von ADS, Ritalin und Co.

Warnung vorneweg: Dies ist ein Loblieb. Dinkelmamas (Danke, Carola, ich MUSS es einfach verwenden), Impfgegner, Zuckerkugelfans und kategorische „Medikamente für Kinder“-Ablehner dürfen sitzen bleiben.

Als das jüngste Kind drei Jahre jung war, sagte uns der Kinderarzt: „Das ist ein ADSler, sollen wir therapieren?“
Damals aber war ADS in aller Munde und in allen Medien. Plötzlich tauchte in jeder Familie mindestens EIN Kind auf, auf das zufällig alle Symptome (und es gibt deren viele) zutrafen. Es hatte den Anschein, das überforderte Eltern ihre Kinder mit Ritalin volldröhnen, damit sie selbst sich nicht mit ihnen beschäftigen oder gar etwas an der Erziehungssituation ändern müssen. Man hätte fast glauben können, dass es in Mode war, ein Kind mit ADS zu haben. (Wie?! Du hast KEINES?)
Damals stand ich der ganzen Sache äusserst skeptisch gegenüber.

Das jüngste Kind wurde größer und immer wieder sagte der Kinderarzt: „Das ist ein ADSler, sollen wir therapieren?“
„Ach was“, dachte Frau … äh … Mutti, „Dieser Arzt hat sich auf ADS spezialisiert, der sieht eben auch überall die Symptome. Vielleicht braucht er auch Patienten.“

Das jüngste Kind wurde therapiert. Logopädie, Ergotherapie, therapeutisches Reiten. Es bekam einen Platz im Förderkindergarten (=Vorschule) der Sprachheilschule. Seine Sprache verbesserte sich deutlich, die Feinmotorik lief runder und überhaupt ging alles in die richtige Richtung.
„Er träumt sich weg, ist unkonzentriert.“, sagten die beiden pädagogischen Fachkräfte des Förderkindergartens.
„Er träumt sich weg, spielt mit seinen Arbeitsmaterialien, muß zur Konzentration angehalten werden.“, sagte, ein Jahr später, die Klassenlehrerin.
„Er zappelt und spielt und kichert und albert und muss dauernd ermahnt werden!“, klagte Frau … äh … Mutti beim besten Vater ihrer Kinder, erschöpft vom Hausaufgabenkampf mit dem jüngsten Kind.

Die Familie besuchte den Kinderarzt. Das jüngste Kind wird therapiert.
Es nimmt jeden morgen eine Dosis von 15 mg in Form von Tabletten.

Nach drei Tagen stand im Kontaktheft: „Er arbeitet konzentrierter und zügiger.“
Nach einer Woche sprach das Kind, dass es ihm leichter fällt „an was zu denken“.
Nach zwei Wochen sind Hausaufgaben kein Problem mehr, obwohl es bei einer einmaligen Gabe am Tag bleibt.

Ich habe immer große Angst davor gehabt, dass ich mein Kind durch die Tabletten verliere. Dass das, was ihn ausmacht, das Phantasievolle, Lebendige, von den Tabletten tot gemacht wird.

Das ist nicht so.
Ich habe ein anderes Kind.
Eines, das sich gerne hinsetzt und sich diebisch darüber freut, dass es binnen kürzester Zeit seine Hausaufgaben sauber und richtig erledigt hat.
Eines, das einem Gespräch folgen kann und das sich auch noch Stunden später an den Inhalt erinnern kann.
Eines, das mich an Dinge erinnert und eines, das nicht mehr das T-Shirt über den Schlafanzugpulli zieht.

Und trotzdem werde ich schief angesehen, weil ich meinem Kind Medikamente gebe. Warum ich mir nicht einfach mehr MÜHE gebe?
„Es gibt so viele tolle Spiele, um Konzentration zu lernen“, sagt man mir.
„Einfach Zeit nehmen für das Kind“, rät man mir.

Weia. Ich habe früher ebenfalls solche Sprüche von mir gegeben. Und entschuldige mich hiermit für meine Dummheit und Uninformiertheit. Und für meine Dreistigkeit, einfach irgendwas nachzuplappern, ohne zu Hinterfragen. Das Brett vor dem Kopf, auf dem „Ich weiß alles besser“ steht, habe ich abgelegt.

Ich werde es bei passender Gelegenheit weiterreichen.

30 Kommentare zu “Frau … äh … Mutti erzählt”

  1. dasmiest sagt:

    Es freut mich, dass es auch bei euch so gut anschlägt. Und ich weiß so genau, was du meinst. So genau.

  2. Lumi sagt:

    Hey, nimm das Brett einfach bei dir weg und gut ist. Bei wem solltest du denn jetzt Schulden haben und dich ent-schulden wollen?
    Die Menschen die dich jetzt schief angucken und dir ungebeten und ungefragt Sprüche um die Ohren hauen … die wissen es eben nicht besser, ging dir ja nicht anders bis vor kurzer Zeit. Lass sie ihre Erfahrungen in ihrem Tempo machen … oder auch nicht, braucht dich nicht zu kümmern.
    Ihr habt eine Entscheidung getroffen und so wie du es schilderst ist es für alle Beteiligten die richtige gewesen. Punkt. :ok:

  3. Tin@ sagt:

    Niemand käme auf die Idee einen Diabetiker allein mit Verhaltenstherapie behandeln zu wollen und AD(H)S ist eben auch eine Stoffwechselstörung, die man mit dem entsprechend fehlenden Stoff behandelt.

    Mit diesem Selbstverständnis habe ich meinen Sohn mit gefährlichem Cortison vollgepumpt und mir auch viele schräge Blicke gefallen lassen müssen. MAN weiß doch schießlich, dass das nicht gut ist – steht genauso im anerkannten Fachblatt Bild der Frau.

    Wenn es mal so einfach wäre, die Dinkelmamis babbeln zu lassen und das einfach von einem abperlen zu lassen…

  4. walküre sagt:

    Ritalin per se ist nicht schlecht; nur gibt es leider (zu) viele Eltern, die eine bequeme Lösung suchen, ein Kind ruhigzustellen. Mit Kindern muss man sich nun einmal aktiv beschäftigen und sich mit ihnen auseinandersetzen, Kinder wollen wahr- und ernstgenommen werden ! Kinder den ganzen Tag vor der Glotze sitzen zu lassen macht sie zappelig und unkonzentriert, neben den Eltern herzuleben macht sie frustriert, und wenn die Kids dann unbequem werden, weil Sie als Mensch wahrgenommen und geliebt werden wollen, muss eine medikamentöse Therapie als Ersatz herhalten. DAS ist das Problem vieler Eltern heutzutage. Ihres jedoch ganz sicher nicht, das wage ich auch aus der Distanz zu behaupten, denn wie Sie Ihr Familienleben schildern, haben Sie sich selber nichts vorzuwerfen. Ihrem Sohn geht es gut, und Ihnen aufgrund des niedrigeren Stresslevels ebenfalls, was wiederum der ganzen Familie zugute kommt. Das passt doch ! Sie und Ihre Familie sind zusammen übrigens eine tolle Mannschaft, das wollte ich mal angemerkt haben …

  5. Martina sagt:

    Hallo Pia, gib deinem Kind die Tabletten und mach dir keinen Kopf deswegen. Es tut ihm gut, du machst ihm das Leben damit leichter, und Mühe geben, nun ja, das allein würde bei weitem nicht ausreichen.
    Spricht eine Mami aus Erfahrung, die auch ein ADS Kind hatte.
    Lieben GRuß Martina

  6. Ringelstruempfe sagt:

    „Dinkelmamas (Danke, Carola, ich MUSS es einfach verwenden), Impfgegner, Zuckerkugelfans und kategorische „Medikamente für Kinder“-Ablehner dürfen sitzen bleiben.“

  7. Namu sagt:

    Ich könnte jetzt sehr viel dazu schreiben, habe ich doch auch soetwas verwerfliches getan. Mein heute 15jähriger nimmt seit 6 Monaten keine „Pille“ mehr, es ist sein Wunsch. Aber er sagt glasklar selber, ich komme schlechter zurecht in der Schule, ich möchte mich konzentrieren, aber es geht nur sehr schwer.

    Und zum Thema Abhängigkeit….er hat es von heute auf morgen abgestzt ohne auch nur den Hauch irgendeiner „Entzugserscheinung“

    Geben Sie Ihrem Kind die Chance die es verdient!!

    Viele Grüsse

  8. Melody sagt:

    Die „Dinkelmama“ stammt nicht von mir :-) ich glaube, das war Ariana, die sich köstlich darüber amüsierte, als ich das erste Mal von einer ganzen Horde überrollt wurde.
    :)

  9. Opal sagt:

    Unser ADS Kind ist inzwischen 34. Das es so etwas wie Ritalin gibt, erfuhren wir erst, als er 15 war. Wir sind unserem Hausarzt unendlich dankbar, dass er den Mut hatte, es zu verschreiben. Auch wir hatten innerhalb weniger Tage ein vollkommen verwandeltes Kind – ich will hier nicht die ganze lange Geschichte erzählen. Lassen Sie sich nicht irre machen, hören Sie auf das Kind. Und ja, auch bei unserem ging das Absetzen ohne Probleme und ohne Entzugserscheinungen.

    Liebe Grüße

  10. Zeitlos sagt:

    Bei einer der lieben Nichten wurde das Medikament kurzzeitig abgesetzt – um zu sehen, ob sie nach mehreren Schuljahren auch ohne klar kommt. Kommt Sie nicht, sondern sagt selber: „Ohne, kann ich nicht richtig denken.“ Wenn die Chemie hilft, dann hilft sie eben.

  11. mir ( die Nicole, mal wieder ) sagt:

    Ihren Erzählungen über das jüngste Kind folgend hegte ich kurzzeitig den Verdacht, Sie könnten womöglich zu denen gehören, die Mütter wie mich verteufeln.
    Mütter, die ihrem Kind Medikamente geben – „einfach“, um diesem Kind die Möglichkeit zu geben, sich selbst nicht im Wege zu stehen.
    Dieser Text nun, hach, was soll ich sagen ? Ich mag ihn auf ein Plakat drucken, an die Hauswand hängen, und jedem Lehrer und jeder ach-so-schlau-Mama zum Lesen aushändigen. All jenen, die nicht müde werden,
    ihre selbstdefinierte Erklärung zu AD(H)S von sich zu geben ( ungefragt, logisch ): „Aufmerksamkeitsdefizit? – klare Sache, das Kind bekommt keine Aufmerksamkeit. Kümmert euch!“ ( Ihr Pfeifen ! )
    Vielen Dank für die obige Zeilen, ehrlich.

  12. Annie sagt:

    Nunja, aber ich glaube nicht das die, die jetzt schief gucken, sich jahrelang mit dem kleinen Kind, ohne Tabletten, auseinandergesetzt haben, oder?! The grass is always greener on the other side…NOT! Dem kleinen Kind geht's gut, ist das nicht (sollte das nicht) die Hauptsache? (sein)?

  13. Michaela sagt:

    Hallo,

    ja mnche Kids bekommen aus „bequemlichkeit „Ritlin und co. Aber.. die Mamas die sich erst mal weigern setzen sich mit der Sache auseinander. Und wenn die dann zum Schluß kommen, mit Medis gehts einfacher.. dann haben die schon mit Sehr viel Mühe an dem problem gearbeitet.
    Und…. die Medis machen nicht süchtig. Ich muß meinen Großen(15) nach 8 Jahren mit Medis noch jeden morgen daran erinnern. Mittlerwiele ist er viel ruhiger gewirden , braucht weniger

  14. Sake sagt:

    „Mama, ich möchte nicht mehr leben!“
    Das war der Moment in dem uns sehr massiv klar wurde das man halt nicht alles mit Ergo, Homöopathie und gutem Willen regeln kann…
    Heute- ein Jahr danach- ist aus unserem „Problemkind“(o-Ton Kindergarten) ein Kind geworden das von sich sagt:“ wenn ich meine Medis nehme, kann ich endlich ICH sein!“ und Klassenbester ist.
    Und ganz ehrlich Frau … äh … Mutti mir tun mittlerweile diese militanten Ökomamas leid, denn die wissen zum Teil gar nicht was sie verpassen!

  15. Marcus sagt:

    Kommt mir irgendwie vertraut vor. Ich war mal strikt gegen Gentechnik, bis ich nach 15 Jahren als Diabetiker auf moderne, gentechnisch erzeugte Insuline umgestellt wurde. Seitdem komme ich viel besser zurecht, mit meinem Diabetes, mit meiner Positionierung in der Gendebatte weniger, aber diese „Unbequemlichkeit“ ist es wert. :ok:

  16. Ulla sagt:

    ads … oh, was hab ich mir mal prügel eingefangen für die von dir beschriebenen sprüche *g*. bis … ja, bis ich dann selbst dastand und mir nicht mehr vormachen konnte, dass es ein hausgemachtes erziehungsproblem sei. von meinen kindern hat genau ein einziges KEIN ads -und aufgrund der tatsache, dass sie nicht alle den gleichen papa haben, kam dann auch die frage auf, wo es denn herkäme … :D

    tja, aber so wie es bei dir daran liegt, dass du dir nicht genug zeit nimmst für ranz, so ist es bei mir die großfamiliensituation. es ist doch auch viel einfacher und passt besser ins klischee, dass „bei so vielen kindern ja das eine oder andere auf der strecke bleiben MUSS, weil muddi zuwenig zeit hat“.

    früher wurde einem das ADS solange ausgeprügelt, bis man kompensiert hat um zu überleben. sind wir doch einfach froh, dass die kinder heute so sein dürfen, wie sie sind -wenn sie schon nicht mehr den ganzen tag draußen sein können, weil es kein „draußen“ mehr in dem sinne gibt …

    schön für ranz, dass ihr euch überwunden habt. ich hab die gleichen ängste gehabt bei meinen kids -und das gleiche staunen. vor allem bei der handschrift.

    gut gemacht. lass die bretterträger dort stehen, wo sie niemand abholen will :-)

  17. tanja sagt:

    Ich habe in meinen Klassen und im Heim viele Ritalinkinder gehabt. Und der Unterschied vorher-nachher ist irre. Aber halt nur, wenn die Dosis stimmt.

    Ich nehm doch auch eine Schmerztablette, wenn mir was weh tut, aber nicht gleich einen ganzen Blister.

    Dinkel und Globuli haben sicherlich ihren Platz, aber bei der Behandlung von ernsten Erkrankungen sind sie halt nur Begleiter zur Schulmedizin.

    So seh ich das.

    Sehr schön, dass der Kleine nun das Leben und Lernen genießen kann! Weiter so!

  18. Ladolce sagt:

    Berichte bitte weiter. Hast du nur Vorteile oder auch Nachteile gesehen?
    Sonst – Hut ab zu deiner Einstellung! :ok:

  19. Rena sagt:

    Wie ich sehe, habt ihr die „normale“ Schreibschrift in der Schule. Bei uns müssen die Kinder die „vereinfachte Ausgangsschrift“ lernen. Sieht teilweise wie die Sütterlinschrift aus.

    Mein Neffe bekommt Ritalin. Ich weiss allerdings „nur“, dass er nach Einnahme Wachstumsstörungen hatte. Und ich persönlich denke, dass es in erster Linie ums „ruhig-stellen“ ging. Warum sollten sich die Eltern um die Kinder kümmern?

    Bei unserem Sohn bestand auch der Verdacht auf ADHS. Beim Psychologen war das dann aber nicht so sicher (er musste ne ganze Reihe Tests mitmachen). Der Kinderarzt wollte dann das Zwischenzeugnis abwarten und dann Ritalin geben. Wir vesuchen es mit Zappelin, da er ja kein ADHS-Kind ist. Sohnemann lässt sich recht schnell ablenken und steht gerne im Mittelpunkt. Deswegen aber gleich Ritalin geben? Ich weiss nicht. Eher nein.

  20. Ute sagt:

    „Dinkelmamas (Danke, Carola, ich MUSS es einfach verwenden), Impfgegner, Zuckerkugelfans und kategorische „Medikamente für Kinder“-Ablehner dürfen sitzen bleiben.“

    *LOL* Mein Lacher des Tages! :ok: Darf ich das bei Bedarf als Textbaustein verwenden? *g*

  21. Christine sagt:

    Dein Bericht macht mich sehr nachdenklich. Mit dem Jüngsten Sohn schwanke ich ja immer zwischen den Extremen „nur ein bisschen anstrengender als andere Kinder“ und“vielleicht doch ADS?“. Manchmal wünsch ich mir schon diese kleine Pille und ein Ende vieler Schwierigkeiten, Auseinandersetzungen und Kränkungen für ihn. Wenns dann wieder besser läuft liebe ich die Erfolge der kleinen Zuckerkugeln. Nur wirklich nachhaltig war noch nix. Schwierig, das.
    Freu mich, dass es so gut wirkt und es dem jüngsten Kind so gut geht damit!
    LG, Christine

  22. Chris sagt:

    Liebe Frau…. äh… Mutti,

    lassen Sie sich NICHT beirren! Sie werden sich noch sehr oft rechtfertigen müssen – von „warum bekommen Sie Kinder?“ über „Sie setzen Ihr Kind unter Drogen, damit Sie Ihre Ruhe haben“ bis hin zu „das Kind braucht nur mal richtig den Hintern voll“ wird alles dabeisein…

    Sie tun das für IHR Kind – und das hat ja bereits erkannt, wie anders es ihm mit den Medikamenten geht.

    Alles Gute für Sie alle!
    Chris, mit ADS, einem ADS-Kind und noch 2 (bisher nicht diagnostizierten) Kindern

  23. Frau Antonmann sagt:

    (Hallo, oder so.)

  24. Eva sagt:

    Dieser Bericht bringt mich zum Grübeln.
    Bisher las ich über Ritalin nur Negatives, vielleicht auch deshalb weil ich mehr der Zuckerkügelchen-Front anhänge. (Aber eine Dinkelmama bin ich nun wirklich nicht ;-) )Ich hab ja auch so ein Kind, das sich recht schnell ablenken lässt, aber ADS wurde bei ihm bisher nicht festgestellt…
    Danke für den Bericht!

  25. betschw sagt:

    Hi,
    nachdem ich mich durch ein auffälliges Schreibaby in die ganze Geschichte KISS, KIDD, A(h)DS eingelesen habe, kann ich noch mal den Tipp mit einer KISS-Behandlung geben.
    Es gibt zwar trotzdem noch das eine oder andere Kind, was weiterhin aufmerksamkeitdefiziert (meine KiÄ meinte auch, dass das schon normal ist, bis zu einem gewissen Punkt, mir macht es mit meiner Großen trotzdem Angst *zugeb*), selbst wenn man danach noch ganz vorbildlich die persistierenden frühkindlichen Reflexe bearbeitet (Hier klicken), aber viele Kinder waren danach tablettenfrei.
    …nur, dass ich es erwähnt habe, ich will um Himmels Willen nicht missionieren. ;)
    Dein Blog gefällt mir irre gut, bin drauf gekommen, weil jemand Blumen für ne Grilande brauchte und Dich deswegen verlinkt hat. ;)

  26. betschw sagt:

    Ach ja, hier mal ein Link dazu:
    Hier klicken

  27. Anonym sagt:

    Wer heilt hat recht!

    Dabei bleiben, Ritalin hat seine Berechtigung, ganz sicher, wenn es wohlüberlegt , nach ausschöpfung anderer Methoden etc angewandt wird.

    Die Dinkelmamas haben vielleicht einfacherer Kinder…
    Über den Kommentar zu meinen Zwei nichtschlafenden Kindern von meiner Mutter, sie sollten doch vielleicht vor dem Zubettgehen badenm, das beruhige bin ich fast explodiert…
    Du kennst deine Kinder und Du kannst das beurteilen,was ihnen gut tut und was nicht!

  28. Bianka sagt:

    Vielen Dank für Ihren ausführlichen Bericht. Wer jemals mit einem AD(H)S-Kind beruflich oder privat zu tun hatte, wird anschließend nicht mehr von einem „etwas aufgedrehteren Kind“ sprechen. Tun Sie, was Sie für richtig halten, es wird Ihrem Kind (und Ihnen) gut tun.

    Viel Erfolg,
    Bianka

  29. Petra Wö. sagt:

    Hallo Pia,
    ich lese Dein Blog meistens en bloc – ;) darum vielleicht diese sehr späte Meldung auf Deinen Beitrag. Aber Du beschreibst genau das, was ich schon vor einigen Jahren mit meinen beiden erlebt habe. Es mag nicht unbedingt so ausgesehen haben aber ich war über die Entscheidung für Ritalin erst nicht sehr glücklich! Heute weiß ich, dass es auch mit Ritalin noch hart genug ist, ohne wären meine zwei wohl kaum regulär beschulbar bzw. würden ganz sicher sehr weit unter ihren Möglichkeiten bleiben – so wie ich selber vor über 20 Jahren!

    Die Dosis macht das Gift – es kann ein Segen sein, wenn es richtig angewendet wird und ich denke nicht, dass Du leichtfertig damit umgehst! Ich gönne Euch die Erleichterungen von Herzen!!!!

    LG Petra

  30. Ulrike sagt:

    Hallo Frau … äh … Mutti,
    als ich die ersten Zeilen über deinen Jüngsten in deinem Blog gelesen habe, war mir ganz schön schwindelig zumute. Weil hier bei mir zu hause vielleicht eine Kamera versteckt ist? Weil du meinen Sohn kennst und du in mein Leben und meine Seele schauen kannst? Kaum vorstellbar. Gern würde ich dir meinen „langhaarigen Bombenleger“ zeigen, meinen kleinen „Revoluzzer“ der in (wie ich es auch für mich erkläre) Entwicklungsphasen jede Hose nass pinkelt. Der morgens wie ein Sack kalter Zappelfische meinen Schlaf schlagartig beendet. Meine Geduld bei den Hausaufgaben bis auf den letzten Tropfen aussaugt … du hast das alles sehr genau und liebevoll beschrieben. Ich danke dir dafür von Herzen!

    LG Ulrike

    PS: Ich hatte nur nach Filzblumen gegoogled …