Rasch mitgeteilt:
14. März 2012
Menschen, die dieses Blog über einen feedreader lesen, haben sich möglicherweise über den Hinweis gewundert, dass sie meine Bilder geklaut haben.
Haben sie natürlich nicht, der feedreader war’s.
Der beste Vater meiner Kinder schraubt, mittlerweile doch etwas unter Druck gesetzt, an diversen Einstellungen herum, damit die feedreader die kostbaren Blogbilder ordentlich darstellen, dafür aber alle klauenden Idioten den Hinweis mit der Rechnung kriegen. So isses nämlich ursprünglich geplant gewesen. Derzeit eben noch umgedreht und es ist weiterhin so, das beispielsweise die Deppen bei jappy.de es einfach nicht kapieren, das kostenlos anschauen nicht kostenlos mitnehmen bedeutet.
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Heute beginnt meine Fastenzeit. Zehn Tage habe ich mir vorgenommen, eine Woche wäre prima und wenn es nicht klappen sollte, dann ist es auch gut.
Wie immer bin ich am ersten Tag äusserst aufgeregt und als latenter Hypochonder horche ich sehr gespannt in mich hinein, warte auf den großen Hunger und auf das Koffein-Entzug-Kopfweh.
Warum ich das mache?
Gar nicht so leicht zu beantworten. Spontan sage ich: weil ich mich auf den ersten Apfel freue, denn der schmeckt so herrlich! Und das reicht eigentlich als Antwort. Ich starte neu, schmecke neu, esse neu. Nach der Fastenzeit sind viele Nahrungsmittel unerträglich süß oder völlig versalzen und meine Essgewohnheiten (schnell, viel und noch eine Portion, weil es so lecker ist) ändern sich erstmal. Im Laufe eines Jahres schleichen sich dann wieder die alten Gewohnheiten ein, bis ich im Frühling sage: ok. Zurück auf Los.
Abnehmen kann man mit dem Fasten übrigens nicht. Alle verlorenen Kilos, und in einer Woche können das bis zu fünf sein, sind genauso schnell wieder drauf, wie sie weg waren.
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Gestern in den sehr frühen Morgenstunden wurde in Berlin ein kleiner Junge geboren. Nach vielen Sorgen während der Schwangerschaft scheint nun doch alles in Ordnung zu sein. Willkommen in der Familie, kleiner Simon. Onkel, Tante, Cousine und Cousins freuen sich sehr.
Abiferien
12. März 2012
und deshalb zwei Drittel der Kindelein daheim. Früher hätte mich das – zugegebenermaßen – sehr in meiner morgenlichen Routine gestört, heute kann ich das gut aushalten :)
Was zum einen wohl daran liegt, dass die Kindelein freiwillig nicht vor zehn aus den Betten kriechen und zum anderen an freien Tagen tolle Sachen in der Küche machen wollen. Die Tochter jedenfalls. Der große Sohn muss für Kursarbeiten lernen. Sollte er. Tut er vielleicht. Manchmal.
Töchterlein hatte sich mit den Freundinnen zu einem Übernachtungsdings verabredet, so ein “wir schauen Filme, kichern wie verrückt dabei, frisieren uns, lackieren uns die Fingernägel und essen lauter Köstlichkeiten”-Ding, bei dem auch die olle Muddi gerne mitmischen würde, wenn sie – naja – nicht die olle Muddi wäre. Töchterlein buk fiese Schweinereien aus einem Kilo Frischkäse, einer Packung Löffelbiscuits und einer handvoll Himbeeren. Das tat sie neulich schon mal und die Törtchen sahen in den Papierförmchen eher nicht hübsch aus. Zum Glück bin ich aber ein alter Hamster und kann diese GÜ-Gläschen auf keinen Fall wegwerfen. Wir haben wirklich viele dieser Gläschen, denn Oma Eis bringt der ausgemergelten, unterernährten Familie gerne Leckereien mit.

Man sieht dem Küchlein gar nicht an, dass sich vierzigtausendmillionen Kalorien darin befinden und im Rezept steht auch nix von Kalorien.(dafür so lustige Maßeinheiten wie “drei Esslöffel Butter”. Das kann ja nun alles und nix sein.)
Die eine Freundin der Tochter fastet Süßes und damit sie auch ein Gläschen zum Schlemmen bekommt, rührte ich heute morgen rasch einen “Spundekäs” zusammen.Möglicherweise ist der Name “Spundekäs” nur regional bekannt, ich traue mich auch nicht an eine Übersetzung. Obwohl “Käs” oft für Quark steht, aber im Spundekäs ist kein Quark.

Ich habe 200 g Frischkäse mit einem Schuss Sahne (Sie sehen, ich kann auch merkwürdige Maßeinheiten) verrührt, bis er schön glatt und cremig war. Dann habe ich eine kleine, sehr fein geschnittene Zwiebel und eine gepresste Knoblauchzehe untergerührt. Gewürzt wird mit mildem Paprikapulver und ein bißchen Cayennepfeffer, bis der Spundekäs schön rosa ist und schmeckt. (und schmecken tut er am Besten nach drei, vier Stunden mit Salzstangen, Brezeln oder Crackern)
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In Nierstein ist ganz unbestritten Frühling. Mein Holunder hat Blütenansätze und die Wildbienen brummen wieder um den Bienenkasten herum. Franz findet es höchst aufregend, dass ich im Garten herumkrieche und raschelndes Zeug in große Säcke stopfe. Er springt dann in die Säcke, kippt sie um und freut sich, wenn das raschelnde Zeug wieder raus fällt und Frau … äh … Mutti schimpft.
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Schönste Situation des Tages:
Es klingelt. An der Tür steht ein etwa neunjähriges Mädchen, mir völlig unbekannt und spricht: “Meine Freundin Rosali sagt, dass ich hier Monsterchen kaufen kann. Ich will zwei. Für mich und meine Oma.”
Durfte sie kaufen, es gab noch ein paar Restbestände von Weihnachten. Und ich überlege, noch ein paar zu machen, denn das war jetzt das dritte Mal, dass Kinder klingelten und Monsterchen kaufen wollten.
(aber wenn sie dann da stehen und aus ihren klitzekleinen Kindergeldbeuteln ein paar Münzen klauben, dann will ich ihnen am Liebsten sagen: lass stecken, ich schenke es dir.)
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Für den Frühlingsmarkt, der übernächstes Wochenende in Hechtsheim stattfindet, habe ich das Pflichtprogramm absolviert. Zwei Tische lassen sich leicht mit allerhand Taschen und Täschelchen füllen. Alles weitere ist Kür und ich bin sehr erstaunt und auch ein bißchen stolz, dass ich es diesmal ganz ohne den letzten Drücker geschafft habe. Irgendein dickes Ende kommt da noch, das geht mir alles zu glatt hier :)
Ballungsphänomene
7. März 2012
Diesmal sind es nicht die Wollmäuse oder Staubratten in die Ecken oder unter den Betten, die sich zusammenballen, sowie man mit dem Staubsauger das Zimmer verlässt.
Diesmal geht es um Termine. Mir scheint es in letzter Zeit nämlich so, als würden sich Termine gegenseitig anziehen, zu dicken Klumpen zusammenballen und dann einzelne Tage völlig verstopfen. Wochenlang ist nichts und plötzlich häufen sich vier Termine an einem Tag. Für mich ist das ein völlig neues Phänomen, das erst aufgetreten ist, seit ich mich bemühe, einen Kalender zu führen. Und jetzt frage ich mich, ob ich früher (in vor-Kalender-Zeiten) schlichtweg die Hälfte meiner Termine vergessen habe oder ob die Tatsache, dass ich so wichtige Dinge wie “Weltkuscheltag”, der übrigens am 20. Januar war, im Kalender vermerke. Falls ich was darüber bloggen will. Oder bei Günther Jauch die Million gewinnen will.
Wie auch immer, ich bin im Stress. Wie immer im selbstgebastelten, weil ich bin ja kreativ. Nun würde ich ja gerne eine DIY-Anleitung basteln, damit Sie sich auch Stress selbst basteln können, aber ih denke, das können Sie ja auch ohne Hilfe und in Variationen.
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Als neues medizinisches Schmankerl habe ich mir Augenflirren zugelegt. Es beginnt an der Außenseite des Auges, zieht dann nach unten und kurz drauf flirrt es auch über dem Auge. Ich schreibe im singular, denn das linke Auge ist ja nahezu blind, da fällt es nicht auf, ob es flirrt. Das Flirren ist übrigens so, als wackele man ganz rasch mit den Fingern in Licht, das direkt ins Auge leuchtet.
Dr. Gugel spuckt Diagnosen von “harmlos, aber lästig” bis “bewege den Kopf nicht, er platzt sonst” aus. Das ist nur mäßig beruhigend, besonders für einen latenten Hypochonder wie ich es nun mal bin. Einen Termin beim Augenarzt bekomme ich übrigens erst im Juni. Bleibt die Notfallsprechstunde bei akuter Flirritis, aber die hebe ich mir wohl wirklich noch ein bißchen auf.
(weniger auf Monitore starren soll schon helfen. Das teste ich zuerst.)
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Das Projekt “Hilfe im Haushalt” ist vorerst gekippt. Aus Gründen. Ist aber nicht schlimm, denn es ist Frühling und da fällt alles leicht. Auch das Putzen.
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Letztes Wochenende habe ich nicht nur eine Menge Spaß gehabt, sondern auch wirklich viel gelernt. Ich weiß nämlich jetzt, dass der Stoff, der gerade wäscht allerbestes Campan Jersey ist, kenne den Unterschied zu qualitativ schlechterem Singlejersey und ahne, dass flutschiger Viskosejersey und ich keine Freunde werden. Als echte Fachautorität in Bezug auf die Qualität der neuen Stoffe werde ich mich morgen an die OverCoverlockmaschine setzen und ihr zeigen, wer der Chef im Nähzimmer ist. Vielleicht nähe ich mir aber auch zuerst den Wickelrock aus der neuen Ottobre, weil Röcke kann ich. (und ich hab roten Cord. Und lüla Cord mit Tupfen in pink) und wenn DAS nicht klappt, nähe ich neue Kissenbezüge für das Sofa, weil der neue Stoff mit Vögelchen und Blümchen in weiß und grau passt toll zu Leinen. Und diese gepatchten Platzdeckchen, die die Klecksefrau auf ihrem Esstisch liegen hat, die nähe ich auch. Falls das mit den Kissen nix wird. Vielleicht sauge ich auch einfach nur das Nähzimmer und streichele die neuen Stoffe. Das ist am Unanstrengensten. Ich habe das letzte Wochenende nämlich irgendwie immer noch in den Knochen stecken. Schlafe vor elf ein und fühle mich morgens, als habe ich durchgetanzt. (und wenn ich dann träume, ich sei mit dem SK-LK-Lehrer des Großen durchgebrannt, dann hilft das kein bißchen, sondern ist in vielerlei Hinsicht eher verstörend)
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Genug auf den Monitor gestarrt, genug Nichtigkeiten geplaudert. Wäsche aufhängen.
Draußen im Garten, Teil II
29. Februar 2012
Es wird ein Walnußbaum, weil direkt neben der Thuja bereits ein Walnußbaum wuchs. Eingepflanzt wahrscheinlich von dem roten Eichhörnchen, das hier durch den Garten flitzt. (ich bin mir jedenfalls keiner Schuld bewusst, eine Walnuß dort verbuddelt zu haben). Den Walnußbaum haben wir leider ebenfalls “fällen” (Stammdurchmesser von knapp zwanzig Zentimeter) müssen, weil er sich auf der Suche nach Licht um den Stamm der Thuja wickelte.
Es geht mir nicht um die Ernte von Walnüssen, denn Walnußbäume gibt´s hier in den Wingerten in rauen Mengen und wir sammeln im Herbst immer mehr, als wir essen können.
Es geht mir auch nicht um die Mückenabwehr, ich finde nur das Gerücht so hübsch. Ob wahrer Kern oder nicht.
Es ist mir egal, ob etwas unter dem Baum wächst oder nicht, denn hinter dem künftigen Baum steht das Häuschen, das demnächst unsere Sauna beherbergt. Und darunter ist die Feuerstelle, da wächst sowieso nichts :)
Es ist mir ganz und gar schnuppe, ob der Baum schlecht verwesende Blätter abwirft, denn ich habe eine Birke, die mich das ganze Jahr über mit eienr Menge Dreck beglückt, dafür aber mit tollem Blätterrauschen bei leisester Brise begeistert.
Es ist nicht wichtig, dass ich 15 Jahre auf Nüsse warten muss, ich mag es, Walnußblätter zwischen den Fingern zu knicken und daran zu riechen. Und die anfangs grüne, später dann matschige, braune Schale der Nüsse, die die Finger nachhaltig färbt, schreckt mich auch kein bißchen, denn in der aktiven Gartenzeit sind meine Hände sowieso immer bunt gefleckt.
Im Nachbargarten stand ein riesiger Walnußbaum, gepflanzt von den Großeltern der sich nun weit in den 80 befindenden Dame. Dieser Baum musste vor ein paar Jahren gefällt werden, weil er krank war. Der Baum fehlt mir, immer noch. Große Walnußbäume haben eine wunderschöne Form.
Bei den Nachbarn schräg gegenüber hat sich ein Stümper am Rückschnitt eines Walnußbaumes ausgetobt. Der Baum ist nun dem Tode geweiht. Die Nachbarin ist unglücklich, ich auch.
Mir gefällt der Gedanke, für Walnußnachwuchs hier zu sorgen. Und ich hoffe sehr, dass der Baum mich überlebt.
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Die Gänse sind wieder da. Und ich glaube, die Störche auch. Und es zwitschert schon wieder ganz schön laut vor dem Fenster, die Zugvögel kommen zurück.
Unsere Mülltonne tut das hoffentlich auch, denn derzeit haben wir wohl die der Nachbarn. Aufgefallen ist das bei der Abrechnung, die deutlich höher ist, als sie sein kann. Heute morgen rief die Mülltonnenkoordinatin an und bestätigte unseren Verdacht. Zeit, die eigene Mülltonne mit ein paar Aufklebern zu personalisieren. Herr Skizzenblog, ich hoffe es bricht Ihnen nicht das Herz, wenn wir das mit den Monstabebbern tun?
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Im Frühling sind sie wieder unterwegs, die Renter auf den Fahrrädern. Die angeheiratete Verwandschaft hat auch so einen daheim und ist heilfroh, dass es wieder warm genug zum Radfahren ist und der gelangweilte Rentner seine Energie kanalisieren kann. Im Winter nämlich hat er sich nämlich vor lauter Langeweile mit der hohen Kunst des Kerzengießens beschäftigt und dabei einen Blumenkasten in Brand gesetzt. Und den gesamten Hof mit Wachs bekleckert. Jetzt radelt er wieder durch die Gemarkung, ist ausgegliechen und der Haussegen hängt nicht mehr schief.
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Die halbjährliche Untersuchung der Zähne der hinreissenden Bestien stand an und erfreut vermelde ich: die Brut hat gesunde Zähne. Wider aller Unkenrufe hat die Gabe von Zucker und Weißmehl vor dem zehnten Geburtstag weder zu Skorbut, Verblödung noch Karies geführt. Und dass der bleibende Zahn unter dem Milchzahn in Töchterleins Mund quer liegt und deshalb einen etwas aufwändigeren Schubbs braucht, um sich ordentlich einzugliedern – dafür kann wohl niemand was. Der jüngste Sohn läuft derzeit zweireihig im Oberkiefer herum und hat den Auftrag vom Zahnarzt, sich die wackligen Milchzähne rauszupuhlen. Wird er mit Vergnügen tun, allerdings nicht, wenn ich im Raum bin. Ich weiß ja, dass das nicht weh tut, aber blutig nach außen geklappte Milchzähnchen sind einfach gruselig anzusehen. Ein Termin beim Kieferorthopäden ist gemacht. Der Große wird seine Spange hoffentlich bald los, die Tochter kriegt ganz sicher zum Geraderücken dieses einen Zahnes eine “Teilapparatur” und der Jüngste sieht einer Komplettverdrahtung entgegen.
Ich kann mich gut erinnern, wie sehr ich mich über die ersten Zähnchen gefreut habe. Und wie gespannt wir alle auf die ersten Wackelzähen warteten. Die Zahnbegeisterung ist merklich abgeflaut.
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Als alter Lemming (und letztlich doch neugieriger Mensch) habe ich mich bei Pinterest angemeldet. Um mal zu schauen. Und genau das tue ich. Schauen. An alle, die sich mit Begeisterung direkt auf Frau Mutti bei Pinterest gestürzt haben: nicht enttäuscht sein, da wird nix passieren. Isch kukke nur.
- ohne Titel -
22. Februar 2012
Wussten Sie eigentlich, dass das Schwerste bei dieser Bloggerei nicht die Suche und Auswahl der blogbaren Themen ist, sondern die passende Überschrift dazu zu finden? Heute also – ohne Titel -, denn, ehrlich gesagt, auch kein Inhalt. Kaffeesätze eben.
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Die Familie hat beschlossen, sich während der Fastenzeit meinen Ernährungsgewohnheiten anzuschließen. Heißt: fleischlos, ovo-lacto-steako-vegetarisch. Das ist für mich sehr großartig, da ich mich jetzt a) experimentell austoben kann, weil ich endlich für viele kochen kann (ich kann nur viel kochen und für eine ist das dann doch zu viel) und b) ich muss nur noch ein Gericht pro Tag kochen. So ist die Fastenzeit eine echte Luxuszeit für mich. Desweiteren wird auf Alkohol verzichtet, was für die Kindelein nun kein herber Verlust ist, zum Glück. Eine Ausnahme habe ich mir direkt inkonsequenterweise bereits genehmigt: übernächstes Wochenende wird ein 45. Geburtstag gefeiert und da will ich bitte anstoßen. Die Tochter grübelte gestern beim Mittagessen, ob sie “süß” fasten will, doch da das die Auswahl beim Frühstück, bestehend aus Nußnougatcreme- oder Marmeladenbrot oder irgendwas, wo man Milch drauf schütten kann, erheblich beeinträchtigt, schränkte sie ein. Gummibärchen oder Schokolade, noch weiß sie nicht, was ihr schwerer fällt. Heute mittag wird sie es verkünden. (stur, pardon: willensstark wie sie ist, wird sie das durchziehen)
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Die Fastnachtszeit ging spurlos an uns vorbei. Der Rosenmontagszug livestreamte im Nähzimmer und die Tochter feierte mit den Freundinnen kichernd eine private “wir verkleiden uns und lackieren uns die Nägel bunt”-Party. Die Söhne vergnügten sich mit Joysticks und X-Wing vs. Tie Fighter. Hatten sie sich verdient, nachdem sie wortwörtliche eine Tonne Kies Eimer für Eimer aus der Halle in den Garten geschleppt hatten. Und der beste Vater meiner Kinder musste arbeiten, am Rosenmontag im Home Office, denn nach Mainz zu fahren war eher schwierig.
Je älter ich werde, desto mehr gruselt es mich vor diesem ganzen Fastnachtsgedöhns. Nein. Stimmt nicht ganz. Ich habe die Büttenrede des “Boten aus dem Bundestag” schallend lachend genossen. Ich mag bunte, phantasievolle Verkleidungen. Ich mag Kreppel. Gruselig finde ich die Ströme von Alkohol die fließen (müssen?), um Lustigkeit zu finden. Wir waren Samstag einkaufen, kurz bevor “der Zug” in der Nachbargemeinde startete. Horden von Jugendlichen in Halbkostümen (drei bunte Streifen im Gesicht und ein “lustiges” Shirt an) beim munteren Vorglühen drängten sich vor dem Supermarkt. Da wird´s mir übel. Die Schwester der Freitagsfreundin berichtete von Schülern, die am Altweiberdonnerstag am Bahnhof den Schultag mit Cola-Cognac einläuteten. Möglicherweise klinge ich jetzt sehr alt und genauso, wie ich nie werden wollte, dennoch: ich finde das unmöglich und frage mich, warum das so sein muss?
(vielleicht wäre dies der richtige Moment, um einen Schwank aus meiner Jugend zu erzählen, als ich mit einer Freundin “in den Mai tanzte”, gemeinsam mit einer Flasche Wodka, nach deren Genuss ich mit dem Fahrrad heimschlangenliniete und dann auch prompt frontal gegen eine Hauswand fuhr. An das Haus der Fahrschule, in der ich gerade meinen Führerschein begonnen hatte. Ein großer Fleck Putz fiel ab und ich beging Fahrerflucht. Auch das noch. Was aber nicht der Grund dafür ist, weswegen ich heute doch keinen Führerschein habe :))
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“Sehr geehrte Frau … äh … Mutti,
wir haben ein interessantes Angebot für Sie (…)
bei Interesse melden Sie sich bei uns!”
Frau … äh … Mutti löscht die mail, wegen “kein Interesse”
“Sehr geehrte Frau … äh … Mutti,
Sie haben sich nicht auf unser Angebot gemeldet (…)”
Frau … äh … Mutti rollt mit den Augen.
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Überraschend rast der Geburtstag des jüngsten Sohnes heran und wie in jedem Jahr und wie vor jedem plötzlich in den Kalender springenden Geburtstag fehlen zwei Drittel der Geschenke und ich frage mich, ob ich möglicherweise ohne diesen permanenten Panikanfall nicht leben kann. “Haha!”, lacht der Vorsatz “ordentlicher und strukturierter im Jahr 2012″. So wird das nix.
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Zurück an die Nähmaschine, die ich nur verlassen habe, weil langweilige Fleissarbeiten mein Durchhaltevermögen terminiert haben.
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kurzer Nachtrag: Menschen, die Hilfe zusagen, versprechen, sich zu melden und genau das dann nicht tun … ärgern mich.
Was früher gut war,
17. Februar 2012
ist es heute eventuell nicht mehr. Oder besser: was ich früher mochte, lässt mich heute eher grinsen. Udo Lindenberg zum Beispiel. In der Phase, in der ich nachts auf dem Spielplatz sitzend düstere Gedichte schrieb, also vor sehr,sehr vielen Jahren, mochte ich die Lieder von Herrn Lindenberg sehr. Gestern dudelte eine der alten Platten im Nähzimmer und ich hab permanent vor mich hingegrinst, weil ich den Texten in Form und Inhalt völlig entwachsen bin. (aber dieses “eigentlich in ich ganz anders”, dieses neue, das find ich gut). Herr Lindenberg scheint sich auch entwachsen zu sein, so als Werbefigur für die Bildzeitung.
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Früher mochte ich auch Babys sehr, sehr gerne. Wollte gar nicht aufhören, welche zu produzieren. Heute mag ich sie immer noch, muss aber kein eigenes mehr haben.
Heute morgen war der zehnmonatige Großcousin der Freitagsfreundin Gast beim freitäglichen Kaffeeklatsch. Deshalb fand dieser auf dem Boden statt, inmitten von lustigem Spielzeug, Spucktüchern und zerknüllten Taschentüchern, weil das Baby hat Schnupfen.
(Frau … äh … Mutti bei der Freitagsfreundin auf dem Wohnzimmerfußboden mit Babyaccessoire)
Und dann saßen wir da, die Freitagsfreundin und ich, und hatten abwechselnd das Baby auf dem Schoß. Stopften Brei rein, wischten Schnodder ab und sahen zu, wie das Baby auf dem Bauch liegend den Po in die Luft stemmte. Sehr süß, sehr niedlich, unbestritten. Auch die Geräusche, die so ein Baby macht, die sind sehr witzig und ebenfalls niedlich. Wir packten das Baby in den Kinderwagen, fachsimpelten über Zähne, Blähungen und Schlafverhalten von Babys und marschierten kilometerweit durch Nierstein und die Weinberge, weil das macht man halt so mit Babys.
Wissen Sie was? Ich bin richtig froh, dass ich mittlerweile auch andere Dinge machen kann! Beidhändig kochen, zum Beispiel. Oder abends lang aufbleiben am Wochenende, weil ich dann am nächsten Morgen ausschlafen kann. Oder den Raum verlassen, obwohl ein Kind darin ist und in den Steckdosen keine Sicherungen mehr stecken. (in manchen Steckdosen jedenfalls). Oder Bücher und CDs in die untersten Regale stellen.
Die Freitagsfreundin und ich tauschten mehrmals eher ratlose Blicke, denn was macht man denn mit so einem Baby den ganzen Tag? Tag für Tag?! Ich hab´s tatsächlich vergessen.
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Ein langes Wochenende steht ins Haus und da wir eher keine Fastnachter sind, wird es ein äusserst Erholsames. Ausser vielleicht für den besten Vater meiner Kinder, der beim Gedanken an das achtfache Kreppelrezept, dass er am Sonntag backen will, nackte Panik in den Augen blitzen hat. (letztes Jahr verspeisten wir zu zehnt sechzig Kreppel. Und danach lange Zeit nichts mehr.)
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Vor lauter Freude über die baldige Hilfe Im Haushalt, habe ich heute morgen, vor Verlassen des Hauses, das Bad geputzt, Flur, Wohnzimmer, Küche gesaugt, sämtliche Flächen abgewischt und die Flecken vom Boden gewischt. Das brauchte eine Stunde und selbstverständlich versucht meine Gewissen mir jetzt einzureden, dass ich mit ein bißchen weniger Schweinehund mir das Geld sparen könnte. Zum Glück kam die Stimme aus der Ecke des Gehirns, aus der es auch wispert: “Schokolade ist ungesund und mach den Rechner aus, es ist schon ein Uhr.” Die zu überhören habe ich schon seit langem trainiert.
(und weil da eine Frage nach dem Dach der Grünen Villa war: es hält ja noch. Wenn ich erst Bundespräsidentin bin, leihe ich mir Geld für die Reparatur.)
Be my Valentine
14. Februar 2012
oder auch nicht, ich krieg keine Rosen heute und er auch nicht. Dafür hab ich eine Hühnersuppe gekocht, die wärmt noch besser.
Die Tochter kam mit funkelnden Augen und einer Rose nach Hause. Wie wahrscheinlich in vielen Schulen, kann man der Freundin, dem Freund, dem Schwarm, der Angebeteten, dem Angeschachtetem, der Attraktiven oder dem süßesten Kerl ein Rose schicken lassen, mit Namen oder auch anonym. Töchterleins Rose kam anonym und der große Bruder schwört bei allem, was ihm heilig ist, dass er es nicht war, um sie zum Grübeln zu bringen. Ich glaube ihm. Vierzehn ist das Töchterlein und schon kriegt sie Rosen geschenkt? Weia. (der beste Vater meiner Kinder erwägt die Anschaffung einer Schrotflinte, ich hingegen leiere wohl ein intensives Gespräch über Liebe, Lust und Verhütungsmittel an)
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Über facebook wurde ein Artikel verteilt, den ich für sehr lesenwert halte, vielleicht haben Sie ein paar Minuten, um mal drüberzulesen: “Maximale Verwöhnung, gigantischer Erfolgsdruck”
- Wie Helikopter-Eltern den Schulen den Alltag und ihren überbehüteten Kindern die Reifung erschweren -
Der Begriff “Helikopter-Eltern” war mir neu, ich kannte bisher nur die überehrgeizigen “Eislaufmütter”.
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Kurz wollte ich noch petzen, dass ich die Ungeschicklichkeit im Nähzimmer nicht allein gepachtet habe. Oder aber auch: der Apfel fällt doch nicht weit vom Stamm. Oma Eis schnitt nämlich mit Schwung Stoff zu und übersah das Metermaß darunter. Nun hat sie handliche Metermaße und ich die Schadenfreude.
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Apropos Nähzimmer: Mme Ouvrage und Frau … äh … Mutti (und wahrscheinlich auch Oma Eis) haben einen Stand bei den Hechtsheimer Weinprobiertagen vom 23.03. – 25.03.12. Dort gibt es nicht nur tollen Wein zu kosten (200 Sorten habe ich gehört), sondern auch jede Menge Ständchen mit teils höchst originellen Sachen. Bei der Vorbesprechung dieses “Events” erfuhren wir, dass es nicht leicht ist, als auswärtiger Verkäufer teilzunehmen. Ein alteingesessenes Vereinsmitgleid muss bürgen. Und es ist günstig, wenn ein anderes Vereinsmitglied seinen Verkaufstisch freigegeben hat, durch Ableben zum Beispiel. In unserem Fall bürgt die Freundin einer Freundin der Freundin und gestorben ist der Mann, der aus Kronkorken Kunst machte. Einen gallischen Hahn hat er zum Beispiel daraus geschweißt. Unklar blieb bei der Infoveranstaltung, ob a) der Hahn nun auf seinem Grab steht und b) die Menge der Kronkorken Rückschlüsse auf die mögliche Todesursache zulassen. Sei es wie es ist, ich nähe, um zwei Biertische befüllen zu können. Taschen, Täschchen, Schnickeldi. Leider kann ich Ihnen keinen Resteverkauf für das Blog versprechen, denn im August werde ich ein Ständchen auf dem Niersteiner Winzerfest haben. Und da das Winzerfest über vier Tage geht, brauche ich eine Menge Zeugs. (ich sage noch rechtzeitig Bescheid, wann Sie mich wo in Nierstein finden können, weil noch ist alles unklar. Ursprünglich sollte es einen Künstlermarkt in der Rheinstraße geben, doch wird diese möglicherweise gesperrt sein, weil die Malzfabrik abgerissen wird. Endlich haben die mal kapiert, dass eine Malzfabrik in einer Weinbaugemeinde nix zu suchen hat. Tstss.)
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Niedliche Kater sind manchmal eben doch nicht niedlich. Zum Beispiel dann, wenn sie fröhlich unter dem Küchentisch einen Buchfink wegknurpsen und Millionen von Federn dabei in der Küche verteilen.
Weisste noch, da in Hamburg?
6. Februar 2012
Das dürfte die gestern am häufigsten gestellte Frage gewesen sein.
Frau … äh … Mutti, die Freundin, die nie Zeit hat und die Freitagsfreundin hatten tatsächlich (und doch schon) einen Termin gefunden, um die unzähligen Bilder unseres viertägigen Hamburgurlaubs zu bewundern. Und weil uns jeder Anlass zum Feiern recht ist, feierten wir ein kleines “Weisst du noch”-Fest. Der beste Vater meiner Kinder buk Franzbrötchen, den Sekt gab es, ganz Hamburg-traditionell und zum Entsetzen der nicht dabeigewesenen Gatten, aus Wackelpuddingbechern, die zum allergrößten Vergnügen der hinreissenden Bestien – genau wie damals ins Hamburg – ohne Löffel geleert werden mussten. Die Bilder gab es dann weitestgehend doppelt, denn die Freitagsfreundin und ich standen oft nebeneinander, da in Hamburg. Zum Abendessen hatten wir alles an Nordseekrabben aufgekauft, was es in unseren Gefilden zu erstehen gab, um ein ähnlich beladenes Krabbenbrötchen wie “Weisst du noch, damals in Hamburg” zu basteln. Es gelang uns auch beinahe.
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Zum Abschluss des wunderbaren Hamburgfestes klickten wir uns durch sehr, sehr, sehr viele Bilder der vergangen Gartenpartys und ich wurde ein bißchen wehmütig. Und beinahe übermütig. Aber nein, es wird keine Gartenparty mit meinen besten 600 Freunden von Facebook geben. Die Erinnerung ist mir zu verdächtig rosa gefärbt. Es ist wohl wie mit dem “Hach, diese niedlichen Babys, wie sie duften und die schlafen ja auch den ganzen Tag”-Erinnerungen. Zuviel Verdrängung dabei.
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Das Wochenende war insgesamt ein ausgesprochen hübsches, voll Leckereien und amüsanten Gesprächen.
Am Freitag abend lösten wir eine Einladung zum Essen ein, die der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib jeweils zum Geburtstag geschenkt bekommen hatten. (von der Freundin, die nie Zeit hat und ihrem Mann, der eigentlich noch weniger Zeit hat)
Nach Ingelheim, ins Brauhaus “Goldener Engel” ging es. Zugegeben, die Logo-Gestaltung lässt zunächst an ein Energiesparmodell denken, aber das Restaurant dahinter ist eine Empfehlung wert. Hausmannskost und ein paar ausgefallenere Speisen, dazu selbstgebrautes Bier -> prima!
Wie es sich für eine ordentliche Bloggerin gehört: Futterknippsen!
In den Gläschen von links nach rechts: eingelegte Champignons (und Paprika obendrauf), Tomatenbutter, Zucchini-Tartar. Dazu köstliches Brot. Und ein Dunkles.

Zum Nachtisch wieder Gläschen, denn mit Essen in Gläschen kann man mich wirklich glücklich machen. So glücklich, dass das Futterknippsen beinahe vergessen wurde.
In den Gläschen von links nach rechts: Haselnusscreme, gewürzte Orange, warmer Schokoladenkuchen

Hätte nicht eine Migräne in meinem Kopf gewummert, wäre der Abend noch vergnüglicher gewesen.
Die Migräne hatte sich dann am nächsten Tag beinahe verzogen, geblieben war nur ein “wundes Gefühl” im Schädel, deshalb war der Samstag Abend ein gemütlicher, obwohl die spontan kinderlosen Herr Skizzenblog und Mme Ouvrage vergnügungssüchtig waren. Aber alte Menschen vergnügen sich auch vor dem Feuer auf dem Sofa. (das regionale Vergnügungsprogramm beschränkt sich derzeit sowieso eher auf Fastnachtssitzungen und diverse Ü-Partys)
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Die Tochter ist überglücklich und fiebert dem Austausch entgegen. 24 Tage Wisconsin und Chicago, einen Tag nach ihrem Geburtstag im Herbst geht es los. Die Kosten für den Flug sind so hoch, dass sich die Geburtstagsgeschenke für die nächsten zehn Jahre auch erledigt haben. Der Gegenaustausch findet nächstes Jahr im Juni statt und wenn der jüngste Sohn bis dahin beschlossen hat, sein Zimmer gegen mein Nähzimmer zu tauschen, wird das Gastkind auch gut untergebracht werden können. (sollte er nicht tauschen wollen, werden wir den Nähtisch in das Zimmer des Großen räumen und das Schlafsofa in die entstandene Lücke schieben. Wird schon, passt schon)
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Der beste Vater meiner Kinder kränkelt und ich hoffe sehr, dass es nicht an einer in Marokko gepuhlten Nordseekrabbe aus dem Niersteiner Supermarkt liegt.
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(arschkalt. Jaja, ich weiß. Winter muss und Februar ist der kälteste Monat und der Garten und die Landwirtschaft und überhaupt. Ist trotzdem gut jetzt, ich hab nicht genug warme Klamotten und immer in eine Decke wickeln und vor dem Feuer sitzen geht ja auch nicht.)
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31. Januar 2012
Das Töchterlein erfährt morgen nach der ersten großen Pause, ob das mit dem USA-Austausch klappt. Sie ist sozusagen im Re-Re-Re-Call, um es mal für alle verständlich auszudrücken. Drei Mädchen (die, lassen sie mich prahlen, die mit den besten Zeugnissen), drei Freundinnen, unter denen zwei Plätze für den Austausch ausgelost werden. Quasi also zwei Titelblätter auf der Cosmo, die dritte bekommt Trostpostkarten aus den Staaten.
Nun ist mein Mädchen ja ein soziales Kind, das glaubt, es dürfe nicht ungehemmt auf den “Sieg” hoffen, denn wenn sie gewinnt, dann muss eine Freundin zurückbleiben. Verliert sie allerdings, dann wäre das der vierte Austausch, für den sie sich erfolglos beworben hat. (und ich sach noch, Kind, sach ich, gib nicht immer nur Lesen als Hobby an. Hör auch mal Musik und finde Jungs süß. Und wenn du schon liest, dann lies wenigstens Biss statt Pratchett. Hast du denn gar nix gelernt? Ja, Mama, mach ich Mama. Nerv nicht, Mama.)
Hier herrscht also eine eher gedämpfte Stimmung. Nach dem USA-Austausch gibt es nur noch einen Austausch mit Polen in der Oberstufe. Danach müssten wir selbst initiieren und nachdem ich mal solch ein Austauschprogrammheftchen durchgeblättert habe, weiß ich, dass ich noch sehr viel nähen muss, wenn das Seelenheil der Tochter von einem Austausch abhängt. Da geht es um fünfstellige Beträge. Vor dem Komma, versteht sich.
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Der jüngste Sohn feiert demnächst seinen ersten Geburtstag als Teenager. Wow. Schon. Vorgestern, als er noch niedliche zwei Jahre alt war, erfand er eine neue Garmethode für Kartoffeln, in dem er heimlich eine Kartoffel in den Besteckkorb der Spülmaschine stopfte. Heute ist er fast durch den Stimmbruch und wünscht sich zum Geburtstag eigentlich nichts mehr, als endlich auch einen Facebookaccount. (weil alle, alle, wirklich ALLE haben einen, nur er wieder nicht)
Gestern abend hat er einem weiteren Behandlungsblock Logopädie zugestimmt und das freut mich ungemein. Er spricht zwar deutlich und verständlich, aber noch immer anders als die Menschen um ihn herum, Betonung und manche Laute hauen einfach nicht so hin. Vor einem Jahr, als klar war, dass es in der weiterführenden Schule gut läuft, wollten wir bereits den Behandlungsblock starten, doch er wollte nicht. Genug Therapie gehabt, in seinem Leben, der Kerl. Ich konnte es verstehen und zur Logopädie zwingen. Funktioniert eben auch nicht. Der Kinderarzt, der ihn vierteljährlich quercheckt regte nun nochmals an:”Du wirst immer hübscher, die Mädchen schauen nach dir, mit denen willst du dich doch unterhalten?” ob das nun das zündende Argument war? Egal, ich freue mich, dass er wieder mitmacht.
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Unser Sommerurlaub in Irland ist gekippt, da unsere aktiven Kindelein diverse Freizeiten und Aktivitäten quer durch die Sommerferien laufen haben, so dass es einfach kein Stück gemeinsame Zeit gibt, die lange genug für einen Familienurlaub ist.
Alternativ haben wir jetzt Wochenendreisen geplant. Wird garantiert auch nix draus, weil irgendwas ist ja immer.
Eigentlich
25. Januar 2012
bin ich ganz anders meine ich’s ganz anders, da im letzten Artikel. Und eigentlich mag ich es auch überhaupt nicht, einen Artikel auseinanderzupflücken. Aber es gibt da was zu (er)klären:
- ich gönne jedem seinen Erfolg, gehe sogar einen Schritt weiter: ich hätte gerne so manches Talent!
- jeder kann mit seinem Blog machen, was er will. Ich finde es schade, was mit so manchem meiner ehemals favorisierten Blogs passiert. Klar weiß ich, dass ich dort nicht mehr lesen muss. Ich kenne das Kreuzchen rechts oben. Aber es ist eben wie mit dem Wetter: ich jammere, dass es zu kalt ist und es ändert sich nix. Aber ich hab’s halt mal gesagt. Und wenn vier Leute sagen, dass sie die Kälte auch nicht mögen, zwei mir sagen, dass Kälte kein Ausdruck für das Kackwetter ist und drei mir empfehlen, mich wärmer anzuziehen oder das Haus nicht mehr zu verlassen, so ändert auch das nix an der Kälte. Sie muss nicht mal beleidigt sein, weil sie ist eben, wie sie ist. Und jetzt ist das Bild deutlich überstrapaziert.
- zu sagen, dass ich das schade finde, soll nicht die Tür öffnen zu a) neidischer Häme oder b) überschwänglichem Lobes meines Blogs. Letzeres ist zwar wirklich lieb, aber auch irgendwie zu viel, denn mal ehrlich: wie sollte ich anders als ich selbst bleiben? Für Ersteres entschuldige ich mich bei all den Menschen, die glauben, sich vielleicht im Blogartikel erkannt zu haben. Ich wollte Sie nicht angreifen und ich hoffe, dass mancher Kommentarschreiberin einfach nur die Kälte da draußen die gute Laune verhagelt hat.
- ich empfehle immer wieder gerne, erst zu lesen, dann nachzudenken, dann zu schreiben. Gestern habe ich gedacht, geschrieben und erst hinterher gemerkt, dass ich nicht zu Ende gedacht habe, nicht ausführlich genug geschrieben habe. Deshalb müssen Sie jetzt diese Erklärungen lesen.
- ich blogge seit zehn Jahren, das berechtigt mich, den guten, alten Zeiten nachzutrauern, damals, als wir uns noch alle kannten, die Captcha-Abfragen noch nicht nötig, geschweige denn kompliziert waren und man wegen der verdammten Ladezeit die Bilder sehr klein halten musste.
- es ist nur eine Phase.
Ende des Themas. In zwei Jahren rege ich mich über was anderes auf. (treue Leser erinnern sich bestimmt auch an meine spitzen Bemerkungen über Windelblogger.)
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Berlin rückt näher und ich versuche mich davon zu überzeugen, dass ich mir keine vollständig neue Garderobe für die große Stadt nähen muss. Stattdessen sollte ich wohl den Berlinern glauben, die sich bei mir melden und von arktischer Kälte sprechen. Sollte ich wohl meinen gesamten Klamottenbestand übereinander tragen, weil ich friere doch immer.
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Dem großen Sohn geht es nach wie vor ganz prima in seinem Praktikum. Er klingt am Telefon so, als würde er den Gedanken erwägen, die Schule sausen zu lassen, um direkt dort im Bundestag zu bleiben. Schon allein deshalb, weil die Kantine offensichtlich viel schmackhafteres Essen zaubert, als seine olle Mutter daheim. Das Vermissen ist immer noch eher einseitig und hier in Nierstein angesiedelt, aber es ist ja klar: der Kerl erlebt was, der hat keine Zeit seine Jobs im Haushalt, die Lateinvokabeln und das Gemüsecurry zu vermissen.
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Neulich sprangen mir drei Knäuel Wolle im dem Einkaufskorb. Weil sie so hübsch aussahen, türkis, zartgrün und lüla, ausserdem angenehm flauschig, Wolle/Polymolyirgendwas. Ich will immer noch nicht stricken. Oder häkeln. Aber Pompons wollte ich. Nun. Sie ahnen es: ich kann auch keine Pompons. Ich kann nur Gestrüppe. Die aber immerhin in hübschen Farben.
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Nachtrag, wichtig, wichtig! Das Tässchen ist gefunden und reist irgendwann weiter!


