Gesund, gesund, gesund!

27. August 2010

jubelt Frau … äh … Mutti und verkündet etwas kleinlaut, dass sämtliche lästerliche Sprüche über nichtgemachte, aber dokumentierte Urintests sehr voreilig waren.

Es verhält sich nämlich folgendermaßen:

Die aktuellen Blutwerte, also die vom letzten Samstag, wurden direkt neben die vom letzten Mai gesetzt, damals bei der Knie-OP, falls Sie sich an Frau Knie erinnern.
Ich habe also einen Laborbericht mit drei Spalten vor mir. In der ersten Spalte stehen die Werte vor der OP (eigentlich ganz gut), die Werte nach der OP (mit medikamentös bedingten Ausreissern in verdächtige Höhen oder Tiefen) und die ganz aktuellen Werte, die geradezu glänzend sind!
Die Ergebnisse des Urintestes sind ebenfalls die von letztem Jahr und ja, Frau … äh … Mutti, gründliches Lesen und etwas weniger Arroganz wären hilfreich. (geht in die Ecke und schämt sich)

Wie auch immer. Ich bin kerngesund, habe ausreichend Blutfarbstoff und Eisen, einen prima Zuckerwert und - schwupps - Müdigkeit verflogen! Man reiche mir ein paar Bäume zum Ausreissen!

und ausserdem

28. Juli 2010

darf ich ja auch mal glück haben.

der nerv war mit der narbe verbacken und ließ sich sehr leicht lösen. eine kleine wucherung wurde entfernt und eingeschickt. ob narben- oder nervengewebe soll überprüft werden.

die chancen stehen ausgezeichnet, dass der finger wieder voll einsatzfähig wird. unter 5 prozent wahrscheinlichkeit, dass das elektrisieren wieder kommt. “bei ihnen dann etwa 10prozent”, frotzelte der arzt. (sollte es wiederkommen, muss überlegt werden, den nerv zu durchtrennen. dies wäre aber der worst case, in vielerlei hinsicht)

jetzt: heilen. es wurde nur oberflächlich genäht, damit da nix mehr festwächst. ich bin also ganz brav und halte still. zum glück regnet es.

danke für ihre wünsche, die haben mich sehr gefreut.

Wort des Tages:

18. Juni 2010

“Neurinomrevesion”

(und Narbenkorrektur, 2d D2, rechts)

Vorgeschlagener Termin: 28.7.2010

Aufschneiden, Nerv finden, Nerv kürzen, zunähen. So wäre es ideal.

Da Nerven aber kleine, fusselige Dinger sind, kann es sein (ist es möglich bis wahrscheinlich), dass man das Fetzchen nicht findet. Dann wird die Knochenhaut abgeschabt, um sie reizärmer zu machen.

So oder so, die Sache ist etwas größer.

Sicherheitshalber kann ich aber auch zum Handchirurgen gehen, weil die arbeiten mit Mikroskopen.

*****

Diese Aussagen bewege ich jetzt mal in meinem Herzen.

*****

Ich hab´s ja so satt.

geschafft.

19. Mai 2010

der arm wurde blutleer gemacht, der finger betäubt, aufgeschnitten, leergeräumt, zugenäht und dick verbunden.

heute abend ibuprofen gegen den schmerz und chips für die seele, morgen früh wundkontrolle. es war wohl eine venöse thrombose, verursacht durch einen unfall, an den ich mich aber nicht erinnern kann. weiteres erfahre ich, wenn der befund aus der pathologie kommt. diesmal sah ich nicht meinen knochen, dafür aber einen nerv. spannend, wirklich richtig spannend!

und ihnen kann ich zeigen, was aus meinem finger geschnitten wurde. hier (großes bild). und sagen sie nicht, ich hätte sie nicht gewarnt oder zum klicken gezwungen.

so. feierabend, brav schonen.

Sparflamme

30. April 2010

Wenn die Wunde beim Ziehen der Fäden geradewegs wieder aufklafft, dann ist das verdammt unschön.

Ich bin verurteilt zu vorerst einer Woche Klammerpflaster, trocken halten und so wenig wie möglich bewegen.

(passenderweise hat der beste Vater meiner Kinder etliche Überstunden angemeldet und Besuch, der hübsch hier wohnen soll, steht auch noch im Kalender. Kommt ja immer alles zusammen.)

Und nein, ich habe kein Photo für Sie.

moment noch,

23. April 2010

sprach frau … äh … mutti beim verbandswechsel, ich muss noch rasch ein photo machen. für die kinder, weil die wollen alle blutigen details.
und für ihr blog … ?, sprach der freundliche orthopäde augenzwinkernd.

nun ja. ok, ärztliche anordnung, sozusagen. mein fingerchen heute morgen -> nach dem click!

(die hand sieht nur deshalb so gequetscht aus, weil der verband so eng gewickelt war)

nächste woche freitag werden die fäden gezogen und dann erfahre ich auch, was genau aus meinem finger rausgeschnitten wurde. Spinneneier waren es nämlich nicht, genausowenig wie ein ganglion.

ich durfte übrigens tatsächlich bei der operation zusehen. am schlimmsten (und schmerzhaftesten) waren die beiden spritzen mit dem lokalanästhetikum. die zauberten wunderhübsche brennende beulen in meine hand und ich hatte gar keine große lust mehr auf eine op. aber den ersten schnitt spürte ich nicht mehr, nur das warme blut, das an der handinnenfläche entlang lief. zwei wundspreizer wurden in den schnitt reingequetscht und als diese auseinandergezogen wurden, konnte ich meinen knochen sehen! fand ich sehr, sehr spannend und interessant. leider lag die kamera in der tasche auf dem anderen stuhl. (andererseits … wem hätte ich diese bilder schon zeigen können?) es blutete mächtig und das knubbelchen war schnell “abgeknippst”, es sieht aus wie ein stückchen knorpel und beim abtrennen ertönte auch so ein “ich beisse auf knorpel”-geräusch. insgesamt alles sehr aufregend und bis auf die beiden spritzen vorher nicht schlimm. (dennoch danke für die spritzen, ich bin froh, dass es die gibt!)

die nacht war bescheiden, weil ich, wenn ich mal schlief, davon träumte, dass ich mich auf die hand rolle.

jetzt geht´s mir aber gut, schmerzmittel sei dank. trotzdem, ich halte die hand weiterhin ruhig (und seien sie beruhigt, in diesem blog wird es wieder groß- und kleinschreibung geben).  später allerdings muss ich auf ein pferdefest der klasse des jüngsten kindes. käsewürfel soll er mitbringen, der jüngste, und ich sage: wo ist frau antonmann, wenn man sie braucht? weil beim keltenfest, damals im herbst, hatte sie perfekte käsewürfel für das kind geschnitzt …

metzel, metzel

22. April 2010

der knubbel ist draußen.
ansonsten alles wie immer … anders als geplant.

morgen mehr, heute ruhe halten.

+++++

nachtrag … ohne betäubung jetzt ganz viel aua.

freue mich auf ablenkung, mme ouvrage