Mittwoch abend,
30. April 2008
Frau … äh … Mutti überlässt das Haus den Gästen.
Schauen Sie gerne in den beinahe leeren Weinkeller, suchen Sie im Schrank über dem Backofen nach Chips (Sie werden eine halbleere Rolle Press-Chips finden und ein paar alte Salzstangen), schauen Sie in den Kühlschrank, aber dort sind auch nur ein Restchen Käse und drei Möhren drin.
Macht ja nix, Sie feiern ohne mich. Aber nicht zu wild, die Super-Nanny hat da ein Auge drauf ;-)
Ich bin mit drei großen Schüsseln beim Freund auf der Geburtstagsfeier.
In der ersten Schüssel ist ein Vanilleflammeri mit Himbeeren, dazu ein Krug Himbeer/Brombeersoße zum Drüberkippen, in der zweiten Schüssel ein Schokoladenflammeri mit zartbitteren Schokoraspeln und in der dritten Schüssel ein Karamelflammeri mit einer Kruste aus gehackten und karamelisierten Haselnüssen.
Mitbringsel
30. April 2008
Für die Wand im Nähzimmer. Oder doch lieber in die Küche?
(Danke Oma Eis!)
*****
der Hirsch hat seinen Platz gefunden und andere Grausamkeiten
gesperrte Bereiche
29. April 2008
in Blogs finde ich saudoof.
Passwortgeschützte Artikel beinhalten bestimmt intime Details, die nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen – aber warum dann überhaupt veröffentlichen? Und das Passwort auf Anfrage rauszurücken … verstehe ich einfach nicht.
Für mich ist Bloggen munteres Geschreibsel über alles Mögliche. Mal ernster oder gar ernsthafter, mal politisch, mal gelabert, mal gealbert. Mal zweckfrei, mal gern gelesen, mal zu kritischen Rückfragen anregend, mal angeberisch und meistens nur die Oberfläche und glatte Fassade des Bloggers zeigend.
Das lese ich gerne, da surfe ich immer wieder hin, solche Blogs landen in meinen bookmarks. In ein passwortgeschütztes Blog “eingeladen” zu werden führt umgehend zur Verweigerungshaltung. Da gehen die Igelstacheln hoch, denn wer nur eine ausgewählte Leserschaft hat, der hat fürchterliche Erlebnisse zu schreiben, übelste Probleme zu diskutieren oder jammert/lästert/schimpft über einen anderen Blogger. (So mault das Vorurteilsstimmchen in meinem Kopf.)
Völlig fuchsig macht mich übrigens, wenn ich in der Statistik sehe, dass ich in einem geschützten Beitrag verlinkt werde. Und ich diesen beknackten Beitrag nicht lesen kann. Ich arbeite noch am Drüberstehen.
Ich habe diese Funktion in meinem Blog auch und manchmal gibt es tatsächlich “sensible” Themen, die geradezu nach Passwortschutz schreien. Doch wem sollte ich denn ein Passwort geben? Der allerliebsten Freundin? Neee, die rufe ich lieber an. Dem besten Vater meiner Kinder? Klar, dann müssen wir uns nicht mehr unterhalten. Den anderen beiden Freundinnen? Ach was, Freitag morgen beim Kaffeeklatsch wird geredet. BloggerInnen, die ich schon lange kenne? Hm. Dann schreibe ich halt mal ´ne mail.
Und wenn ich wirklich beginnen würde, die Zwei-Blogleser-Gesellschaft hier einzuführen, nach welchen Kriterien würde ich auswählen? Nur Mütter? Nur Hausbesitzer? Gartenfachkundige? Katzenliebhaber? Normalgewichtige? Brünette? Menschen, die in der Lage sind, ohne Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler längere Artikel zu schreiben und dabei einigermaßen der deutschen Grammatik mächtig sind?
Und wie sag´ ich´s der blonden Katzenhasserin, die in der Wohnung ohne Garten wohnt, keine Kinder hat, übergewichtig ist, mein Blog schon lange begleitet und immer wieder wundervolle Kommentare voller Fähler schreibt? (“Du kriegst kein Passwort, weil … ja. Weil halt.”) Und woher weiß ich, dass die nette Bloggerin, die ich schon seit Jahren “kenne” nicht irgendwo ein klitzekleines anonymes Blog schreibt, in dem sie sich das Maul über mich zerreisst? Alles Axtmörder, die Blogger im Internet, das weiß man ja.
Ne, ne, die Sache mit den Passwörtern ist nicht die Meinige. Weder lesend, noch schreibend. Übe ich mich eben weiter in der Kunst, viel über nichts zu schreiben und dabei noch unterhaltsam zu sein.
:-)
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eine interessante, sehr schlüssige und ganz andere Sicht der Passwortsache lesen Sie bitte bei Frau Ami.
(Frau Ami, ich schwöre Stein und Bein, dass ich nicht wusste, dass Sie ebenfalls das Passwort-Gedöhns thematisieren. Ich kam gestern darauf, weil ich in einem von mir häufig besuchten Blog auf einen geschützten Beitrag stieß.)
Mütter
29. April 2008
werden nicht krank.
Und wenn sie es doch tun, dann sollten sie wenigstens einen besten Vater meiner Kinder haben, der mitleidig schaut, gestern abend zum Schlafen ausgewandert ist, heute früher heimkommt und Tee kocht. Und Haferschleim, falls es gar nicht besser wird. (was aber nur eine Drohung Richtung Krankheit ist)
(Der Virus marschiert durch den Körper und es besteht Hoffnung, dass er ihn morgen verlassen hat. Und niemand angesteckt wurde. Mailantworten müssen warten, denn der Kopf dröhnt und der Magen ist so flau. Bis morgen.)
Hippe community und die Mutti.
28. April 2008
Der Postbote brachte heute ein wirklich großes Paket, in dem sich mein Preis für dieses Spiel befand: “Cityspot, eine Tasche für 7 Tipps”
Also ein Täschchen der Marke logstoff.
Das besondere an diesen Taschen sind die mitgelieferten email-adressen, die das Einloggen in die hippe community zulassen. Frau … äh … Mutti tippte also ihren coolen logstoffnamen und das dazugehörige Passwort in die Eingabemaske und war damit “in”. Innovative Grußkarten kann ich verschicken, mit andern diskutieren, welcher logstoff-Typ ich bin oder wo das allerneueste, coolste event stattfindet.
Weia. Das ist ja so gar nicht meine Welt. Entweder bin ich zu alt oder irgendwelche platten Werbestrategien greifen bei mir nicht mehr.
Warum ich aber trotzdem hier mit URL und vollem Namen schreibe ist ganz einfach: ich darf zwei weitere Kandidaten werben, die jeweils sieben Highlights einer Stadt beschreiben und dafür mit einer Tasche belohnt werden.
Bewerbungen samt Vorschläge zur Bestechung bitte an meine email-Adresse. Zwei Taschen gibt es, mehr nicht. Und die sind nicht mal von mir genäht.
Wie die Taschen aussehen, aus welchen Material sie sind etc. steht natürlich auf der Homepage, die oben bereits verlinkt ist.
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noch eine Tasche wäre zu ergattern
vorbei.
Das große Kind
28. April 2008
will im Sommer mit dem Freund verreisen. Zwar “nur” ins Zeltlager, aber doch ohne die Familie.
Das große Kind ist ab heute abend Konfirmand, wird morgen abend die erste Konfirmandenstunde besuchen.
Das große Kind ist schon wieder gewachsen.
Kann es sein, dass die Zeit gerade rast? Wahrscheinlich ist übermorgen Weihnachten, nächste Woche stehen die ersten Mofas unten in der Halle und nächsten Monat fährt das große Kind sein greises Elternpaar Sonntag nachmittag zum Seniorentanztee. Und zieht in einem halben Jahr aus.
Stop! Das geht mir gerade alles zu schnell.
spät – aber immerhin
27. April 2008
80 Kartoffeln gesteckt, sechs wilde Brombeeren ausgegraben, alles für die Bohnen vorbereitet und der Wildnis ein weiteres Stück(chen) abgerungen.
Das alles in knapp drei Stunden, denn vorher hatte die Schwiegermutter zum Lammbraten geladen. Die Kidnelein beschlossen nach dem Essen nicht mit nach hause kommen zu wollen, sondern den Opa noch ein wenig in Schwung zu halten. So hatten der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib Zeit und Muse für den ach so üblichen Sonntagsspaziergang. Und ich stelle immer wieder fest: ich möchte nur noch hier wohnen. Also in der Grünen Villa. Der Heimweg führte uns nämlich durch das Neubaugebiet, in dem sicharchitektonische Kleinode befinden, die einem das kalte Grausen den Rücken hinunterjagen. Da wurden zwei Meter hohe Trennmauer aus Pflanzsteinen errichtet, die obligatorischen Thuja-, bzw. die viel moderneren aber nicht minder grässlichen Kirschlorbeerhecken gepflanzt und die Grundstücke sind so klein, dass man nur den Arm ausstrecken muss, um sich von der Nachbarterrasse ein Stück Kuchen zu klauen. Viele Häuser sind wirkliche Schmuckstücke … stünden sie denn in einem parkählichen Areal, umgeben von uralten Bäumen. Die Grundstücks- und Baupreise hier lassen aber nix anderes zu und ich freue mir ein Loch in den Bauch, dass wir solchens Glück mit unserer Grünen Villa hatten.
Feierabend für heute. Schade, dass nicht Samstag ist, noch ein paar Stündchen am Feuer würden einen weiteren perfekten Tag großartig abrunden.
Morgens um sieben
27. April 2008
ist die Welt noch in Ordnung.
Sonnenschein, die Kindelein schlummern noch selig, desgleichen der Ehegatte. Kaffee ist fertig, der Kater schnurrt auf dem Sofa und heute muss ich nicht kochen. Solch ein Leben!
Gartenparty … erste Panikattacken
25. April 2008
Der Mai rückt ja nun immer näher und da Frau … äh … Mutti diesmal nicht zwei Tage vor der Party mit der Grobplanung beginnen will, zerbricht sie sich jetzt schon das bezaubernde Köpfchen über dies und über das. Und über alles. Mit dem Ergebnis, dass sie völlig planlos aber hochmotiviert durch den Garten rast, hier aussreisst, dort umhackt, in zugewucherte Festungsgräben im naturnahen Teil des Gartens (der zum Spielen, Buddeln und Fallen bauen freigegeben ist) stolpert, sich eine fiese Muskelzerrung am linken Oberschenkel dabei zuzieht und viel zu viele Ideen hat, was noch alles Tolles gezaubert werden könnte. Und merkwürdige Schachtelsätze schreibt.
Die größte Sorge ist tatsächlich nicht aus der Welt zu räumen: das Wetter. Sollte das Wetter nicht so sein, wie es an einer Gartenparty sein muss, dann ist das richtig schlimm. Denn eine Gartenparty gehört nun mal in den Garten und nicht in Haus und Halle. (und ca. zwanzig Kinder in Haus und Halle jagen mir mehrere Angstschauer über den Rücken) Bitte essen Sie alle Ihre Teller ordentlich leer und richten Sie Bitten und Gebete und Drohungen an die zuständigen Wetterstellen. Ich erinnere mich sehr gerne an das letzte Jahr, als ich im sanften Nieselregen Kissen und Tischdecken im Freien verteilte und dabei leise vor mich hinweinte. (aber dann wurde es ja ganz wunderbar)
Der Garten wird übrigens sehr voll. (Haben Sie in letzter Zeit mal auf die Gästeliste gesehen?) In einem nicht ganz so lichten Moment habe ich den Kindelein erlaubt, ebenfalls Gäste einzuladen. Das taten diese dann auch fleissig, ich möchte sagen: übereifrig. So werden also auch einige mehr oder weniger stark pubertierende Jungs zombiegleich* durch den Garten streifen, zusammen mit einigen sehr kichernden und sich bisweilen anzickenden Mädchen. Obendrauf ein paar kleinere Jungs, die das “Baumhaus” des jüngsten Kindes wahrscheinlich erbittert gegen die Stürmung diverser anderer Gastkinder verteidigen werden. Das wird alles sehr spassig werden. Bestimmt. Hoffe ich. Pflaster habe ich immer im Haus, genauso wie Kühlpäckchen in vielerlei Größen.
Das Geschirr-, Besteck- und Gläserproblem habe ich einigermaßen im Griff, nachdem ich beschlossen habe, dass Menschen unter sechzehn Jahren aus Plastikbechern** trinken, von Plastiktellern** essen und die Grillwürstchen ohne Besteck, einfach nur ins Brötchen gesteckt, essen müssen. Das hat letztes Jahr auch geklappt. Zur Not sind einige Pappteller von irgendeinem Schulfest übrig und ca. fünfhundert weiße Plastikröhrchen, die aber keine wirklich große Problemlösung bieten. Die beiden Freundinnen aus der Nähe werden den Inhalt ihres Geschirrschrankes als Eintrittskarte mitbringen müssen. Wäre es nicht so verflixt teuer und könnte man es irgendwie in unseren Garten schaffen, würde mich ein Geschirrmobil ernsthaft in Versuchung führen.
Hingegen überhaupt kein Problem sind Sitzgelegenheiten. Zwar gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Gartenstühlen und -bänken, auf die Hollywoodschaukel passen auch nur drei Erwachsene, doch wir gedenken aus Hohlblocksteinen und Dielen ein paar lauschige Sitzgelegenheiten an verschiedenen lauschigen Gartenplätzchen zu bauen. (erwähnte ich schon, dass unser Garten doch nicht sooo groß ist, wie ich immer beim Jäten denke?)
Eine weitere Schwierigkeit … sind die Parkgelegenheiten. Die gibt es nämlich fast nicht. Ich werde zwar die gesamte Nachbarschaft vorwarnen, bzw. vorsorglich einladen und gleichzeitig darum bitten, dass sie an diesem Tage ihre Autos bitte im eigenen Hof parken möchten. Oder vielleicht einfach nur woanders. Die Gäste, die sowieso in Nierstein übernachten, brauchen ja nicht mit dem Auto vorzufahren. Die anderen, die an diesem Tag anreisen, sollten vielleicht mal “Sportplatz Bachgasse” in ihr Navi oder in den Routenplaner werfen. Dort zu parken ist ganz geschickt und ich bete, dass an diesem Tag kein Turnier stattfindet. Vom Sportplatz-Parkplatz aus muss nur der Fabrikpfad entlang gegangen werden, dann sieht man links, am Ende des “Pfades”, schon die Grüne Villa.
Apropos “Grüne Villa”. Sie erwarten bitte nicht ernsthaft eine Villa mit parkähnlichen Außenanlagen. Das tun Sie bitte nicht. Ok?
Ich glaube, ich habe so eine Art Lampenfieber.
* wie Statisten aus “Shaun of the Dead” . Eine romantische Komödie. Mit Zombies.
** alleredelstes IKEA-Geschirr, Sie wissen schon, das bunte, mit den Tellern in Blumenform
glitschig, schleimig und schon mal gegessen
25. April 2008
so sieht es aus, das Rhabarber-Flammeri. Nachdem ich wilde Assoziationen zur kotzenden Tochter der Freundin, die uns heute morgen den Kaffeeklatsch abwechslungsreich und bisweilen etwas hektisch gestaltete, niedergekämpft hatte, wagte ich eine Kostprobe.
Es schmeckt fein sauer, fühlt sich aber auf der Zunge schon ein bißchen merkwürdig an. Wiederum spontane Assoziationen in Richtung bronchialer Infekt, gut ablösend. Lag wahrscheinlich daran, dass es noch lauwarm war.
Wahrscheinlich schmeckt es allerköstlichst, wenn man noch eine Vanillesoße dazu zaubert, was ich umgehend tun werde.
Das Rezept für gruselfreie NachkocherInnen :-)
500g Rhabarber (aus eigenem Garten, aus befreundetem Garten, geklaut oder gekauft)
125g Zucker oder Apfeldicksaft (ich hatte nur Zucker im Haus)
250ml Wasser
50g Speisestärke
250ml Apfelwein oder Apfelsaft (ich nahm den Saft)
1 Eigelb
1 Eiweiß
Rhabarber waschen, evtl. schälen und in kleine Stückchen schneiden. Diese mit dem Zucker/Dicksaft und dem Wasser kochen, bis sie genau richtig sind. In der Zwischenzeit die Speisestärke mit dem Eigelb und dem Saft/Wein verrühren. Das Eiweiß zu sehr steifem Schnee schlagen. Die Platte abdrehen (oder das Gas abstellen), das Speisestärkengemisch langsam und dabei ordentlich rührend in den Topf gießen. In der Nachwärme ein bißchen ziehen lassen. Im Idealfall steigt das Gebräu ein wenig hoch. Tut es das nicht, schmeckt es trotzdem.
Das Flammeri in eine Schüssel umfüllen und den Einschnee beherzt unterrühren.
Fertig.
Guten Appetit.

