Frau … äh … Muttis Jahresrückblick. Outtakes und Bilder ohne künstlerischen Anspruch, wie jedes Jahr.

(vgl. Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV und Teil V)

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Kaum …

30. Dezember 2010

kann sie wieder kriechen, die Mutti, schon fährt sie in die Stadt und gibt viel, viel, VIEL Geld für ein neues Zeitfresserchen samt Material dazu aus.

Nach Weihnachten bummeln zu gehen ist übrigens deutlich entspannter als die Tage davor.

Jetzt: völlig erledigt.

Kind vs. Katze

29. Dezember 2010

Die Cousine der Mutter der allerbesten Tochterfreundin und ihr Lebenspartner haben sich gegen Kinder entschieden. Nicht weil sie Kinder allgemein ganz grauenhaft finden oder fürchten, irgendwelches mieses Erbgut weiterzutragen oder den finanziellen Ruin vor Augen haben. Sie wollen einfach keine Kinder. Punkt.

Stattdessen haben die beiden zwei Katzen. Keine vermenschlichten Katzen mit Schleifen zwischen den Ohren und Petersiliesträußchen an Leberpaté auf Porzellanschälchen mit Goldrand. Normale, nur ganz leicht übergewichtige, Katzen.

Ich weiß nicht mehr, wie es begann und warum, doch mittlerweile ist eine Art “Vergleichsliste” entstanden. Was hat mehr Vorteile/Nachteile: Katzenhaltung oder Eltern sein?

Soll ich Ihnen was sagen? Die Katzenhaltung hat eindeutig mehr Vorteile. Wenn man vom ständigen Haaren und den mitgebrachten, halbverdauten Mäusen absieht. (andererseits: Kinder verstreuen gerne halbe Sandkästen im Wohnzimmer und was ich schon in Hosentaschen gefunden habe, kann mit halbverdauten Mäusen mithalten) Katzen kann man allein lassen, sie brauchen keine teuren Schulbücher, betteln notfalls bei den Nachbarn um Futter, können sich ganz toll und ohne Aufforderung selbst sauber halten,  schlafen freiwillig und gerne und lassen sich auch dann noch knuddeln, wenn sie in der Pubertät stecken.

Der größte Vorteil in der Katzenhaltung allerdings besteht darin, seinen dreissigsten Geburtstag mal eben drei Wochen lang auf Hawai zu zelebrieren. Ich hab sie ja schrecklich gern, die hinreissenden Bestien, aber ganz ehrlich, dieser andere Lebensenwurf … der hat auch seine Reize, ich würde sogar noch auf die Katze verzichten.

Ein letztes Mal

28. Dezember 2010

Viren/Bakterien-Content, denn: Das Ergebnis der Blutuntersuchung ist doch sehr erfreulich. Ich bin quasi gesund, sagt das nämlich. Von Pfeiffer weit und breit keine Spur, es war ein Virus ohne populären Namen. “Nächstes jahr stehen Sie wieder senkracht!”, versprach Dottore und allein die Aussicht darauf sorgt für ein deutlich verbessertes Wohlbefinden. Heute also noch ein ausgiebiges Mittagschläfchen und heute abend ein Besuch beim Geburtstags-Schreinerfreund. Denn ansteckend bin ich ja nicht.

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Ich beantrage übrigens die Verländerung der Adventszeit. Iregndwie ist die dieses Jahr an mir vorbeigehüpft, hat nur kurz glitzernd gewunken und sieht jetzt schon wieder staubig aus. Und nadelt.

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Die Rubrik “Kaffeesätze” muss umbenannt werden, denn seit drei Wochen trinke ich keinen Kaffee mehr. Zuerst konnte ich nicht, weil gar nichts runterging. Dann wollte ich, konnte aber nicht, weil alles zurückkam. Dann wollte ich, aber r schmeckte mir nicht. Dann ließ ich es und überbrückte fiese Entzugserscheinugen, die in Form von hämmerndern Kopfschmerzen auf mich eindroschen, mit einem halben Glas Cola. Und jetzt trinke ich eben einfach keinen Kaffee mehr. Stattdessen eben Tee. Kräutertee, Rooisbostee und eine anderer Sorte Kräutertee. Gestern dachte ich, wie schade es ist, dass ich jetzt im Sommer keinen Eiskaffee mehr trinken kann. Aber das ist ja Quatsch, weil mir ja niemand den Kaffee verboten hat. Er schmeckt mir einfach nicht mehr und das scheint sich tatsächlich auch nicht zu ändern, obwohl mir Freunde dauernd sagen “Das kommt schon wieder”.

Den Kaffeeklatsch gibt es natürlich weiterhin und morgen werde ich die Liste aktualisieren. Geduld bitte.

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Die erste Staffel “Friends” habe ich durch und ich möchte jetzt bitte auch sofort jung und attraktiv sein und mit meinen immer witzigen Freunden zusammenleben. Habe heute nacht sogar von Chandler geträumt. Und von einem Wildschwein, das aber nicht in der Serie vorkommt.

(Woah! Die Klamotten! Kaum zu glauben, dass das doch erst 15 Jahre her ist.)

Schneespaziergang am Morgen,

27. Dezember 2010

trotzdem Kummer und Sorgen.
Mit dem Gesunden, das wird in diesem Jahr nichts mehr. Nach dem Virus hat sich nun eine Bakterie eingenistet und die legt mich natürlich weiterhin lahm. Immerhin kann sie wenigstens mit Bakterientod bekämpft werden, was bei meiner derzeitigen Immunabwehr aber höchstwahrscheinlich zu einem Pilzbefall führt.
Dottore nahm heute morgen dann doch noch rasch Blut ab, um zu schauen, ob es der Pfeiffer mit drei F ist, der mich da so lahm legt. Wobei das eigentlich völlig wurscht ist, wie der Virus heisst, denn an Sport oder auch nur ein Schneespaziergang ist nicht zu denken. Mein Herz jedenfalls ist von Virus nicht entzückt und versucht ihm mit wilden Galoppsprüngen zu entkommen. Hoffentlich gewöhnt es sich das wieder ab, demnächst ein Langzeit-EKG und dann sehen wir weiter. Und bis dahin … Ruhe. Und schonen. Mein Hintern ist platt vom vielen Sitzen auf dem Sofa. Immerhin gab’s die große Sammelbox “friends” vom Christkind, so dass ich mir zum platten Hintern auch noch rote Fernsehaugen holen kann.
Weihnachten war übrigens schön. Statt opulenter Fleischmahlzeit, hatte ich mir eingeredet, würde eine Lasagne deutlich weniger Arbeit machen. Dem war zwar nicht so, aber das ist ja dann auch egal.
Weil Sie evtl. Nachfragen: der Große, der ja bekanntlich alles hat, bekam Kletterschuhe und einen Kletterhelm. Und weil er ja so groß ist, ein Deckbett in Überlänge samt dreier dazu passender Bettbezüge. Anfangs schien er ob des ungewöhnlichen Geschenkes, das weder über einen USB-Anschluss verfügt und deshalb definitv nicht an den Computer anzuschließen ist, noch sonstiger elektronischer Schnickschnack ist, etwas irritiert, vielleicht sogar enttäuscht, doch bereits nach der ersten Nacht mit großem Deckbett war er sehr begeistert.
Die Tochter ist nun stolze Besitzerin einer Stereoanlage. Also so nannte man diese Dinger früher. Ich bin mir nicht sicher, wie der Fachbegriff heute dafür ist. Das Ding kann jedenfalls CDs und MP3s abspielen und ist mit dem iPod kompatibel, den sie im Mai zur Konfirmation bekommt. Ausserdem bekam sie zwei Bücher, was uns etwa vier Tage lang die Tochter rauben wird. Und eine Jahreskarte für die Kletterhalle.
Der Jüngste bekam Lego und ein Wii-Spiel, einen neuen Wamderrucksack und eine völlig unnötige, aber sehr witzige Stirnlampe. Für heimlich-nach-Licht-aus-im-Bett-Leser.
Alle zusammen bekamen ein sechzig Meter langes Kletterseil samt passender Tasche.

Mein Weihnachtsgeschenk (und Geburtstagsgeschenk) steht noch im Mainzer Pfaffladen und wartet geduldig auf mich.

Nach Krankheitscontent und Geschenkeprahlerei fehlt jetzt eigentlich nur noch das Wetter: Schnee! Ganz wunderbar – für unsere Verhältnisse – VIEL Schnee. Und da der beste Vater meiner Kinder Urlaub hat, können wir uns einfach darüber freuen, statt besorgt auf glatte Straßen zu schielen.

An dieser Stelle herzlichen Dank für die schöne Weihnachtspost, die in die Grüne Villa flatterte. Und für die vielen virtuellen Adventskalender, deren einzelne Türchen ich stets mit Spannung erwartete und öffnete und wenn’s was zu gewinnen gab, hab ich meistens schon vor der riesigen Masse an Kommentaren resigniert, ich Pessimist. Danke für Stickfreebies und Kartenvorlagen und für Tausende von Anleitungen, Tutorials und Ideen für’s nächste Weihnachten. Bis dahin habe ich sie zwar alle wieder vergessen, aber noch habe ich mir viel vorgenommen, für nächstes Jahr. Weil dann bin ich auch wieder gesund:)