Menschen hintendran, unbekannt
28. November 2011
Ich lese schon ewig ihr Blog. Vertraut, bekannt.
Heute morgen war ich … ja, was soll ich sagen: entsetzt? Erschrocken? Überrascht? Geschockt? Eine gute Mischung aus allem, denn das hätte ich nie, NIE, vermutet. Pleite, wohnungslos, gelähmt und kraftlos.
Natürlich gibt es viele “hätte” und Einwände und Besserwissereien. Aber dafür ist es jetzt zu spät, jetzt heißt es alle Zeichen auf Neuanfang und Starthilfe.
Wir (Oma Eis und ich) wollen mithelfen. Unser kleiner Beitrag, damit da vielleicht ein Weihnachtswunder passiert und jemand wieder auf seinen Füßen landet.
Wir versteigern diese pompadura. Der Erlös wird von uns nach dem Weihnachtsmarkt am Wochenende aufgerundet und fließt komplett auf das für Creezy eingerichtete Spendenkonto. (welches Sie ganz oben rechts auf ihrer Seite finden, falls Sie keine Tasche brauchen, aber trotzdem spenden möchten)
Es handelt sich um eine große pompadura (schluckt Din A4) aus türkisfarbenem Samt. Sie hat drei Innentaschen, die Stickerei stammt aus der Feder von Anja Rieger.



Der Startpreis liegt bei 40,- Euro, geboten werden kann bis Donnerstag morgen, 11:00 Uhr.
Ich werde natürlich nicht ununterbrochen am Rechner sitzen und den aktuellen Gebotsstand protokollieren können, werde aber das aktuelle Gebot so zeitnah wie möglich zeigen. Geboten werden kann hier als Kommentar oder, wer anonymer bleiben will, gerne auch per mail: ichbin@frau-mutti.de
Wir hoffen auf einen guten Verkaufspreis. Und hoffen mit dem Erlös einen kleinen Teil zu erhofftem Weihnachtswunder beitragen zu können.
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Das aktuelle Gebot liegt derzeit bei 104,44 Euro. Danke!
Eine Tasche brauchen die beiden Spenderinnen nicht, aber helfen wollen sie. Und deshalb packen sie 20,- Euro auf den Enderlös drauf. Danke!
Alles auf den letzten Drücker.
27. November 2011
Der Adventskranz zum Beispiel.

Letzte Woche sehr optimistisch begonnen, dann mangels Grün und Unlust und keine Idee liegen gelassen.
Weihnachten ist bei uns eigentlich immer weiß, rot, grün und ein bißchen glitzerig. Traditionell. Am Weihnachtsbaum hängen meine kostbaren Lauschaer Eisglaskugeln, im restlichen Haus sind die wunderschönen Silberkugeln meiner Oma verteilt.
Eigentlich.
Aber jetzt gibt es Franz. Franz ist überall da, wo er nicht sein soll. Auf Tischen und Bänken, Sesseln und Schränken. Er frisst, was nur ein bißchen fressbar aussieht und alles was sich bewegt, ist seine Beute und scheinbar nur für ihn hingelegt/aufgehängt/dekoriert.
Und deshalb wird unser Weihnachten dieses Jahr ein ganz anderes. Auf den Baum möchten wir nicht verzichten, doch da ich weiß, dass meine geliebten Weihnachtskugeln den Franzsturm nicht überleben werden, genausowenig wie die selbstgebackenen Lebkuchenherzen und -sterne. Erste würden zertrümmert, letztere verdaut.
Plastik lautet die Lösung. Und wenn schon Plastik, dann sehr buntes Plastik. Am Samstag erstanden wir eine Menge sehr bunte Plastikkugeln in der Metro und am Nachmittag beschloss ich, dass der Adventskranz dann auch bunt werden muss. Konsequent eben.

(ausserdem konnte ich dann endlich mal diesen mürrisch dreinblickenden Kerl in Szene setzen)
Ein Adventskranz auf den letzten Drücker, der Baumschmuck ebenfalls. Weihnachtsgeschenke sowieso und hätte die Tochter heute nicht wie ein Weltmeister gebacken, hätte es zum Adventskaffee nur gekaufte Spekulatius gegeben.
Ich sitze nämlich im Nähzimmer und schufte. Auf den letzten Drücker, für nächstes Wochenende.

Immerhin hab ich dort Gesellschaft, wenn auch keine sehr hilfreiche. Die rote Ratte hat Nähzimmerverbot, seit sie mir auf eine Tüte mit Weihnachtsmarktschnickeldi gepinkelt hat. Und einen Jesus zerkaut hat.
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Ich habe eine strenge Zeitplanung für die nächste Woche und vielleicht kommt die Bloggerei hier dann zu kurz. Bei Facebook gibts aber immer mal was zu lesen, suchen Sie doch mal nach “Frau Mutti”, falls Sie mein Freund werden wollen.
Durcheinander
25. November 2011
oder “Doschenanner”, wie der Niersteiner sagt.
Hab ich im Haus, weil ich lieber nähestickenähesticke, statt aufzuräumenputzenwischensaugen. Morgen in einer Woche ist Weihnachtsmarkt, danach wird alles gut.
Apropos(1) nähen: gestern abend, kurz vor dem Schlafengehen beschloss ich, dass ich auch eine Adventskalendertasche nähen will. Und ob es am späten Entschluss oder am Glas Rotwein lag … ich träumte dann, dass Frau Farbenmix mir eine Kokoscremetorte backt. Also, Frau Farbenmix, ich habe keine Ahnung, wie eine solche Torte schmecken könnte, aber ich lasse mich gerne überraschen.
Apropos(2) putzen: in Fachkreisen gelte ich als Expertin zum Thema Hygiene im Haushalt, weswegen ich geladen wurde, mein Wissen bei der Entwicklung eines neuen Produktes einzubringen. (man habe meinem Blog entnommen, dass ich Freude an haushalterischen Tätigkeiten empfinde) Als ich mich von einem mittelschweren Lachanfall, der leicht hysterische Tendenzen zeigte, erholt hatte, ließ ich mir die Sache noch mal durch den Kopf gehen. Das tut sie immer noch, denn ich bin noch zu keiner Entscheidung gekommen, ob meine Anwesenheit auf einem Seminar zuzm Thema Flächendesinfektion wirklich massgeblich zum Weltfrieden beiträgt. Aber witzig wär’s ja schon und mal ehrlich, was tut man nicht alles für guten Blogcontent?
Apropos(3) Hygiene: Ringelfranz kam gestern abend erneut in den Genuss einer pflegenden Waschung mit feuchtem Waschlappen, der kleine Scheisser. Und der beste Vater meiner Kinder bekam ein neues Bettlaken. Möglicherweise wird das mit dem Durchfall heute auch wieder schlechter, denn leichtsinnigerweise hatte ich mein ausgekratztes Schüsselchen auf dem Tresen abgestellt, statt es in direkt in die Spülmaschine zu stellen. Das Schüsselchen blitzt nun vor Sauberkeit und der Kater hat eine Knoblauchfahne. Im Schüsselchen war nämlich Joghurt mit Knoblauch, Ingwer, Chili, Kardamom, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriandersamen, in den ich meinen gebacken Kürbis gestippt habe. Kluge Katze, weiß was schmeckt.
Apropos(4) klug: Katerchen hat gelernt, dass der Ofen heiß ist, wenn hinter der Glasscheibe so lustige orangefarbene Dinger herumfliegen. Das eine rosa Pfötchen ist nun ein bißchen dunkler rot und zur Strafe wird der Ofen angefaucht. Hat er jetzt davon, der doofe Ofen.
Apropos(5) doof: der Haushalt wartet, weil siehe Überschrift.
Lebkuchen und mehr
24. November 2011
Um doch ein wenig Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, habe ich gebacken. Nicht für den Magen oder die Hüfte, sondern für´s Auge und vor allem für die Nase. (kommen Sie mir hier bloß nicht mit Verschwendung von kostbaren Lebensmitteln und so, die Diskussionen gab´s schon vor 25 Jahren, als Salzteig der Renner war)
Tina hat mich vor Jahren schon inspiriert und dieses Jahr habe ich sie auch wieder gebacken, die Lebkuchen-Fensterhänger oder so. (Rezept gibt´s bei Tina, ich kann nur leider den Artikel nicht direkt verlinken)




Lebkuchenteig rühren, ruhen lassen, ausrollen, ausstechen, anbacken, Bonbons schälen, Bonbons auf die Löcher legen, fertig backen, schauen, riechen, freuen.

Tina empfiehlt, vor dem Backen ein Löchlein für die Aufhängung in den Lebkuchen zu bohren. Ist schon sinnig, weil die Lebkuchen recht hart werden. Aber zwei Tage in einer Dose aufbewahren reicht auch, dann sind sie weich und lassen sich mit einer Nadel durchstechen.
Das Rezept ergibt eine Menge Lebkuchenaufhänger, soviele Fenster habe ich gar nicht. Deshalb habe ich noch viele Herzen und Sterne ohne Loch ausgestochen, die dann am Weihnachtsbaum hängen werden.
Vielleicht.
Gestern habe ich nämlich mein Kerzenarrangement, dass evtl. der Adventskranz sein könnte, mit eben diesen Lebkuchenherzen und -sternen dekoriert und auf die Küchenfensterbank gestellt. Wegen des hübschen Anblicks und des wunderbaren Duftes. Und zur Freude des roten Katertiers, das vier der sieben Lebkuchen-Deko-Elemente restlos verspeist hat. Was wundere ich mich, dass Franz Durchfall hat? (hat er übrigens nicht mehr, offensichtlich hat die Diät aus rohem Rinderhack und Lebkuchen Wunder gewirkt. Ich werde in einer veterinärmedizinischen Fachzeitschrift darüber veröffentlichen.)
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Weil der beste Vater meiner Kinder gerade geschult wird, sind unsere Vormittage nicht mehr mit dem Luxus der Gleitzeit verwöhnt. Das bedeutet, dass das Spochtprogramm morgens um acht ausfällt. Um nicht komplett zu verpuddingen, begaben wir uns gestern abend ins Studio und absolvierten unser Programm. (ächz.)
Faszinierend!
Ich kenne das Fitnessstudio ja nur mit den am frühen Morgen trainierenden Menschen, von denen sich die meisten jenseits der 60 bewegen. (sehr lustig, wie sich manch einer mit Müh und Not die Treppe hinaufschleppt, um dann 50 Kilos mit den Bauchmuskeln zur Seite zu schieben, lachend und schwätzend mit dem Nebenmann, der mal eben 70 Kilo mit den dürren Ärmchen stemmt.) Gestern abend war das junge Volk anwesend, was sich zuallererst durch den Geruch bemerkbar machte. Viele junge Heranwachsende, viel Testosteron. Und sehr viel “Posing”, heisst: vor dem Spiegel stehen, sich demonstrativ dehnend, streckend und die Hühnerbrust herausdrückend. Und vor der einzig unter dreissigjährigen anwesenden Frau sämtliche Federn sträubend und aufplusternd. Die Geräte mit hohen Gewichten bestückend, um diese dann demonstrativ lässig lächelnd zu bewegen. Wäre da nur nicht der hochrote Kopf, der Verräter.
Ach ja, war schon hübsch zu betrachten, aber meine keuchenden Rentner sind mir lieber, selbst wenn ich das Gefühl habe, ich müsse mit dem Defibrilator sprungbereit in der Ecke stehen. Vielleicht liegt´s ja daran, dass die mir altermäßig doch näher sind, auf dieser Skala.
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Nach dem Spocht wartete ich erneut vergebens auf gigantische Energieschübe. Um deswegen nicht gefrustet zu sein, warf ich mich mit einem Glas Rotwein und den Wärmkatern auf´s Sofa und schalte den Fernseher ein. Weil da läuft ja diese Papstserie mit Jeremy Irons und seit er als Bösewicht in Die Hard gespielt hat (“Simon befiehlt …!) mag ich ihn ganz gerne.
Ich mache es kurz, als Borgia-Schrägstrich-Papst mag ich ihn nicht. Und ich finde es äusserst fasziniert (faszinierend gehört in dem Fall zu Wortfamilie Fassungslosigkeit) wieviel nacktes Fleisch, wildes Herumwälzen und ekstatisches Stöhnen in ein paar Minuten passen. Gab´s früher nur nach elf, wochenends, im Fernsehen, aber vielleicht bin ich ja auch mit dem Alter prüde geworden. Mich hat´s eher abgetörnt und eine Handlung fand ich auch nicht. Gab´s eben ein paar Folgen Switch aus der Konserve, sehr entspannend.
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Und ein Letztes: der beste Vater meiner Kinder bastelt am Schutz meiner Bilder herum und ich wurde gestern per mail darauf hingewiesen, dass das Logo vom virtuellen Kaffeeklatsch durch eine mahnende Grafik auf der eigenen Seite erschienen sei. Das passiert natürlich dann, wenn ein Hotlink gesetzt wird, d.h. wenn die Grafik mitgenommen, aber nicht auf eigenem Webspace abgelegt wird. Ob und wie das zu ändern ist, weiß ich noch nicht.
Das Tässchen ist übrigens wohlbehütet in Hamburg, keine Sorge! Und die Liste der Durstigen wird auch bald aktualisiert.
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Los jetzt, ich muss mich der Krippe widmen.
Wussten Sie schon,
23. November 2011
dass ungefähr übermorgen Weihnachten ist?
Ich habe nur eine klitzekleine Portion Schneeflocken-Plätzchen, ein Kerzodil auf dem Regal, drei, vier Schnickeldis rumstehen und eine vage Idee, wie unser Adventskranz aussehen könnte. Zum allerersten Mal habe ich keinen Adventskalender für die Kindelein und auch wenn sie sagen, dass sie gar keinen wollen, ist das falsch. Ich will, dass sie einen wollen, denn ohne Adventskalender fehlt doch was. Vor allem ohne die “was tu ich rein”- Panik fehlt was.
Draußen scheint die Sonne und weil der November kein bißchen grau und trüb ist in diesem Jahr, will ich nichts im Haus bunt und glitzerig machen. Wenn draußen der Raureif in der Sonne funkelt, dann reicht das beinahe aus. (hat es in diesem November eigentlich schon geregnet? Der Rhein hat so wenig Wasser, dass die Fähre bald nicht mehr queren kann, weil die Landungsrampen zu weit aus dem Wasser ragen. Und bei Nackenheim kann man wieder auf die Insel laufen!)
Von Weihnachtsgeschenken muss ich noch gar nicht reden. Ich habe keine. Und keine Idee. Und keine Lust, mich darum zu kümmern. Habe keine Lust auf Weihnachtsmusik, auf Glühwein und auf Bratapfel.
Wenn das die Auswirkungen eines hellen, sonnigen Novembers sind, dann möchte ich den grauen, dunklen November wieder, denn mir fehlen meine glitzerigen Vorweihnachtsmauscheleien.
Und wieder: man kann’s ihr nicht recht machen, der Mutti.
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Das Buch, das ich da lese, heisst “Fool on the hill” von Matt Ruff. Es ist witzig, traurig, gruselig, grausam, poetisch und hübsch erzählt. Ich lese es etwa einmal im Jahr, weil das so ist, als würde man einen guten, alten Freund wieder zu treffen. Sollten Sie es mal in die Finger kriegen: lesen! (und nicht vom schrägen Anfang abschrecken lassen)
Mit Franz im Bett
22. November 2011
Diese Überschrift ist möglicherweise etwas irreführend und hiermit entschuldige ich mich in aller Form bei den Suchmaschinensurfenden, die auf der Suche nach der etwas anderen Geschichte waren.
Nachdem ich gestern schon den Kater im Schlafzimmer beschrieben habe, gibt´s heute die passenden Bilder.
Ich werde übrigens nicht mit Ihnen darüber streiten, wie unhygienisch es ist, ein Katerviech mit ins Bett oder gar unter der Bettdecke zu lassen. Ist eine reine Ansichtssache.
Es beginnt meist sehr harmlos und niedlich. Das dürre, rote Tier kriecht laut schnurrend unter mein Deckbett, kuschelt sich in meine Armbeuge und sieht niedlich aus. Ich lese ein paar Seiten und denke, dass ich da wirklich ein allerliebstes Kätzchen habe und wie nett es ist, mit einem solchen zu knuffeln.

Schlüsselgewalt!
22. November 2011

Nach 12jähriger Babypause zurück in Amt und Würden. Jeden Dienstag von 9:30 – 12:30 Uhr Dienst im Weltladen. (An der Kaiserlinde 6 in Nierstein, gegenüber vom Hotel, falls Sie mich mal besuchen wollen)
Das Schaufenster, bzw. die Gestaltung desselben liegt ebenfalls in meinen Händen. Weil mich besonders Letzteres sehr glücklich macht, ist es nicht auszuschließen, dass ich Sie in Zukunft öfter mit Neuigkeiten aus der Weltladenszene konfrontieren werde :)
(heute abend gibt´s noch ein bißchen Bett-Cat-Content, weil was anderes wollen Sie ja eh nicht sehen hier)
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kurzer Nachtrag, weil gerade surfenderweise entdeckt und höchst misstrauisch draufgeclickt, weil kann es noch andere Muttis neben mir geben? Es kann, sogar sehr witzige! Muttis Hausfrauenblog zum Beispiel.
Kurzgeplänkel
21. November 2011
Meine Tage sind klar strukturiert derzeit: aufstehen, Frühstück im Nähzimmer, Mittagessen wärmen, da am Vorabend bereits gekocht wurde, mit den Kindelein essen/quatschen/amüsieren, kurze Mittagspause mit Powernap und dann zurück ins Nähzimmer. Bis irgendwann. Bis ich nur noch schiefe Nähte produziere oder die falsche Seite vom Stoff besticke. Dann wieder hoch, Haushalt wuppen, Essen für den nächsten Tag vorbereiten, auf dem Sofa zusammenbrechen, um halb zwölf ins Bett und am nächsten Morgen wieder von vorne.
Klingt enorm stressig und möglicherweise ist es das auch, aber ich freue mich wirklich sehr auf den Weihnachtsmarkt und da es im September und Oktober doch nicht hinhaute, die Sache mit dem “ich arbeite schon für den Weihnachtsmarkt”, mache ich es eben wie immer: auf den letzten Drücker und dann wird es gut. Noch anderthalb Wochen to go und ich gedenke meinen Fundus zu verdoppeln.
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Noch ein bißchen ekligen CatContent? Aber gerne doch.
Vorgeschichte eins: Der Ringelfranz hat Durchfall seit wir ihn haben, egal was er in welchen Mengen frisst. Derzeit wird er entwurmt, vielleicht ist es der Spuk dann vorbei.
Vorgeschichte zwei: Der Ringelfranz verbringt die Nächte nach wie vor bei uns im Schlafzimmer, damit wir Martin nachts die Katzenklappe nach draußen öffenen können. Diese ist tagsüber geschlossen, bzw. auf “nur Reinkommen” gestellt, damit der Ringelfranz nicht ausbüxen kann. Martin wird durch´s Nähzimmerfenster oder die Terrassentüren nach Bedarf ins Freie gelassen. (Martin raus, Martin läuft eine Runde, kommt rein und kratzt an der Tür, um erneut rausgelassen zu werden. Lieblingsspiel.)
Vorgeschichte drei: Natürlich haben wir deshalb ein Katzenklo im Schlafzimmer stehen, weil Katzenbabys haben eine rege Verdauung.
Wenn man davon absieht, dass die wabernden Dämpfe aus einem frischbenutzen Katzenklo jede erotische Stimmung im wahrsten Sinne des Wortes ersticken (und ein kleiner Kater, der in jedes sich bewegende Körperteil mit Wonne hineinbeisst sowieso), so ist ein Katzenklo in unmittelbarer Nähe eines Bettes auch eine wirklich dämliche Sache. Denn je größer der Abstand von Klo zu Bett, desto größer die Möglichkeit für das Katerbaby, verkackte Katzenstreukrümel zu verlieren, BEVOR sie im Bett landen. Sie sehen, das ist eine eklige Angelegenheit. Noch ekliger allerdings wird es, wenn das arme Ringelfränzchen den Dünnschiss an den Pfoten kleben hat und auf direktem Wege, sprich ohne Streukrümmel ins Bett schmiert. Gestern abend fing ihn der beste Vater meiner Kinder beim Sprung ins Bett und trug ihn mit spitzen Fingern zu mir ins Bad. Mit vereinten Kräften und sehr viel lauwarmen Wasser wuschen wir Hinterbeine, alle vier Pfoten und einen verklebten Katzenhintern. Ausgesprochen stoisch ließ er diese Prozedur über sich ergehen, aber danach war er fit. Was bedeutete, dass an Schlaf für uns zunächst nicht zu denken war, weil eine rote Ratte über unser Bett raste, Zehen, Knie und Ohren fing oder sich aufdringlich schnurrend auf Hälse legte. Ich erwog heute morgen eine Wadenwaschung mit lauwarmen Wasser, in der Hoffnung, dann ebensolche Energieschübe wie die Katze zu erfahren, verwarf die Idee dann aber zugunsten einer weiteren Tasse Kaffee.
In zwei Wochen darf er raus, der Ringelfranz. Dann gehört das Schlafzimmer wieder uns allein. Ich kann´s aus vielerlei Gründen kaum abwarten.
(kaum sind die Kinder aus dem Gröbsten raus, schon schafft man sich ein Vieh an, dem man den Hintern abwischen muss. Ist das nicht völlig bescheuert?)
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Seit kurzem sind wir stolze Besitzer einer Kaffee-Pad-Maschine. Dass das meinen wiedererwachten Kaffeekonsum nicht reduzieren würde war klar, aber dass das Ding solche Folgekosten haben würde, das hatte ich nicht bedacht. Nicht die Pads. Kaffee ist teuer, die Pads ein Stückchen mehr sogar, aber es gibt sie im Weltladen und das ist auch in Ordnung, im Café würde ich trotzdem ein Vielfaches mehr zahlen.
Teuer ist die Anschaffung neuer Tassen, die unter das Gerät passen. Ich trinke nämlich den herzhaftwürzigsaustarken Kaffee aus dem Weltladen, in dem ich ein Pad mit der Menge von zwei Tassen überbrühe. Schmeckt mir eben genau so. Die Menge für zwei Tassen muss aber in eine passen und die darf nicht zu hoch sein, weil sonst verklemmt sie sich und Milch muss auch noch rein. Kurze Zeit trank ich aus Müslischalen und fühlte mich sehr französisch. Aber die Schalen waren dann doch zu groß und der Kaffee kühlte zu schnell aus. Jetzt habe ich zwei Milchkaffeetassen gekauft. Folgekosten! Und für die Pads hübsche Dosen, damit wir die Sorten sauber trennen können. Folgekosten! Das sind die wahren Probleme in meinem Leben. Folgekosten.
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Zurück zur Nähmaschine. Ich weiß übrigens schon, was ich mir von dem Erlös des Weihnachtsgeschäfts kaufen werden: eine kleine Reise nach Berlin im Januar, spätestens Februar. Vielleicht treffe ich Sie dann.
Sonntagsfranz
20. November 2011
Weils zu viel und doch zu wenig zum Erzählen gibt, weils Franzbrötchen (nach diesem mittlerweile sehr bewährtem Rezept) zum Frühstück und gleich noch mal mit Herrn Skizzenblog, Mme Ouvrage und den bezaubernden Kindelein gibt und weil Sie immer wieder nachfragen: Bilder vom Franz
Setz dich mal hin, mach Männchen und schau possierlich.
Sei niedlich, mach keinen Quatsch und tu mir nicht weh.
Franz! Franziiii! Franzilein!!
Da hilft nix mehr, das Katertier ist voller Energie und Ideen. Ausserdem hat er ein Lieblingsspielzeug in den niedlichen Krallen: eine Papierüte vom Bäcker. Was braucht es Plüschmäuse mit Glöckchen, ein Papierknäuel ist das beste Spielzeug.
Wenn es nur nicht immer unter den Schrank kullern würde.

Verboten! Streng verboten! Krallen weg vom Sessel. Immerhin klappt meistens ein schuldbewusster Blick.

Der große Sohn schmiss das Papierknäuel, gerade als Franz sehr süß da saß.

Kater+Papiertüte

ebenfalls Kater + Papiertüte + Schrank

Unter dem Schrank liegen sämtliche Plüschmäuse, Gummibälle, drei Wäscheklammern, zwei Korken und mindestens vier verschleppte Socken. Vielleicht auch ein Schuh, denn es gibt nichts größeres, als Schuhe am Schnürsenkel zu packen und sie hinter sich herzuzerren. Der Kater, der eigentlich ein Hund ist.
Er ist hinreissend, der Ringefranz. Und das ist auch gut so, denn er ist ein wilder Watz und kaum zu bändigen. Geht nach wie vor über Tische und Bänke (wenn wir nicht hinschauen), klaut Spekulatius, Brotscheiben und Apfelstückchen. Vermöbelt den dicken Martin, lässt sich vom dicken Martin vermöbeln und schnurrt so laut, dass man ihn im Nachbarzimmer hört. Er lässt sich wie ein Baby herumschleppen und schläft am Liebsten auf dem Arm ein, schunkeln ist nicht zwingend nötig, aber der Babyautomatismus setzt da ein. Er frisst für vier, rennt für fünf und pünktlich morgens um Viertel nach sechs stuppst er seine Pfote in schlafende Menschengesichter: aufstehen, Futter machen.
Ausserdem pinkelt er auf Plastiktüten, wischt sich die Pfoten nicht ab, wenn er aus dem Katzenklo kommt und fängt an, nach Kater zu riechen. Er wiegt 1,5 Kilo und wenn er sich zum Einschlafen zusammenrollt, möchte ich ihn abschlecken, so süß sieht er dann aus.
Möglicherweise wird er ja irgendwann ruhiger und es gelingt mir, mal wieder ein nettes Bild von ihm zu knippsen :)
(und Martin ist großartig. Ruhig, gelassen und manchmal ein bißchen resigniert, wenn der rote Wirbelwind um die Ecke saust. Alles gut.)
Kleinigkeiten
16. November 2011
Immer dieser kleine Rest in der Milchpackung, kein Teelöffel voll. Zu wenig für den Kaffee, aber eben zu viel zum Wegschütten.
Immer im Kühlschrank, wenn ich Milch brauche. Und keine neue Packung mehr da.
Immer eine faule Zwiebel oder Kartoffel im Netz, egal wie gründlich man von außen alles abtastet. (und immer hat der Lieblings-Obst-und Gemüseladen zu, wenn Obst oder Gemüse fehlen)
Immer kackt der Kater, wenn das Katzenklo ganz frisch gesäubert ist. Immer kackt er kurz vorm Schlafengehen. Immer liegt er in meinem Bett, immer in meiner Armbeuge. Und immer hackt er mir nachts die Krallen ins Fleisch, wenn ich ihm die Bettdecke wegziehe.
Immer ist das Toilettenpapier all, die Taschentuchpackung leer und nur noch ein halbes Blatt auf der Küchenpapierrolle. In der Tamponkiste liegen immer nur noch leere Verpackungen und in der Süßigkeitenschublade immer die Gummibärchen, die keiner will, weil sie seit etwa hundert Jahren neben den Kaugummis liegen und jetzt nach Minze schmecken. Und hart sind.
Immer regnet es, wenn man die Fenster geputzt hat, immer haben die Kinder Schlamm an den Schuhen, wenn die Treppe gekehrt ist.
Immer klingelt das Telefon, wenn ich meine Ruhe will; immer klingelt es an der Tür, wenn ich immer gerade nicht weiß, was ich anziehen soll und deshalb nackt vor dem Schrank bibbere.
Immer gibt es die tollen Schuhe nicht mehr in der eigenen Größe, die reduzierte Hose in der Wunschfarbe und den dicken Wollpulli im Winter, weil dann ist er schon längst ausverkauft.
Immer bin ich an allem schuld, immer muss ich alles machen, immer ich.
Ab und zu wird man ja mal jammern dürfen.
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Es weihnachtet im Nähzimmer. Beinahe jedenfalls.

Stickdatei von Frau Rieger.
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Heute abend ist der Infoabend zum Weihnachtsmarkt. Halten Sie mir die Däumchen, dass wir wieder diesen großartigen Platz für unseren Stand bekommen!
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Zurück zur Stickmaschine, Weihnachtshasen, -schweine und -wichtel sticken.

