Adventsbloggen, 20.Dezember
21. Dezember 2025
Nach der Hunderunde im Fisselregen und einem gemütlichen Frühstück stand eigentlich gemeinsames Putzen auf dem Plan: der Gatte wollte das Arbeitszimmer für Übernachtungsgäste aufräumen und putzen, ich das Nähzimmer, damit eine Übernachtungsmatratze auf dem Boden Platz hat.
Weil wir aber beide wirklich gut im Prokrastinieren sind, fuhren wir ins blaugelbe Möbelhaus, damit ich zerfledderte Aufbewahrungskartons gegen Plastikboxen austauschen kann. Außerdem fehlte im Nähzimmer eine Kaffeetassenabstellmöglichkeit für den Gatten, auch ein wichtiger Grund, am Samstag vor Weihnachten zur IKEA zu fahren. Wir kauften beinahe nichts Unnötiges, außer den drei solarbeleuchteten Lampions für die Terrasse, aber der nächste Sommer kommt … vermutlich schneller als gedacht,
Zum Abschluss gab es Plantbullar mit Pommes und Erbsen. Joah. Die Plantbullar waren gut aber kalt, die Pommes heiß aber nicht durch und die Erbsen warm aber zu weich. Egal, wir waren satt und tatsächlich nicht völlig durch den Wind.
Ich muss mich bei dieser Gelegenheit selbst loben, weil ich das mittlerweile wirklich gut schaffe, in Menschenmengen entspannt und gut gelaunt zu bleiben. Und außerdem habe ich mit dem Rücken zum Raum gegessen! Erwähnenswert, denn normalerweise suche ich mir immer den Tisch in der hintersten Eck mit Blick über den ganzen Raum. Heute nicht, morgen mache ich vielleicht es ganz Verrücktes und unterhalte mich zwanglos mit Fremden. (Mal sehen.)
Daheim angekommen hatte ich noch so viel Schwung, dass ich umgehend im Nähzimmer verschwand und drei Stunden lang Krusch, Kram, Krempel und Stoffe aus Pappkartons in Plastikboxen räumte, mich sehr über die vergessenen und wiederentdeckten Schätze freute, Regalbretter ummontierte und am Ende ein ordentliches Regal im Nähzimmer-Kabuff (Das Nähzimmer war ursprünglich als Küche gedacht, das Kabuff ist ein kleines Räumchen, wohl eine Vorratskammer. Das Kabuff war schon begehbarer Kleiderschrank, Minischlafzimmer und Raum für alles, was dringend weggeräumt werden muss. Superpraktisch und multifunktional.)
Um eine Kaffeetassenabstellmöglichkeit hatte ich einen (weiteren) Rollwagen gekauft, diesmal einen kleineren, der genau unter den Nähtisch passt. Als der zusammengebaut war, hatte ich zu nix mehr Lust, außer das Ding einzuweihen. Für Kaffee war es zu spät, aber ein Glas Riesling und eine Schüssel Brezelchen passen drauf, der Gatte ist hochzufrieden.
Ein Stündchen saßen wir zusammen auf dem Nähzimmersofa und planten Urlaubsaktivitäten (Garten, Baumarkt und diverses Computer- und Smart-Home-Gebastel).
Jetzt könnte ich noch ein paar Geschenke einpacken, aber ich bin doch zu müde. Außerdem ist mir glühendheiß eingefallen, dass ich keine einzige Weihnachtskarte geschrieben habe und auch nicht mehr dazu komme. Eingefallen ist es mir, weil ich eine Weihnachtskarte der Tierarztpraxis aus dem Briefkasten gezogen haben. Eventuell haben wir dieses Jahr dort die Gold VIP Membership gewonnen, weil wir monatlich mindestens einmal mit einem der Viecher dort waren und jedesmal dreistellige Beträge zahlten. (Was tut man nicht alles für die lieben Tierchen.)
Feierabend für heute. Morgen gibt es ein volles Programm mit sehr viel Familie.