Die Sache mit der Werbung

20. September 2016

Das läuft so:

Per Mail teilt man mir mit, dass mein Blog und ich so dermaßen super zum neuen XY-Produkt passen und es somit quasi unvermeidlich ist, dass ich was zum Thema schreibe.

Für Ruhm und Reichtum tue ich quasi alles, vor allem dann, wenn ich sofort weiß, was ich zum Thema bloggen könnte. Deshalb schreibe ich direkt einen kryptisch-latent-angeberischen Tweet, aus dem sich von ebenfalls Angeschriebenen leicht herauslesen lässt, um was es geht. Per DM klären die ebenfalls einzig-perfekten Produktpasser, welches Honorar ihnen angeboten wurde. Ja liebe Agenturen, das tun wir, weil da gibt es oft nicht nachvollziehbare Unterschiede und das ist ja schade. Vielleicht klärt man auch untereinander, ob es wirklich Sinn macht, für das Superprodukt zu werben, weil es vielleicht gar nicht so super ist. Ich mag dieses DMs sehr, denn sie helfen mir, mich nicht in einem Angebot zu verlieren und mich nicht ausgenutzt zu fühlen. Konkurrenzdenken kommt von meiner Seite nicht auf, ich freue mich über den Austausch, bei dem ich mehr lerne, als bei einem Vortrag zum Thema „wie macht mich mein Blog reich“.

Während ich in Honorarverhandlung gehe (= wie auf dem Flohmarkt feilsche), überlege ich ein bißchen genauer, was ich schreibe und informiere ggfs die Familie, dass ich demnächst für Bares Familiengeheimnisse ausplaudere. Und wappne mich innerlich für „Warum machst du Werbung, hast du das nötig“ – Kommentare, denn niemand mag Werbung. Außer in der Vorweihnachtszeit, die für schlechte Schokolade. Und übrigens: nötig nicht, aber der Goldesel wohnt hier halt auch nicht.

Nach manchmal zähem Hin- und Her kommt es zu einer Einigung. Oder auch nicht, wenn etwa der Anbieter weiterhin nur mit super-Gutscheinen-zum-Verlosen-für-die-Leser winkt. Oder ich beschließe, dass man mir für einen Artikel zu diesem oder jenem Produkt gar nicht genug bezahlen kann.

Irgendwann zum vereinbarten Termin veröffentliche ich einen Blogartikel zum Thema. In diesem Artikel steht genau das was ich denke. Wie in meinen anderen Artikeln. Mich für einen Artikel lobpreisend zu verbiegen, obwohl eher das Gegenteil der Fall ist, ist mir viel zu anstrengend. 

Den Anbietern gefällt das natürlich nicht ganz so gut – immerhin scheint sich ein Produkt besser zu verkaufen, wenn man oft genug liest, dass es super ist. Da aber bereits in den Verhandlungsmail das Wort „Werbung“ stets rethorisch geschickt mit „Meinung“, „Einschätzung“, „Produkttest“ oder „interessant für deine Leser“ umgangen wird und oft mehr oder weniger unverhohlen eingefordert wird, dass der Artikel doch auch bitte nicht als Werbung gekennzeichnet wird, schreibe ich genau das, was erwünscht ist: meine Meinung, die die Leser vielleicht interessiert. Im Rahmen eines Produkttests, der aber, weil ich Produktname und Firma nenne und verlinke ganz klar Werbung ist. (und ich eben auch für diesen Text – NICHT DEN INHALT – bezahlt werde.)

Manchmal geht das halt auch schief, weil ich meine Meinung vielleicht etwas undiplomatisch äußerte. Dann bleibt nur ein netter Blogartikel und mir eine PR-Agentur weniger, die idealen Content für mich (und Sie) für mein Blog hat.

*****

Ich finde Werbung in Blogs nicht schlimm, so lange es noch ein Blog neben der Werbung gibt. So lange ich das Gefühl habe, dass es da wohl ein Angebot gab, das gerade finanziell gut passte oder zu dem eine schöne Artikelidee wuchs, lese ich auch Werbung gerne. Vielleicht auch nur um verwundert den Kopf zu schütteln, worüber manche Menschen so schreiben :)

In diesem Sinne: es wird hier auch weiterhin Werbung geben. Demnächst zum Beispiel kann ich nämlich erzählen, dass ich endlich meinen Traumberuf gefunden habe und lebe: Testschläferin!

Einleitende, erklärende Worte: bisweilen erreichen mich Werbeanfragen, die zwar nichts mehr oder nicht auch nur irgendwas mit unserem Leben zu tun haben, zu denen mir aber doch das eine oder andere Erzählbare einfällt, weswegen ich dann zusage. Im folgenden Text geht es um „Gesunde Pausenbrote“, denn die Firma LaVita* hat eine Aktion gestartet, mit der sie Eltern erklären möchte, wie wichtig ein nährstoffreiches Pausenbrot ist. Hier gibt es Weiteres zur Aktion und auch ein paar Rezepte.

Pausenbrote sind erstaunlicherweise ein stark polarisierendes Thema im Internet. Es geht halt ums Essen, genauer: Essen für Kinder und darüber lässt sich vortrefflich streiten.

Ich gehe für meine Pausenbrotgeschichte ein ganzes Stück zurück, 35 Jahre etwa. Zu dieser Zeit kam ich an die weiterführende Schule, was bedeutete, dass ich jeden Tag mit dem Zug fuhr und den verlockenden Bahnhofskiosk voller Süßigkeiten für Pfennigbeträge entdeckte. Und den Pausenhofkiosk, an dem es Käse- und Fleischkäsbrötchen für 80 Pfennig, Brühwürstchen mit Senf und Brötchen für Einemarkfuffzich und das schnöde Senfbrötchen (das ich heute noch immer liebe) gab es für 30 Pfennig. Senfbrötchen schmeckten so viel besser als das Brot-mit-Belag, das mir Oma Eis mitgegeben hatte. Deshalb reisten die in Folie gewickelten Pausenbrote zur Schule und wieder zurück, bevor sie daheim im Bettkasten verschwanden. Einmal im Monat schmuggelte ich eine Tüte voll verschimmelter Brote aus dem Haus und schmiss sie in einen öffentlichen Mülleimer. Auf die Idee daheim zu erzählen, dass ich kein Pausenbrot mehr möchte, kam ich nicht.

Bisweilen nahm ich übrigens auch Obst mit. Bananen allerdings nicht mehr, nachdem eine über längere Zeit im Ranzen vergessene Banane fürchterliche Dinge mit meinen Schulbüchern anstellte, als mein Ranzen einmal aus dem Zug flog. (Damals konnte es nämlich passieren, dass sich Zugtüren während der Fahrt öffneten und letztendlich sind bananenvermatschte Bücher wirklich das kleinere Übel, wenn man bedenkt, dass nur das geistesgegenwärtige Zupacken eines Mitreisenden verhinderte, dass ich meinem Ranzen hinterherflog. Ich bekam sehr großen Ärger daheim, vermutlich wegen der Bananenmatsche und nicht wegen des beinahe-Sturzes, wie ich damals glaubte.)

Eine Banane in der Dose hätte nicht so viel Schaden verursacht

 

Irgendwann gab es keine Pausenbrote mehr und mein Taschengeld landete beim Metzger für ein belegtes Brötchen oder beim (Brezel)Ditsch für eine mit Käse überbackene Laugenstange. Ich scheine sehr viel Taschengeld bekommen zu haben.

Viele Jahre später.

Nach unkomplizierten Frühstückspausen im Kindergarten (ein paar Obststücke), glaubte ich, dass Pausenbrote für Schulkinder irgendwie toller sein müssen. Es gab liebevoll geschmierte Brote. Mit Käse oder Wurst, irgendwelches Obst oder Gemüsestreifen dazu und nach ein paar Wochen hatte wirklich niemand mehr Lust, die Hasenbrote (= die wieder mit heimgebrachten Brote) am Abend zu essen.

Zeichnung: Claus Ast

Der Große teilte schließlich mit, dass er eigentlich keinen Hunger in der Schule hat, höchstens ein bißchen Durst. Er zog also nur mit einer Wasserflasche los.

Die Tochter entschied sich recht bald für Apfelstücke. KEINEN Zauberapfel bitte, denn der läßt sich so schlecht essen. Apfelachtelchen lassen sich schnell weghappsen. Zum Apfel bitte nur eine Wasserflasche.

Zauberapfel, ungeliebter.

 

Einzig der Jüngste nahm so lange ein Erdnussbutterbrot mit, bis er sich erfolgreich den Ekel an Erdnussbutter gegessen hatte. Seitdem nahm und nimmt er Salamibrot mit. Dazu ein geachtelter Apfel und eine Wasserflasche.

Mit meiner eigenen Schulbroterfahrung und dem Vorsatz, dem Hungergefühl der Kinder zu vertrauen, bewegten wir uns also ganz und gar weg von dem, was als ausgewogene Pausenernährung empfohlen wurde und immer noch wird. Dass meine Kindelein mit dieser Ernährung nicht furchtbar mickrig blieben und trotzdem beachtliche Leistungen in der Schule erbrachten lässt sich leider auch nicht auf ein höchst ausgewogenes Frühstück daheim zurückführen. Sie haben nämlich die Vorliebe ihres Vater für doublefrosted sugarbombs (= „Frühstückscerealien“, von denen Cornflakes noch den geringsten Zuckergehalt haben) oder Toastbrot mit Konfitüre/Nußnougatcreme/Honig/ Schokostreuseln und dazu eine Tasse Milch, geerbt. Also genau das Frühstück, das den Energiepegel hochschnellen und rasch wieder abkrachen lässt. Trotzdem reichte dieses Frühstück und der eher magere Pausensnack bis es zwischen 13:30 und 14:00 Uhr Mittagessen gab.

Dass ich also Brote in Herzform, Eier in Autoform und Delfine in Bananenform (oder umgekehrt) nur müde belächele, können Sie jetzt womöglich verstehen. Der Sinn kann sich mir einfach nicht erschließen, weil meine Kindelein eben einfach keinen Hunger hatten. Und vielleicht auch kürzere Zeit außer Haus waren, wären sie Ganztagskinder gewesen, hätte die Futtersituation sicherlich auch anders ausgesehen. Und ja, ich habe niemals Formbrote angeboten, allenfalls das eckige Brot einmal diagonal statt senkrecht durchgeschnitten. Sie hatten einfach keinen Hunger.

Warum ich jetzt trotzdem an einer Aktion für „gesunde Pausenbrote“ teilnehme? Weil der beste Vater meiner Kinder Alternativen zum Kantinenessen sucht, die fern von belegten Bäckerbrötchen oder Kaffeestückchen sind. Oder auch weil wir gerne und viel wandern und uns gerne leckere, energiespendende Verpflegung mitnehmen. Bisher waren das Laugenbrötchen, ein Block Käse und ein Apfel. Da geht sicher noch mehr.

 

 

*LaVita produziert einen Zaubertrank, der sämtliche benötigte Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe enthält und ich frage mich halt, warum man, wenn man doch gesunde Pausenbrote verzehrt, diesen überhaupt zu sich nehmen muss. Das ist evtl. so ein „alle Kinder müsen Lebertran löffeln“-Überbleibsel aus der Zeit, als Zaubertrank löffeln wirklich wichtig war.

heute: 10 von 12,

12. September 2016

denn Kopfschmerz und Müdigkeit wollen, dass der Tag jetzt endet. (normalerweise sind es 12 Bilder am 12. eines jeden Monats, gesammelt von Caro Kännchen)

Zwölf Bilder, die meinen Tag beschreiben, hätte ich vermutlich voll bekommen, wenn ich nicht zu spät das Datum beachtet hätte.


Und so zeigt ist das erste Bild direkt ein 3in1-Bild: Morgenkaffee, das Wanderspiegelbild und obendrein das morgenliche Chaos in der Küche, weil die Spülmaschine gestern abend voll war und niemand zum Handspülen Lust hatte. 

Ich wurde rechtzeitig fertig bis Oma Eis zu unserer Montagsverabredung erschien. Wir brachen zur Hunderunde auf.


Das Licht und der Reifegrad der Trauben (lecker!) sprechen für Herbst, die Temperatur hingegen brüllt Hochsommer. Morgen früh muss ich eine Stunde früher los, um im Kühlen unterwegs zu sein.

Auf der Terrasse ließ es sich noch gut aushalten, wir frühstückten gemütlich –


und widmeten uns hinterher dem nahenden Weihnachtsgeschäft im Weltladen. Schokonikoläuse, Spekulatius, Pfeffernüsse und Lebkuchen liegen schon im Lager und warten auf den ersten Advent (wir verweigern den Verkauf von Lebkuchen ab August). 


Jetzt muss weihnachtliches Handwerk bestellt werden, Krippen, Filzwichtel, Glaskugeln und anderes Schnickeldi. Wir planten grob die Schaufenstergestaltung für die Adventszeit und dann war die 30 Grad-Marke am Thermometer geknackt und das Weihnachtsthema wurde noch surrealer. 

Oma Eis verabschiedete sich und ich ging ins Nähzimmer, weil – schon wieder Weihnachten – der Weihnachtsmarkt vor der Tür steht.


Noch weiß ich nicht genau, was ich mit den Federn mache, aber ich habe eine vage Idee. (die Stickdatei heißt „Fly Feather“, sie ist bei Kunterbuntdesign erhältlich.)

Während die alte Stickmaschine ächzte und keuchte (und mir zeigen wollte, dass sie doch eigentlich noch gut in Schuss ist und ich die neue Maschine, die morgen geliefert wird (!!) doch gar nicht brauche ..), gab es für mich Kaffee und noch ein Stück des Fallobststreusels von gestern.


Ich schnitt jede Menge Stoff für jede Menge Wartturmtäschchen zu, suchte passende Reissverschlüsse und Webbänder dazu und hatte dann keine Lust mehr zum Nähen. Erfahrungsgemäß sollte ich mich dann nicht zum Nähen zwingen, weil ich dann reinen Ausschuss produziere. Stattdessen räumte ich ein bißchen hin und her, stickte weitere Federn und freute mich, als nach und nach die Männer der Familie eintrudelten.

Weil ich in den nächsten Tagen etwas über Pausenbrote blogge (inklusive einem Werbelink und hoffentlich angemessener Kritik), nutzte ich die Brotdosensituation in der Küche für Bildmaterial, das den Artikel auflockern und/oder veranschaulichen soll.

Und weil es um gesunde Pausenbrote gehen soll und ich zufällig einen Apfel essen wollte UND weil mir so nostalgisch zumute war, gab es einen Zauberapfel!


Keine Bilder gibt es vom Duschen, lediglich das Abendessen lässt sich noch zeigen.


Ofengemüse mit Kartoffeln und Schafskäse! Könnte es meinetwegen täglich geben. (und muss es noch oft geben, weil wir vieleviele Kartoffeln geerntet haben)

Nach dem Essen noch mal rasch die App gestartet und siehe da:


Ungeziefer auf der Terrasse.

Und weil die Kopfschmerzen nun heftiger werden, stellen Sie sich bitte die beiden fehlenden Bilder vor. Ich dachte an ein Zahnputzselfie mit witzigen Zahnpastaspritzern am Spiegel und ein stimmungsvolles Bild, samt intellektueller Lektüre an hübscher Bettwäsche.

Schlafenszeit, gute Nacht!

In meinem Impressum steht dies: „Werbung baue ich ein, wenn sie thematisch passt, die Vergütung stimmt und ich nicht das Gefühl habe, ein doofer Blogger soll ausgenutzt werden.“ Dieser Satz steht nicht irgendwie im Kleingedruckten oder ganz versteckt hinten links, sondern genau über meiner Adresse. Nicht zu übersehen.

Da ist es doch ein bißchen verwunderlich, wenn mich Anfragen erreichen, ob ich Windeln und Feuchttücher testen möchte. Frau Mutti steht ganz offensichtlich für „Kleinkinder und Babys“.

Oft ärgere ich mich sehr über diese Anfragen, manchmal amüsieren sie mich aber auch einfach nur und dann schreibe ich eine Antwort:

„Liebe Lena,

meine Kinder sind 17, 18 und 20 Jahre alt und damit dem Windelalter deutlich entwachsen. Ich selbst bin zwar älter, aber noch nicht wieder im Windelalter. Somit gibt es kein Testpotential in unserer Familie.
Trotzdem würde ich mich sehr über ein Testpaket freuen, denn ich kenne eine hochschwangere, syrische Frau. Das Baby, das in ca. 10 Tagen kommt, braucht eine Erstausstattung.
Über ein schönes Testpacket als Spende blogge ich natürlich auch gerne.

Mit freundlichen Grüßen,

Pia“

Meine Antwort wurde an die Firma weitergereicht und natürlich habe ich da ein klitzekleines Bißchen unfair-erpresserisch gespielt, denn wie hätte sich die Windelfirma da ehrenhaft aus der Affäre ziehen können? Nach allerkürzester Zeit klingelte die Post

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und ein sehr großes, sehr schweres Paket wurde mir überreicht. Ich wuchtete es die Treppe hoch und war selbstverständlich einen neugierigen Blick hinein:

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prall gefüllt mit Windeln und Feuchttüchern! Feuchttücher halte ich persönlich für ganz großen Quatsch, ich war und bin ein großer Fan von Waschlappen und Wasser (auch unterwegs), aber Windeln mit Löwenzahnsamen und Vögelchen drauf ließen mich doch ein wenig hormonisch seufzen! (die hinreissenden Bestien trugen her unattraktive Öko-Moltex, in zartgrün mit recyclebeigefarbenem Inneren. Oder Frotteestoffwindeln mit Goretex-Überhose. Keine hübschen Löwenzahnsamendrucke!) Nun sind Windeln auf gar keinen Fall ein Grund für ein Baby in der Familie, eher sogar eine abschreckende Erinnerung, denn wenn ich hier mal echten Windelcontent liefern würde, weil sich wirklich viele interesante Dinge in, neben und unter Windeln finden ließen – aber lassen wir das, es ist vorbei. Zum Glück.

Windeln und Feuchttücher standen also herum und warteten, bis

baby

ein sehr kleiner, zarter Junge mit einem Kopf voll seidiger, schwarzer Haare geboren wurde. Es dauert noch ein paar Tage, bis dieser kleine Junge in die Windeln hineinpasst, aber ich bin mir sicher, dass er entzückend darin aussehen wird. Und hoffentlich keinen wunden Po bekommt. Sein Mutter jedenfalls ist nicht nur äußerst stolz und glücklich über ihr bezauberndes Kind, sondern auch sehr dankbar für Windeln und Feuchttücher.

Diesem Dank schließe ich mich sehr gerne an! Liebe Firma LILLYDOO, ich kann meinen Lesern nun nicht erzählen, wie super weich oder hautfreundlich Ihre Windeln sind, wie prima sich sämtliche Körperausscheidungen mit den Feuchttüchern entfernen lassen. Ich weiß noch nicht mal, was Kalkfolie ist und ob die kompostier- oder recyclebar ist, darüber diskutierte man nämlich in meiner Twitter-Timeline. Ich freue mich einfach über Ihre Großzügigkeit, weil Sie dieses wirklich große Paket geschickt und Menschen damit glücklich gemacht haben und das teile ich hier gerne mit! Vielleicht liest ja irgendeine Agentur in ein paar Jahren die Ankündigung in diesem Blog, dass ich Oma werde. Und dann dürfen Sie uns gerne ein Testpaket schicken, ich schreibe auch darüber.

*****

Noch ein Wort an die Agenturen: macht Euch die Mühe und lest ein paar Artikel des Blogs, von dem Ihr denkt, dass es passen könnte. Meistens zeigt sich dann nämlich, dass Ihr nur denkt, es könnte passen und schon hat man jede Menge Arbeit, Zeit und Verstimmung gespart. Und Ihr Agentur-Fuzzis, die Ihr mir Anfragen schickt und gleichzeitig darauf besteht, Werbung nicht als solche zu kennzeichnen: wundert Euch nicht über patzige Antworten, sondern macht Eure Hausaufgaben.

Ich bin übrigens nicht im Besitz eins Media-Kits, ich musste googlen, was das überhaupt ist. Ich habe keine Ahnung, wieviel unique visitors pro Monat dieses Blog hat, vermutlich weniger als früher, als ich noch regelmäßiger schrieb. Mein Facebookaccount ist quasi tot und wird demnächst (mal wieder) stillgelegt, twitter ist toll, aber nicht für Werbung und bei Instagram zeige ich meistens den gar nicht mehr so kleinen Hund bei der Hunderunde. Mein Bestreben mit diesem Blog nun endlich richtig reich zu werden ist also nicht mal halbherzig. Und das ist in Ordnung für mich. :)

 

 

Süße Träume?

29. Februar 2016

Am 29. Januar zog die Eve bei uns ein. Sie und wir hatten also genau einen Monat Zeit, uns aneinander zu gewöhnen.

Symbolbild

Symbolbild

Wir liegen prima auf der Matratze. Die oberste Schicht schmiegt sich wunderbar weich und kuschlig an den Körper, der feste Kern bietet genug Widerstand, damit die Wirbelsäule nicht in eine Kuhle sackt. Das ist sehr wichtig für mich, ich bin Skoliose-Patientin und achte sehr, sehr darauf, meinen Rücken gerade zu halten. Ob in Seitenlage oder auf dem Bauch, ich liege ganz wunderbar.

Aber.

Sie riecht noch immer.

Wir lüften ständig und viel und dieser nasenhaarverätzende, beißende Gestank der ersten zwei Tage liegt längst nicht mehr in der Luft. Wenn ich aber im Bett liege, warm eingekuschelt unter dem Deckbett, rieche ich die Matratze. Ich bin sehr empfindlich, was Gerüche anbelangt, vermutlich bin ich nahezu hochsensibel in diesem Bereich. Ich rieche, wenn die Milch übermorgen sauer wird. Oder wenn im Nebenzimmer gepupst wird. Das ist nicht so sehr schön und deshalb stört mich der Matratzengeruch. Wonach sie riecht? Sie riecht nach billigen Schuhen und ein bißchen nach der Duftkerzenabteilung im blaugelben Möbelhaus. Nicht richtig giftig, aber eben chemisch.

Meine letzte Matratze lag einen Monat in der Halle zum Lüften, bevor ich ihren Geruch aushalten konnte; es dauerte fast ein halbes Jahr, bis ich den Geruch nicht mehr wahrnahm. Insofern gebe ich die Eve nicht auf. 100 Tage lang kann man sie testen und das werde ich sicherlich ausnutzen. Gerne gebe ich in einem Monat auch noch mal einen Statusbericht.

Und ja, es täte mir sehr leid, wenn sich die Geruchssache nicht erledigt, denn wie oben beschrieben: es liegt sich traumhaft.

Noch ergänzend: der beste Vater meiner Kinder ist nicht sehr geruchsempfindlich, die Matratze kann er aber auch riechen.

 

Achtung! *** Die Eve wurde mir kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. ***