In den Ferien
9. April 2007
sitzt die Familie des Abends manchmal gerne gemeinsam auf dem Sofa und zelebriert das Fernsehprogramm. Manchmal – wenn das Fernsehprogramm eine kindgerechte Unterhaltung zu versprechen scheint.
„Die Reise der Pinguine“ flimmerte über den Bildschirm und die Familie ist sich einig: tolle Aufnahmen, Pinguinkinder sind einfach hinreissend plüschig und nicht nur das jüngste Kind hatte bisweilen mit den Tränen zu kämpfen. Zusammengekuschelt unter der dicken Fleecedecke ließen sich Eisstürme im Fernseher ertragen.
Unerträglich aber war die Vertonung des Films. Statt der klassischen Dokumentationsstimme aus dem Off (ach, Herr Grzimeck, oh, Herr Sielmann!), bekamen Herr und Frau Pinguin eine eigene Stimme und das geschlüpfte Kind natürlich auch. Und um diese wahrhaft idiotische Idee noch abzurunden, spotteten die „Dialoge“ jeder Beschreibung, selbst den Kindern stand die Verständnislosigkeit ins Gesicht geschrieben. Stellt sich die Frage, welche Zielgruppe dieser Film eigentlich ansprechen soll?
Bleibt eigentlich nur die Idee von Frau Gröner auszuprobieren: „Film angucken und dabei iPod mit textloser Blubbermusik auf die Ohren setzen. Müsste mehr Spaß machen als sich das Heiteitei-Geschwurbele aus dem Off anzuhören.“
Im Übrigen: Danke sehr für diese Kritik – passt genau.
10. April 2007 um 03:44
War das wirklich so? Wir haben in nur auf Englisch als „March of the Penguins“ gesehen und ich koennte schwoeren, die Penguine haetten keine eigenen Stimmen gehabt…
10. April 2007 um 07:24
Es war wirklich so! MirZwei ham uns auch öfter verständnislos angesehen. Aber die Bilder waren einfach klasse. Wir haben uns öfter gefragt wie die Aufnahmen gemacht wurden bei dieser Kälte und am A*sch der Welt.
10. April 2007 um 09:00
Ich wollte mir diesen Film auch ansehen, aber nach 10 Minuten „Pinguin-Gespräch“ war es mir zu viel. :(
Schade!
Lieben Gruß, Anna
10. April 2007 um 10:45
Ähm, also ich hab mir den Film gestern auf ORF1 angesehen, lief zeitgleich mit PRO7, aber ohne Werbung. Und da hatten die Pinguine keine eigene Stimme.
10. April 2007 um 14:17
(Die niedlichen Kommentärchen aus dem Öffchen ließen mich doch öfter mal ins Kissen kneifen. Un-er-träg-lich.
Ansonsten ganz gut.)
10. April 2007 um 17:56
Hab noch mal mit meiner bessere Haelten gesprochen, im englischen haben die Pinguine garantiert keine eigene Stimme, und vielleicht faellt es mir im englischen nicht mehr auf, wenn die Sprache „gefuehlvoller“ ist, weil man eben so lebt und spricht. Mein Mann ist da sehr allergisch gegen sowas und der hat sich nicht beschwert…
11. April 2007 um 18:28
seltsam, auf ORF wurde der film auch gezeigt, ohne dialoge, sondern mit off-stimme. soooo begeistert war ich aber trotzdem nicht.