ausgeschlafen.

7. Oktober 2009

Freiwillig. Um sechs Uhr. Ich habe Angst vor mir selbst.

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Zum Morgenkaffee ein buntes Heftchen durchgeblättert und die Rehkeule mit Knödeln sehr begehrenswert gefunden. Leider zufällig keine Rehkeule mit Knödeln im Haus.

Ein paar Seiten weiter viele, viele Dahlien in verschiedenen Gläsern und Vasen. Genauso begehrenswert und eventuell im örtlichen Blumenladen zu haben. Später mal das Knie fragen, was es zu einem kleinen Spaziergang meint.

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Heute Nacht  kam der Wind aus einer unüblichen Richtung, von Hessen über den Rhein. Das bedeutet immer unruhige Nächte für mich, denn dann stört mich das Wummern der Schiffsmotoren auf dem Rhein. Das ist so ein ganz tiefes Dröhnen, das man eigentlich nur im Magen hört. Wenn Sie verstehen, was ich meine.

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Meine lieben Leserinnen, die Sie sich für die Engelein begeistern: es wird sicherlich ein paar mehr dieser Engel geben, denn Frau … äh … Mutti plant ja einen Weihnachtsmarkt mit Oma Eis. Allerdings erstmal einen echten Weihnachtsmarkt, samt eisiger Füße, tropfender Nase und zunehmender Fröhlichkeit bei zunehmendem Glühweinkonsum. Deshalb muss ich viele (VIELE) Engel auf Vorrat nähen, den so drei Engel in der Bude sehen eher lächerlich aus. Ausserdem muss ich mir überlegen, wieviel solch ein Engel überhaupt wert ist, denn es gilt eine elegante Grätsche zwischen Materialkosten und Zeitaufwand zu machen. Und dabei mglichst nicht zweistellig zu werden, weil … das kauft ja dann keiner.

Ich werde Bescheid sagen, wenn es Engel zu für alle gibt.

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Gestern rief mich der Schreinerfreund an und jubelte: „Er ist wieder da!“ Und das ist eine ganz tolle Geschichte, denn wieder da ist der Minikater Bruno, der am 17. September verschwunden ist. Ein 15 Wochen altes Katerchen, einfach spurlos verschwunden.

Scheinbar ein abenteuerlustiges Katerchen, denn er hatte sich vier Tage lang auf dem Schulhof und Sportplatz der Realschule herumgedrückt und sich von weggeworfenen Schulbroten ernährt, bis er von einem  Kind nach Hause mitgenommen wurde. Ins übernächste Dorf rheinaufwärts. Zum Glück hatten der Schreinerfreund und die Mutter der allerbesten Tochterfreundin Suchplakate aufgehängt, denn so konnte dann doch noch der reisefreudige Bruno seiner Familie zurück-übergeben werden.

(ich freu mich so arg für Euch!)

Übrigens reagiert der Schreinerfreund ziemlich allergisch auf Katzenhaare und vertrat auch immer sehr energisch die Meinung „falsche, fiese, flusige Viecher“. Dass er sich nun so arg freut, dass das struppige Brunokaterchen wieder daheim ist … ist irgendwie niedlich :-)

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So.

Raus aus den Federn, rein in den Tag. Wird ein schöner Tag heute.

9 Kommentare zu “ausgeschlafen.”

  1. Geli sagt:

    hallo und guten Tag und einen schönen Tag, wenig Beschwerden, keine Schmerzen und einen langsamen Gang gen Dahlienladen…fein dekoriert wird es ein Hingucker und für Sie ein innerer Vorbeimarsch…aaaber, die Engel sind es, die mich hertrieben…warte nun gespannt auf Preis und Verkaufsbeginn…danke und denne bis danne…

  2. Frau_Mahlzahn sagt:

    Ähm, die Nachricht, dass Du schon morgens um sechs einen Gusto auf Rehkeulen mit Knödel hast, zusammen mit der der… Überfälligkeit…

    *albernbin*.

    So long,
    Corinna

  3. Jessica sagt:

    oh an einem weihnachtsmarktstand würde ich sie sehr gerne mal besuchen.die englein bestaunen und vllt ja auch eins kaufen…auf welchen weihnachtsmarkt stehen sie den dieses jahr?

    einen sonnigen tag und einen schönen spaziergang
    wünsche ich ihnen!

    liebe grüße
    jessica

  4. fraumutti sagt:

    Jessica, in Nierstein, wenn alles so läuft wie vorgestellt. (Weingut Guntrum)

    Frau Mahlzahn, ich kann jederzeit Rehkeulen essen. Und kalte Pizza zum Kaffee. Und kalte Nudeln mit kalter Soße. Und Chips, aber darüber schrieb ich bereits.
    Was morgens eher nicht geht, sind so übliche Dinge wie Marmeladentoast. Da hebt sich mir der Magen. Ganz ohne Grund :-)

  5. Fiona sagt:

    da haben sie aber wieder viel geschrieben :)

    früh steh ich fast auch immer so auf, auser heute, heute wurde es spät liegt wohl am babyfiebern :D

    das mit den motorenlärm der schuffe kann ich gut nachvollziehen nur ist es bei mir die bahn die man hört wenn der wind mal aus der anderen richtung kommt

    ihre engel sind allerliebst, eigentlich mag ich ja lieber schlicht, aber bei den könnt ich auch schwach werden

    und die katergeschichte süß… ach und wem einmal eine katze in die seele geschaut hat der kommt nie wieder von ihnen los ;)

    was das knie angeht… vorsichtig auf dem weg zum dahlien kauf, immer schön langsam und nichts übertreiben

    gute besserung

    fio

  6. Lil sagt:

    Isch liiiiebe Weihnachtsmärkte!

    Da würde sich doch glatt ein Ausflug in die alte Heimat lohnen. Natürlich mit einem Besuch \übber’m Rhoi\ zum Engel-Erwerb…

    Liebe Grüße
    Lil

  7. indeed sagt:

    Zur ersten Bemerkung: In der Familie meines Mannes nennt man das \senile Bettflucht\, aber dafür sind Sie eindeutig zu jung.

  8. diba sagt:

    captcha sagt

    $200-million marketis

  9. Meike B sagt:

    Bin als AnRheinerin aufgewachsen.
    Die Schiffsmotoren sind Heimatgeräusche für mich! Die Maschinen waren allerdings vor 40 Jahren noch erheblich lauter und der Rhein liegt bei uns westlich, also in Windrichtung. Hörte man nur sommers bei geöffnetem Fenster.
    Machte man aber niemals, denn es gab noch kein Schnakenbekämpfungsprogramm…

    Danke für die Erinnerungen!

    Liebe Grüße
    Meike B