Wenn
4. Januar 2006
ich nicht so gerne lesen würde, stünde hier sicherlich mehr zu lesen. Oder so. :-)
Derzeit konsumiere ich lieber als zu produzieren.
Kleine Leseempfehlung für 8-10jährige:
Roald Dahl:
„Sophiechen und der Riese“
(Die Geschichte von Sophiechen, die zufällig, weil sie nicht schlafen konnte, das Geheimnis der Träume entdeckte. Und den Riesen GuRie (guter Riese), der sie mit in sein Land nimmt, in dem ausser ihm die anderen Riesen leben. Die sind gar nicht nett, fressen bevorzugt Kinder und haben so entzückende Namen wie „Fleischfetzenfresser“, „Kinderkauer“ und „Mädchenmanscher“ haben. Der GuRie hat dem Menschenfleisch abgeschworen und ernährt sich nur noch von Kotzgurken, die in etwa so schmecken wie sie heißen. Als die bösen Riesen zum großen Raubzug losziehen, weiß Sophiechen, dass gehandelt werden muss, zuviele Menschen werden gefressen. Gemeinsam mit dem GuRie schmiedet sie einen Plan, der jedoch nur mit der Hilfe der Königin von England erfolgreich sein wird.)
„Hexen hexen“
(die Geschichte von dem Jungen, der schon ganz früh von seiner Großmutter lernt, dass es Hexen gibt. Und dass Hexen Kinder derart verabscheuen, dass sie alles daran setzen, die widerlichen Kinder auszurotten. Er lernt, dass er in der Nase einer Hexe wie ein frischer Hundehaufen stinkt, dass Hexen keine Zehen haben, dass ihre Augen violett glänzen und dass sie Perücken tragen, weil sie eine Glatze haben. Und dass sie ganz verschorfte Glatzen haben, weil die Perücken fürchterlich jucken und die Hexen ständig kratzen wollen. Kaum weiß er das Wichtigste über Hexen, entdeckt er, dass die Tagung der „Gesellschaft zur Verhinderung von Kindesmissbrauch“ in Wirklichkeit ein Hexenkonkress ist, bei dem die fiese Oberhexe den Plan zur Ausrottung aller Kinder vorstellt. Sie demonstriert dies eindrucksvoll an einem dicken Jungen namens Bruno Jenkins. Letztlich wird auch der Junge erwischt und verzaubert. Und selbstverständlich gibt es auch hier nach vielen Gruseleien ein gutes Ende. Ein SEHR gutes.)
„Charlie und die Schokoladenfabrik“
(Die Geschichte von Charlie, der mit seinen Eltern und seinen vier Großeltern in allerärmlichsten Verhältnissen lebt und dessen großer Traum es ist, die geheimnissumwitterte Schokoladenfabrik des Willi Wonka zu besichtigen. Willi Wonka nämlich hatte fünf goldene Karten in den Schokoladenverpackungen versteckt und in alle Länder der Welt verschickt. Tatsächlich findet Charlie eine dieser Karten und zusammen mit seinem Großvater, vier anderen Kindern und deren Begleitpersonen macht er sich auf den abenteuerlichen Weg durch die riesige Fabrik, in der alles anders ist. Willi Wonka zeigt die Umpa-Lumpas, reist mit den Kindern auf dem Schokoladenfluß und bestraft die Kinder, die sich nicht benehmen können sehr direkt und gnadenlos. Am Ende bleibt nur Charlie übrig und Willi Wonka kann auch noch etwas lernen)
„Charlie und der große gläserne Fahrstuhl“
(Die Geschichte von Charlie geht weiter. Der gläserne Fahrstuhl aus der Schokoladenfabirk fliegt jetzt sogar bis ins Weltall und trifft auf eklige Ausserirdische. Der Präsident der Vereinigten Staaten wird stets von seiner Tante Tibbs beraten und so gelingt es letztlich allen gemeinsam die Krise zu meistern. Und dann war da auch noch die Sache mit dem Vita-Wonka, das gierige Menschen ins Minus-Land schickt.)
Ian Ogilvy:
„Miesel und der Kakerlakenzauber“
(Die Geschichte von Miesel, dem Waisenjungen, der bei seinem gerichtlich bestellten Vormund Basil Trampelbone lebt. Basil Trampelbone tut alles, damit Miesel ein wirklich schlechtes Leben hat: er lässt ihn hungern, frieren und gönnt ihm keinen Haarschnitt. Ausserdem hat er eine phantastische elektrische Eisenbahnanlage auf dem Dachboden, mit der Miesel aber nicht spielen darf. Miesel möchte das so gerne und deshalb lockt er Basil Trampelbone unter einem Vorwand aus dem Haus und startet die Eisenbahnanlage heimlich. Selbstverständlich wird er erwischt und bevor er sich versieht, findet sich Miesel winzigklein auf der Eisenbahnanlage wieder. Er lernt recht schnell, was es mit den leckeren Donutkrümeln und Limotropfen auf sich hat, dass Karotten Leben retten können, dass das Kuscheltier des einen der größte Feind des anderen ist und dass Kakerlaken sehr zäh sind.)
Lemony Snicket:
„Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“
(Insgesamt 10 Bände gibt es, die von den drei Baudelaire-Kindern berichten, deren Eltern bei einem schrecklichen Hausbrand ums Leben kommen. Die drei erben ein beträchtliches Vermögen, über das sie jedoch erst verfügen können, wenn die Älteste der drei, Violet, die Volljährigkeit erreicht hat. Mr. Poe, der Vollstrecker des Testaments und unsensibler Bänker, übergibt die Waisen in die Verantwortlichkeit des Grafen Olaf, der es auf das Vermögen der Kinder abgesehen hat. Auf äusserst gemeine und raffinierte Art und Weise versucht er in Band 1 das Geld zu bekommen. Der erste Band hat kein Happy End, auch der zweite und dritte nicht, wie es weitergeht weiß ich noch nicht. Die Bücher um Violet, die Kluge und Erfinderische, Klaus, die Leseratte und Sunny mit den scharfen Zähnen sind für zehnjährige ganz gut geeignet, aber ein Erwachsener sollte sie vorher gelesen haben, um eventuell Fragen beantworten zu können. Ausserdem machen sie auch Erwachsenen sehr viel Spaß!)
Jetzt warten die „Chroniken von Narnia“ und „Briefe aus Narnia“ auf mich. Keine Zeit für Blogs oder Haushalt :-)
4. Januar 2006 um 15:43
ich würd da von Roald Dahl auch noch glatt empfehlen:
„Danny oder die Fasanenjagd“
und
„Der fantastische Mister Fox“
„James und der Riesenpfirsich“ hat mir als Film übrigens sehr gut gefallen :-)
Liebe Grüße, Philipp