Elternsprecherin, disqualifiziert
8. Dezember 2009
„Und was sollen wir denn für die Klassenlehrerin besorgen?“, fragte die stellvertretende Klassenelternsprecherin gerade am Telefon.
„Nun. Wenn ich ehrlich bin: nix.“, sprach Frau … äh … Mutti, die Spaßbremse, „Weil ich weiß ja gar nix über diese Frau, außer dass sie mein Kind unterrichtet. Wofür sie ja obendrein bezahlt wird.“
„Ja, aber das ist so üblich.“
„Tja, ich kann nicht weiterhelfen, ich mag das nicht.“
„Ok, dann rufe ich mal die Eltern an, die schon nachgefragt haben. Vielleicht haben die eine Idee.“
Hätte ich eine hübsche Gelkerze vorschlagen sollen? Oder ein nettes adventliches Gesteck?
(und obendrein wird das Kind dann mit einem Zettel heimkommen, auf dem steht, ich möge bitte ein bis drei Euro in einen Umschlag packen, für ein Geschenk und eine Karte.)
(ja. Ich bin aufmüpfig. Und wahrscheinlich doch eher ungeeignet für den Elternsprecherjob, wenn dies zu den Aufgaben gehört.)
8. Dezember 2009 um 15:17
Eigentlich finde ich Deine Einstellung genau richtig.
8. Dezember 2009 um 15:24
ich bin auch immer gegen dinge\die man tut, weil es so ist\…ich finde deine haltung richtig…bei uns ist es so, dass die neue klassenlehrerin die kinder sehr liebevoll in die neue schule eingeführt hat…viele kinder waren mit schlechten erfahrungen in der grundschule in die neue klasse gekommen…wir werden uns was schönes einfallen lassen…eine schöne adventszeit für dich und deine familie…ganz liebe grüße colette
8. Dezember 2009 um 15:29
Die Lehrerin soll was zu Weihnachten bekommen? Wozu?
8. Dezember 2009 um 15:34
PS: bei uns wird geschenkt, wenn es von Herzen kommt und wenn ICH/WIR eine Freude machen wollen.
8. Dezember 2009 um 16:06
Versteh ich auch nicht- das einzige Geschenk, was es hier mal gab, war zur Entlassung aus der Grundschule, ein Abschiedsgeschenk. Das fand ich angemessen. Alles andere? Nicht so sehr.
8. Dezember 2009 um 16:13
Tagchen!
Oh ja, die Argumentation der Dame am Telefon ist klasse! Und aufgestüplpte weihnachtlich, klebrige Stehrümchens verschenke ich persönlich auch nicht gerne im Namen von wer weiß wem.
Allerdings gestehe ich, dass auch hier gesammelt wird, aber für eine echt knorke Lehrerin, zu der man, frau, kind-wir alle einen sehr guten, netten aber auch professionellen Kontakt haben. Sowas macht Spaß. Wenn ich mir aber vorstelle ich sollte für jemanden sammeln oder spenden, zu dem ich weiter keine Beziehung habe—äh—nö.
Ich schätze die Dame wird etwas kariert geguckt haben am anderen Ende der Leitung, was? Ob das Kreise zieht?
Frau Mutti die böse Ruprechtfrau, die den weihnachtlichen FRieden der Elternschaft stört?
Bin gespannt ob das noch eine Fortsetzung gibt.
LG
Die NähMa!
8. Dezember 2009 um 16:47
Liebe Frau Mutti,
*pruuust*
Das war die erste Aufgabe, für die ich von den Exelternsprechern beiseite gezogen worden bin und welche diese als die WICHTIGSTE Aufgabe sahen, die ich in meiner neuen Position erfüllen sollte (???). Ich hatte mich innerlich auf sozialkritischen Demonstrationen vor dem Rathaus gesehen und dann kommt so was.
Natürlich dachte auch keiner daran, etwas dafür zu spenden oder eine Idee beizusteuern…
…naja, ich wollte persönlich sowieso eine Kleinigkeit machen, da ich die Erzieherinnen ganz persönlich wirklich gern mag und unser Murkel sie dolle lieb hat. Also hab ich Handschuhe aus einer der kostengünstigen IKEA-Fleece-Decken genäht (die Mädels frieren so schnell)und dort kommt dann was Süßes rein.
Aber ob ich da „Gruppengeschenk“ ranschreibe, dass muss ich mir noch genau überlegen, denn die meisten Eltern spenden ja nicht mal für die Kinder (mir würde ein Gedanke/Idee daran ja schon reichen!).
Also um es mal deutlich zu sagen: Es geht um die Kinder! Ich glaube, wenn die Lehrerin toll ist, dann sagen herzliche Worte und ein warmer Händedruck mit festem Blick in die Augen viel mehr, als so eine Gelkerze, die in so einer Kruschelkiste landet (ob Frau Antonmann so eine Kiste hat?).
Ein leidiges Thema!
Die immer noch um die Kinderküche kämpfende
Frau Suppenklar
8. Dezember 2009 um 16:48
(bin auf Kommentare von ‚der anderen Seite der Medaille‘ gespannt – Frau Antonmann? Frau Quartalsstrickerin?)
8. Dezember 2009 um 17:07
Einer der Gründe, warum ich mich nie wieder als Elternsprecherin zur Wahl stellen will: erstens die Sache mit den Geschenken. Und dass man dann auf dem offenen Betrag sitzen geblieben ist. Weil man ja niemanden zwingen kann, etwas beizutragen. Und dann die Kuchen, die ständig gebacken werden wollten — aber von niemandem außer… mir (na ja, von mir eigentlich auch nicht, aber wenn sich sonst kaum einer meldet…)
Undankbarer Job.
Ihre Meinung finde ich aber völlig richtig — ich finde die Sache mit der Schenkerei auch absolut überflüssig.
So long,
Corinna
8. Dezember 2009 um 17:28
Hier der Kommentar von der anderen Seite, also von Lehrerwarte aus: Ich finde die Weihnachtsschenkerei ebenfalls komplett überflüssig. Es hat sich irgendwie so eingebürgert, dass die Lehrerin was bekommt, und das ist nicht totzukriegen und wird jedes Jahr mehr inflationär. Besonders doof ist es wenn manche Geschenke mit dezentem Hinweis auf das kommende Semesterzeugnis verbunden sind (alles schon gehabt hier). Von mir aus brauchts also kein Weihnachtsgeschenk für die Lehrperson.
8. Dezember 2009 um 17:55
Ich finde, eine nette Lehrerin/Lehrer, die sich für die Kinder überdurchschnittlich engagiert, hat ein Geschenk als Anerkennung verdient.
Wenn ich Essen gehe bekommt der Kellner auch ein Trinkgeld, obwohl der „nur“ seinen Job macht.
Wenn Frau äh Mutti nicht so viel Glück mit den Lehrern ihrer Kinder hat, braucht sie sich auch keine wirklich großen Gedanken um Geschenke machen.
8. Dezember 2009 um 18:12
Wir haben sogar sehr viel Glück mit der Lehrerin, Carmen.
8. Dezember 2009 um 18:19
Mensch, da studiert man extra auf Lehramt um zu Weihnachten so schöne überflüssige Geschenke zu bekommen und dann schaffen aufmüpfige Elternvertreterinnen die ab, bevor ich ins Referendariat komme ;-)
8. Dezember 2009 um 18:49
Iwo. Wenn man schenken mag, weil man schenken mag – ok. Aber sich verkünsteln ist anstrengend. Für beide Seiten.
8. Dezember 2009 um 18:56
Regelmäßig im November kommen die ersten Elternfragen nach dem obligatorischen WeihnachtsBlumenstrauß für die wirklich wunderbare Lehrerin.
Im ersten Jahr habe ich es verweigert/deligiert und mich anschließend für die „Gelkerze“ fremdgeschämt.
Dann lieber fügen und besorgen.
8. Dezember 2009 um 18:58
Oh. e.
8. Dezember 2009 um 20:16
Dann oute ich mich mal, denn es gibt auch noch etwas dazwischen.
Ein DANKE SCHÖN von Herzen finde ich wunderschön, habe es schon zig mal besorgt oder mit den Kindern erstellt. Mal hat jedes Kind eine Sorte Plätzchen gebacken und wir haben es in einen hübschen Korb getan mit Zweigen und nüssen. Es gab auch mal ein spezielles Buch mit einem selbst erstellten Lesezeichen … ach und dann gab es das große Lebkuchenhaus. Allein die Aktion hatte so eine Freude bereitet.
Alles unter 1 EUR und von Herzen. Und die Lehrerin hat jedes Jahr auch eine wunderbare Kleinigkeiten (!) für die Kinder gemacht – auch von Herzen!
Es ging nie um ein Geschenk, sondern es war eine Anerkennung für die liebevolle, fördernde und fordernde Arbeit!
8. Dezember 2009 um 20:37
Mir ist es in all den Jahren als Mutter von Schulkindern nie untergekommen, daß die Lehrerin/der Lehrer DEN ELTERN etwas schenkt. Sogar Hilfe bei Veranstaltungen über das Maaß der „normalen Elternhilfe“ hinaus wurde von Lehrerseite nicht richtig gewürdigt, sondern als selbstverständlich hingenommen. Es nimmt doch überhand, diese Schenkerei.
8. Dezember 2009 um 20:46
Mir gefällt Ihre Einstellung Frau äh Mutti.
Richtig so!
Eine blöde Angewohnheit, sowas.
8. Dezember 2009 um 21:33
Och Mönsch!
Wieso denn nicht?
Dann gibts halt kein Klassengeschenk, sondern „nur“ Kleinigkeiten von Leuten, die das wirklich gerne machen.
Das kommt eh am Besten an.
8. Dezember 2009 um 22:01
Qualifiziert, eindeutig. Das sag ich jetzt mal so als Lehrerin. Und außerdem noch Gelkerzentraumatisierte:)
8. Dezember 2009 um 22:08
ich weiß sie lesen das nicht gern…………aber ja sie sprechen mir aus der seele
meist kennt man die lehrer/in kaum, oft ist man auch nicht so wirklich zufrieden und ja da geh ich am meisten mit ihnen mit
SIE WIRD DAFÜR BEZAHLT
bekomme ich den eine gelkerze dafür das ich ihnen jeden tag ihr obst, fleisch und gemüse verkaufe? nein sicher nicht, also wieso die lehrerin
wenn überhaupt müsste diese aktion von den kindern ausgehen und nicht von den elternsprechern
das würde zumindestens eine ehrliche sympathie der kinder zeigen
8. Dezember 2009 um 22:37
Hallo!
Also bei uns wurde das so gehandhabt, dass wir Kinder für die besonders netten Lehrer gemeinsam was gebastelt haben. Allerdings was sinnvolles (keine Gelkerzen).
Und zum Thema „sie wird dafür bezahlt“ – stimmt schon. Aber ich zB bringe im Advent auch meinen Lieblingsverkäuferinnen in meinen Stammgeschäften (wo ich jede Woche einkaufe und vorzüglich und freundlich bedient werde) ein Säckchen selbstgebackene Kekse mit. Die freuen sich immer wie die Schneekönige, weil offensichtlich niemand ans Verkaufspersonal denkt.
9. Dezember 2009 um 00:26
@Caramelia
Das ist eine schöne Idee für die Verkäuferin. Darüber muss ich mal nachdenken. Unser Zeitungsbote und Briefträger bekommen auch jedes Jahr einen Wein plus Geld, denn bei Wind und Wetter sind sie unterwegs. Immer freundlich ist der Briefträger (den Zeitungs-Nachtmensch erlebe ich ja nie ;-) und stets bemüht, dass die Post ankommt.
Aber diese obigen Beiträge regen Gedanken an und ich bin für jeden dankbar, weil es so inspirierend und spannend ist.
Und die Denkmaschine ging weiter, denn wir saßen bis eben in großer Runde mit Freunden zusammen und diskutierten über dieses Thema.
Ist das denn wirklich so?
Bekommt niemand der Kommentierenden von oben ein DANKE SCHÖN für seine Tätigkeit?
Keine Chefs, die ihren Mitarbeitern zum Weihnachtsfest ihre Anerkennung aussprechen, weil doch alle dafür bezahlt werden?
Resumee in unserer Runde: ein 100%iges NEIN. Die Verkäuferin bekommt neben dem Weihnachtsgeld (bekommen bzw. zahlen übrigen hier alle) jedes Jahr eine witziges DANKE SCHÖN. Der Ingenieur wird vom Chef und dem ganzen Büro zum Essen eingeladen. Chef verschenkt jedes Jahr einen fetten Einkaufsgutschein an seine MA, Chefin geht dieses Jahr mit ihren Mädels ins Musical „Hairspray“ und die Hausärztin besucht seit vielen, vielen Jahren Theater und Co. mit ihren Arzthelferinnen. Mein Mann finanziert die Weihnachtsfeier, zahlt weiterhin ungekürztes Weihnachtsgeld und lässt sich immer noch etwas Spezielles für die MA einfallen.
Alle werden für ihre Arbeit bezahlt und haben dennoch eine DANKE SCHÖN verdient.
Ob Fau Antonmann vom Schulleiter eingeladen wird? Ich weiß es nicht. Aber ich werde dieses Jahr noch mehr beschenken, weil mir heute bewusst wurde, wie glücklich und zufrieden ehrlich gemeinte Anerkennung macht.
Das wird jetzt unkorrigiert abgesendet – ist so spääät *gääähn*
Gute Nacht!
9. Dezember 2009 um 07:22
Hat hier eigentlich schon mal jemand über Bestechung nachgedacht?
Das war nämlich mal das Argument meines Mannes, der im öffentlichen Dienst arbeitet und immer mal wieder ein Seminar zu diesem Thema besucht.
Lehrer stehen (so weit ich weiß) auch im öffentlichen Dienst und „dürfen“ so gesehen eigentlich gar keine Geschenke annehmen, weder große Geldsummen noch den kleinsten Bleistift.
Sicher ist es oftmals „nur“ die kleine Plätzchentüte oder eben die Gelkerze, eine winzige Aufmerksamkeit, aber wie nahe liegt es doch da, dass eine Lehrerin oder Lehrer da schon in einen Gewissenskonflikt gerät, wenn es um die Notenverteilung geht. Gerade in der heutigen Zeit…
Und bitte liebe Lehrerin – jetzt keine hitzige Diskussion – ich will euch keine Bestechung vorwerfen, ich möchte nur, dass mal jemand darüber nachdenkt.
Felix Grundschullehrerin hat von mir jedoch auch immer etwas bekommen, aber auch nur von mir bzw. von Felix, weil Felix das wollte und weil mir persönlich etwas an ihr lag. Zu Julias Lehrer habe ich auch nach drei Jahren immer noch nicht den Draht, das ich sagen würde, da käme was von Herzen, also bekommt er auch nichts.
In diesem Sinne, ein DANKE SCHÖN bekommt bei mir nur jemand der es sich auch verdient;-)
Gruß Uschi
9. Dezember 2009 um 08:55
hm, naja…….. in deinem Blog hast du nicht vergessen rechtzeitig zu erwähnen das du Geburtstag hat. Hast du eigentlich viele Geschenke bekommen? ;-) Ich denke auch eine bezahlte Lehrerin freut sich über eine Aufmerksamkeit der Kinder zu Weihnachten. Wäre doch einfach nur nett gewesen wenn du das Kind das dich angerufen hat unterstützt hättest.
9. Dezember 2009 um 08:58
Meine Tochter kam vorgestern mit einem Zettel der Klassenpflegschaftsvorsitzenden mit der Bitte 1 Euro für ein Geschenk für die Klassenlehrerin mitzubringen. Für einen Gutschein (keine Ahnung wofür) inkl. Karte! Finde ich echt übertrieben. Wenn schon Geschenk dann hätte es ein Blumenstrauß, schön weihnachtlich, für 50 Cent pro Kind allemal getan. Diese Lehrerbeschenkerei finde ich nicht gut.
9. Dezember 2009 um 09:08
Ich sehe, es hat sich in all den Jahren, die seit der Schulzeit meiner Kinder vergangen sind, nichts geändert. ätzend. Ich bin gegen Geschenke für Lehrer – schon immer gewesen. Habe nichts gegen einen selbstgepflückten Blumenstrauß aus Feld und Flur. So wie wir es vor ähhh so an die 50 Jahre gemacht haben. Im Sommer. Aber gekauftes? Eindeutig nein!!
Simmi
9. Dezember 2009 um 09:19
Also zu jedem Anlass (Weihnachten, Ostern) etwas zu schenken, finde ich auch etwas übertrieben. Wenn meine Kinder von sich aus den Wunsch hätten, ihren Erzieherinnen im Kiga etwas zu basteln, dann gerne.
Was ich gut finde, sind Aufmerksamkeiten, wenn ein gemeinsamer Weg/ Abschnitt zu Ende geht (z.B. als das kleine Waldkind die Kiga-Gruppe wechselte oder als eine Erzieherin die Einrichtung verließ)
9. Dezember 2009 um 09:22
In der Grundschule war ich auch Elternsprecherin in der Klasse meiner Tochter. Mit einer über das Maß des üblichen hinaus engagierten Lehrerin (ich habe vier Kinder, hatte also Vergleichsmöglichkeiten)Gekaufte Geschenke gab es nicht. An Weihnachten hat z.B. jedes Kind auf einen guten Wunsch für die Lehrerin für das kommende Jahr auf eine Weihnachtskugel aus Papier geschrieben, die dann auf eine überdimensionale Weihnachtskarte geklebt wurde. Das bereitete Freude, war leicht zu entsorgen und jedes Kind musste etwas mehr Hirnschmal investieren als lediglich 0,5 – 1 € von daheim mitzubringen.
An meinem Arbeitsplatz ist es zwar nicht üblich, dass die Mandanten etwas schenken, aber sehr willkommen, wenn sie es tun. Viele bringen Plätzchen, Kaffee oder Wein, wenn sie mit unserer Arbeit zufrieden waren.
Müllmänner, Briefträger und Zeitungsfrau bekommen von mri auch eine kleine Anerkennung, weil sie ihren Job gut und freundlich tun.
9. Dezember 2009 um 10:29
@Astrid: Das war kein Kind, sondern die stellvertretende Elternsprecherin, die da angerufen hat. Und ich glaube, Frau..äh…Mutti wär doch recht entsetzt, wenn jemand die Tatsache, dass er/sie von ihrem Geburtstag weiß, als Geschenkekaufnötigung auffasste.
Geschenke sind m. E. was Freiwilliges, sonst nennt man das „Gehalt“. Und Freiwilliges hat die Eigenschaft, dass man sich auch dagegen entscheiden kann. Bestenfalls ohne dafür in irgendeiner Form abgestraft zu werden. Hat man mehrere Kinder und nur ein geringes Einkommen, können die obligatorischen 3 Euro je Kind nämlich schon in beträchtliche Summen ausarten. Und ich finde es sehr wichtig, dass man sich eben _nicht_ rechtfertigen muss, wenn man bei freiwilligen Dingen nicht mitmachen will.
9. Dezember 2009 um 10:30
Bei uns kam in der ersten Klasse auch die Diskussion wegen Lehrergeschenk auf. Wurde aber abgewendet mit dem Argument von Uschi: Lehrer dürfen keine Geschenke annehmen. Wurde nicht verifiziert, aber so beibehalten.
9. Dezember 2009 um 12:59
Was für eine interessante Diskussion! Bei uns ist das auch immer wieder Thema. Ich meine eigentlich auch es muss nicht sein, aber bei 1,2 Euro mach ich mit. Ist halt doch eine nette Aufmerksamkeit. Allerdings wurde letztens anlässlich der Hochzeit der Lehrerin bei uns gesammelt und es sollten 10 € pro Kind sein. DAS fand ich nun arg übertrieben und habe weniger gegeben – was dann im Vertrauen durch die Elternvertreter auch hinreichend weiter gegeben wurde. Aber da steh ich zu, ich hätte es nur gerne selber erzählt ;-)
Liebe Grüße,
Corinna
die immer wieder in deinem Blog stöbert
9. Dezember 2009 um 15:04
Aaaaaaalso. Ich bin da auch so. Die Lehrer werden bezahlt un dich mag sowas auch nicht.
Wenn die Stellvertreterin das gerne übernehmen mag, dann ists doch prima ;) .
Ich habe heuer beim Mittleren auch mal was gegeben. Weil ich heuer mal der Meinung bin, diese beiden Lehrer verdienen eine Aufmerksamkeit.
Sonst halte ich mich da auch zurück.
Kann Sie sehr gut verstehen.
LG anabel
9. Dezember 2009 um 15:48
Just vor 2 Tagen kam unsere Kleinste (Erstklässlerin) auch mit diesem Zettel an. 2 Euro für Geschenke für 2 Lehrerinnen. 30 Kinder in der Klasse, macht also für JEDE Lehrerin EIN Geschenk im Wert von 30,- Ocken – geht’s noch?! Ich diskutiere da auch gar nicht erst, sondern verweigere die Zahlung schlichtweg. Aus den bereits genannten Gründen: die Kinder sollen was basteln, da helfe ich gerne mit, da sehe ich „Sinn“ drin. Aber dieser „Befehlston“ auf dem Zettel, über alle Eltern hinweg, gefällt mir schon mal nicht, und die Sache als solche eben auch nicht.
Ich arbeite grundsätzlich MIT den Lehrern und nicht gegen sie und habe in meiner mittlerweile doch recht langjährigen Erfahrung als Klassen- und sogar Schulpflegschaftsvorsitzenden einer Gesamtschule (mit immerhin 1.200 Schülern, deren Eltern ICH alle vertreten sollte…) gelernt, Sympathie/ Antipathie nicht in die Entscheidung gegen solche Geschenke einfließen zu lassen.
Ich lege wie viele andere Meinungsgebenden hier großen Wert auf Anerkennung, in welcher Form auch immer.
Aber doch bitte auch nur zu den passenden Anlässen und nicht, weil gerade nun mal „zufällig“ Weihnachten ist.
9. Dezember 2009 um 16:00
Wollte dir mal ein Kompliment für deinen Blog dalassen,ich les hier echt gerne.Darf ich einen Link auf meinen Blog von dir setzen?
10. Dezember 2009 um 11:49
…aus dem Herzen gesprochen,
vielen Dank!!!
10. Dezember 2009 um 14:19
Wieso müssen sich die Eltern um die Lehrergeschenke kümmern? Bei uns haben das die Kinder gemacht…
11. Dezember 2009 um 15:08
mit lehrern habe ich noch keine erfahrung, finde aber eine kleine anerkennung für jegliches betreuungspersonal unserer kinder (in meinem fall z.b. die balletlehrerin) ganz schön. allerdings keine kerze zum 100.mal. etwas das die kinder gemacht haben. und als wir noch die tageszeitung bekamen, da bekam auch der zeitungsbringmensch noch was. aber der war durchaus besser als die zeitung, weshalb wir sie abbestellt haben:-)