#allebekloppt

9. Dezember 2014

Ich hörte neulich, dass es nun sogar schon im Kindergarten an der Tagesordnung ist, sich gegenseitig wegen uncooler Kleidung auszugrenzen. Vor etwa zwei Jahren fingen die KINDERGARTENmädchen damit an, jetzt ziehen die KINDERGARTENjungen nach: “Wenn du keine Hose von Engelbert Strauss anhast, darfst du nicht mitbuddeln.”
Ich habe das nicht erfunden. Leider.
Im Stuhlkreis, bei der Frage, was sich die Kinder zu Weihnachten wünschen wieder: “Eine Hose von Engelbert Strauss, die ist toll.”, erzählt eine eher hilflose Erzieherin, die nicht weiß, wie sie in dieser Situation reagieren soll.

Mit dem #allebekloppt meine ich ganz sicher nicht die Kinder, sondern die Eltern, die um die “richtigen” Klamotten einen derartigen Bohei veranstalten, dass KINDERGARTENkinder lernen: es gibt richtige und falsche Klamotten. Und ohne die richtigen Klamotten hast du keinen Spaß und darfst nicht mitspielen. Da ist ja die rosa-hellblau-Empörung fast schon lachhaft dagegen.

Jaja. Früher war alles besser. War es natürlich nicht, aber ich weiß noch sehr gut, dass die einzige Sorge meiner Kindergartenkinder der Frage galt: “Wer ist heute Chef der Kindergartenbande im Außengelände?” Und meine einzige Kleidesorge war, ob wir womöglich die Buddelhose heil bis ans dritte Kind vererben können.

Was hat sich geändert? Und warum?

Vorweihnachtsfreuden

5. Dezember 2014

Mitunter erwähne ich es: ich mag große Menschenansammlungen nicht. Starke Gerüche sind mir zuwider und wenn dann noch laute Musik dazukommt, ist mein Unglück perfekt.
Warum ich trotzdem eine heimliche Liebe für Weihnachtsmärkte habe, kann ich nicht vernünftig erklären. Vielleicht weil alles glitzert. Und leuchtet. Und hemmungslos bunt ist. Wir schmücken hier daheim eher zurückhaltend, auf dem Weihnachtsmarkt kann ich mehrfarbig blinkende Sterne genießen. Und staunen, wenn sie obendrein noch die Melodie von “Jingle Bells” spielen.
Ich bewundere die großen Weihnachtspyramiden, halte mir heimlich die Nase bei den Duftölen und den Kräuterbonbons zu und frage mich, wer diese ganzen Silicon-Backformen eigentlich kauft? Jedes Jahr will ich mir eine richtig große Bienenwachskerze kaufen, jedes Jahr vergesse ich das, weil ich zu voll von den ganzen Eindrücken bin.
Glühwein gehört auch dazu, aber meistens riecht der nur fein, schmeckt dafür eher unterirdisch. Das hält natürlich die meisten Weihnachtsmarktbesucher nicht davon ab, ihn in großen Mengen zu trinken. Und irgendwann gegen Abend, wenn immer mehr Menschen immer mehr Glühwein getrunken haben, ist für mich der Zeitpunkt gekommen, den Weihnachtsmarkt zu verlassen. Dann, wenn Weihnachtslieder gegröhlt werden, man dazu fröhlich schunkelnd und dabei jede Menge Glühwein und Kartoffelpuffer über anderen Menschen verteilt, die sich dicht gedrängt an den Ständen vorbeischieben. Genug o du fröhliche Weihnachtsstimmung für mich und ich habe dann ja auch ein Jahr Zeit, um diesen eher unangenehmen Aspekt des Weihnachtsmarktes zu vergessen.

Ganz anders ist es übrigens auf dem beschaulichen Weihnachtsmarkt im Niersteiner Gemeindepark. Oder ist es jetzt der Stadtpark? Seit Nierstein eine Stadt ist, hat sich ja einiges geändert. Wir hatten zum Beispiel einen echten Mord mit fünfzehn Schüssen. Wie in einer richtigen Stadt! Aber ich schweife ab und ein Mord ist nun auch nicht die ideale Werbung für einen kleinen Weihnachtsmarkt.
Versuche ich es nochmal anders.
Der Niersteiner Gemeindepark ist im Grunde genommen nur eine große Rasenfläche, um die ein Weg herumführt. In einer Ecke ist ein Springbrunnen, der im Sommer ein echter Spaß für Kinder ist, an der Rückseite des angrenzenden Rathauses gibt es eine Bühne. Und einen größeren Platz davor, der wiederum von wunderschönen, uralten Platanen überwachsen ist.
Angeblich gab es eine Zeit, da der Weihnachtsmarkt so groß war, dass die Stände die gesamte Rasenfläche umrandeten. Ich habe das noch nie erlebt, aber es ist tatsächlich so, dass der Markt von Jahr zu Jahr kleiner wird.
Dieses Jahr sind es nur noch 24 Stände.
Sollten Sie sich tatsächlich überlegt haben, diesem Markt einen Besuch abzustatten, habe ich einige Geheimtipps für Sie: der Glühwein am Stand der SPD ist sensationell gut! Der verwendete Rotwein ist nicht der schlechteste und jede Menge Orangenstückchen und wenig Zucker verhindern, dass man nach einer halben Tasse sinnlos betrunken in der Ecke liegt. Oder am nächsten Morgen die zweite Hälfte der Tasse bitterlich bereut.
Die Wildbratwurst ist der Knaller! Manchmal gibt es sogar zwei Stände mit Wildbratwurst, nehmen Sie unbedingt die vom Stand am Ein/Ausgang Mühlgasse. Der Jäger brät persönlich und wenn er dieses Jahr wieder diesen grandiosen Wildburger macht, ist der Hungertod für mich garantiert abgewendet.
Auch immer auf dem Weihnachtsmarkt vertreten ist “FruchtSinn”. Mainzer kennen die beiden vielleicht vom Wochenmarkt, dort verkaufen sie ihre Chutneys, Gelees, Liköre und viele Leckereien mehr. Alles übrigens in sehr schöne Gläser und Flaschen gefüllt und liebevoll (und kein bißchen kitschig) dekoriert.
Bei der CDU gibt es Kartoffelpuffer. Oma Eis sagt, die seien lecker. Ich kann das nicht beurteilen, ich mag die nie, egal von wem gebacken. Letztes Jahr gab es auch Eierwein bei der CDU und ja, den mochte ich auch, aber das ist schon etwas Spezielles.
Die AWO (Arbeiter Wohlfahrt) verkauft Weihnachtsgestecke, aber vor allem das weltbeste Quittengelee. (Und andere Gelees)
Am CVJM-Stand stehen nicht nur die klügsten und schönsten Jugendlichen die ich vor vielen Jahren geboren habe, es gibt auch köstliche, fluffige Waffeln und – neu im Programm – heißen Kakao für die Kinder, damit die nicht immer diesen gruseligen Weihnachtspunsch trinken müssen.
Kreatives gibt es auch immer. Gestricktes, Gehäkeltes und hoffentlich ist die Frau da, die diese tollen Filzhüte gestaltet. Ich habe dieses Jahr die Vorbesprechung versäumt und weiß daher nicht, wieviele Stände mit Handarbeitlichem da sein werden.
Mme Ouvrage leistet mir am Stand Gesellschaft und verkauft ihren bezaubernden Schmuck, Oma Eis hat 27 Kilo Plätzchen gebacken und ich habe einen Koffer voller Sterne und ein bißchen Schnickeldi dabei.

Der Niersteiner Weihnachtsmarkt ist mehr so ein Treffpunkt für die Niersteiner. Muss man mal ein Wochenende nicht kochen und kann schon nachmittags um vier Rotwein trinken. Dabei ein bißchen den Killianos zuhören, wenn sie Weihnachtslieder posaunen. Der Nikolaus verteilt Schokolade an die Kinder, der Bürgermeister hält eine getragene Ansprache und wenn es tatsächlich ein bißchen schneit, dann wäre es gar nicht seltsam, wenn Rory und Lorelai Gilmore um die Ecke bögen.

Besuchen Sie uns, ohne große Erwartungen. Und sagen Sie mir hallo! Ich bin die mit den Blumen an der Mütze und dem Wartturm auf dem Muff.

Wechseljahre.

4. Dezember 2014

Es geht nicht um diese Hormonsache, obwohl ich manchmal leise vermute, dass sich da langsam etwas tut.

Es geht um mein Internet. Das, was ich reingeschreibe und das, was ich konsumiere. Genauer: konsumiert habe.

Anfang 2000 habe ich meine ersten Schritte im Internet gemacht. Auf der Seite der Zeitschrift “Eltern”, im Diskussionsforum “Eltern raten Eltern”. Da schrieb eine Frau “Meine Tochter schläft einfach nicht durch, ich bin so müde, wie soll ich nur überleben?” Ich antwortete: “Ich kenne das SO gut!” Das waren meine ersten Worte in diesem Internet. Bewegend, nicht wahr? Und so originell!

Später stimmte ich nicht mehr nur zu und formulierte Mitfühlendes und Bedauerndes, sondern hatte eine Meinung. Diskutierte wild bei den Themen Impfung, Familienbett, Langzeitstillen, Stoffwindeln, Ferber-Methode, Breie selbst kochen, zuckerfreie Ernährung, vegetarisches, veganes, urköstliches Essen für Kinder, Hochbegabung, Schuhe vererben, rosa/hellblau sind böse, Fahrrad oder Roller, Schule ab vier, fünf, sechs oder sieben, Frühförderung, strafen/belohnen und so Vieles, Vieles mehr. Ich stritt mich, ich brach wegen dieser Streitereien Kontakte ab. Fand neue Gruppen, die sich bei der Frage, wie groß der Altersunterschied zwischen Geschwistern idealerweise ist, teilten.Kleinere Gruppen bildeten neue Foren und getreu der Gruppendynamik liebte man sich innig und zerstritt sich irgendwann erneut.

Meine Kinder entwuchsen dem Kleinkindalter, aber mitreden konnte ich immer noch, die “Probleme” waren ja leicht abrufbar.

Meine Kinder wurden und werden groß, ich habe neue Themen. Große Themen. Ausbildungssucheprobleme. Selbständig-werd-Probleme. Sich-im-fast-erwachsenen-Körper-zurechtfinden-müssen-Probleme. Themen, die hier keinen Platz mehr haben, weil sie a) Themen der Kinder sind und diese alt genug sind, um sie auf anderen/eigenen Plattformen zu thematisieren und b) ich gelernt habe, dass die einzigen Ratschläge, die mir helfen und mich weiterbringen, nur von Menschen kommen können, die mich und meine Familie, unsere Lebenssituation und unsere “Art” kennen. Alle anderen interpretieren und erraten statt zu raten.

Die Themen der neuen, jungen Eltern im Internet haben sich nicht verändert. Babys muss man oben befüllen, unten abwischen und in der Mitte warm halten. Dazwischen Liebe und jede Menge (Selbst)Vetrauen in sich selbst, das Kind und den Partner. Dann klappt das mit dem Großziehen höchstwahrscheinlich ziemlich gut.

In meiner Twitter-Timeline sind einige junge Mütter und Väter und manchmal zuckt es in mir hoch. Da will ich schreiben “Also aus der Erfahrung heraus kann ich sagen …”. Zum Glück kann ich mich meistens ganz gut bremsen und einfach die Klappe halten, denn: das Rad wird nicht neu erfunden und alle jungen Eltern haben das Recht, das selbst heraus zu finden. Ich bin mir nicht sicher, ob “wir” früher auch so _rasch_ empört waren, uns so schnell hineingesteigert haben, dass kontroverse Meinungen zu echten, bösen Streitereien wurden. Ich weiß aber ganz genau, dass ich mit einem “Die Fleischereifachverkäuferin hat meinem 1jährigen Kind ein Stück Fleischwurst geschenkt. Toll, was?”-Tweet ein echtes #fleischwurstgate entfachen könnte.

Ich bin so durch mit diesem Kleinkindkram merke ich. Streitet Euch, schreibt gigantische Blogeinträge darüber, wie man ein harmonisches Familienleben gestalten kann und gebt Euren Kindern Formbrote mit in die pädagogisch-korrekte Kita. Ich freu mich, wenn Ihr glücklich seid, ich freu mich sehr, wenn Ihr schwanger seid. Ich freu mich, dass ICH durchschlafen kann und ich grins mir eins, ganz heimlich lache ich auch laut, wenn ich lese, wie Ihr Euch Euer Leben als junge Eltern vorstellt. (das darf ich, weil ich habe schon mal zugegeben, dass ich alles anders und besser machen wollte, als meine Eltern und alle anderen Eltern, die es je gegeben hat.) Aber ich halte mich komplett raus, auch wenn ich wirklich, wirklich gerne sagen will (und es jetzt auch tue): macht Euch doch das Leben nicht so verdammt schwer! Das, was Ihr irgendwo gelesen oder bei Pinterest oder Instagram gesehen habt, das klappt in Eurer Familie garantiert nicht. Ihr wollt doch alle ach so individuell sein, warum eifert Ihr dann irgendjemandem nach?

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Ich bin jetzt in den Wechseljahren und finde ein neues Internet für mich. Zum Lesen und zum Schreiben.

Unglücklicherweise ist das nicht so arg leicht, denn ich habe nun mal jahrelang nichts anderes getan, als mich mit diesen Elternthemen zu befassen. Mal schauen, ob ich überhaupt etwas anders kann. Katzen sind übrigens keine Alternative. Die Kreativszene übrigens auch nicht, aus vielen (anderen) Gründen.

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Ich verweise an dieser Stelle gerne auf das Gärtnerinnen Blog, allerdings gibt´s da von mir auch eher wenig über den Garten zu schreiben, weil es ist ja schrecklich kalt da draußen. Meine Mitgärtnerin Vanessa ist aber unglaublich fleißig und besonders ihren “Blick in fremde Gärten”, den es immer freitags gibt, kann ich ihnen sehr ans Herz legen!

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Hier gibt es demnächst ein bißchen gesundheitliches Gejammere, den obligatorischen Jahresrückblick, ein bißchen Dies und bißchen das.

 

 

 

Was lange währt …

5. November 2014

Nachdem wir das Ersparte vor ein paar Jahren im Zuge der Eigenbeteiligung bei der Straßensanierung auf die Straße legten statt auf’s Dach, ist es jetzt endlich so weit: die Grüne Villa bekommt ein neues Dach. und weil das Gerüst sowieso schon steht, dürfen Maurer und Maler sich ebenfalls austoben.
Gefühlt seit einem Monat, tatsächlich seit einer Woche, twittere ich jeden Morgen die entzückenden Dialoge mit “meinen” Handwerkern, die mir im breitesten Rhoihessisch erklären, was sie so vorhaben. Irgendwann vorhaben. Das liest sich sehr vergnüglich und zwischendurch bin ich auch sehr amüsiert, meistens aber ist es doch eher anstrengend, immer wieder klarzumachen, dass ich die Chefin bin und die Bauleitung habe. Und dass ich es schon verstehe, wenn man mir Handwerkliches erklärt – ohne einen pädagogischen “ich erkläre es dem Kleinkind”- Ton anzuschlagen. Sowie dann der beste Vater meiner Kinder in Sichtweite ist, bin ich Luft.
Wirklich spannend wird es morgen, wenn der Dachdecker mit seinem Trupp anrückt. Mit dem Dachdeckerchef klappte die Verständigung bisher, mit dem Dachdecker, der letztlich bei uns arbeiten wird, ist das schon sehr schwierig.
Situation gestern: es klingelt.
Dachdecker und Maler stehen vor der Tür. Der Maler erklärt mir, dass der Dachdecker nicht wie vereinbart am Mittwoch kommt, weil Regen gemeldet ist. Ich schaue den Dachdecker fragend an, woraufhin der sich wiederum an den Maler wendet und diesem erklärt, dass sie Donnerstag kommen, “weil wenn do en Schutt kommt, des wollen die net.” Wollen wir nicht, richtig. Kann er mir gerne erklären, vor allem wenn ich direkt vor ihm stehe. Und den Maler informiere ich, denn ich habe die Bauleitung und koordiniere.

Ich könnte knallen vor Wut.

Seit wir in der Grünen Villa wohnen, haben wir schon mit sehr vielen Handwerkern zu tun gehabt. Von “ist ihr Mann da? Wann kommt er denn? Ich komme dann wieder!” bis “Ich weiß ja nicht, ob sie das verstehen!” über komplettes Ignorieren habe ich schon alles erlebt.

Wütend bin ich nicht nur auf die Handwerker. eigentlich bin ich noch wütender auf die Frauen, die dieses Verhalten füttern. Die das hilflose Weibchen geben, das sich um Kleidung, Frisur und Fingernägel sorgt und den Mann vorschiebt, der in den meisten Fällen ja genauso wenig Ahnung hat. (aber als Mann scheinbar mit Kernkompetenz geboren wurde.)

Ich wünsche mir sehrsehr, dass sich die Tochter niemals die Bohrmaschine aus der Hand nehmen lässt und dass der jüngste Sohn, der sich gerade Richtung Handwerk orientiert, angemessenes Rüstzeug in unserer Familie bekommen hat.

Noch zwei, drei Wochen dauert der Handwerkerspuk. Es ist laut, Hallentor und Haustür stehen ständig offen, ein Ohr und ein Auge habe ich stets beim Geschehen draußen, ich bin zunehmend erschöpft.
Aber in zwei, drei Wochen strahlt die Grüne Villa runderneuert und wird in diesem Winter nicht mehr das einzige Haus weit und bereit sein, auf dessen Dach wegen mangelnder Isolierung kein Schnee liegt.

Durchhalten, ey.

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Finale.

13. Oktober 2014

Blogs lesen ist ein bißchen wie das Schauen der Lieblingsserie.

Am Anfang ist man sich nicht so sicher, ob das jetzt wirklich eine gute Sache ist. Ist ja was Neues. Man kennt die Hauptdarsteller nicht, es gibt noch keine eindeutige Richtung, die Handlung ist verworren und holperig und überhaupt: eine weitere Serie? Wirklich? Muss das sein?

Aber man ist ja neugierig, bleibt dabei und liest weiter. Man will ja auch wissen, wie es weitergeht und allzu schlecht geschrieben ist es auch nicht.

Und wie die Serie ruckelt sich auch das Blog zurecht. Der Stil wird flüssig, die Inhalte witzig, manchmal klug, nachdenklich stimmend oder Stimmung aufhellend. Eine gute Mischung.

Spätestens bei der fünften, sechsten Staffel merkt man dann aber, dass es doch etwas bemüht ist. Den Serienautoren gehen die Ideen aus, das Blog wird seltener mit Inhalten befüllt und wenn, dann sind die einfach nicht mehr so locker-flockig. Gerüchte verdichten sich, dass die Serie dem Ende entgegen geht, eine weitere Staffel womöglich nicht gedreht wird, Hauptdarsteller steigen aus, das Thema verschiebt sich. Im Blog gibt es “tut mir leid, dass ich so lange nicht geschrieben habe”-Artikel. Und was man vorher verziehen hat, das nervt jetzt nur noch: die Werbeeinblendungen.

Wenn die letzte Staffel angelaufen ist, schaut man eigentlich nur noch, weil man eben immer schaut. Man will ja doch wissen, ob man was verpasst. Nach der letzten Folge der letzten Staffel wird einem dann noch mal warm ums Herz. Es war ja doch sehr schön. Und man hat alle so lieb und wäre es nicht großartig, wenn es noch ein bißchen weiterginge?

Aber es gibt ja immer wieder neue Serien.

Und ich?

Ich bin im Garten.