Bei Kartoffeln, Kohlrabi und Rührei läßt es sich wunderbar über Sinn und Zweck des Geldes diskutieren, wobei die Frage, ob ein Dienstleistungstausch der finanziellen Entschädigung vorzuziehen sei, nicht hinreichend geklärt wurde.
Immerhin diente diese Diskussion der Ablenkung von Frau … äh … Mutti, denn während diese über die Weltwirtschaft im Allgemeinen dozierte, versteckten die hinreissenden Bestien die Kohlrabistücke unter den Kartoffeln, schichteten Rührei zur Tarnung drüber und waren satt.
Zum Abschluss der gehaltvollen Mahlzeit wurden die letzten beiden Schokonikoläuse mit Hilfe des Limettenstampfers zertrümmert. Interessanterweise zerbrachen beide Schokoläuse in fast identische Stücke, besonders um den Kopf herum, was die Kindelein zu neuen, wilden Spekulationen über industrielle Fertigung von Schokohohlkörpern mit Sollbruchstelle anregte. Zum Glück entsann sich Frau … äh … Mutti eines allseits beliebten Erziehungspruches und so steckte sie den Kindern rasch ein Stück Schokolade in den Mund und ermahnte sie, nicht mit vollem Mund zu sprechen. Ausserdem ermahnte sie zum Teilen und als auch ihr Mund wieder leer war, wurden die Kindelein zum Händewaschen und Erledigen der Hausaufgaben geschickt.

(Hände waschen ist zwar eine Verschwendung lebensnotwendiger Ressourcen und insbesondere im Zuge der globalen Erwärmung muß jeder Einsparungen vornehmen, aber manchmal zeigt sich Frau … äh … Mutti auch wahrhaft schlagkräftigen und wohlformulierten Argumenten gegenüber … äh … resistent.)

2 Kommentare zu “Philosophie beim Mittagessen”

  1. anabel sagt:

    Nee… wir waschen die Hände _vor_ dem Essen… und satt sind die Kinder erst, wenn kein Krümel mehr vorhanden ist… und dann können sie noch die Finger bis zu den Ellbogen abschlecken… :)))

    LG anabel

  2. Sabine sagt:

    Verschwendung lebensnotwendiger Ressourcen … ja, das genau würde mir Romy auch sagen, wenn sie es schon wüsste :D