Die Luft ist dick und feucht und schwer.
Die Luft knistert und in der Ferne rumpelt es.
Ab und zu fegt ein Windstoß durch den Garten und ich denke: JETZT kommt das Gewitter
Am Himmel ziehen Schleierwolken auf, manche türmen sich zu dicken Ballen zusammen und lassen auf Regen hoffen. Aber die Farbe stimmt noch nicht. Und die Wetterrichtung.
Die Mücken und Fliegen brummen wie wild durch die Gegend, die Schwalben fliegen tief. Alles spricht für ein nahendes Gewitter. Einen erlösenden Regen.
Auf der Terrasse ist kein barfußlaufen mehr möglich, die Fließen verbrutzeln die Fußsohlen. Die Kinder haben das Wasser aus dem Plantschbecken gelassen, weil es umgekippt ist und grün war. Es ist binnen Sekunden auf der Terrasse verdampft.
42°C spricht das Thermometer und es riecht nach Regen, ganz leicht und zart.

Und wenn er endlich da ist, werden wir uns nackt auf die Terrasse stellen und den bisher heißesten Tag von unserer Haut spülen lassen.

(Petrus! Hagel ist nicht erwünscht!)

Was das Vogelbaby anbelangt: Mir ist eine glückliche Familienzusammenführung gelungen und ich bin sehr froh darüber. Nicht wegen der Fliegen, die gefangen und verfüttert werden mussten, sondern allein wegen der Tatsache, dass Schwalben empfindliche Mägen haben und in Gefangenschaft kaum eine Chance. Und ein zu menschengeprägtes Verhalten dient auch keinem. Die Eltern haben das Jungtier nach kurzem Zögern im Gebüsch weitergefüttert – perfekt!

Ein Kommentar zu “Es liegt was in der Luft”

  1. Gabi K sagt:

    seufz… hier ist der Regen, den man nur riechen konnte, schon wieder weg. Himmerl wieder blau. Seufz… Wasser bitte!

    Ey, das mit der Familienzusammenführung find ich KLASSE!

    LG
    Gabi K