten?

Ich saugte durch Flur, Küche und Wohnzimmer und beschloss, dass der Weihnachtsbaum morgen rausfliegt. Und vielleicht werden wir keinen mehr stellen. (warten Sie mal bis Dezember ab, wenn mir wieder ganz festlich und weihnachtlich zumute wird)

Es blieb gerade noch Zeit für einen Kaffee bevor ich erneut mit dem Hund zur Abendrunde loszog. Die Winzer haben begonnen die Reben zurückzuschneiden, deswegen liegen unzählige Gerten und Äste auf dem Boden. Ein Paradies für Lola, die geschäftig Dutzende Stöckchen hin und her trug. Zum Abschluss gingen wir eine Runde durchs Städtchen, Pokestops abgrasen.

Per whatsapp meldeten der Jüngste und der beste Vater meiner Kinder, dass sie später heimkommen, es blieb noch Zeit für ein Schwätzchen. Seit ich mit Lola unterwegs bin, kenne ich sehr viel mehr Menschen und halte sehr viele Schwätzchen.

Daheim wartete der große Sohn um noch rasch Hallo zu sagen, bevor er zum Opa ging. Der Jüngste kam heim, zog sich um und ging ebenfalls zum Opa.

Ich kochte nur für mich Abendessen (der beste Vater meiner Kinder isst donnerstags in der Kantine) und aß (und las). Kurz darauf kam auch der Gatte nach Hause und jetzt ist der wahnsinnig ereignisreiche Tag fast um. Das Ofenfeuer flackert, doch sehr lange wird mich das nicht auf dem Sofa halten. Seit drei Tagen schnupfe ich nämlich fies herum und will eigentlich nur im Bett liegen und jammern. (aber es ist ja keiner da der zuhört, dann kann ich es auch lassen)

Feierabend!

12 von 12 im Dezember

12. Dezember 2016

Zwölf Bilder an jedem Zwölften eines Monats, Caro Kännchen sammelt. (unfassbar, es ist Dezember!)

Heute habe ich tatsächlich vor dem ersten Kaffee an #12von12 gedacht und konnte deshalb ein „hübsches“, erstes (und typisches) Kaffeetassenbild knippsen.

 

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Die ersten Minuten des Tages „stehle“ ich mir immer, denn den ersten Kaffee des Tages trinke ich noch im Bett. Ganz wunderbar luxuriös und ich koste wirklich jede Minute aus. (wahrscheinlich entspricht dieses Verhalten dem des auf die Snooze-Taste-Hauens).

Lange blieb ich dann doch nicht im Bett sitzen, denn der gar nicht mehr so kleine Hund stupste mit der Nase. Das bedeutet nicht, dass sie nun dringend nach draußen müsste, das bedeutet eigentlich nur, dass sie sich im Wohnzimmer schrecklich einsam fühlt und ich ihr bitte Gesellschaft leisten möge. Das tat ich dann auch.

Normalerweise begleitet uns jeden Montag Oma Eis bei der Hunderunde, doch krankheitsbedingt hatte sie die Hunderunde abgesagt, ihr Kommen für danach angekündigt. Deshalb zerrte ich den armen Hund schon um halb acht (statt wie sonst montags erst halb neun) aus dem Haus. Es war noch dunkel und irgendwie sehr ungemütlich, kein „Hurra, ich darf raus!“-Wetter. Aber das gibt es sowieso höchstens fünfmal im Jahr und Jammern hilft nicht.

 

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Außerdem ist es tatsächlich so, dass ich mich ja nur jeden Tag vor dem gigantischen Aufstieg (ca. 80 Höhenmeter) grusele. Will heißen: ich steigere mich vor dem Losgehen in eine „Weia, aufwärts, anstrengend“-Unlust hinein, nur um jeden Tag aufs Neue festzustellen: es ist ja gar nicht schlimm. Und hinten raus, Richtung Lörzweiler, da schweift dann der Blick, der Hund rennt glücklich über die Felder und die Hunderunde ist ein Geschenk.

Kurz nach neun waren wir wieder daheim und ich weckte den Jüngsten. Der ist wegen seines verstauchten Fußes noch immer krankgeschrieben, doch wer was am Fuß hat, kann ja immer noch seinen Kopf trainieren. Nach dem Frühstück mit Oma Eis sollte er sich wieder an seine Berufsschulsachen setzen.

Während der Jüngste unten im Bad herumrumpelte, war ich kurz in Versuchung, mich zum Katertier zu kuscheln.

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Stattdessen deckte ich den Tisch, denn Oma Eis hatte sich für zehn Uhr angekündigt. Kurz vor zehn klingelte das Telefon und beinahe hätte ich sie erkannt. Vorsichtshalber nannte sie aber doch ihren Namen und es war dann klar, dass das krächzende, schniefende Wesen am anderen Ende der Leitung nicht zum Frühstück kommen würde. Gute Besserung nochmal!

Ohne Oma Eis keine Brötchen, deshalb schwang ich mich rasch auf´s Rad um Brötchen zu holen und schaltete in die zweite Zusatzpowerstufe, damit ich ganz rasch wieder daheim wäre. Ich hatte sehr großen Frühstückshunger.

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Nach dem Frühstück versprach der Jüngste hoch und heilig gewissenhaft zu lernen und ich schleppte meine Weihnachtsmarktreste in die Küche. Das ist eine ganze Menge Zeug!

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Sortieren, knippsen, ein bißchen über das schlechte Licht schimpfen, hoffen, dass man auf den Bildern trotzdem genug erkennt, wieder wegräumen, etwas Neues holen, dem Hund verbieten zu helfen und alles wieder von vorne.

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Nach dem Knippsen sichtete ich die Bilder, schnitt zu, hellte hier ein Bißchen auf, drehte dort ein bißchen an der Schärfe, schimpfte über das schlechte Fotografierlicht und hoffte erneut, dass man genug erkennen kann

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Vor lauter Aufhellen, Kontrastschrauben und Schärfedrehen, Schimpfen und Hoffen verging die Zeit sehr schnell und irgendwann traf mich der mahnende Blick des Hundes: „Hallo? Es wird dunkel. Ich müsste mal … äh … abführen. Außerdem ist mir langweilig.“

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Der Hund geht in diesem Fall vor und deshalb stapfte ich wieder los. Abends nur die kleinere Runde, das reicht. Motivierter oder gar freudiger gehe ich deshalb trotzdem nicht los, immerhin waren es draußen noch immer keine 25°C und im Wohnzimmer auf dem Sofa, mit dem warmen, brummenden Rechner auf dem Bauch, das war schon sehr gemütlich. Es hilft ja nix, das Tier will rennen und abführen.

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Lola rannte (und führte ab) und ein wunderschöner Abendhimmel entschädigte mich für sämtlich (eingebildeten und eingeredeten) Qualen. Auf dem Rückweg gingen wir noch ein Stück durchs Ort, Leinenführung trainieren. (außerdem ein paar Pokéstops abgrasen. Und hey! Ich hab jetzt endlich auch ein Ditto!)

Wieder daheim beendete ich noch rasch die Bildbearbeiterei …

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bevor die Familie hungrig nach Abendessen schrie. Menschen und Tiere wurden abgefüttert, der Große zum Sport verabschiedet, der Jüngste sehr nachdrücklich und jetzt aber ernst, sonst knallts an sein Lernzeug geschickt und ich …

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setzte mein Fluchen fort. Millionen von Bildern hochladen, mit Text versehen, ZWISCHENSPEICHERN, die Liste mit den Preisen suchen, Preise eintippen, ZWISCHENSPEICHERN, beinahe die Broschen vergessen, ein Bild aus unerfindlichen Gründen neuladen, neu bearbeiten, neu speichern und erneut einpflegen müssen, ZWISCHENSPEICHERN und nachdenken, wann ich das Schaufenster online stelle.

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Morgen früh also. Ich bin sehr gespannt, wieviel ich am Ende einlagern muss! Bis morgen!

 

WMDEDGT im Dezember

5. Dezember 2016

Frau Brüllen fragt, wir übrigens an jedem Fünften eines Monats: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Heute fiel der Fünfte auf einen Montag und das bedeutet zuerst einmal: der Vormittag mit Oma Eis.

Oma Eis kommt immer gegen halb neun, somit habe ich genug Zeit, um ein paar Handgriffe im Haus zu tun. Heute waren das ein paar Handgriffe mehr, denn die gesamte Familie war am Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt eingespannt. Die Jungs buken Waffeln, der beste Vater meiner Kinder lieferte im regelmäßigen Abständen heißen Tee/Kaffee und half beim Auf- und Abbau des Standes. Und obwohl wir alle unterwegs waren, wuchs Chaos. Mysteriös.

Nachdem ich es also geschafft hatte, mein kuscheliges Bett zu verlassen, wuselte ich herum. Nicht ganz fit, weil die Erkältung, die sich letzte Woche schon ankündigte, für die ich aber wegen Geburtstag und Weihnachtsmarkt keine Zeit hatte, ist nun in voller Pracht da. Egal. Oma Eis kam und wir zogen gemeinsam zur Hunderunde los.


Das derzeitige Wetter entschädigt durchaus für den eklatanten Schneemangel, unter dem ich beinahe jedes Jahr hier im milden Rheintal leide. Es glitzert und funkelt, wenn sich die Sonne herauswagt und ich kann mich gar nicht an den Eiskristallen satt sehen. Rauhreif ist toll!

Während unserer Runde kamen wir an Schafen vorbei.


Der gar nicht mehr so kleine Hund hat enormen Respekt vor Schafen. Zweimal hat sie sich im vergangenen Sommer die Nase am Elektrozaun verbitzelt und nun verknüpft sie mit Schafen nicht die angenehmsten Empfindungen. Aber es brauchte tatsächlich zwei Britzelerlebnisse, bevor sie es gelernt hatte. Doch nicht so schlau, die Tupfenlola. :)

Wir kauften noch rasch ein paar Zutaten für Schoko-Dattel-Creme ein und kamen ordentlich durchgekühlt und mit großem Frühstückshunger und Kaffeedurst wieder heim.

Nach dem Frühstück schafften wir es mit vereinten Kräften, jede Oberfläche, jede Schüssel und unzählige Löffel gründlich zu verkleben.


Schoko-Dattel-Creme schmeckt köstlich, aber mein Mixer von der Küchenmaschine kam an seine Grenzen und wir mussten mit dem Pürierstab nacharbeiten. 19 Gläser haben wir befüllt, die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Weltladens werden sich darüber hoffentlich freuen.

Oma Eis verabschiedete sich und ich entklebte die Küche. Danach beschloss ich, dass ein Schnupfen-kurier-Mittagsschläfchen angezeigt sei. Lola fand das auch und zusammenekuschelt hörten wir dem Kater zu, der im Flur die zweite Ratte des Tages wegknurpste. Sollten Ratten jemals auf die Liste bedrohter Tierarten rutschen, dann ist der Kater maßgeblich daran beteiligt.

Nach dem Mittagsschlaf fühlt ich mich ausgeruht und sehr viel gesünder. So arbeitete ich noch ein paar Punkte von der Nähzimmer-to-do-Liste ab, 


unter anderem ein Lätzchen für einen Niersteiner Neubürger. (nein, das Lätzchen ist nicht schief, ich halte es nur irgendwie komisch)

Die Söhne kamen heim, der beste Vater meiner Kinder kam heim. Letzterer zog mit dem Hund los, erstere gingen zum Sport. Ich beseitigte das Durcheinander, das ich im Nähzimmer gezauberte hatte, richtet Futter für die Tiere (die Menschen sorgen für sich selbst) und als der Gatte:“Wie wäre es mit Sauna?“, fragte, hatte ich keine Einwände.

Und das war es schon wieder. Noch zwei Saunagänge, dann ruft mein Bett nach mir.

Heute mache ich es mir mal ganz einfach und schicke Sie einfach zu meiner geschätzten Blogkollegin Frau Brüllen. Sie zählt – inspiriert von einem eigentlich ganz netten Artikel, der heute morgen allerdings die Gemüter erhitzte – Dinge auf, die sie oder ihre Familie tun und die im Internet zu bissigen Streitereien führen, führten oder führen könnten.

Ich las diese Liste mit großem Vergnügen, denn wir unterscheiden uns in wirklich vielen Punkten sehr und als echte Internetmenschen könnten wir uns darüber bis zur  übernächsten Generation mindestens befehden. Tatsache allerdings ist, dass ich Frau Brüllen samt ihrem Anhang und trotz der Gegensätze echt mag. Es ist wohl gar nicht so schwer, ein andere Sicht einfach stehen zu lassen. Sollte man meinen.

Und weil das früher (hier bitte Krückstockgefuchtel vorstellen) immer so schön war, habe ich mir ihre Liste kopiert und ein Stöckchen draus gemacht. Meine (Vergleichs)Punkte in pink.

1. Meine Kinder bekommen selberbefüllte Adventskalender.

Meine Kinder bekamen einen gemeinsamen, selbstbefüllten Kalender. Später dann jeder einen von Conrad. Seit drei Jahren gibt es keine Adventskalender mehr im Haus.
2. Meine Kinder bekommen Mottoparties zum Geburtstag ausgerichtet.

Meine Kinder bekamen Themengeburtstage. (Grusel, Ritter, Jahrmarkt)
3. Meine Kinder tragen kurze Haare und ich bestehe auf Mitspracherecht bei der Frisur.

Meine Kinder tragen und trugen ihre Haare wie sie wollen.
4. Meine Kinder sind durchgeimpft.

dito.
5. Wir alle lassen uns gegen Grippe impfen.

Wir vergessen das immer.
6. Ich senke Fieber auch schon unterhalb von 40Grad.

dito.
7. Es gibt feste Zubettgehzeiten.

Gab es früher auch, mittlerweile gehen wir vor den Kndern ins Bett, wir sind alte Menschen.
8. Es werden jeden Morgen und Abend die Zähne geputzt.

jepp.
9. Ich schminke mich jeden Tag.

Ich schminke mich an etwa zehn Tagen im Jahr.
10. Ich dusche jeden Tag und wasche jeden Tag meine Haare.

Ich dusche jeden zweiten Tag und wasche nicht jedesmal meine Haare.
11. Die Kinder auch. Auch darauf bestehe ich.

Früher achtete ich darauf, dass sie dreimal die Woche duschen, heute müssen sie selbst für ihre Körperhygiene sorgen. Was nicht ausschließt, dass ich im Bedarfsfall ein (erwachsenes) Kind unter die Dusche schicke.
12. Die Kinder gehen zum freiwilligen Religionsunterricht.

Religionsunterricht gehört hier zum Regelunterricht.
13. Ich kontrolliere die Hausaufgaben der Kinder.

Wir machten Stichproben. Ansonsten war Schule „ihr Job“.

14. Es gibt Zucker bei uns.

jede Menge!
15. Ich rasiere meine Beine jeden Tag. Das habe ich auch gemacht, als ich schwanger war.

Ich habe noch nie meine Beine rasiert.
16. Ich habe immer lackierte Zehennägel. Auch als ich schwanger war.

Ich habe nur in der Barfuß-Saison lackierte Zehennägel.
17. Ich hatte auch Schminksachen in meine Kliniktasche gepackt und sie auch benutzt.

Ich nicht :)
18. Wir haben ein Auto.

Wir haben kein Auto.
19. Meine Kinder müssen ihren Schulranzen selber tragen.

Wer denn sonst?
20. Ich stelle den Lehrplan nicht in Frage. Ich habe nicht mal eine Meinung dazu.

Der Lehrplan hat mich interessiert, aber ich habe ihn nicht in Frage gestellt.
21. Meine Kinder gehen auf die reguläre Dorfschule.

dito.
22. Ich arbeite Vollzeit.

Ich bin Hausfrau mit Nebenbeschäftigungen

23. Es gibt Kameraden meiner Kinder, die ich nicht mag.

oh ja.
24. Ich habe ein Vetorecht bei Geburtstagsgästen meiner Kinder.

Die Kinder laden ein wen sie wollen.
25. Bei uns ist es aufgeräumt. Spätestens jeden Abend. Immer.

Meistens ist aufgeräumt. Auf jeden Fall immer, wenn wir alle das Haus verlassen.
26. Die Kinder räumen mit auf.

dito.
27. Es gibt feste Regeln für das Benehmen bei Tisch und überhaupt.

dito.
28. Ich trage immer einen Fahrradhelm (also: beim Radfahren.)

ja!
29. Die Kinder auch. (auch beim Rollerfahren)

Ja, immer noch, ohne Diskussion. Und voller Protectorenschutz beim Inlinern.
30. Gegessen wird bei uns am Tisch, maximal gesnackt wird auf dem Sofa.

Ich bin bekennende auf-dem-Sofa-essende.
31. Ich benutze Parfum.

Ich auch.
32. Ich benutze Weichspüler.

Ab und zu.
33. Ich benutze einen Wäschetrockner.

Schon immer.
34. Ich benutze manchmal sogar Trocknerdufttücher.

Trocknerdufttücher finde ich eklig.
35. Ich benutze teure Kosmetik.

Ich benutze Drogeriemarktkram.
36. Wir alle tragen immer Sonnenschutz.

Ich vergesse meistens den Sonnenschutz.
37. Ich bügle meine Bettwäsche nicht und auch sonst fast nix.

Ich bügele nur Stoffe, die ich vernähen will. Und ab und zu ein Hemd.
38. Bei uns ist Haushalt nicht Frauensache, sondern alle packen mit an.

Selbstverständlich.
39. Ich benutze Shampoo und Spülung mit Silikon.

Ich auch.
40. Ich benutze duftende Bodylotion und keine Naturkosmetik.

Ich wechsele da munter hin und her.
41. Die Kinder haben bei uns im Bett geschlafen.

Die Kinder durften nur im absoluten Notfall (bei Krankheit) in unserem Bett schlafen.
42. Ich habe die Kinder im Tragetuch und im Ergobabycarrier getragen.

Ich habe ab und zu ein Kind im Glückskäfersack oder in einer Rückenkraxe getragen.
43. Ich habe die Kinder aber auch im Kinderwagen und Buggy geschoben.

Ich habe die Kinder fast ausschließlich in Kinderwagen und Buggy geschoben, bzw. im Bollerwagen gezogen.
44. Ab dem zweiten Geburtstag gab es keinen Kinderwagen mehr.

Das weiß ich nicht mehr, ich weiß nur, dass ich den Buggy samt seiner Beladeflächen beim Einkauf schmerzlich vermisst habe.
45. Die Kinder bekamen Brei.

Die Kinder schmierten sich Brei ins Haar. (und aßen auch welchen)
46. Wir haben keinen Reboarderautositz und kein Isofix.

Maxi Cosi und danach Römer Dings (?). Und dann Sitzerhöhungen. Und erst ab 150 cm ohne.
47. Ich habe mich im Kindergarten an die „Was darf das Kind zu essen dabei haben“-Regeln gehalten, tue das heute noch und finde sie gut. Auch, dass sie durchgesetzt werden.

Ich habe mich ebenfalls an diese Regeln gehalten.
48. Vereinbarung von Familie und zwei Jobs klappt hier hervorragend.

Das Familienmodell Vater – Arbeit, Mutter – daheim kleppt hier hervorragend.
49. Beim Essen darf man bei uns so viel Wasser trinken wie man möchte.

Keine Begrenzung bei Wasser, bei Softgetränken oder Saft schon.
50. Wir verschicken keine Weihnachtskarten.

Ich liebe Weihnachtskarten. Verschicken und bekommen.
51. Es gibt keine kunstvollen Bentoboxen für die Kinder.

Es gab befüllte Brotdosen und dann nichts mehr.
52. Aber Picker mit Augen oder niedlichen Tierchen schon.

Das gab es damals noch nicht und vermutlich hätte es diese Niedlichkeiten bei uns nicht gegeben.
53. Ich benutze nur Deo MIT Aluminium (da können alle in Riechweie froh drum sein).

Ich benutze Deo mit Aluminium.
54. Wir haben eine Nespresso-Maschine und benutzen sie.

Ich finde Nespresso-Maschinen furchtbar.
55. Wir essen wenig (ich) bis mittelviel (der Rest) Fleisch, wir essen Eier und Milchprodukte. Und tonneweise Obst und Gemüse. Und Nudeln. Und Nutella nicht nur am Wochenende.

Wir essen alles. Und wenn das Nutella leer ist, Hagelslag aus den Niederlanden. Oder Eszetschnitten.
56. Ich esse aber zB überhaupt kein Nutella, weil ich es nicht mag.

Ich mag lieber Erdnussbutter.
57. Ich tu Rotwein in die Bolognese und Weisswein ins Käsefondue und die Kinder dürfen mitessen.

Ich koche schon immer mit Alkohol.
58. Wir haben (und werden nie einen haben) keinen Thermomix.

dito.

59. Ich mag Tupper nicht. Wegen der Produkte und viel mehr wegen des Verkaufskonzepts.

Ich habe zwei Küchenschränke (und aussortiert zwei große Kisten in der Halle) voller Tupperdosen. Geerbte, geschenkte, selbst gekaufte. Es passierte irgendwie und viele der Dosen mag ich sehr.
60. Beide Kinder wurden aus Überzeugung nicht nur mit Wegwerfwindeln gewickelt, sondern sogar  mit Pampers.

Wir wickelten mit Pampers, Oeko Moltex und Stoffwindeln. Durcheinander.
61. Ich finde Urlaub und Ferien mit Kindern grossartig.

Wir fuhren erst sehr spät mit den Kindern in Urlaub, weil wir a) genug abwechslungsreiche Gegend haben und b) kein Geld hatten
62. Hier gibts keine Homöopathie im Haus.

dito.
63. Ich poste Bilder meiner Kinder (und von mir und dem Hübschen) MIT Kopf und von vorne.

dito.
64. Ich finde Chiasamen eklig, Porridge auch und alles mit warmen Haferflocken. Und Griessbrei und Milchreis und Apfelmus. Und Smoothies.

Ich liebe meinen Haferschleim! Und Griesbrei! Und Milchreis! Und Apfelmus! Alles, was mit mit bunten Plastiklöffeln auf dem Sofa sitzend essen kann.
65. Meine Kinder hätten keine Quetschies bekommen, auch wenn es die damals schon gegeben hätte

Ich weiß nicht, was Quetschies sind und will lieber nicht googlen.
66. Gegen Zahnungsschmerzen gabs hier Dentinox MIT Lidocain. Und keine Bernsteinkette.

Hier gab es im Notfall ein Zäpfchen, aber es gab auch kaum Zahnbeschwerden.
67. Ich habe beide Kinder gestillt, eines 8 Monate, eines 14 (oder so).

Ich habe vier Monate, acht Monate und etwas über ein Jahr gestillt.
68. Beide hatten einen Schnuller, einer 14 Monate, der andere zweieinhalb Jahre.

Es gab sehr viele Schnuller und hätten wir die Kinderzimmer nicht zigmal umgeräumt, lägen sicherlich noch welche in geheimen Ecken.
69. Beide kamen im Unikrankenhaus zur Welt, beide mit PDA, beide ohne Beleghebamme und das alles mit Absicht.

Ich hatte zwei Geburten im Krankenhaus, eine davon ambulant. Und eine Hausgeburt. Mit Absicht.

und ich ergänze:

70. Wir kaufen sehr viele Fair Trade Produkten und/oder aus regionalen Betrieben.

71. Die Kindelein durften Filme erst sehen, wenn sie das Buch gelesen hatten (Der Hobbit, Der Herr der Ringe, Harry Potter) oder wenn sie das FSK erreicht hatten.

72. Ich kaufte der Tochter ihre ersehnten rosa-Glitzer-Kleidchen und flocht Zöpfchen mit Glitzerspangen.

73. Die Kinder mussten schwimmen lernen.

74. Ich habe niemals Schuhe mit Klettverschluss gekauft.

75. Facebookaccounts gab es für die Kinder erst (oder schon) mit 13.

76. Wir bestimmen nach wie vor, wer wie lange Zugang zum Internet hat.

 

Heute natürlich in der „WMDEDGT“-Edition, Frau Brüllen will das wissen.

Der Tag begann sehr, sehr früh, denn der gar nicht mehr so kleine Hund versteht nicht, warum an zwei Tagen in der Woche der Wecker nicht um 5:25 Uhr klingelt. Auch energisches „zurück auf Decke und schlafen“- schicken war zwecklos, Lola wollte aufstehen. (um auf dem Sofa weiterzuschlafen, nach ihrem Frühstück)

Ein Blick aus dem Fenster zeigte allerfiesestes Regenwetter. Glück für mich, dass der beste Vater meiner Kinder die Hunderunde übernahm. Auf mich warteten nämlich die drei Schaufenster des Weltladens.


Oma Eis hatte Ladendienst und so verbrachten wir gemeinsam einen vergnüglichen Vormittag im Weltladen beim Auspacken von drei sehr großen, neu gelieferten Paketen. (auspacken, Ware auf Schäden untersuchen, auf der Rechnung abhaken, Preisschilder aufkleben, einen hübschen Platz im Laden finden)

Ich räumte alle drei Schaufenster aus und wieder (neu) ein. Das, was vorher im Schaufenster war, musste nun im Laden Platz finden, deshalb sortierte ich viele Regale neu. Die Schaufensterfäche ist gleichzeitig Verlaufsfläche, beim Umräumen summe ich stets die Tetrismelodie. Umräumen bedeutet meistens auch Staubwischen, davor drückte ich mich heute. Ich fischte nur die toten Fliegen aus dem Schaufenster.

Der Jüngste besuchte uns und wurde direkt eingespannt. Die Geschirrserie „Blumenwiese“ geht jetzt erstmal in den Winterschlaf, der Jüngste schleppte die Kisten mit dem sorgsam eingewickelten Geschirr ins Lager.

Um halb zwei waren wir endlich fertig. Ich kaufte noch rasch Cashewkerne, Vollrohrzucker und Kakao und verabschiedete mich bis Montag von Oma Eis, die noch die Abrechnung erledigte.

Der Jüngste musste zur Bank und ich begleitete ihn, endlich mal Gelegenheit, wieder ein paar Pokémons fangen – ich laufe ja sonst nur im Wingert rum, da gibt es keine. (und kein verlässliches GPS zum Brüten)


Die Nebulak- und Tragosso-Schwemme von vor Halloween ist vorbei, jetzt gibt es wieder Evoli-Herden. Zehn Stück habe ich heute gefangen. Wird Zeit, dass man Pokémons tauschen kann!

Daheim nahm ich mir die Zeit für eine Tasse Tee, bevor ich in der Küche wirbelte.


Morgen sind wir zum Brunch geladen und ich nehme (meine Lieblings-)Aufstriche mit. Hinten links: Datteldip, rechts: Cashew-Dattel-Schoko. Vorne links: Lachscreme, rechts: Tomate-Kräuter-Aufstrich.

Während der Pürierstab heiß lief, köchelten auf dem Herd zwei dicke Beinscheiben und drei Markknochen für eine fette Rinderbrühe vor sich hin. Den vierten Markknochen hatte sich Lola erbettelt, ich bin einfach zu weich bei der Hundeerziehung :)

In die Rinderbrühe kam dann noch jede Menge Wurzelgemüse und während das gar zog, erledigte ich die abendliche Hunderunde. Es wurde gerade dunkel und ich konnte drei Käuzchen und eine Eule losfliegen sehen. Hach. Wieder etwas, was ich ohne die Hundewutz und den Hunderundenzwang verpasst hätte.

Wieder daheim schmiss ich drei handvoll Suppennudeln in den Topf. Kurz danach gab es Abendessen, eine kleine Schwätzrunde mit den Söhnen und rasches in Ordnung bringen der Küche.

Die Söhne verabschiedeten sich in ihre Zimmer, Kater und Hund brutzeln vor dem Ofen und ich gehe noch unter die Dusche. Danach gibt es Rotwein und Zombies mit dem Gatten auf dem Sofa.

Und für Graufrust … war heute einfach keine Zeit.