Wiedereröffnung

28. Februar 2009

der Gartensaison!

Graue Suppe am Himmel und ein latenter Kopfschmerz über dem rechten Auge führen entweder zu einer sich schmollend im Bett vergrabenden Frau … äh … Mutti oder zu einer die, trotzig mit dem Fuß aufstampft und jetzt erst recht raus geht.

Letzteres.

Und das war auch nötig. IST nötig.

Meine etwas – wie soll ich es nennen – unmotivierte Haltung im  letzten Herbst ging auch sehr zu Lasten des Gartens. Stauden wurden nicht zurückgeschnitten und winterfest verpackt, Abgeblühtes blieb wo es war und die Terrassenkästen verwandelten sich über den Winter in vermodernde Trockenarrangements.

Die Terrassenkästen sind beinahe leer, die überlebenden und fröhlich Knospen treibenden Hornveilchen haben jetzt Luft.

Die “Schattenterrasse” ist von vertrockneter Winde befreit und die Wand ist frei von Efeu (zweieinhalb Grünschnittsäcke). Demnächst kann dort endlich das Bild des jüngsten Kindes hängen.

Die unsäglichen Pflanzsteine sind von Laub und Zweigen befreit, diverse Fetthennengewächse stecken jede Menge Triebe in die Luft. Und die Walderdbeeren verbreiten sich rasant.

Ein weiterer Grünschnittsack wurde mit altem Laub befüllt. Vielleicht habe ich ein bißchen zu früh das Laub von den Beeten genommen, denn immerhin ist es ja auch ein Schutz gegen den Frost. Ein Schutz für die vielen Tulpen-, Funkien- und Osterglockenspitzen. Aber es ist auch ein Schutz für die ersten Nacktschnecken, die ich heute hinterrücks gemeuchelt habe. (nicht artgerecht, ich weiß)

Ganze sechs Winterlinge blühen und das stimmt mich dennoch froh, denn letztes Jahr blühten nur zwei. Es werden also mehr.

Eine taumelige Hummel kroch durch´s Gras und drei Meter weiter ein Marienkäfer. Und das erste Krokus öffnet sich mit viel Glück morgen.

Es tut sich was, im Garten und ich bin noch voller Freude mit den Händen in der Erde. Kann es garnicht erwarten, dass es da draußen richtig los geht!

(Morgen sind die vertrockneten Melisse-und Minzebüsche dran. Und der Salbei. Und die letzten Goldrutenwedel.)

Wenn

27. Februar 2009

kleine Mädchen ein bißchen trauriger als sonst sind, kann man sie damit trösten:

Danke, liebe Frau RevoluzZza, für dieses Tutorial! Das Mädchen lächelt wieder.

(mindestens drei Monsterchen muss ich noch nähen)

Hallo

27. Februar 2009

geheizte Räume.

Hallo warmes Wasser.

Hallo Luxus!

(provisorisch. Und der Ofen steht auch noch nicht. Dafür sieht die neue Heizung aus, wie der Maschinenraum eines U-Boots und ich muss immer diese Melodie summen, wenn ich an die Waschmaschine gehe)

Ansonsten auch: Hallo Reisefieber!

Zur Ablenkung einen Rock genäht. Und jetzt noch dieses Hängerteilchen aus der neuen Ottobre. Falls ich mich nicht im Schnittmusterbogen verirre.

Ihnen da draußen ein schönes Wochenende. (schreibe ich vorsichtshalber direkt mal, falls ich vor lauter “warm-Wasser-genießen und Reisefiebern nicht mehr an den Rechner komme. Frau Jette, Sie kriegen noch ´ne Mail.)

aus dem Nähkästchen

26. Februar 2009

Frau … äh … Mutti hat zwei Tage im Nähzimmer verbracht. Die Kindelein wohlversorgt bei den Großeltern wissend, den besten Vater meiner Kinder neben ihr im HomeOffice arbeitend und den Installateur vor der Tür rumpelnd.

In zwei Tagen kann eine Menge Tolles entstehen. Aber auch eine Menge Murks.  Und ein bißchen Frust und jede Menge Gedanken.

(Artikel wegen Länge geteilt)

Den Rest des Beitrags lesen »

Käffchen in Berlin?

26. Februar 2009

Am Mittwoch, den 04.03.2009, wird Frau … äh … Mutti sich gegen 15:30 Uhr in Frau Barcomis Café in der Bergmannstraße (Achtung, diesmal NICHT Sophienstraße) begeben, einen großen Milchkaffee bestellen und mit kalten, feuchten Händen der Dinge oder Gäste die da kommen harren.

Wer kommt denn?

(ich bin jetzt schon aufgeregt!)

(Was soll ich anziehen?)

(Was, wenn ich stottere?)

(Oder rot werde?)

(Oder nicht weiß, was ich sagen soll?)

(Erkennungszeichen: mitteljunge Frau, die verkrampft in ihren Milchkaffee  starrt und bei jedem Öffnen der Tür fast vom Stuhl fällt)

little LouLou girls

26. Februar 2009

auf die schnöden, weißen Gardinenlappen gestickt, eine dunkelrote Spitzenborte angenäht und schon ist das Nähzimmerfenster wieder hübsch. Und ich bin sehr verliebt in die vier Mädchen! Obendrein habe ich nun endlich eine Entschuldigung für die “Mini-Stoff-Fetzen-Sammel-Sucht” gefunden, denn die “kann ich nie wegwerfen, weil Lieblingsstoff”-Fetzchen ergeben meistens noch genau ein Kleid. Ganz großartig!

Die *little LouLou girls* sind im Einzelnen:

LouLou:

Lotte:

Lilly:

Lena:

Alle vier sind der Feder von Frau Punktpunktkommastrich entsprungen und sind ab morgen, 27.02.08 bei Frau Kunterbunt zu erstehen.

*****

Der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib sitzen übrigens seit gestern im verbesserten Näh- und Arbeitszimmer. Das ist nämlich der einzige geheizte Raum des Hauses. Direkt neben uns wir geschraubt, gesägt, gebohrt, ab und an flucht eine Männerstimme und es rumpelt, als würde unser Haus eingerissen. Doch die alte Heizung ist raus, der Boiler ohne menschliche oder materielle Verluste zu Boden gestürzt und  entsorgt und die neue Heizung bereits eingebaut.

Wenn weiterhin alles gut geht, können wir heute abend heizen und haben morgen irgendwann wieder warmes Wasser. Der Ofen wird nächste Woche gesetzt. Hat den Vorteil dass ich nicht mitbekomme, wie mein gepflegtes Wohnzimmerparkett von Arbeiterschuhe zerschunden wird, weil ich in dieser Zeit in Berlin bin. (zu Berlin und dem Treffen später noch was)

Sie sehen, wir amüsieren uns nicht nur auf Beerdigungen oder bei sinnlosen Diskussionen im Blog. Es wird auch genäht und meine Pläne für heute sind wieder einmal viel zu groß.

Mach´s gut

25. Februar 2009

Matze-Katze.

Autos sind stärker als starke Kater.

War eine kurze, wunderbare Zeit mit dir.

Den Rest des Beitrags lesen »

.

24. Februar 2009

Frau … äh … Mutti: “Uuund? Biste glücklich mit deinen Geschenken?”
jüngstes Kind: “Jaaa! Sehr! Mars Mission ist kuhl”
Frau … äh … Mutti: “Nicht mehr zu toppen, was?”
Jüngstes Kind strahlt.

(in einer halben Stunde kommen die Großeltern mit dem heimlichen Herzenswunsch. Ach. Ich platze vor Vorfreude!)

Während der ersten Wehen, ca. 45 Minuten vor der Geburt, brauchte ich zwölf Streichhölzer, um zehn Kerzen am Leuchter über dem Esstisch zu entzünden.

Die allerliebste Freundin schaffte die Strecke aus Mainz zu uns in etwa 17 Minuten.

Das tragbare CTG zeichnete zwei Minuten lang auf, bevor ich es nicht mehr ertragen konnte und mir vom Bauch rupfen ließ.

Die Schwiegereltern trafen fünfzehn Minuten nach unserem Anruf ein und durften in der Küche Wasser kochen. Als Beschäftigugsmaßnahme.

“Wenn du magst, darfst du jetzt pressen!”, sagte die Hebamme eine halbe Stunde nach ihrem Eintreffen mit leiser, sanfter Stimme, bevor ihr italienisches Temperament mit ihr durchging und sie mit freudigen Anfeuerungsrufen begann.

Vier Presswehen, vier Photos und ein Baby, das in der Fruchthülle geboren wird. Mit Glückshäubchen, nennt man das.

Zwei Stiche, “aus kosmetischen Gründen”, zwinkerte die Hebamme.

Zwanzig Minuten später betrat die zweite Hebamme, die unterstützend eingreifen sollte, das Wohnzimmer. In Gummistiefeln und mit einem Hauch von Stallgeruch. Auch dort eine Geburt.

“3600 Gramm klingt zu glatt”, sagte die Hebamme und schrieb 3680 Gramm ins U-Heft. Und eine Länge von 52 Zentimetern. Ungefähr.

Vor zehn Jahren. Und dennoch wie gestern.

Alles Liebe zum ersten zweistelligen Geburtstag, Du mein jüngster, besonderer Sohn mit dem rasanten Start ins Leben.

*****

Allerherzlichste Glückwünsche auch an die wunderbare Lakritzefrau, die sich – glaube ich – ziemlich freut, ausgerechnet mit diesem Kind den Geburtstag zu teilen.

Frühling? Frühling!

23. Februar 2009

Ein Hornveilchen.

Im Herbst in den Terrassenkasten gesetzt,

vergessen.

Zwischen vertrockneten Resten leuchtet es violet

und ich weiß: es wird Frühling!

Vor ein paar Tagen, als der Himmel so tiefblau leuchtete,

entrollte der Holunder vorwitzig die ersten Blättchen.

Ganz oben, in der Spitze wächst es grün und ich

weiß: es wird Frühling!

Dick, prall, dunkelrot.

Ganz ohne Winterschutz mussten sie

Schnee und Eis trotzen, die armen Hortensien.

Sie scheinen es überstanden zu haben, denn

sie treiben aus und ich weiß: es wird Frühling!

Ganz hinten im Garten, in der alten Zinkwanne,

leben die Fetthennen.

Eigentlich leben sie dort nicht artgerecht,

denn sie  wollen Sonne. Die ist dort rar.

Trotzdem kommen sie immer wieder, auch jetzt.

Und ich weiß: es wird Frühling!

Und bei Ihnen? Zeigen Sie mir Ihren Frühling?