zusammengefasst.
29. Januar 2012
Mitgebracht aus der großen Stadt (auf speziellen Wunsch der Lieblingsschwester):

Schön bunt, aber eher ungenießbar. (zum Glück gab´s noch Philadelphiatorte und Splitterkuchen, Lieblingskuchen für den heimgekehrten Sohn)
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Eine volle Handyspeicherkarte voller Bilder und jede Menge Erinnerungen an den ersten Teil des Praktikums. Schade, dass es nur eine Woche dauerte, so der Sohn. (und der Herr Reich-Ranicki hat ihn nachhaltig beeindruckt. Werde ihm mal die Biographie zum Lesen geben)

Morgen und den Rest der Woche ist er im Wahlkreis mit ihm unterwegs.
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Der Franz? Bitte sehr. Wächst und gedeiht. Ist größer als der dicke Martin, aber schlanker. Und übernächste Woche wird er seiner Männlichkeit beraubt, damit uns keine Alimenteforderungen ins Haus flattern.

Ungestüm ist er, frech und völlig furchtlos. Unbelehrbar, verspielt, verschmust und absolut hinreissend.
Das Bild entstand heute abend, als Beweis dafür, dass das Katertier wirklich ausreichend und gut ernährt wird. Hier: Rinderhackfleisch. Mit rundem Bauch wohlig schnurrend lag das Katerchen nach dem Fressen unter der Fleecedecke auf dem Sofa. Und zwei Stunden später jagte ich ihn vom Tisch, wo er die Reste der Lasagne annagte. Nein, Würmer hat er nicht. Er frisst und wächst und frisst und wächst. Und er frisst alles was er kriegen kann, gerne Salat und Äpfel, am Liebsten Käse und Käsekuchen und so bald man sich zudeckt, mit Decke oder Deckbett, zupft und zurrt er so lange an Decke oder Deckbett herum, bis man eine Ecke anhebt und ihn darunterschlüpfen lässt. Nach dreiminütigem Schnurren und Räkeln geht dann das wilde Tier mit ihm durch, was mit Krallen in menschlichem Fleisch endet. Erinnert ein bißchen an die Zeit, als das Sonntagmorgenkuscheln mit den Kindern zum Kampfschmusen mutierte.
Er passt hier ganz wunderbar rein, nicht nur weil ihn seine Fellfarbe so wunderbar auf dem Parkett tarnt.
Der dicke Martin hat beim Tierarzt Blut gelassen, er ist kerngesund. Ausserdem wiegt er stattliche 5,75 Kilo (Franz etwa die Hälfte), was ihn durchaus korpulent wirken lässt, denn er ist ein kleiner Kater. Aber alles im Rahmen, bildhübsch sei er, meint die Tierärztin und das finden wir auch. Und deshalb verziehen wir auch die Panikkacke in der Katzentransportbox auf dem Heimweg. Von beiden Katern, in zwei Boxen. Nase zu und durch.
Mehr CatContent gibt´s nicht, es ist einfach viel zu friedlich hier :)
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Am Samstag wollte ich effizient arbeiten und drei Taschen gleichzeitig, Schritt für Schritt nähen. Etwa zehn Nähschnitte pro Tasche hatte ich geplant. Als ich bei der ersten fast fertigen Tasche zu Schritt zehn ansetzte, stellte ich fest dass ich bei allen drei Taschen Schritt zwei übersprungen hatte.
Heute saß ich drei Stunden im Nähzimmer, um bei drei Taschen etliche Ecken wieder aufzutrennen und mit viel Gefuddel und Verrenkung die fehlenden Nähte einzusetzen.
Das muss ich noch üben, das effiziente Arbeiten. Immerhin habe ich Geduld und Beherrschung trainiert.
Nervenretter
22. Januar 2012
Diese bunten Gesellen sorgen seit letzter Woche für Ruhe, Frieden und Ordnung in der Grünen Villa
“Wem gehört das Glas auf dem Tresen?”
“Mein Glas stand so halb links hinten, ist es das?”
“Hatte ich heute schon ein Glas?”
Fragen, die nun überflüssig sind.
Kleine Gummidinger mit Saugnapf, bei Karstadt vom Krabbeltisch geklaubt.
Denn – mal ehrlich – diese selbstgenähten Dinger zum Überstülpen, die ich derzeit in vielen Blogs sehe, sind hübsch. Sehr sogar. Aber wann habe ich schon Zeit etwas Hübsches für meine eher ignorant veranlagte Familie zu nähen?
Feiner Kompromiss, alle glücklich.
Und an Kaffeetassen halten sie auch, dem Kaffeeklatsch mit den Freundinnen steht nix mehr im Wege.
Apropos Kaffeeklatsch. Der virtuelle Kaffeeklatsch scheint beendet, denn ich weiß nicht mal mehr, wo das Tässchen gerade ist. Schade. (auch um das Buch. GERADE um das Buch.)
blaugelb
18. Januar 2012
Ein Schreibtischstuhl, Bettwäsche, Kissen mit Polydingsdafüllung, weil Oma Eis näht Häschen, die gestopft werden müssen.
Viel mehr stand ja nicht auf meinem Einkaufszettel für’s blaugelbe Möbelhaus. Interessanterweise war der Betrag an der Kasse dann plötzlich doch sehr,sehr dreistellig und im Wagen lagen, außer den geplanten Sachen, ein paar Meter graues Leinen und die Weingläser, die endlich wieder im Sortiment sind. Und eine Pflanze, die ich spätestens in drei Monaten totgepflegt habe. Und ein dünnes Deckbett, denn Mme Ouvrage behauptet, das würde sich toll als Innenleben für einen Quilt machen. (in meiner üppigen Freizeit will ich nämlich irgendwann auch nochmal einen Quilt nähen) Wer diese blauen Schüsseln in den Wagen gelegt hat, weiß ich leider nicht, aber die Servietten kann man immer brauchen. Schade, dass es das hübsche Geschenkpapier nicht gab, Geschenkpapier und Kerzen brauche ich auch immer. Schließlich gehört zu meinen guten Vorsätzen, dass ich dieses Jahr viel früher mit den Weihnachtsbesorgungen beginnen will.
Ich glaube, dass dieser komisch-miefigen Luft im blaugelben Möbelhaus irgendein Stoff/Gas beigemengt ist, der/das die Kunden in willenlose “ich brauche einfach ALLES! KAUFENKAUFENKAUFEN!”-Monster verwandelt, die mit glasigen Augen wahllos schäbige Pappkartons, schlecht brennende und riechende Kerzen und geschmacklose Bilder in ihre Einkaufswagen werfen. Und dabei schließe ich mich nicht aus. Draußen, an der frischen Luft, beim Beladen eines meist viel zu kleinen Autos, schleichen sich vage Zweifel ein, ob im vollgestopften Haus tatsächlich noch zwei weitere Körbe gefehlt haben, aber da man beim Umtausch Nummern ziehen muss, die immer viel zu hoch sind und der Einkaufskater schon maunzt, nimmt man sie halt mit nach Hause. Und dort im Haus verschwinden die Körbe augenblicklich in irgendeiner Ecke und sehen niemals so dekorativ aus, wie da im Katalog.
Etwa einen Monat bemerkt man dann, dass die ollen Stuhlkissen doch sehr abgewetzt sind und flatterte da nicht zufällig ein kleines Prospekt mit unglaublich tollen Angeboten ins Haus? Und plötzlich erwacht man wieder auf dem Parkplatz, mit einem Einkaufswagen voller Dinge, die man nicht braucht, aber haben muss. :)
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Die unglücklichen Mitarbeiter im blaugelben Möbelhaus sind neu eingekleidet und tragen jetzt irgendws gelbgestreiftes, das fatal an das Outfit von Bert (Sie wissen schon,nder Freund von Ernie) erinnert. Vielleicht war die Mitarbeiterin bei den Büromöbeln heute deshalb so mürrisch.
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Mittwoch morgen scheint ein guter Zeitpunkt für einen entspannten Einkauf zu sein. Beinahe leere Gänge und keine Kassenschlange. Hab ich nur selten bisher erlebt.
Mittagspäuschen auf dem Sofa
17. Januar 2012
“Ich mache mal ein Stündchen die Augen zu, ja liebe Kinder?”
“Mach nur, du siehst müde aus.”
Zehn Minuten nachdem ich mich in eine Decke gekuschelt habe und die Augen wirklich sehr schwer geworden sind, die Füße sich endlich kuschelig warm anfühlen und das Buch schon auf der Sofalehne liegt, klirrt es in der Küche. So als würde ein Teller von einer Schüssel geschubbst, ganz vorsichtig aber beharrlich, wahrscheinlich mit rotbepelzten Pfoten.
“Mistvieh, runter vom Tresen!” rufe ich vom Sofa, doch das Mistvieh fühlt sich nicht angesprochen. Ich höre Kaugeräusche und kämpfe mich unter der Decke hervor. Ein Blick um die Ecke Richtung Tresen zeigt mir das Katerviech, das vor lauter Frust, weil es den Teller nicht von der Schüssel mit den restlichen Farfalle al Gorgonzola schieben konnte, die Schüssel mit dem Biomüll ausgeräumt hat und an einem Apfelgriebs nagt. “Kschksch, runter!” und der Kater flieht unter den Tisch. Ich schwöre, er lacht mich dabei aus.
Erneut wickele ich mich in meine Decke, bette mein müdes Haupt auf das Geburtstagsgeschenkkissen des besten Vaters meiner Kinder und träume langsam weg.
Das Telefon klingelt, doch ein Kind geht ran und scheinbar war’s nicht für mich.
Beinahe bin ich eingeschlafen,als sich die Tür öffnet und die Kindelein mit unstillbarem Durst in die Küche schleichen. “Leise!”, ermahnen sie sich gegenseitig, “Mama schläft.” Dabei rumpeln sie an den Tisch, klirren mit den Gläsern und überhaupt: kennen Sie Schreiflüstern? Flüstern, das ein bißchen lauter ist, damit man es auch gut hören kann. Sogar im Nebenzimmer.
Nur ein halbes Stündchen noch. Der dicke Martin springt auf das Sofa. Ich liege auf dem Sofa, doch das stört ihn nicht. Er platziert seine zierlichen fünf Kilo auf meinen Beinen, die augenblicklich absterben. Franz macht es sich derweil laut schnurrend auf meiner Schulter gemütlich, bis es ihm zu langweilig wird und er stattdessen eine Prügelei mit Martin anfängt. Auf mir. Ich verjage beide Kater und bin fast wach.
“Mamaaaa?”, schreiflüstert die Tochter neben meinem Ohr, “Bist du wach?”
Sie braucht den großen Rucksack und der ist irgendwo in der Halle. Immerhin weiß ich wo und als sie ihn trotzdem nicht findet, empfehle ich ihr, den besten Vater meiner Kinder zu fragen.
“Ist es der hier?”, fragt sie und schleppt meinen Wanderrucksack auf das Sofa. Ich habe den Schlaf aufgegeben und mir stattdessen einen Kaffee gemacht. Und habe noch ein winziges Eckchen auf dem Sofa gefunden, in das ich mich kauern kann, denn während ich kurz Kaffee holen war, hat die Tochter sämtliche Karabiner, Exen, Haken, Ösen, Seile, Klettergurte, Kletterschuhe und Chalkbags dort aufgetürmt. Heute ist nämlich der erste Tag des Bergsteigerkurses, für den sie und der große Sohn sich angemeldet haben. Und für diesen Kurs sollen sie sämtliches Kletter-Equipement, das wir besitzen, mitbringen. Irgendwie gelingt es ihr, meinen 55l Rucksack randvoll zu stopfen, sich das Ding auf den Rücken wuchten und sich durch die Haustür nach draußen zu quetschen. (hoffentlich trifft sie wie verabredet im Zug den großen Sohn, damit der sie hochziehen kann, wenn sie hintenüber kippt)
Mittlerweile sind die Kater eingeschlafen und beinahe könnte ich mich entspannen.
Aber ich habe ja noch ein drittes Kind, das nun mit den Hausaufgaben fertig ist und Spiel, Spaß, Abenteuer wünscht. Zum Glück hatte ich ja ein Mittagspäuschen auf dem Sofa und bin nun wieder vollständig einsatzfähig.
( kurz vor dem Mittagessen:
“Mama, ich hab meine Arbeit in Informatik zurück!”, sprach der jüngste Sohn
“Fein! Was haste?”
“Hab ich vergessen, ich muss nachsehen.”
Eine eins hat er. Kann man ja mal vergessen. Ach.)
(Sie lasen einen Auszug aus “Wenn die Kinder erst größer sind, wird alles leichter. Oder?!”)
Montags anders
16. Januar 2012
Als ich heute morgen neben Herrn Skizzenblog auf dem Stepper herumhampelte, war ich mir ganz sicher: ich fahre heim, mache das Dashboard auf und schreibe den finalen Blogeintrag. Weil alles ist gesagt, alles gezeigt. Neues ist nicht zu erwarten, weder an der Kinder- noch der Haustierfront, es steht kein Umzug an, kein neues Dach und ich glaube, in nächster Zeit streiche ich fast kein Zimmer und lackiere nur ganz wenige Möbel. Ich reise kurz nach Berlin und habe Pläne für den Sommerurlaub, bereite mich mental und fleissig nähend auf zwei Märkte vor und … es fließt. Ruhig, stetig, gut. Langweilig.
Bei anderen ist das anders. Bei der Lakritzefrau zum Beispiel. Seit heute kann man ihr hier aktiv helfen. Und natürlich auch nachlesen, warum aktive Hilfe dringend nötig ist.
Naja, und während ich Herrn Skizzenblog noch davon zu überzeugen versuchte, dass ein Leben ohne Frau Mutti durchaus möglich ist, fiel mir ein, dass ich über die Lakritzefrau schreiben wollte. Oder über den Grund, weswegen ich ganz dringend nach Berlin muss, lieber gestern als in zwei Wochen. Oder mit meinen neuen, hübschen Täschchen prahlen will, auf denen eine tolle neue Stickmusterserie prangt. Oder wieder ein “früher war es schlimmer, weil …”-Artikel.
“Schreib halt ab und zu, hör nicht ganz auf”, sprach Herr Skizzenblog und ich denke, das ist keine schlechte Idee. Vielleicht verlinke ich auch einfach nur Artikel aus dem Archiv :)
(bleiben Sie mir gewogen, egal wie.)
Die Spiegelmutti ist derzeit draußen. Es ist mir zu anstrengend vor dem Spiegel den Bauch einzuziehen, den Busen rauszustrecken, dabei gleichzeitig entspannt zu lächeln und einfach umwerfend auszusehen.
Und bevor ich wieder im Nähzimmer verschwinde, schicke ich eine Suchmeldung raus: Tässchen? Hallo?
Nuschel deLuxe
11. Januar 2012
“Schnisch!”, antwortet der große Sohn auf meine Frage, wer noch Hunger hat.
“Schunzien!”, antwortet die Tochter auf meine Frage, was sie gerade macht.
Und ausgerechnet unser sprachauffälliger jüngste Sohn artikuliert klar. Darüber bin ich sehr froh, denn ich habe schon ernsthaft an meinem Gehör gezweifelt, immerhin bin ich alt. Alte Menschen hören schlecht. Ist aber nicht wohl doch nicht so. Die junge Menschen sprechen schlecht, jedenfalls hier in der Familie.
Angeblich ein vorrübergehendes Phänomen, will man einschlägigen Ratgebern und anderen Eltern glauben.
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Die nächste Nähsaison kann starten. Viele neue Bänder und Stoffe locken ins Nähzimmer. Vorerst nähe ich aber endlich mal wieder ganz eigennützig, denn das Sofa will neue Kissen und für den Geburtstag des jüngsten Sohnes (und sein neu gestaltetes, jugendliches Zimmer) gibt es Einiges zu tun. Und da auch im neuen Jahr der Donnerstag ein Opa-Tag ist … geht es morgen los.
(ich hab so ein alles-neu-im-Frühling-Gefühl)
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“Langweilig, aber da kann ich was draus machen. Vielleicht ein hübsches Bändchen drauf. Oder eine hübsche Stickerei.” Das sage ich mir immer, wenn ich mir ein unifarbenes Hemdchen/Shirt kaufe. Natürlich mache ich das nie, denn unglücklicherweise stehe ich mir mal wieder selbst im Wege. Ein hübsches grünes Shirt kann ich mit vielen anderen Farben kombinieren, doch wenn ich ein Bändchen drauf nähe oder bunt besticke, dann schränke ich meine Kombinationsmöglichkeiten ein. Oder meine Sorge, das Pimp-Vorhaben könnte missglücken ist so groß, dass ich lieber das eher langweilge unifarbene Shirt trage. So doof, das will ich nicht mehr.
Vor Weihnachten habe ich es geschafft und habe auf ein niegelnagelneues Shirt zwei bunte Stoffkreise genäht. Ganz mutig, es ging auch nix schief und das Ergebnis gefällt. Ganz übermütig habe ich mir zwei weitere Shirts geleistet und eine Strickjacke, die hübschere Knöpfe braucht. Denn dies ist ein weiterer Vorsatz für’s neue Jahr: den Inhalt meines Kleiderschranks aufhübschen. Macht die Welt nicht besser, aber mich fröhlich.
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Die Schneeglöckchen blühen. Auch ohne Schnee. (kann es bitte, bitte noch mal schneien?! Mein unordentlicher Garten soll noch ein bißchen versteckt sein, bis es endlich warm genug zum Aufräumen dort ist.)
Das neue Jahr kommt
1. Januar 2012
und eine geht.
Den gemeinsamen Rotwein haben wir nicht mehr geschafft, aber lustige, freundliche und nachdenkliche mails getauscht. Viel zu wenig, viel zu früh. Meine Gedanken sind bei der Familie und bei ihr.
Gute Reise von den Dünen in die Wolken!
Jetzt aber:
18. Dezember 2011
Entspannung pur ist angesagt. Alle Weihnachtsgeschenke sind besorgt, die Weihnachtsessen-Generalprobe verlief zufriedenstellend (muss nicht eigentlich die Generalprobe fürchterlich schief gehen, um eine rauschende Premiere zu garantieren? Egal.). Einzig ein hübscher Baum fehlt noch, der zieht am Donnerstag ein.
Der beste Vater meiner Kinder schlug vor, den Baum direkt auf den Wohnzimmerboden zu legen, ohne den Umweg Christbaumständer und katersicherer Fesselungsversuche an der Wand. Die neuen, glitzerbunten, katzenfesten Plastikglitzerkugeln könnten wir einfach lose auf den liegenden Baum schmeissen, spart uns und der roten Ratte viel Arbeit und Nerven. Ich habe diesen Vorschlag abgelehnt, werde aber womöglich demnächst zugeben, dass er gar nicht so schlecht war.
Wir hatten übrigens als die Kindelein noch klein und niedlich waren niemals einen kindersicheren Baum mit Plastikkugeln. Auch nicht für die anderen Katzenteenager früher im Haus. Alles neu macht der Franz.
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Die Sache mit den Geschenken hat mich bis in meine Träume verfolgt, denn ich träumte, dass mir eine alte Bekannte eine komplette Badsanierung schenkt. Fand ich im Traum sehr toll und ich ließ sie machen. Vom Ergebnis war ich dann aber wenig angetan. Waschbecken, Badewanne und Toilette waren aus einem Abrisshaus und in sehr schmuddeligem Zustand (haben Sie sich im Traum schon mal geekelt?), dafür musste man zur Toilette über eine kleine Trittleiter klettern. Über dem Waschbecken hing ein fünftüriger Spiegelschrank, für jedes Familienmitglied eine Tür. Auf jeder Tür das Porträt eines Familienmitgliedes eingeätzt. Die Bilder habe sie meinem Blog entnommen, teilte mir meine Badgestalterbekannte mit, und weil kein Bild vom besten Vater meiner Kinder zu finden sei, habe sie eben ein Bild von Chakotay genommen.
Ich erwachte sehr aufgebracht umd war sehr erleichtert, als ich mein Bad in altem Zustand vorfand. Traumdeuter vor! Will Frau … äh … Mutti insgeheim eine Affäre mit indianischen Raumfahrern oder ist ihr Wunsch nach einem Spiegelschrank doch größer als bisher vermutet? Oder ist ihre Sorge, dass das geheimnisumwobene Familiengeschenk, von dem der beste Vater meiner Kinder spricht, eher groß, weil sie keine leise Ahnung hat, um was es sich handeln könnte? Ein Urlaub auf den Seychellen ist es nicht, versichert der beste Vater meiner Kinder glaubhaft. Was bleibt da noch?
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Nur noch drei Tage Schule! Hurra!
Weihnachtsmärkte
4. Dezember 2011
sind toll.
Wenn:
- es nicht regnet
- es schneit
- viele Menschen viel Zeit haben und wenig Hunger
- nicht regnet und stürmt
- es schneit und der Schnee malerisch liegenbleibt
- der Glühweinstand direkt neben dem eigenen Stand ist
Manches war an diesem Wochenende leider nicht so und deswegen wird hier ab Dienstag nachmittag das Weihnachtsschaufenster enthüllt.
(Weihnachtsmärkte sind aber auch lustig und schön, wenn man nicht allein am Stand ist, sondern mit drei anderen tollen, kreativen Frauen und wenn sich Besucher als Blogleser outen und Hallo! sagen. Nächstes Jahr sicher wieder.)
Bloglesende Besucher im angeregten Gespräch mit der liebreizenden Autorin :)
Wussten Sie schon,
23. November 2011
dass ungefähr übermorgen Weihnachten ist?
Ich habe nur eine klitzekleine Portion Schneeflocken-Plätzchen, ein Kerzodil auf dem Regal, drei, vier Schnickeldis rumstehen und eine vage Idee, wie unser Adventskranz aussehen könnte. Zum allerersten Mal habe ich keinen Adventskalender für die Kindelein und auch wenn sie sagen, dass sie gar keinen wollen, ist das falsch. Ich will, dass sie einen wollen, denn ohne Adventskalender fehlt doch was. Vor allem ohne die “was tu ich rein”- Panik fehlt was.
Draußen scheint die Sonne und weil der November kein bißchen grau und trüb ist in diesem Jahr, will ich nichts im Haus bunt und glitzerig machen. Wenn draußen der Raureif in der Sonne funkelt, dann reicht das beinahe aus. (hat es in diesem November eigentlich schon geregnet? Der Rhein hat so wenig Wasser, dass die Fähre bald nicht mehr queren kann, weil die Landungsrampen zu weit aus dem Wasser ragen. Und bei Nackenheim kann man wieder auf die Insel laufen!)
Von Weihnachtsgeschenken muss ich noch gar nicht reden. Ich habe keine. Und keine Idee. Und keine Lust, mich darum zu kümmern. Habe keine Lust auf Weihnachtsmusik, auf Glühwein und auf Bratapfel.
Wenn das die Auswirkungen eines hellen, sonnigen Novembers sind, dann möchte ich den grauen, dunklen November wieder, denn mir fehlen meine glitzerigen Vorweihnachtsmauscheleien.
Und wieder: man kann’s ihr nicht recht machen, der Mutti.
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Das Buch, das ich da lese, heisst “Fool on the hill” von Matt Ruff. Es ist witzig, traurig, gruselig, grausam, poetisch und hübsch erzählt. Ich lese es etwa einmal im Jahr, weil das so ist, als würde man einen guten, alten Freund wieder zu treffen. Sollten Sie es mal in die Finger kriegen: lesen! (und nicht vom schrägen Anfang abschrecken lassen)




