zusammengefasst.

29. Januar 2012

Mitgebracht aus der großen Stadt (auf speziellen Wunsch der Lieblingsschwester):

Schön bunt, aber eher ungenießbar. (zum Glück gab´s noch Philadelphiatorte und Splitterkuchen, Lieblingskuchen für den heimgekehrten Sohn)

 

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Eine volle Handyspeicherkarte voller Bilder und jede Menge Erinnerungen an den ersten Teil des Praktikums. Schade, dass es nur eine Woche dauerte, so der Sohn. (und der Herr Reich-Ranicki hat ihn nachhaltig beeindruckt. Werde ihm mal die Biographie zum Lesen geben)

Morgen und den Rest der Woche ist er im Wahlkreis mit ihm unterwegs.

 

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Der Franz? Bitte sehr. Wächst und gedeiht. Ist größer als der dicke Martin, aber schlanker. Und übernächste Woche wird er seiner Männlichkeit beraubt, damit uns keine Alimenteforderungen ins Haus flattern.

 

Ungestüm ist er, frech und völlig furchtlos. Unbelehrbar, verspielt, verschmust und absolut hinreissend.

Das Bild entstand heute abend, als Beweis dafür, dass das Katertier wirklich ausreichend und gut ernährt wird. Hier: Rinderhackfleisch. Mit rundem Bauch wohlig schnurrend lag das Katerchen nach dem Fressen unter der Fleecedecke auf dem Sofa. Und zwei Stunden später jagte ich ihn vom Tisch, wo er die Reste der Lasagne annagte. Nein, Würmer hat er nicht. Er frisst und wächst und frisst und wächst. Und er frisst alles was er kriegen kann, gerne Salat und Äpfel, am Liebsten Käse und Käsekuchen und so bald man sich zudeckt, mit Decke oder Deckbett, zupft und zurrt er so lange an Decke oder Deckbett herum, bis man eine Ecke anhebt und ihn darunterschlüpfen lässt. Nach dreiminütigem Schnurren und Räkeln geht dann das wilde Tier mit ihm durch, was mit Krallen in menschlichem Fleisch endet. Erinnert ein bißchen an die Zeit, als das Sonntagmorgenkuscheln mit den Kindern zum Kampfschmusen mutierte.

Er passt hier ganz wunderbar rein, nicht nur weil ihn seine Fellfarbe so wunderbar auf dem Parkett tarnt.
Der dicke Martin hat beim Tierarzt Blut gelassen, er ist kerngesund. Ausserdem wiegt er stattliche 5,75 Kilo (Franz etwa die Hälfte), was ihn durchaus korpulent wirken lässt, denn er ist ein kleiner Kater. Aber alles im Rahmen, bildhübsch sei er, meint die Tierärztin und das finden wir auch. Und deshalb verziehen wir auch die Panikkacke in der Katzentransportbox auf dem Heimweg. Von beiden Katern, in zwei Boxen. Nase zu und durch.

Mehr CatContent gibt´s nicht, es ist einfach viel zu friedlich hier :)

 

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Am Samstag wollte ich effizient arbeiten und drei Taschen gleichzeitig, Schritt für Schritt nähen. Etwa zehn Nähschnitte pro Tasche hatte ich geplant. Als ich bei der ersten fast fertigen Tasche zu Schritt zehn ansetzte, stellte ich fest dass ich bei allen drei Taschen Schritt zwei übersprungen hatte.

Heute saß ich drei Stunden im Nähzimmer, um bei drei Taschen etliche Ecken wieder aufzutrennen und mit viel Gefuddel und Verrenkung die fehlenden Nähte einzusetzen.

Das muss ich noch üben, das effiziente Arbeiten. Immerhin habe ich Geduld und Beherrschung trainiert.

Neues, Altes und Gesticktes

19. Januar 2012

Nachdem sie zwei Jahre lang mit ruckelnder Maschine vom Discounter schimpfend genäht hat, kurz ihr Glück mit einer aus gute Grund von mir abgelegten Maschine versucht hat … Oma Eis hat jede Menge Plätzchen für den Weihnachtsmarkt gebacken, viele Taschen genäht und unzählige Wendeöffnungen geschlossen. Vom Verkaufserlös hat sie sich heute eine Nähmaschine gekauft. Reduziert, weil Auslaufmodell, eine Pfaff Expression 2028, falls Sie neugierig sind.

Ich freue mich sehr für sie, schnurrende Maschinen sind etwas Feines. Gut näh!

 

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Und weil wir heute gerade im Pfaffladen waren, fragte ich nach einer Karte für meine Stickmaschine. Meine Stickmaschine ist nämlich ein nahezu vorsintflutliches Modell aus einer Zeit, als zwar jede Menge Geräte mit USB- Anschlüssen gab, diese Technologie aber noch nicht bei den Nähaschineningeneuren angekommen war. Deshalb gibt es zu meiner Stickmaschine ein schickes Kästchen, das man an den Computer, der mit der Sticksoftware gefüttert ist, anhängt. Die Speicherkarte wird dann in das Kästchen gesteckt, die gewünschten Stickmotive werden darauf gespeichert und die Karte anschließend aus dem Kästchen entfernt. Und in die Stickaschine gesteckt. Viel Bewegung, viel Reibung und besonders in den letzten Monaten viel hin und her mit dem Ergebnis, dass sich das Kontaktfeld mit dem Chip schnell abwetzt. Das hat zur Folge, dass die Karte nicht mehr gelesen oder beschriftet werden kann. Ist seit ich die Stickmaschine habe schon dreimal passiert, aber Ersatzkarten gab´s ja und ich habe zähneknirschend investiert.

Heute habe ich erfahren, dass es die Karten wohl nicht mehr allzu lange geben wird. Logisch. Auch die Pfaff-Stickmaschinen sind im USB-Zeitalter angekommen. Das heisst jetzt für mich, dass ich mir einen kleinen Vorrat an Karten zulegen muss, was beim Kaufpreis von fast 70,- Euro (ich muss mal recherchieren, ob´s die im www nicht irgendwo günstiger gibt) kein Vergnügen ist. (und ich muss mal in die alten Rechnungen schauen, denn ich glaube, soviel habe ich bisher für die Karten nicht bezahlt) Das Ganze ist doppelt und dreifach ärgerlich, denn meine Stickmaschine funktioniert hervorragend. Ich habe also keinen Bedarf, eine neue Maschine zu kaufen, egal von welcher Marke. (sollte das dann doch nötig sein, wird es wohl keine von Pfaff mehr werden, schweren Herzens, denn Pfaff stellt nur kombinierte Näh/Stickmaschinen her und das brauche ich nun wirklich nicht mehr. Ausserdem kostet das derzeit billigste Schnuckelchen deutlich vierstellig und auch dafür habe ich keinen Bedarf.

Ich bin heute, ganz im Gegenteil zu Oma Eis, äusserst gefrustet aus dem Laden marschiert.

 

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Ein Leben ohne Stickmaschine ist möglich, aber es macht nicht soviel Spaß. Weil …

… ich dann keinen Grund hätte, mich vor dem Spiegel zu verrenken. Zeigen wollte ich Ihnen, wie ich aus meinem eher faden ökobiosupersauberundfairem Shirt ein hübsches Einzelstück geacht habe.

Oder wie aus dem alten Breitcord in eher undefiniertem Grauton, (den mir der Vater der Freundin, die nie Zeit hat überlassen hat) ein paar Stoffrestchen und Samtband …

… ein unentbehrliches Reissverschlusstäschchen wird, in dem man/frau all die Dinge mit sich herumschleppen kann, die absolut unentbehrlich sind. Da findet sich immer was. Reissverschlusstäschchen sind wie Tupperschüsseln. Notfalls kauft man sich halt was, das man in das Täschchen stopfen kann.

 

Frau Rieger hat die Riege der angezogenen Tierchen erweitert. Ausser den hier gezeigten Viechern in Kleidern gibt es auch noch ein allerliebstes Tapir. Und ein Äffchen. Und eine Maus.

Alle Stickdateien aus der Serie “Dressed up” ab heute in ihrem Shop. (Danke, dass ich probesticken durfte!)

Immer wieder, immer noch, nachts wach.

Seit den Weihnachtsferien schlafe ich schlecht. Zuerst schon ich es auf die reichlichen Mahlzeiten samt ziemlich viel Alkohol. Dann auf den Weihnachtsstress. Dann auf das Wetter, dann auf den Mond, dann auf den minimalen Schnupfen, dann wieder auf´s Wetter. Was oder wer auch immer daran schuld ist: geh weg, ich will schlafen.

Sicherlich war der Schlafrhythmus in den Ferien der Sache nicht dienlich, denn wer nicht vor drei ins Bett geht und dafür bis elf drin bleibt, verpasst diese prima Tiefschlafphase so um Mitternacht und wird obendrein i regulären Alltag, wo die Nacht deutlich früher endet, sehr müde sein. So wie ich. Schlafen will ich nicht vor drei und deshalb liege ich im Bett und murmele “ich muss jetzt ENDLICHSOFORTGLEICH einschlafen” vor mich hin. Was mich natürlich noch wacher macht. Und morgens, wenn ich aus dick verquollenen Augen in den grauen Tag blinzele, vor Müdigkeit kau denken, stehen, gehen kann, schwöre ich mir, dass ich mal richtig früh ins Bett gehe. Klappt nicht, weil ich nur mal eben die Augen zu mache, nach dem Mittagessen, wenn die Kindelein Hausaufgaben machen.

“Magst Du einen Kaffee?”, fragten sie mich gerade, die süßesten aller Kinder, zwei Stunden nach “ich mach mal kurz die Augen zu.” Das wird auch heute nix mit dem früh schlafen, weil jetzt bin ich ja wieder fit. Muss am Wetter liegen. Oder am Mond. War der nicht gerade voll?

 

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Lacher des Tages:

“Guten tag,

Bitte oeffnen Sie die angefuegte Nachricht. Die Datei wurde gescannt und es ist harmlos. ”

 

Mach ich doch sofort!

 

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Und damit auch der cat-content nicht zu kurz hier kommt: die rotte Ratte, der allerliebste Franz, der sich ziemlich freute, als ich heute mittag, nach dem Weltladendienst endlich heimkam:

Selbstverständlich war er nur deshalb so begeistert von meiner Heimkehr, weil die Futterschüssel leer und blitzblank ausgeleckt war. Armes, verhungertes Kätzchen.

(Stellen Sie sich bitte noch ein lautstarkes “meeeeeeeeeiiiiooow” vor.)

 

 

Alltag?

5. Januar 2012

Noch nicht ganz.

Nächste Woche gehen die Kindelein wieder zur Schule und ab dann wird sich zeigen, ob einer meiner tollen, guten Vorsätze für´s neue Jahr von der schludrigen Frau … äh … Mutti umgesetzt werden. Denn wie letztes Jahr stehen mal wieder organisiertes, strukturiertes Arbeiten weit oben auf der Liste. (noch vor “die leider verdoppelten immer überzähligen drei Kilo zu verlieren”) Die Spitzenposition auf der Liste hat aber der gute Vorsatz, das Jahr ohne Krankenhausaufenthalte zu bewältigen. Sollte ja mal zu schaffen sein. (eine Vollnarkose ist evtl. drin, die aber ambulant)

Termine gibt es eine Menge.

Ende Januar oder Anfang Februar bin ich in Berlin. Abhängig ist der Termin vom Aufenthalt des großen Sohnes in der großen Stadt. Er macht nämlich ein Praktikum bei unserem Landagsabgeordneten  im Bundestag. Wohnen soll er beim Schwager, doch dieser ist möglicherweise genau zu diesem Termin nicht da. Nach Berlin möchte ich sowieso dringend und eine freie Wohnung kommt mir da genau recht. (und der große Sohn muss nicht allein in der großen, gefährlichen Stadt sein)

Ende März werden Mme Ouvrage und Frau … äh … Mutti ihre hübschen Schnickeldis auf einem Frühlingsmarkt anpreisen, wo, was, wann werden wir noch bekannt geben. Altbekanntes und sicher auch ein paar neue Sächelchen im Sortiment. Es gibt da ein paar Ideen, mal sehen, wie sie sich umsetzen lassen.

Anfang August ist jedes Jahr das Winzerfest in Nierstein. In den letzten Jahren gab es in der Rheinstrasse immer mehr Ständchen, an denen Plastikscheiß angeboten wurde. Diese Plastikmeile soll abgeschafft werden. Auf verschiedenen Weihnachtsmärkten wurden Künstler/Aussteller/Kreative angesprochen, ob die einen Stand übernehmen wollen. Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Frau … äh … Mutti wird einen Stand haben und hoffentlich viel Besuch bekommen, Gläser und Wein wird´s garantiert auch am Stand geben :)

Der Sommerurlaub ist noch nicht geplant, ist noch immer nur eine vage Idee. Sicher ist, dass alle Kindelein wieder gleichzeitig für zwei Wochen im Zeltlager sein werden, die beiden älteren Kindelein möglicherweise auch noch mit dem Alpenverein zum Bergsteigen/Klettern fahren. Das Zelten mit Mme Ouvrage möchte ich dringend wiederholen, der jüngste Sohn ist auch kein bißchen abgeneigt. Bleiben vielleicht nur zwei Wochen für einen gemeinsamen Familienurlaub. Ob Irland klein genug dafür ist?

 

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Im Kühlregal stehen ja manchmal diese kleinen Gläschen, die mit irgendwelchen süßen Schweinereien wie zum Beispiel Lemon Cheesecake gefüllt sind. Mag ich gerne. Auch deshalb, weil ich fast alles mag, was in einem kleinen Glas steckt und mit Löffel verspeisen lässt. Und da ich nichts wegwerfen kann, stapeln sich die -Gläschen im Schrank. Zu groß für ein Teelicht, zu klein für einen Stumpenkerze. Zu flach für Blumen, zu hoch für einen Untersetzer.

Irgendwas muss man doch damit machen können, dachte ich und auf einmal kamen die Ideen.

 

Hier eine davon:

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Frau … äh … Muttis Jahresrückblick. Outtakes und Bilder ohne künstlerischen Anspruch, wie jedes Jahr.

(vgl. Teil I, Teil II, Teil III, Teil VI)

 

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Weihnachtsbasteleien

20. Dezember 2011

Dieses Jahr ist mir äusserst bastelig zumute, in der Vorweihnachtszeit.

Abends gehe ich ins Bett und freue mich sehr auf den nächsten Tag, an dem viele hübsche Dinge entstehen werden, die die Grüne Villa in ein lauschiges, festlich geschmücktes Nest verwandeln werden.

Morgens stehe ich auf und bin müde+mürrisch, weil ich vor lauter tollen Plänen viel zu spät geschlafen habe.

 

Manchmal bastelt mir aber meine Kaffeemaschine schon etwas Hübsches und dann kommt die Motivation schon wieder. (erkennt noch jemand außer mir das Katzengesicht im Kaffee? Oder ist es wie mit dem Toastbrot, auf dem angeblich das Antlitz Jesu zu sehen ist, das für mich aber wie ein … naja … verbranntes Toast aussieht?)

Für den bisweilen sehr durchgeknallten Ringelfranz kann es nicht genug Beschäftigung geben und nachdem ich ihm sehr streng verboten habe, die Weihnachtsdeko zu plündern (so lange wir im Zimmer sind), muss Abwechslung, Spiel, Spaß und Spannung her. Und Zeug, dass er unter den Schrank schubbsen kann. Ein Katzenindiaca zum Beispiel:

Zwei Stoffkreise bis auf eine Wendeöffnung zusammennähen, umstülpen, eine leere Taschentuchverpackung für den Knistereffekt und ein bißchen Füllwatte reinstopfen, zwei Federn für den guten Flug in die Wendeöffnung stecken und einmal beherzt um das Indiaca drumherum nähen, dabei die Wendeöffnung schließend.

Fertig. Glückliche Katze. (wahrscheinlich könnte man auch noch ein bißchen Katzenminze rein, um die Katze noch glücklicher zu machen)

Die schnelle Deko zwischendurch, vielleicht dann, wenn gerade Kaffeegäste mit am Tisch sitzen und die Hände so unbeschäftigt sind … der Klassiker: Nelken in Orangen. Hübsch orange, gut duftend und wenn man sie aufhängt, werden sie nicht von ähnlich farbigen Katzen als Fußball missbraucht.

Und dann entdeckt ich im www diese wunderschönen Papierkugeln.

Will ich haben, muss ich machen, kann ja so schwer nicht sein.

Ist es auch nicht, nur ein bißchen friemelig und man braucht Geduld beim Ausschneiden der einzelnen Elemente.

Hier habe ich sie gefunden: How about orange. Schauen Sie sich ruhig mal um, in diesem zauberhaften Blog. Töchterlein und ich sind papierballinfiziert und werden sämtliche Geschenke für die Menschen ringsrum damit schmücken.

Falls ich vor lauter Bastelwut (Aufräum- und Putzwahn) nicht mehr zum Bloggen komme, wünsche ich schon mal ganz vorsorglich ein

Viel lieber wünsche ich normalerweise glückliche, entspannte und fröhliche Weihnachten, aber das waren viel zu viele Buchstaben für diese fisseligen Stempelkissen ;)

Wir lesen uns hier wieder “zwischen den Jahren”, denn mein obligatorischer Jahresrückblick (egozentrisch und narzistisch) steht noch aus. Feiern Sie, essen Sie gut, schenken Sie und lassen Sie sich beschenken und fahren Sie diese ganzen Erwartungen drei Nummern runter, kein Mensch feiert Weihnachten so wie die im Werbefernsehen.

Die Idee,

20. Dezember 2011

den roten Kater in angewidert-skeptischer Pose beim ersten Gang durch den Schnee zu photograpieren, kannich getrost als gescheitert betracht.

Husch – und weg war er. Ist ja kein Feigling.

(und jetzt liegt er an der Heizung und schnurrt die Pfoten warm)

klein, spitz, weg

15. Dezember 2011

Neulich schrieb ich über das turbulente Leben mit Unterfadenspulen, heute könnte ich diesen Text ungefähr so abtippen, aber die Unterfadenspule durch die kleine Stickschere ersetzen. Die tut nämlich alles dafür, dass meine letzten Nerven reißen (weil die sind beim Sticken sowieso äusserst angespannt). Entweder ist sie weg oder sie liegt da, wo ich sie nie hingelegt habe. Falschrum, so dass ich in die Spitze greife.

Da fällt mir nebenbei ein: wenn Sie ein Stück gekauft haben, das von mir gefertigt wurde, sind die Chancen groß, dass sie daran genug Genmaterial finden, um mich zu klonen. An irgendeinem Arbeitsgerät verletzte ich mich nämlich immer.

Manchmal schneidet sie auch beim fünften Versuch nur einzelne Fasern des Stickfadens durch, manchmal schneidet sie messerscharf – wie sie soll – den Faden, der nicht soll.

Wenn sie mal runterfällt, was sie eigentlich auf gar keinen Fall darf, ich weiß, dann landet sie immer im Mülleimer. Unweigerlich. Und meistens ist der Mülleimer voll mit vielen Stofffetzen, die wiederum mit halbstumpfen oder zerbrochenen Sticknadeln vermischt sind. Darin etwas zu suchen macht genauso viel Spaß, wie einen Kaktus zu streicheln. Vielleicht ist es auch umgekehrt: so wie der Mülleimer voll ist, springt die Schere hinein. Ich würd´s ihr zutrauen.

 

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Vielleicht isse ja nicht hinterhältig, sondern einfach nur genauso urlaubsreif wie ich, die Stickschere. Aber ein bißchen Einsatz muss sie noch bringen, denn die letzten Weihnachtsgeschenke sind in Arbeit. Ausserdem versuche ich mich derzeit an diesen fuddeligen Stempelkissen, die die Klecksefrau sich ausgedacht hat, um Begehrlichkeiten zu wecken und mich in den Wahnsinn zu treiben. Das Sticken geht ja fix, das Wenden dank hilfreichem Video auch, doch das Schließen der Wendeöffnung ist nicht für ungeduldige Menschen gemacht. Und Oma Eis hat heute nach dem zwanzigsten Kisschen die Nadel geschmissen. Verständlich. (vielleicht kann man die Dinger auch einfach offen lassen und Fingerpüppchen drausmachen?!

(Fertiges zeige ich dann demnächst mal)

 

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Neues vom Franz gefällig?

Ein völlig entspanntes, gelassenes Katertier. Immer noch.
Er rast durch´s Haus, springt lässig vom Sofa zum Sessel, was eine Entfernung von gut drei Metern ist, hüpft einen Meter hoch und schlägt Saltos. Eine echte Zirkuskatze.
Das Prinzip der Katzenklappe hat er endlich kapiert, weswegen wir endlich die Küchentür energiesparend wieder zuklinken können. (in der Küchentür ist eine Klappe) Wäre er zwei Kilo schwerer, wäre es aus mit den Energiesparmaßnahmen, er springt nämlich zur Türklinke. Wenn er ausgewachsen ist, wird es keine geschlossenen Türen mehr für ihn geben. (derzeit wiegt er niedliche zwei Kilo, der dicke Martin schafft 5,5 Kilo “er ist eben untersetzt”, sagt die Tierärztin zum Kugelkater)

Franz hört auf seinen Namen und kommt angeflitzt, wenn er gerufen wird. Bisher hat er nur wenige, kurze Ausflüge nach draußen gemacht. Da er eher dünnes Fell hat, macht ihm das wahrscheinlich nur halb so viel Spaß wie dem dicken Plüschkater Martin. Ansonsten ist er topfit, hat keine Würmer mehr, ist komplett durchgeimpft und hat keinen Durchfall mehr. Diese Information für die ewig besorgten Leser hier :) Im Februar wird er kastriert, denn nicht nur, dass es genügend (ungeliebten) Katzennachwuchs gibt, die Tierärztin und ich sind uns einig, dass er Streunertendenzen hat und die lassen sich womöglich damit abmildern.

 

(Franz. Ich hätte ihn heute verschenkenverkaufenertränkeneinsperrenandieDeckenageln können, weil er war, wo er nicht sein sollte, klaute, was er nicht haben durfte und in sämtliche Körbe sprang, die er finden konnte. Egal, was drin war: frische Wäsche, jede Menge Post, Genähtes und Schnickeldizeugs, das auf Zusammennähen wartet. Und kurz bevor ich völlig Ausflippen konnte, rollte er sich zusammen, streckte rosa Pfötchen in die Luft und schlief schnurrend ein. Soll einer behaupten, Katzen wüssten nicht, was sie tun.)

 

Du malst – ich lache.

13. Dezember 2011

*** Werbepause ***

 

Frau … äh … Mutti hat ein kleines, feines Testpaket geschickt bekommen. Drin waren das uDraw Gametablet für die Wii und passende Spiele.

Treue Leser erinnern sich: Frau … äh … Mutti war einen Tag lang Binzessin und deshalb durfte sie an diesem Tag auch bestimmen.  Und ihr allergrößter Wunsch war es, mit den anwesenden Geburtstagsfrühstücksgästen “Disney Prinzessin, bezaubernde Geschichten” mit dem uDraw Gametablet zu spielen. Irritierenderweise wurde ihr dieser Wunsch glattweg ausgeschlagen und stattdessen das dem Tablet beiliegende uDraw Studio eingelegt.

 

Herr Skizzenblog durfte als erster, weil er war am Ungeduldigsten. Während er malte, pardon zeichnete, tranken wir noch ein Schlückchen Sekt und lauschten dem Gezetere vom Sofa. ” … ist das unpräzise … Stift angebunden, das ist ja ein no-go … najaaa, das ginge auch besser”

Logisch, es ist ja auch ein Spielzeug und eben kein Grafik-Dingsbums, mit dem man sich seine Brötchen verdienen kann. Ein stabiler Stift, der mit dem Tablet verbunden ist, dieses Controllerdings von der Wii wird in das Tablet geklemmt und das Tablet hat eine gute Größe, nicht zu klein und fuddelig, aber auch nicht zu unhandlich.

Dem Gezeter nach hatte ich ein schiefes Strichmänchen erwartet, aber … klar. Er kann´s eben, der Herr Skizzenblog:

(sehr beeindrucktes “Oh! Ah!” der anwesenden Menschen.)

(Versteht sich von selbst, dass er nicht zufrieden war.)

Und jetzt die olle Mutti. Weil wer nähen kann, kann bestimmt auch malen, pardon zeichnen. Mit der Technik hab ich´s ja nicht so, alles was Kabel hat, ist mir erst mal suspekt. Und ich fand es auch etwas gewöhnungsbedürftig, das, was ich da male, pardon zeichne, auf dem Fernsehbildschirm zu sehen ist und nicht vor mir, wo der Stift auf den Untergrund trifft. Das Menü ist aber doch intuitiv zu bedienen und mit etwas mehr Geduld, hätte ich auch verschiedene Stiftstärken und -arten probieren können.

Nichtsdestotrotz gelang mir ein unvergleichliches Selbstporträt mit schwungvollem Schriftzug. Und wenn Sie jetzt staunen und sagen: “Wow! Gleichmäßige Sternchen kann sie malen, pardon zeichnen, die Mutti!”, dann kann ich Ihnen versichern: kann sie nicht. Dafür gibt es nämlich einen hübschen Stempel.

Mme Ouvrage versuchte sich ebenfalls mit einem Selbstporträt, hatte aber eine Menge Unterstützung dabei, denn das zierliche Näschen war ein Tipp vom Profi auf dem Sofa. Mir persönlich gefällt am Besten die Frisur, auch wenn die kaum bis keine Ähnlichkeit mit dem Original hat.

Die Freitagsfreundin bleibt ganz und gar anonym, will nicht mal ein gemaltes, pardon gezeichnetes Bild von sich hier im Blog sehen. Stattdessen wählte sie sich den Ringelfranz als Modell. Dass so wenig Ähnlichkeit mit dem lebenden Modell vorhanden ist, liegt womöglich daran, dass der Franz einfach nicht stillsitzen bleiben wollte. Aber die Farbe ist gut.

Der beste Vater meiner Kinder versuchte sich an gestempelten Herzen. Und einer Flasche mit … bestimmt Hustensaft, weil eigentlich war er an diesem Tag krank.

 

Wir hatten Spaß, unbestritten. Und leider viel zu wenig Zeit, um das Spiel “Pictionary” zu testen. Das scheint so etwas wie “Montagsmaler” zu sein, die älteren Leser erinnern sich vielleicht daran. (Hund?! Katze?! Maus?!) Auch wenn wir eher nicht so begabt wie Herr Skizzenblog sind, verspreche ich mir einigen Spaß vom Spiel. Vielleicht auch weil wir mit wenig Talent dafür viel Selbstironie gesegnet sind :)

Als am Binzessinnentag mittags die kranken Menschen in ihren Betten lagen und die anderen Hausaufgaben machten, legte ich mir das Disney-Prinzessinnen-Spiel ein. Neugierig und begierig auf rosa Glitzer. Nach drei Minuten wollte ich das Tablet in den Fernseher schmeissen, weil mich die motivierende Frauenstimme aus dem Off in eine aggressive Bestie verwandelte. “Du bist ja soooo kreativ!” säuselte die Stimme, weil ich drei richtige Klicks gemacht hatte, die die Szene aus “Die Schöne und das Biest” bunt färbten. Und “Ist das nicht einfach unglaublich, wie viel SPASS das macht?!?!?!”. Oh ja, unglaublich, selten habe ich mich so amüsiert. Es will sich mir nicht erschließen, für welche Altersgruppe dieses Spiel sein soll (USK ab 0 freigegeben) und welcher Sinn dahinter steckt. Kreativität wird da eher nicht gefördert, es ist mehr ein verkürzter Disneyfilm, in dem man eben ein bißchen rumklicken kann. Langweilig und völlig hirnlos. Mag ich nicht.

Gerade eben haben sich die Söhne auf meinen Befehl “Die Pinguine aus Madagascar – Dr. Seltsam kehrt zurück” eingelegt. Der Name ist Programm. Sehr seltsam. Ein bißchen “jump&run”, anscheinend ein paar Rätselchen und zu erfüllende Aufträge. Richtig begeistert sind sie nicht, aber furchtbar langweilig scheint es auch nicht zu sein. Ob man für solch ein Spiel ein Tablet braucht ist aber fraglich. Der jüngste Sohn hat den Bogen jedenfalls raus und kommt großartig mit dem Brett zurecht, er fuhrwerkt ohne hinzusehen mit dem Stift auf dem Tablet herum.

 

Das uDraw Gametablet ist ein nettes Spielzeug. Muss man nicht haben und ich würde es jetzt auch nicht in die  “TOP 10 Spielzeug 2011″-Liste einreihen, aber vielleicht sind meine Kinder einfach der Zeilgruppe entwachsen und noch nicht in die “wir machen uns zum Affen”-Gruppe, die ohne Können zeichnet und daran Spaß hat, hineingewachsen. Und Zielgruppe für diese Merchandising-Spiele waren wir sowieso noch nie. Für eine vorhandene Spielekonsole ist es eine  schöne Ergänzung, falls playmobil und Lego schon komplett sind und das große Fragezeichen auf dem Weihnachtswunschzettel steht. ;)

Ich bin gespannt, wie die Tablet-Entwicklung weitergeht, bzw. welche Spiele dafür noch auf den Markt kommen, denn ich glaube, da könnte Tolles dabei sein.

 

*** Ende der Werbepause***

 

Musik drauf!

8. Dezember 2011

Frau Rieger hat einmal mehr bewiesen, dass sie das mit den Tieren einfach kann :)

 

Sie hat gezeichnet, digitalisiert und raus kamen trommelnde Hasen, Saxophon spielende Krokodile oder eine Kuh mit Triangel. Grandios!

Die Tierchen kamen mir gerade recht, ich habe sie auf kleine Reissverschlusstäschchen genäht.

Die neue Stickserie gibt es ab heute bei Frau Rieger im Shop!

 

Dieses

und dieses Schätzchen

liegen noch im Weihnachtsmarktschaufenster und warten auf neue Besitzer!

(danke, dass ich probesticken durfte, Frau Rieger, und besonderen Dank für den trommelnden Hasen, der ist mein Liebling. Obwohl es ja sonst immer die Schweine sind.)