Sonntags beim CVJM
29. August 2010
Kochen gespart, Kuchen gegessen, mit lieben Menschen geschwätzt, Bilder und Filme von den Zeltlagern gesehen und mit dem warmen, behaglichen Gefühl heim gegangen, dass es viele sehr viel blödere Orte gibt, an denen sich die drei hinreißenden Bestien rumtreiben könnten.
Gesund, gesund, gesund!
27. August 2010
jubelt Frau … äh … Mutti und verkündet etwas kleinlaut, dass sämtliche lästerliche Sprüche über nichtgemachte, aber dokumentierte Urintests sehr voreilig waren.
Es verhält sich nämlich folgendermaßen:
Die aktuellen Blutwerte, also die vom letzten Samstag, wurden direkt neben die vom letzten Mai gesetzt, damals bei der Knie-OP, falls Sie sich an Frau Knie erinnern.
Ich habe also einen Laborbericht mit drei Spalten vor mir. In der ersten Spalte stehen die Werte vor der OP (eigentlich ganz gut), die Werte nach der OP (mit medikamentös bedingten Ausreissern in verdächtige Höhen oder Tiefen) und die ganz aktuellen Werte, die geradezu glänzend sind!
Die Ergebnisse des Urintestes sind ebenfalls die von letztem Jahr und ja, Frau … äh … Mutti, gründliches Lesen und etwas weniger Arroganz wären hilfreich. (geht in die Ecke und schämt sich)
Wie auch immer. Ich bin kerngesund, habe ausreichend Blutfarbstoff und Eisen, einen prima Zuckerwert und - schwupps - Müdigkeit verflogen! Man reiche mir ein paar Bäume zum Ausreissen!
Küchenphilosophie
25. August 2010
Als ich heute so am Herd stand und meine Kohlrouladen ohne Rouladen brutzelte, glücklich und zufrieden, dank des Hinweises einer Leserin, ich solle doch einfach die ganzen Kohlrouladenzutaten in einen Pott schmeissen, statt mir regelmäßig die Finger an heißen Kohlblättern zu verbrennen, da ließ ich so meinen Blick und meine Gedanken schweifen und dachte: eigentlich ganz schön gut, diese Bloggerei.
Weil neben höchst praktischen Tipps und Rezepten für die Küche, gibt´s eben auch mal Ratschläge oder Trost, Ermunterung und Ermutigung, was zu lachen oder was zum Nachdenken. Ausserdem liegt in meinem Brotkörbchen mein Lieblingsgeschirrhandtuch, dass mir als Überrschungsgeschenk ins Haus flatterte. In meinem aktuell gelesenen Buch markiert ein niedliches Lesezeichen, an welcher Stelle mir das Buch kurz vor dem Einschlafen auf die Nase fiel und meinen täglichen Liter Tee (im Winter) trinke ich aus einer großen roten Tasse, auf der zwar “Mug of Coffee” steht, aber das schadet ja dem Tee nicht. Wenn ich die Tasse sehe, denke ich an ein paar wunderbare Tage im letzten August, inmitten von Mirabellenbäumen. Am Küchenschrank hängen etliche Postkarten. Ein weiser Spruch von Voltaire und welche mit Anspielungen auf meinen Kaffeekonsum. Die Geburtsanzeige eines kleinen Jungen, der sich seinen Geburtstag mit meinem großen Sohn teilt hängt einträchtig neben einer handgemalten Karten, auf der drei Schafe Richtung Grüne Villa wandern.
Auf dem Boden neben dem Küchenschrank leben in einer großen Box acht Achatschnecken, die ich ohne die Bloggerei niemals in meinem Haus aufgenommen hätte. Genauso wie die Calcaratas in Töchterleins Zimmer. Der dicke Martin würde nicht bei uns leben, Matze hätten wir nicht kurz bei uns aufnehmen können. Und ich wüsste nicht, warum Katzen mit ihrer Beute “spielen”.
Auf dem Küchentisch steht eine Kerze. Und auf dem Teller, neben der Kerze liegt ein einfacher Kiesel. Mit einem Fliegenpilz drauf. Von diesen Fliegenpilzkieseln gibt es noch eine Menge mehr, in verschiedenen Häusern und manche sind noch eingebettet in gruselig-stinkendes Kerzengel.
Im Wohnzimmer hängen und stehen drei Originale aus dem Skizzenblog und ein Bilderrahmen mit einer Vogelspinnenhülle drin. An den Türgriffen der Schränke baumeln Blechherzen und ein gehäkelter Fliegenpilz, in der DVD-Sammlung stehen mindestens drei Filme, die dort nur stehen, weil jemand eine tolle Kritik darüber schrieb. Das Feuerholz liegt in einer Holzkiste, in der man mir den Herbst schenkte. Und auf dem Sofa sitze ich gerne und proste mit blutbildendem Rotwein.
Im Bad wäscht man sich mit Brüllenseife oder badet mit selbstgebrauten Badebomben. Und auf den Handtüchern sind kackende Hunde. Weil die erinnern mich an Berlin und einige wunderbare Tassen Kaffee mit verschiedenen nicht minder wunderbaren Menschen. An der Wand hängt eine kleine, silberne Axt.
Im Kleiderschrank liegen etwa zehn Paar Socken, gestrickte, kuschelige Socken, die mir Herz und Füße wärmen und ich weiß noch genau wann ich welches Paar zu welcher Gelegenheit bekam. Ich, die ich nicht stricken kann oder will, ehre diese Socken und trage sie, bis sie buchstäblich auseinanderfallen. Und für warme Schultern habe ich ein Tuch und ein Dingsi.
Im Zimmer der Tochter hängt ein Vögelchen aus Blech und immer mal wieder dudelt das Lied von der Maschenka. Im Zimmer des Jüngsten hängt ein Photo auf dem fünf Jungs in Kletterausrüstung zu sehen sind. Mr. Neutrum und ich, erzählt er dazu. Im Zimmer des Großen hängt ein kleines Geweih an der Wand, eigentlich für mich, aber er hat´s mir abgeschwatzt. Wenn ich es sehe, denke ich an gestrickte Socken und ein gemeinschaftlich geführtes Blog.
Im Nähzimmer … Karten, Briefe, Schnickeldi. Gehäkelte Beutelchen, geschnitzte Radiergummis, ein Kuhhorn, ein Kuhzahn, ein Umschlag voll altem Schmuck zum Weiterverarbeiten. Unzählige Stickgarnröllchen, Webbänder und etwa zwei Drittel meiner Stickdateien, wahrscheinlich hätte ich diese ganze Näherei/Stickerei/Rumwurschtelei ohne das Bloggen und das Lesen in anderen Blogs erst gar nicht angefangen.
Draußen im Garten wuchern Walderdbeeren, die mal als kleine zerdrückte Pflänzchen in einem Umschlag bei mir ankamen. Wunderblumen haben sich ausgesät und erinnern mich an einen Weltretter, der doch kein Feuerwehrmann ist und die Gartenflüsterin. Ein silbernes Pöttchen hängt am Holzschuppen, die Blümchen die mal drin waren habe ich zu Tode gepflegt, aber das Pöttchen bleibt. Eine Ente aus Wurzelholz bewacht einen großen, blauen Blumentopf in dem es seit Mai lila blüht und ein Pappmachévogel zaubert auch im Winter ein bißchen Farbe ins Gestrüpp. Ein Feigenbäumchen hat nicht überlebt, aber Anleitungen für ein Hochbeet harren ihrer Verwirklichung. Ein kleines Patchworkdeckchen versteckt genau den grässlichen Plastiktisch in der Schattenecke und die Seerose in der alten Wanne lässt mich sowieso von links nach rechts grinsen.
Das ganze Haus, der ganze Garten, überall und jederzeit werde ich an Menschen erinnert, die ich teils nur virtuell kenne oder nur einmal getroffen habe oder höchst selten sehe. Aber es ist ein bißchen so, wie mit Omas Kuchenrezept oder dem Lieblingskuscheltier aus der eigenen Kindheit, es lassen sich Geschichten erzählen. Und so manches Rezept kommt immer wieder zum Einsatz, weil gebrannte Mandeln zum Beispiel, sind verflixt teuer, dabei aber so leicht zu machen, genauso wie gesunde Trinkjoghurts, die Oma Eis immer wieder gerne abfüllt und verschenkt.
Der nicht allzu alltägliche Begriff “Axtmörder” hat sich etabliert, wenn es passt, wird ge”schumschei”t und manche Menschen werden nie ihren Namen verlieren, auch wenn es das Blog längst nicht mehr gibt.
Ich kann hier gar nicht alles aufzählen, weil der Text a) zu lang und b) zu schmachtfetzig würde, deshalb ende ich hier und werfe einfach mal ein großes DANKE in die Runde. Nehmen Sie sich gerne ein Stückchen.
Genau!
23. August 2010
Das Tolle an vielen Falläpfeln ist, dass man jede Menge Apfelmus kochen kann. Apfelkuchen, ApfelPFANNkuchen, Apfelmuffins oder einfach Apfelstückchen zum Knabbern.
Das Blöde an vielen Falläpfeln ist, dass es keinen Spaß macht, das auszuschneiden, was noch verwertbar ist. Und dass man eigentlich nach jedem Windstoß rausrennen und aufsammeln müsste. Denn liegen die Äpfel erstmal unten, sind sofort Mäuse, Igel, Ameisen und Millionen von Käfern da, die auch auf Fallobst stehen.
(habe mir die Zunge am heißen Apfelmus verbrannt. Aber das war es wert.)
Immer anders, Teil II
21. August 2010
Der Arzt in der Notdienstzentrale vermutete thromBose und bestätigte meinen Verdacht. Fiese Schmerzen knapp über dem Knöchel, egal ob man draufdrückt oder nicht und obendrein ein müdes, schweres Bein.
Abklären lassen im Krankenhaus.
Ein reichlich junger Arzt untersuchte und schallte und war sich nicht ganz sicher. Vorsichtshalber Einweisung mindestens übers Wochenende, Spritzen und wahrscheinlich das Bein einwickeln.
Einen Zugang bekam ich gelegt, EKG wurde geschrieben, Blutdruck, Puls und Fieber gemessen und etwa ein Liter Blut ins Labor geschickt. Das übliche Aufnahmeprozedere eben.
Einzig das letzte okay vom Oberarzt fehlte noch. Der kam, sah und schallte. Und befand, dass es sich um eine eher harmlose Entzündung eines oberflächlichen Venenstranges handelt. Ein kleines Gerinnsel ist vorhanden, doch das darf sich alleine auflösen. Und zwar daheim :)
Schmerzmittel, Bewegung und Aufmerksamkeit als weitere Behandlung, nächste Woche dann ein dringendes Gespräch mit dem Hausarzt zur Abklärung der Blutwerte. Die sind nämlich teilweise eher sehr daneben.
Sehr interessant sind die Ergebnisse des Urintests, die hier schwarz auf weiß vor mir liegen. Ich hab nämlich in kein einziges Becherchen gepinkelt :)
Und jetzt: grillen.
Immer anders
21. August 2010
als man denkt.
Jetzt erstmal Krankenhaus, Verdacht auf Thrombose. Macht ja auch keinen Spaß.
Wochenende
20. August 2010
und vor lauter Plänen und Vorhaben bin ich schon mal im Voraus erschöpft.
(vielleicht liegt’s auch am Rotwein von gestern abend)
Ich belästige jetzt niemanden mit der detaillierten Aufzählung und Auflistung der Wochenenaktivitäten, werde es mir aber womöglich nicht nehmen lassen, Bilder zu zeigen.
Ihnen ein erholsames Wochenende!
