Wenn …

15. August 2012

… ich die sagenhaften Millionen dieses Engländers gewonnen hätte, würde ich dem Weltladen ein neues Dach spendieren. Der Grünen Villa natürlich auch. Ich ließe einen Gärtner samt Mannschaft anrücken und den Garten einmal von Grund auf so herrichten, wie ich mir das vorstelle. (derzeit rode ich drei Quadratmeter, während hinter mir auf zwanzig Quadratmetern die Brennnesseln erneut wilde Orgien feiern). Das Haus, in dem mal die Bäckerei Augustin war, würde ich auf der Stelle kaufen und zusammen mit der Freitagsfreundin, der jungen Frau , der Freundin, die nie Zeit hat und Oma Eis ein Café eröffnen. Und in der Wohnung obendrüber wäre Platz für Nähkurse. Den Nachbarn böte ich eine Menge Geld für ihr Haus samt Grundstück, denn dann könnte man von unserer Küche zum Nachbarhaus eine Art Verbindungs – Gangway bauen, überdacht für den Winter. Im Nachbarhaus müsste nämlich die allerbeste Freundin wohnen. Die Grüne Villa bekäme sämtliche Isolierungsschichten die sie so gebrauchen könnte und einen neuen Anstrich. Vielleicht sogar ein leuchtendes Rosa. Ein paar Spendenpötte wären zu befüllen. Und meine Küche braucht neue Fronten. 800,- Euro kosten die, das ist derzeit nicht drin. Aber ein paar Bögen Schmiergelpapier und eine Dose Lack kosten ein paar Eurofuffzich, das kann ich mir leisten. Bis also die Millionen hier eintrudeln werde ich die Küchenschränke lackieren. Und weder über die obligatorischen Ausgaben zum Schulanfang jammern, noch vor den drohenden “Winterklamotten für rasant wachsende Kindelein”-Verlusten kapitulieren. (und Töchterleins Flugkosten in die Staaten im nächsten Monat, eine Klassenfahrt, eine anstehende Kursfahrt und zwanzigtausend Lottoscheine und Lotterielose, um die Gewinnchancen zu erhöhen)

 

Ach ja. Ein bißchen Träumen zur heißen Mittagsstunde. Ein neues Auto brauchen wir auch, es gibt keine Stelle mehr am Bus, an der man ein Dichtungsblech festschweißen könnte und der Haus- und Hofmechaniker schüttelt bedenklich den Kopf beim Them TÜV. Wir hatten gehofft, dass alle Kinder ihre Probefahrzeit noch mit dem Bus hinter sich bringen würden, da täte eine Beule nicht weh.

Oder vielleicht doch mal einen schicken Urlaub irgendwo da, wo es Meer, Sonne und weißen Strand gibt, ohne allzu viele andere Menschen?

Ach was. Ich nehme die neuen Küchenfronten. Den Garten mache ich mir selbst schön und der Rest findet sich.

 

(oder ich kaufe uns eine Hofreite irgendwo im Hunsrück. Oder Richtung Nordsee. Und stelle Pferde drauf. Und mindestens drei Bienenkästen. Und viele Hühner. Und Gänse. Und Ziegen mag ich auch so sehr.)

(wahrscheinlich ist es gut, dass sich manch Traum dann doch nicht erfüllt)

(die Bienen hätte ich trotzdem gerne. Und die Hühner.)

 

Wenn

13. November 2011

es nicht klappen sollte, mit der großen Karriere, dann kann der Große immerhin noch Alchimist werden.

Angeblich seien aber weder Silber noch Gold echt und ganz leicht als Fälschung zu entlarven, behauptet er. Schade, irgendwie.

(ausserdem scheint das wertvollste Metall momentan sowieso Eisen zu sein oder wie sollte es sonst zu erklären sein, dass im Nachbarort die Gullydeckel geklaut werden?!)

Wenn

19. Oktober 2011

Beamte beim Backen helfen:

… süß :)

Wenn …

12. Januar 2011

man die Tapete von der Decke reisst, hat man noch Stunden später so ein Sandmännchen-Kratzen in den Augen. Und eine hübsche Augenfarbe.

Wenn

31. August 2010

der Bagger gerade nicht dröhnt, kann ich leise mein Geschirr im Schrank klirren hören.

Und wenn die Baggerschaufel auf den Boden rummst, wackelt das Haus.

Ich bin völlig entspannt. Doch, doch.