OH!
31. August 2010
sagte das jüngste Kind beim Mittagessen, “jetzt ist das Dach kaputt.”
Nein, nicht unseres, aber das der Nachbarn gegenüber. Der wirklich große Bagger hat in unserer schmalen Straße enorme Manöverierschwierigkeiten. Dem Nachbardach fehlt nun diese Begrenzungskante und ein paar Ziegel sind gebrochen. Beinahe ist es schade, dass es nicht unser Dach erwischt hat, denn wir bräuchten ja dringend ein neues. (und dazu bitte ein entsprechend gefülltes Konto, so ein neues Dach ist doch sehr, sehr, sehr teuer)
Es ist ein mulmiges Gefühl, die Baggerschaufel gut befüllt mit Asphaltbrocken am Küchenfenster vorbei schweben zu sehen.
Blick aus dem Schlafzimmerfenster heute morgen:

Darauf übrigens nicht der wirklich große Bagger, sondern sein kleiner Freund.
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Auf der Terrasse lässt es sich ganz gut aushalten, die Sonne scheint ja auch ganz hübsch. Klar, der Krach ist enorm, aber immerhin schwankt nicht der Boden unter den Füßen.
Ich nehme die Stickmaschine mit raus und arbeite weiter für den Weihnachtsmarkt. (oder für die eigene Deko, weil … hach, die sind ja alle so hübsch)


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Und auf speziellen Wunsch einzelner Leserinnen: der tolle Teller :)

(derzeit lehnt er noch am alten Küchenenschrank, demnächst hängt er an der erdbeerjoghurtrosa Küchenwand)
***** NACHTRAG *****
Die Stickdatei heisst Xmas Sweeties, erhältlich ist sie bei Huups.
Der Weihnachtsmarkt ist am 4. und 5. Dezember im Niersteiner Gemeindepark. Alles, was ich dort nicht verkaufe, wird einen Tag später hier im Schaufenster landen :)
Jugend forscht, Teil II
28. August 2010
Jepp, Frau Platypus, Sie haben recht. Die Kindelein sezieren hier ein Schweineauge, der “Tropfen” ist die Linse.
Als Töchterlein erzählte, im Biologieunterricht stünde das Sezieren eines Schweineauges an, schmollte der große Sohn. Als er in der achten Klasse war, wurde lediglich ein Hühnerherz seziert. Lang-wei-lig.
Unser Lieblingsmetzger schlachtet selbst und so lag es nahe, dort nachzufragen, ob wir ein Schweineauge haben dürfen. “Klar”, sprach der Lieblingsmetzger, “kriegt die Uniklinik eben eines weniger. Die forschen nämlich damit.”
Das Töchterlein trug ihr Schweineauge fröhlich durch Nierstein, lud die allerbeste Tochterfreundin zum gemeinsamen Sezieren ein und heute nachmittag lernten wir eine Menge.
Ich habe fotografiert und will Ihnen gerne einige der Bilder zeigen. Damit Sie die nicht unvorbereitet oder gar unfreiwillig betrachten müssen, liegen die Bilder hinter Verlinkungen, Sie entscheiden dann selbst, ob Sie schauen möchten.
Und wenn Sie nicht mal was darüber lesen wollen, dann enden Sie am Besten hier, an dieser Stelle:
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Es kostet Überwindung das Auge in die Hand zu nehmen. Es ist ja genauso groß wie ein Menschenauge und sieht eigentlich auch genauso aus. Aber zum Erforschen gehört, dass man weiß, wie sich etwas anfühlt und wie schwer es ist.
Die Kindelein versuchen mit Messer und Schere den Augapfel zu öffnen. Das geht nur sehr, sehr schwer, die Lederhaut ist sehr widerstandsfähig und elastisch!
Die “Gewebefetzen” um das Auge herum müssen ab und das führt zu albernen Szenen :)
Letztendlich gelingt ein Schnitt mit der Nagelschere und eine gallertartige Masse tritt aus. Es riecht - eklig.
Die Kindelein entfernen die Linse (siehe Jugend forscht) und entdecken, dass das Innere schwarz ist. Und dass der eigene Finger durch die Hornhaut zu sehen ist.
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Ich fand´s klasse!
Sehr faszinierend anzufassen, zu tun und zu riechen! Noch mehr begeisterten mich die Kindelein, die sich ohne hysterisches Getue und Gequietsche voller Eifer und Interesse dieser Sache widmeten.
Und mir wurde eine große Angst genommen. Als Einäugige (ich kann nur mit dem rechten Auge sehen) lebe ich mit der diffusen Angst, dass mir irgendwer irgendwas Spitzes in mein “gutes” Auge piekt und dieses dann “kaputt” geht. Das kann so schnell gar nicht passieren. Klar ist die Hornhaut verletzlich, aber die Vorstellung von einem Auge, das mir über die Backe läuft, die ist endgültig verabschiedet.
Jugend forscht
28. August 2010

und findet.

Wissen Sie, was da geschah?
Augen nach links,
26. August 2010
we proudly present: the Spiegelmutti.
Gab´s schon mal, ist völlig zweckfrei, macht aber Spaß.
Wird nicht regelmäßig oder gar täglich erneuert, aber mindestens jahreszeitlich angepasst.
Heute also ganz aktuell: sehr altes Trägerhemd und ein Röckchen aus Bettwäsche. Unten am Rockbund ein Wildschwein auf ´nem Nachziehwägelchen. Das Röckchen war mein Wanderröckchen im Urlaub, ratzfatz noch am Abend vor der Abreise zusammengenäht, weil Frau Mutti hat ja nie irgendwas Passendes im Schrank.
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Heute ist “Oma und Opa - Tag” für die Kindelein, was bedeutet, dass ich nicht kochen muss. Für alle Beteiligten eine ganz wunderbare Einrichtung. Passenderweise hat Töchterlein am Donnerstag vor ihren Brüdern Unterrichtsende, so kann sie Opa beim Kochen helfen. Und der stellt sich dann auch gerne etwa ungeschickter an, weil dann macht´s doppelt so viel Spaß.
Unvorstellbar, dass es solche Tage irgendwann nicht mehr gibt. Deshalb: einkochen, konservieren, merken, niederschreiben, festhalten. Auf ewig.
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Immer wenn ich abends denke “ich könnte ja auch schwanger sein”, merke ich am Morgen, dass das definitiv nicht so ist. Und ja auch nicht sein könnte. Und ich auch gar nicht wollte. Aber trotzdem. Mein Hirn ist da manchmal komisch.
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Die erste Rechnung für den Straßenausbau ist ins Haus geflattert. Für etwas, das man eigentlich nicht will, beinahe fünfstellige Beträge zahlen zu müssen - tut doppelt weh. Immerhin wissen wir jetzt, dass der schmale Streifen neben unserem Haus (vier Meter breit, hundert Meter lang) ein eigenes Grundstück ist und zweistöckig bebaut werden darf. Und deswegen auch voll in die Berechnung einfließt. Gnarf.
Ich wünsche mir einen Lottogewinn zum Geburtstag.
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Und zum Schluß noch was für Frau Jette, so stattdessen halt:

(nach dem Winzerfest auf der Straße gefunden)
unten im Nähzimmer:
24. August 2010

Die Stickmaschine rattert, die Nähmaschine läuft heiß. Schnickeldi für den Weihnachtsmarkt und ein paar der Taschen, die noch in der Warteschleife sind.
Die Zwangspause ist beendet und die Lust am Tun riesengroß.
***** NACHTRAG *****
Die Stickdatei der Sterne heisst Xmas Sweeties, gibt´s bei Huups.
Die Monsterchen sind die Mini Monstas, erhältich bei Smilas World.
Die Applikationen mit Herzen und Engeln sind aus der Serie Himmelsboten, gibt´s bei Kunterbuntdesign.
daheim.
24. Juli 2010
Freitags Fisch
9. Juli 2010

heimtückisch, hinterlistig, gemein.
Freundlichere Fische sammelt wie immer Frau Rieger.
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Und apropos Fisch: Wir schwimmen gerne im Baggersee. Als die Kindelein noch sehr klein waren, saßen sie am Seeufer, Sand in jeder vorstellbaren Körperöffnung, mit Schaufel, Sieb, Förmchen und Eimer und jeder Baggerseeausflug war ein kleiner Urlaub. Heute schwimmen sie mit uns über den See, hin und zurück und gleich.nochmal. Gestern abend war´s der Althreinsee, denn der Parkplatz des Pfarrwiesensees wird um sieben geschlossen, das Seeufer “abgezogen”.
Schwimmen in Baggerseen ist wundervoll. Das Wasser ist kühl bis kalt, je nach Tiefe der Stelle, die man gerade quert und es ist wie Seide auf der Haut. Es riecht nach nassen Steinen und auch ein bißchen modrig. Unzählige Wasserläufer flitzen über der Oberfläche und ich glaube mich zu erinnern, dass die nur dort glücklich sind, wo das Wasser sauber ist. Riesige Libellen schwirren an einem vorbei und leider auch die eine oder andere Bremse. Und am Uferrand wimmeln kleine Fische von Sonnenfleck zu Sonnenfleck. Größere Fische gibt´s natürlich auch, dort in den großen Baggerseen. Und obwohl mir der Unterschied zwischen Salz- und Süßwasser bekannt ist, ich genau zwischen Meer und See, Wirklichkeit und Phantasie unterscheiden kann, schwimme ich doch immer mit einer gewissen Anspannung und der Erwartung, dass mich jeden Moment ein großer Hai packen und in die Tiefe ziehen wird. Spielberg sei Dank für diese phantastische Gruselbeigabe zum Schwimmen, die mich beleitet, seit ich zum ersten Mal den weißen Hai auf der Mattscheibe sah. Es folgten einige Piranha-, Barracuda-, Riesenschlangen- und Krokodil-Phantasien, doch der Hai ist ein treuer Begleiter, in Süß- und Salzwasser. Die einzige konkrete Bedrohung gestern mitten im See war eine Wespe, die mich hartnäckig umschwirrte und kichernd auf mich wartete, wenn ich wegtauchte um sie loszuwerden. Sie hat mich nicht gestochen, der Hai mich nicht gefressen und am Abend kühlte es noch wunderbar ab.
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Ein nahezu perfekter Tag, mit Besuch, Spiel, Spaß und Wasserschlacht. Nicht für den Jüngste, dessen Tag mit heftigen Kopfschmerzen und der Kotzschüssel endete. Zuviel Sonne, zuviel Anstrengung, zu wenig getrunken. Nach einem Glas Wasser, einer halben Gurke und einer Tomate war der Spuk vorbei. Haarscharf am Sonnenstich vorbeigeschrammt. Da es heute sehr heiß wird, lautet die Vorgabe: mindestens zwei Liter pro Person trinken. (fällt mir leicht, aber die Kinder vergessen das gerne)
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Mein Tag begann übrigens heute morgen um viertel vor sieben, als der beste Vater meiner Kinder die Mülltonnen aus der Halle rumpelte. Zwanzig Minuten später brummte der erste Bagger am Haus vorbei. Die Arbeiten laufen jetzt ein gutes Stück von uns weg, so dass sich das Brummen und Klopfen und Surren und Dröhnen beinahe überhören lässt und ich beschloss, noch ein Stündchen zu schlafen. Und noch während ich dies beschloss, prügelte der mutige, dicke Martin eine fremde Katze unter lauten Gefauche und Gekreische aus der Küche.
Langschläfer verpassen das Leben oder so. Ausserdem ist es wunderbar kühl da draußen, die Meisen beschweren sich lautstark über den Kater, der eine Spitzmaus durch den Garten jagt und noch kann ich den Kaffee genießen, ohne dass mir der Schweiß aus den Poren bricht. Ach Sommer! So wunderbar! Und das Wochenende ohne Bagger steht ja auch noch vor der Tür.

