Frau … äh … Mutti verfällt in Haserei
15. Februar 2012
Der letzte Schnee ist weggetaut, neuer ist nicht angekündigt und deshalb stelle ich mich hiermit auf den Frühling ein. Dieser möge bitte jetzt sofort dann auch kommen, mit Sonne, Wärme und Vogelgezwitscher. Im Garten blühen die ersten Krokusse, aber wir sind hier ja immer ein bißchen früher. Nur kein Neid.
Im Frühling marschiere ich traditionell (und von der Familie gefürchtet) durch die Grüne Villa, schaue prüfend in Deckenwinkel und fordere Sauberkeit, neue Farben, neue Vorhänge, einmal kurz Umräumen bitte und “raus mit dem Wintermuff!” Meistens beginne ich in der Küche.
Die Glastüren des alten Küchenschrankes in der Küche der Grünen Villa bekommt einmal im Jahr neue Vorhänge. Nicht weil ich das Geschirr dahinter verstecken müsste, sondern weil das halt so hübsch aussieht. Und weil der Schrank stets so zugerumpelt ist und an den Schranktüren immer eine Menge Postkarten und Bilder klemmen (anfang des Jahres wird immer geleert und trotzdem sammelt sich da eine Menge), dachte ich, dass ein neutrales, graues Leinen etwas Ruhe ins Bild bringt.

Unglücklicherweise ist das nicht so, wahrscheinlich müsste ich das Gerümpel auf dem Schrank mal wegräumen, aber ich kann mich doch so schwer trennen.
Einfarbig grau sind sie übrigens nicht, die Vorhänge, aber das dachten Sie sich wahrscheinlich schon. Mal näher rangehen?



Sind diese Hasen nicht hasallerliebst? Frau Rieger hat pünktlich zur Ostervorbereitungszeit mal wieder gezeigt, dass sie einfach die allerschönten Hasen zeichnen kann. (neben den allerschönsten Schweinen, natürlich!) Morgen, am 16.02.12, wird es die Stickdatei “Liebling Langohr” in ihrem Shop geben.
Nach dem vielen Grau in der Küche, lebte ich mich bunt im Nähzimmer aus. Es entstanden drei Taschen (nach dem AllesDrin-Schnitt, den ich ein bißchen verkleinert habe), alle drei aus dem heißgeliebten Samt, den es in diesen Farben nicht mehr im blaugelben Möbelhaus gibt:
(click! auf das Bild zeigt´s detailierter)
Der Hase auf der Schnecke ist mein absoluter Favorit!
(und falls Sie fragen wollen: die Taschen gibt es auf dem Frühlingsmarkt in Hechtsheim, vorher kann ich die nicht verkaufen, sonst kriege ich meinen Tisch nicht voll)
Danke, Frau Rieger, dass ich probesticken durfte, für die Motivation und Inspiration!
Neues, Altes und Gesticktes
19. Januar 2012
Nachdem sie zwei Jahre lang mit ruckelnder Maschine vom Discounter schimpfend genäht hat, kurz ihr Glück mit einer aus gute Grund von mir abgelegten Maschine versucht hat … Oma Eis hat jede Menge Plätzchen für den Weihnachtsmarkt gebacken, viele Taschen genäht und unzählige Wendeöffnungen geschlossen. Vom Verkaufserlös hat sie sich heute eine Nähmaschine gekauft. Reduziert, weil Auslaufmodell, eine Pfaff Expression 2028, falls Sie neugierig sind.
Ich freue mich sehr für sie, schnurrende Maschinen sind etwas Feines. Gut näh!
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Und weil wir heute gerade im Pfaffladen waren, fragte ich nach einer Karte für meine Stickmaschine. Meine Stickmaschine ist nämlich ein nahezu vorsintflutliches Modell aus einer Zeit, als zwar jede Menge Geräte mit USB- Anschlüssen gab, diese Technologie aber noch nicht bei den Nähaschineningeneuren angekommen war. Deshalb gibt es zu meiner Stickmaschine ein schickes Kästchen, das man an den Computer, der mit der Sticksoftware gefüttert ist, anhängt. Die Speicherkarte wird dann in das Kästchen gesteckt, die gewünschten Stickmotive werden darauf gespeichert und die Karte anschließend aus dem Kästchen entfernt. Und in die Stickaschine gesteckt. Viel Bewegung, viel Reibung und besonders in den letzten Monaten viel hin und her mit dem Ergebnis, dass sich das Kontaktfeld mit dem Chip schnell abwetzt. Das hat zur Folge, dass die Karte nicht mehr gelesen oder beschriftet werden kann. Ist seit ich die Stickmaschine habe schon dreimal passiert, aber Ersatzkarten gab´s ja und ich habe zähneknirschend investiert.
Heute habe ich erfahren, dass es die Karten wohl nicht mehr allzu lange geben wird. Logisch. Auch die Pfaff-Stickmaschinen sind im USB-Zeitalter angekommen. Das heisst jetzt für mich, dass ich mir einen kleinen Vorrat an Karten zulegen muss, was beim Kaufpreis von fast 70,- Euro (ich muss mal recherchieren, ob´s die im www nicht irgendwo günstiger gibt) kein Vergnügen ist. (und ich muss mal in die alten Rechnungen schauen, denn ich glaube, soviel habe ich bisher für die Karten nicht bezahlt) Das Ganze ist doppelt und dreifach ärgerlich, denn meine Stickmaschine funktioniert hervorragend. Ich habe also keinen Bedarf, eine neue Maschine zu kaufen, egal von welcher Marke. (sollte das dann doch nötig sein, wird es wohl keine von Pfaff mehr werden, schweren Herzens, denn Pfaff stellt nur kombinierte Näh/Stickmaschinen her und das brauche ich nun wirklich nicht mehr. Ausserdem kostet das derzeit billigste Schnuckelchen deutlich vierstellig und auch dafür habe ich keinen Bedarf.
Ich bin heute, ganz im Gegenteil zu Oma Eis, äusserst gefrustet aus dem Laden marschiert.
*****
Ein Leben ohne Stickmaschine ist möglich, aber es macht nicht soviel Spaß. Weil …

… ich dann keinen Grund hätte, mich vor dem Spiegel zu verrenken. Zeigen wollte ich Ihnen, wie ich aus meinem eher faden ökobiosupersauberundfairem Shirt ein hübsches Einzelstück geacht habe.

Oder wie aus dem alten Breitcord in eher undefiniertem Grauton, (den mir der Vater der Freundin, die nie Zeit hat überlassen hat) ein paar Stoffrestchen und Samtband …

… ein unentbehrliches Reissverschlusstäschchen wird, in dem man/frau all die Dinge mit sich herumschleppen kann, die absolut unentbehrlich sind. Da findet sich immer was. Reissverschlusstäschchen sind wie Tupperschüsseln. Notfalls kauft man sich halt was, das man in das Täschchen stopfen kann.

Frau Rieger hat die Riege der angezogenen Tierchen erweitert. Ausser den hier gezeigten Viechern in Kleidern gibt es auch noch ein allerliebstes Tapir. Und ein Äffchen. Und eine Maus.
Alle Stickdateien aus der Serie “Dressed up” ab heute in ihrem Shop. (Danke, dass ich probesticken durfte!)
Du malst – ich lache.
13. Dezember 2011
*** Werbepause ***
Frau … äh … Mutti hat ein kleines, feines Testpaket geschickt bekommen. Drin waren das uDraw Gametablet für die Wii und passende Spiele.
Treue Leser erinnern sich: Frau … äh … Mutti war einen Tag lang Binzessin und deshalb durfte sie an diesem Tag auch bestimmen. Und ihr allergrößter Wunsch war es, mit den anwesenden Geburtstagsfrühstücksgästen “Disney Prinzessin, bezaubernde Geschichten” mit dem uDraw Gametablet zu spielen. Irritierenderweise wurde ihr dieser Wunsch glattweg ausgeschlagen und stattdessen das dem Tablet beiliegende uDraw Studio eingelegt.
Herr Skizzenblog durfte als erster, weil er war am Ungeduldigsten. Während er malte, pardon zeichnete, tranken wir noch ein Schlückchen Sekt und lauschten dem Gezetere vom Sofa. ” … ist das unpräzise … Stift angebunden, das ist ja ein no-go … najaaa, das ginge auch besser”
Logisch, es ist ja auch ein Spielzeug und eben kein Grafik-Dingsbums, mit dem man sich seine Brötchen verdienen kann. Ein stabiler Stift, der mit dem Tablet verbunden ist, dieses Controllerdings von der Wii wird in das Tablet geklemmt und das Tablet hat eine gute Größe, nicht zu klein und fuddelig, aber auch nicht zu unhandlich.
Dem Gezeter nach hatte ich ein schiefes Strichmänchen erwartet, aber … klar. Er kann´s eben, der Herr Skizzenblog:

(sehr beeindrucktes “Oh! Ah!” der anwesenden Menschen.)
(Versteht sich von selbst, dass er nicht zufrieden war.)
Und jetzt die olle Mutti. Weil wer nähen kann, kann bestimmt auch malen, pardon zeichnen. Mit der Technik hab ich´s ja nicht so, alles was Kabel hat, ist mir erst mal suspekt. Und ich fand es auch etwas gewöhnungsbedürftig, das, was ich da male, pardon zeichne, auf dem Fernsehbildschirm zu sehen ist und nicht vor mir, wo der Stift auf den Untergrund trifft. Das Menü ist aber doch intuitiv zu bedienen und mit etwas mehr Geduld, hätte ich auch verschiedene Stiftstärken und -arten probieren können.

Nichtsdestotrotz gelang mir ein unvergleichliches Selbstporträt mit schwungvollem Schriftzug. Und wenn Sie jetzt staunen und sagen: “Wow! Gleichmäßige Sternchen kann sie malen, pardon zeichnen, die Mutti!”, dann kann ich Ihnen versichern: kann sie nicht. Dafür gibt es nämlich einen hübschen Stempel.

Mme Ouvrage versuchte sich ebenfalls mit einem Selbstporträt, hatte aber eine Menge Unterstützung dabei, denn das zierliche Näschen war ein Tipp vom Profi auf dem Sofa. Mir persönlich gefällt am Besten die Frisur, auch wenn die kaum bis keine Ähnlichkeit mit dem Original hat.

Die Freitagsfreundin bleibt ganz und gar anonym, will nicht mal ein gemaltes, pardon gezeichnetes Bild von sich hier im Blog sehen. Stattdessen wählte sie sich den Ringelfranz als Modell. Dass so wenig Ähnlichkeit mit dem lebenden Modell vorhanden ist, liegt womöglich daran, dass der Franz einfach nicht stillsitzen bleiben wollte. Aber die Farbe ist gut.

Der beste Vater meiner Kinder versuchte sich an gestempelten Herzen. Und einer Flasche mit … bestimmt Hustensaft, weil eigentlich war er an diesem Tag krank.

Wir hatten Spaß, unbestritten. Und leider viel zu wenig Zeit, um das Spiel “Pictionary” zu testen. Das scheint so etwas wie “Montagsmaler” zu sein, die älteren Leser erinnern sich vielleicht daran. (Hund?! Katze?! Maus?!) Auch wenn wir eher nicht so begabt wie Herr Skizzenblog sind, verspreche ich mir einigen Spaß vom Spiel. Vielleicht auch weil wir mit wenig Talent dafür viel Selbstironie gesegnet sind :)
Als am Binzessinnentag mittags die kranken Menschen in ihren Betten lagen und die anderen Hausaufgaben machten, legte ich mir das Disney-Prinzessinnen-Spiel ein. Neugierig und begierig auf rosa Glitzer. Nach drei Minuten wollte ich das Tablet in den Fernseher schmeissen, weil mich die motivierende Frauenstimme aus dem Off in eine aggressive Bestie verwandelte. “Du bist ja soooo kreativ!” säuselte die Stimme, weil ich drei richtige Klicks gemacht hatte, die die Szene aus “Die Schöne und das Biest” bunt färbten. Und “Ist das nicht einfach unglaublich, wie viel SPASS das macht?!?!?!”. Oh ja, unglaublich, selten habe ich mich so amüsiert. Es will sich mir nicht erschließen, für welche Altersgruppe dieses Spiel sein soll (USK ab 0 freigegeben) und welcher Sinn dahinter steckt. Kreativität wird da eher nicht gefördert, es ist mehr ein verkürzter Disneyfilm, in dem man eben ein bißchen rumklicken kann. Langweilig und völlig hirnlos. Mag ich nicht.
Gerade eben haben sich die Söhne auf meinen Befehl “Die Pinguine aus Madagascar – Dr. Seltsam kehrt zurück” eingelegt. Der Name ist Programm. Sehr seltsam. Ein bißchen “jump&run”, anscheinend ein paar Rätselchen und zu erfüllende Aufträge. Richtig begeistert sind sie nicht, aber furchtbar langweilig scheint es auch nicht zu sein. Ob man für solch ein Spiel ein Tablet braucht ist aber fraglich. Der jüngste Sohn hat den Bogen jedenfalls raus und kommt großartig mit dem Brett zurecht, er fuhrwerkt ohne hinzusehen mit dem Stift auf dem Tablet herum.
Das uDraw Gametablet ist ein nettes Spielzeug. Muss man nicht haben und ich würde es jetzt auch nicht in die “TOP 10 Spielzeug 2011″-Liste einreihen, aber vielleicht sind meine Kinder einfach der Zeilgruppe entwachsen und noch nicht in die “wir machen uns zum Affen”-Gruppe, die ohne Können zeichnet und daran Spaß hat, hineingewachsen. Und Zielgruppe für diese Merchandising-Spiele waren wir sowieso noch nie. Für eine vorhandene Spielekonsole ist es eine schöne Ergänzung, falls playmobil und Lego schon komplett sind und das große Fragezeichen auf dem Weihnachtswunschzettel steht. ;)
Ich bin gespannt, wie die Tablet-Entwicklung weitergeht, bzw. welche Spiele dafür noch auf den Markt kommen, denn ich glaube, da könnte Tolles dabei sein.
*** Ende der Werbepause***
Musik drauf!
8. Dezember 2011
Frau Rieger hat einmal mehr bewiesen, dass sie das mit den Tieren einfach kann :)
Sie hat gezeichnet, digitalisiert und raus kamen trommelnde Hasen, Saxophon spielende Krokodile oder eine Kuh mit Triangel. Grandios!
Die Tierchen kamen mir gerade recht, ich habe sie auf kleine Reissverschlusstäschchen genäht.

Die neue Stickserie gibt es ab heute bei Frau Rieger im Shop!
Dieses

und dieses Schätzchen

liegen noch im Weihnachtsmarktschaufenster und warten auf neue Besitzer!
(danke, dass ich probesticken durfte, Frau Rieger, und besonderen Dank für den trommelnden Hasen, der ist mein Liebling. Obwohl es ja sonst immer die Schweine sind.)
Währbum
7. Dezember 2011
Besuch am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen. (Kummer wegen plötem Nupfn.)
Herr Skizzenblog hat was Tolles gemacht und Sie können auch eins haben. Als Weihnachtsgeschenk, zum Beispiel.
(ist sogar Handcoloriertes drin, wurde mir gezeigt. Jahaa.)
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Um 15:00 Uhr öffne ich das Weihnachtsschaufenster!
(Augen links)
Schaufenster, Teil I
5. Dezember 2011
Die allerbeste Freundin hat am Niersteiner Weihnachtsmarkt solidarisch mitgebibbert und den Regen verflucht. Und da sie ganz zauberhafte Kalender/Notizbücherhüllen genäht hat und ein paar wieder mit heim genommen hat … habe ich ihr ein kleines Schaufenster eingerichtet.
Augen nach links, unter “Seiten” finden Sie “Allerbeste Freundin“. Draufklicken, anschauen und was gefällt bei der ganz unten auf der Seite angegebenen mail-Adresse bestellen.
Das Schaufenster von Oma Eis und Frau … äh … Mutti kommt dann übermorgen, morgen schaffe ich nicht mehr.
Linktauschereien, etc.
15. November 2011
aus gegebenem Anlass und vielleicht können Sie das ja gebrauchen, weil Sie die Anfragen nach Linktausch möglicherweise genauso nerven wie mich und manchmal nicht reagieren nicht hilft:
Hallo Herr Xxxxxx,
meine Güte, Sie sind ja hartnäckig!
Da Aussitzen ja nix bringt, hier in aller Deutlichkeit: Ich habe kein Interesse an irgendwelchen Linktauschereien. Für Sie begründe ich das sogar noch: 1. bringt mir das mal rein gar nix, 2. bringt das nur Ihnen was. Dass ich das auch noch kostenlos tun kann, nämlich für Sie Werbung zu basteln, bringt mir dann aber doch eins, nämlich schallendes Gelächter.
Immer die Ihre und ja, schmeissen sie die renitente Bloggerin aus dem Verteiler,
Frau … äh … Mutti
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nerv, nerv, nerv.
Auch imer hübsch, weil wir gerade beim Thema sind, sind diese ellenlangen mails, in denen großartige neue Produkte angepriesen werden. Und im Anhang “Presseinformation und webfähiges Bildmaterial”. Was soll das? Was wollen die? Und warum?
Sehr geehrte Frau Xxxxxxx,
was genau soll ich denn mit dieser, Ihrer Mail anfangen? Was erwarten Sie von mir? Soll ich 1. mit dem angehängten Material Werbung machen? Oder soll ich 2. die Sachen kaufen, über die Sie berichten?
Ersteres: umsonst ist der Tod. Ich kann Ihnen gerne einen Kostenvorschlag unterbreiten, Werbefläche auf meiner Webseite ist tatsächlich unter Umständen käuflich. Ausserdem kann ich nur bewerben, was ich kenne. Produktproben werden also gerne genommen.
Zweiteres: ich möchte diese Art der Werbung nicht, streichen Sie mich bitte umgehend aus Ihrem Verteiler.
So oder so,
freundliche Grüße,
Frau … äh … Mutti
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nerv, nerv, nerv
Es weihnachtet sehr.
9. November 2011
SUSAlabim schwingt nämlich äusserst eifrig die Feder und hat nach “BAUMelig“, welches ich Ihnen glatt unterschlagen habe, das Ihnen aber sicher an anderer Stelle begegnete, nun gleich ZWEI weitere Serien auf den Markt gebracht.
Wie immer ausgesprochen liebvoll von Frau Kunterbunt digitalisiert gibt es ab morgen abend (10.11.11) im kunterbunten Shop ” boys and friends” und “baumeliges Krippenspiel”. Ich hab zwar “boys” daheim und die haben auch “friends”, doch die Datei spricht eher die etwas jüngeren Knaben an, meine pubertierenden Riesen lächeln müde, wenn ich ihnen ein Shirt besticken will. Oder eine Wickelunterlage, wie Frau Kännchen :) Ich persönlich finde das ja schade, aber was soll ich machen?
Muss ich mich eben an der baumeligen Krippe austoben.
Da wäre zunächst die heilige Familie, fast möchte ich sagen: die eilige Familie, denn die Figuren sind ratzfatz gestickt.

Viel länger dauert es, die Wendeöffnungen zu schließen. Das kann ich nämlich nicht ordentlich. Deshalb halte ich die Figuren so verkrampft in der Hand, statt sie liebevoll an einen Nadelzweig zu hängen oder so. Oma Eis ist unglücklicherweise für mich und glücklicherweise für sie in Urlaub und deshalb bleiben die Figuren noch zwei Wochen “Schritt ouvert”.
Die drei heiligen Könige ließen mich ganz tief in die “Glitzerstoffkiste” greifen und jetzt weiß ich wieder, warum ich wirklich keinen Fetzen Stoff wegwerfe. Einzig Melchior trägt langweiligen roten Samt, dafür aber ein kesses blond. Und ja, der asiatische König links hat ein “Ding” auf dem Kopf. Ich hielt das für eine gute Idee, bin aber mittlerweile stark verunsichert.

Josef kann auch ein Hirte sein und bei meiner anderen Krippe sind es sogar drei Hirten. Einen Josefhirten habe ich gespiegelt, damit sie wenigstens ein bißchen unterschiedlich aussehen, aber so recht klappte das nicht. Das mit dem unterschiedlichen Aussehen. Ich werde noch ein paar Hirtenstöckchen und Bündel annähen, genauso wie die Könige noch kleine Päckchen bekommen.

Zum vierten Advent sollte ich das schaffen und dann kann ich auch die fertige Krippe zeigen.
Die Klecksefrau hat der Krippe noch Frau Riegers Schafe hinzugefügt und das macht die Sache erst richtig rund! Ausserdem hat sie ihren Krippenfiguren deutlich peppiger gekleidet, finde ich klasse! (meine Kindelein lassen fragen, ob es irgendwo ein Baumelkamel gibt, denn die heiligen Könige ohne Kamel – das gehe ja gar nicht!)
Weihnachten kann kommen! (und der Weihnachtsmarkt dann auch)
reales Frühstück
25. Oktober 2011
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Werbepause
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Samstag morgen, Frühstückszeit.
Normalerweise stehen deutlich weniger Packungen auf unserem Esstisch, normalerweise hätte der Kater keine Pfote darauf. Doch da Frau … äh … Mutti den Job als Werbeschlampe dann doch angenommen hat, gab´s ein Paket voller Kram zum Testen.
Sie haben es womöglich schon in dem einen oder anderen Blog gesehen, ganz egal ob bejubelt oder beschimpft :), die Supermarktkette real,- führt eine neue Hausmarkte QUALITY ein. Nach einigen lustigen mails mit der zuständigen Werbeagentur sagte ich dann irgendwann ja und bestellte.
Brioche, Nuß-Nougat-Creme, zarte Haferflocken, Basis-Müsli und Knusperschokomüsli. Und zur Frühstückskrönung Schaumküsse. (Sie wissen schon: Mohrenköpfe. Negerküsse.) Die (Bio)Milch auf dem Tisch ist auch von real,- aber nicht aus dem Paket, die haben wir oft.
Ebenfalls bestellt, aber nicht auf dem Tisch und der weiteren Verarbeitung/Testung harrend: Bio-Vollkornnudeln, Olivenöl, Blätterteig und Backpapier. Die gewünschte Blumenerde bekam ich nicht, wahrscheinlich wäre das Paket zu schwer geworden.

Wenn die Kindelein “Müsli” frühstücken, dann ist es normalerweise das von der Firma, die so ähnlich wie eine deutsche Karnevalshochburg klingt. (Alaaf!) Und weil solche “Müslis” sehr süß sind, mischen wir sie mit normalen Haferflocken.
Der Test wurde sehr ernst- und gewissenhaft durchgeführt, auf die Blindverkostung verzichteten wir allerdings. Fazit: vom Kaugefühl wie das bekannte Müsli, aber deutlich süßer. Und die Haferflocken wurden als zu rau abgetan, doch das hängt wahrscheinlich mit verwöhnten Kindergaumen zusammen, die die Haferflocken in blütenzart, statt als feines Vollkorn bevorzugen.

Die Schaumküsse haben den Transport nicht ganz unbeschadet überstanden

Da sie aber vor dem Verzehr sowieso zwischen zwei Brötchenhälften atomisiert werden, ist die Optik Nebensache. Geschmacklich gab´s nix einzuwenden. Mohrenköpfe halt. Süß, klebrig, fade Waffel.

Die Butterbrioche war fein. Nicht ganz so schwammig wie die von Aldi, so dass das obligatorische Plattdrücken, damit mehr Nußnougatcreme draufpasst, unnötig war. Ansonsten wirklich lecker und fein für zwischendurch. Für mich bitte mit Quittengelee.

Hier ein Einblick in eine weitere Testverkostung. Der große Sohn, äusserst kritischer Schokocreme-Konsument, wagt den Doppelversuch. Hausmarke gegen Weltladen und hier geht der Weltladen als eindeutiger Sieger hervor. Die Hausmarke gewinnt bei mir übrigens auch nicht gegen Nutella, weil süßer und halt anders. Aber ich bin da möglicherweise auch eigen. Die Kindelein sprachen von einer echten Alternative. Ich werde die restliche Creme zusammen mit dem Blätterteig verarbeiten.

Mein Frühstück. Echtes Müsli :) Das (Bio)Basismüsli ist genau das: ein paar unterschiedliche Flocken, ein paar Sonnenblumenkerne. Kann man nicht viel falsch machen. Normalerweise habe ich das Müsli von Alnatura mit Nüssen und Rosinen, Nüsse und Rosinen kann ich mir aber auch selbst auf die Basis werfen.

Wir haben real,- QUALITY – und real,- BIO -Produkte im Rahmen dieser Aktion getestet und ja, alles in Ordnung. Da der beste Vater meiner Kinder quasi um die Ecke eines großen real,–Marktes arbeitet, springt er in der Mittagspause oft rüber und kauft ein, die Produkte sind uns also nicht wirklich neu. Gekostet haben wir jetzt Sachen, die wir sonst vom Erzeuger, im Bioladen oder im Weltladen kaufen oder eben als Markenprodukt. Gigantische Unterschiede in Qualität oder Geschmack lassen sich nicht erkennen. Sieht man mal davon ab, dass real,- sicherlich weit von fairem Handel ist und der Einkauf von Bioprodukten im Bioladen möglicherweise Letzterem gut tut, hat der Einkauf in einem solchen Laden natürlich einen unschlagbaren Vorteil und das ist der Preis der Produkte. Für eine verfressene fünfköpfige Familie mit drei Kindern in der Pubertät ist das tatsächlich ein Argument, das ernstgenommen werden muss. Beim oben gezeigten Frühstück zum Beispiel gingen drei Liter Milch über den Tisch. Und acht Brötchen.
Qualitativ kann man wohl keine bösen Überraschungen erleben, was das Einkaufsgewissen anbelangt kann ich Ihnen natürlich keine Absolution erteilen. Sollten Sie Produkte von real,- gekauft haben oder dort regelmäßig einkaufen, dann lohnt sich möglicherweise ein Blick auf das Portal des Marktes. Dort können die Produkte bewertet werden und natürlich gibt´s da auch was zu gewinnen, einen dicken Reisegutschein zum Beispiel oder ein iPad.
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Ende der Werbepause
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(lesen Sie demnächst vielleicht von der Sanierung des Dachs der Grünen Villa)
Liebe PR-Menschen,
29. September 2011
da draußen, die Ihr die wunderbare Welt der Blogs entdeckt und ganz richtig erkannt habt, dass da eine Plattform ist, die geradezu danach schreit, mit Werbung vollgepackt zu werden.
Nahezu täglich fragen Sie bei mir nach. Und ja, ich bin da stets in Versuchung. Warum nicht irgendein Produkt “testen” und danach ein kleines Textchen darüber schreiben? Das ist doch ganz einfach.
Sehr clever gedacht, denn ich als einfache Bloggerin müsste doch wirklich sehr dankbar sein, für die Möglichkeit ein elektronisches Spielzeug “zu testen”. (aber dann schicken Sie es bitte wieder zurück, Frau Mutti) Oder ich sollte mich doch über Einkaufsgutscheine von Läden oder Internetshops freuen, im Wert von 25,- bis 50,- Euro?
Nein, liebe PR-Menschen, darüber freue ich mich nicht und fragen Sie auch bitte nicht mehr nach, wenn Sie nicht wirklich ein richtig gutes Angebot haben. Ich werde sonst eher sehr ungehalten, denn mal ehrlich: das ist doch eine Frechheit. Nehmen wir einen Gutschein von 50,- Euro. Hoch gegriffen kostet dieser Gutschein einen Laden 20,- Euro. Für diesen Wert suche ich mir also irgendetwas aus, “teste” es, mache wahrscheinlich Bilder, bearbeite diese Bilder und füge sie in einen Text ein, der mir nicht einfach aus den Fingern fließt, sondern über den ich mir wirklich Gedanken mache. Insgesamt dauert das bißchen “Produkte testen und darüber schreiben” gut und gerne drei Stunden. Ich bin keine Werbetexterin und weiß nicht, was eine solche verdient. Aber ich bin mir sehr sicher, dass es deutlich mehr ist. Ich weiß auch nicht, wieviel Werbefläche auf einer gut besuchten Webseite kostet, möglicherweise mehr als der Gegenwert einer Tütensuppe.
Liebe PR-Menschen, das mag nun sehr arrogant rüberkommen, aber seien Sie doch mal ehrlich: würden Sie sich Ihr Gehalt in Gutscheinen der Auftragsfirmen auszahlen lassen? (noch dazu wenn der Name der Auftragsfirma ganz sicher kein unbekannter ist und Sie wissen, dass diese Firma durchaus bereit ist, Geld in Werbung zuu investieren)
Nix für ungut, immer die Ihre und so weiter.



