kurz und gut
7. September 2007
Mit großer Freude saß Frau … äh … Mutti gestern abend beim Elternabend der Klasse des großen Kindes.
Große Freude, weil die Klassenlehrerinn eine taffe, kluge, interessante Frau ist, die so viel Liebe zum Unterrichten vermittelt, dass Frau … äh … Mutti gerne auch wieder Lateinvokabeln pauken würde.
Große Freude auch, weil der Zeigefinger bei der Frage nach dem Klassenelternsprecher unten blieb, obwohl der moralische Leidensdruck doch sehr hoch war. (zur Entschuldigung: Frau … äh … Mutti ist Klassenelternsprecherin in Töchterleins Klasse und im Schulelternbeirat der Schule des jüngsten Kindes, der beste Vater meiner Kinder ist im Schulelternbeirat der Schule der beiden Großen. Andere dürfen auch mal)
Und große Freude, weil die Arbeitssituation in der Klasse als bisher ruhig und konzentriert beschrieben wird.
Einziger Wermutstropfen: geplante Ausfälle
Eine „geniale Bezeichnung“ für aufgrund von Lehrermangel gestrichene Unterrichtsstunden. Bildende Kunst ist komplett ausgefallen, Sport wird nur zwei Stunden statt drei unterrichtet, Erdkunde eine Stunde statt zwei.
Wo sind sie denn, die Lehrer?
Das große Kind geht übrigens auch sehr glücklich zur Schule und das nicht nur, weil im zweiten Halbjahr die Skifreizeit ansteht.
Derzeit bin ich also eine glückliche Schulkindermütter. Gutes Gefühl, mal kaum was zu Meckern zu haben. (aber was soll ich dann bloggen?)
7. September 2007 um 11:17
Oja, andere dürfen auch mal.
Es bleibt ohnehin genug zu tun bei den Klassenaktivitäten, wo etwas mitgebracht oder vorbereitet werden muss… Kenne das aus eigener leidvoller Erfahrung und bin leider noch ein ganzes Jahr Stellvertretung für den Klassensprecher – habe gehofft, ich könnte das Amt abgeben, bin aber auf 2 Jahre gewählt. Das hat uns niemand gesagt :(
7. September 2007 um 12:11
Liebe Frau Mutti
Ich finde es toll, dass sich Eltern für diese Schulangelegenheiten stark machen. Habe selber fast 10 Jahre mit den Ämtern zugebracht und neben viel Frust, auch viel Freunde dabei gehabt. Als ehemalige Vorsitzende eines Schulelternbeirates und als Mitglied des Landeselternbeirates kann ich solche Aktivitäten nur bestärken. Ihr macht das für eure Kinder. Das Spucken in die sogenannnte Schulsuppe ist eines der wichtigsten Aufgaben der Eltern. Wo kämen wir den hin, wenn jeder Lehrer oder Schulleiter einfach machen könnte was er wollte? :D Weiter so, nicht aufgeben und immer gut mitmischen. Als Elternteil habe ich dabei festgestellt, dass der Finger immer direkt in die Wunde gehört, sonst ist Schule nämlich flexibel wie ein Amboss. Mit den besten Grüßen esmee
7. September 2007 um 12:12
off topic
hallo schönes wochenende
hier die 3 blogs viel spass
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gruss guido waldenmeier :cool:
7. September 2007 um 12:16
WAS!?! Kunst fällt aus, ersatzlos gestrichen???? Da ich in diesem Bereich meine Börtchen verdiene (allerdings bei viel kleineren Kindern – Kindergarten) kann ich mir so etwas gar nicht vorstellen. O.K. bei dem Kunstunterricht, der in vielen Schulen angeboten wird, könnte man sich manchmal fragen, ob er nicht sowieso besser ausfallen würde. Aber so gar nicht anbieten? Wo bleibt denn da der kreative Ausgleich zur Paukerei (nix gegen das Lernen, gell …) ? Sehr bitter… Was ist denn bei Ihrem großen hinreissenden Biest mit Musik, findet das wenigstens noch statt?
8. September 2007 um 08:30
Wo sind sie denn, die Lehrer?
Ich bin einer, der mal nachfragt und nachhakt. Also frage ich in der Schule meines Kindes den Schulleiter, wo denn die Lehrer sind. Er erklärt, es lägen ihm haufenweise wirklich gute Bewerbungen vor, doch er dürfe niemanden einstellen, weil die Bezirksregierung die Stellen nicht wieder besetzen wolle.
Also frage ich bei der Bezirksregierung nach und siehe da, das Kultusministerium hat Stellenkürzungen aufgrund fehlender Haushaltsmittel vorgenommen.
Das Kultusministerium war ein schwerer Brocken, doch da wurde mir mitgeteilt, es gäbe derzeit keine freien Stellen zu besetzen, da alle verfügbaren Stellen bereits vergeben seien.
Irgendwo stimmt da der Weg der Kommunikation und vor Allem die Statistik nicht.
Ich hätte eigentlich vom Landesministerium ebenfalls die Ausrede der fehlenden finanziellen Mittel erwartet und würde mal bei der Bundesregierung nachfragen. Und die würde sicherlich ebenfalls behaupten, es stünden keine Mittel zur Verfügung.
Was letztlich daran liegt, daß zu wenige Menschen berufstätig und damit Steuerzahler sind. Und da könnte man nun sagen, es liegt daran, daß so viele berufstätige Mütter wegen der Geburten ihrer Kinder zuhause bleiben.
Wer ist also Schuld am Unterrichtsausfall? Die Eltern selbst. Wie gut, daß es nicht stimmt, oder?
11. September 2007 um 06:30
Frau Mutti, ich lese nun schon seit einer halben Ewigkeit hier stumm mit, muss mich heute aber wirklich mal protestierend zu Wort melden. Nur zwei Sportstunden… was hat so ein „Fach“ überhaupt in der Schule bzw. im Fächerkanon verloren? Das ist doch wohl ein Witz. Es gibt kein ünnützeres Fach als Sport; ok, vielleicht noch Religion.