Opa-Tag
12. Mai 2011
Noch immer, jeden Donnerstag.
Die Kindelein schauen nach der Schule kurz rein und gehen dann direkt weiter, die Straße hoch zum Opa. Töchterlein hat am Donnerstag immer eine Stunde früher aus und das ist ganz prima, denn so kann sie dem Opa beim Kochen helfen. Mittlerweile kann sie besser Schnitzel panieren als ihre Mutter.
Es wird zusammen gegessen, danach gibt´s Nachtisch. Nachtisch beim Opa könnte mehrere volle Mahlzeiten ersetzen und mein Ernährungs-Gewissen hyperventiliert bei dem Gedanken an die Mengen von Kalorien, die sich meine Kindelein da hineinschaufeln. Aber das ist eben so, donnerstags, am Opa-Tag.
Schließlich satt werden Hausaufgaben erledigt und der Opa macht ein Mittagsschläfchen. Wenn die Hausaufgaben schnell erledigt sind und/oder der Opa lange schläft, wird der Fernseher eingeschaltet. Richtig. Das pädagogische Gewissen kollabiert. Aber, ebenfalls richtig: es ist ja Donnerstag, Opa-Tag. Bevorzugtes Programm ist dann übrigens das allerbeste Trash-TV, damit man kichernd daheim davon erzählen kann. Naja.
Nach dem Mittagsschlaf des Opas muss der Notizzettel, denn sich Opa im Laufe der Woche geschrieben hat, abgearbeitet werden. Seit Weihnachten hat er nämlich ein Laptop und viele Fragen dazu. (seit er verstanden hat, wie man mails schreibt, mailen er und Töchterlein sich täglich. Sie ahnen nicht, wie mir das Herz beim Gedanken daran aufgeht!)
Hinterher geht´s raus. Es gibt so viele Flecken hier in der Umgebung, die auch wir nicht kennen. Und eine Menge Geschichten dazu, die wir dann von den Kindern erzählt bekommen.
Irgendwann nach dem Abendessen kommen die Kinder wieder heim.
*****
Donnerstage sind ganz großartige Tage, für alle.
12. Mai 2011 um 13:16
beneidenswert….
12. Mai 2011 um 13:21
Oh Gott, ist das schön!
Ist doch klar, daß bei Opa alles anders ist und das ist auch gut so.
Auf dass noch viele schöne Opa- Tage folgen!
12. Mai 2011 um 13:45
Es klingt wunderbar!
12. Mai 2011 um 13:59
Die Opi-und-Omi-Tage waren bei uns nicht ganz so häufig, aber Schnucken und Schlümpfe waren auch für uns mit diesen Besuchen ziemlich eng verknüpft. Nicht ganz so zur Freude meiner Mutter… Aber besser so und die Besuche bei den Großeltern werden gern angetreten, denke ich mir, es gibt auch andere Großeltern.
12. Mai 2011 um 14:27
Das hört sich soooo gut an.
Mögen noch viele Opa-Tage folgen! *Notiz an mich -> Opa anrufen!*
12. Mai 2011 um 14:38
Heut schaut die Spiegelmutti aber streng, doch net weil Donnerstag ist?
Ich finds toll,
dass ihr so einen Opa-Tag habt.
Klar, dass dein Muttergewissen bei Kalorien, Glotze und Co. rebelliert.
Dafür gehts aber auch raus in die Umgebung und das gleicht alles wieder aus.
12. Mai 2011 um 14:50
diese tage sind die größten schätze, die man seinen kindern mitgeben kann. was zählen da schon kalorien und pädagogik. wenn ich über 30 jahre später daran zurück denke, wie ich meinen opa nach der arbeit von der straßenbahn abgeholt habe und wir erstmal schokolade kauften, dann wird mir noch immer ganz warm ums herz. solche rituale sind lebenswichtig.
12. Mai 2011 um 15:38
Das scheint doch ein toller Tag zu sein. Dessert und TV sind halt kleine Abstriche. Die Hausaufg kannst du ja z.H. noch mal kontrollieren ;) Interessant, dass sie z.H. vom TV erzählen… Anscheinend lernen deine Kids beim Asi-TV ganz neue Welten kennen. Am besten gefällt mir die Laptop-Sache.
LG :)
12. Mai 2011 um 18:47
Ich finde das ganz toll dass aus dem Grosseltern-Tag nun ein Opa-Tag geworden ist. Sowohl die Kindelein als auch der Opa profitieren doch offfensichtlich ungeheuer, und das meine ich ganz ernst, auch Trash-TV und Riesen-Nachtisch mit 7000 Kalorien pro Portion sind positiv, weil es sie halt nur beim Opa gibt. Ganz abgesehen von Ausflügen und Laptop-Hilfe – sooo toll! So viele Erinnerungen und gute Gefühle – Ihre Kinder werden beim weisst-du-noch? später ganz wunderbare Geschichten erzählen können. Und wie Anke sagte: solche Rituale sind lebenswichtig.
12. Mai 2011 um 19:12
so musses sein, genau so!
12. Mai 2011 um 19:25
Da werde ich gleich ganz neidischgelb auf den Opa!
Früher, als wir noch am selben Ort wohnten, gab es bei uns regelmäßig Enkeltochter-Tage und -ferien.
Das war SOOO schön!Inzwischen liegen leider ZU viele Kilometer dazwischen, so dass wir uns mit Mails,Fotos & Videos behelfen müssen.
Immerhin, gut, dass es diese Möglichkeit gibt.
Ich wünsche Ihnen & den Kindern noch viele wunderbare Opa-Tage – das sind wirkliche Schätze, die mit ins Leben genommen werden!
12. Mai 2011 um 19:33
Klingt wunderbar!!!
Liebe Grüße
Juniwelt
12. Mai 2011 um 20:03
Oh wie schön!
So hat der Opa immer wieder was, wo er sich sehr drauf freuen kann, und die Kinder offensichtlich auch.
Wow, der hat noch gelernt, den PC zu bedienen, Klasse!
Dass sie Kalorien einfahren, nun ja, das ist eben ein besonderer Tag. Schulterzuck.
Die Hauptsache ist nunmal, den lieben Opa zu besuchen und was mit ihm zu unternehmen, wunderbar!
12. Mai 2011 um 20:24
Ich habe Tränen in den Augen, denn es liest sich so wunderbar rührend und erinnert an die eigene Kindheit! Behalten Sich sich das für sich und ihre Kiddies! In solchen Momenten sind Kalorien egal. Denn es werden später für ihre Kinder wunderschöne Erinnerungen sein, die man mit keiner Diät weg bekommen würde oder gar wollte! Toll! :-)
Alles Liebe,
Andrea
12. Mai 2011 um 21:30
Haha, immerhin kommen sie noch Heim ;)
12. Mai 2011 um 23:03
Irgendwann in der Vergangenheit war doch auch einmal ein tolles Erlrbnis mit Opa und den Kindern auf dem Spielplatz.
War das nicht sogar eine Notiz im Lokalblatt wert :-)
Nein, ich stöbere jetzt um diese Zeit nicht mehr im Archiv.
Liebe Grüße,
René
13. Mai 2011 um 06:32
Solche Tage würde ich mir für meine Kids auch wünschen. Wunderbar!
LG Jane
13. Mai 2011 um 07:39
Und genau DIESE Tage sind es dann, an die man sich gerne auch als Erwachsener noch erinnert. Ich habe sie geliebt. Da durfte ich bis spät in die Nacht hinein olle Schwarzweißfilme sehen, viel mehr Süßigkeiten essen und habe manchmal mein Frühstück ans Bett gebracht bekommen. Ist das nicht Luxus? Genau so soll es sein. Und keine Angst, dass die Kinderlein zu sehr verwöhnt oder mit ungesunden Sachen vollgestopft werden. Omas und Opas dürfen das. Das sind doch die Ausnahmen und nicht die Regel und genau das macht den Reiz aus.
LG
Sabine
13. Mai 2011 um 18:32
kalorien und glotze sind keine abstriche, die gehören dazu. der opa hat immer den teller abgelegt und die oma hat sich irre drüber aufgeregt. er grinste mir übern tisch zu…
ich war 6, als er starb und das tellerablecken ist eine der wenigen erinnerungen, die ich jahrzehnte später noch habe. war nicht eben pädagogisch wertvoll, aber DAS war eben mein opa :)