nun gut
6. Februar 2006
Ich bin keine wirklich gute Köchin.
Ich koche nach Gefühl, Augenmaß, mit großer Lautstärke, vielen Töpfen, Schüsseln und Pfannen und manchmal schmeckt es auch den Kindern.
Ich kann Rezepte lesen, variieren und manchmal ganz weglassen. Und manchmal reicht es mir, ein Rezept nebst Zutatenliste zu lesen, um zu wissen, ob und wie etwas schmeckt.
Können Sie das auch?
Beispiel:
Spiegeleier
Herd einschalten
etwas Margarine in eine Pfanne geben
ein Ei am Pfannenrand aufschlagen und in die Pfanne gleiten lassen
warten, bis die Herdplatte heiß
Pfanne auf die Platte stellen
warten bis das Eiweiß fest ist
mit dem Pfannenwender herausnehmen
auf einen Teller legen
nach Geschmack würzen
Guten Appetit!
Fallen Ihnen nicht auch auf Anhieb drei Sachen auf, die … äh … merkwürdig sind? Oder liegt es an meiner individuellen Einstellung zum Thema kochen?
Oder gar an meiner leicht abweisenden Einstellung gegenüber der Lehrmethoden der Lehrerin der Mittleren?
Man nehme: ein neue Lehrerin? Oder viele, viele Nerven und verteile sie gleichmäßig auf Mutter, Vater, Kind.
Guten Appetit.
6. Februar 2006 um 14:11
Doch, hört sich tatsächlich etwas abenteuerlich an :-)
Ich persönlich machs anders.
(Wobei ich noch niemals EIN Spiegelei gemacht habe, ich mache so 5-10…)
LG anabel
6. Februar 2006 um 17:47
Doch! Da fallen mir auf Anhieb 3 Sachen auf, die merkwürdig sind:
Wo ist der Speck???
Wo ist der Käse zum Überbacken???
Wird der Herd abends wieder ausgeschaltet??? :D
6. Februar 2006 um 20:57
Sehr geehrte Frau…äh…Mutti,
falls es eine ernstgemeinte Frage war, hätte ich selbstverständlich die eine oder andere Anmerkung. Aber ich versuche bisher noch den Zusammenhang zwischen der Zubereitung von Spiegeleiern und den Lehrmethoden einer Grundschule herauszufinden … Aber da hab ich wohl was überlesen?
Grüße vom linken Niederrhein.
Antwort von Frau … äh … Mutti:
gaaaanz einfach:
Töchterlein wird am Donnerstag einen Aufsatz schreiben. Das Aufsatz-Thema lautet: Rezept.
Ich GLAUBE, der Lerneffekt soll in der Vermeidung von "und dann, und dann, und dann" liegen, da bietet sich ein Rezept gerne an: man nehme … danach … schließlich …. zu guter Letzt usw.
Prinzipiell in Ordnung – wäre die Vorgabe wenigstens schmackhaft umzusetzen :-)
Verzeihen Sie mir, vielleicht suche ich mittlerweile in den Krümeln.
6. Februar 2006 um 22:17
_Mir_ fallen drei Sachen auf.
1.) Margarine. Die gehört nicht in die Pfanne. Die gehört eigentlich nicht mal in die Küche. Gehärtete pflanzliche Fette stehen im Verdacht, cancerogen zu sein. In die Pfanne gehören Butter oder Öl. Ich persönlich brate Spiegeleier in Olivenöl, welches aufgrund seiner mehrfach ungesättigten Fettsäuren und der Omega-3-Geschichte als sehr gesund gilt. Is mir Banane, schmeckt aber gut.
2.) Das Ei wartet nicht in der Pfanne, bis sie warm ist, sondern daneben: Das Ei wird in das erhitzte Öl geschlagen.
3.) Das Ei wird nicht beim Servieren, sondern gleich beim In-die-Pfanne-schlagen gewürzt. :ok:
Als besondere Note kann man noch etwas feingehackten Rosmarin beigeben oder zum Braten Öl verwenden, in dem ein paar Zehen Knoblauch gezogen haben… ;-9
So wird das schnöde Spiegelei zu einer mediterran anmutenden Delikatesse.