Wort zur Nacht oder so

29. Juni 2007

Liebe pompadura-Interessierten,

Danke für die vielen freundlichen und lobenden Worte! Es gibt wohl nichts, was mehr zum Nähen motiviert. (wobei: ich brauche eigentlich gar nicht mehr Motivation, denn das Nähen macht mir einfach Spaß) Danke.

Die pompadura-Produktion geht in die Sommerpause. Mitte August nähe ich weiter und was für Sie sicher interessanter ist: dann füllt sich auch das pompadura-Schaufenster wieder mit neuen Modellen. Diese pomapaduras können auch käuflich erworben werden, falls Sie kein Tauschobjekt haben. Um ganz ehrlich zu sein: Geld ist mir im Moment beinahe lieber, weil ich auf meine Traum-Nähmaschine spare. (der MErcedes unter den Nähmaschinen, sozusagen)

Und ganz kurz noch: ich nehme keine Bestellungen entgegen und auch keine Farbwünsche, ich verkaufe oder tausche was da ist. (alles andere ist ein völliger Kreativitätskiller)

Wegen der vielen Anfragen: eine Nähanleitung ist im pompadura-Schaufenster verlinkt, sämtliche Änderungen des Ursprungs-Schnittes stammen von mir und aus Zeitgründen (und aus trotzigem “Denkt Euch doch selbst was aus”) gibt es dafür von mir keine Anleitung. Auch die neue pompadura mit Deckelklappe bleibt (vorläufig) ohne Anleitung, weil das Modell einfach noch nicht ausgereift ist.(meine derzeitiger Schnittentwurf steht auf einem Din A6-Zettelchen, besteht aus einigen krummen Rechtecken und merkwürdigen Zahlen) Aus diesem Grund werde ich dieses Modell auch (vorläufig) nicht ins pompadura-Schaufenster stellen.

Wollte ich mal eben klarstellen :-)

So.

Ihnen allen ein feines Wochenende. So fein, wie meines sein wird.

Mir!

29. Juni 2007

Die erste pompadura mit Deckelklappe. Fragen Sie nicht, wie oft ich genäht und wieder aufgetrennt habe. Und fragen Sie nicht nach einem Schnitt, die Tasche ist Pia mal Daumen zusammengenäht. Aber dafür passten alle Stücke erfreulich gut aufeinander.

Den Rest des Beitrags lesen »

vorgenommen:

28. Juni 2007

eine Tasche pro Tag.

Heute zweieinhalb. Und die Halbe ist … wunderbar.
(nur ein bißchen Eigenlob)

Lieber Herr Playmobil,

28. Juni 2007

ich würde mich wirklich unbändig freuen, wenn Sie in Zukunft nicht allzu detailverliebt ihre Figürchen und deren Zubehör gestalten würden. Wissen Sie, ich habe eben eine geschlagene Stunde Kleinstteile (Goldmünzen, Blüten, Fliegenpilzkappen, Dolche) aus den Staubratten in der Playmobil-Schublade des jüngsten Kindes gepflückt und kam mir dabei ein wenig vor wie Aschenbrödel.
Zudem möchte ich Sie bitten, dass die Frisuren der Männchen irgendwie festgeschweisst werden, denn es ist eine fiese Puzzelei, alle Frisuren wieder auf hohle Köpfe zu klicken.

Mit aufrichtigem Dank bei Beachtung meiner Bitte, treuer Playmobil-Fan seit dreissig Jahren und mit wehen Fingern, immer die Ihre,

Frau … äh … Mutti

Eiszeit

27. Juni 2007

Mein Lieblingseis ist, so lange ich mich erinnern kann, Nusseis. Haselnusseis. Lecker.

Wenn der Eismann mit dem roten VW-Bus in die Strasse kam, durfte ich mir zwei Bällchen Eis kaufen. Für 60 Pfennig und das war damals recht viel Geld.

Sollte es Eis als Nachtisch geben, wurde immer eine Fürst-Pückler-Rolle gekauft, das war etwas ganz Besonderes und ausserdem günstiger, als einzelne Eisportionen vom Eismann. Leider schmeckte mir nur das Erdbeereis ein bißchen. Also aß ich das zuerst. Ich bildete mir ein, dass Schokoladen- und Vanilleeis, wenn es nur ordentlich vermatscht würde, nicht nur wie Nusseis aussähe, sondern auch so schmecken würde.

Mein erstes Spaghettieis aß ich im neueröffneten Eiscafé in unserer kleinen Stadt. Ich weiß nicht mehr, was ich erwartet hatte, aber ich erinnere mich daran, ziemlich enttäuscht gewesen zu sein. Auch vom Nusseis, denn das war zu un-nussig.

Irgendwann lud mich ein Junge zum Eis ein, in eben diesem Eis-Café und ich hatte das Gefühl, dass ich mir nun etwas irre Exotisches bestellen muss, damit der Junge erstaunt ist, weil ich so exotische Sachen esse. (wenn man jung ist, denkt man manchmal so) Ich entschied mich für einen Eisbecher mit Joghurt und verschiedensten Früchten, unter anderem auch mit Kiwi. Ich mag Kiwi nicht so sehr. Aber damals war Kiwi etwas recht Neues, den meisten Menschen eher suspekt. Und weil die Kiwi auch den Eis-Café-Leuten etwas suspekt war, versteckten sie die Kiwi unter dem Joghurt, was weder Joghurt noch Kiwi gut bekam. Ich mochte meinen bitteren Eisbecher nicht fertig essen und bekam Ersatz: drei Bällchen Nuss mit Sahne. Dem Junge, den ich beeindrucken wollte, war die Sache peinlich und wir gingen nie wieder zusammen Eis essen.

Ich hatte auch mal eine kurze Wassereis-Phase, wenn es kein Capri gab, wollte ich Calippo. Bis mir irgendwann das Gekicher der “Freundinnen”, die schon viel aufgeklärter waren als ich, auf die Nerven ging.

Das allerbeste Nusseis habe ich in der Toscana, in Luca, gegessen. In einer Gelateria, die vierzig verschiedene, allertollste Eissorten hatte und deren Besitzer das Eis auf der Waffel zu einer Rose formte.

Ich würde jetzt auch gerne zwei, drei Bällchen Nusseis essen. Unglücklicherweise steht im Gefrierschrank nur eine Packung Vanilleeis. Wenn ich das nehme und mit ein bißchen Schokosirup vermenge? Ob der Zauber aus der Kindheit noch funktioniert?