29. Juni 2012

bin ich in sechs Wochen froh, wenn die Schule wieder losgeht.
Heute aber sage ich nur: Strike! Letzter Schultag!
Sechs lange Wochen liegen vor uns, eineinhalb Wochen als komplette Familie. Immerhin :)

Zeugnisse gibt’ heute auch, jedenfalls für die älteren Kinder der Familie. Der Jüngste wechselt in die siebte (schon!) Klasse, da gab es das Zeugnis schon vor zwei Wochen. Alles fein, er und wir sind zufrieden. Die anderen Zeugnisse werden keine Überraschungen bieten, die Kindelein rechnen seit Wochen fleissig Notendurchschnitte aus. Der Große wird sich, wie immer, im Mittelfeld bewegen. (mit exzellenten Noten in seinen Lieblingsfächern) Die Tochter murmelte etwas von “nur vier Zweier”, was nur bedeutet, dass sie ein echtes Streberzeugnis heimbringt.
Sechs Wochen ohne Wecker, Hausaufgaben und Lerndruck. Haben alle drei verdient.

Und die Eltern auch.

26. Juni 2012

muss ich nur rasch meine Freude teilen.
Der Augenarzt bestätigte mir heute 100% Sehfähigkeit. Auf dem rechten Auge. Das linke Auge schafft nicht mal 5%, aber zusammen wäre ich ja bei überdurchschnittlichen 105%. Es lebe der Optimismus :)

Organisch ist alles in Ordnung, ein schönes, gesundes, rechtes Auge.

Mir fällt jedes Mal ein großer Stein vom Herzen, denn als quasi Einäugige habe ich oft Angst vor völliger Blindheit. Einmal zwang mich eine heftige Bindehautentzündung am gesunden Auge, dieses abzudecken, das war eine schreckliche Erfahrung. Ich glaube, der Sehsinn ist mir der allerkostbarste, vielleicht auch, weil er mir nicht so ohne weiteres zur Verfügung steht.

Aber weg mit den Ängsten, alles ist gut, ich bin nicht mal von Altersweitsichtigkeit betroffen. (wusste ich doch schon lange, dass ich jung bin :))

25. Juni 2012

zeige ich Ihnen jetzt viel zu viele Bilder und Sie gähnen hemmungslos bereits nach dem fünften Bild, weil die Handykamera zwar toll aber nicht perfekt ist und ich die Spiegelreflexkamera leider nicht dabei hatte. Doch die Gelegenheit war günstig, da in Dexheim.

Als nämlich im Rahmen der Verkaufsschau der Verbandsgemeinde auf dem stillgelegten Kasernengelände in Dexheim, den Anderson Barracks, die Besucherströme die Parkkapazitäten sprengten, wurden Zäune geöffnet und der Zugang zum sonst einigermaßen sorgsam verschlossenen  Gelände ermöglicht. 2008 zogen die letzten Soldaten ab, seit 2010 gehört das Gelände dem Bund, der ein Gutachten nach dem anderen erstellt. So lange wahrscheinlich, bis das gesamte Gelände völlig verfallen und zugewachsen ist und für einen symbolischen Euro vertickt wird.

1953 wurde die Kaserne eingeweiht, manchmal durfte man auf das Gelände. Ich war einmal dort, als auf dem Baseballfeld ein Flohmarkt stattfand. (und kaufte dort die allerersten OshKoshLatzhosen für die Kindelein)

Angeblich waren keine Atomwaffen stationiert, aber der Mythos lebt. Es gibt Raketenbunker, Panzer fuhren durch die Gegend und nach 9/11 gab´s eine Menge bewaffnete Menschen dort zu sehen.

Jetzt liegt alles brach.

 

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24. Juni 2012

gibt es nächstes Jahr auch wieder Spargel und Rharbarber. Trotzdem. Jedes Jahr an Johanni denke ich: “Mist. Vorbei. Ich habe nicht genug davon gegessen!”
Mit Erdbeeren ist es übrigens genauso. Die Zeitspanne, in der es wirklich leckere Freilanderdbeeren gibt, scheint von Jahr zu Jahr kleiner zu werden. In rosig-verklärter Kindheitserinnerung scheinen die Sommer damals immer sonnig und voller Erdbeeren gewesen zu sein.
Rharbarber haben wir eingefroren, denn im September und Dezember gibt es Lieblings-Rharbarber-Geburtstags-Wunschkuchen.

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Morgen beginnt die letzte Schulwoche! Die Schuljahre früher waren übrigens auch viel länger. Die Sommerferien auch. Und niemals regnete es.

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Als ich ein Kind war, durfte ich niemals bei Freundinnen übernachten. Oder Freundinnen bei mir. Wie das begründet war, weiß ich nicht. Aber ich erinnere mich gut, dass ich mir das oft wünschte. Ich wollte nämlich gerne, als echtes “Hanni und Nanni”-Kind, rauschende Mitternachtspartys feiern. (allerdings ohne die Medizin von Carlottas Großmutter)
Ich nahm mir vor, dass meine Kinder immer Übernachtungsgäste haben dürften, bzw. jederzeit auswärts schlafen dürfen. Und so kam es dann auch. Am Wochenende schwankte die Anzahl der am Küchentisch frühstückenden Kinder oft zwischen eins und fünf, manchmal sogar keins oder gar sieben. Bis heute hat sich daran nichts geändert, letzte Nacht zum Beispiel übernachtete ein Freund des großen Sohnes. Was sich allerdings geändert hat sind die Mengen der Lebensmittel, die bei solchen Gelegenheiten über den Tisch gehen. Drei Liter Milch und ein Blech Rharbarber-Baiser-Kuchen. Womit sich der Kreis dieses wertvollen Artikels schließt: ich hab dieses Jahr mal wieder zu wenig Rharbarber gegessen :)

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Auf nach Dexheim. Schauen, was heute Nacht geklaut wurde. Und kosten, wieviel Chlor im Wasser ist. Jippieh.

23. Juni 2012

hätte ich daheim eine Menge zu erledigen. Stattdessen sitze ich in Dexheim, in der ehemaligen Kaserne der längst abgezogenen amerikanischen Streitkräfte. Die Gewerbetreibenden der Verbandsgemeinde zeigen dort dieses Wochenende nämlich was sie so gewerben und treiben.
Frau Mutti zeigt allerdings nicht ihre zauberhaften Nähkunstwerke (übrigens: demnächst hier wieder in der Leiste am Rand zu finden, ich gebe natürlich Bescheid!), sondern vertritt den Niersteiner Weltladen.
Gestern haben wir aufgebaut, ein Glas Honig, ein Päckchen Kaffee und ein paar Kekse verkauft. Am Abend verstaute ich Krusch, Krempel und Lebensmittel unter dem Tisch, verließ das Gelände und vertraute auf die anwesenden Security-Menschen.
Heute morgen baute ich Krusch, Krempel und Lebensmittel wieder auf und stellte äußerst erstaunt fest, dass manch Mensch Arschloch genug ist, Kaffee und Honig zu klauen. Armselig.

Nun denn.

Für heute wünsche ich mir, dass das Wetter hält, viele interessierte Menschen den Stand besuchen und dass diese interessierten Menschen unseren Kaffee trinken, obwohl er einen Euro kostet. (bei den Landfrauen schräg gegenüber kostet er nur die Hälfte, ausserdem haben die prima Kuchen, wir nur trockene Kekse. Und Schokolade.)

Nachtrag: die Haupteinnahmequelle durch den Verkauf von leckerem, frischgekochtem Kaffee ist nun leider auch weggebrochen, da das Wasser leider ungenießbar geworden ist. Das THW hat ein bißchen zu viel Chlor hinein gekippt, so dass man sofort das Bedürfnis hat, in den Bikini zu klettern und ein erfrischendes Bad im Kaffee zu nehmen. Etwas schade, vorsichtig ausgedrückt.
Morgen nehmen wir unser Wasser von daheim in Kanistern mit. (die Landfrauen haben vorhin 45 Liter Kaffee weggeschüttet. Unfassbar.)

Es sieht übrigens gerade etwas schlecht aus, was die Entschädigung für geklaute Waren angeht. Und ja, wir waren nicht die einzigen, es wurde an verschiedensten Ständen geklaut und randaliert. Seufz.