“Zeigen Sie mal ein Bild vom Kirschbaum!”, stand da in den Kommentaren und das tue ich doch nur allzu gerne :)

Der Flieder vor dem Kirschbaum wird am Wochenende die Knospen öffnen und für wenige Tage wird der Duftmix aus Kirsch- und Fliederblüten betörend sein.

(click zeigt mehr, so von unten nach oben)

In den Schattenecken leuchten bunte Punkte

und in der Sonne auf der Terrasse steht der Beinbrech (der natürlich Steinbrech heisst) in voller Blüte.

Der dicke Martin wälzt sich in der Sonne …

… wenn er nicht gerade den Garten gegen Eindringlinge verteidigt.

Der Frühling ist wunderbar! Meine allerliebste Jahreszeit.

Und während ich durch den Garten lief und Blümchen knippste, hörte ich weder Klingel noch Telefon. Fand aber auf der Treppe folgendes Sammelsurium:

Schlüssel und Fahrschein ließen sich Kindern zuordnen, doch die Nudel? Mysteriös.

Ihnen da draußen ein sonniges Wochenende!

Früher Frühling

16. Januar 2011

und ich mag mich nicht daran erfreuen, denn es ist eigentlich noch Winter. Vie zu warm, ich will Schnee und klirrenden Frost unter blauem Himmel. Im März darf es dann wärmer werden.

In der Wildnis … grünt es. Jedes Jahr erschrecke ich darüber und denke “Mist, beim nächsten Frost erfrieren die ganzen Krokanten und mein Frühlingsgarten wird eine braune Ödnis sein.”

Natürlich ist das nicht so, Krokusse blühen sogar im Schnee und sehen dann noch hübscher aus.

(neben den Krokusspitzen hier auch noch jede Menge frischer Borretsch und “Jungfer im Grünen” (=Schwarzkümmel)

Und tatsächlich auch schon Farbtupfer: die allerersten Winterlinge. Letztes Jahr kamen sie erst im Februar.

Auf der Terrasse vor der Mauer ist es geschützt, die Sonne wärmt schon ein bißchen und ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie ich es genieße, winterbleiche Füße zu befreien. Ich warte sehnsüchtig auf die Zeit des Barfußlaufens. Noch zwei Monate.

Der dicke Martin leistete mir draußen Gesellschaft. Wenn ich ihn mir genauer betrachte, ahne ich, dass es noch eine Menge Frost geben wird, sein Winterfell ist dick und plüschig. Und zum Glück noch auf dem Kater :)

Abendessen oder so ähnlich. Wir schaffen es an den Wochenenden nicht, einen einigermaßen geregelten Essensrhythmus aufrecht zu erhalten. Frühstück zwischen neun und elf, Mittagessen um halb drei und um halb sechs dann eben Windbeutel. Gefüllt mit Vanillesahne und dazu Nußnougateis. (experimentelle Eissorte, wenn sie ausgereift und unschlagbar köstlich ist, verrate ich die Zubereitung)

Morgen schon wieder Montag. Und das doofe Bad ist immer noch nicht fertig renoviert, denn immer kommt alles ganz anders. Manchmal entdeckt man zum Beispiel, dass die Vorbesitzer die Fliesen auf Tapete geklebt haben. Oder dass die Tapete mit Leim an die Decke geklebt wurde.

Immerhin habe ich mich für eine Wandfarbe entschieden. Streichen darf ich hoffentlich übermorgen.

größtenteils gelb

4. September 2010

Äpfel reif, Pfirsiche reif, Birnen reif.

Erntezeit.

noch ein paar Gartenbildchen.

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Schmerz, oh Schmerz!

14. Juni 2010

Das doch eher gartenintensive Wochende rächt sich heute.

Verschiedenste Muskeln jammern bei so alltäglichen Tätigkeiten wie das Stemmen meiner Kaffeetasse.

Sechs Grünschnittsäcke sind erneut gefüllt und im Igelteil des Gartens häufen sich beinahe meterhoch  Ruten des “Ranunkelstrauches“, denn der muss weichen. Ein Haselstrauch hat sich angesiedelt und der ist a) heimisch und b) ein Traum des besten Vaters meiner Kinder: Haselnüsse aus dem eigenen Garten.

Gefallen ist der große Flieder, Sie wissen schon, der, der über die Terrasse schaute. Mit den großen, violetten Blütenständen. Ach. Garten ist Veränderung. Und manchmal auch trauriger Abschied. Doch der große Hauptast des Flieders war innen morsch und bereits angebrochen.

Erfahrungsgemäß ist Flieder aber nicht totzukriegen und deswegen hoffen wir, dass aus dem Stumpf und aus den verbliebenen Ästen innerhalb der nächsten Jahre ein neuer “Baum” heranwächst.

Ich habe Flockenblumen ausgebrochen, wilde Feinstrahlastern gejätet und den Hahnenfuß meterweit durch die Beete verfolgt. Habe Winden ausgegraben und in heimtückische, sich unter Löwenzahn versteckende, Brennnesseln gegriffen. Dreimal habe ich aus Versehen Ameisenbauten aufgegraben (zweimal goldgelbe Ameisen, einmal schwarze), habe ungelogen mindestens tausend Schnecken gesehen: nackte in verschiedenen Farben und Größen, Weinbergschnecken, Schnirkelschnecken und solche mit Turmhäuschen. Läuse in allen Farben, Marienkäfer und -larven dazwischen, Bienen und Hummeln, Käfer, Fliegen, Würmer, Wespen … pralles Insektenleben. Geliebt und bestaunt. Nur die Zecke, die ich auf meinem Fuß krabbelnd fand, die musste sterben.

Und bevor ein leichter Abendnieselregen einsetzte, genoss ich hinten im Garten auf der Bank den Blick ins Grüne und ein Hefeweizen. Müde und glücklich geschafft.

Der Garten ist jetzt so weit in Schuss, dass ich mir den Finger wieder aufschneiden lassen kann.

heute dann doch grün

10. Juni 2010

(und ein bißchen bunt)

Es ist viel zu leicht, im Jammertal zu versinken.

Ein bißchen schwerer ist es dann doch, sich zu überwinden und das Loch zu verlassen. Das allerverwildertste Beet habe ich gejätet und danach bin ich durch den Garten und habe mir die Ecken gesucht, die genau deshalb schön sind, weil sie nicht perfekt sind.

Bilder schauen?

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Wingertsknorzen,

10. April 2010

ca. vier Raummeter davon.
Zuerst in der Halle, dann in den Garten geschleppt und auf einen hohen Haufen geschmissen.
Vor dem Wingertsknorzenberg: Frau … äh … Mutti, schimpfend und fluchend, bewaffnet mit Garten- und Astschere. Wurzeln abschneiden.

Die Knorzen dann ins Zwischenlager schichten. Kleinsägen und entgültige Lagerung bis zum übernächsten Winter folgt noch.

Ich sag´ Ihnen: so ein Ofen ist echt toll, macht muckelige Wärme und sorgt für höchst romantische Stimmung auf dem Sofa. Und Wingertsknorzen, gut abgelagerte Wingertsknorzen, die brennen toll. Und deswegen ist es auch ganz prima, wenn man einen ganzen Traktoranhänger voll davon bekommt. Aber es ist deutlich weniger arbeitsintensiv, Feuerholz fein säuberlich gesägt und gespalten im Baumarkt zu kaufen.

(Pause vorbei, weiter “entwurzeln”. Verletzungen bisher: zwei Beulen auf Kinderköpfen, einige Schliffer in einigen Händen und ein mäßig tiefer Schnitt in meinem Arm. Alles prima.)

Was ich gut kann:

8. April 2010

Sehr viele Kräuter in der Gärtnerei kaufen und die Stimme von Oma Eis ignorieren, die sanft den Kaufrausch zu bremsen versucht.

“Brauchst du das wirklich noch?”

“Ja. JA! JAAA! kaufenkaufenkaufen.”

Besser als Schuhe kaufen. Echt jetzt.

*****

Beute:

hier mal drei Euro, da mal rasch einsfünfundneunzig und der Topf für 2,35 Euro muss auch noch mit. Und dann wundert man sich, wie rasch achtzig Euro im Garten verschwinden.

Drei Pflänzchen für die Gartenwanne sind auch dabei und der dicke Martin verliebt sich ins Mädesüß. Bin gespannt, wie lange das draußen überlebt.

Dank tatkräftiger Hilfe sind die Terrassenkästen und die Zinkwanne mit verschiedenen Thymian-, Oregano- und Salbeisorten gefüllt. Rosmarin dazu und ein Currykraut . Mein heißgeliebtes Zironenkraut darf nicht fehlen und ganz neu, garantiert zweckfrei aber faszinierend: Colakraut. Duftet wie – na raten Sie mal – Cola. Interressant halt :)

Ich freue mich auf den Duft an lauen Sommerabenden. Oder während der Minuten kurz nach einem Regenschauer.

Fleissig auch die Wildbienen auf der Terrasse. Die Bohrlöcher füllen sich zusehends.

Unten im Garten wuchs ein Schmetterlingsflieder. Leider dort, wo er stört, nämlich direkt neben dem Apfelbaum. Der beste Vater meiner Kinder grub ihn vor drei Wochen aus und ließ das Loch offen. Als ich es gestern zuschaufeln wollte, fiel mir auf, dass etliche Hummeln das Loch umschwirrten. Hurra! Ein Hummelnest im Garten! Das Loch muss nun unbedingt offen bleiben, deshalb habe ich eine zerbrochene Pflanzschale als Dach darüber gebaut.  Und saß dann zwanzig Minuten mitten im Beet und beobachtete umherschwirrende Hummeln. So wird der Garten nie fertig :)

Heute noch: einen Johannisbeerbusch pflanzen

Zwei Tage

7. April 2010

im Garten.

Sonnenverbrannter Nacken, erste Bräune auf Armen, Beinen und Gesicht, tiefe Schrullen in den Fingern und genug Erde unter den Fingernägeln, um Kresse darin zu säen :)

Seit letztem Mai ist beinahe nichts mehr in meinem Garten  passiert und ich ich hatte ziemlich Angst, dem Wildwuchs nicht Herr zu werden. Mittlerweile bin ich gelassener und genieße es, Sorgen in der Erde zu verbuddeln.

Morgen kaufe ich dringend benötigte Pflanzen und hoffe auf gnädiges Wetter, um diese noch an Ort und Stelle zu bringen. Und wenn´s am Wochenende regnet, sieht mich mein Nähzimmer mal wieder. Die Ferien neigen sich dem Ende zu und der Tagesrhythmus wird herrlich normal.

(und um offenstehende Fragen zu beantworten: natürlich höre ich nicht auf zu bloggen. Ich habe nur Ferien. Und meine lieben Freunde bei Facebook ich mag Euch alle schrecklich gerne, aber noch lieber lese ich ausführliche Artikel in Euren Blogs, bzw. schreibe selbst mit vielen Adjektiven und unnötigen Füllwörtern in meinem Blog. Als ich mich dabei ertappte, dass ich “Frau Mutti geht in die Küche, um sich ein Käsebrot zu schmieren” tippen wollte, mit dem sicheren Wissen, dass das garantiert zwei bis vier Personen  ”liken” würden, löschte ich meinen account. Sollten Sie trotzdem zufällig nochmal “Frau Mutti” in Ihrer Freundeliste entdecken, dann liegt das daran, dass ich sämtliche Beiträge und Kommentare lösche, denn Facebook hat mir freundlicherweise mitgeteilt, dass diese so lange erhaltenwerden, bis ich meine Meinung ändere. Alles Verbrecher, sage ich Ihnen. Aber vielleicht ahnen Sie das ja schon.)

Jetzt: GA. Und PP. Hurra!

Bienchen

18. März 2010

Als ich mit dem zweiten Kaffee auf der Terrasse saß und die Nase in die Sonne streckte, hörte ich etwas knistern. Und rascheln und schaben.

“Hurra!”, dachte ich und rannte rein, um die Kamera zu holen. (leider nur die kleine, von der großen ist der Akku leer)

Im Erdbienen/Hummelkasten  erwacht das Leben.

Sie sehen ein Loch in der mit Lehm verklebten Bambusröhre links oben. Dahinter kruschelte es. Leider musste ich ans Telefon und konnte nicht weiter beobachten.

Aber wenn Sie auf´s Bild und auf “weiterlesen” clicken, sehen Sie trotzdem mehr :)

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Gartenbildchen

25. Juni 2009

Während das jüngste Kind Lernwörter auf Karteikarten schreibt, klebe ich Ihnen Bildchen ein, die ich gemacht habe, während das große Kind Kartoffeln fritiert hat :-)

Nur Blümchen, kein Gemüse.

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