Wenn

31. August 2010

der Bagger gerade nicht dröhnt, kann ich leise mein Geschirr im Schrank klirren hören.

Und wenn die Baggerschaufel auf den Boden rummst, wackelt das Haus.

Ich bin völlig entspannt. Doch, doch.

Wenn …

14. Juni 2010

alles gut gegangen ist, ist der Große nun mit seiner Klasse auf dem Weg nach Berlin.

Warum ich nicht weiß, ob alles gut gegangen ist und was das überhaupt bedeutet?

Nun.

11:12 Uhr fuhr der Zug ab Oppenheim Richtung Mannheim. (in Mannheim umsteigen in den ICE)

11:10 Uhr hält der Zug in Nierstein, was sehr praktisch für Niersteiner Schüler ist, die können dort bereits einsteigen.

10:49 Uhr warf ich daheim einen beiläufigen Blick auf die Uhr und flötete: “LOS! Wir müssen weg! Schnell, schnell!!”

11:03 Uhr standen wir auf dem Bahnsteig. Außer uns stand da niemand. Bis auf drei ältere Damen, aber die gehörten ganz sicher nicht zur Klasse des Großen, ausserdem saßen sie entspannt und kein bißchen reisefiebrig auf einer Bank.

Haben Sie mal in einem Buch gelesen “ihr Darm schien sich vor Angst zu verflüssigen” und haben sich gedacht “Wie soll sich DAS denn anfühlen?” Es fühlt sich grauenhaft an, glauben Sie mir. Ich war fest davon überzeugt, dass der Große dank pubertärer Hirnausfälle schlicht eine Stunde zu spät am Bahnhof steht. Auch er selbst hatte seine jugendliche Unbekümmertheit und Selbstsicherheit abgegelegt und war ein bißchen blass ums Näschen. Immerhin gibt es doch einige Klassenkameraden aus Nierstein. Sollten die alle von treusorgenden Eltern nach Oppenheim gefahren worden sein? Oder  fuhr der Zug DOCH eine Stunde früher?

Während ich mir noch ausmalte, wie ich das Kind zu seiner Klasse nach Berlin bekommen könnte, mittlerweile 11:07 Uhr, tauchte der Freund (und Klassenkamerad) des Großen auf. Hinter seiner völlig entnervt aussehenden Mutter, die offensichtlich ähnliche Szenarien im Kopf laufen hatte wie ich.

Selten freute mich der Anblick eines weiteren pickligen, halbwüchsigen Knabens so sehr wie in diesem Moment. Denn nun ist es beinahe egal, ob es eine Stunde zu spät ist oder nicht, ob die beiden nun auf den Rest ihrer Klasse gestoßen sind oder nicht - sie sind zu zweit. Die Chancen, dass sich zwei Pubertierende in der Uhrzeit irren sind zwar noch immer erschreckend groß, doch geteiltes Leid ist ja bekanntermaßen halbes Leid. Und womöglich geht ja eben auch alles gut und beide sind nun auf dem Weg nach Berlin.

(entspannen, Frau … äh … Mutti, atmen. Gaaanz ruhig.)

Wenn

27. Mai 2010

für das Fotobuch noch Bilder fehlen, dann radelt Frau … äh … Mutti rasch mit in die Schule, bewaffnet mit Kamera, externem Blitz und jeder Menge Motivation, tolle Bilder von der Klasse, der Lehrerin und dem Klassensaal zu knippsen.

Im Schulhof angekommen verkündet das jüngste Kind: “Wir haben jetzt Religion, ganz neu im Stundenplan.”

Das bedeutet die Klasse wird aufgeteilt, von der Klassenlehrerin weit und breit keine Spur und die gute mütterliche Laune ist auf einmal nicht mehr unerschütterlich.

Nächster Versuch in einer halben Stunde, diesmal sogar nach Absprache mit der Klasssenlehrerin.

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Wenn man fußballmuffelige Kinder hat und auch selbst eher ein größeres Desinteresse an schwitzenden Männern, die hinter einem Ball herflitzen, entwickelt hat, dann kommen Anfragen, ob man Stickdateien zum Thema Fußball und WM testen möchte, eher ungelegen.

Beinahe jedenfalls. Denn wenn das Thema ähnlich witzig umgesetzt wird, wie es Frau Rieger tut, dann macht auch Fußball Spaß.

An dieser Stelle haben Sie bitte etliche gestochen scharfe Bilder von  den großartigen Stickmotiven vor Augen, denn leider, leider … weder Fotomodell noch Lichtverhältnisse noch Kamera waren willig. Vielleicht kann ich später mehr zeigen, doch bis dahin nur dies:

Bessere Beispiele finden Sie bei Frau Kännchen. Und alle Stickdateien, für  Maschine oder Hand, ab heute bei Frau Rieger im Shop.

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Wenn ich von tollen Eiskreationen schwärme, dann kann ich Ihnen nicht immer die Rezepte verraten. Manche davon stehen nämlich im Nachfolgerbuch des roten Backbuchs. Andere habe ich nach Gefühl zusammengerührt (man nehme fünf Zitronen, 500g Joghurt, Zucker bis es schmeckt und einen Becher Sahne oder so) . Und einige sind erst beim Punkt: der Holunder blüht! (vielleicht mit Holunderblütensirup oder die Dolden über Nacht in Zucker legen oder die Blüten mit ins Eis packen oderoder)

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Wenn der Kater mit lautem Händeklatschen vom Bett gejagt wird, dann liegt das 1. an seinen dreckigen Pfoten und 2. an der Zecke, die ich ihm aus dem Fell pflückte. (bevor sie sich festsaugen konnte). Wer hat sich Zecken ausgedacht? Und gibt es Menschen, die Zecken toll finden? (”ooooh, wie niedlich sie sich vollsaugt!”)

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Wenn

16. Mai 2010

man kurz vor sechs aufsteht, ist man nachmittags ziemlich müde.

Um halb sechs aufgewacht und von schlimmer Brummkreiselitis befallen gewesen. Da hilft nur aufstehen und brummkreiseln. Küche aufräumen, Muffins, Seelen und Waffeln backen, den Tisch mit dem allerbesten Geschirr decken und  grübeln, ob es schöner ist, wieder nur zu fünft zu essen oder doch die Fußballmannschaft plus eins am Tisch sitzen zu haben.

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Knapp vier Tage Haus, Garten und Weinberg; Bier, Sekt und Wein;  Seife, Socken und Seerosen; Gelächter, Geläster und Gefühl; Regen, Wind und ein bißchen Sonnenschein; viele lange blonde Haare, Tattoos und Glitzernagellack und die Menschen um mich herum, die nicht mehr nur “Blognachbarschaft” sondern echte Freunde geworden sind.

(und jetzt bitte ein Wochenende zum Erholen vom Wochenende)

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Das jüngste Kind hat sein Frühstück in eine gerade noch rechtzeigig angereichte Schüssel gespuckt. Ob dies nun am Frühstück, an einem komischen Virus oder an schlichter Übermüdung und “einfach fix und fertig” lag … kann ich noch nicht diagnostizieren. Bisher blieb der Spaß einmalig.  Korrigiere spontan: zweimalig. Diesmal über die Füße seines großen Bruders. Lustig hier.

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uff.

Wenn

6. Februar 2010

die Bäckereifachverkäuferin ein Absperrhütchen auf dem Kopf trägt, dann ist dies als untrügliches Zeichen zu werten, dass die fünfte Jahreszeit, die liebste der Narren und Narrhalesen (Helau usw.), vor der Tür steht.

Wenn die Zeitung sich mit Bildern von Tanzgruppen in gar luschtigen Kostümen und Männern mit merkwürdigen zipfligen Kopfbedeckungen füllt, dann freuen sich darüber wahrscheinlich nur die Jecken.

Wenn im Supermarkt die Regale mit den bunten alkoholischen Spaßgetränken aufgefüllt werden, dann steht außer Frage, dass es auch in diesem Jahr ein wunderbar fröhliches Fest wird.

Wenn das jüngste Kind nächste Woche  Donnerstag in aller Frühe einen Schnurrbart wünscht und am Freitag einen Schlafanzug für die beiden Stunden Schwimmunterricht, dann ist das der Beweis, dass auch in der Schule munter gefeiert wird.

Wenn es nächste Woche Samstag in der Grünen Villa selbstgebackene Kreppel mit Himbeerkonfitürenfüllung für die Freundfamilien und uns gibt, dann ist das bestimmt reiner Zufall :)

Hier wird nicht gefeiert. Weder Fastnacht noch Karneval. Ich liebe es, mich zu verkleiden, doch ich kann weder der ausgelassenen Alkoholstimmung noch der ganz speziellen Musik etwas abgewinnen. Büttenreden sind sehr intelligente Anspielungen, doch der Inhalt entgeht mir meistens, weil ich dem Dialekt nicht folgen kann. Und die Umzüge locken mich auch nicht, nicht mal vor den Fernseher.

Uffdäää, uffdäää, uffdääää.

Wenn

27. Januar 2010

auf der Seite von Lufthansa unter unserem Flug “annulliert” steht, dann kann das nur ein Missverständnis sein.

Oder?

ODER?!

Daumen bitte. Alle!

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Einen (nein, drei) Anrufe(e) später sind Frau … äh … Mutti, die Mutter der allerbesten Tochterfreundin und die Freundin, die nie Zeit hat wieder sehr erleichtert. Und fliegen eine Stunde später in die große Stadt.
Jetzt dürfte es noch aufhören zu schneien und dann bin ich auch fast beruhigt.

Wenn

8. Januar 2010

mir jeder Besucher meines Blogs 0,50 Cent überweisen würde, hätte ich diesen Monat ein wunderbares, neues Dach für die Grüne Villa kaufen können.

Möchten Sie meine Kontonummer?

(Statistiken sind toll)

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Kein Schnee, kein Sturm. Es scheint wahrscheinlicher zu sein, Daisies zu sehen, als Auswirkungen von Daisy.