Frau … äh … Muttis Tag war nicht langweilig. Er war ganz normal, gespickt mit einigen Arzt- und Tierarztbesuchen, einem Aufsatz über Orang-Utans (die Mittlere) und einem Referat über Fairen Handel (der Große). Das jüngste Kind schrieb seiner Lehrerin einen Brief über Knut den Eisbären und wie er sehr er sich darauf freut, Knut in den Sommerferien zu besuchen, ich schrieb der Lehrerin einen Brief über dies und das und ADS.
Dazwischen, sozusagen als Füllung, gab es ein paar Füllungen für Wasch- und Spülmaschine, eine vom empörten Kater vollgeschissene Transportbox und die Suche nach der Heimat der Mehlmotten in meiner Küche.
Auf der Terrasse steht eine Kiste mit Pflanzen, die eigentlich in die Gartenerde wollen, in der Halle steht eine Holzkiste, die abgeschliffen werden will und irgendjemand könnte mal die Straße oder die Terrasse kehren.
Und während ich hier versuche zu schreiben, maunzt mich das Tigertatzikatzi an, weil ich die Verräterin bin, die böse in-die-Transportkiste-Stopferin, das jüngste Kind liest mir aus dem Geolino vor, die Mittlere fragt, wo sie das benutzte Staubtuch hin soll („auf dein Kopfkissen? Schalte dein Hirn ein, Kind.“ „AH! In die Wäsche?“) und das große Kind fragt, was „zertifizierter, ökologischer Bananenanbau“ ist und warum das erstrebenswert ist.

Wie immer halt. Immer wieder schön.

6 Kommentare zu “Und was versüßte Ihnen heute den Tag?”

  1. Daniela sagt:

    Falls du die Mehlmottenkinderstube noch nicht gefunden hast: Bei mir waren sie schon im Tee.
    Blödes Ökofutter, in pestizidverseuchter Ware sind sie nie!

  2. Ángela sagt:

    Au weia ! aber das ist der ganz normale Wahnsinn, nä?
    Schicke eine Anstaltspackung „Nervenwiedrahtseile“ und liebe Grüße
    Angela

  3. Ulla sagt:

    Ich las gerade:
    …“eine vom empörten Vater vollgeschissene Transportbox“…

    und machte mir so meine Gedanken.

    Viele Küsse und Grüße von der allerliebsten Freundin (vor allem an das frisch geschorene Patentkind)

  4. Ines sagt:

    Oh ja! Motten. Drecksviecher! Gerade gestern Larven und Eier entdeckt und SOFORT vernichtet! Bäh! Ich bin ja ein echter Tierfreund, aber irgendwo hört die Freunschaft auf! Echt! *bähbähbäh*!

    Tja, ansonsten nur mal eben das Rad geschlagen und den Zeh versemmelt *autsch*. Nichts wirklich weltbewegendes *gg*…

  5. workingmum sagt:

    Falls es ein kleiner Trost ist leiber Frau …äh… Mutti, bei mir stehen die einzupflanzenden Blümelein seit Tagen in einem Weidenkorb, ganz malerisch, doch nicht der Platz an dem sie gedeihen sollten. Gestern einen halbherzigen Versuch unternommen, einige von Ihnen einzupflanzen mit dem Resultat, dass ich zwei ohne Wurzel aus dem Plastikpott gerissen habe – falscher Aktionismus, gell. Ob die noch angehen? Und zu den Mehlmottten: ECKELHAFT, ich tendiere auch hier zu Überreaktionen und schmeisse alle geöffneten Lebensmittel weg – wohl auch weiter Art von obigem Aktionismus, der Vorratsschrank ist dann aber wieder mal sauber und aufgeräumt …! :)

  6. Polli sagt:

    Ah, zu Mehlmotten kann ich Fachfrauliches beitragen, leider: Meine Mehlmotten wohnen gern zwischen Twist-off-Deckel und Glas meiner Vorräte oder auch in den Bohrlöchern innen im Küchenschrank. Was dagegen hilft, weiß ich nicht, aber ich stecke meine Haferflocken, Müslipackungen usw. grundsätzlich in eine zusätzliche Plastikdose/-tüte/-folieund verhindere so zumindest den Neubefall.

    Es grüßt

    Polli