Frau … äh … Muttis Jahresrückblick. Outtakes und Bilder ohne künstlerischen Anspruch, wie jedes Jahr.

(vgl. Teil I, Teil II, Teil III, Teil VI)

 

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Weihnachtsbasteleien

20. Dezember 2011

Dieses Jahr ist mir äusserst bastelig zumute, in der Vorweihnachtszeit.

Abends gehe ich ins Bett und freue mich sehr auf den nächsten Tag, an dem viele hübsche Dinge entstehen werden, die die Grüne Villa in ein lauschiges, festlich geschmücktes Nest verwandeln werden.

Morgens stehe ich auf und bin müde+mürrisch, weil ich vor lauter tollen Plänen viel zu spät geschlafen habe.

 

Manchmal bastelt mir aber meine Kaffeemaschine schon etwas Hübsches und dann kommt die Motivation schon wieder. (erkennt noch jemand außer mir das Katzengesicht im Kaffee? Oder ist es wie mit dem Toastbrot, auf dem angeblich das Antlitz Jesu zu sehen ist, das für mich aber wie ein … naja … verbranntes Toast aussieht?)

Für den bisweilen sehr durchgeknallten Ringelfranz kann es nicht genug Beschäftigung geben und nachdem ich ihm sehr streng verboten habe, die Weihnachtsdeko zu plündern (so lange wir im Zimmer sind), muss Abwechslung, Spiel, Spaß und Spannung her. Und Zeug, dass er unter den Schrank schubbsen kann. Ein Katzenindiaca zum Beispiel:

Zwei Stoffkreise bis auf eine Wendeöffnung zusammennähen, umstülpen, eine leere Taschentuchverpackung für den Knistereffekt und ein bißchen Füllwatte reinstopfen, zwei Federn für den guten Flug in die Wendeöffnung stecken und einmal beherzt um das Indiaca drumherum nähen, dabei die Wendeöffnung schließend.

Fertig. Glückliche Katze. (wahrscheinlich könnte man auch noch ein bißchen Katzenminze rein, um die Katze noch glücklicher zu machen)

Die schnelle Deko zwischendurch, vielleicht dann, wenn gerade Kaffeegäste mit am Tisch sitzen und die Hände so unbeschäftigt sind … der Klassiker: Nelken in Orangen. Hübsch orange, gut duftend und wenn man sie aufhängt, werden sie nicht von ähnlich farbigen Katzen als Fußball missbraucht.

Und dann entdeckt ich im www diese wunderschönen Papierkugeln.

Will ich haben, muss ich machen, kann ja so schwer nicht sein.

Ist es auch nicht, nur ein bißchen friemelig und man braucht Geduld beim Ausschneiden der einzelnen Elemente.

Hier habe ich sie gefunden: How about orange. Schauen Sie sich ruhig mal um, in diesem zauberhaften Blog. Töchterlein und ich sind papierballinfiziert und werden sämtliche Geschenke für die Menschen ringsrum damit schmücken.

Falls ich vor lauter Bastelwut (Aufräum- und Putzwahn) nicht mehr zum Bloggen komme, wünsche ich schon mal ganz vorsorglich ein

Viel lieber wünsche ich normalerweise glückliche, entspannte und fröhliche Weihnachten, aber das waren viel zu viele Buchstaben für diese fisseligen Stempelkissen ;)

Wir lesen uns hier wieder “zwischen den Jahren”, denn mein obligatorischer Jahresrückblick (egozentrisch und narzistisch) steht noch aus. Feiern Sie, essen Sie gut, schenken Sie und lassen Sie sich beschenken und fahren Sie diese ganzen Erwartungen drei Nummern runter, kein Mensch feiert Weihnachten so wie die im Werbefernsehen.

Die Idee,

20. Dezember 2011

den roten Kater in angewidert-skeptischer Pose beim ersten Gang durch den Schnee zu photograpieren, kannich getrost als gescheitert betracht.

Husch – und weg war er. Ist ja kein Feigling.

(und jetzt liegt er an der Heizung und schnurrt die Pfoten warm)

Jetzt aber:

18. Dezember 2011

Entspannung pur ist angesagt. Alle Weihnachtsgeschenke sind besorgt, die Weihnachtsessen-Generalprobe verlief zufriedenstellend (muss nicht eigentlich die Generalprobe fürchterlich schief gehen, um eine rauschende Premiere zu garantieren? Egal.). Einzig ein hübscher Baum fehlt noch, der zieht am Donnerstag ein.
Der beste Vater meiner Kinder schlug vor, den Baum direkt auf den Wohnzimmerboden zu legen, ohne den Umweg Christbaumständer und katersicherer Fesselungsversuche an der Wand. Die neuen, glitzerbunten, katzenfesten Plastikglitzerkugeln könnten wir einfach lose auf den liegenden Baum schmeissen, spart uns und der roten Ratte viel Arbeit und Nerven. Ich habe diesen Vorschlag abgelehnt, werde aber womöglich demnächst zugeben, dass er gar nicht so schlecht war.
Wir hatten übrigens als die Kindelein noch klein und niedlich waren niemals einen kindersicheren Baum mit Plastikkugeln. Auch nicht für die anderen Katzenteenager früher im Haus. Alles neu macht der Franz.

*****

Die Sache mit den Geschenken hat mich bis in meine Träume verfolgt, denn ich träumte, dass mir eine alte Bekannte eine komplette Badsanierung schenkt. Fand ich im Traum sehr toll und ich ließ sie machen. Vom Ergebnis war ich dann aber wenig angetan. Waschbecken, Badewanne und Toilette waren aus einem Abrisshaus und in sehr schmuddeligem Zustand (haben Sie sich im Traum schon mal geekelt?), dafür musste man zur Toilette über eine kleine Trittleiter klettern. Über dem Waschbecken hing ein fünftüriger Spiegelschrank, für jedes Familienmitglied eine Tür. Auf jeder Tür das Porträt eines Familienmitgliedes eingeätzt. Die Bilder habe sie meinem Blog entnommen, teilte mir meine Badgestalterbekannte mit, und weil kein Bild vom besten Vater meiner Kinder zu finden sei, habe sie eben ein Bild von Chakotay genommen.
Ich erwachte sehr aufgebracht umd war sehr erleichtert, als ich mein Bad in altem Zustand vorfand. Traumdeuter vor! Will Frau … äh … Mutti insgeheim eine Affäre mit indianischen Raumfahrern oder ist ihr Wunsch nach einem Spiegelschrank doch größer als bisher vermutet? Oder ist ihre Sorge, dass das geheimnisumwobene Familiengeschenk, von dem der beste Vater meiner Kinder spricht, eher groß, weil sie keine leise Ahnung hat, um was es sich handeln könnte? Ein Urlaub auf den Seychellen ist es nicht, versichert der beste Vater meiner Kinder glaubhaft. Was bleibt da noch?

*****

Nur noch drei Tage Schule! Hurra!

klein, spitz, weg

15. Dezember 2011

Neulich schrieb ich über das turbulente Leben mit Unterfadenspulen, heute könnte ich diesen Text ungefähr so abtippen, aber die Unterfadenspule durch die kleine Stickschere ersetzen. Die tut nämlich alles dafür, dass meine letzten Nerven reißen (weil die sind beim Sticken sowieso äusserst angespannt). Entweder ist sie weg oder sie liegt da, wo ich sie nie hingelegt habe. Falschrum, so dass ich in die Spitze greife.

Da fällt mir nebenbei ein: wenn Sie ein Stück gekauft haben, das von mir gefertigt wurde, sind die Chancen groß, dass sie daran genug Genmaterial finden, um mich zu klonen. An irgendeinem Arbeitsgerät verletzte ich mich nämlich immer.

Manchmal schneidet sie auch beim fünften Versuch nur einzelne Fasern des Stickfadens durch, manchmal schneidet sie messerscharf – wie sie soll – den Faden, der nicht soll.

Wenn sie mal runterfällt, was sie eigentlich auf gar keinen Fall darf, ich weiß, dann landet sie immer im Mülleimer. Unweigerlich. Und meistens ist der Mülleimer voll mit vielen Stofffetzen, die wiederum mit halbstumpfen oder zerbrochenen Sticknadeln vermischt sind. Darin etwas zu suchen macht genauso viel Spaß, wie einen Kaktus zu streicheln. Vielleicht ist es auch umgekehrt: so wie der Mülleimer voll ist, springt die Schere hinein. Ich würd´s ihr zutrauen.

 

*****

Vielleicht isse ja nicht hinterhältig, sondern einfach nur genauso urlaubsreif wie ich, die Stickschere. Aber ein bißchen Einsatz muss sie noch bringen, denn die letzten Weihnachtsgeschenke sind in Arbeit. Ausserdem versuche ich mich derzeit an diesen fuddeligen Stempelkissen, die die Klecksefrau sich ausgedacht hat, um Begehrlichkeiten zu wecken und mich in den Wahnsinn zu treiben. Das Sticken geht ja fix, das Wenden dank hilfreichem Video auch, doch das Schließen der Wendeöffnung ist nicht für ungeduldige Menschen gemacht. Und Oma Eis hat heute nach dem zwanzigsten Kisschen die Nadel geschmissen. Verständlich. (vielleicht kann man die Dinger auch einfach offen lassen und Fingerpüppchen drausmachen?!

(Fertiges zeige ich dann demnächst mal)

 

*****

 

Neues vom Franz gefällig?

Ein völlig entspanntes, gelassenes Katertier. Immer noch.
Er rast durch´s Haus, springt lässig vom Sofa zum Sessel, was eine Entfernung von gut drei Metern ist, hüpft einen Meter hoch und schlägt Saltos. Eine echte Zirkuskatze.
Das Prinzip der Katzenklappe hat er endlich kapiert, weswegen wir endlich die Küchentür energiesparend wieder zuklinken können. (in der Küchentür ist eine Klappe) Wäre er zwei Kilo schwerer, wäre es aus mit den Energiesparmaßnahmen, er springt nämlich zur Türklinke. Wenn er ausgewachsen ist, wird es keine geschlossenen Türen mehr für ihn geben. (derzeit wiegt er niedliche zwei Kilo, der dicke Martin schafft 5,5 Kilo “er ist eben untersetzt”, sagt die Tierärztin zum Kugelkater)

Franz hört auf seinen Namen und kommt angeflitzt, wenn er gerufen wird. Bisher hat er nur wenige, kurze Ausflüge nach draußen gemacht. Da er eher dünnes Fell hat, macht ihm das wahrscheinlich nur halb so viel Spaß wie dem dicken Plüschkater Martin. Ansonsten ist er topfit, hat keine Würmer mehr, ist komplett durchgeimpft und hat keinen Durchfall mehr. Diese Information für die ewig besorgten Leser hier :) Im Februar wird er kastriert, denn nicht nur, dass es genügend (ungeliebten) Katzennachwuchs gibt, die Tierärztin und ich sind uns einig, dass er Streunertendenzen hat und die lassen sich womöglich damit abmildern.

 

(Franz. Ich hätte ihn heute verschenkenverkaufenertränkeneinsperrenandieDeckenageln können, weil er war, wo er nicht sein sollte, klaute, was er nicht haben durfte und in sämtliche Körbe sprang, die er finden konnte. Egal, was drin war: frische Wäsche, jede Menge Post, Genähtes und Schnickeldizeugs, das auf Zusammennähen wartet. Und kurz bevor ich völlig Ausflippen konnte, rollte er sich zusammen, streckte rosa Pfötchen in die Luft und schlief schnurrend ein. Soll einer behaupten, Katzen wüssten nicht, was sie tun.)

 

Urlaub.

14. Dezember 2011

Hätte ich gerne. Hat man ja aber nie, so als treusorgende Hausfrau und Mutter. Statt also zu urlauben und mich irgendwo am sonnigen Strand tiefbräunen zu lassen, schalte ich abends um sechs mein Heizdeckchen im Bett an, um dann eine halbe Stunde später in ein muckelig-warmes Bett zu kriechen. Statt attraktiver halbnackter Männer am Strand schau ich die drittel Staffel ER, statt Cocktails mit Obstspießchen gibts Tee und eine Schüssel Apfelstückchen und Mandarinenschnitze. Und statt blendendem Sonnenschein gibt’s ‘ne Unwetterwarnung für die Gegend, Gewitter und orkanartige Sturmböen. Nicht mal mein Alternativ-zu-Sonne-Wetter: Schnee. Noch zehn Tage bis Weihnachten, streng dich an, Petrus.

Und streng Dich an, Mutti, denn Weihnachtsgeschenke gibt’s bisher noch nicht. Nicht mal Ideen, dafür eine Menge wunschlos-glücklicher Kinder, die aber dennoch mit traurigen Gesichtern unterm Baum säßen, nähme man sie wunschlos-glücklich beim Wort. Samstag wird es deshalb den obligatorischen Vorweihnachtsbesuch in der Landeshauptstadt geben, um doch noch drei, vier Sächelchen zu finden, die sich einpacken lassen.

Selbstgenähtes, Gebrautes, Gebackenes soll es auch noch geben, aber dafür habe ich ja noch eine ganze Woche Zeit, genauso wie für die Weihnachtskarten, die ich am Unicef-Stand einkaufte, voll hehrer Vorsätze, dieses Jahr wenigstens gekaufte Karten zu verschicken, nachdem das mit den Selbstgeklöppelten zeitlich sowieso nie hinhaut. Erste Weihnachtskarten sind hier bereits eingetroffen und ich ziehe meinen Hut ob so viel Organisationstalent. (vielleicht sind das ja aber auch die Karten, die für letztes Jahr bestimmt waren und die sich jetzt einfach eingeholt haben :))
Das Schreiben der Weihnachtskarten ist übrigens kein Problem, aber das Finden der Adressen ist eine wirkliche Herausforderung. Ich führe nämlich, obwohl ich es mir immer wieder vornehme, kein Adressbuch, sondern sammele beschriebene Papierfetzen, die ich da hinlege, wo ich sie garantiert wiederfinde. Das sind verschiedene Stellen im Haus und eigentlich wäre die Stelle, wo die Schokolade im Kühlschrank liegt die allersicherste. Sollte ich die Adressetatsächlich alle gefunden haben, muss ich mich einem weiteren, etwas “komischen”Problem widmen: wer bekommt welche Karte. Dieses Jahr habe ich Karten mit verschiedenen Motiven, allesamt äusserst reizend gestaltet und dennoch passt nicht jedes Motiv zu jedem potentiellen Empfänger, bilde ich mir ein. Der Watzlawick in meinem Kopf erzählt mir nämlich, dass der Wefihnachtskartenempfänger mit falschem Weihnachtskartenmotiv unweigerlich verwundert nachfragen wird, warum er genau dieses Motiv geschickt bekommen hat und von Stund an kein Wort mehr mit Frau Mutti sprechen. Doch, doch, ich weiß schon, dass das ein bißchen … schrullig … ist. Mir persönlich isses nämlich völlig Wurscht, welches Motiv die Karte hat, ich freu mich, wenn ich überhaupt eine kriege. Und dann ist da auch noch das Problem, dass mir viele Motive zu gut gefallen un dich sie deshalb erst gar nicht verschicken will, sondern lieber irgendwann, wenn ich mal Platz und zufällig eine grüne Wand, dort aufhängen will. Die Versuchung, die Wände im Wohnzimmer schnell weihnachtlich zu streichen ist kurz da, wird aber in den allerseltensten Fällen tatsächlich umgesetzt.

Sie fragten nach der Top Ten der Spiele in der Grünen Villa. Auf der Wii seit einigen Jahren immer wieder, immer noch: Lego Star Wars. Kororinpa und die Raving Rabbits. Am Computer Minecraft, auf dem iPad Monkey Island und Plants vs. Zombies. Auf dem Tisch Allhambra, Zug um Zug, Verflixxt, das gute, alte Catan und Monopoly, früher öfter auch Niagara. Unterwegs die Klassiker Skip-Bo, Kniffel, Uno und Wer würfelt den gröten Clown. Es gibt eine Menge mehr Spiele, sowohl für diverse elektronische Geräte als auch “analog”, die oben aufgeführten sind die eindeutigen Favoriten.

Sonnenschein statt Gewitter. Das Wetter hat die Meldungen nicht gehört.

Du malst – ich lache.

13. Dezember 2011

*** Werbepause ***

 

Frau … äh … Mutti hat ein kleines, feines Testpaket geschickt bekommen. Drin waren das uDraw Gametablet für die Wii und passende Spiele.

Treue Leser erinnern sich: Frau … äh … Mutti war einen Tag lang Binzessin und deshalb durfte sie an diesem Tag auch bestimmen.  Und ihr allergrößter Wunsch war es, mit den anwesenden Geburtstagsfrühstücksgästen “Disney Prinzessin, bezaubernde Geschichten” mit dem uDraw Gametablet zu spielen. Irritierenderweise wurde ihr dieser Wunsch glattweg ausgeschlagen und stattdessen das dem Tablet beiliegende uDraw Studio eingelegt.

 

Herr Skizzenblog durfte als erster, weil er war am Ungeduldigsten. Während er malte, pardon zeichnete, tranken wir noch ein Schlückchen Sekt und lauschten dem Gezetere vom Sofa. ” … ist das unpräzise … Stift angebunden, das ist ja ein no-go … najaaa, das ginge auch besser”

Logisch, es ist ja auch ein Spielzeug und eben kein Grafik-Dingsbums, mit dem man sich seine Brötchen verdienen kann. Ein stabiler Stift, der mit dem Tablet verbunden ist, dieses Controllerdings von der Wii wird in das Tablet geklemmt und das Tablet hat eine gute Größe, nicht zu klein und fuddelig, aber auch nicht zu unhandlich.

Dem Gezeter nach hatte ich ein schiefes Strichmänchen erwartet, aber … klar. Er kann´s eben, der Herr Skizzenblog:

(sehr beeindrucktes “Oh! Ah!” der anwesenden Menschen.)

(Versteht sich von selbst, dass er nicht zufrieden war.)

Und jetzt die olle Mutti. Weil wer nähen kann, kann bestimmt auch malen, pardon zeichnen. Mit der Technik hab ich´s ja nicht so, alles was Kabel hat, ist mir erst mal suspekt. Und ich fand es auch etwas gewöhnungsbedürftig, das, was ich da male, pardon zeichne, auf dem Fernsehbildschirm zu sehen ist und nicht vor mir, wo der Stift auf den Untergrund trifft. Das Menü ist aber doch intuitiv zu bedienen und mit etwas mehr Geduld, hätte ich auch verschiedene Stiftstärken und -arten probieren können.

Nichtsdestotrotz gelang mir ein unvergleichliches Selbstporträt mit schwungvollem Schriftzug. Und wenn Sie jetzt staunen und sagen: “Wow! Gleichmäßige Sternchen kann sie malen, pardon zeichnen, die Mutti!”, dann kann ich Ihnen versichern: kann sie nicht. Dafür gibt es nämlich einen hübschen Stempel.

Mme Ouvrage versuchte sich ebenfalls mit einem Selbstporträt, hatte aber eine Menge Unterstützung dabei, denn das zierliche Näschen war ein Tipp vom Profi auf dem Sofa. Mir persönlich gefällt am Besten die Frisur, auch wenn die kaum bis keine Ähnlichkeit mit dem Original hat.

Die Freitagsfreundin bleibt ganz und gar anonym, will nicht mal ein gemaltes, pardon gezeichnetes Bild von sich hier im Blog sehen. Stattdessen wählte sie sich den Ringelfranz als Modell. Dass so wenig Ähnlichkeit mit dem lebenden Modell vorhanden ist, liegt womöglich daran, dass der Franz einfach nicht stillsitzen bleiben wollte. Aber die Farbe ist gut.

Der beste Vater meiner Kinder versuchte sich an gestempelten Herzen. Und einer Flasche mit … bestimmt Hustensaft, weil eigentlich war er an diesem Tag krank.

 

Wir hatten Spaß, unbestritten. Und leider viel zu wenig Zeit, um das Spiel “Pictionary” zu testen. Das scheint so etwas wie “Montagsmaler” zu sein, die älteren Leser erinnern sich vielleicht daran. (Hund?! Katze?! Maus?!) Auch wenn wir eher nicht so begabt wie Herr Skizzenblog sind, verspreche ich mir einigen Spaß vom Spiel. Vielleicht auch weil wir mit wenig Talent dafür viel Selbstironie gesegnet sind :)

Als am Binzessinnentag mittags die kranken Menschen in ihren Betten lagen und die anderen Hausaufgaben machten, legte ich mir das Disney-Prinzessinnen-Spiel ein. Neugierig und begierig auf rosa Glitzer. Nach drei Minuten wollte ich das Tablet in den Fernseher schmeissen, weil mich die motivierende Frauenstimme aus dem Off in eine aggressive Bestie verwandelte. “Du bist ja soooo kreativ!” säuselte die Stimme, weil ich drei richtige Klicks gemacht hatte, die die Szene aus “Die Schöne und das Biest” bunt färbten. Und “Ist das nicht einfach unglaublich, wie viel SPASS das macht?!?!?!”. Oh ja, unglaublich, selten habe ich mich so amüsiert. Es will sich mir nicht erschließen, für welche Altersgruppe dieses Spiel sein soll (USK ab 0 freigegeben) und welcher Sinn dahinter steckt. Kreativität wird da eher nicht gefördert, es ist mehr ein verkürzter Disneyfilm, in dem man eben ein bißchen rumklicken kann. Langweilig und völlig hirnlos. Mag ich nicht.

Gerade eben haben sich die Söhne auf meinen Befehl “Die Pinguine aus Madagascar – Dr. Seltsam kehrt zurück” eingelegt. Der Name ist Programm. Sehr seltsam. Ein bißchen “jump&run”, anscheinend ein paar Rätselchen und zu erfüllende Aufträge. Richtig begeistert sind sie nicht, aber furchtbar langweilig scheint es auch nicht zu sein. Ob man für solch ein Spiel ein Tablet braucht ist aber fraglich. Der jüngste Sohn hat den Bogen jedenfalls raus und kommt großartig mit dem Brett zurecht, er fuhrwerkt ohne hinzusehen mit dem Stift auf dem Tablet herum.

 

Das uDraw Gametablet ist ein nettes Spielzeug. Muss man nicht haben und ich würde es jetzt auch nicht in die  “TOP 10 Spielzeug 2011″-Liste einreihen, aber vielleicht sind meine Kinder einfach der Zeilgruppe entwachsen und noch nicht in die “wir machen uns zum Affen”-Gruppe, die ohne Können zeichnet und daran Spaß hat, hineingewachsen. Und Zielgruppe für diese Merchandising-Spiele waren wir sowieso noch nie. Für eine vorhandene Spielekonsole ist es eine  schöne Ergänzung, falls playmobil und Lego schon komplett sind und das große Fragezeichen auf dem Weihnachtswunschzettel steht. ;)

Ich bin gespannt, wie die Tablet-Entwicklung weitergeht, bzw. welche Spiele dafür noch auf den Markt kommen, denn ich glaube, da könnte Tolles dabei sein.

 

*** Ende der Werbepause***