Wenn
18. Dezember 2009
der böse Mann bei der Krankengymnastik seine Finger in mein Knie bohrt und es dabei beugt, dann knackt es, knirscht es, blockiert, schmerzt es. Und tut damit genau das, was es ja nicht mehr tun sollte.
“Nicht schlimm”, sagt er. “Das muss heilen. Das ist alles wund und verletzt.”
Genau so fühle ich mich.
(mit Chips und Tee im Bett. Zum trösten.)
Wenn
7. Dezember 2009
Sie denken, dass das Anprobieren von T-Shirts und Jeans in mies ausgeleuchteten Umkleidekabinen ganz fürchterlich ist, dann nehmen Sie sich doch mal sechs BHs mit.
Seufz.
Wenn
3. Dezember 2009
der Orthopäde meines Vertrauens es schafft, das benötigte Equipment (komische Zuckernägel und so) rechtzeitig zu beschaffen, liege ich Mittwoch oder Donnerstag nächster Woche auf dem OP-Tisch, lasse mir den Innenmeniskus zusammennageln und -nähen und den Außenmeniskus glätten.
Das wäre überaus günstig, da der beste Vater meiner Kinder über die Feiertage und auch danach noch Urlaub hat und ich sechs Wochen Krückenlaufen vor mir habe. Krücken und Haushalt passen nicht zusammen.
Sollte das alles nicht klappen, steht der OP-Termin am 24. Januar im Kalender und das ist aus mehreren Gründen äußerst ungünstig, von den Schmerzen, diemich dann etwas länger begleiten noch begleiten mal ganz abgesehen.
Der Orthopäde meines Vetrauens plauderte übrigens aus dem Nähkästchen. Ihm habe man auch versucht den Meniskus zu flicken, doch habe das nicht funktioniert, weil er die “Schonzeit” nicht eingehalten habe. Vier Wochen nach seiner OP war der Riss wieder da. Sein Meniskus sei jetzt bis auf die Rissbasis entfernt.” … und Arthrose … naja. Vielleicht gibt es ja in zehn Jahren was, was man sich ins Knie spritzt und daraus wächst dann ein neuer Meniskus”, sprach er.
Das ist natürlich nicht wirklich ermutigend, aufbauend oder gar tröstend. Aber gerade weil er so offen spricht, mein Orthopäde, habe ich Vetrauen, dass er das so gut wie ihm möglich erledigt. Und in zwei Jahren oder so vertraue ich ihm dann mein linkes Knie an. Habe ich ihm vorhin versprochen :-)
Wenn
25. September 2009
ich meinen heutigen, gleich stattfindenden, Termin in der Donnerkuppel (=Krankengymnastik) heil und einigermaßen fit überstehe, werde ich mich für den Rest des Tages im Nähzimmer vergraben.
Weihnachten naht, wird behauptet. Und ich will dieses Jahr vorbereitet sein.
(Und ja, ich freue mich sehr, sehr auf mein Nähzimmer, in das ich dank abgeschwollenem Knie nun frisch und munter hinabklettern kann. Endlich!
***** Grüße aus dem Nähzimmer :-) *****
Wenn
21. September 2009
früher eines der Kindelein an Husten, Schnupfen, Heiserkeit erkrankte, dann schickten wir es in die Schule mit den Worten: “Schau mal, ob du es durchhälst. Wenn es dir zu schlecht geht, kommst du wieder heim, das ist in Ordnung.”
(Und das war auch nicht schlimm, denn jeder schniefte und schnaubte, es war diese Zeit, wo es morgens zu kalt und mittags zu warm war, die Kleiderfrage niemals befriedigend zu lösen war und der Wind schon ganz gemein kalt in die Ohren pfeifen konnte.)
Heute bleibt das Kind lieber direkt zuhause, denn man würde es sowieso heimschicken, in den Zeiten der Schweineflügelpest, wo jedes Husten, jedes Schniefen mit tödlichen Viren beladen ist. Hmpf.
Der normale Schnupfen ist nämlich ausgestorben.
umgefragt:
20. August 2009
Wenn Sie wüssten, dass es in Ihrer Familie eine bösartige, derzeit unheilbare Krankheit gibt, deren Ausbruch üblicherweise zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr ist, von der mindestens ein Familienmitglied befallen ist und die mit niedrigem Prozentsatz vererbbar ist, wenn Sie DAS wüssten, würden Sie Tests veranlassen um zu erfahren, ob ihre Kinder gefährdet sind?
Gerne auch mit Begründung.
logische Sache, das
7. August 2009
Wenn Frau Aufschieberitis mal wieder das Zepter ergriffen hatte, öffnet sie damit Herrn Murphy alle Türen.
Das heisst nix anderes, als dass Frau … äh … Mutti im Nähzimmer Murx fabriziert und dabei die ganze Zeit “Mist. Mistmistmist. MIHIHIST!” vor sich hin schimpft und hektisch zur Uhr schielt, weil doch nur noch fünf Stunden Zeit sind, abzüglich Mittagessen kochen, Mittag essen, ein Schönheitsschläfchen und diverse Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Bespaßung von fünf Kindern, die gleich den Computer wieder ausschalten müssen.
Mist.
*****
Noch zwei Stunden. Chaos. Nadelbruch. Unterfadenschlingereien. Weiß nicht, welche Farbe zu welcher Farbe passt. Zu viele Farben im Haus. Wilde Flüche. Kinder zu den Großeltern geflüchtet. Kein Kaffee mehr in der Kanne. Nur noch eins. Keine Lust mehr. Mist.

Mistmist.
*****
fertig geworden, gelungen. Keine Zeit mehr für Bilder, denn jetzt: Überraschungsparty für die Mutter der liebsten Tochterfreundin. (hihi, ich freu mich!)
Was ich so mache,
30. Juli 2009
wenn ich richtig mies drauf, gefrustet, traurig oder irgendwie so mutlos bin:
- Ich führe imaginäre Gespräche, in denen ich all das rauskotze, was mich bedrückt. Hat den Vorteil, dass ich wirklich eine Menge Sachen klar kriege. Hat den Nachteil, dass ich in folgenden, REALEN Gesprächen oft nicht mehr weiß, was ich denn nun eigentlich schon erwähnt habe und was sich nur im Kopf abspielte. (was manchmal wiederum frustrierend sein kann, meistens aber eher lustig ist)
- Ich suhle mich in Selbstmitleid. Male mir aus, wie das wohl wäre, wenn ich einfach ginge. Interessanterweise schaltet sich dann immer Frau Vernunft ein, die mir streng sagt, dass ich solch einen Mist gar nicht erst zu denken brauche, da ich a) die hinreissenden Bestien, und seien sie noch so mies drauf, niemals im Stich lassen würde, b) den besten Vater meiner Kinder, und sei er noch so wenig einfühlsam und ungerecht, niemals würde missen mögen und c) in etwa einem Meter Abstand sehr amüsiert auf das trotzige Bündelchen runterschaue, das da versucht, krampfhaft sauer auf sich und die Welt zu sein.
- Ich versuche den Kern zu finden. Den Kern des Problems. Und den dann auszuspucken. Das geht aber nur, wenn ich mich im Vorfeld gesuhlt habe. Und der gesamten Familie gegenüber gezeigt habe, dass auch ich motzig, trotzig und meckerig sein kann. (mit schlechtem Gewissen, versteht sich, denn unglücklicherweise ist mir meistens bewusst, wann ich mich etwas daneben benehme und das frustet mich dann doppelt. Sowohl die Erkenntnis als auch die Tatsache)
- Ich telefoniere nicht. Ich schreibe vielleicht eine Mail, mag darin aber nicht jammern, weil mir das im Grunde genommen peinlich ist. Ich treffe mich nicht mit anderen Menschen zum Jammern, weil ich weiß, dass alle, die ich mag (die mich kennen und trotzdem mögen), ihr eigenes Päckchen zu tragen haben und dass dieses mindestens so schwer wiegt, wie meines. Ausserdem befürchte ich immer, dass man mein aktuelles Leid nicht verstehen kann oder doof findet. Deswegen mache ich den Kram mit mir selbst aus.
- Ich gehe in den Garten. In der Erde wühlen macht den Kopf frei. Diese Option ist derzeit leider wegen körperlicher Gebrechen gestrichen. Gleiches gilt für den Gewaltmarsch durch die Wingerte oder exzessives Frustputzen, bzw. Wände neu streichen.
- Ich bin kein Frustesser, ich kann jederzeit köstliche Dinge in mich hineinstopfen. Dazu braucht es keinen blöden Anlass :-)
- eine Zeitlang dachte ich. “Boah, heute haste dir ein Glas Wein verdient!”. Das ist gefährlich. Denn für diese Form von Belohnung oder Trost oder Ermutigung bin ich verdammt anfällig. Ein Suchtproblem wärewohl absolut unnötig.
- Frustkäufe sind auch nicht so meines. Auch da ist Frau Vernunft, die mit dem mahnenden Zeigefinger, zu präsent. Ausserdem gehe ich nicht gerne shoppen. Und bei online-Geschäften habe ich immer Angst, dass alle nur darauf warten, ein naives Landei über den Tisch zu ziehen. Nennen Sie mich gerne “verschroben”, ich stehe dazu.
- Manchmal lebe ich den Frust im Nähzimmer aus. Wenn es halt klappt. Wenn dann kein schlechtes Gewissen kommt, weil ich mich zurückziehe und die arme Familie da oben ohne mich überleben muss. (und dass obwohl die arme Familie groß genug ist, um bei evtl. auftretenden Problemen die Treppe nach unten alleine bewältigen zu können oder bei akuten Hungerattacken selbständig Abhilfe zu schaffen)
- Insofern … ich kann den Frust überleben und meine Methoden sind die Ihren. Aber schön, dass wir darüber geredet haben :-)
Jetzt: Wunsch-Ferienprogramm! Stadtbummel in Mainz. Sie lasen oben, wie Frau … äh … Mutti zum Shoppen steht :-) Um das Vergnügen voll zu machen, werde ich einen Friseur auf meinem Kopf herumwurschteln lassen und ca. zwei Stunden in einem Elektronikmarkt vor den Computerspielen zubringen. Die Kinder haben zu viel Taschengeld und wollen dies nun verprassen. Ich trage dieses Shirt, denn das macht es irgendwie leichter:

Monster Monika von Frau Rieger, den Spruch aus dieser Stickdatei geklaut.
Ich hätte da mal eine Frage:
29. Juli 2009
Wenn Sie so richtig mies drauf, gefrustet, traurig oder irgendwie so mutlos sind, was machen Sie dann?
(dem Alkohol verfallen ist KEINE Option)
Wenn
9. Juli 2009
ich so richtig gefrustet und traurig bin, dann zieht das häufig eine Menge nach sich. Mindestens eine schlaflose oder doch sehr unruhige Nacht. Und wenn´s dicke kommt, auch noch KaKoKo* am nächsten Tag.
KaKoKo ist schlimm, nur in absoluter Stille und Dämmerung auszuhalten.
Kommt zum Glück nur zwei, dreimal im Jahr vor (weil ich so selten richtig gefrustet und traurig bin) und verschwindet dann ja auch wieder. Wird schon besser. Morgen.
*****
*KaKoKo ist KaffeeKotzKopfweh, Kopfweh, das so schlimm ist, dass nicht mal Kaffee geht. Nur Wasser und irgendwann irgendwelche sehr trockenen Kekse.

